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Full text of "Serrano-Miguel-Das-goldene-Band-Esoterischer-Hitlerismus"

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Miguel Serrano 



Das 



Goldene Band 



Esoterischer Hitlerismus 




TEUT ^m VERLAG 



RICHARD SCHEPMANN 



Die Originalausgabe in spanisch erschien unter dem Titel 
EL CORDON DORADO; HITLERISMO ESOTERICO 
© 1978, Miguel Serrano Fernandez 
Regist.-Nr. 48.087 
Auflage 5000 Exemplare 



Digitalisiert fur Unglaublichkeiten.com/.info 
im Wonnemond 119 (Mai 2008) 



Hinweise: 

• Der Original-Scan kann im Neuschwabenland-Archiv 

I heruntergeladen werden: http://NSL-Archiv.com/Buecher/ 

• Formatierung, Bilder, Seitenzahlen usw. wurden vom Original 
iibernommen. Lediglich die letzten Zeilen wurden jeweils auf- bzw. 
abgerundet fiir eine saubere Darstellung der Seitenumbriiche. 



Deutsche Ausgabe: 

Das Goldene Band; Esoterischer Hitlerismus 

Miguel Serrano 

Deutsche Ubersetzung: F. Urtho 

© 1987, alle Rechte der deutschen Ausgabe bei Teut-Verlag, 

R. Schepmann, 5802 Wetter, Postfach 13 

ISBN 3-926179-20-1 



MIGUEL SERRANO 

Geboren 1917 in Santiago de Chile 

Reiste von 1947-1948 in die Antarktis 

Botschafter in Indien, von 1953-1962 

Botschafter in Yugoslawien, von 1962-1964 

Gleichzeitig akkreditiert in Bulgarien und Rumanien 

Botschafter in Osterreich, von 1964-1970 

Botschafter bei der Internationalen Atomenergiekommission in 

Wien und bei der Organisation der Vereinigten Nationen fiir die 

Industrielle Entwicklung (UNUDI) 



VOM GLEICHEN AUTOR: 

Anthologie der wahren Erzdhlungen aus Chile 
(in Spanisch), Verlag Gutenberg, 1938, Santiago de Chile 

Ein Vortrag ilber Sildamerika 
(in Spanisch) Verlag Gutenberg, Santiago de Chile, 1939 

Die dunkelste Epoche (in Spanisch), Verlag Zig-Zag, Santiago de 

Chile, 1941 

Die Antarktis und andere Mythen 
(in Spanisch), Santiago de Chile, 1948 

Weder auf dem See - noch auf dem Landwege 
Verlag Nascimento 1950 

Stimmen aus dem ewigen Eis... 

Verlag Nascimento, Santiago, 1957 

Verlag Planeta, Barcelona, 1974 

Die Besuche der Konigin von Saba 

(mit einem Vorwort von C. G. Jung) 

Aurum Verlag, Freiburg im Breisgau, 1980 

Publishing House, Bombay, Indien, 1960 

Verlag Nascimento, Santiago de Chile, 1960 

Verlag Kier, Buenos Aires (zwei Ausgaben) 

veroffentlicht in Englisch durch Routledge and Kegan Paul, 

London und Harper and Row, New York. 

Die Schlange des Paradieses 

Verlag Nascimento, Santiago de Chile, 1963 

Verlag Kier, Buenos Aires (zwei Ausgaben) 

Veroffentlicht in Englisch durch: Rider & Comp., London, 1963 

und durch: Routledge and Kegan Paul, London, 1972 

durch Harper & Row, New York, 1972 

sowie durch Vikas Publishing House, New Delhi, Ind., 1975. 

Der Hermetische Kreis 
(Unterhaltungen, Briefwechsel und Erinnerungen an Hermann 

Hesse und C. G. Jung). 

Verlag Zig-Zag, Santiago de Chile, 1965 

Veroffentlicht in Englisch durch: Routledge and Kegan Paul, 



London und durch: Shocken Books, New York 

(mehr als 20 Ausgaben) 

Veroffentlicht in Deutsch durch Rascher Verlag, Zurich 

VeroffentHcht in ItaHenisch durch Astrolabio, Roma. 

Veroffendicht in BrasiHen durch Editoria BrasiHense. 

VeroffentHcht in Holland durch Lemniscaat, Rotterdam. 

Veroffentlicht in Japan. 

Veroffentlicht durch Editorial Kraft, Buenos Aires, 

Editorial Kier, Buenos Aires (zwei Ausgaben), 

Editorial Nueya, Universidad, Santiago de Chile. 

Die nichtexistente Blume 

Vertrieben durch den Universitatsverlag, Santiago de Chile, 1969 

Veroffentlicht in Englisch durch Routledge and Kegan Paul, 

London. 

Die Geheimnisse in Spanisch und in Englisch, 
New Delhi, Indien, 1960. 

Elella (Ersie), das Buck der magischen Liebe 

Sphinx- Verlag, Basel, 1982 

Editorial Kier, Buenos Aires, 1973 (zwei Ausgaben) 

Routledge and Kegan Paul, London, 1973 

and Harper and Row, New York, 1972 
Neue Universitat, Santiago de Chile, 1974. 

Trilogie einer Suche in der Neuen Welt. 
Verlag Nascimento, Santiago, 1974 

Nietzsche und die Ewige Wiederkehr 
Verlag Neue Universitat, Santiago 1974 

Demnachst werden veroffentlicht: Nietzsche und der Tanz Shivas 

In Vorbereitung: Buch der Auferstehung... 



Bestdrke Dich in den alien Trdumen, 
aufdafi unsere Welt die Hojfnung nicht verliere! 

EZRA POUND 



Sehen wir uns ins Gesicht! 
Wir sind Hyperboreer! 

NIETZSCHE 



Weder zu Lande noch zu Wasser wirst du den Weg 
zu den Hyperboreern finden. 

PINDAR 



Filr den Krieger des Ordens vom Wanderer des Morgensternes, 
vom Wdchter der Morgenrote ist eine Schlacht mit schlechtem 
Ausgang ein geistiges Abenteuer, das erfolgreich war. 

Gesang der Wanderer in der Morgenrote... 



8 



RUDOLF HESS 

gewidmet, 

Die Gestalt des Glaubenshelden 

der Hiderischen Esoterik, 

dem notwendigen Opferfilr die 

Wiederauferstehung des Mythos. 



Vorwort zur deutschsprachigen Ausgabe 

Die 1978 in Chile erschienene Erstausgabe in spanischer Sprache ist 
seit Jahren vergriffen. Die deutsche Herausgabe hat sich lange 
verzogert. War anfangHch noch eine sehr einfache drucktechnische 
Gestaltung dieser Schrift vorgesehen, so hat sich zwischenzeitHch 
doch diese Buchform durchgesetzt um dem Autor und seinem Werk 
einen dementsprechenden Rahmen zu geben. Bedingt durch die 
zumindest stellenweise schwierige Thematik mochten wir den Leser 
um Verstandnis fiir die nicht einfache Ubersetzung bitten. Viele 
Bilder aus dem span. Original konnten nicht mehr reproduziert 
werden. Auch waren die Bildvorlagen beim Autor nicht mehr zu 
beschaffen. Statt dessen sind wenige andere Bilder, dem Thema 
entsprechend, hineingenommen worden. 



10 



INHALTSVERZEICHNIS 

EINLEITUNG 17 

Was mir der Meister sagte 19 

Hitler, ein Eingeweihter 20 

Wie es wirklich war 23 

Was hatte geschehen konnen 26 

Der Astralkorper 27 

Ich traumte von Stalin 29 

Er wuISte, dal^ er verlieren wiirde 33 

Hitler lebt 35 

Meine Suche in der Antarktis und im Himalaya 39 

Die hohle Erde 41 

Das Trugbild der Pole 44 

Admiral Byrd 48 

DieUFOs 52 

Die Prophezeiung des Josef Lanz 56 

Der Spiegel der Prinzessin Papan 58 

Die „Astralrohre" 63 

Wir, die vom Siiden kommenden 67 

Mein Amerika ist das der WeilSen Gotter 68 

Die Verlierer 71 

Bei Ezra Pound 72 

WER WAREN DIE KATHARER? 11 

Luci-Bel 79 

Die Katharer und die Troubadoure 80 

Die Katharer, der Oral und die SS 83 

Die zum Manichaismus iibergetretenen Druiden 85 

WER WAREN DIE DRUIDEN? 87 

Hyperborea und Atlantis 89 



11 



Wo befinden sich die Hyperboreer? 91 

Sie kamen aus anderen Welten 94 

Die Kontinente Mu und Gondwana 98 

Miissen alle Menschen Menschen sein? 101 

Die vom Abgrund ausgehende Bezauberung 103 

Papan und die Weil^en Gotter 103 

Die andere Wissenschaft 105 

Lilith und die „Steinerne Zither" 107 

Die Blume des Druiden und die Hyperboreische Zahl 110 

Die biindische Gliederung der Druiden und der SS 114 

Chromo und Soma 118 

Eine unterschiedliche Auffassung von der Wiederverkorperung 121 

Eine unvollendete Symphonie 123 

Die Einweihung von Compostela 126 

Hat Ezra Pound seine Werke verschliisselt? 128 

Der Hund der Goten, der Hund Gottes 130 

Die „chilenische Rasse" 132 

Der synchronistische Weg der Mutation 137 

Die Stiicke der zerbrochenen Krone 140 

Der „Eingang" zum Pico Sacro, die Einweihung in Noya und die 
Mutation in Ageitos 143 

Die Stiftskirche von Santa Maria del Sar stellt eine Nachbildung der 
Dolmen von Ageitos dar 145 

Ich suchte Kelten und fand Germanen 148 

Das Haus der Sippe 149 

Die zwei Arten kollektiven UnterbewuIStseins bei C. G. Jung 151 

Das hyperboreische blaue Blut 154 

Die Umherstreifenden und von Sehnsucht Getriebenen 156 

DIETEMPLER 157 

Das Geheimnis der Weil^en Gotter Amerikas 159 

Die Daten stimmen nicht iiberein 163 

12 



Die Christen zerstoren die Spuren der WeilSen Gotter 164 

Die Templer, die Benediktiner und Hitler 168 

Die Einweihungszentren der Hitlerischen SS 171 

Die exoterischen Grundlagen: Philosophie, Geschichte und Mythologie 
174 

Wo Esoterik und Exoterik nicht miteinander iibereinstimmen 180 

Der „Urmensch", der vollkommene Mensch 185 

„Das todliche Geheimnis der Templer" 189 

In den Evangelien ist von zwei verschiedenen Personen die Rede 193 

Die Verkorperung und das hermetische Gesetz 198 

Die Templer lehnen nur den Gekreuzigten ab, nicht aber das Kreuz. 200 

Nach Jung ist Christus das „Selbst" 203 

Hitler's Kindheit im Kloster Lambach und der Thule-Orden 204 

Die Einweihung des rechtslaufigen Hakenkreuzes 206 

Wozu wird der Templerorden gegriindet? 207 

Sind die zweiten Gesetzestafeln des Agypters Moses die gleichen wie 
die ersten? 210 

Das Deuteronomium ist nicht das „Funfte Buch Moses" 213 

Die Religion des Blutes und die Gegeneinweihung des Neuen Bundes 
215 

Das Judentum ist, wie das Brahmanentum, nicht missionarisch: Jude ist 
man durch das Blut 217 

Das Blut, der „Motor der Einbildungskraft" 218 

Die Symbolik der Namen 219 

Als die Hebraer Arier waren 221 

Es gibt auf Erden vier verschiedene Menschenarten 223 

Die Juden sind nicht die Hebraer - Sie haben sich deren Uberlieferung 
bemachtigt und sie verfalscht 226 

Die tiefliegende Ursache der Feindschaft zwischen Ariern und Juden 
228 

Jakobs Geschichten" 230 

Der Jude erhebt das Teil liber das Ganze: Jehova, Marx, Freud 233 

13 



■>■)' 



Die beiden Hakenkreuze 235 

Die Templer wollten das Konigtum gottlichen Ursprungs 
wiederherstellen 235 

Die Siinde wider die Rasse und das Schuldgefiihl 239 

Nicht richten, sich nur widersetzen 240 

Kann man aufhoren Jude zu sein und wieder Hebraer werden? 241 

Das Gesetz des Pendels 243 

Der esoterische Hitlerismus ist nicht „anti" 245 

Es ist kein Streit der Menschen, sondern der Gotter 247 

DerTanz Shivas 248 

Die drei grundlegenden Positionen im esoterischen Hitlerismus Erstens: 
dieSymbolik 251 

Die Einweihung von Agarthi 254 

Die zweite, synchronistische Position: Die Einweihung in Shamballah 
257 

Die dritte Position bringt die anderen beiden zum Ausgleich 258 

Als Krishna in den Kathedralen tanzte 260 

„Solange Du gerecht bist, wirst Du Konig sein" 262 

Der andere Oral 263 

Skorzeny und die „unbekannte Psychologie" 264 

Die geheimen Leiter der Templer und der SS 267 

Hitler, der „Hohepriester des Abendlandes": Ist er ein Tulku? 268 

Die auf verschiedenen Einweihungen beruhende soziale Gliederung 271 

Drei verschiedene Auffassungen von Macht 274 

Magische Wissenschaft und Technologie: Hitler hatte die Atombombe 
276 

Die Ursachen der Zerstorung des Templerordens 280 

Das magische Imperium und das Gesetzbuch des Manu 282 

Worin bestand die geheime Einweihung der Templer? 283 

Die tantrische Alchemie in den Orden des Mittelalters und in der SS285 

Die beiden tantrischen Wege 288 



14 



Die Hitlerische Einweihung - ein unbekannter Weg des 
Abendlandischen Yoga 294 

Shakti, der „Wille zur Macht" und die „Hitlerische absolute 
Personlichkeit" 296 

Der Viiya oder der Tantrische Held 298 

Wehe dem, der seine Walkiire verliert! 302 

Die Kabiren, die zwei Arten von Kabbala, das Pferd und die Jungfrau 
von Carmen 303 

Die Esoterik der Nibelungen: Siegfried, der Christus des Abendlandes 
306 

Der Nibelungenschatz und die Walkiire Brunhilde-Kundalini 309 

Siegfried verrat seine Walkiire 311 

Das Nibelungenlied und das Ketzertum der Bogomilen-Katharer 313 

Das Heldenepos der Nibelungen findet nicht hier seine Erfiillung, 
sondern auf „dem Wege Irings" 316 

Die Symbole sind viel zu geistvoll, um rational zu sein 317 

Die Pilger ohne Weg und Ziel 318 

DIE ROSENKREUZER 321 

Der Stiel, die Dornen und die Rose 323 

Vedanta, Samkhya und der Yoga des Patanjali 324 

Die Liebe von Shiva und Shakti 326 

Die Tantrische Metaphysik iiberragt den Monismus und den Dualismus 
329 

Der esoterische Hitlerismus ist tantrisch 330 

„Sechs Millionen Opfer": Eine Materialisation des jiidischen kollektiven 
UnterbewuIStseins 334 

Das Hakenkreuz des Ausganges und das Hakenkreuz der Wiederkehr 
336 

Die Stadt ist auch Kundalini 338 

Die phantastischen Erklarungen von Rudolf Hess iiber Fernhypnose.339 

Die Zentrale der telepathischen Krafte 341 

Schwarzmagie und der Untergang von Atlantis 343 



15 



WeilSe Magie und der Ubergang zu einer Anderen Erde 345 

Kalpas, Manvantaras und Yugas 346 

Der polare Ursprung der Veden 347 

Das zweite Auftreten der Rosenkreuzer 348 

Das SchloIS des Konigs der Welt 350 

Die vier Zustande 353 

Die Freimaurerei und die unsichtbare Regierung 355 

„Der jiidische Virus ist", nach Karl Marx, „ins Blut der Nichtjuden 
iibergegangen" 358 

„Wenn die Protokolle nicht authentisch sind, so entsprechen sie doch 
den Tatsachen" 360 

Chile wurde im Jahre 1942 auserwahlt, „Nai Juda" zu werden 361 

Der Gott der Verlierer wird geracht werden 363 

Der vierte Staat der Roboter und Ameisenmenschen 365 

„Die Erde schwingt sich auf den Menschen in seiner Zerstorungswut 
ein" 366 

Der Gral befindet sich heute in den Anden 367 

Das Licht des Morgensternes 369 

EPILOG 370 

BEMERKUNG ZU DEN LITERATURANGABEN 371 

BIBLIOGRAPHIE 373 

WORTERKLARUNGEN DER SANSKRIT-AUSDRUCKE 399 

ANDERE VOKABELN 407 



16 



EINLEITUNG 



WAS MIR DER MEISTER SAGTE 



Alles das, was im Menschenleben 
unter dem Mythos steht, ist den 
tiefsten Griinden menschlichen Seins 
zuzurechnen. 

Hermann von KEYSERLING 



17 



18 



Was mir der Meister sagte 

Es erscheint mir, als ob die Zeit stehengeblieben sei, die Jahre 
sind jedoch voriibergegangen. Ich habe das Gefiihl, als ob ich 
nicht alter geworden sei und doch konnte es sein, da£ ich gealtert 
bin. Nach und nach bin ich mir iiber meine Lebensaufgabe klarge- 
worden so, als ob mich jemand angeleitet hatte. Und wenn nun die 
Jahre wirklich vergangen sind und ich tatsachlich alter geworden 
bin, dann mu£ ich nunmehr iiber gewisse Dinge Zeugnis ablegen, 
die mir bekannt sind und die im Wissensspeicher keines Anderen 
vorhanden sein konnen, Dinge, die ich dreif^ig Jahre lang gehiitet 
habe, die jedoch neu sind, als ob sie erst gestern geschehen seien, 
Dinge von denen ich bisher niemandem etwas mitgeteilt habe, die 
von mir bisher nicht benutzt wurden. Es handelt sich um den letzten 
Grof^en Krieg, der ebenso gigantisch war wie der im Heldenepos des 
Mahabharata geschilderte, sogar noch gewaltiger, setzte er doch das 
Zeichen fiir das Ende der Zeiten, eines Manvantara, eines kos- 
mischen und irdischen Kreislaufes. Wer da glaubt, diese Tragodie 
lediglich als einen weiteren Weltkrieg ansehen zu konnen, der hat 
von alledem, was sich da abspielte, nichts begriffen. Wir alle, die wir 
sie miterlebt haben sogar weit drauf^en in den „auf^ersten Winkeln 
der Welt", wir sind im Innersten unseres Wesens betroffen und 
konnen sie niemals vergessen. 

Als vor nunmehr 35 Jahren der Krieg zu Ende ging, war es leichter, 
frei seine Meinung zu auf^ern, und zu sagen, was man dachte. 
Heutzutage ist die Atmosphare stickig und man wird von Schatten 
bedrangt. Die Ketten, die der Erde von den Siegern auferlegt 
wurden, werden immer bedriickender und die Wahrheit oder das 
Licht ist schon nicht mehr zu sehen. Keiner wagt eine Auf^erung zu 
tun, die noch fiinf Jahre nach Beendigung jener entsetzlichen 
Katastrophe moglich gewesen ware. Die nach dem Kriege geborenen 
und herangewachsenen Nachkommen sind schwache (sie lassen sich 
gern „Kinder des Wassermanns" nennen), manipulierte, verweich- 
lichte (jedoch bestimmt nicht durch das Wasser des „Wasser- 
mannes") Geister, die in ihrer Entwicklung gehemmt worden sind 
und durch gelenkte Erziehungsmethoden, durch Propaganda und 



19 



gezielte Informationen, sowie durch die Droge, die „universelle 
Liebe", die „Blumen" und durch eine Musik, wie zur Endzeit von 
Lemurien, an die Wand gespielt wurden, wohinzu noch ein 
Terrorismus ohne Grof^e, ohne einen Olymp, ohne das Licht der 
Gotter kommt. Fiir den Fall jedoch, daf^ sich jenseits des alltaglichen 
Bewuf^tseinszustandes, im Unbewuf^ten der Menschen, im 
kollektiven Unterbewuf^tsein ein noch vorhandener schwacher 
Abglanz der heroischen und mannlichen Wahrheit wieder zum 
Leben erwecken lief^e, inmitten so vieler hinterlistiger Propaganda 
und einer von den Damonen der Dummheit gelenkten Literatur, fiir 
diejenigen also, die noch zu einem solchen Aufschwung fahig sind, 
stelle ich die nachfolgenden Seiten zusammen. Dariiber hinaus aber 
auch fiir alle ehemaligen Kriegsteilnehmer, meine Kameraden, fiir 
die Gefangenen und die iiberall in der Welt an die „Felsen des 
Kaukasus" Angeschmiedeten und Gequalten. 

Meine Enthiillungen werden nicht veraltet sein, wenn sie auch 
langer als dreif^ig Jahre in einer alten Dachkammer aufbewahrt 
wurden; denn der Krieg ist ja noch nicht zu Ende, und well es in der 
Richtung nach vorn nun schon keine Zeit mehr gibt; der Weg in der 
Zeit kann jetzt nur noch nach innen, hinauf- oder hinabfiihren. Der 
Zeitbegriff besteht dann nur noch im Verstandnis dessen, was 
geschehen ist. Und die Tatsache, daf^ es heutzutage schwieriger 
geworden ist, sich zu auf^ern, als gestern und daf^ sich die Furcht vor 
dem Sieger immer mehr steigert, ist ein Beweis dafiir, daf^ nichts als 
abgeschlossen betrachtet werden kann und alles noch in der 
Schwebe ist wie vor Beginn der Geschehnisse. Und zwar aus 
Griinden, die wir im folgenden darlegen. 

Hitler, ein Eingeweihter 

In meinen Biichern „Weder zu Lande noch zu Wasser", sowie „Die 
Schlange des Paradieses" habe ich berichtet, wie es kam, daf^ ich 
meinen Meister traf und ein Eingeweihter wurde. Ich werde mich 
somit iiber dieses Thema nicht weiter auslassen. Moge es geniigen, 
daf^ ich sage, daf^ ich den Pfad niemals verlassen habe, wenn ich ihm 
auch auf meine eigene Weise gefolgt bin inmitten vieler Schwierig- 
keiten, wobei ich im Kampf gegen mich selbst immer wieder die 

20 



Oberhand gewinnen muf^te. Der Orden ist fiir Kampfer. Und meine 
Ergebenheit gegeniiber dem Meister gilt fiir die Zeit meines Lebens 
und iiber dieses Leben hinaus. 

Etwas habe ich bisher noch niemals gesagt, daf^ es namlich der 
Meister war, der uns im Grof^en Krieg auf esoterische Weise mit 
Hitler zusammenfiihrte. - 

Der Meister sagte zu uns: „Hitler ist ein Eingeweihter, er kann sich 
mit den in der Astralebene Weilenden verstandigen. Es ist mir nicht 
bekannt, welche seine geistigen Fiihrer sind, aber ich habe mich 
entschlossen, ihm zu helfen. Hitler ist ein Wesen mit einem eisernen, 
unerschiitterlichen Willen, welchen er unweigerlich in die Tat 
umsetzt, sobald der Befehl zum Handeln an ihn ergeht. Er weicht 
niemals zuriick. Ich habe mit ihm in Verbindung gestanden." 

Ein andermal erklarte er uns, daf^ es Hitler's Mission sei, das 
Schicksal am Hohepunkt der Zeiten zu wenden, indem er der Erde 
den erforderlichen Impuls zu ihrer Verwandlung, ihrer Umgestaltung 
gibt, was zur Folge hatte, daf^ die Moglichkeit zur physischen 
Entropie im Ablauf des Kaliyuga oder des Dunklen, des Eisernen 
Zeitalters iiberwunden werden konnte. Die Umwertung aller Werte 
bietet die einzige Uberlebensmoglichkeit. Hitler war das Werkzeug, 
durch das hindurch ein Geiststrahl aufleuchtete. Bei der Einweihung 
war ihm die VriZ-Kraft, die sieghaft-magische Energie, auch Farr 
genannt, verliehen worden. Gegen ihn wurden nun samtliche Krafte 
des Schattens und des Todes, der Inertion und der Elementarwesen 
entfesselt. Deshalb muf^ten wir ihm helfen. Es wurde ein Krieg der 
Gotter und Damonen. Ein kosmischer Krieg, der auf Erden 
ausgetragen wurde und dort die aller-dramatischsten Formen 
annahm. 

Ein Jeder von uns half auf seine Weise. Ich gab eine Zeitschrift „Das 
Neue Zeitalter" heraus, und darin lief^ ich von alledem einiges 
durchblicken. Zwanzig Jahre spater, als sich die Archive der 
Niirnberger Prozesse fiir Forscher offneten, waren viele von 
Erstaunen iiberwaltigt; trotzdem aber blieben die geheimen Wurzeln 
des Geschehens unbekannt. Der Meister war wiederum einmal 
bestatigt worden. 

Als dann das Buch „Die Riickkehr der Zauberer" von Louis Pauwels 

21 



und Jacques Bergier veroffentlicht wurde, rief es grof^e Unruhe und 
Neugier hervor, sogar bei den Marxisten. Zu dieser Zeit war ich 
Botschafter in Jugoslawien und es war der Generalsekretar der 
Sozialistischen Partei Chiles, Raiil Ampuero, ein Freund von Barreto, 
des „Jason" in meinem Buch „Flor Inexistente", der mich in Belgrad 
auf dieses Buch hinwies und auf die darin iiber den Esoterischen 
Hitlerismus gemachten Enthiillungen ansprach. Spaterhin suchte 
mich Eugenio Gonzalez, damals Rektor der Universitat von Chile, ein 
erlesener, ausgeglichener und defer Geist, ebenfalls Sozialist, 
wahrend eines meiner Besuche in Santiago auf, um sich mit mir iiber 
die Enthiillungen in dem Buch „Die Riickkehr der Zauberer" zu 
unterhalten. Er entsann sich, daf^ ich dieselben bereits vor zwanzig 
Jahren in meiner Kampfschrift vorweggenommen hatte. War das 
sicher? War das moglich? Wie konnte ich das zu der damaligen Zeit 
wissen? 

Die Worte des Meisters haben sich stets bewahrheitet. Er irrte sich 
niemals. 

Fiinf Jahre vorher hat er mir vorausgesagt, was mit meinem Vater- 
lande geschehen wird: „Chile wird in die tiefste Not gestiirzt werden 
und daraus wird es sich wieder erheben, um sich schlief^lich an die 
Spitze der amerikanischen Nationen zu stellen." Unter den 
damaligen Umstanden konnte das den Anschein erwecken, als sei 
dies eine sinnlose Behauptung. Aber er hat niemals etwas 
kundgetan, was sich nicht bewahrheitet hatte.. 

Bestatigt durch die Sterne und durch das Schicksal konnen wir in 
dem grof^en, kosmischen Krieg der Welten niemals etwas 
widerrufen, wir konnen weder umkehren, noch uns aus unseren 
Kampfstellungen zuriickziehen. Dem Kriege verdanke ich meine 
Einweihung, und dem Meister die Kenntnis vom esoterischen 
Hitlerismus. Der Meister hat niemals seine Meinung geandert. Hatte 
er es getan oder hatte er mir befohlen, es zu tun, dann hatte ich ihm 
gehorcht. Aber er tat es nicht. Er sagte niemals, daf^ wir uns geirrt 
hatten. 

Nachdem die Prozef^akten von Niirnberg der Offentlichkeit 
zuganglich gemacht wurden, begannen franzosische Schriftsteller 



22 



mit der Herausgabe sensationeller Biicher im Stile von „Die Riick- 
kehr der Zauberer", die voller Ungenauigkeiten waren, sich jedoch 
auf das Thema bezogen. Diese Biicher werden nicht in andere 
Sprachen iibersetzt, ausgenommen sind einige spanische Verlage. 
Die Angelsachsen ignorieren sie oder geben vor, von ihnen nichts zu 
wissen; denn es sind ja gerade sie, die von alledem am meisten 
wissen. Sie mochten nicht, daf^ in Anderen ein Verdacht aufkeimt. 

Die Deutschen, denen der Fu£ des Feindes an der Kehle sitzt und die 
einer bis in die kleinsten Einzelheiten geregelten „Umerziehung" und 
Propaganda ausgesetzt sind, um die neue Generation ihrer Tradition 
und ihrer wahren Geschichte zu berauben, zahlen nicht mit. 

Die ItaHener haben sich niemals aus den Klauen des Vatikans 
befreien konnen, der sie unter Androhung von Seelenqualen mit 
dem Index bedroht und der sie dem Marxismus, seinem wirkHchen 
„Menschensohn", in die Arme treibt. 

Eben deshalb, weil die herausgekommenen Werke weder veroff- 
entUcht noch universell verbreitet werden, fiigen wir diesem Buche 
sehr ausfiihrHche Literaturangaben iiber Biicher dieser Thematik bei, 
die grof^tenteils durch erklarte Feinde des Hitlerismus in boswiUiger 
Absicht geschrieben wurden, die aber trotz allem ihre ungeheure 
Bestiirzung, ihre Faszination und ihren Schrecken nicht verbergen 
konnen iiber das, was sie als „magischen SoziaHsmus", als 
„magischen ReaHsmus" bezeichnen. 

Gehen wir nunmehr dazu iiber, einige wenige Abschnitte aus 
Biichern zu zitieren und zu besprechen, aus denen ersichtHch ist, 
welche Besorgnisse und Angste durch die Ereignisse erweckt 
wurden, die sich hinter dem dramatischen Geschehen abspielten. 

Wie es wirklich war 

Adolf Hitler ist eine der auEergewohnlichsten Personlichkeiten 
der uns bekannten Weltgeschichte. Wenn beziiglich des Jesus 
bezweifelt worden ist, ob er jemals geboren wurde, dann bestehen in 
bezug auf Hitler lediglich Zweifel iiber seinen Tod. Wenn im 



23 



ersteren Falle keine historisch bewiesenen Zeugen vorhanden sind, 
abgesehen von der evangelischen Legende, die sich in der einen oder 
anderen Form als ein Teil des grandiosen Gedankengebaudes des 
Paulus darstellt, der ihn „in Fleisch und Blut", also in Wirklichkeit 
niemals gesehen hat, so gibt es in bezug auf Hitler noch lebende 
Zeugen, die ihn gesehen und ihn sogar beriihrt haben. Auf^erdem 
sind es Millionen, die ihn im Kino sahen und sich iiber sein 
sonderbares Aussehen, iiber seine zuweilen von der Wirklichkeit 
abgewandte Erscheinung so, als kame er von einem anderen 
Planeten, wundern konnten. 

Wahrend der zehn Jahre, die ich in Indien verbrachte, begegnete ich 
Yogis, Meistern, Magiern, ganz auf^ergewohnlichen Leuten, aber sie 
alle ahnelten dem Menschen. Sogar mein Meister war „menschlich, 
allzu menschlich". Hitler nicht. Er war ein Ubermensch, oder er war 
kein „Mensch", nicht von dieser Erde. Mein erster Eindruck, den ich 
vor vielen Jahren hatte, war der, daf^ ich mich unversehens auf einer 
der Hauptstraf^en Santiagos vor einem Schaufenster einer 
Photographie Hitlers gegeniibersah. Er trug einen iiberwurfartigen 
Mantel und seine Haltung war so wenig natiirlich, eher komisch mit 
einem so scharfen Blick, als ob er dadurch auf irgendjemanden, auf 
irgendein ihm fremdes, unbekanntes Wesen Eindruck machen 
wollte. Auf seiner Oberlippe saf^ wie angeklebt ein kleiner Schnurr- 
bart und seine beiden Hande waren fest ineinander verschrankt; 
„steif und straff wie ein Besenstiel", um einen Ausdruck von C. G. 
Jung zu gebrauchen, der ihn mit einer Vogelscheuche verglich. Sein 
erster Eindruck auf mich rief eher Ablehnung hervor, er wirkte auf 
mich eher unangenehm, ja lacherlich. Sicherlich hatte Paulus die 
gleiche Erfahrung gemacht, wenn ihm ein Bild von Jesus erschienen 
ware und er es auch wahrgenommen hatte. Aber schlief^lich andert 
sich alles, man weif^ schon nichts mehr davon, alles unterliegt dem 
Wandel. 

Diejenigen, die mit Hitler zusammen waren, wie Otto Skorzeny, 
Leon Degrelle, Hanna Reitsch und andere, Personen mit denen ich 
sprach, hatten widerspriichliche Meinungen iiber Hitler, woraus wir 
ersehen konnen, daf^ ihn niemand wirklich kannte (ausgenommen 



24 



vielleicht Rudolf Hess). Einem jeden von ihnen stellte er sich in 
verschiedener Weise dar und hiitete dadurch sorgfaltig sein 
Geheimnis. 

Eine Ausnahme hiervon war mein Meister! Der sah ihn in der 
Astralebene, wo sich niemand verbergen oder verstellen kann. Und 
seinen Eindruck von ihm haben wir schon beschrieben: „Ein Wesen 
von eisernem Willen, der Trager eines Strahles aus einer anderen 
Welt, von einer die Erde und die Menschheit umwandelnden 
Energie". Um ein Wesen von einer solchen Wirkkraft werden zu 
konnen, wurde Hitler Anhanger der natiirlichen Lebensweise und 
fiihrte ein keusches Leben. Wir miissen deshalb in Betracht Ziehen, 
daf^ die Beziehungen zu Eva Braun solche waren wie die zwischen 
Jesus und Magdalena der christlichen Legende, wie die eines 
Alchemisten zu seiner mystischen Schwester, oder wie die eines 
Katharer-Kriegers zu seiner „amasia uxor", seiner geistigen Gemah- 
lin. Die Gegenwart der Frau, ihrer telepathischen, sich mitteilenden 
Energie (wie dies in umgekehrter Weise zwischen Konig und Konigin 
der Termiten der Fall ist), die hierdurch erzeugten Spannungen sind 
fiir einen tantrischen Magier, fiir einen Krafttrager dieser Art 
unerla£lich. Die mystische Gemahlin Hitlers war jedoch nicht Eva 
Braun, sondern eine andere. Genausowenig war die erste Gefahrtin 
Adams die Eva, sondern die geheimnisvolle Lilith oder Haisha, 
Ayesha, das innere Weib, das noch nicht hervorgetreten ist, die 
Wiedergekommene oder die stets au£erhalb Gebliebene. Eva ist 
diese seltsame Begleiterscheinung, die heimlich und unvorher- 
gesehenerweise auftauchte wie „ein Dieb in der Nacht", und sich des 
Antlitzes der Vorherbestimmten bemachtigt hat. Es ist durchaus 
moglich, daf^ hierin die entscheidende Priifung fiir den Eingeweihten 
liegt. Sein Versagen wiirde dann Verrat an der toten, 
entschwundenen Lilith-Ayesha bedeuten, dadurch, daf^ die heimliche 
Eva aus verganglichem Fleisch und Blut angenommen wurde, die 
nunmehr den Platz der mystischen Gemahlin einnimmt. Man weif^, 
da£ Napoleon von seinem guten Stern verlassen wurde, als er 
Josephine verlief^ bzw. Jason, als er der Medea untreu wurde. In 
irgendeinem Verzeichnis im Universum ist fiir jeden Helden, fiir 



25 



jeden Magier nur eine einzige geistige Gemahlin vorbestimmt und 
wer diese verlaf^t, der wird selber verlassen. 



Was hatte geschehen konnen 

Zu Beginn des Krieges sagte der Meister zu uns: „Ich habe 
gesehen, wie das Heer Hitlers in England eingedrungen ist. Sie 
kamen bis zum Koniglichen Palast und nahmen den Konig 
gefangen". 

Das war also damals in der Akasha-Chronik, dem Akasha-Gedachtnis 
der zeitlosen Dinge, im Ring und Kreis der Ewigen Wiederverkehr 
verzeichnet. Es konnte geschehen, es hatte geschehen sollen. Die 
Erlaubnis hierzu war erteilt worden. Warum jedoch geschah es 
nicht? Heute wissen wir, daf^ Hitler seine Generale daran hinderte 
bis nach Diinkirchen vorzustof^en, indem sie vorher die fliichtenden 
englischen Truppen stellten und vernichteten. Der Krieg ware be- 
endet gewesen und die Englander hatten sich wehrlos auf ihrer Insel 
befunden. Wer hat nun aber Hitler iiberzeugt und ihn (an der 
Durchfiihrung dieses Planes) gehindert? In seinem Buch „Der unbe- 
kannte Krieg" erwahnt in diesem Zusammenhang Skorzeny den 
Verrat des Admirals Canaris. Weiterhin berichtet Andre Brissaud in 
seinem Buch iiber diesen Admiral („Canaris, der Krieg in Spanien 
und der Zweite Weltkrieg"), den Chef der deutschen Militarischen 
Abwehr, iiber das Doppelspiel, welches iiber den Sohn Haushofers 
und Haushofer selbst getrieben wurde, der Hitler iiber Rudolf Hess, 
der sein Schiiler war, davon abzuhalten wuf^te, die Invasion 
Englands durchzufiihren. Man bediente sich hierbei der hyper- 
boreischen Legende, wonach England arisch ist, ein Rest des 
hyperboreischen Kontinents, die Erde Merlins, des Grals, der Ritter 
von der Tafelrunde. England sei das Engelland Meyrinks und John 
Dee's, des Alchemisten, das Land der Engel, das Land der Tuathas de 
Dannan, das Totenland des Heiligen Thule. 

Vierhundert Jahre vor unserer Zeitrechnung weist Hecatae de 
Abdera bereits auf die Britischen Inseln, auf Hyperborea und auf 
Stonehenge, den „deni Apollo geweihten Rundtempel" hin. Apollo, 



26 



der alle 19 Jahre Hyperborea besuchte und zwar immer dann, wenn 
die Sterne ihren Kreislauf vollendet hatten. England solle die 
Seemacht der weiEen Rasse sein und Deutschland die Landmacht. 
Und deshalb entsandte Hitler den Eingeweihten Rudolf Hess nach 
England, um dort den Heiligen Pakt mit den Resten Hyperboreas zu 
schlief^en. Von alledem gibt es Beweismaterial. 

Der Astralkorper 

Paracelsus verwendet den Ausdruck „Astralkorper" zur 
Bezeichnung fiir die Wesenheit, die im menschlichen Korper in 
der Lage ist, den Einfluf^ der Sterne und der ihnen entstromenden 
Krafte aufzunehmen. Agrippa nannte diesen feinstofflichen Korper 
Eidelon. Gleich der Seele geht er zugrunde, wenn er sich nicht mit 
dem Geiste vereinigt. Diese Vereinigung herbeizufiihren ist der 
Zweck der Einweihung. Magier und gewisse Eingeweihte sind 
imstande, diese Wesenheit aus ihrem physischen Korper heraus- 
treten zu lassen und sie zu „materialisieren". Von den Tantrikern 
wird dieser „Korper" Lingasharira genannt, und die dem indischen 
philosophischen System der Samkhya angehorenden Samkhyas 
bezeichnen ihn mit Sushnasharira. Rene Guenon meint, der Mensch 
sei in verschiedenen Welten gleichzeitig erschaffen worden. Er 
spricht von „parallelen Leben" und auch von „parallelen Welten", 
von plotzlich eintretenden „Lebenstrauben", vielschichtigen 
Erlebnissen, die alle gleichzeitig durchlebt werden, obwohl man sich 
im allgemeinen nur eines einzigen Geschehens bewu£t sei. Die 
Tulkus des tibetischen Lamaismus erleben alle diese Welten bewuf^t. 
(Wir werden spater noch auf die tibetische Lehre von den Tulkus 
naher eingehen.) 

Fiir den gewohnlichen Menschen bedeuten die Begriffe „Wieder- 
geburt" oder auch „der Ring der Ewigen Wiederkehr" die Auf- 
einanderfolge der Bewuf^tseinszustande Leben und Tod. Nicht so 
beim Tulku: Er erlebt die nebeneinander herlaufenden Welten alle 
gleichzeitig bewu£t. 

Wie bereits erwahnt, hatte der Meister Hitler im Astralkorper ge- 



27 



sehen. Und Hitler hat auch ihn gesehen. Eines Tages eroffnete mir 
der Meister: „Sehr hoch oben auf einem Berggipfel stand ein aus 
Steinen erbautes Haus. Darinnen befand sich Hitler, der mit einem 
Fernglas durch die Fensterscheiben hinausschaute. Er sah mich 
kommen und gab mir mit einer Hand einen Wink, daf^ ich mich 
entfernen solle und er sagte: „Wanderer! Ziehe dahin Deines 
Weges!" 

Ein andermal gab mir der Meister folgende, wohl hochst erstaunliche 
Tatsache kund, die vielleicht den entscheidenden Augenblick des 
damaligen Geschehens kennzeichnete. Er sagte: „Plotzlich sah ich 
mich Hitler gegeniiber. Er stand ganz nahe bei mir, unsere Gesichter 
waren eng nebeneinander. Indem ich den Zeigefinger meiner 
rechten Hand erhob und ihn damit beinahe beriihrte, sagte ich zu 
ihm mit energischer Stimme: „Sie werden noch die Erfiillung Ihrer 
kolonialen Gebietsanspriiche erreichen, danach aber werden Sie 
keinen Schritt weiter vorgehen!", wobei er die letzten Worte wieder- 
holte: „und danach werden Sie keinen Schritt weiter vorgehen!" 

Das war zu der Zeit, als Hitler Frankreich besiegt hatte und bis in die 
skandinavischen Staaten vorgedrungen war, als seine Armeen an der 
Kanalkiiste und vor den Pyrenaen standen und da er von Franco (der 
an dem von Canaris veriibten Verrat beteiligt war) vergeblich 
erhoffte, den Zugang nach Gibraltar zu erhalten. Wir meditierten 
dann mit dem Meister iiber die Bedeutung dieser Warnung. Der 
Hinweis darin auf die Kolonien erschien mir bei einem solch 
transzendentalen Thema absurd. Aber sehr bald sollte sich diese 
unbekannte Grof^e der Formel von selbst auflosen: Rudolf Hess flog 
nach England und Hitler griff Rutland an. 

Uber den von Hess unternommenen, unerhorten Flug ist uns 
nunmehr bekannt, daf^ er das Angebot unterbreitete, daf^ 
Deutschland sich aus alien im Westen besetzten Gebieten zuriick- 
ziehen und daf^ der Bestand des englischen Imperiums und seiner 
Seemacht gesichert werde. Er forderte lediglich die Riickgabe der 
ehemaligen afrikanischen Kolonien an Deutschland. Man bereitete 
den groEen Kreuzzug nach dem Osten vor, die Riickkehr nach 



28 



Asgart, nach Thule, in die Urheimat auf dem Wege iiber das Paradies 
der Asen im Kaukasus, zum Grof^en Polarkreis des rechtslaufigen 
Hakenkreuzes, des Symbols der Riickkehr in das Goldene Zeitalter 
der Sonne und des Endes der Involution im Kaliyuga. 

Dafiir war es jedoch schon zu spat, - oder aber noch zu friih? Es 
wurde nicht gestattet. Was war geschehen? Warum befolgte Hitler 
die Weisungen nicht? Ich habe einmal Skorzeny gefragt, wie es zu 
dem Entschluf^ Russland anzugreifen, gekommen ist. Fiir ihn 
bestand kein Zweifel dariiber, daf^ das unvermeidlich und notwendig 
war und ganz im Einklang zu der Thematik des Nationalsozialismus 
stand. Der Pakt mit Russland hat andererseits bei den Fiihrern (des 
Dritten Reiches) starke geistige Spannungen hervorgerufen, da 
dieser Pakt ja einen Widerspruch zu den gesamten Grundlagen des 
nationalsozialistischen Gedankengutes darstellte. Das war dem 
Fiihrer klar. 

Wie auch immer, ich beharre darauf, da£ es zu spat oder aber zu 
friih war. Zu spat, well England nicht eingenommen worden war, 
und zu friih, weil man keinen Zweifrontenkrieg fiihren konnte, was 
ja auch im Widerspruch zu den immer wieder dargelegten Prinzipien 
stand... Jedoch immer unter der Bedingung, daf^ er den Krieg auch 
tatsachlich gewinnen wollte... 

Ich traumte von Stalin 

In der Nacht der Invasion in Russland hatte ich einen Traum, 
nahezu eine Vision. Ich sah Stalin auf einem Balkon stehen. 
Darunter, auf einem Platz, war eine Menschenmasse versammelt. 
Stalin machte mit seiner Hand eine Geste wie ein Priester oder ein 
Fremdenfiihrer, niedergeschlagen, in Angsten vor der Zukunft. Er 
schwankte. Dieser Traum hat mich beeindruckt. Zweimal habe ich 
wahrend des Krieges von Stalin getraumt. Das zweite Mai beinahe 
bei Kriegsende. Da sah ich ihn wie er sich mit seinen Gehilfen iiber 
Archive der Organisation des Vatikans beratschlagte. 

Eine Tatsache, die man nie erwahnt ist die, da£ Stalin als Semi- 



29 



narist eine Zeitlang mit den Jesuiten in Rom gelebt hat. Immer 
wieder die Jesuiten! Auch Adam Weishaupt, der Begriinder des 
Illuminatenordens in Bayern, hat mit den Jesuiten zusammen 
studiert. Die Illuminaten hatten einen grof^en Einfluf^ auf Lenin: ihre 
Taktiken und Prinzipien wurden wahrend der russischen Revolution 
angewandt. 

Manchmal erfahre ich etwas iiber Geschehnisse und Dinge, ohne daf^ 
ich etwas TatsachHches gesehen hatte und ohne daf^ ich personHch 
dabeigewesen ware. In bezug auf das Thema Krieg entsinne ich 
mich, daf^ ich kurz nach dem Angriff auf Ruf^land einmal meinen 
Onkel, den Dichter Vicente Huidobro, auf der Straf^e traf. Wir gingen 
gemeinsam ein Stiick Weges und verstandHcherweise lagen die 
Schwerpunkte unserer Unterhaltung bei diesem Konflikt. Mein Onkel 
war gegen Hitler eingestellt. Mit der ihm eigenen Heftigkeit trat er 
etwas zuriick, um mir dann zu sagen: „Hitler ist der einzige, der 
nicht weif^, daf^ der Krieg fiir ihn unweigerlich verloren ist." Und in 
seinen Worten lag eine derartige Uberzeugung, die mich annehmen 
lief^, daf^ er von einer Stelle kam, an der man ihm das versichert 
hatte, weil man das dort schon wuf^te. Es handelt sich um eine 
Freimaurerloge, wo man ihm erklart haben diirfte, daf^ der Weltpakt 
gegen Hitler besiegelt worden sei und daf^ sich alle Hilfsmittel dieser 
Welt und auch anderer Welten in den Handen des Judentums 
befinden und daf^ diese fatalerweise unweigerlich zum Einsatz 
gelangen wurden. Darin einbeschlossen waren, die Internationale 
Freimaurerei, die Katholische und die Protestantische Kirche, die 
Rotarier, das Rote Kreuz, der Sozialismus, der Kommunismus, die 
gesamte demokratische Welt und das Grof^kapital. Hitler war 
verloren. Die feindliche Front war gigantisch, unbesiegbar und 
au£erdem durch auf^erirdische Krafte, durch den Fiirsten der 
Sklaverei und des Schattenreiches angefiihrt. 

Vor Jahren hatte mich Vicente Huidobro dazu iiberreden wollen, der 
Freimaurerei beizutreten. In seiner eigenwilligen Ausdrucksweise 
hatte er mir das Angebot gemacht: „Wenn Du Dich gut benimmst, 
Miguel, dann bringe ich Dich dorthin, wo man Dir zum Siege 
verhelfen wird". Ohne daf^ er es mir naher erklart hatte, war ich im 
Bilde, worum es sich handelte. Seltsam, sehr seltsam; denn 



30 



Huidobro war ein rebellischer Geist von beinahe satanischem Stolz, 
der sich Befehlen widersetzte und der einer derartigen Hilfestellung 
nicht bedurfte. Er wollte also sein „kosmisches Register", sein 
rassisches Bluterbe verandern. Dafiir bezahlt man jedoch mit dem 
Tode der Rassenseele. 

Sollte Hitler etwas Ahnliches widerfahren sein, als er sich als 
ungehorsam erwies? Hatte er etwa vor, in ein anderes Strahlungsfeld 
iiberzuwechseln und wiirde er sich damit von Kraften eines anderen 
Kraftzentrums (wie etwa der Tibeter oder der Japaner) abhangig 
machen, deren Strahlung der seinen fremd war? Oder hatte ihn etwa 
die Medea verlassen wodurch er nun auf^erstande war, das Goldene 
Vlies auf den Gipfeln des Kaukasus zu erobern? 

Ein bis heute noch undurchdringliches Geheimnis stellen die 
Beziehungen des Hitlerismus zu Tibet, der Mongolei und zu einem 
Indien dar, wie es im allgemeinen unbekannt ist, da es in einer vor 
unserer Zeit liegenden Ara wurzelt. Die teutonischen Ritter und die 
baltischen Barone - Rosenberg war ein Baltendeutscher - versuchten 
dem Wege der Riickkehr des rechtslaufigen Hakenkreuzes zu folgen, 
wie er nach dem Bericht Ossendowsky's („Tiere, Menschen, Gotter") 
auch vom Baron von Ungern-Sternberg verfolgt wurde und wie es 
auch der Baron von Keyserling, ebenfalls ein Balte, in mehreren 
seiner Biicher beschreibt. Im Jahre 1926 entstanden in Miinchen und 
in Berlin tibetische und indische Kolonien. In der Endschlacht um 
Berlin kampften Tibeter und Inder gemeinsam mit der SS. Es wird 
behauptet, da£ die Enthiillungen iiber Juden und Zigeuner aus Tibet 
kommen. Es ist immerhin moglich, daf^ Tibeter und Mongolen den 
Auftrag hatten, die Eingangstore zur unterirdischen Welt Agarthis 
und Shamballahs, dem Zufluchtsort der grof^en hyperboreischen 
Fiihrer, an der Erdoberflache zu bewachen. 

Tatsachlich ist ja Shamballah gleich Kambala (K.B.L.), das Zentrum 
des esoterischen Hitlerismus. Der Zugang dazu befand sich in der 
Nahe von Shigatse oder bei Gyangtse. Durch meine Nach- 
forschungen bin ich zu der Auffassung gelangt, da£ sich dort eben- 
falls unser Zentrum befunden hat. Die Verbindungen des Hitlerismus 
zu den Tibetern oder den Mongolen bestanden sodann nicht un- 



31 



mittelbar, sondern mittelbar insofern, als diese den Kontakt zu den 
Hyperboreern der versunkenen Welt herstellten und den freien 
Durchgang sowie die Uberbringung physischer Botschaften 
ermoglichten. Tibeter und Mongolen waren ihre Vasallen, welche die 
magischen Zugangstore zu jener Welt zu bewachen hatten. Ich hoffe, 
daf^ dadurch keine beabsichtigte Verwirrung hervorgerufen wurde, 
indem falsche oder verfalschte Nachrichten iibermittelt wurden. 
Heutzutage sind Tibeter und Mongolen jedenfalls die Sklaven von 
Dunkelmachten der Auf^enwelt, weil eine Phase des Grof^en Krieges 
vom Hitlerismus verloren wurde. Hierfiir diirfte es aber sicherlich 
einen wesentlichen Grund geben. 

Bei meinen Besuchen in Berchtesgaden wurde meine Aufmerksam- 
keit stets durch eine tellurische Kraft, eine spiirbare Schwingung in 
der Luft gefesselt, welche diesen Punkt augenblicklich mit dem 
tibetischen Himalaya und Transhimalaya verbindet: den hoch- 
gelegenen Zufluchtsort Hitler's mit dem Lhasa des Dalai Lama, mit 
Kambala. Aus irgendeinem bestimmten Grunde hat der esoterische 
Hitlerismus diesen Punkt, der voller unmittelbarer Verbindungen, 
magnetischer und mit den Sternen in Beriihrung stehenden 
Schwingungen ist, als das heilige Zentrum seines neuen Ordens aus- 
gesucht, und er hat es vermieden, dort einen physischen Endkampf 
stattfinden zu lassen, der diesem Landstrich hatte Schaden zufiigen 
konnen. Berchtesgaden war nahezu vollig von Tunneln und unter- 
irdischen Gangen durchzogen. Der intuitive Beobachter kann einen 
betrachtlichen Unterschied zwischen den Berggipfeln von Berchtes- 
gaden und denen irgendwelcher anderer Alpengebiete Osterreichs 
oder der Schweiz feststellen. Es gibt hier keine Vergleichs- 
moglichkeit. Andererseits laf^t sich eine Ahnlichkeit mit Montsegur 
feststellen. Beide, das Katharerschlof^ wie auch Hitler's Adlerhorst 
waren auf dem Gipfel eines hohen Berges errichtet worden. 

Man sollte sich auf^erdem daran erinnern, daf^ der esoterische 
Hitlerismus diesen Zufluchtsort bezeichnenderweise „Gralsburg" 
genannt hat. Auch in Montsegur besteht die Moglichkeit eines 
„augenblicklichen" und „unmittelbaren" Kontakts zu Tibet. 

Es gibt eine heilige, verborgene Geographie und Geometrie, die 



32 



insgeheim mit einer ebenfalls heiligen Architektur zusammenhangt, 
wie es z. B. bei den Templern der Fall war, wobei jedoch diejenige 
Hitler's leider nicht dazu kam, sich voll zu entwickeln. Vor den 
Resten, den Ruinen der hitlerischen Gebaude ratselt man an 
„geheimen, schnellen Ausgangen" herum oder aber man vermutet 
eine Verbindung zum alten Agypten bzw. zu einem noch kaum 
ergriindeten Universum, jedenfalls zu einer anderen Ebene, einer 
anderen Existenz, in welche man durch dieses grof^artige Tor auf der 
Erde, welches sich dann bis zur Halfte offnete, mittels einer zwei- 
oder dreifachen Verlagerung von Raum und Geist gelangen konnte. 
Ein Verflochtensein von beiden. Es ist kein Zufall, daf^ sich der 
Magier Hitler in erster Linie als Architekt empfand. 

Er wuftte, daft er verlieren wiirde 

Durch die neuen, schicksalhaften Koordinaten, die nach dem 
Angriff auf Russland aufzuragen begannen, weitete sich das 
Drama jedoch derart aus, daft es sichtbar von dieser Erde auf das 
Universum iibergriff. Der Traum von der Riickkehr in das Goldene 
Zeitalter auf Erden laftt sich in seiner urspriinglichen, hyper- 
boreischen Reinheit, die es moglicherweise an diesem Kreuzungs- 
punkt des Kaliyuga garnicht geben kann, nicht mehr verwirklichen. 
Hitler hat nun alle Ebenen in ein Spannungsfeld von derartig hohem 
Druck versetzt, daft zwar er bis zum letzten zu widerstehen in der 
Lage ist, dem jedoch viele seiner Getreuen nicht standhalten konnen. 
Es verbleibt ihm eine letzte Moglichkeit: den Feind erkennbar zu 
machen, ihn ein fiir allemal zu entlarven, indem er diesen 
kosmischen Kampf als eine Auseinandersetzung polarer Gegensatze 
deutlich macht, als einen Kampf zwischen Gottern und Damonen, 
zwischen Licht und Dunkelheit, zwischen Feuer und Eis im Sinne 
von Horbiger's Welteislehre mit Stromen, ja Meeren von Blut, wobei 
Hitler wuftte, daft er jetzt und hier unterliegen wiirde, um in einer 
parallel laufenden Welt dann driiben spater gleichzeitig zu obsiegen; 
denn wenn er hier und jetzt gesiegt hatte, dann ware doch nicht 
dasselbe Ideal, derselbe urspriingliche Traum verwirklicht worden - 
muftte er doch hier in dieses Ringen, in diesen Steppenkrieg neben 



33 



seinen hyperboreischen Mitstreitern auch jene mit einschlief^en, die 
die Stimme des Blutes nicht mehr horen, die nicht mehr glauben, da 
sie nicht von der reinen Rasse der Kampfer Luzifer's am Pol, des 
Morgensternes sind. Es kamen die nichtesoterischen italienischen 
Faschisten, die Franzosen, die Spanier des Ignatius von Loyola, die 
Katholiken, die Inder mit ihrem nur auf ihre nationale Unabhangig- 
keit gerichteten Kampfeswillen, die Tibeter, die Japaner des anderen 
Planeten (die deshalb Ruf^land auch nicht angreifen), und sogar die 
Russen dazu. Alle die begrenzten Ziele, „die Wiedereinsetzung in 
seine Rechte", wie sich mein Meister ausgedriickt hatte, die mit 
einem Angriff auf England hatten erreicht werden konnen, gab es 
schon nicht mehr. Aber vielleicht sollte es sie auch garnicht geben. 
Oder aber Hitler und die Gotter wollten etwas viel Gewaltigeres, 
Erschiitternderes, Grundlegenderes herbeifiihren. 

Ganz im Gegensatz zur Meinung Huidobro's wuf^te Hitler, daf^ er 
verloren hatte, daf^ er hier und jetzt besiegt werden wiirde, um am 
Ende der Zeiten triumphal wiederzukehren zu dem Zeitpunkt, wo 
sein Jahrtausend anbrechen wird. Deshalb muf^ der Kampf fort- 
gesetzt werden ohne zu erlahmen, ohne Kapitulation, und es miissen 
die Augen derjenigen, die in dieser Welt noch zu sehen in der Lage 
sind, dadurch geoffnet werden, daf^ man sie iiber die meta- 
physischen Hintergriinde des Krieges aufklart und vor ihnen den 
Feind entlarvt. 

Der Hitlerismus war sich dariiber im klaren, daf^ sein Programm hier 
nicht erfiillt werden konnte; ebenso wie schon der Templer-Orden 
vor ihm, denn er hat sich im Kampfe und infolge der natiirlichen, 
zeitlichen Gegebenheiten verausgabt, hat seine Tugenden aufge- 
braucht und war dem Verschleif^ unterworfen. Einzig und allein 
durch das Blut der Aufopferung kann er gelautert wieder aus der 
Asche entstehen in seiner ganzen esoterischen Reinheit. Denn „die 
Farbe des Blutes ist unvergef^lich, sie ist so rot, so intensiv rot", wie 
mein Freund Jason damals, in weit zuriickliegenden Zeiten sagte, 
„weil das Blut der Helden naher an Gott herankommt als die 
Kenntnisse der Weisen und das Flehen der Heiligen". 



34 



Die Gotter, die von ihrer Unsterblichkeit wissen, bewundern, ja 
beneiden vielleicht sogar den erhabenen Mut der Helden, die nicht 
wissen, daf^ sie unsterblich sind und die trotzdem freiwillig ihr 
einziges Leben fiir ein Ideal, fiir einen Traum opfern. Gibt es etwas 
Schoneres? Das von der hochsten Gottheit, von Odin oder Wotan am 
hochsten bewertete Opfer ist der heldenhafte Tod des Kriegers, der 
die meisten auf^erirdischen Friichte tragt. Und deshalb werden die 
Helden in den Hohen von Walhalla unsterblich. 



Hitler lebt 

Trotz alledem war die diesem Wesen und auch die seinen 
Gefolgsleuten innewohnende Kraft derart stark, daf^ durch sie 
in diesem Kampfe der Titanen, Gestirne und Milchstra£en, die Welt 
beinahe besiegt worden ware. 

Mein Meister hat auch Stalin gesehen. Dieser sagte zu ihm: „Wir 
konnen nicht mehr weiter; das Wasser steht uns bis zum Halse." Das 
war in den letzten kritischen Tagen des Krieges. Ware es noch ein 
wenig so weitergegangen, dann hatte sich das bewahrheitet. Aber da 
waltete nun das Schicksal: es konnte sich nichts andern. Da Hitler 
Mussolini in Griechenland und in Yugoslawien hatte helfen miissen, 
gingen fiir den Angriff auf Russland zwei entscheidende Monate 
verloren. Er rang diese beiden Lander zwar in nur zwei Monaten 
nieder, aber er verlor diese Zeit dann im russischen Sommer. Das 
war todlich. Das Ende riickte naher. Es erfolgten die Invasions- 
landungen in Italien und in der Normandie. Die Zange begann, sich 
zu schlief^en. 

Damals horte mein Meister die Stimme wieder. Es war ein ratsel- 
hafter Ausspruch, der mir bis heute noch nicht vollig verstandlich 
geworden ist: „Sieh' da, dieses Weib, das seine Rechte nicht wieder 
geltend machen konnte, obwohl es iiberall die Macht dazu besaf^!" 
Auf wen bezog sich das? Auf Deutschland - Germania? Etwas spater 
sagte er: „In den Himmeln ist es Hitler gestattet worden, eine hochst 
erstaunliche Tat zu vollbringen." Und kurze Zeit darauf begann dann 
die unerwartete Ardennen-Offensive mit der SS und den letzten 
Elitetruppen Hitler's. Es hatte nicht viel gefehlt und das Schicksal 



35 



hatte sich gewendet. Leon Degrelle erzahlte mir, daf^ infolge des 
Fehlens von Verpflegung und Nachschub fiir die Panzer und Trans- 
portfahrzeuge alles verloren war und daf^ man bei starker Schnee- 
und Nebelbehinderung noch an enormen Treibstofflagern, die von 
den Nordamerikanern auf ihrem Riickzug im Stich gelassen worden 
waren, vorbeifuhr, ohne diese zu entdecken. 

In der Apokalypse, der Gotterdammerung, fiel Berlin. Der unter- 
irdische Bunker Hitlers war von Flammen umgeben und wurde vom 
Kugelregen iiberschiittet. 

Dieses Geschehen war von Spharenmusik begleitet, welche von den 
Helden des Firmamentes herriihrte. Und doch fand Hitler dort nicht 
den Tod. Er wurde lebend heraus- und weit weggebracht. 

In jenen Tagen begegnete einer der bedeutendsten Schiiler des 
Meisters, der wie dieser jetzt auch nicht mehr hier auf Erden weilt, 
Hitler in der Astralsphare. Hitler stellte ihm die Frage: „Nehmen Sie 
mich unter sich auf?" 

Vorher schon hatte Hitler direkte Informationen iiber Siidamerika 
erhalten; denn er hatte Paul Rohrbach, einen Fachmann auf dem 
Gebiete der Deutschtumsforschung, wegen seiner weltweiten Verbin- 
dungen dorthin entsandt, um Nachforschungen anzustellen. Er 
schickte ihn auch nach Zentralasien, nach Tibet und nach Indien. Ich 
fiihre hier lediglich einen Namen fiir viele an; denn der gro£te Teil 
der iibrigen Abgesandten waren Unbekannte. 

Als alles voriiber war, horte mein Meister erneut die Stimme, die da 
immer zu ihm sprach, und sie sagte: „Er ist seinen eigenen Ge- 
dankenschopfungen zum Opfer gefallen". Und dann sah er ein 
weibliches Geistwesen, ganz in Weif^, das sich losloste und aus der 
Erdregion entschwebte, in welcher es eingekorpert gewesen war. Es 
war ein schones, leuchtendes Geistgebilde. Mein Meister vermutet, 
daf^ es der Geist Deutschlands, seine Gemeinschaftsseele war, die 
sich von ihrem Lande losloste. Betrachten wir das Deutschland von 
heute, das ganz verschieden ist von dem friiheren Deutschland: ein 
Land voller wohlbeleibter Truggestalten und Materialisten, ein Land 
ohne Seele, dann konnte man dieser Schluf^folgerung wohl 



36 



zustimmen. Es konnte aber auch sein, daf^ sich die erwahnte Stimme 
auf diese weibliche Geistform bezog, als sie damals sagte: „Sieh' da, 
dieses Weib!" 

Die Zeit verging, und vom Himmel ergof^ sich ein Regen auf die Erde 
herab, der alles in dunkle Schatten einhiillte. Die polypenhaften 
Fangarme des Siegers ergriffen schlief^lich, standig weiterkriechend, 
Meere, Stadte und Kontinente. Durch Haf^ und Rache, mit Hilfe 
eines sorgfaltig ausgekliigelten Systems und heimtiickischer Liigen, 
die sich auf die Erziehung der JugendHchen konzentrierten, sowie 
durch Terror, Hunger, Verfolgung, Folter, materielle und moraHsche 
Not, die ebenfalls ihre Wirkungen auf JugendHche und Erwachsene 
nicht verfehlten, bewirkte man die Abwendung vom Heldenhaften, 
von der sonnenhaften Grof^e, vom Smaragd des Hermes, vom 
Morgenstern, von der hinter der gelben stehenden Schwarzen 
Sonne. Alle diese hohen Tugenden verschwanden von der Erdober- 
flache. Es starb das Blut, der innere Wert des Menschen. 

Es geschah an einem Nachmittag, und es ist nun schon so lange her, 
als der Meister mich zu sich kommen Hef^ und mir das folgende 
Geheimnis offenbarte: 

„Hitler lebt. Er starb nicht in BerHn. Ich habe ihn unter der Erde 
gesehen. Er hat sich verandert - sein Schnurrbart ist jetzt lang. Wir 
haben uns Auge in Auge gegeniibergestanden. Dann drehte sich 
Hitler um und entfernte sich schnell. Ich nannte ihn beim Namen, er 
aber verschwand im Halbdunkel nach unten..." 

Dieses Geheimnis habe ich viele Jahre lang gehiitet; denn es war 
gefahrlich, es zu enthiillen und es war noch schwieriger, dariiber zu 
schreiben. Nachdem das jetzt nun aber gesagt ist, lassen sich manche 
abenteuerlichen Ereignisse meines Lebens besser erklaren, 
insbesondere meine Reise in die Antarktis im Jahre 1947/48. Dort 
glaubte ich, in der Oase der warmen Seen, am Zugang zur 
unterirdischen Welt, inmitten des ewigen Eises, den Zufluchtsort 
Hitler's zu finden. Dariiber habe ich in meinen Biichern: „Weder zu 
Lande noch zu Wasser" sowie „Stimmen aus dem ewigen Eis" nur in 
verschleierter Form berichten konnen, und zwar aus zeitbedingten 
Griinden. In der Ausgabe des im Jahre 1950 erschienenen Buches: 



37 



„Weder zu Lande noch zu Wasser" schrieb ich auf Seite 88 folgendes: 

„Diese Griinde und noch ein weiterer ganz besonderer Grund, den 
ich hier nicht nennen mochte und die ich in diesem Buche vielleicht 
auch garnicht enthiillen werde, Hef^en mich zu dem Entschluf^ 
kommen, mit alien mir zur Verfiigung stehenden Mitteln eine Reise 
in die Antarktis zu machen." 

Wahrend des Krieges, gegen Ende des Jahres 1943, war von Admiral 
Donitz eine hochst seltsame Verlautbarung gemacht worden, die 
durch die Weltpresse ging und die meine Aufmerksamkeit in 
besonderem Maf^e auf sich zog: „Die deutsche U-Boot-Flotte ist stolz, 
ein unterirdisches Paradies entdeckt zu haben, eine an irgendeinem 
Punkte der Welt uneinnehmbare Festung fiir den Fiihrer." 

Wo war denn dieses Paradies? 

Kurz nach Beendigung des Krieges war es Stalin, der dem US- 
Staatssekretar fiir Auswartige Angelegenheiten erklarte, daf^ Hitler 
im Berliner Bunker nicht gestorben, sondern vermutlich noch am 
Leben sei. Bis zum heutigen Tage erscheinen die politischen Griinde 
fiir diese jedenfalls wahrheitsgemaf^e Verlautbarung Stalin's 
unerklarlich; denn die Russen haben Hitler's Leiche oder deren 
verbrannte Reste niemals gefunden. Der tote Korper, den sie 
ausgegraben und spater nach Moskau gebracht hatten, war nicht der 
Hitler's. Fiinfundzwanzig Jahre danach veroffentlichte Lew Besu- 
mensky in Ruf^land das Buch: „Hitler's Tod" unter Anfiihrung von 
Photos und Radiographien von Hitler's Schadel, welche jedoch 
keineswegs mit den Radiographie-Aufnahmen des Dr. Erwin Giesing 
sowie des Dentisten Fritz Echtmann iibereinstimmten, die beide im 
September und Oktober 1944 Rontgen- bezw. Radiographieauf- 
nahmen von Hitler's Kopf gemacht hatten. Der Autor des Buches: 
„Name: Hitler, Vorname: Adolf", Dr. Werner Maser, der in diesem 
Zusammenhang ausfiihrliche Nachforschungen angestellt hat, 
erklarte mit Nachdruck, daf^ die sterblichen Uberreste Hitler's, „der 
spurlos verschwunden ist", niemals gefunden wurden. Das gleiche 
sei fiir Eva Braun zutreffend. - Ubrigens erklarte Otto Skorzeny in 
seinen Biichern, da£ man ihm bei den Verhoren, die er wahrend 



38 



seiner Gefangenschaft bei den Nordamerikanern iiber sich ergehen 
lassen muf^te, hartnackig immer wieder die gleiche Frage stellte: 
„Wohin haben Sie Hitler gebracht?" und „Wo halten Sie ihn 
versteckt?" 

Ein erstaunliches Buch wurde im Jahre 1947 in Buenos Aires von 
einem Autor des ungarischen Namens Ladislaus Szabo veroffentlicht. 
Darin erklarte er, Hitler sei von einem deutschen Unterseeboot- 
Geleitzug heimlich in die Antarktis gebracht worden, in welcher 
Ende 1938 von der Expedition des Kapitans Alfred Ritscher auf dem 
Territorium des „Konigin Maud-Landes" eine Oase mit warmen 
Gewassern und warmer Erde entdeckt worden war. Kapitan Ritscher 
gehorte der Deutschen Lufthansa an und seine Expedition wurde 
ziemlich geheim gehalten ungeachtet dessen, daf^ er zwei Biicher 
dariiber veroffentlicht hat. Ich habe nur das erste seiner Biicher in 
die Hand bekommen. - 

In meinem im Jahre 1948 in Santiago de Chile gehaltenen Vortrag: 
„Die Antarktis und andere Mythen", iiber den ich spater eine 
Veroffentlichung in Form eines kleinen Heftes herausbrachte, habe 
ich die Mutmaf^ungen von Szabo wiedergegeben. 

Der hyperboreische Mythos von der Wiederauferstehung der Helden, 
in Laurin's Konigreich, von Barbarossa, der im Kyffhauser der 
Wiederkunft harrt, vom Vogel Phonix, wurde somit auf das am 
entgegengesetzten Pol der Erde gelegene Thule zum Siidpol 
verlagert. Es kame also nun der Mythos von den Hyperboreern im 
Grof^en Siiden auf uns zu. Fast alle Visionen erfiillen sich. Erst: 
„Nehmen Sie mich unter sich auf?" und dann auch diese, bei der der 
Meister auf ein unterirdisches Reich, ein Agarthi, ein Shamballah, 
auf eine Erde im Innern unseres Planeten hinweist. 



Meine Suche in der Antarktis und im Himalaya 

Die Enthiillungen all dessen bergen nun schon keine Gefahr 
mehr in sich; denn sowohl die demokratische als auch die 
marxistische Welt, die ja zusammen eine einzige Welt ausmachen, 
wissen dariiber genau Bescheid. Sie sind jedoch au£erstande, etwas 



39 



dagegen zu unternehmen. Nach 1945 waren sie plotzlich wie 
gelahmt. 

In meinem Buche „Stimmen aus dem ewigen Else" berichte ich von 
meiner Reise in die Antarktis, wo ich auf der Suche nach der Oase 
war, ohne zu erwahnen, was der eigendiche Zweck dieser Reise war, 
namHch Kenntnisse iiber den polaren Zugang zum Erdinneren zu 
gewinnen, und in dem Buche „Die Schlange des Paradieses" 
schildere ich meine Suche nach dem Ashram der Siddhas im 
Himalaya, das sich ebenfalls unterirdisch im Berge Kailasa, in einer 
volHg entlegenen Gegend befindet, wo gleichfalls der Wohnsitz der 
Meister meines Meisters ist. Heute aber weif^ ich, daf^ sich das alles 
im Innern der Erde befindet und unmittelbar mit einem Gestirn, dem 
unsrigen, dem Stern Luzifer's, dem Morgenstern verbunden ist. 

In Kalimpong, vor den Toren Tibets begegnete ich einem Manne, der 
mir im Verlaufe der kurzen mit ihm verbrachten Zeit versicherte, 
daf^ der Orden auf die Angelegenheiten der jiingsten und auch langst 
vergangener weltgeschichtlicher Ereignisse Einfluf^ ausiibt und Ver- 
bindungen dazu unterhalt. Mehr wuf^te er dariiber nicht zu sagen. 
Dieser Mann verschwand dann. Der Orden ist ebenfalls unter- 
getaucht, verschwunden, unsichtbar geworden. Auch mein Meister 
ist fortgegangen. Und alles das, was verblieben ist, ist wie ein 
Traum. 

Und so habe ich diesem Traum folgend gelebt, ganz eingenommen 
von gewaltigen Archetypen, gleichzeitig auch ein Gefangener des 
Mythos. Sollte ich ebenfalls ein Opfer von „geistigen Schopfungen" 
geworden sein? Wer weif^ es? Ich werde mein Leben so weiterfiihren 
bis zum Ende, bis sie sich in der auf^eren Welt erfiillen, oder bis sie 
mich in ihrem Feuer zerstoren, oder aber in ihrem Sonnenwagen 
entheben, um in die grof^e Armee der Helden in der ewigen Kreisung 
zuriickzukehren - in der Ewigen Wiederkehr, wenn einst „der 
Lorbeer wieder bliihen wird", wie es die eingeweihten Katharer 
bezeichnen wiirden. 



40 



Die hohle Erde 

Bevor ich darauf eingehe, die Argumente und Theorien der- 
jenigen, die an eine hohle Erde glauben, darzulegen, ist es 
wichtig zu klaren, daf^ ich in alledem ledigHch die Wiederholung 
oder Wiedergeburt einer uralten Idee sehe, wie sie in vielen Mythen 
und Legenden, welche fiir die Menschheit von wesendicher Bedeu- 
tung sind, zum Ausdruck kommt, was ich im Verlaufe dieser Arbeit 
klarlegen und beweisen werde. 

Die nachfolgend aufgefiihrten „wissenschaftHchen Begriindungen" 
sind ohne wesendiche Bedeutung, wenn es auch ganz interessant ist, 
sie hier als Kuriosa oder Extravaganzen bekanntzugeben. Die Wahr- 
heit in alledem sehe ich in der Verkorperung eines Archetyps in 
einem mehr platonischen als jungianischen Sinne. Hier hat man 
namlich etwas zu „psychologisieren" unternommen, was eher von 
au£ergewohnlichem Ursprung, was eher „autonom" ist. Als ob sie 
unter dem Druck einer unwiderstehlichen Kraft stiinden, bewegen 
sich die Mythen immer in Richtung auf „Hyperborea" zu, sozusagen 
in Richtung auf die Pole und auf die dort erfolgende Wiederbelebung 
oder „apollinische" Verjiingung des Sonnenhelden. Die „Wiederauf- 
erstehung" Hitler's verlauft in dieser polaren, unterirdischen Rich- 
tung. Die antarktischen „Oasen" werden zur Verkorperung des 
Mandala-Archetyps und zum Zentrum eines idealen Ganzen, einer 
„Gottlichkeit", von „Warme inmitten des Eises". Ein uneinnehmbares 
Zentrum! Die UFO's erfiillen oder verkorpern die gleiche Wahrheit. 

Dieses Buch kreist um das Thema jener erhabenen Doppelsinnigkeit, 
wie sie in dem hermetischen Gesetz „Wie oben, so unten" zum 
Ausdruck kommt. Deshalb wird alles moglich sein: der Archetyp, das 
Symbol mu£ sich nur „in den hochsten Himmeln sowie in den 
tiefsten Hollen" inkarnieren konnen. Nietzsche sagte: „Damit ein 
Baum mit seinem Wipfel in den Himmel reicht, mu£ er mit seinen 
Wurzeln bis in die Holle hinabtauchen." 

Es ist somit wirklich alles moglich, weil sich ja der Archetyp in der 
gesamten Schopfung wiederholt, fortpflanzt und sich jeweils mit 
neuer Materie bekleidet darstellt. A priori kann also iiberhaupt nichts 
in Abrede gestellt werden, weder die Moglichkeit, daf^ die „Erde 



41 



hohl" ist, noch das Uberleben Hitler's, noch die UFO's; denn bei 
alledem handelt es sich um archetypische Wahrheiten. 

In diesem Sinne sind auch die meisten der in diesem Buche 
erwahnten Lehrmeinungen und Doktrinen aufzufassen, welche aus 
einem Geiste hoher Symbolik, aus der unvermeidbaren Zweiheit 
verdiinnter Luft der archetypischen Sphare kommen, woraus ihre 
unwiderstehliche Gestaltungskraft, ihre Macht der Besitzergreifung 
und der Verwirklichung auf Erden herriihren, ihr Wille zur Macht, 
ihre Magie, ihre Sinngebung! 

Im gleichen Jahre, in welchem ich auf der Suche nach dem 
geheimen Zugang ins Erdinnere meine Reise in die Antarktis 
unternahm, trat auch der nordamerikanische Admiral Richard Byrd 
eine Reise zum „Nordpor' an. Und zum ersten Male konnte man nun 
wirklich „Nordpor' sagen; denn es steht fest, daf^ bisher noch 
niemand in der Lage war, die Pole, die ja keine auf der 
Erdoberflache genau festliegenden geographischen Punkte sind, zu 
erreichen, da diese ja nicht auf^en, sondern innerhalb der Erde 
liegen. 

Die Erde ist in ihre beiden Extreme gespalten und nach innen 
gekriimmt, sodaf^ jemand, der den 83. Breitengrad Nord oder Slid 
iiberschreitet, sich, ohne es zu bemerken, im Innern des Planeten 
befindet. Die Schwerkraft ruht in der Mitte der Erdrinde, die eine 
Dicke von 800 Meilen hat. Jenseits davon ist Luft, die innere 
Erdhohlung. Auf der Riickseite der Erdrinde diirfte es Kontinente 
und Meere, Walder, Berge und Fliisse geben, die von einer in langst 
vergangenen Zeiten dorthin gelangten, iiberlegenen Rasse bewohnt 
werden, welche man als die legendaren Hyperboreer kennt. 

Ihre Zivilisation ist viel weiter fortgeschritten als die auf der 
Oberflache der Erde. Einige ihrer geistigen Fiihrer unterhalten mit 
einigen wenigen von „hier" die Verbindung aufrecht. Dort befindet 
sich also das untergegangene Agartha und Shamballah (Agartha 
bedeutet im Sanskrit „unerreichbar, unnahbar"), von dem die Tibeter 
und Mongolen als dem Sitz des Konigs der Welt, dem Sitz des 
„Konigreiches des Priesters Johann" sprechen, und auch der 
symbolische Orient der Templer und der echten Rosenkreuzer. 



42 



Dorthin haben sich also die unbekannten Fiihrer dieser beiden Orden 
sowie die Organisation des esoterischen Hitlerismus begeben. Und 
von dort hat Hitler wohl Anweisungen erhalten. Vielleicht ist das 
jenes „uneinnehmbare Paradies", auf das sich Admiral Donitz 
bezieht. Seinen Seeleuten wird man die Erlaubnis zum Eintritt da- 
rein erteilt haben, sodaf^ sie unter der grof^en Eisbarriere oder durch 
wiederentdeckte geheime Durchgange hindurchfahren konnten. 
(Hier in der Antarktis fand auch die „CALEUCHE" Eingang und auch 
den Ausgang, ebenso wie „WAFELN", das Phantomschiff der Arktis.) 
Von hier aus waren in langst vergangenen Zeiten die Zigeuner und 
die Eskimos verstof^en worden. Die Eskimos singen heute noch: „Sie 
sind grof^ und furchteinflof^end, die Menschen im Erdinneren!" Von 
Zeit zu Zeit verirren sich Mammute nach drauf^en und werden dann 
dort erfroren aufgefunden. Und hier entstehen aus dem SiiEwasser 
der Fliisse der inneren Erde die Eisberge. 

Das Klima im Erdinneren ist gemaf^igt, so wie es auf der auf^eren 
Erde vor der Achsverschiebung und dem Polsprung war. Das heif^t, 
dort herrscht noch das Goldene Zeitalter, das Zeitalter der Sonne 
vor. Im Mittelpunkt des inneren Hohlraumes befindet sich eine 
Sonne, die kleiner ist als die auf^ere. Da die Schwerkraft innen 
geringer ist, entstehen gigantische Korperformen und man ver- 
zeichnet eine enorme Langlebigkeit. Hitler lebt noch, und er ist 
verjiingt. Wer dorthin kommt, der gewinnt den Eindruck, als ob er in 
die Ewigkeit gelangt sei, „in einen verzauberten Kontinent, in den 
Himmel." 

Mein Meister sagte mir, in den Tiefen, dort wo sich der Tempel des 
Ordens befindet, existiere eine dauernde Lichtquelle, eine immer- 
wahrende Beleuchtung durch ein uns unbekanntes weif^es Licht, bei 
dem es sich jedoch nicht um Elektrizitat handle. 

Die ersten, von denen aus unserer Zeit gegen Ende des vorigen und 
Anfang des jetzigen Jahrhunderts iiber die innen Hohle Erde Ver- 
offentlichungen vorliegen, waren die Nordamerikaner. Auch ein 
Grof^vater Darwins, Erasmus Darwin auf^erte sich dariiber in einem 
seltsamen Buche „Das vergoldete Geheimnis". Den Alten war die 
Wirklichkeit noch bekannt. In den Geheimlehren der Druiden spricht 



43 



man vom Innern der Erde, in das die Fiihrer der Hyperboreer 
verschwanden. „Das Fegefeuer" des Hi. Patrick von Irland ist eine 
keltische Riickerinnerung an die druidische Esoterik. Die Reise des 
Pytheas von Massalia (Marseille), die ca. 500 Jahre vor unserer 
Zeitrechnung unternommen wurde, diirfte zum Ziel gehabt haben, 
den „polaren Zugang" unter der Eisdecke zum Ultima Thule zu 
finden, von dem die Griechen wuf^ten, daf^ es verschwunden war. Es 
war dies eine ebenso heimliche Reise in die Antarktis wie die meine, 
die ich 2500 Jahre spater unternahm. Auch die Templer kannten das 
Geheimnis der hohlen Erde und enthiillten es in ihrem Hermetischen 
Kreis. 



Das Trugbild der Pole 

Im Jahre 1906 erscheint dann das Buch von William Reed „Das 
Trugbild der Pole". Er nimmt an, daf^ die Erdrinde eine Dicke von 
800 Meilen hat und daf^ der Innenraum einen Durchmesser von 
6400 Meilen einnimmt. Die Poloffnung bildet einen Kreis von 1400 
Meilen. Er behauptet, die Pole seien Trugbilder, well ja die Erde an 
ihren auEersten Enden offen ist. Die Erde ist keine Kugel. Die Pole 
befinden sich somit inmitten der Innenluft der Erdoffnungen. Wann 
immer die Forscher glaubten, den Pol erreicht zu haben, wurden sie 
durch das eigenartige Verhalten ihrer Kompasse getauscht, die in 
diesen Gebieten anfingen, „durchzudrehen". Vom 70. und 75. 
Breitengrad Nord und Slid ab wolbt sich die Erde nach innen. Auf 
der Erdoberflache ware der Pol also gleichbedeutend mit dem 
magnetischen Kreis rund um die Polaroffnung. Der magnetische Pol, 
welcher friiher einmal in der arktischen Inselgruppe vermutet wurde, 
ist jetzt durch sowjetische Forscher als eine lange, 1000 Meilen 
umfassende Linie festgestellt worden, die eigentlich einen Kreis rund 
um den Rand der Polaroffnung bildet. Sobald ein Forscher bis hin zu 
diesem Kreis gelangt ist, hat er den magnetischen Nordpol erreicht. 
Wenn auch sein Kompa£ nach Uberschreiten dieser Linie diesen 
Punkt weiterhin anzeigt, so ist er in Wirklichkeit doch nicht der 
geographische Nordpol. Die Kompaf^nadel hat ihn getauscht. Beim 
Uberschreiten der angegebenen Breitengrade neigt der Kompa£ 



44 



dazu, nach oben zu zeigen. Das kommt daher, daf^ man ins Erd- 
innere eingetreten ist und daf^ die Kompaf^nadel weiterhin den 
magnetischen Pol anzuzeigen versucht, den sie schon beim 
ijberschreiten des Kreisrandes am Eingang zum Erdinneren hinter 
sich gelassen hat. Der wahrscheinliche physische Pol diirfte sich also 
im Luftraum des Erdinneren befinden, weshalb er faktisch nicht 
existent ist. Er ist ein Trugbild. 

Man merkt es nicht, daf^ man in die Erde eingetreten ist. Wenn man 
sich namlich in einer der Erdoberflache entgegengesetzten Lage 
befindet hat man das Gefiihl, immer noch „oben" zu sein. Das 
kommt daher, daf^ sich das Schwerkraftzentrum in der Mitte der 
Erdrinde befindet. Wir selbst haben ja auch nicht den Eindruck, daf^ 
wir mit dem Kopf nach unten im All hangen, obwohl das doch 
tatsachlich der Fall ist. Auch ein Seefahrer merkt nicht, daf^ er die 
Erde ringsum umschifft, es scheint ihm so, als ob er sich immer auf 
einer geraden Linie bewege; das gleiche trifft auch auf einen Flieger 
zu. Um iibrigens nach Uberschreitung der erwahnten Breitengrade 
festzustellen, wo Norden und wo Siiden liegt, miif^te ein Forscher in 
irgendeine Richtung weitergehen ohne ins Innere zu gelangen und 
sich soweit vom Magnetkreis entfernen, bis die Kompaf^nadel wieder 
normal reagiert und ohne weitere exzentrische Neigungen den 
Norden wieder mit nach oben zeigender Nadel anzeigt. Geschieht 
dies nicht, dann bedeutet das, daf^ wir in das Innere der Erde 
voranschreiten, daf^ es uns vergonnt wurde, in ein anderes 
Universum einzudringen. 

Aber ist das denn moglich? Erlauben es die „dort drinnen", in ihr 
Reich einzudringen? Die Poloffnungen verhindern es, daf^ der 
Magnet- und der Geographische Pol iibereinstimmen bzw. zu- 
sammenfallen. Die Erde besteht nicht aus festem Stoff, sondern sie 
ist hohl. 

William Reed stellt mehrere Fragen. Die Antworten darauf diirften 
seine Theorie, die Erde sei hohl, beweisen. So fragt er unter 
anderem: 

Warum ist die Erde an ihren Enden abgeflacht? Warum sind bisher 
die Pole noch niemals erreicht worden? Warum ist im Winter die 



45 



Sonne in der Nahe des am weitesten nordlich oder siidlich gelegenen 
Punktes unsichtbar? Wie kommt das Nordlicht zustande? Wo und 
wie bilden sich die Eisberge? Wie kommt es, daf^ der Polarschnee 
und die Eisberge zuweilen von Bliitenstaub gefarbt erscheinen? 
Wieso ist die Temperatur in Polnahe hoher als 600 Meilen vorher? 

Das Nordlicht diirfte als der Widerschein der Zentralsonne der Erde 
anzusehen sein, deren Strahlen quer durch die Poloffnung hindurch- 
gehen. Das ist gleichermaf^en die Erklarung fiir die erhohte Leucht- 
kraft der Pole von Venus, Mars und Merkur, also von Planeten, die 
ebenfalls hohl sind. 

Die Eisberge bilden sich durch die Gewasser der Fliisse innerhalb der 
Erde, die beim Erreichen der Poloffnungen gefrieren. Dadurch 
erklart sich auch die Tatsache, daf^ sie inmitten dieser Weltmeere 
aus Siif^wasser bestehen. 

Ein anderer nordamerikanischer Schriftsteller veroffentlichte im 
Jahre 1920 sein Buch „Eine Reise ins Erdinnere oder: Sind die Pole 
wirklich entdeckt worden?" Es ist dies Marshall B. Gardner. Er 
nimmt die Beweisfiihrung Reeds wieder auf und erweitert sie. Er 
stellt genaue Untersuchungen iiber samtliche bis in seine Zeit 
erfolgten Polarexpeditionen an und erwahnt auch die Erschaffung 
der Sonne im Erdinnern. 

Er kommt zu folgender Schluf^folgerung: Die kosmischen Nebel des 
Planetensystems weisen ebenfalls eine „Rindenstruktur" mit einem 
Leuchtkern, einer Leuchtsonne oder einem Leuchtstern im Innern 
auf. Es gibt einen leuchtenden Zentralteil und einen diesen „uber- 
deckenden" Auf^enkreis. Dadurch erhalten die Planeten auch die 
ahnliche Struktur: einen inneren Hohlraum, eine Polaroffnung und 
eine innere Sonne. 

Das heif^t also: „Wie auf^en, so innen - wie oben, so unten". Es ist das 
Gesetz des Hermes Trismegistos! Das Planetensystem mit sich nach 
innen stets wiederholenden Sonnen bis hin zum Atom und noch 
weiter dariiber hinaus. 

Bei der Bildung eines Planetensystems bleibt ein Teil des urspriing- 
lichen Feuers der Sonne im Mittelpunkt zuriick. Durch die Flieh- 
krafte der Drehung werden die schweren Massen nach auf^en ge- 



46 



schleudert wie bei Uranus und Neptun, welche dann am weitesten 
von der Sonne entfernt sind. Dasselbe geschieht auch bei der 
Entstehung der Planeten. Hierbei bleibt ebenfalls ein Teil des 
Urfeuers als Zentralsonne zuriick, wahrend die schweren Bestand- 
teile bis zum Rand hin geschleudert werden, wobei das Innere der 
Erde hohl bleibt. Aufgrund der Achsumdrehung bewirken die 
Schleuderkrafte hauptsachlich in der Mitte eine Massenanhaufung, 
wobei die Aquatorialmassen einen entsprechenden Ausgleich in der 
polaren Vertiefung bis hin zum hohlen Innenraum der Erde finden. 
Wenn die Erde urspriinglich eine aus geschmolzenen Metallen 
bestehende Feuerkugel war, so ist von diesem Feuer ein Teil in 
ihrem Mittelpunkt verblieben, wahrend die zufolge der 
Achsumdrehung auftretenden Zentrifugalkrafte bewirkten, daf^ die 
feste Materie nach auf^en gestof^en wurde und eine feste Rinde 
bildete, wobei im Innenhohlraum ein feuriger Korper als 
Zentralsonne zuriickblieb, die den darin befindlichen Pflanzen, 
Tieren sowie menschlichen oder iibermenschlichen Wesen als 
Lichtquelle dient. 

Auftretende Befiirchtungen dariiber, daf^ die Schwerkrafte bei dem 
in das Erdinnere eindringenden Forscher, ein Loslosen von der 
Oberflache und durch Einwirkung von Kraften, die ihn vom 
Mittelpunkt abziehen konnten, einen Fall in die Zentralsonne 
bewirken wiirden, beantwortet Gardner mit dem Argument, daf^ bei 
der Anziehung der Schwerkraft die geographische Lage nicht das 
Ausschlaggebende ist. Nicht der Mittelpunkt iibt eine Anziehungs- 
kraft aus, sondern die Masse. Und wenn sich der grof^te Teil der 
Erdmasse in ihrer Rinde befindet, dann wirkt eben die Masse 
anziehend und nicht der geometrische Mittelpunkt, der ja nicht in 
der Rinde liegt, sondern in einer Entfernung von 2900 Meilen von 
der inneren Erdrindenoberflache entfernt, namlich dort, wo der 
Standort der Zentralsonne ware. Gerade die gleichmaf^ige Verteilung 
der Schwerkrafte in der Rinde ist es, die uns an der Erdoberflache 
festhalt. Wenn wir uns nun in das Erdinnere begeben, wirkt diese 
Kraft genauso stark wie auf^en, nur daf^ wir mit dem inneren Antlitz 
der Erde fest verbunden bleiben. 

Von der gangigen Anschauung, die Erde sei eine feste Kugel und ihr 



47 



Mittelpunkt bestiinde aus geschmolzenem, gliihendem Eisen, muf^ 
man sich freimachen. 

Wenn die Erdrinde eine Dicke von 800 Meilen hat, dann miif^te das 
geschmolzene Eisen einen Durchmesser von 7000 Meilen und einen 
Umfang von 21.000 Meilen haben. Die Erdoberflache betragt 197 
Millionen Quadratmeilen, und ihr Gewicht wird mit sechs Trilliarden 
Tonnen berechnet. Ware die Erde eine feste Kugel, so miif^te ihr 
Gewicht weitaus grof^er sein. Das ist ein Beweis unter vielen, den 
man zugunsten der Annahme einer innen hohlen Erde vorbringt. 

Von der alten Anschauung, daf^ es je heif^er wird (Holle), je weiter 
man ins Erdinnere gelangt, muf^ man sich ebenfalls lossagen. Nur bis 
zu einer Entfernung von 80 km steigt die Temperatur an, um sich 
dann wieder zu verringern. Es ist das Radium mit seiner 
Radioaktivitat, worauf die Erhohung der Temperatur zuriickzu- 
fiihren ist. Alle Felsen und alles Gestein der Oberflache enthalt 
winzige Radiumteilchen. Die „Wurzer' der Vulkane wird ebenfalls in 
die Erdrinde verlegt. 

In Anbetracht dessen, dal^ im Erdinnern ein subtropisches Klima 
herrscht, hat sich dort eine Fauna und eine Flora erhalten, die seit 
Jahrtausenden schon von der Erdoberflache verschwunden ist. Die in 
Sibirien entdeckten, vereisten Mammuts, die man bisher mit 
irgendeiner plotzlich eingetretenen, prahistorischen Katastrophe zu 
erklaren suchte, haben wohl einen Ursprung viel jiingeren Datums: 
den FluElaufen und der unterirdischen Welt des Pflanzenwuchses 
folgend diirften sich diese Mammuts in die Poloffnungen verirrt 
haben und somit wurde die „Mammut-Eisbarriere" iiberschritten. - 

Admiral B5n'd 

Die Militar- und Zivilfliige „quer iiber die Pole" konnen die 
Poloffnungen nicht entdecken, denn man glaubt sicherlich, daf^ 
es sich beim Pol um einen geographischen Punkt und nicht um ein 
Trugbild innerhalb des Polumfanges handelt, um eine „nicht 
existente Blume". Man erreicht kaum einen Punkt dieser Peripherie, 
und entfernt sich schon wieder geradlinig von ihm weg. 



48 



Der Admiral Byrd hatte sie jedoch entdeckt. Er kannte das von 
seinen Landsleuten in alten Schriften Berichtete, und eine diesbe- 
ziigliche Ahnung hatte sich bei ihm festgesetzt, moglicher-weise in 
den antarktischen Nachten tiefen Schweigens und grof^er Dunkel- 
heit, an seinem einsamen Zufluchtsort. Dieser Seemann war in 
Wirklichkeit ein Dichter, wie Shackleton. Und so kommt es, daf^ er 
wahrend seiner 1947 in die Arktis unternommenen Reise es fertig- 
bringt, 1700 Meilen in den Hohlraum der inneren Erde einzu- 
dringen, wobei er von der Nordoffnung aus Zutritt fand. Seine ratsel- 
haften Verlautbarungen: „Dieser bezaubernde Kontinent im Himmel. 
Eine Erde voller tiefer Geheimnisse. Ich mochte die Erde jenseits des 
Poles, inmitten eines grof^en Unbekannten sehen..." 

Jenseits des Poles...? Was konnte es iiber den Pol hinaus noch geben, 
was uns noch unbekannt ware? Ausgenommen das Erdinnere...! 

Byrd diirfte Landereien, Meere, Kontinente, unbekannten Pflanzen- 
wuchs und eine auf der Erdoberflache nicht vorhandene Tierwelt 
entdeckt haben. Danach... ja, was passierte danach? Warum muf^te 
Byrd umkehren? Seine Krankheit, das beinahe wie erzwungen 
wirkende Vergessen seiner Erklarungen, das vollkommene Schwei- 
gen iiber seine ganz auEerordentlichen Nachrichten iiber den Pol, 
die er beinahe stotternd und lallend hervorgebracht hatte: das alles 
ahnelt der phantastischen Erzahlung Edgar Allan Poe's: „Die Aben- 
teuer des Arthur Gordon Pym". Hat etwa auch Byrd den Weif^en 
Riesen der Antarktis getroffen? 

Das Geheimnis iiber seine Entdeckungen ist durch seinen Freund 
und Kameraden, Raymond Bernard, A.B., M.A., Ph.D. (der nicht mit 
dem Schriftsteller iiber Themen der Rosenkreuzer gleichen Namens 
zu verwechseln ist) in seinem Buch „Die hohle Erde" enthiillt 
worden, das unter besonderen Umstanden in meine Hande gelangte 
und zwar als Paperback von Lyle Stuard, Inc. Secaucus, N.Y., Library 
of the Mystic Arts herausgegeben. Das Buch wurde ins Franzosische 
iibersetzt und von Albin Michel, Paris verlegt in der Sammlung „Les 
Chemins de I'impossible" unter dem Titel: „Die hohle Erde". Es ist 
heutzutage unauffindbar. Serge Hutin bezieht sich auf ihn in seinem 
Buch: „Die unterirdischen Reiche des Herrn der Welt" in der gleichen 
Buchserie des Herausgebers Albin Michel. 



49 



In meinem Buche „Weder zu Lande noch zu Wasser" habe ich 
ausgefiihrt, daf^ es Admiral Byrd war, der mir den Ansto£ zu meiner 
Expedition in die Antarktis gab. Am 2. Dezember 1946 brach Byrd 
mit einer richtigen Flotte von Kriegsschiffen und Flugzeugen auf, 
ausgeriistet mit den modernsten wissenschaftlichen und kriegs- 
technischen Apparaten der damaligen Zeit. Es waren die Schiffe: 
Mount Olympos, das Kapitansschiff, das Wasserflugzeug-Mutterschiff 
Pine Island, die Zerstorer Browsen und Henderson, der Eisbrecher 
North Wind, der Flugzeugtrager Philippines Sea, das Unterseeboot 
Sennet, die Tanker Capacan und Canisted und die Frachtschiffe 
Yankey und Merrik. Dazu kam dann noch des weiteren ein anderes 
Wasserflugzeug-Mutterschiff: die Currituck. 

Zur gleichen Zeit trafen Streitkrafte anderer Nationen in der 
Antarktis ein. Die Expedition Byrd's trug einen unverhiillt 
militarischen Charakter. Gegen wen, in diesen verlassenen 
Eiswiisten? Als er vorher befragt worden war, erklarte er: „Der Pol 
befindet sich zwischen uns und unseren Feinden". Diese auf^erst 
seltsame Erklarung wurde in der Tageszeitung „E1 Mercurio", 
Santiago de Chile am 7. Juli 1947 veroffentlicht. 

Die Expedition glich einem zweiten Landungsunternehmen in der 
Nordmandie. Wer war der Feind? Gegen wen richtete sich die 
kolossale Einkreisung in dem Kontinent des Eises? Byrd lief^ eine 
Fahne herabfallen und in der Polarregion vielleicht auch Sprengstoff. 

Dann geschahen geheimnisvolle Dinge. Flugzeuge gingen verloren. 
Seltsames ereignete sich in der Antarktis. Byrd kehrte ganz plotzlich 
zuriick. Dann, gleich darauf, sein Eintritt von der Norderdhalfte aus 
ins Innere der Erde. Danach Stille und der Tod. 

Und seit dem Jahre 1947 hat man um diesen ungeheuren Schutzwall 
von vierzehn Millionen Quadratkilometern aus Schnee und Eis einen 
Belagerungskreis gezogen. 

Es ist hier am Platze sich zu fragen, ob Admiral Donitz, den Hitler 
vor seinem Verschwinden zum Deutschen Staatschef ernannte und 
der jene Erklarung iiber „das irdische uneinnehmbare Paradies an 
irgendeinem Punkte der Erde" abgegeben hatte, gegeniiber seinen 
Befragern nicht geplaudert und den Standort jenes Punktes bekannt- 



50 



gegeben hat. Skorzeny berichtet, daf^ sich die Verhore, denen er sich 
unterziehen muf^te, in hartnackiger Weise immer um ein Thema 
drehten: „Wohin haben Sie Hitler gebracht?" Die Alliierten haben 
niemals geglaubt, daf^ Hitler gestorben sei. Vielmehr wissen sie, daf^ 
er lebt. Byrd hat in der Antarktis „etwas" oder „jemanden" gesucht. 

Ich war Ende 1947 / Anfang 1948 auf das gleiche aus. Mir fehlten 
freilich die technischen Mittel und jedwede materielle Moglich- 
keiten, die Erdoffnung ins Innere oder aber die SiiEwasseroasen 
inmitten des ewigen Rises zu erreichen. Aber ich war ja im Besitze 
des Zeichens, und meine psychischen Antennen standen weit offen. 

In dem Buche „Die Riickkehr der Zauberer" erfolgten die ersten 
Veroffentlichungen iiber das Interesse der Anhanger Hitler's am 
Problem der „Hohlen Erde". Jacques Bergier, ein den alliierten 
Nachrichtendiensten angehorender Jude, die sich mit an den 
Niirnberger Prozessen beteiligten, erhielt dort Kenntnis iiber 
Erklarungen, welche einige SS-Angehorige abgegeben hatten sowie 
von Dokumenten, welche man in den SS-Dienststellen gefunden 
hatte. Das Buch „Die Riickkehr der Zauberer" nimmt jedoch aus- 
schlief^lich auf die Veroffentlichungen und Theorien des ehemaligen 
deutschen Fliegers Peter Bender Bezug, der wahrend seiner 
Kriegsgefangenschaft in Frankreich im Ersten Weltkrieg mit den 
Ideen eines Nordamerikaners Cyrus Reed Teed bekanntgeworden 
war und die Letzterer in seinem Buch „Koresch's Erleuchtung" 
entwickelt hatte. Reed behauptet, alles im Universum Existierende 
sei in einer Kugel enthalten, deren Innenwand von den Ozeanen und 
Kontinenten gebildet wiirde, und daf^ auf^erdem nichts existiere. Im 
Mittelpunkt hindere uns eine dichte Atmosphare daran, jeweils den 
anderen Endpunkt, den Antipoden wahrzunehmen. Wir seien 
ebenfalls auf^erstande, die Sonne zu sehen, die sich im Erdmittel- 
punkt verberge. Das, was wir fiir die Sonne halten, sei nichts weiter 
als ein Widerschein, ein Reflex des wirklichen Gestirns (wie etwa die 
Gelbe Sonne, welche die Schwarze Sonne verdeckt und diese 
wiederum den Griinen Strahl.) 

Das ganze Universum Bender's befindet sich also innerhalb einer 
Hohlkugel von der Grof^e unserer Erde. Im Mittelpunkt strahlt die 



51 



Sonne und leuchtet der Mond. Eine Gasmasse kreist um diese Korper 
und verdeckt sie die Halfte der Zeit. In dieser Kugel ist jedoch fiir die 
Sterne der klassischen Astronomie kein Platz. Die Sterne sind somit 
nicht mehr als Lichtkerne. Wir selbst befinden uns innerhalb dieser 
Kugel und leben an der konkaven Hohlwand der Sphare des 
Universums. Das auf^ere Gestein erstreckt sich ins Unendliche. Die 
Lichtstrahlen pflanzen sich nicht geradHnig, sondern gekriimmt fort, 
was uns an der Entdeckung der wirkHchen Kriimmung unserer Welt 
hindert. 

Nach Bergier seien wahrend des Krieges auf einer Nordseeinsel 
Versuche mit Radarstrahlen unternommen worden, um diese 
Theorie, welche die SS fasziniert hat, zu beweisen. Wenn der Beweis 
auch nicht erbracht wurde, so haben jedoch dafiir die Unterseeboote 
des Admiral Donitz „ein irdisches Paradies, eine uneinnehmbare 
Festung fiir den Fiihrer" entdeckt. 

Die UFOs 

Die allererstaunlichsten Erklarungen gibt jedoch Ray Palmer, der 
Herausgeber der nordamerikanischen Zeitschrift „Flying 
Saucers" („Fliegende Untertassen") ab. In einem im Dezember 1959 
veroffentlichten Artikel mit der Uberschrift: „Die Untertassen 
kommen von der Erde her - Eine heimliche Herausforderung" be- 
hauptet Palmer und erbringt Beweise dafiir, da£ die UFOs (span.: 
OVNIS) bzw. die Fliegenden Untertassen weder aus anderen 
Sternenraumen kommen noch Fahrzeuge sind, die dem geheimen 
Waffenlager eines Landes auf der Erdoberflache entstammen. Er ist 
der Ansicht, daf^ sie aus dem Erdinneren kommen und da£ ihr 
Erscheinen auf die Zeit nach 1945, nach Beendigung des Grof^en 
Krieges zuriickgeht und als eine Mahnung an die Menschen zu 
verstehen sei, den Gebrauch von Atomwaffen zu unterlassen. Die in 
Dingen der Kriegswissenschaft uns ebenfalls weit iiberlegenen 
Bewohner des Erdinneren konnten eine Verseuchung der Erde durch 
Atomstrahlung nicht zulassen. Der „Blackout" in den USA im Jahre 
1965 war ebenfalls eine Warnung. Auf Hunderte von Kilometern 
fielen samtliche elektrischen und auch nichtelektrischen Verbindun- 



52 



gen aus. Ahnliche unerklarliche Stromausfalle wurden auch an 
anderen Orten unseres Planeten festgestellt. 

Palmer nimmt die Beweisgriinde von Reed und Gardner in bezug auf 
die Hohle Erde wieder auf. Die diesbeziigliche Nummer seiner Zeit- 
schrift verschwand daraufhin nahezu vollig schon bei der Heraus- 
gabe und gelangte, wie Raymond Bernard berichtet, niemals zu den 
Abonnenten. Die Behauptungen Palmers wurden von einer anderen 
Autoritat der USA beziiglich der „Fliegenden Untertassen" - Gray 
Barker, in einem „Saucerian Bulletin" vom 15. Januar 1960 gebilligt 
und verteidigt. 

Nach Meinung Palmer's sind die Regierungen vollig dariiber im 
Bilde, daf^ die UFO's nicht anderen Welten, sondern dieser Erde 
entstammen. Dieses ihr Geheimnis wird jedoch auf das sorgfaltigste 
gehiitet. 

Seit dem Jahre 1945 erscheinen die Fliegenden Untertassen in 
grof^er Anzahl, und die gro£ten Ansammlungen von UFO's hat man 
in der Antarktis festgestellt. 

Man kommt nicht umhin, die Tatsache als seltsam und sogar als 
bezeichnend zu finden, daf^ der einzige Vertrag in der Welt, der 
zwecks Herstellung einer atomwaffenfreien Zone abgeschlossen 
wurde, zufolge des im Jahre 1959 abgehaltenen „Geophysischen 
Jahres", sich auf die Antarktis bezieht. Damals fiel mir ein wichtiges, 
ja ich mochte beinahe sagen entscheidendes Eingreifen zu, als ich 
noch als chilenischer Botschafter in Indien weilte, daf^ ich namlich 
zweimal hintereinander von Nehru erreichen konnte, daf^ die 
Vorschlage zur Internationalisierung der Antarktis, wie sie von 
Krischna Menon der Organisation der Vereinten Nationen vorgelegt 
worden waren, zuriickgezogen wurden. 

Kiirzlich, im Sommer des Jahres 1976 ging es darum, ein 
Forschungsprojekt in der Antarktis, das von zehn Nationen 
unterstiitzt wurde und die Bezeichnung „Ross Ice Shell Project" trug, 
in die Tat umzusetzen. Man beabsichtigte, die Eiskappe bzw. 
Eisringe im „Ross"-Meer (der Antarktis) in einer Tiefe von einer 
Viertelmeile zu durchbohren um festzustellen, ob es darunter einen 
Kontinent gabe oder nur Wasser. 



53 



Eigenartigerweise scheiterte die Durchfiihrung dieses Projektes. Es 
geschah etwas. Das Projekt muf^te aufgegeben werden, kaum, daf^ es 
begonnen hatte. Man erklarte dann, man wolle es spater fortsetzen. 
Seltsame Dinge ereignen sich in der Antarktis. Man hat auch den 
Eindruck, daf^ die iiber den Siidpol geschickten kiinstlichen 
Satelliten nicht in der Lage waren, genaue Messungen dieser Gebiete 
anzustellen (die viel grof^er sind als wie sie auf den Landkarten 
erscheinen, mit Meeren und Kontinenten im Innern, die raumlich 
nicht in die bekannte Oberflache hineinpassen: die „himmHschen 
Gefilde" des Admiral Byrd, ... „weit iiber den Pol hinaus"). „Jemand" 
oder „etwas" stellt sich aller Wahrscheinlichkeit nach diesen 
Satelliten und den Fliigen der NASA entgegen. Man hat jedoch, 
wenigstens bei einer Gelegenheit, die Poloffnung der Erde im 
Lichtbild aufnehmen konnen. 

Raymond Bernard unterstiitzt die Beweisfiihrung Palmers in jeder 
Weise und fiigt noch hinzu, daf^ nach Aussage derjenigen, welche 
behaupten, mit den UFO-Besatzungen in Kontakt gestanden zu 
haben, diese Besatzungsmitglieder manchmal Deutsch sprachen und 
haufig ein deutsches Aussehen hatten. Bernard vermutet, daf^ sie 
lediglich erklaren, von anderen Sternen zu kommen, um den 
wirklichen Ort ihrer Herkunft zu verschleiern. Es ist jedoch anderer- 
seits sehr gut moglich, daf^ sie auch auf anderen Sternen schon ihre 
Stiitzpunkte haben. 

Antonio Ribera, der in Spanien am meisten fiir die Verbreitung von 
Nachrichten iiber UFO's getan hat, erortert in seinem interessanten 
Buch „Die zwolf Todes-Dreiecke" (Verlag ATE, Barcelona 1976) die 
Moglichkeit, daf^ viele der vermutlichen „Auf^erirdischen" in Wirk- 
lichkeit Nazis sind, die ihren Flugstiitzpunkt in der Antarktis haben 
und bestrebt sind, Zeugen zu verwirren. Die gleiche Auffassung 
vertreten auch andere UFO-Forscher in der ganzen Welt. 

Die Hohlwelttheorie und die Theorie dariiber, daf^ die Fliegenden 
Untertassen aus dem Erdinneren kommen wird auch von einigen 
okkultistischen Schriftstellern in Brasilien unterstiitzt. Einer der 
ersten deutschen Kolonisatoren in Brasilien hat ein Buch in alt- 
deutscher Sprache geschrieben und Nachforschungen iiber die Hohle 



54 



Erde und deren moglichen Zugang bei Santa Catalina angestellt. 
Nach Meinung Bernard's dauern die diesbeziiglichen Forschungs- 
arbeiten noch an. 

In Chile behauptet seit mehr als 30 Jahren ein anderer Deutscher, 
da£ die Fliegenden Untertassen eine in den letzten Monaten des 
Krieges aufgrund revolutionarer Technologie entwickelte Geheim- 
waffe des Hitlerismus seien. („Eine andere Wissenschaft, eine andere 
Technik".) Diese Untertassen wiirden von Piloten des „Letzten 
Bataillons" geflogen, von dem Wilden Heer - dem Geistigen Heer 
Odin's. 

Es bestiinde aus den gefallenen, nun unsterblichen Helden, die da 
angetreten seien, gegen Ragnarok, gegen das Verhangnis der 
Dunkelheit zu kampfen, das schon seit fernsten Zeiten seine Schatten 
iiber die Erde wirft. Dieses Letzte Bataillon wird am Hohepunkt der 
kommenden Grof^en Katastrophe eingreifen. Und es wird sie 
iiberleben. Hitler hatte ja erklart: „Das letzte Bataillon wird mir 
gehoren". 

Die altesten Schriften Indiens erwahnen auch schon die Vimanas und 
stellen in ihren Bildern diese „fliegenden Schiffe" dar. Im Surya 
Siddhanta, im Ramayan, in der Mahabharata und in verschiedenen 
anderen alten indischen Texten werden diese fliegenden Schiffe mit 
ihren enormen Triebkraften beschrieben. Die Flugzeughalle der 
Vimanas bezeichnet man als Vimana Griha, und man vermutet sogar, 
daf^ es damals eine himmlische Flugzeughalle gab, einen kiinstlichen 
Planeten, vielleicht die Venus und auf ihr ein „Erregungspunkt". Die 
Andere Wissenschaft ist auf der Erdoberflache erst 1945 wieder- 
entdeckt worden. Innerhalb der Erde hatte es sich immer bewahrt - 
das Wissen um die schwerkraftlosen Machte des unbekannten Ich's, 
der Vrilkraft. 



55 



Die Prophezeiung des Josef Lanz 

Seltsam ist es, daf^ das alles mit den Voraussagungen des 
Osterreichers Josef Lanz oder Georg Lanz von Liebenfels, dem 
Herausgeber der Zeitschrift „Ostara" iibereinstimmt, der wahrend 
der „geheimen Jahre" Hitlers in Wien dessen erster Initiator gewesen 
sein diirfte. 

In einer Nummer dieser im Jahre 1912 veroffentlichten Zeitschrift, 
die heute vergriffen ist, sagte der Griinder des „Neutempler-Ordens" 
Hitlers atemberaubenden Werdegang voraus: „Die Legende verkiin- 
det, daf^ eines Tages die Asen wiederkommen werden, um die Stadt 
Asgard im Kaukasus wiederzuerobern, angefiihrt von den Walkiiren 
und dem GroEen Weif^en Ritter, der sich zum Erhabenen Herrn 
gewandelt hat. Sie werden in das Heilige Land Ossetien und zum 
Magischen Berg, dem Elbrus, zuriickkehren". 

„Nach Ablauf von zwolf Jahren, nach seiner wirklichen Geburt (der 
Einweihung), wird ihm die erste Offenbarung iiber den Sinn des 
Zeichens zuteil werden, unter welchem er seine Standarte errichten 
wird. Nachdem er die Kleinen und die Grof^en Mysterien empfangen 
hat, wird er erwahlt und wird die zwolf Stufen bis zum Uber- 
menschen erklimmen, aus deren Uberwindung er die Kraft zur 
Erfiillung seiner Mission schopft. Dessen ungeachtet muf^ er noch die 
Feuer- und die Eisenprobe (den Krieg?), sogar am eigenen Korper 
ablegen, ehe er seine Schiiler (diesmal nur Eingeweihte) um sich 
versammeln und ans Tageslicht treten kann (auf der Erdoberflache, 
am Ende seiner zweiten, tatsachlichen Ara)." Die in Klammern 
gesetzten Worte stammen vom Autor dieses Buches. 

„Er wird seinen Kreuzzug gegen die Machte des Bosen (gegen die 
Elementarwesen, die halbtierischen Wesen, die Scheidim der Bibel) 
unternehmen und sich in den Hochsten Herrn des ganzen 
Universums verwandeln, in der Stadt, in welcher das Gro£e sich 
drehende Kreuz strahlt." 

„Er wird seine Standarte auf dem Gipfel des Berges der Arche 
aufrichten." 



56 



(Hitler lie£ den Gipfel des Berges Elbrus im Kaukasus ersteigen, 
dort, wo man vor der Schlacht bei Stalingrad die rechtslaufige 
Hakenkreuzflagge hif^te und wo man glaubte, das heilige Ossetien, 
die legendare Stadt Asgard gefunden zu haben. Als Kenner der 
Lanz'schen Voraussagen glaubte er, da£ sich auf dem Gipfel dieses 
Berges die Macht des hyperboreischen Ahoma, des Hvareno: der Sieg 
wiederfinden lief^e. Schritt fiir Schritt ging er den verheif^enden 
Anzeichen der Vorahnung nach) . 

Alle 700 Jahre bliiht der Lorbeer wieder, so sagten die Katharer. Alle 
700 Jahre erklimmt die Menschheit eine Stufe nach oben, so sagte 
Hitler. Nach Horbiger findet alle 700 Jahre ein Angriff, eine 
Offensive des Feuers statt. Das rechtsdrehende Hakenkreuz stellt das 
Feuer dar. Alle 6000 Jahre erfolgt ein neuer Ansturm des Rises. Der 
Krieg zwischen dem Feuer und dem Rise. 

„Im Besitze der wirklichen Odinskraft wird er seine Feinde mit dem 
Himmelsfeuer, das ihm zu Diensten ist, bekannt machen und er wird 
die Erde mit grof^erer Wucht geif^eln als 1000 Blitze. (Die 
Atombombe, die Untertassen-Strahlen?) Er wird der Hochste Herr 
der Welt sein und fiir 1000 Jahre iiberall auf Erden die Gesetze 
seines Ordens aufrichten". 

Man hat behauptet, Hitler hatte die Atombombe besessen. Skorzeny 
meinte, er hatte sie nicht anwenden wollen. Vielleicht haben die 
Fiihrer der unterirdischen Welt, die Hyperboreer von Agarthi und 
von Shamballah ihm dies untersagt? Hochstwahrscheinlich war es 
die Bombe Hitlers, welche die Nordamerikaner in Hiroshima 
verwendeten. 

Und Lanz setzt seine Voraussagungen fort: „Der Hochste Herr wird 
sich zur Grof^en Reise anschicken. Der Sohn hat den Goldenen Adler 
gebaut (es ist seltsam, der vedische Gott Pusaan reist auf einem 
goldenen Vogel; Wischnu - auf dem Vogel Garuda...), der ihn genau 
in der Zeit des Sechsten Wirklichen Zeitalters hintragen wird zu den 
Toren der Gottlichen Stadt (ist es die von Adm. Byrd?), die da 
gekennzeichnet ist durch zwolf schwarze Drehkreuze, die in die 
Nacht der Zeiten ihr Licht ausstrahlen." Nach der Gotterdammerung 
wird er auf dem Goldenen Vogel aus Asar, der Unterwelt, dem 



57 



Paradies der Edda, aus dem Walhall Odins und der Walkiiren, wo 
die Priesterin Hallwine wohnt, zuriickkehren. 

In dem von den Magiern des legendaren Amerika vorausgesehenen 
Zeitalter des Kondor, der Wiederkehr der Weif^en Gotter, Quetzal- 
coatls, der Gefliigelten Schlange mit ihren Feuerfedern; wird er 
kommen „in einem dieser Nachen, ohne Deichsel noch Fahrmann, 
die da schneller reisen als der Gedanke", welche nach Homer „die 
Gedanken und die Regungen der Menschen kennen." ... 

Der Spiegel der Prinzessin Papan 

Es wird behauptet, daf^ es neben den Polen noch andere Zugange 
zur unterirdischen Welt gabe: im chinesischen Hsinkiang, in der 
Wiiste Gobi, in Tibet, im Berge Kailasa, im Transhimalaya, im Berge 
Montsegur, im Berge Saint Michel, in den Pyrenaen, im Berg Pico 
Sacro gegeniiber von Santiago de Compostela, in Island durch den 
erloschenen Krater Snaefelsjokull, unter der Sphinx in Agypten, in 
Guatemala, in Peru, in Brasilien, im Norden Chiles, in Patagonien, 
im Berge Milimoyu, in den antarktischen Oasen und auch in der 
Zentralkordillere der Anden, wo ich jene Giganten sah, die ich in 
„Weder zu Lande noch zu Wasser" und in „Die Schlange des 
Paradieses" beschrieben habe. 

Die Sphinx und die Pyramiden sind gewissermafSen die „Eisberge der 
Wiiste". Das heif^t, das in Erscheinung tretende ist sehr wenig im 
Vergleich zu dem, was sich unter der Oberflache befindet. Sie sind 
also gewissermaf^en in eine unterirdische Welt hineingesetzt, die mit 
ihnen durch Gange verbunden ist und in der es Tempel und Stadte 
einer weit zuriickliegenden Vergangenheit gibt, und diese Gange 
fiihren „auf die andere Seite" oder ins Innere der Erdkugel. Ein 
symbolisches Ebenbild ware in der sichtbaren Welt etwa ein 
Berggipfel oder ein Baumwipfel. Sofern sich diese Eisberge 
iiberschliigen hatte das zur Folge, daf^ eine, ganze Zeitalter hindurch 
ignorierte. Welt zum Vorschein kame, die uns die Linearschrift des 
Agyptens aus der Zeit vor dem Altertum unserer Zeitrechnung, von 
der uns Herman Wirth berichtet, wiederbrachte, eine vor den 



58 



Hieroglyphen und den Ideogrammen benutzte Schrift, der Schliissel 
und die Erklarung fiir alle Symbole, Mythen, Legenden und 
Religionen. Das tiefe Wissen iiber die Verwandlung und die 
Umgestaltung des Weltalls. Die andere Wissenschaft. Das Buch 
Toth's. 

Es gibt auch Leute, die behaupten, daf^ es nicht nur auf der inneren 
Oberflache der Erdrinde Stadte und bewohnte Welten gibt. Es soil 
solche auch innerhalb der Erdrinde geben, in einer Art aufeinander- 
folgender, durch Galerien, Gauge und unterirdische Tunnel mitein- 
ander verbundener Hiillen bzw. Schalen. Diesen Regionen schreibt 
man die Tunnel bei der Stadt Tiahuanaco (Tia = Gott) sowie das 
System verborgener und unterirdischer Gauge zu, die es im Norden 
Chiles geben soil. Die Bewohner dieser Stadte haben keine Augen 
wie wir, sondern tiefe Augenhohlen. Vielleicht war es hier, wo mein 
Meister Stadte entdeckte, die von einem weif^en Licht erleuchtet 
waren, dessen Herkunft auf unserer Daseinsebene unbekannt ist. 

Und es sind gerade die Hochebenen im Norden Chiles, wo 
Heeresstreifen UFO's begegnet sind, die mit ihnen einen 
unfreiwilligen hypnotischen und telepathischen Kontakt aufnahmen. 
Gerade dort, wo sich die „Zugange", die Tore zu den anderen Erden 
befinden. 

John Dee, der aul^ergewohnliche englische Alchemist und 
Mathematiker des XVI. Jahrhunderts, hat behauptet, die Erde sei 
nicht rund, sondern an ihren auf^ersten Endpunkten abgeflacht, daf^ 
es weiterhin eine nichteuklidische Mathematik gebe, und daf^ die 
Erde keine feste Kugel sei, sondern sich aus iibereinander gelagerten 
Bereichen bzw. Spharen zusammensetze, welche miteinander in 
Verbindung treten konnten. Er beharrte gegeniiber der Konigin 
Isabel von England darauf, daf^ diese sich Gronlands bemachtigen 
solle, weil diese Insel Zutritt zu einem gleichlaufenden, parallelen 
Weltall gewahrt, wie man heute sagen wiirde. John Dee wuf^te auch, 
da£ es in Amerika den Geheimen Westen, das Geheime „Abendland" 
gebe und daf^ es der „Erdteil des Anderen Lichts" sei, eines Lichtes, 
das geboren wird, wenn das Licht der physischen und sichtbaren 



59 



Sonne verloscht, vielleicht des Lichtes der Schwarzen Sonne oder 
besser gesagt des Griinen Strahles, dem Verkiinder des Morgen- 
sternes. Das alles wurde John Dee enthiillt, als er sich auf eine 
schwarze, aus einem unbekannten Material bestehende Kugel 
konzentrierte, die heute noch im Britischen Museum besichtigt 
werden kann, sowie durch einen „Enger' (den „Engel des Fensters 
zum Westen" Gustav Meyrincks), der ihn eine vollig neue Sprache 
lehrte, welche Dee „Enochisch" nannte (von Enoch, dem Erzvater der 
bibHschen Schopfungsgeschichte) . Zweifellos stellte John Dee 
Verbindungen zu Auf^erirdischen her, die aus Hyperborea, aus der 
Inneren Erde, oder aber von der Venus kamen. Seine „Enger' waren 
imstande, wie Dee berichtete, Reisen in die Vergangenheit oder in 
die Zukunft innerhalb der Zeit zu unternehmen. Die Werke Dee's 
sowie die Schliissel und Erklarungen seiner Enthiillungen hat man 
verschwinden lassen, wie iibHch, und seine Biicherei wurde 
ausgepliindert und verbrannt. 

Ich habe im Britischen Museum lange Zeit vor dem Spiegel John 
Dee's gestanden und ihn betrachtet. Es ist ein Obsidian, wie man ihn 
dort bezeichnet, der den Azteken gehorte und der von Hernan Cortes 
nach Europa gebracht worden war. War das vielleicht der Spiegel 
der Prinzessin Papan, mit dem sie Quetzalcoatl, den Weif^en Gott, 
erblickte und durch welchen er zu ihr sprach und wobei sie ihre 
Gesichte hatte? Ist es vielleicht dieser gleiche Gott, der sich John Dee 
offenbarte? Wir wissen nur wenig iiber die Weif^en Gotter Amerikas, 
weil die Inquisition alle diesbeziiglichen Urkunden und Unterlagen 
vernichtet hat in denen die Rede war von einem viel, viel alteren 
Christus, dem Atlantischen Christus, der anderen Welten 
entstammte. Der Engel John Dees kann auch derselbe gewesen sein 
wie der Engel Rilkes, der ihm in Duino erschien. Im Zusammenhang 
mit Dee's iibereinander gelagerten Bereichen und seiner 
nichteuklidischen Mathematik ist zu bemerken, daf^ Riemann von 
„ubereinanderliegenden Oberflachen" spricht. Somit befanden sich 
die „anderen innen befindlichen, unterirdischen Welten" garnicht 
innerhalb der Erde, sondern gerade hier auf unserer Erde, in 
unsichtbarer Form, unberiihrbar zufolge verschiedenartiger Bewuf^t- 
seinszustande, die sozusagen die Verbindungen miteinander und die 



60 



Zugange zu ihnen versperren. Die „Gange" gibt es jedoch. Es sind 
dies die „Tunner', die „Astralrohren". Durch sie kommen die 
„fliegenden Untertassen" herein und durch sie verlaf^t man, 
manchmal zufalHgerweise, die Erde um in diese anderen Welten zu 
gelangen, so wie es jenem Feldwebel des chilenischen Heeres im 
Norden des Landes erging, als er das Gefiihl hatte, durch jenes UFO, 
das „seine Gedanken kannte", gewissermaf^en angesaugt worden zu 
sein, und der dann das Bewuf^tsein und das Gedachtnis verlor. In 
jene „andere Erde" diirfte auch Admiral Byrd eingetreten sein, in 
diese Verkriimmungen des Raumes, bzw. topologischen Falten, in 
diese erdahnHchen Einbiegungen. Die Gemiitsbewegung, die durch 
die plotzHche Sichtung eines UFO's hervorgerufen wird, kommt 
daher, daf^ man sich unversehens einem anderen, gleichlaufenden 
Weltall gegeniibersieht. Es ist mogHch, daf^ die Untertassen die 
ganze Zeit iiber hier sind und wir sie nur nicht sehen. Vielleicht 
sehen auch sie uns nicht. Und nur zeitweiHg, bei einem Ubergang, 
einem Durchgang, einem Tunnel, vor einer Eingangstiir, da steht 
man sich von Angesicht zu Angesicht gegeniiber. Dort oder hier, und 
das ist dann Hyperborea, Agarthi, Kambala, das Konigreich des 
Priesters Johannes und dorthin sind alle diejenigen gegangen, 
welche die Schliissel zum Offnen jener Tore gefunden haben. Sie 
gehen und kommen. Dort einzutreten ist wie in einen Zug 
einzusteigen, den Hermann Hesse in seiner phantastischen 
Biographie als Gefangnismauern schildert. Und wann immer der 
Gefangniswarter kommt, dann findet er niemanden vor. Der 
Gefangene ist auf diese Weise, wie in einem Zug der Einbildung 
gefliichtet. Es ist so, als wenn man im Augenblick des Todes auf 
meine „Flor Inexistente" hiniiberspringen wiirde, um in die Ewigkeit 
einzugehen. 

Von Satelliten aus, in einer Hohe von mehr als 200 km 
aufgenommene Lichtbilder, zeigen schon nicht mehr das Festland 
unserer „topologischen Erdkriimmung". Kamen wir von anderen 
Sternen, so wiirden wir meinen, die Erde sei unbewohnt. Man sagt, 
daf^ von 250.000 von der NASA aufgenommenen Lichtbildern nur 
ein einziges die uns bekannte Erde wiedergibt. Und von Astronauten 



61 



in diesen Hohen angefertigte Skizzen geben Kunde von nicht 
existierenden Stadten und von Erdgebieten, die man vorher nie 
gesehen hatte. Es kann sein, daf^ die Landkarten des Piri Reis, die 
zweifellos aus gro£er Hohe aufgenommen worden sind und die 
Atlantis und Reste von Hyperborea aufzeigen, durchaus zeitgemaf^ 
sind. Das ist an sich unwesentlich, wichtig ist die „Hohe" des 
„Tunnels", von wo aus die Landkarten aufgezeichnet wurden, denn 
von dort aus werden Atlantis und Hyperborea sichtbar. 

Es ist moglich, daf^ sich die verzauberten Lander, die von den 
Troubadouren des Grals und von den Templern entdeckt worden 
waren, nicht auf^erhalb, sondern innerhalb befanden. Dort diirfte 
man auch den Konig der Welt, den Ossendowsky beschreibt; den des 
Malers Roerich und Rene Guenon's finden, von dem auch die 
Mongolen und die Tibeter berichten. 

Die Bewohner jener Welt sind die Weif^en Cotter aus Hyperborea, 
die von anderen Sternen - vielleicht von der Venus, dem Morgen- 
stern - in weit zuriickliegenden Zeiten auf unsere Erde gekommen 
sind, wie dies in den Legenden von Tiahuanaco versichert wird, 
wobei man sich auf Mamakocha, auf Orejona, Kontiki, Virakocha 
und andere bezieht. Sie alle kommen aus Thule, der Urheimat der 
Tolteken und Mayas sowie der Vorfahren der Inkas. Das hei£t, aus 
der Urheimat der polaren Einweihung, die nur dort vollzogen wurde. 
Das Festland Hyperborea lag in einer Zone jenseits des hohen 
Nordens. Hyperborea bedeutet „uber den Gott Borea hinaus", 
jenseits von Kalte und Qual. Es war jenes „beruhmte Gebiet", das 
man gemaf^ Pindar „Weder zu Lande noch zu Wasser" erreichen 
konnte, und das Apollo (A-Pollo) alle neunzehn Jahre aufsuchte, um 
von dort verjiingt wieder heimzukehren. Ungeheure Eiswande 
„durchsichtig wie Glas" beschiitzten nach alten Erzahlungen diese 
Welt der Magier und der Ubermenschen, und ein traumbildhafter 
Nebel war die Scheidewand zwischen dem ewigen Eis und dem 
Paradies. Auf diese bezaubernde Landschaft beziehen sich 
moglicherweise die Gralserzahlungen. Indem Hyperborea in einem 
planetarischen Kataklysmus, in einem welterschiitternden, die Erde 
verwandelnden katastrophalen Ereignis untergeht, nehmen seine 



62 



hochsten Fiihrer in der inneren Erde Zuflucht. Indem nun seinerseits 
Atlantis in den Fluten verschwindet, werden die Obermagier, welche 
die hyperboreische Einweihung empfangen haben, auch ins Innere 
gebracht. Dort befinden sich auch die weif^en Magier, die Viguren 
Lemurias. Etwas ahnliches diirfte sich in der Jetztzeit fiir einige 
Wenige abzeichnen in Anbetracht der herannahenden Katastrophen. 

Die „Astralr6hre" 

Die auf^ersten Polarpunkte der Erde eroffnen nicht nur den Weg 
zur Welt im Innern, sie besitzen auf^erdem noch ein „Fenster", 
einen „Ausgang" in die unsichtbaren und gleichlaufenden Welten, in 
die vierte und in die fiinfte Dimension. Von hier aus bricht man auf 
und betritt die analogen Welten. Bis hierher kommen die Wesen von 
den Sternen, die Hyperboreer und hierhin gelangen auch die 
Botschaften von anderen Sternen. Von hier aus entschwinden die 
Siddhas und die Magier hoheren Ranges mit ihrem physischen 
Korper. Von hier aus starten die UFO's in die Weiten der 
Milchstraf^e. Andere solcher „Fenster" gibt es in Afrika, iiber Kenia, 
und in dem sogenannten Bermuda-Dreieck, wo Schiffe und Flug- 
zeuge verlorengehen. 1st dies etwa die verschwundene „Saule des 
Nordens" die Himmel und Erde miteinander verbindet, wie die 
Legende berichtet, der gewaltige Baum, die „Mutter Ceiba" des 
amerikanischen Altertums? In grof^er Hohe iiber dem Pol ist ein 
„Hohlraum", wo es die elektrischen und magnetischen Spannungs- 
felder der Erde nicht gibt, eine Art Trichter; die Astralrohre der 
Okkultisten, von wo aus die Medien, die Magier, die Siddhas und 
manche Yogis mit ihren Astralkorpern in eine andere Dimension 
eintreten und in die Welt der Antimaterie entweichen. Dort diirfte 
sich mein Meister mit Hitler verstandigt haben. Und von dort aus 
brechen die Fliegenden Untertassen auf und treten wieder (in den 
Erdkreis) ein, ohne sich aufzulosen. Von hier aus dringen die 
iibernatiirlichen Erscheinungen und Wunder, das alchemistische 
Gold und die zu neuem Leben erwachten Korper der toten Helden in 
die Erde ein. Und das geschieht gleichzeitig in Universen, die durch 



63 



ungeheure astronomische Entfernungen voneinander getrennt sind. 
Diese Astralrohre stellt in sich eine iiberdimensionale Zusammen- 
fassung (Synthese) dar. 

Die „Ausgange" zu den gleichlaufenden Welten und die „Zugange" 
zur Hohlen Erde sind je nach dem zyklischen Verlauf der 
planetarischen und kosmischen Zeitalter verschieden. Im Wasser- 
mannzeitalter schlossen sich die „Zugange" zur Inneren Erde in 
Hsinkiang, in der Wiiste Gobi und im Berg Kailasa und wurden 
psychologisch unauffindbar und unbetretbar. Obwohl sie nach wie 
vor da sind, so sieht man sie jedoch nicht mehr und kann sie auch 
nicht auffinden. Es gibt dort niemanden, der sie wahrnehmen 
konnte. Sowohl die „Ausgange" als auch die „Zugange" sind in den 
Siiden der Welt, an den Siidpol verlegt worden. Die ZiviHsation der 
Inneren Welt ist derjenigen auf der Oberflache der Erde weit 
iiberlegen. Ihre Bewohner betrachten die die auf^ere Erde 
Bewohnenden als Barbaren, ja als halbe Tiere. Sie wissen um ihr 
Schicksal. Die Mitglieder der Unsichtbaren Regierung, die eine 
Kontrolle iiber die machtigsten Nationen der Auf^eren Erde ausiiben, 
sind gegeniiber den Machten der Inneren Welt machtlos. Es gibt 
Anzeichen dafiir, daf^ sie versuchen, sich nach gewissen gesetzten 
Zeichen zu richten; denn das Entsetzen zwingt sie dazu. Wenn dem 
nicht so ware, dann hatte man schon langst den Atomkrieg 
entfesselt, der ein Teil ihres zerstorerischen Planes zur Erringung der 
Herrschaft auf diesem Planeten darstellt, um schlief^lich ihren 
„Messias", ihren falschen Konig der Welt einzusetzen. Aber sie haben 
Angst vor dem Letzten Bataillon. Und sie bewahren Schweigen iiber 
ihr Wissen, um nicht alliiberall ein Wiederaufleben der Hoffnung 
und ein vorzeitiges Scheitern ihrer beharrlichen Verschworung 
herbeizufiihren. Unausweichlich haben sie zu gehorchen. Trotz 
alledem ist aber die Katastrophe unvermeidbar. 

Der Schriftsteller Bulwer-Lytton, Mitglied der englischen 
esoterischen Gesellschaft Golden Dawn, die wiederum mit dem 
Deutschen Thule-Orden in Verbindung stand, sagt in seinem letzten 
Buch „Die kommende Rasse" voraus, daf^ durch die Bewohner des 
Erdinneren eine Vernichtung stattfinden wird. Auch Jules Verne 



64 



diirfte iiber die Hohle Erde im Bilde gewesen sein; es ist jedoch 
Edgar Allan Poe, der - wie wir gesehen haben - dieses Geheimnis 
griindlich untersuchte. Die Stromung der Gewasser im Siiden der 
Erde rei£t Arthur Gordon Pym mit sich fort bis zum Pol, wo er den 
aus der Antarktis auftauchenden Weif^en Riesen trifft. Poe war der 
Trager und Bewahrer einer esoterischen keltischen Uberlieferung, 
die vielleicht im Gedachtnis seines Blutes bewahrt worden war. 

Man hat viel mehr als 1500 Meilen in das Erdinnere zuriickzulegen, 
um Agarthi, Shamballah und seine riesigen Hyperboreer zu er- 
reichen. Und ohne deren Genehmigung kommt man nicht dahin, 
wenn nicht der Hiiter der Schwelle den Weg freigibt, sobald er des 
Zeichens auf Arm und Stirn gewahr wird. Der abscheuliche 
Schneemensch, der Yeti bewacht mit seinen grof^en Kraften den 
Zugang zu jener Welt. Der Engel mit dem Flammenschwert! 

Raymond Bernard meint, da£ diese hoherentwickelte Rasse des 
Erdinneren behaupte, nichts von der Existenz des Christus (der 
Bewohner) der Erdoberflache zu wissen, und daf^ ein atlantisches 
Dokument wie die Bibel von einer Falschergruppe in hinterlistiger 
Weise iibersetzt und entsprechend ausgelegt worden sei. Die Rasse 
im Erdinneren glaubt nicht an den „SundenfaH" noch an die 
„Erbsunde", weil sie weder gesiindigt hat noch gefallen ist. Die 
Legende vom Irdischen Paradies, von Adam, Eva, der Schlange, von 
dem Apfel und dem Baume der Erkenntnis iiber Gut und Bose, 
nimmt in Wirklichkeit Bezug auf die Magische Liebe Hyperboreas, 
wie sie von Shiva-Luzifer, der Priesterin und Magierin Hallwina 
gelehrt wurde. Auch die Legenden von den Goldenen Apfeln aus 
dem Garten der Hesperiden, von Atlantis und vom Gral nehmen 
darauf Bezug. Die Bibel, d. h. die Schopfungsgeschichte, ist ein 
Dokument von Atlantis. Nun gut, Plato berichtet, daf^ Atlantis 
urspriinglich von einem einzigen Menschenpaar bewohnt wurde. 
Dann muf^ man sich aber fragen, welches Atlantis das gewesen ist; 
denn fiir Horbiger gibt es zwei: eines hat schon 150.000 Jahre vor 
dem anderen, kleineren und unbedeutenderen, dem vor 12.000 
Jahren existiert. Jedenfalls hief^ der erste Mensch Evenor und seine 
Frau Leucipe. Sie haben eine Tochter, Clito, in die sich der Gott 



65 



Poseidon verliebt und (mit ihr) eine halbgottliche Sippe griindet. 
Aber das erste Paar, von woher kommt es? Man hat uns erzahlt, daf^ 
die Frau aus dem ersten Manne hervorgegangen ist, als dieser 
schlief. Das ist also dann ein Traum, der sich verwirklicht hat. 
Demzufolge hat man wohl angenommen, daf^ sie keine Seele habe, 
und daf^ sie diese nur wiedergewinnen konne, indem sie wieder in 
den Mann zuriickkehrt. Das trifft sichedich auf Eva-Leucipe zu; denn 
es gibt auf^erdem noch eine Legende die uns von Lilith-Ayesha 
berichtet, die nicht aus einem Traum des Mannes hervorgeht, die 
nicht von ihm stammt, und die immer schon auf^erhalb von ihm war. 
Diese Frau hat eine Seele. Folglich gibt es auch hier zwei Rassen von 
Frauen. Die Abkommlinge der zweiten sind diejenigen, welche den 
Mann in die Unsterblichkeit, zum Gral hin erheben. Auf sie bezieht 
sich das Goethewort „Das ewig Weibliche zieht uns hinan". Es sind 
dies die hyperboreischen Magierinnen aus dem Odinsorden, des 
Gottes Odin oder Wotan (fiir die Einwohner von Peru und Mexiko 
der Urzeit war das Guatan). Es ist dies die Odinspriesterin Hallwina, 
welche die Magische Liebe ohne korperliche Erregung, ohne 
Orgasmus und ohne korperliche Geschlechtlichkeit lehrt: Eine 
Liebeslehre ohne Beriihrung der physischen Korper, sondern nur der 
feinstofflichen, eine mentale Durchdringung oder ein gegenseitiges 
Ergriinden der Gedanken- und Geisteskrafte durch Versenkung, wie 
im Traum, wo der Kuf^ wie ein kiihler Hauch, wie eine Schneeflocke 
ist. Diese Liebe bringt unsagliche Wonnen, und die Fortpflanzung ist 
die willensbedingte Projektion des Geistes und der Seele. 

Im Sanskrit nennt man die innere Frau Cidrupini. 

Der hyperboreische Gott Abris ist moglicherweise ein Auf^erirdischer; 
denn er bewegt sich auf einem Pfeile fort. Ist es vielleicht der 
hyperboreische Eros, der der Magierin und Priesterin Hallwina bei 
ihrem esoterischen Kult der Magische Liebe hilft? Ganz sicher 
bewegt er sich zwischen dem Pol und dem Morgenstern, Venus, der 
Griinen hin und her, wobei fiir die Vollziehung der Mysterien der 
Magischen Liebe der Monat Mai (Maya) besonders geeignet ist. 

Diese Mysterien lehren uns, daf^ Lilith-Ayesha (die Papan in meinem 



66 



Buche „Die nichtexistente Blume") nicht entschwunden ist, sondern, 
daf^ sie nur schlaft und wiedererweckt werden muf^. Sie ist das 
Dornroschen. Die Absolute Frau kann schlafen oder sie kann sterben, 
was dasselbe ist. Man muf^ sie erwecken, wiedererwecken. Und dann 
enthiillt sie sich. Eine ganze Ewigkeit ist nicht ausreichend zur 
gottlichen Betrachtung des Nackten Korpers der Absoluten Frau. 

Wir, die vom Siiden kommenden 

Nun fragt es sich, welche Rolle wir Siidamerikaner, die Misch- 
rassen, die zu dieser „Achselhohle der Welt" der auf^eren Erde 
(um einen Ausdruck des peruanischen Schriftstellers Antenor Orrego 
zu gebrauchen, die „Surdicos", d. h. die Nordmannen des Siidens, 
des Grof^en Siidens) gehoren, in diesem Spiel spielen? Haben wir 
etwas mit den Hyperboreern, mit den Katharern, mit den Druiden, 
den Templern, der Hitler-SS, der nationalsozialistischen Esoterik, mit 
der Esoterischen Wiederkehr Hitlers auf dem Goldenen Adler, in 
einer Feuerscheibe zu tun? Die Antwort liegt in der Feststellung, daf^ 
die Rasse, auf welche sich dieses ganz grof^e kosmische Thema 
bezieht, eine Rasse des Geistes und der Legende ist. Nichts bezieht 
sich hierbei auf Biologisches, auf das rein Physische, auch nichts auf 
die Wissenschaften der auf^eren Erde. 

Der Mythos und die Legende sind unteilbar, wie auch das Urbild, der 
Archetyp. Sie bemachtigen sich nicht eines bestimmten Punktes des 
Planeten, sondern sie ergreifen nur momentan davon Besitz, um sie 
innen und auf^en, in der Einen Welt (_Unus Mundus) mit ihrem 
Einfluf^ zu iiberziehen. Lediglich zu gewissen historischen Zeiten, 
fassen sie auf irgendeinem Mittelpunkt des lebendigen Erdkorpers 
Fuf^ und wirken von dort aus, verkorpern sich in den Menschen, um 
im Rahmen des sich vollziehenden schicksalhaften Geschehens ihre 
Botschaft zu verkiinden, wie jenes wei£e Geistwesen, das mein 
Meister aus Deutschland hinweg entschwinden sah, nachdem der 
genau abgemessene Teil seines Dramas durchlebt und der Kelch bis 
zur Neige geleert worden war. Das Christentum hat uns verarmen 
lassen, well es die kosmischen Wurzeln der Tragodie, der Sternen- 



67 



geschichte des Menschen abgeschnitten hat. Wir werden nicht seit 
sechstausend Jahren, sondern seit hunderttausenden von Jahren 
geboren. Nicht alle haben wir unseren Ursprung von dieser Erde, 
vielmehr stammen wir nach uralten UberHeferungen von anderen 
Sternen ab. Die wesentHchen Unterschiede, die es auf der Oberflache 
der Erde gibt, findet man nicht zwischen Englandern, Franzosen, 
Deutschen, ItaHenern, Spaniern, Chilenen, Argentiniern, Japanern 
und Indern, zwischen Weif^en, Schwarzen, Gelben und Braunen. Die 
Unterschiede haben ihre Wurzel im Metaphysischen durch 
verschiedene Herkunft aus dem Kosmos, von miteinander in 
Opposition (Gegensatz) stehenden Sternen, von „Kosmischen Zen- 
tralen" sozusagen, von woher die Einfliisse, die Botschaften und die 
Befehle kommen. Und es ist dieser Umstand, der nicht nach Gut- 
diinken verandert werden kann, ohne in der Einen Welt oben und 
unten, iiberall Verwirrung zu stiften. Der Krieg hat hier nicht 
begonnen und er wird hier auch nicht enden ... 

Mein Amerika ist das der WeilSen Cotter 

Und aus alledem ergibt sich, daf^ die Menschen nicht gleich sind. 
Diejenigen jedoch, die es sind, miissen sich iiber die au£ere 
und innere Erde hinweg, im ganzen Universum suchen; denn sie 
sind iiberallhin verstreut. Ich kann mit Sicherheit behaupten, daf^ ich 
zuweilen mehr AhnHchkeiten mit einem weif^en Chachapoyas (die 
vor der Zeit der Inkas in der Ara der Aymaras lebten), mit einem 
Ainu aus Japan, mit einem Uighuren aus Mu haben diirfte, als mit 
einem Landsmann des gegenwartigen Chile. 

Mein Amerika ist dasjenige der Mythologie und der Legende von den 
Wei£en Gottern, auf welche unter anderen auch Gerhart Hauptmann 
Bezug nimmt, jenes Amerika, welches die Wikinger Hvetramanna- 
land, das Land der Weif^en nannten, und das die Templer Albanien, 
das Weifie {Land) nannten; mein Amerika ist dasjenige der Stadt der 
Kaiser, Paitete's, Trapalan's, Elenin's; es ist dasjenige von Kontiki, 
von Virakocha, von Mamakocha und von Quetzalcoatl; es ist 



68 



dasjenige von Caleuche, dem Geisterschiff und Unterwasserboot, das 
in den Hafen innerhalb der Hohlen Erde anlegt. Alle diese 
urbildlichen Legenden stellen das Gedachtnis und die unbekannte 
Seele von Atlantis und Lemurien Siidamerikas dar. 

Kaum sind sie ja ergriindet oder bis zu ihrem letzten Feuer, ihren 
letzten existentiellen Konsequenzen erfasst worden durch ein 
Wiederlebendigmachen des dramatischen Geschehens, das sie im 
Fleische durchlebten ("... und er wird die Feuerprobe am eigenen 
Fleische zu bestehen haben"), bis auf wenige Ausnahmen. Zu diesen 
gehort wahrscheinlich Pedro Sarmiento de Gamboa und vielleicht 
auch noch so mancher spanische Alchemist, der auf die Erde 
gekommen sein mag, um das trinkbare Gold (aurum potabile) hier 
zu suchen. 

Wenn das getrunken wird, dann verleiht es im Geheimen Westen, 
wo das sinnlich wahrnehmbare, physische Licht der Gelben Sonne 
untergeht und wo das Geistige Licht der Schwarzen Sonne und des 
Griinen Strahles aufgeht, die Ewigkeit. 

Diese Legenden, diese Mythologien, der Wesenskern des Atlantis- 
Amerika verbinden uns gleichzeitig mit den Weif^en Gottern des 
hyperboreischen Thule, des sagenhaften Nordpols (umsomehr, wenn 
man bedenkt, daf^ zufolge des Wechsels der Erdachse und der 
Vertauschung der Pole, sich der Nordpol heutzutage am Siidpol 
befindet), ferner mit der Hohlen Erde, mit den Katharern, den 
Templern und mit allem von den Eingeweihten des Hitlerismus im 
letzten Grof^en Kriege Durchlebten. Das, was sich hier abspielte, war 
auch das Schicksal der Weif^en Gotter Amerikas. Mit gutem Grund 
haben sie sich in diese Gebiete am Siiden der Erde begeben auf der 
Suche nach dem Zugang zur polaren Antarktis. („Nehmen Sie mich 
unter sich auf?") Es war ihnen bekannt, daf^ sich Hyperborea jetzt im 
Siiden befindet, das Tor zur Inneren Welt, dem „uneinnehmbaren 
Paradies". Aus gutem Grund hat uns der Meister in dem Grof^en 
Krieg, der noch nicht zu Ende ist, an ihre Seite gestellt. 

Und es ist der Siiden der Welt, wo sich - wenn es nicht schon ge- 
schehen ist - der Blaue Geist der Polarrasse der Eingeweihten Venus- 



69 



uzifer's wieder einkorpert. Und von hier aus wird er ausziehen, um 
all das offenbar Verlorengegangene wiederzuerlangen, um noch zu 
retten, was zu retten ist vor der Katastrophe, die dem Dunklen 
Zeitalter des Kaliyuga, der Eisenzeit ein Ende setzt. 

Alle unsere Legenden haben einen universellen Wert, denn hier wird 
in kosmischer Weise die Existenz aufs Spiel gesetzt. Die Stadt der 
Casaren ist Agarthi und ist auch Hurcalia, das Gebiet, in dem sich 
geistige Ereignisse abspielen, Tir nan-og, das Land der Jugend, und 
auch Ogygia, die Heilige Insel, es ist Ariana Vaiji, die Urheimat der 
Arier. Das Caleuche ist Wafeln, das die arktischen Meere befahrende 
Geisterschiff, dessen Segelwerk aus Flammen und Funken besteht. 
Die Weif^en Cotter sind die Tuathas von Dannan der islandischen 
Sagen, es sind die Hyperboreer von Thule, die Osen oder Asen vom 
Kaukasus, des mythischen Asgard, Wotans und Odins Heerscharen, 
es sind die Hohuen der Selcnam-Legende vom Feuerland, die Jon- 
Magier des Siidens. Apollo ist Abraxas, er ist auch Shiva, er ist 
Luzifer und er ist gleichzeitig der Gott Quenos, oder vielleicht auch 
Quanyip in der Mythologie der Onas. 

Thule ist ebenfalls die „Weif^e Insel im Himmel", von der die 
Selcnams sprechen, sowie die „Gottliche Stadt" des Admiral Byrd. 

Das sind hauptsachlich Uberlieferungen einer Wissenschaft aus dem 
Altertum. Es sind Urbilder, die sich verkorpern und wiederver- 
korpern. 

Es sind Nichtexistente Blumen, die jedoch letzten Endes viel mehr 
Wirklichkeitsgehalt beinhalten konnen als samtliche Blumen aus den 
Garten dieser Welt. 

Unterhalb der Gewasser, vielleicht da, wo die Erdrinde aufhort, 
verlauft das Goldene Band i„Cordon Dorado"), die Aurea Catena, 
welche samtliche Lebewesen der gleichen Geistigen Rasse, von ein 
und demselben Stern abstammend, iiber alle Kontinente der auf^eren 
und der inneren Erde miteinander verbindet und sie in einem bei der 
Schopfung bereits begonnenen Kampf zu Kameraden und Kampf- 
gefahrten macht. Hier kann es keine Abtriinnigkeit und auch keine 
Kapitulation geben. In diesem Kampf wechselt man auch nicht die 



70 



Seite. Nur wahrend des Todes ist einem eine kurze Ruhe vergonnt. 
Denn die Kampfer sind ewig, unsterblich. 

Dieses Buch nun gibt Kunde vom Goldenen Bande, der Catena 
Aurea. 

Und diese auf^ergewohnlichen Dinge geschehen vielleicht deshalb, 
weil man von einem Stern mit seinem innigsten griinen Strahl 
geliebt wird. 

Die Verlierer 

Im Grof^en Krieg gab es zwei Schriftsteller von internationalem 
Ruf auf der Seite der Goldenen Uberlieferung: den nord- 
amerikanischen Dichter Ezra Pound, und den norwegischen Nobel- 
preistrager Knut Hamsun. Beide wurden nach dem Zusammenbruch 
in Irrenhauser gesperrt. Auch der franzosische Dichter Robert 
Brasillach mu£te fiir seinen Mut bezahlen. Meine Begegnungen mit 
Ezra Pound habe ich in Zeitungen und Zeitschriften Nord- und 
Siidamerikas geschildert. Ich traf ihn in Venedig in seinen letzten 
Lebensjahren, als er sich in ein freiwiUiges Schweigen gehiillt hatte, 
das er mir zuHebe brach. Es gelang mir leider nicht, Knut Hamsun 
kennenzulernen. Aber ich habe sein ganzes, bezauberndes Werk 
gelesen, das so voller Poesie des Hohen Nordens ist und das 
Heimweh nach Hyperborea, vielleicht auch nach Ariana Vaiji, so 
stark zum Ausdruck bringt. Wer liest heutzutage von der neuen 
Generation noch Knut Hamsun, um sich an der Schilderung der 
verwandelten Natur und an seiner magischen Liebe zu den hohen 
Breitengraden der Welt und des Geistes zu erfreuen? Die eiserne 
Kontrolle iiber alle Veroffentlichungen und auch iiber 
Verlautbarungen beziiglich des Geschriebenen, die gelenkte 
Propaganda die kiinstlich Beriihmtheiten schafft und solche auch 
vernichtet, die (in peinlicher Weise) im Dienst fiir den Sieger 
engagierten Schriftsteller, die mitleidlose Rache, das alles ist iiber 
ihre Haupter hereingebrochen und „wird noch den letzten ihrer 
Nachfahren fangen." 



71 



Als ich noch ein sehr junger Mann war - ein unbekannter Schrift- 
steller fern meiner Heimat - erlitt ich ebenfalls Verfolgungen. Danach 
kamen dann Jahre des Schweigens, von Nachforschungen in ab- 
gelegenen Weltgegenden. Ich sagte ja schon, daf^ bis fiinf Jahre nach 
Beendigung des Krieges die Uberwachung und die Kontrollen nicht 
so streng gehandhabt wurden. Und so gerieten dann einige in 
Vergessenheit. Ich horte nicht auf zu schreiben und nachzuforschen, 
wobei mich gelegentlich meine Stellung als Diplomat schiitzte und 
ich dadurch abgeschirmt war, als ich die in aller Welt verstreuten 
Kameraden aufsuchte, die gelitten hatten wie Ezra Pound. 

Jetzt, da es den Anschein hat, daf^ die Zeit fortgeschritten ist und 
nun das Alter kommt, sowohl auf dem Antlitz der Erde als auch in 
mir selbst, ist wohl der Augenblick gekommen, die Goldene Legende 
nochmals nachzuerzahlen und fiir einige wenige zusammenzufassen. 

Mein Werk ist nahezu vollendet mit Veroffentlichungen in 
verschiedenen Landern und Sprachen. Das habe ich erreicht. Wie, 
das weif^ ich auch nicht. Diejenigen, welche jene Biicher aufmerksam 
durchgelesen haben, diirfen sich iiber die Enthiillungen in diesem 
Buche nicht wundern. Hier werden sie nun vielmehr den Schliissel 
dafiir finden. - 

Bei Ezra Pound 

Vor Jahren, es war in Venedig, angesichts dieser wie aus Stein 
gehauenen stummen Bildsaule - und es gab einst eine Zeit, in 
der die Steine redeten - setzte ich zuerst zaghaft ein Wort an das 
andere, wobei ich unter anderem sagte: „In 700 Jahren wird der 
Lorbeer wieder bliihen. Seien Sie gliicklich - in weiteren 700 Jahren 
werden Sie wieder der Verlierer sein ..." 

Ich wuf^te, daf^ Ezra Pound dem Gott der Verlierer in dieser Welt, 
dieser dunklen Beilzeit, dem Eisernen Zeitalter, welches die Inder 
Kaliyuga nennen, zugehorte. Auch er war ein Gefahrte des mif^han- 
delten und erniedrigten Luzifer, vielleicht unwissentlich auch des 
Lucibel der Katharer, Apollos, des Abraxas, Krishnas, Shivas sowie 



72 



des Quenos der Selcnam; der Trager oder Verkiinder des Lichts vom 
Morgenstern, das den Aufgang der neuen Sonne verkiindet, und der 
sich dann in Erwartung einer edleren, reineren Welt dorthin zuriick- 
zieht, wohin auch schon die Helden und die Giganten gegangen 
waren. 

Ich begann damit. Pound von meiner Pilgerfahrt nach Montsegur zu 
berichten, und ich erwahnte auch die Sierra Maladetta, in der 
Bertrand de Born, ein von ihm geschatzter und iibersetzter Trouba- 
dour, den Tod durch Erfrieren suchte, wie es uns von Otto Rahn in 
seinem Buch „Luzifer's Hofgesinde" geschildert wird. Und in diesem 
AugenbHck geschah es, daf^ dieser Steinfelsen da vor mir eine 
Gebarde machte und ein Licht der Freude ihn iiberkam. Ezra Pound 
hatte namHch den Montsegur bestiegen. Er war auch ein Ketzer und 
ein Krieger. 

Es kam mir ein Gedanke, so, als ob mir ein Geheimnis enthiillt 
worden sei. Ezra Pound war ein Teil der luziferischen UberHeferung 
vom Ursprung her. Durch seine Hande Hef das Goldene Band dieser 
mannHchen, kriegerischen UberHeferung, ohne daf^ er sich dieses 
Geschehens voUig bewuf^t geworden ware. Die Bedeutung, die 
Pound in seiner Jugend dem Heldengedicht des Cid, dem Rolands- 
lied, Parzival, den Gesangen und der Gesittung der Troubadoure von 
Languedoc beimaf^, hatte wohl zur Folge, daf^ er in unserer Zeit 
stellvertretend fiir alle diejenigen wirkte, die fiir eine nicht auf 
Wucher ausgerichtete Welt kampfen, wie ja auch die Templer einmal 
darum gekampft hatten, die Grundlagen fiir eine geistigere und 
gerechtere Wirtschaftsordnung zu schaffen. Ware diese Absicht nicht 
vorzeitig vereitelt worden, dann hatte die Erde im Fischezeitalter 
eine vollig andere Entwicklung nehmen konnen, in einer anderen 
Richtung verlaufend, indem man die Wiederentdeckung einer 
vergeistigten Technik gemacht hatte, mit der es moglich geworden 
ware, die Erde umzugestalten, ohne sie in der sich jetzt 
ankiindigenden welterschiitternden Katastrophe zu zerstoren, 
letztlich als Auswirkung einer in das teuflische Raderwerk des 
Wuchers und der Konsumgesellschaft, des Rationalismus und des 
kollektiven Materialismus aller Volkermassen verstrickten groben. 



73 



mechanistischen Technologie. 

Ezra Pound unterstiitzte im Zweiten Weltkrieg den italienischen 
Faschismus und den deutschen Nationalsozialismus, da er dort eine 
nicht auf Wucher ausgerichtete soziale Wirtschaftsordnung zu finden 
glaubte, die, gleichfalls mit einer andersartigen Technologie und 
Wissenschaft, mit einer anderen organischen Gliederung, ihre iiber- 
sinnlichen Wurzeln in einer gelauterten und gereinigten, lebens- 
kraftigen Erde hatte. 

Nun weif^ man aber, weil Unterlagen als Beweise hierfiir vorhanden 
sind, daf^ die Organisation der Hitlerischen SS (SS ist die Abkiirzung 
fiir „Schutzstaffer', also urspriinglich eine Schutztruppe) ihre An- 
regungen vom Templerorden erhalten hatte. In ihren geheimen 
Fiihrungsschichten verfiigte sie iiber eine Art von esoterischen 
Einweihungen, dariiber hinaus iiber verschiedene Schulungsstatten 
in Burgen der verschiedenen Gaue nach Art der templerischen 
„Gendarmerien". Die SS wollte nach Beendigung des Krieges an den 
Grenzen Europas, im Kaukasus, in La Rochelle, in Siidfrankreich, 
vielleicht auch in Montsegur Stadte griinden, die von jeglicher 
Steuer befreit sein sollten, wo das Geld keinen Wert hatte und wo 
der Handel, wie im Altertum, als geistiges Bindeglied zu dienen 
hatte. Heutzutage gibt man vor, die neue, besser gesagt diese uralte 
Gesellschafts - und Wirtschaftsordnung, die vom Faschismus und 
vom Nationalsozialismus errichtet werden sollte, nicht zu kennen 
und man belegt mit der voreingenommenen Bezeichnung 
„faschistisch" jede beliebige autoritare Staatsform oder jede Diktatur, 
die irgendwo in der Welt eingesetzt worden ist, sofern sie keine 
marxistischen Neigungen aufweist. 

Aus alien diesen Erwagungen heraus ergriff Ezra Pound in dem 
Grof^en Krieg Partei fiir Italien und Deutschland gegen das Land 
seiner Vater, das er als ein Sinnbild des Gegenteiles hiervon ansah 
mit seiner auf Wucher fuf^enden Wirtschaft, Technik und 
Lebensordnung, wie er selbst es sagte. Ezra Pound verlor, und man 
sperrte ihn in Pisa wie ein wildes Tier in einen eisernen Kafig, worin 
man ihn den Unbilden der Witterung aussetzte, der Kalte und der 
Hitze. Spater brachte man ihn dann in ein Irrenhaus der Vereinigten 



74 



Staaten, wo er dreizehn Jahre lang eingesperrt wurde, die besten 
Jahre im Leben eines Mannes! Und das geschah dem grof^ten Dichter 
seiner Zeit, der Joyce bekanntgemacht hat, der Elliot bei der Heraus- 
gabe seiner Werke behilflich war, der Konfuzius iibersetzte und „I- 
Ging", das Buch der Wandlungen ausdeutete! 

Dasselbe spielte sich aus dem gleichen Grunde mit Knut Hamsun in 
Norwegen ab. 

Auch dessen geistiger Fiihrer, der Verlierer einer auf^erirdischen 
Schlacht, wurde gequalt, verleumdet und schlief^lich in den 
Eiswiisten des Nordpols angekettet, dort wo er eines Tages das Letzte 
Thule, Ultima Thule aufbliihen lassen wird. Immer wieder geschieht 
es, daf^ die Verlierer hier in legendare Damonen der Geschichte 
verwandelt werden - so war es bei Ravana, der von Rama niederge- 
worfen wurde, und so ist es auch im Falle von Luzibel. 

Falls Ezra Pound sich geirrt hat - nun gut! Plato sagte schon: „Alle 
grof^en Dinge begriinden ihr Dasein in der Gefahr." Und Heidegger: 
„Wer in grof^en Maf^staben dachte, der mu£te sich auch in grof^en 
Maf^staben irren ..." 



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76 



WER WAREN DIE KATHARER? 



11 



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Luci-Bel 

Man weif^ sehr wenig iiber diese ketzerische Sekte des XII. Jahr- 
hunderts, die aber trotzdem einen entscheidenden Einflu£ im 
Gebiet von Languedoc, dem heutigen Siidfrankreich, von Aragon, in 
Norditalien, in Deutschland und sogar in England auszuiiben 
vermochte. Man kann wohl annehmen, da£ sich die Geschichte 
Spaniens und folglich auch Siidamerikas ganz anders abgespielt 
hatte, wenn diese Sekte nicht durch den Kreuzzug gegen die 
Albigenser und durch die Inquisition vernichtet worden ware. 

Weihestatte und Sonnentempel der Katharer war die Burg 
Montsegur in den Pyrenaen. Uber das gesamte Gebiet zog sich eine 
Art Netz von heiligen Statten und Hohlen, in denen Einweihungen 
vorgenommen wurden. Neben der Geistestaufe (dem sog. Initiations- 
sakrament), einer Art von zweiter Taufe oder zweiter Geburt, pflog 
man geheime, „Manisola" genannte, Gebrauche, iiber deren Be- 
deutung man sich nicht im klaren ist. Man nimmt an, daf^ sie von 
„Mani", dem Stifter des Manichaismus, abgeleitet sind. Am wahr- 
scheinlichsten ist, daf^ es, wie auch „Mani", etwas mit der friih- 
arischen Uberlieferung zu tun hat. Mani und Manas sind Sanskrit- 
Worte und bedeuten „Mensch" sowie „Geist", vgl. auch „mente" - 
„Erinnerung an die Herkunft, an den Ursprung." 

Das katharische Sinnbild war die Taube, der Paraklet, der „Heilige 
Geist", die Kirche oder die Gemeinde der Katharer, welche mit dem 
Wort „Gleisa" bezeichnet wurde. Die Taube diente auch den 
Templern als Sinnbild. Und es ist schlief^lich die Taube, die das 
heilige Samenkorn von der Haoma-Pflanze herbeibringt und es am 
manichaischen Festtag „Nauroz" (dem „Neuen Tag"), dem Tag der 
Tagundnachtgleiche im Friihling, auf dem Opferstein niederlegt, zu 
dem Zeitpunkt also, da sich beide Pole in gleichem Abstand zur 
Sonne befinden. Das geheime „Manisola" wurde sodann auch genau 
zu diesem Zeitpunkt gefeiert. Es weif^ jedoch niemand, was seine 
wirkliche Bedeutung war. Man berichtet, daf^ die Katharer 
Vegetarier gewesen seien, daf^ sie ihre Toten verbrannt hatten, daf^ 
sie iiber hellseherische Fahigkeiten verfiigten und sich mit magischen 



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Kiinsten, mit Zauberei befaf^ten. Wie auch die Manichaer und die 
Gnostiker seien sie Dualisten gewesen. Fiir sie war Luzifer kein 
Damon, sondern der Lichttrager Luci-Bel. Der Damon war fiir sie 
Jehova, der Gott und Weltschopfer der gegenwartigen Erde. Von 
Gott entspringt die vollkommene Schopfung; vom fiinften Himmel 
abwarts stellt sich ihm jedoch eine Gegenkraft, das Chaos, das Nichts 
entgegen, welche diese Schopfung verandert, vermischt und sie 
somit gleichzeitig gut und bose werden laf^t. 

Fiir die Katharer ist Christus eine Wesenheit aus dem Sonnensystem, 
die sich in dieser unvollkommenen Welt der Stofflichkeit und der 
Vermischung nicht verkorpert. Sie wirkt einzig und allein aus 
hoheren Spharen dadurch, daf^ sie den guten Geistern zu ihrer 
Befreiung beisteht. - So gesehen, kann man die Katharer vielleicht 
als Christen betrachten, zweifellos waren es jedoch Gnostiker, da sie 
nicht glaubten, daf^ Christus gekreuzigt worden sei. Sie richteten 
sich nach den Weisungen des Johannes-EvangeHums, dessen 
Wahrheitsgehalt mehr als einmal angezweifelt worden ist. 

Die Katharer und die Troubadoure 

Nach Meinung des Schriftstellers Louis Charpentier soil der 
Wortstamm a n Bezug haben zu Atlantis. (Wir werden spater 
hierauf zuriickkommen) . 

Die Giganten sind demnach die Atlanter, die Anten (Vorfahren) und 
auch die Juans. Im Baskischen, einer atlantischen Sprache, bedeutet 
Jaun = Herr, Weiser, Magier. Die Juans sind also weise, von 
Atlantis, von Hyperborea dem Hohen Norden, vom Abendstern 
(Venus) abstammende, atlantische Lehrer. Es sind dies auch die 
Druiden und die „Tuathas de Dannan" der islandischen Mythen, die 
allem Anschein nach von anderen Sternen stammen wie die Osen 
oder Asen und die „Weif^en Gotter" Amerikas, und wie die 
Hyperboreer. 

Nach Meinung des bereits erwahnten Otto Rahn waren die Katharer 
Druiden, Magier und Seher. Obwohl man nichts Genaues iiber sie 



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weif^, wird uns doch von Rene Nelli, einem ernstzunehmenden 
Forscher, versichert, daf^ sie nach dem Johannes-Evangelium lebten. 

Es ist aber moglich, daf^ die Namen Juan, Jaun, Gigant, frz. „Geant"- 
Riese mehrfach miteinander verwechselt worden sind. Es sind die 
Pyrenaen, wohin einige Atlanter fliichteten und wo sich die 
ijberlieferung von den Urspriingen erhalten hat. Hier bezieht sich 
die „Frohe Botschaft", das EvangeHum des Hi. Johannes, noch auf 
die atlantischen Ubedieferungen, wie sie von den Jauns, den Riesen 
der Pyrenaen (und auch denen der Katharer) bewahrt wurden und 
hier befindet sich auch der Legende nach das Grab der Pyrene, der 
GeHebten des Herkules. 

Man nannte die Katharer „gute Menschen", „bons hommes". Sie 
lebten nach den gleichen Grundsatzen der Keuschheit wie die 
Gralsritter. (Wir verwenden hier die deutsche Schreibweise „GraV' 
des Wolfram von Eschenbach, des Erzahlers der Parzivalsage und 
nicht den spater im Spanischen eingefiihrten, christianisierten 
Begriff Grial zur Bezeichnung dieses geheimnisvollen Dinges). Sie 
waren gegen die Fortpflanzung, weil durch sie himmlische Geister 
zur Inkarnation gezwungen werden. Man ist der Ansicht, daf^ sie an 
die Wiederverkorperung glaubten. Aber an welche? Denn es gibt 
verschiedene Moglichkeiten, an die Wiederverkorperung zu glauben 
oder, besser gesagt, eine Auffassung von ihr zu haben. 

Die Katharer widersetzten sich jedoch nicht der sogenannten 
werbenden Liebe, dem hofischen Frauendienst, der Minne. Man 
behauptet, daf^ sie es waren, welche dieses ganze Schrifttum an- 
regten und welche die in ihrem esoterischen Brauchtum enthaltenen 
Priifungsregeln aufstellten, fiir die Einweihung in die Liebesbrauche 
der Troubadoure, in die sogenannte „amor provencal" und auch in 
die Minne der germanischen Minnesanger. 

Minne diirfte ebenfalls von Mani, Manas, Manisola abzuleiten sein 
und hat wohl im tiefsten Sinngehalt die Bedeutung von „Erinner- 
ung". Die Minnesanger gaben singend Kunde von der „Erinnerung an 
die zu Anfang der Zeiten verlorene Liebe". „Troubadour" bedeutet: 

„derjenige, der etwas findet (trovare)", „derjenige, der etwas 



81 



Verlorengegangenes, (ein Gesetz, eine Ordnung) wiedergefunden 
hat." Es hei£t, der erste Troubadour habe jenes verborgene Minne- 
gesetz im Geast einer goldenen Eiche entdeckt. Ein Vogel habe es 
ihm gezeigt. War es eine Taube, ein Falke, ein Rabe? 

Der Name des ersten Troubadours war Jason. 

Otto Rahn hielt die Troubadoure fiir hohe Wiirdentrager des 
Katharertums, deren Aufgabe in der Ausbreitung der Lehre von der 
Minne bestand. Ihr tatsachUcher Fiihrer soil Luzifer gewesen sein. 

Vornehmlich auf den Burgen erfiillten sie ihren hohen Auftrag als 
Einweihende und Unterweisende in die sinnbildliche Liebe zu der, 
durch die Burgherrin vertretenen, Hohen Frau, wobei sie aber 
letztlich auf die katharische „Gleisa" (Gleiyza), die katharische 
Gemeinschaft, sowie auf die von dieser Sekte verehrte und 
verkorperte Gottin Belisana oder Belisama, die Feuer- und Licht- 
gottin der Kelten und Iberer, hinwiesen, auf Isis, die wahrhaftig auch 
heutzutage noch in den Schwarzen Jungfrauen von Montserrat und 
anderer geweihter Statten weiterlebt; auf Venus, auf Sophia - die 
iiber die Liebe erlangte Weisheit. Es handelt sich hier um Geheim- 
nisse der grof^en Muttergottheit, die im mediterranen und agaischen 
Raum bekannt war und die spaterhin der Marienkult ersetzen sollte, 
durch ihn wurden dann ihre Einweihungsmysterien dadurch 
entwertet, daf^ man sie alien zuganglich machte. 

Als Beweis dafiir, daf^ die Troubadoure auf den Burgen eine rein 
sinnbildliche Liebe lehrten, fiihrt Otto Rahn an, daf^ die Ritter die 
Einweihung ihrer Ehefrauen gestatteten, und daf^ die Troubadoure 
bei ihnen in hohem Ansehen standen. In Italien sind es die „Fedele 
d'amore", welche diese Art von magischer Liebe lehren, und ihre 
Hohe Frau ist ebenfalls Sophia. Somit verkorpert die Dante'sche 
Beatrix die Weisheit. „Unsere Herrin" der Templer (Notre Dame) 
versinnbildlicht ebenfalls den Orden, die Gleisa und sie ist Isis, die 
Schwarze Jungfrau. 

Die Sprache der okzitanischen (neuprovenzalischen) Troubadoure ist 
iiberall versiegelt und geheim. Sie war verkalt, „verschlusselt"; „se 
trovaba clus". Selbst das Wort Amor wurde in seiner sinnbildlichen 



82 



Bedeutung aufgefaf^t, und man verstand es als das Gegenteil von 
Roma, in umgekehrter Schreibweise. 

Diese Tatsache allein war fiir die Troubadoure ein aufschluf^reiches 
Sinnbild. - 

Nach dem Untergang der Katharer blieben nur noch die Trouba- 
doure iibrig. 

Jeder geistige, initiatorische und metaphysische Sinngehalt der Liebe 
entschwindet, und geht dann im Laufe der Jahrhunderte in die 
Dichtung und in die Romanliteratur ein, wobei sich der Kult der 
Einzelliebe, der auf ein Einzelwesen bezogenen Liebe entwickelt, der 
dann der westlichen Welt sein Geprage gibt. Das Sinnbild geht 
verloren, und die Uberlieferung der Einweihungen in die Liebe gerat 
in Vergessenheit. - Die Spitze der Pyramide war zerstort worden. - 

Die Katharer, der Oral und die SS 

Nachdriicklich betonen win mit Bestimmtheit weif^ man von den 
Katharern nichts. Sie hinterlief^en wie ihre Vorganger, die 
Druiden, nichts Schriftliches. Ihr Wissen wurde miindlich iiberliefert. 
Und selbst, wenn sie etwas Schriftliches hinterlassen hatten, so ware 
das Wesentliche zusammen mit ihnen verbrannt worden. - 

Man fand nur einige wenige von ihrer Hand in den Hohlen der 
Pyrenaen geschriebene Zeichen. - 

Otto Rahn behauptet, daf^ die Katharer den Oral in ihrer Burg von 
Montsegur aufbewahrten und daf^ es ihnen gelungen sei, ihn im 
letzten Augenblick, kurz vor dem Fall der Festung, in Sicherheit zu 
bringen. In den Archiven der Inquisition sind die Namen von vier 
katharischen Rittern aufbewahrt, denen es gelang, des Nachts mit 
dem „Schatz" zu fliichten, indem sie sich iiber einem Abgrund 
abseilten. Wohin haben sie ihn gebracht? - Otto Rahn suchte ihn, wie 
iibrigens auch die Hitlerische SS, in den Pyrenaen, in den Hohlen 
von Sabarthes. 

Rene Nelli, Professor an der Universitat von Toulouse und Fachge- 



83 



lehrter fiir provencalische Minnedichtung des siidfranzosischen 
Languedoc, glaubt nicht, daf^ die Katharer etwas mit dem Gral zu 
tun gehabt hatten. Der italienische Denker Julius Evola versichert 
des weiteren, daf^ der Gralsschatz von den Tempelrittern bewacht 
worden sei. 

Ich jedoch stimme aufgrund meiner Erfahrungen und personlichen 
Nachforschungen mit Otto Rahn iiberein. Alles hangt auf^erdem auch 
davon ab, was man unter dem Begriff „Gral" versteht. Wolfram von 
Eschenbach meint, es sei ein Edelstein, der sich wahrend der 
Schlacht in den Sternen von der Krone Luzifers gelost habe. 1st es 
etwa ein von der Venus, dem Morgenstern gefallener Smaragd? 
Parzival hat ihn gefunden. Dieser Stein hat verschiedene Namen 
getragen. Fiir die Griechen war es „Xoanon". Alexander nannte ihn 
„Clausgestian". Der Stein der Mayas hief^ „Girongagar', derjenige der 
Perser „Sang-i-deh". Babar erzahlt in seinen „Erinnerungen", daf^ die 
Mongolen den Stein „Yedeshtash nannten und die Araber „Hajar el 
mattar". Dieser Stein soil sich aus dem Kopfe eines Pferdes gelost 
haben. (Wir werden auf diese auf^ergewohnliche Angelegenheit noch 
zuriickkommen) . Er besaf^ die Kraft, Niederschlage hervorzurufen 
(vgl. wortlich Hajar-el-mattar auf Arabisch: Stein des Regens), 
gleichzeitig aber auch Regenfalle zuriickzuhalten. Urspriinglich soil 
es derjenige Stein gewesen sein, durch den Noah im Kaukasus die 
Sintflut aufzuhalten vermochte. In ihm war der Name Gottes bzw. 
die Weisheit Gottes eingeritzt. Noah iibergab den Regenstein seinem 
Sohn Japhet, wie d'Herbelot in seinem Vorwort zur ersten englischen 
Ausgabe der „Memoiren Babar's", des mongolischen Eroberers 
Indiens, ausgefiihrt. Nach der germanischen Uberlieferung fallt der 
Stein Luzifers jedoch in einen Feuerberg, in welchem die Helden 
waren. Dort befindet sich auch Konig Artus, welcher Thor ist - der 
Herr der Tafelrunde und des Grals, der Gralsritter. Der Stein verleiht 
auf^erdem konigliche Wiirde. Im Thule des Hohen Nordens 
(Hyperboreas) war es vielleicht ein Bernstein oder ein vom Himmel, 
vom Monde gefallener Stein. 

Die Krone Luzifers ist doppelkopfig (dyadisch) und stellt den Unter- 
pfand fiir das Ewige Leben dar. 



84 



Der Gral ist jedoch auch der „Stein der Weisen" der Alchemisten, 
und er ist auch das „Dritte Auge Shivas" und das dritte Auge der 
Zyklopen. Kann man dann sagen, die Katharer hatten ihn nicht 
besessen? 



Die zum Manichaismus iibergetretenen Druiden 

Otto Rahn meint, die Katharer seien urspriingHch Druiden 
gewesen, die sich dann spater zum Manichaismus bekannt 
hatten. Louis Charpentier behauptet, die Druiden hatten vor den 
Kelten gelebt, sie seien atlantischer Abstammung und gehorten 
vielleicht dem Volke der Basken an. Man nenne sie Jaun (Herr), 
Jeanes, Juanes, Giganten. 

Danach miif^te die Ursache fiir die Verwirrung, welche vom 
JohannesevangeHum herriihrt und welches die Katharer benutzten, 
bei den Druiden gesucht werden. 

Charpentier meint, das Baskische sei die heiHge Sprache der Druiden 
gewesen. 

Die Bekehrung einer Gruppe von Druiden zum Manichaismus diirfte 
keine uniiberwindHchen Schwierigkeiten bereitet haben; denn auch 
der ReHgionsgriinder und persische Dichter Mani hatte seine 
Offenbarung und seine Gotterkenntnis (Gnosis) vom Hohen Norden, 
aus der hyperboreischen UberHeferung seiner iranischen Vorfahren, 
aus der tiefen Mitternacht erhalten. 

Dessen ungeachtet hat fiir Gerard de Sede (nach seinem Buch „Der 
Schatz der Katharer") Mani nicht physisch gelebt, sondern Mani soil 
eine sinnbildliche Gestalt gewesen sein. Schon der Name weise 
darauf hin: Mani, Mana, Manahaya, Mana-chei (lebendiges Gefaf^), 
in dem das Mannah enthalten ist und als Labsal dargeboten wird - 
der Gral als Speise des ewigen Lebens. Seltsamerweise nannte man 
die Katharer Patarin, von patera (Pokal lat. Kelch), hier: Gral. Aber 
auch Mana-Chei bedeutet „lebendige Gemme, Edelstein", - Gral. 

Die Katharer wurden den Albingensern zugerechnet, wonach auch 
der Kreuzzug benannt wird, der sie vernichtete. Man hat gesagt. 



85 



dieser Name sei auf die Stadt Albi im Languedoc zuriickzufiihren. 
Sede jedoch behauptet, daf^ er von Albanenser, von Albaner (Alba- 
nien - „das weif^e Land", dem Lande der ketzerischen Bogomilen) 
herriihre, die in enger Verbindung zu den Katharern standen. 

In beiden Fallen findet sich immer wieder das Weif^, die Farbe der 
Druiden und der geheimnisvollen, vorgriechischen Pelasger, die 
Farbe der Weif^en Gotter in dem Albanien auf der anderen Seite des 
grof^en Weltmeeres, das man spater dann Amerika nannte. 

Sie wirkten tatsachlich das Gewand der Seelenbraut, den 
feinstofflichen Astralkorper, das Nessusgewand, den Scheiterhaufen, 
auf welchem spater die „S6hne des Feuers" verbrannt wurden, den 
luziferischen Korper aus reinem, unerschaffenem Licht, demjenigen 
der Neuen Erde. Nach und nach wirkten sie das feine, weif^e 
Gewand aus weif^em Licht, aus weif^em Feuer und aus weif^er 
Sonne. Weif^ ist die Farbe der Reinheit. Aus diesem Grunde wurden 
die Katharer auch „die Reinen" genannt. Es gibt eine goldene 
Schnur, ein goldenes Band, durch welches immerfort die Uberlie- 
ferung der Urspriinge, das eine von den Sternen gefallene Wissen 
der Einweihung, am Leben gehalten wird. 



86 



WER WAREN DIE DRUIDEN? 



87 



88 



Hyperborea und Atlantis 

Im „Kritias" und im „Timaios" berichtet uns Plato von drei 
Schwestern, die den Garten der Hesperiden bewachten: eine 
schwarze, eine weif^e und eine andere, von roter Hautfarbe. 
Schwarz, wei£ und rot sind die Farben der Alchemie. Diese ist uns 
von Atlantis her iiberliefert. Im „Timaios" findet sich dieser 
geheimnisvolle Satz: „Eins, Zwei, Drei, aber wo ist die Vier?" Auch 
aus Montsegur entfliehen vier Ritter mit dem Gralsschatz, man kennt 
jedoch nur die Namen von dreien. Und wo ist der Vierte? Beim 
alchemistischen Vorgang gibt es eine gelbe Farbe, die zwischen Weif^ 
und Rot steht und die in Wirklichkeit das Weif^ oder das Rot selbst 
ist. Sie befindet sich in einem Zustand der Unbestimmtheit. Somit ist 
die dritte Substanz, der dritte Stoff der vierte. Es miif^te dann nach 
dem fiinften gesucht werden, dem Stein der Weisen, der 
Quintessenz, dem Oral. Welche Farbe hat nun dieser fiinfte Stoff? 
Moglicherweise Blau, eine der von den atlantischen Konigen bei 
ihren festlichen und heiligen Brauchen verwendete Farbe, zur 
Minne, zur Erinnerung an etwas Verlorenes, an etwas Vergangenes, 
das man nicht mehr besitzt, das nicht mehr vorhanden ist. 

„Wo befanden sich nun dieses Blau, diese blaue Rasse, diese blauen 
Wesen?" In Thule im Hohen Norden, Hyperboreas. Vielleicht auf der 
Venus! 

Nach dem Buch Jiirgen Spanuths „Atlantis" befand sich der 
versunkene Erdteil, die Heimat der Arier dort, wo heute Helgoland 
liegt, in der Nordsee, und nicht auf den Antillen und ebensowenig 
auf den Kanarischen Inseln. Er diirfte bestimmt 1300 Jahre vor 
unserer Zeitrechnung untergegangen sein. 

Plato berichtet uns, daf^ man von Atlantis aus „den Erdteil auf der 
anderen Seite des Meeres" erreicht. Das hei£t, unser Amerika. In 
keinem anderen Weltteil fiihlt man dermaf^en die Gegenwartigkeit 
von Atlantis wie in Siidamerika; denn dieses war ebenfalls atlantisch. 

Herkules, der ins Lateinische iibertragene Name des Herakles, raubt 
die goldenen Apfel aus dem Garten der Hesperiden und kampft mit 
dem Riesen Antaios. Letzterer kann moglicherweise ein Gattungs- 



89 



begriff fiir eine Rasse oder einen Volkerverband sein. Uberall da, wo 
man die Wurzelsilbe a n von Antaios antrifft, war nach Ansicht 
Charpentiers Atlantis. Es war also demzufolge in den Anden, auf den 
Antillen, in Andalusien. Nach dem Absinken ins Meer blieb nichts 
bestehen auf^er der Erinnerung an einen Riesen, der ein Held oder 
ein Gott gewesen sein mag. An ihn erinnern sich die Ligurer, welche 
in den aus dem Wasser wiederaufgetauchten Gebieten Europas 
leben. Das Wort Gigant, Riese enthalt iibrigens auch die Wurzelsilbe 
Atlantis! 

Uralte Legenden berichten uns von Hyperborea, einem von Riesen, 
Giganten, von einer Gemeinschaft von Ubermenschen bewohnten 
Erdteil, der sich noch weit hinter dem Nordpol befand, mit einer 
Stadt „so durchsichtig wie Glas". Die weif^e Haut dieser Wesen war 
nahezu blau, ihre Haare hatten die Farbe von mattem Gold, wie aus 
Wolle. 

Die Frauen des Hohen Nordens, Hyperboreas waren von gottlicher 
Schonheit, sie waren Magierinnen und Priesterinnen, denen es durch 
ein iibersinnliches Organ bzw. eine magische VRIL-Kraft (vgl. 
Hvareno, jenes Mana, durch das sich die Moai der Osterinsel in die 
Luft erheben konnte) moglich war, mit weit entfernten himmlischen 
Welten in Verbindung zu treten. Sie pflegten die Magische Liebe. 

Der Hohe Norden, Hyperborea, war mit alien iibrigen Erdteilen 
verbunden und erstreckte sich auf die Gebiete der Arktis vor den 
Veranderungen auf der Erde, welche durch die zweite allgemeine 
Eiszeit hervorgerufen wurden. 

Island, Gronland und Spitzbergen sind noch Uberreste jenes 
fabelhaften Kontinentes. Atlantis war eine Art Halbinsel, eine 
verlangerte Landverbindung, die einen unmittelbaren Zugang vom 
Hohen Norden, Hyperborea, zu dem Erdteil ermoglichte, den man 
heutzutage Amerika nennt. Aus dieser Tatsache erklart sich auch die 
Erwahnung von Tula oder Thule durch die Tolteken, Olmeken und 
die Mayas, die ihre Herkunft aus Thule ableiten. 

Manche waren der Ansicht, daf^ der Hohe Norden, Hyperborea und 
Atlantis ein und derselbe Erdteil waren, indem sie Platos „Atlantis" 



90 



einfach in das Gebiet der jetzigen Arktis verlegten. Nach den Aus- 
fiihrungen von Serge Hutin vertrat ein islandischer Alchemist, der im 
XVI. Jahrhundert lebende Arne Saknussem, diese Ansicht, und er sah 
Island als einen Rest des versunkenen Erdteiles an. Er behauptet, 
da£ sich bei jenen Erdumwalzungen, welche den Untergang dieses 
Erdteiles herbeifiihrten, alle in Zuckungen und in Erschiitterung 
geratenen Landmassen vermischt hatten, sodaf^ der einzige Ort, wo 
heutzutage noch jene damalige Welt zu finden ist, das Erdinnere sei. 
Der Alchemist kannte auch den Weg, der dorthin fiihrt. 

Dieser ungeheuer grof^e Erdteil war noch wahrend der pra- 
historischen Eiszeit im Quartar vorhanden, auf der anderen Seite der 
grof^en europaischen Gletscher, deren eindrucksvolle Reste noch zu 
Beginn der historischen Zeiten zu sehen waren. Was waren „die 
Wande wie aus Glas", von denen uns die Alten kiinden, jener riesen- 
hafte Festungswall? Die Reisenden des Jahres 4500 vor unserer 
Zeitrechnung konnten noch jene Reste aus der Eiszeit betrachten, die 
sich „ganz nahe beim Gott Borea" befanden. Nach Auffassung der 
Chaldaer konnte man zum Hohen Norden, nach Hyperborea iiber- 
haupt nur durch einen im Eis verborgenen, bis zum Euphrat heran- 
reichenden Tunnel gelangen. Nach dem vierten Jahrtausend 
schmolzen die Gletscher schnell ab, und ein Meer von Schlamm 
machte jede Verbindung zu dem bei der Katastrophe versunkenen 
Hyperborea unmoglich. Die Katastrophe iiberstanden die Felsen- 
inseln Islands und Gronlands, auf denen einige Hyperboreer Zuflucht 
fanden, und auch „die Toteninsel", Albion, die Weif^e. Irische 
Monche besuchten im Mittelalter die beiden ersterwahnten Inseln 
und finden sie unbewohnt vor. Lediglich in den Sagen der Edda 
entdeckt man noch Reste des „Goldenen Bandes". Auch die Wikinger 
finden die Inseln verlassen vor. 



Wo befinden sich die Hyperboreer? 

Der indische Denker Tilak behauptet, daf^ die Arier von der Arktis 
herabgekommen seien, zuerst in die Gobi und von dort nach Indien. 



91 



Andere Zweige seien hinabgewandert bis zum Kaukasus, spater auch 
bis nach Europa. Doch diese Gebiete seien nicht mehr als hyper- 
boreische Kolonien. Die gottlichen Siddhas sind verschwunden. Das 
gesamte Wissen des Hinduismus, seine Philosophie, sein Yoga, ist 
nur noch eine stammelnde Erinnerung an eine Wissenschaft, eine 
ungeheure Macht, deren Schliissel von der Oberflache der Erde ab- 
handengekommen ist. Diese auf^erirdische Macht, das Werkzeug des 
Vril, des Hvareno und des Urna, der Soma, in Verbindung mit einer 
Technik und Wissenschaft, die von derjenigen des KaHyuga voUig 
verschieden ist, ermogHchte es, „sich schneller zu bewegen als der 
Gedanke, in Luftschiffen, die weder Steuergerate noch Steuerruder 
kannten." In dem Mahabharata, dem Bericht iiber einen Kampf, der 
sich in vorgeschichtHcher Zeit abspielte, werden diese Luftfahrzeuge 
als Vimanas und Dhurakhapalams bezeichnet. Sie wurden durch 
einen Laut angetrieben, wie von ganz leiser Musik und waren 
imstande, die Gedanken und die Gefiihlsbewegungen der Menschen 
aufzunehmen. 

In den Landen des Hohen Nordens, in Hyperborea, waren die Frauen 
Magierinnen, insbesondere diejenigen, welche als fiinftes Kind einer 
Familie geboren wurden. Die Zahl „Funf ist das Polare, ist die Zahl 
des Hohen Nordens. 

Die ostliche sowie die westliche Alchemie, das Wissen Agyptens und 
Chinas, die unbeholfene Sterndeutung und Sternkunde, die 
Wissenschaft und Technik der Gegenwart haben auf eine ganz 
andere Wirklichkeit bezug und sind bei weitem nicht mit jenem 
Urwissen vergleichbar. 

Die Schliissel zum Verstandnis einer Wissenschaft von den Sternen, 
des gesamten Weltalls sind unwiderruflich verlorengegangen, sie 
sind versunken. Verblieben ist lediglich ein ganz diinnes Goldenes 
Bindeglied, das Goldene Band in den Sagen und in der Legende, das 
sich nur unmittelbar erahnen laf^t, indem man es umgekehrt, riick- 
warts, in Linksrichtung durchlauft. Das Island der Wikinger hatte auf 
jeden Fall eine weit fortgeschrittene Zivilisation, verbunden mit 
einer iiberragenden Geheimwissenschaft und Technik. Hier war noch 
der Punkt der Urspriinge fast zum greifen nahe. 



92 



In Island wirkte ein besonderer Sonnen- und Erdmagnetismus, 
befand es sich doch nicht weit entfernt von dem marchenhaften, 
sagenumwobenen Ogygia. Hier wird die Erinnerung lebendig an „die 
Himmlische Stadt der Vier Meister, die an ihrem Eingangstor durch 
zwolf schwarze, sich drehende Kreuze gekennzeichnet ist," von der 
uns Josef Lanz berichtet, „und sie wird am Ende des Sechsten 
Wahren Zeitalters den erhabenen Herrn empfangen." 

Was ist jedoch aus den Uberlebenden von Hyperborea geworden, die 
nach Island und nach Gronland, dem Griinland friiherer Zeiten 
gefliichtet waren? Sind sie umgekommen? Oder sind sie in ihren 
fliegenden, von kosmischer Spharenmusik angetriebenen Vimanas, 
„die schneller sind als der Gedanke", zu ihrem Ursprungsstern 
zuriickgekehrt, auf ein naher an der Schwarzen Sonne gelegenes 
anderes Gestirn, das den griinen Strahl aussendet? Wir wissen, daf^ 
einige von ihnen hier auf der Erde geblieben sind, um mit ihren 
riesigen Kraften und Fahigkeiten die Erbanderung (Mutation) des 
Menschen weiterzufiihren, jedoch nicht von auf^en, sondern von 
innen her. Die Legenden kiinden, daf^ sie ins Innere der Erde, in die 
Stadte Agarthi und Shamballah gingen. 

Wie wir gesehen haben, berichten uns schon die Alten von 
Hyperborea; Deodor von Sizilien bezieht sich auf die Abkommlinge 
des Gottes Borea, die einige Inseln im Hohen Norden bewohnen, die 
geheimnisvollen Ogygias, die vielleicht von den Kartharern entdeckt 
worden waren, die ihr Vorhandensein jedoch geheim hielten. Waren 
das die Inseln, die Pytheas von Massilia (Marseille) suchte? Man 
spricht von einer Hohle auf Island, die auf eine sehr weit 
zuriickliegende Vergangenheit verweist; vielleicht ist es der Krater 
des erloschenen Vulkans Snaeffelsjokull. Anton Diogenes schreibt 
kurz nach dem Tode Alexanders iiber Thule, die Hauptstadt des 
Hohen Nordens (Hyperboreas) . Man nimmt an, daf^ der Lehrer von 
Pythagoras, Ferecides von Siros, ein Hyperboreer war, oder aber, 
da£ er die Gabe der Riickerinnerung an die Weisheit des Hohen 
Nordens hatte. 

Die alteren heiligen Texte lassen immer eine tiefe Sehnsucht 
durchblicken. Das gleiche gilt fiir den „Popol Vuh", eine alte Uberlie- 



93 



ferung der Mayas. Die Hyperboreer, die Weif^en Gotter, sie werden 
eines Tages aus dem Erdinnern hervorkommen, oder sie werden von 
den Sternen zuriickkehren auf einer gefiederten Schlange, auf einem 
goldenen Adler im Zeitalter des Kondor, oder auf einem weif^en 
Rof^. Sie werden kommen, um uns am Ende des Kaliyuga zu richten 
und in die richtige Richtung zu weisen, wenn die Erdachse wieder in 
die richtige Lage, ins Lot gekommen ist nach den welterschiitternden 
Ereignissen, mit denen dieses Manvantara, dieses aus vier Aonen 
bestehende kosmische Zeitalter zu Ende geht. Die Pole werden dann 
wieder eins sein, durch eine richtige Achse verbunden, so wie es im 
ersten Weltzeitalter, dem Satya Yuga war, als der Mensch mehr als 
1000 Jahre lebte. 



Sie kamen aus anderen Welten 

Wie Jiirgen Spanuth, so vertritt auch Herman Wirth eine 
neohyperboreische Auffassung von Atlantis, indem er es in 
Anbetracht der hoheren Zivilisation der alten Einwohner der 
arktischen Gebiete (wovon Charpentier nichts weif^), insbesondere 
Gronlands, in hohere Breitengrade verweist. J. Gorsleben behauptet, 
da£ das aus vorchristlicher Zeit iiberlieferte Kulturerbe Spuren des 
hyperboreisch-atlantischen Wissens enthalte. Seine Gotter und 
Symbole seien die Uberreste eines Wissens, das wiederzusammen- 
gefiigt und ausgedeutet werden miisse. 

Die Einweihung des Goldenen Bandes (des mystischen Zuriick- 
erinnerns) enthiillt uns, daf^ die Hyperboreer vom Himmel herabge- 
kommen sind. 

Sie waren Gotter oder Halbgotter. Apollo-Luzifer war ein Hyper- 
boreer. Alle neunzehn Jahre verlief^ er Griechenland, um im Hohen 
Norden, in Hyperborea zu leben, von wo er verjiingt zuriickkehrte. 
Spater, im Fische-Zeitalter, wurde uns dann gesagt, Luzifer-Apollo 
sei in den Schneewiisten des Hohen Nordens angekettet worden. Die 
Sonne hat die Welt verlassen, das auf^erirdische Wissen ist 
versunken. 

Es ist Luzifer-Apollo, der uns in das Geheimnis der goldenen Apfel 
im Garten von Atlantis, in sein Wissen, seine Gnosis einweiht. 



94 



Luzifer ist der Trager des Lichts der Erkenntnis. Man hat ihn auch 
(Gott der Zerstorung), Abraxas und Quetzalcoatl („Die gefiederte 
Schlange") genannt. 

Und die Schlange des Paradieses ist eine gefliigelte Schlange. Im 
Fischezeitalter fallt die Welt in den abgrundtiefen Brunnen des 
profanen Wissens, sie bleibt ohne Beriihrung mit der iibersinnlichen 
Welt, was uns in die Gosse des von der Vernunft geleiteten 
„Illuminatentums" einer seelenlosen Technologie fiihrt, in das tiefste 
Kaliyuga, das uns noch bevorsteht in dieser Epoche des Eisens und 
des Atoms, der Atome in welche wir uns schlief^lich auflosen 
werden. 

Und das alles, weil Luzifer-Apollo gemartert und verleumdet wurde! 

Wer kam am Anfang zu den Menschen, um sie zu unterweisen? 
Zweifellos die Gotter! Das berichten auch die Legenden. Nur die 
Legende iiberlebte die grof^e Sintflut; die gesamte alte Wissenschaft, 
alles verfeinerte und iiberlegene auf einer iibersinnlichen Magie 
beruhende technische Wissen ist uns verlorengegangen. Verblieben 
ist uns nur dieser vergoldete Nebel. 

Und wer sind denn nun eigentlich die Menschen? Vor nicht allzu 
langer Zeit haben die Anthropologen in Athiopien menschliche 
Knochenreste gefunden, die iiber eine Million Jahre alt sind. Der 
Mensch hat also seit Millionen von Jahren auf der Erde gelebt. Und 
wie steht es mit der Kultur und Gesittung, der Zivilisation? Ist diese 
nur 6000 Jahre alt? Ist der Mensch in regelmaf^igen Zeitabstanden 
immer wieder in den Zustand der Rohheit und Grausamkeit 
zuriickgefallen? Jedenfalls ist fiir ihn das Wissen von auf^en 
gekommen. Die Gotter bringen den Gral, den Schatz mit. Die 
besiegten Engel, die eine Schlacht im Weltraum verloren haben, 
bleiben hier auf der Erde, um ihn zu hiiten. 

Ein besiegter Engel verliebt sich in ein irdisches Weib und zeugt mit 
ihm ein Geschlecht von Halbgottern. Dann geht er wieder fort. Hei£t 
der Engel vielleicht Osiris-Luzifer? Seine Gattin bleibt als Witwe 
zuriick. Seine halbgottlichen Nachkommen sind die Sohne der 
Witwe. Es ist bemerkenswert, daf^ Parzival (oder Parsifal) der Sohn 
einer Witwe war. (Das Werk Wolfram von Eschenbach's stammt aus 
dem Jahre 1210). Von seiner Mutter im Walde aufgezogen wie ein 

95 



„reiner Tor" hat er „die Taler verloren", den Urgrund, sein ihm 
angestammtes Gut, er ist ein „Perlesvau" geworden. An Konig Artus' 
Tafelrunde war der zwolfte Sitz leergeblieben, es war dies der 
„gefahrliche Platz", der demjenigen Ritter vorbehalten war, der den 
Gral wiederfande. Im alten Irland wurde dieser Stein Tara genannt. 
Es ist der Name des Morgensterns, Venus-Luzifer's. 

Gral ist ebenfalls von dem Wort „gradalis" aus dem Okzitanischen 
abgeleitet und bedeutet „abgestuft", ein allmahliches Fortschreiten, 
gradweises Zunehmen, wie bei der Gralssuche Parzival's, der eines 
Tages in eine „verlassene Gegend", eine Ode gelangt. T. S. Eliot 
betitelte sein Hauptwerk „The Waste Land" mit „6dland". Man 
konnte annehmen, es handle sich hier um eine Symbolik, eine 
Sinnbildlichkeit aus dem Dichtungskreis des Grals, um den Himmel 
des Keltenlandes und Konig Artur's, der in Eliot's Gedicht in die 
jiingere Zeit iibertragen wird auf ein Land, das ebenso zu erneuern 
und zu verjiingen ist wie das Gebiet, in das Parzival kommt und 
zwar dadurch, daf^ der geheimnisvolle Gral wiedergefunden wurde. 
Wir sollten nicht auf^er Acht lassen, daf^ Eliot's Gedicht von Ezra 
Pound angeregt, verbessert und in weiten Teilen abgeandert und 
umgeschrieben wurde. Das Odland war durch einen magischen Fluch 
in eine Wiiste verwandelt worden. Nichts gedeiht dort mehr. Der 
Konig selbst ist krank, lahm und verwundet, und es ist ein 
Fischerkonig. Parzival, der „reine Tor" und der Sohn der Witwe mu£, 
sobald er im Schlof^ Montsalvage den Gral auffindet, die richtige 
Frage stellen, das rechte Wort aussprechen, das Mantram, den 
magischen Laut der hyperboreischen, der orphischen Kabbala. Mehr 
noch, er muf^ seine Mutter, die Witwe, die Grof^e Mutter verlassen, 
die er vernichtet. Erst dann bessert sich der Zustand des kranken 
Konigs Amfortas. Parzival lost ihn ab und nimmt den gefahrdeten 
Platz mit der Nummer Zwolf an der Tafelrunde ein. Das Zeitalter der 
Fische, das des Fischerkonigs, wird nun durch das Wassermann- 
zeitalter, das Zeitalter des Heiligen Geistes, des Paraklet abgelost, 
von der Taube, die weiblich ist, von dem Morgenstern, dem 
unerschaffenen Licht, von Venus-Luzifer. Die Alte Erde wird durch 
die Neue Erde ersetzt, die in den Zustand der Umwandlung 
eingetreten ist. 



96 



Die Riickentwicklung, Riickbildung der Erde im Kaliyuga ist iiber- 
wunden! 

Wolfram von Eschenbach glaubt, daf^ sich der Gral im Montsalvage 
befindet. Otto Rahn meint, dieser Name sei symbolisch und bedeute 
„Berg der Erlosung, Berg der Errettung". Es steht fest, daf^ der Gral 
in dem katharischen Schlof^ von Montsegur aufbewahrt wurde. 

Gerard de Sede meint, dieser letztgenannte Name sei von dem 
keltischen Wort „egu" abgeleitet, welches „Sonne" bedeutet. Fernand 
Niel vertritt in seiner ausfiihrlichen, sorgfaltigen und urkundlich 
bewiesenen Studie iiber die Burg von Montsegur die Ansicht, daf^ 
diese niemals eine Festung, sondern ein auf den Ruinen eines 
anderen Baudenkmals des friihesten Altertums errichteter Einwei- 
hungs-Sonnentempel war, der sich auf dem Gipfel jenes Magischen 
Berges erhob und der von den eingeweihten Katharern nach 
Gesetzen der Baukunst wiederhergestellt wurde, die in der Stern- 
kunde begriindet und fiir Fremde unzuganglich waren. 

Der Gralsberg kann Montsalvage, Montsegur oder der Berg Thabor 
in den Pyrenaen sein; der Berg Meru oder Kailasa im Himalaya, der 
Milimoyu in den Anden von Patagonien. Tatsachlich ist es der 
Polarberg der letzten Offenbarung in der tiefsten Mitternacht. Es 
konnen somit alle diese Berge gemeint sein, oder auch keiner von 
alien; denn es ist das unauffindbare Zentrum, das Selbst, die nicht 
existente Blume, das Chakra Sahasrara innen, oben an der 
unsichtbaren Schadelbasis der Erde. 

Fiir diejenigen, welche die Hinweise auf den wenig bekannten 
esoterischen Hitlerismus zu bezweifeln geneigt sind, bemerken wir, 
daf^ diese hier grof^tenteils von solchen Schriftstellern wiederge- 
geben werden, die gegen den Hitlerismus eingestellt sind, um auf 
diese Weise die angestellten Untersuchungen, sowie deren Uberprii- 
fung weitestgehend in den Bereich der Glaubwiirdigkeit zu riicken. 
Mit unseren Erklarungen werden wir dann zu einem positiven 
Abschluf^ dieser Betrachtungen gelangen. 

Gerard de Sede zum Beispiel verliert jede Glaubwiirdigkeit dadurch, 
da£ er in seinem Buch „Der Schatz der Katharer" schreibt. Otto Rahn 



97 



sei von den Nazis mit einem Beil enthauptet worden. Man muf^ ihn 
darin widerlegen; denn Otto Rahn war ein SS-Mann. Otto Rahn 
glaubte, und die Eingeweihten in der SS mit ihm, daf^ sich der Gral 
in den Pyrenaen befand, da die Westgotenkonige dort einen Schatz, 
ein Geheimnis, einen nicht entratselbaren Stein entdeckt hatten, den 
sie bei alien Kampfen in Sicherheit zu bringen pflegten. Im Laufe der 
Zeit gelangt dieser Stein dann nach Spanien, moglicherweise nach 
San Juan de la Pena. - Wie wir gesehen haben, verbergen auch die 
Katharer ihren Schatz, ihren Gral. Die vier eingeweihten Ritter 
nehmen ihn mit sich und verkiinden, daf^ er in Sicherheit ist, indem 
sie auf dem Gipfel des Berges Bidorta ein Holzfeuer entziinden. Sie 
verkiinden es durch Feuerzeichen. 

Die Kontinente Mu und Gondwana 

Die halbgottlichen, irdischen Nachkommen der gefallenen Engel 
sind die Sohne der Witwe. Einer von ihnen ist Abel, der Nicht- 
Schone, (No-Bello) . Seine Mutter heif^t Isis und ist schwarz, sie tragt 
die Farbe der agyptischen Erde, des alchemistischen Stoffes des 
Nachthimmels. Sie wird von den Katharern und den Templern ange- 
betet. Heutzutage ist sie, wie wir gesehen haben, die Schwarze 
Jungfrau von Montserrat und anderer Heiligtiimer des Fischezeit- 
alters. 

Trotzdem aber waren sich die Katharer und Templer der Notwendig- 
keit bewuf^t, daf^ sie sich, iiber diese Farbe hinauswachsend, solange 
weiterzuentwickeln hatten, bis das alchemistische, das trinkbare 
Gold erreicht war, auf daf^ man die Riickkehr antreten und mehr 
sein konnte als ein Halbgott, namlich ein Gott, mehr als ein Atlanter, 
namlich ein Hyperboreer. Die Hyperboreer vermischten sich nicht 
mit den Kindern dieser Erde oder mit den veranderten Uber- 
lebenden, die zufolge der grof^en Erdumwalzungen, welche auch 
Hyperborea zerstorten und die alten Erdteile Mu, Gondwana und 
Atlantis iiberfluteten, eine Riickentwicklung durchmachten. Es ist 
uns bereits bekannt, wo sich Atlantis befand. Mu umspannte das 
heute als Wiiste Gobi bekannte Gebiet, Telle Indiens, der Mongolei, 
Malaysias, die noch vorhandene Osterinsel und Tahiti. Gondwana 



98 



grenzte an Siidamerika, die Antarktis, einen Teil Afrikas, Australiens 
sowie Telle Indlens, die aller Wahrschelnllchkelt nach noch Reste 
von Mu slnd. 

Wle schon gesagt, wlrd uns In elnlgen Bruchstiicken des „Krltlas" 
und des Tlmalos von Plato iiber Atlantis berlchtet. Krltlas erlnnert 
slch, daf^ Ihm In seiner Jugend seln Grof^vater erzahlte, was er iiber 
Solon gehort hatte, dem es selnerselts wlederum von elnem agyp- 
tlschen Tempelprlester aus Sals berlchtet worden war: „Als die 
Gotter die Erde mlt Wasserfluten relnlgten, retteten slch nur die 
Schafer auf den Bergen. Die Wellen verschonten nur die Ungebll- 
deten und Unwlssenden. Auf dlese Welse werdet Ihr wleder jung 
seln, ohne Wlssen um das Geschehene und um das, was eure Welt in 
den vergangenen Zelten war." 

Elne ungeheure Sturzflut verursachte in elner elnzlgen Nacht den 
Untergang von Atlantis. Als Folge dleser Katastrophe wurde auch 
„der Erdtell an das gegeniiberllegende Ufer jenes Meeres" versetzt. 
Der elnstlge Hafen Tlahuanaco erhob slch tausende von Metern iiber 
das Wasser. 

Die Wlssenschaft unserer Tage sprlcht von der Prazesslon der Tag- 
undnachtglelchen. Infolgedessen erlebt eln Pol alle 26.000 Jahre 
einen Friihllng, einen Sommer, einen Herbst und einen Winter. Im 
Winter sammeln slch dort die Gletscher an und erhohen das Gewicht 
an elnem der auf^ersten Enden der Erde, was zur Folge hat, daf^ die 
Wassermassen zum Pol hln verschoben werden und die Erdum- 
drehung in den mittleren Gebieten der Erde beschleunlgt wlrd. 

Beim Eintrltt des Polarsommers taut das Els auf, und die 
Wassermassen flief^en mlt anwachsender Geschwindigkelt, die durch 
die Fliehkraft bewirkt wlrd, zum Aquator ab, was elne unermel^liche 
Katastrophe auslost. Auf^er dleser mechanistischen Erklarung glbt es 
noch elne unbekannte Naturerscheinung, sozusagen eln „synchro- 
nlstischer" Vorgang, demzufolge das Els fast unverziigllch 
abschmllzt. 

Als eln Anzeichen fiir dlese zu beobachtende Geschwindig- 
keltserhohung in der Erdumdrehung 1st die „Beschleunigung des 
geschlchtlichen Zeltablaufes" anzusehen. Wlr sehen heute, da£ in 



99 



unseren Tagen Naturvorgange, fiir deren Ablauf man vor kurzem 
noch mit 20 Jahren rechnete, nicht mehr als fiinf Jahre Zeit 
brauchen. Und die Beschleunigung wachst an. Sie ist ein Zeichen, 
ein Signal. 

Das Thule des Hohen Nordens hatte seine Bliitezeit im Polarsommer. 
Als sich dann spater das Gleichgewicht bei einer neuen Geschwindig- 
keit der Erdumdrehung wieder einstellte, da waren die auf^eren 
Enden der Erde von Wasser bedeckt, und auch das Letzte Thule, 
Ultima Thule, versank. 

Solon berichtet uns, daf^ sich nur die Unwissenden und die Schafer 
auf den hohen Berggipfeln retteten. In den Kaukasus rettete sich 
Noah, in die Anden Tamanduare, Nala und seine Frau Neua, 
moglicherweise auf den Berg Casuati. Nach Ansicht der Patagonier 
war es Sueca, und es ist moglich, daf^ er sich auf den Gipfel des 
Milimoyu gerettet hat. Sie haben weder die Wissenschaft noch die 
Weisheit und ebensowenig die in langst vergangenen Zeiten ange- 
wandten technischen Verfahren behalten und bewahren konnen. Nur 
die Legende iiberlebt - eine Art von Goldenem Band. 

Der Zeitraum von 26.000 Jahren ist fiir die Inder ein Kalpa; ein 
kosmisches Zeitalter, sind Tage und Nachte Brahmas, regelmaf^ig 
wiederkehrende Zerstorungen, aufeinanderfolgende Erdumwal- 
zungen. 

Zur Bewahrung des Goldenen Bandes kann man sich zweifellos nicht 
allein auf die Hirten und die Unwissenden stiitzen, die auf den 
Berggipfeln Zuflucht fanden. Deren Aufgabe war es wohl, das 
korperliche Uberleben ihrer Art zu sichern, um sie nicht aussterben 
zu lassen. Die Uberlieferung jedoch wird in den unterirdischen 
Stadten Agarthi und Shamballah gehiitet, von denen die Legende 
berichtet. Auch das mystische Tiahuanaco diirfte eine unterirdische 
Stadt gewesen sein. Das Sonnentor, la Puerta del Sol, offnet sich 
heute hin in eine unsichtbare, entschwundene Welt. Es ist schon das 
Tor ins Nichts. 



100 



Miissen alle Menschen Menschen sein? 

Was wir jedoch hier herausarbeiten wollen ist, daf^ sich auf der 
Erde drei Rassen oder Gattungen voneinander unterschied- 
licher Wesen befinden: 

Die gottliche, unvermischte der Hyperboreer, der Polarrasse, des 
erhabenen Fiihrers der Menschheit; die halbgottliche der Atlantier, 
der Sohne der Witwe (der Sohne von Isis, Lusina, Belisema, die 
Sohne der Schwarzen Jungfrauen) und die Rasse der im eigentlichen 
Sinne irdischen Wesen. Diese Unterteilung, die ihren Ursprung in 
den Urgriinden des Goldenen Zeitalters hat, entspricht in ihrer Uber- 
lieferung genau den drei Gunas im dualistischen, philosophischen 
Lehrgebaude des Samkhya (eines des philosophischen Systeme 
Indiens, duaHstisch, aus dem das Yoga des PatanjaH hervorgegangen 
ist) im Hinduismus: tamas, raja, sattva wie auch den drei Gruppen, 
in die der Kaula-Tantrismus die Menschheit einteilt: pasu (Unter- 
mensch), virya (heldischer Mensch) und divya (Gottmensch) oder 
aber: Tiermensch, Held und gottlicher Siddha (unsterblich Ge- 
wordener). Die letzte Gruppe entspricht der eingeweihten Kula- 
Familie der tantrischen (hyperboreischen) Kaulas, und ihm ist der 
geheime Einweihungsritus des Panchatattwa vorbehalten. Der 
Siddha oder Gottmensch ist der selbst vom Einfluf^ der Sterne 
Befreite, ihn beriihren die Gestirnseinfliisse nicht mehr, er ist 
Chakravartin, der Konig der Welt; Maxa-Jaun, der Magische Herr, 
wie es in der baskisch-atlantischen Sprache heif^t. In einem gewissen 
Sinne der alchemistischen Einweihung, der magischen Verwandlung, 
ware es moglich, sich von einer Rasse zur anderen zu entwickeln 
sowohl im Aufstieg als auch im Abstieg (und nur um hierbei 
Beistand zu leisten, behaupten sich die Hyperboreer weiter und 
bleiben die mythischen Stadte Agarthi und Shamballah bestehen) . In 
unserer Epoche ist der Mensch tief gefallen, er ist sogar bis weit 
unter die Stufe des „irdischen Menschen" abgesunken, wie das in 
den Landern des materialistischen Kollektivismus vorkommt. 
Gleichermaf^en konnte man aber auch weiter nach oben steigen. 
Daher sind nicht alle Menschen dieses Planeten gleich. Novalis stellt 



101 



sich die Frage: „Mussen alle Menschen Menschen sein?" Und er fiigte 
hinzu: „Es ist durchaus moglich, daf^ es Wesen in menschlicher 
Erscheinungsform gibt, die vom Menschen vollig verschieden sind." 

Herkules-Herakles, der friihgeschichtliche Grieche, der Heros, der 
Held und Seefahrer, wollte das Geheimnis der Mutation aus dem 
Garten der Hesperiden von Atlantis entwenden: den Goldenen Apfel, 
das Goldene Vlies, den Gral, der es ihm ermoglichen sollte, sich 
zusammen mit seinem Volke zu vergottlichen. Sein Anfiihrer war 
Jason. Hat Herakles das Geheimnis gefunden? Es scheint so; denn 
bald begannen die Griechen, sich auf die Goldene Mitte zu berufen, 
auf welcher sie ihre Kultur, ihre Zivilisation aufbauen wollten. 

Am Anfang stand ein Raub, etwas, das man sich gewaltsam aneignet. 
Auch Moses raubt in Agypten eine Lade voller Gold und die Templer 
entwendeten ein anderes grof^es Geheimnis aus dem Tempel 
Salman's (Salomons). Auf diesen Raub griindeten sich die weltlichen 
Ordnungen. Parzival erobert seinerseits in seinem Zorn den Gral 
gewaltsam, ohne Gottes Hilfe und „nur begleitet vom Gedanken an 
seine Herrin", wie er seinem Freunde Gavein anriet. Deshalb war er 
ein Held und ebenso ein Rauber-Magier. 

Das Thule im Hohen Norden, in Hyperborea, diirfte zur gleichen Zeit 
bestanden haben wie Atlantis. Dorthin, an den Wohnsitz der Meister, 
begaben sich die atlantischen Fiihrungskreise zur Einweihung. Von 
jenem Mittelpunkt am Pol erhielten sie auf^erirdische Unter- 
weisungen. Thule ist keine Nation, kein Volk; es ist ein Tempel, eine 
Gleisa (wie die Katharer sagen wiirden), eine Gemeinschaft von 
Magiern, von unsterblichen Weisen, gottlicher Wesen. Es ist eben- 
falls die Stadt der Kaiser, „la Ciudad de los Cesares" der Anden- 
Legende vom Siidpol. Im Hohen Norden, in Hyperborea wahrt man 
die Reinheit des „blauen Blutes" der wei£-blauen Rasse des Nord- 
pols, der Gefahrten Luzifers, der Wachter der Morgendammerung, 
der Hiiter des Morgensternes. 



102 



Die vom Abgrund ausgehende Bezauberung 

Wenn sich heute die Archive iiber die bei den Niirnberger 
Prozessen angestellten Verhore offnen, so finden sich die 
Beweise fiir das, was wir schon seit mehr als dreif^ig Jahren wuf^ten: 
Der Hitlerismus versuchte, wieder Zugang zu dem nordisch-polaren 
Mythos des Thule vom Hohen Norden zu finden durch Wiederauf- 
nahme der Beziehungen zu den Unbekannten Fiihrern aus Agarthi 
und Shamballah, um dort all sein Tun zu bekraftigen, mitten im 
tiefsten Herzen der Legende. - 

In den Erklarungen einiger Angeklagter sind diese mythischen Stadte 
erwahnt und auch das Polargebiet im Lande der fernsten Mitter- 
nacht. Es war also wieder ein geheimer Bund entstanden zur Wieder- 
erstehung der Minne, der Erinnerung an tiefstes Erberinnern des 
Blutes und des darin kreisenden Lichtes. 

Und es ist durchaus moglich, daf^ sich gerade dort ein geringfiigiger, 
ein quantischer Irrtum eingeschlichen hat, das heif^t ein unendlich 
grof^er, kosmischer bei ausdeutender Berechnung in einer „neben- 
her-laufenden (parallelen) Zeit". War es vielleicht ein Ungehorsam, 
der sich sofort als Zufall, als Schicksal auswirkte? Oder war es ein 
Wunsch, eine geschichtliche, kosmische Notwendigkeit, jetzt auf^er 
Acht zu lassen, zu versaumen, um danach spater zu obsiegen - eine 
unwiderstehliche vom Abgrund, von der Gotterdammerung aus- 
gehende Bezauberung? Eine gro£e Ergebenheit gegeniiber dem Gott 
der Verlierer im Fischezeitalter, um dann im Wassermannzeitalter 
den Sieg davonzutragen. - 

Wer imstande ist, die Dinge so zu sehen, der hat die schmale Ein- 
gangspforte gefunden in eine Welt unerhorter Geschehnisse, den 
fesselnden Schauplatz einer magischen Welt der Wirklichkeit. 

Papan und die Weiften Cotter 

An den Polen hat der lebendige Korper der Erde seine empfind- 
lichen, nach au£en fiihrenden Ausgange in andere Welten, das 
Chakra Sahasrara bzw. das Scheitelchakra, oder das Chakra 
Brahma's auf der Erde. 



103 



Hier befindet sich der „Absprungspunkt", der Austritts- und Abzugs- 
punkt, von dem aus die „Leere" erreicht werden kann und der sich 
irgendwo zwischen dem Gehirn und dem Schadel befindet, besser 
gesagt zwischen dem korpedich-physischen Kopf und seinem 
Astralhaupt, zwischen „dieser Erde" und der „anderen Erde". Mit den 
Kalpas, den Zeitepochen, verandern die Pole ihre Lage. Heute ist der 
Siidpol das Geschlecht des Planeten, das Svadisthana Chakra. Dort 
gibt es auch einen Tempel und einen Austrittspunkt, einen Ausgangs- 
punkt: den der Hnken Hand der Tantriker. An diesem Ort diirfte sich 
das umgekehrte und sub-boreische, das unter dem Norden Hegende 
Thule befinden. 

Ich habe es in den geheimnisvollen Oasen dieses Poles gesucht, in 
deren Nahe ich geboren wurde. Ich suche es immer noch. Es ist der 
Siiden, wo die Venus besser zu sehen ist. Tiahuanaco und der 
Tempel von Kalasasaya waren der Venus geweiht. Quenos, oder 
vielleicht auch Quanyip, die Cotter der Selcnams, der Ein-geborenen 
von Feuerland, hatten ihren Wohnsitz im Morgenstern. Sie waren 
auch Luzifer. 

Die Hyperboreer, die von anderen Sternen gekommen sind, richten 
sich am Nordpol, dem Verbindungsort und dem „Absprungs"-Punkt 
ein, dort wo die starken Gestirnsstrahlungen eindringen und in Form 
einer 8 (Acht) wieder austreten. Hier leben sie, auf den hochsten 
Gipfeln, wo es wenig Sauerstoff gibt, daf^ ihr Blut blau ist. Shiva, der 
auf dem Gipfel des Berges Kailas thront, ist ebenfalls blau. Krischna 
ebenfalls. 

Im altesten Amerika, das Albanien (ein alchemistischer Name, wie 
albedo, vgl. arab: al bed, das Weif^e) genannt wurde, lebten die 
Wei£en Gotter, Quetzalcoatl, Kukulkan, Virakocha, Kontiki, 
Mamkocha und andere. Sie waren die hyperboreischen Lehrmeister 
der Herrscher der Tolteken, Mayas, Azteken, Inkas. Die Tolteken und 
die Mayas versicherten, von Thule, dem Hohen Norden, zu kommen; 
die Weisen der Mayas kehren nach Thule zuriick. Der Popol Vuh 
berichtet uns von den Weif^en Gottern. Die Prinzessin Papan, die 
Schwester Montezumas wartete auf sie. Statt dessen kam Hernan 
Cortes, der ihnen leider nur in der Hautfarbe ahnlich war. 



104 



Die andere Wissenschaft 

Die Erde ist ein lebendiges, belebtes Wesen; jedes Gebiet hat 
seine ihm eigene, unwiderstehliche Anziehungskraft und seine 
eigenen Schwingungen, wodurch sie auf die sie bewohnenden 
Geschopfe einwirkt, sie umbildet und umwandelt. Im Malabargebiet 
Indiens konnte ich feststellen, daf^ die Juden, die kurz nach ihrer 
Zerstreuung dorthin gelangt waren, sich kaum noch von den in 
jenem Gebiet wohnenden Draviden unterschieden. Dagegen waren 
die im XVI. und XVII. Jahrhundert zugewanderten Juden Weif^e. 
Auch ohne sich mit den Germanen und Tschechen zu vermischen 
kann es sehr gut moglich sein, daf^ aus dem Mittleren Osten nach 
Europa gelangte Juden nach einigen Jahrhunderten korperliche 
Merkmale annehmen, die den dortigen, von altersher eingesessenen 
Rassen eigentiimlich sind, was durch Osmose (ein auf Diffusion 
beruhender, aber einseitig gerichteter Stoff- bzw. Fliissigkeitsaus- 
tausch verschiedener Konzentration) und Mimose (Erzielung von 
Formahnlichkeit mit einem Gegenstand der Umgebung durch all- 
gemeine Farbangleichung) bewirkt wird, begiinstigt durch die 
feinen, subtilen Erdkrafte. China kann einen wohl noch schneller in 
einen Chinesen verwandeln. Die wei£en Ainus in Japan gibt es fast 
schon nicht mehr. Die Chachapoyas Brasiliens vermochten nicht, 
zusammen mit den Weif^en Gottern fortzugehen. 

Die Hyperboreer verweilten nicht fiir langere Zeit in anderen 
Gebieten des Planeten, damit sie sich nicht veranderten. Sie waren 
somit Mitglieder einer Einweihungsgemeinschaft, machtige Magier, 
Weise, Volksfiihrer, Schopfer von Gesittung und Bildung (Kultur) . 

Als Atlantis versinkt, befinden sich iiber alle Welt verteilt noch 
Gruppen von Missionaren, welche die iiberlebenden Menschen 
unterweisen. Zuerst bringen sie ihnen bei, wie sich die tosenden 
Wasser in der Zeit nach der Sintflut beruhigen lassen. Sie benutzen 
hierzu den Stein. Und wir haben ja schon gesehen, daf^ Noah seinem 
Sohn Japhet den Regenstein gibt. Er wird damit wohl auch die 
Wassermassen gebandigt haben. Nach dem Untergang von Atlantis 
entstehen seltsame Steinbauwerke, die durch magischen Gleich- 



105 



gewichtsausgleich in den geheimen Stromen des Planeten das 
Entstehen neuer Meeresiiberschwemmungen verhindern. Es sind 
dies die Menhire (kelt: men = Stein; hir=grof^). Sie vermogen dank 
der bei ihnen zur Anwendung kommenden geheimnisvollen 
Wissenschaft auf Erdstrome einzuwirken, die nicht elektromagne- 
tischer Natur sind. Sie werden dort in die Erde „eingenagelt", wo die 
Gefahr des Versinkens zufolge von Uberschwemmungen am grof^ten 
ist. Es ist dies eine Art auf die Erde angewandte Akupunktur. Dieser 
verlorengegangenen magischen Wissenschaft entsprach auch eine 
andersartige Technologie im Wissen von anderen, feinen Kraften 
und ihrer Beherrschung. 

Wandernde Reste dieses Wissens, die uns zu einer Vorstellung 
dariiber gelangen lassen, was solch eine auf dem grandiosen Unter- 
bau einer vollig verschiedenartigen Wissenschaft und Technik 
begriindete ZiviHsation gewesen sein mag, sind die Zahoris (Hell- 
seher und Rutenganger), die Unterwasserstromungen durch den 
Ausschlag, die Schwingungen ihrer Wiinschehuten aufdeckten. Ich 
habe sie im modernen soziaHstischen Wien bei ihrer Arbeit 
beobachten konnen. 

Auch die Vorganger der Bewohner der Insel Chiloe in Siidchile, die 
Chiloten, konnten das Wasser aufhalten dank einem heutzutage 
verlorengegangenen Wissen, dem Wissen der Schlange Tenten. Sie 
retten auf diese Weise jene wenigen Inseln, die von dem iiberfluteten 
Gondwana iibriggebUeben sind. Im Fischezeitalter haben zuerst die 
Templer und danach die Hitlerische SS Versuche unternommen, die 
alte Wissenschaft und die alte, legendenumwobene Technik wieder- 
zubeleben, ohne daf^ ihnen allerdings die zum volHgen Erreichen 
dieses Zieles erforderHche Zeitspanne geschenkt worden ware. Aber 
im Zeitalter des Widders, des Goldenen VHeses, wird es von den 
Druiden erreicht. Jene Wissenschaft ermogHcht eine wirkHche 
Kenntnis vom Erdinneren und durch ihre magische Technologie 
vermittelt sie eine Gewalt, durch die sie die Erde „umwandeln" kann, 
wobei der Magier der Mitarbeiter ist, welcher alles das aus der Welt 
zu schaffen vermag, wozu die Natur aus sich heraus nicht imstande 
ist, und was ohne ihn unvollendet bleiben miif^te. Nur so la£t sich 



106 



die kritische Phase der Vermaterialisierung, Riickentwicklung der 
Erde im „Kaliyuga" iiberwinden, daf^ man die Neue Erde „erfindet", 
sie ausdenkt, wie Rilke sich ausdriicken wiirde, indem man sie zuerst 
unsichtbar in uns entstehen laf^t. Anderenfalls wird die Gotter- 
dammerung zur Wirklichkeit und es werden sich die Voraussagen 
der eddischen Magierin in Volva erfiillen. Denn die mechanistische 
Wissenschaft und die rein vernunftmaf^ige „Technologie" unserer 
jetzigen Zeit, welche die Erde nicht verwandeln, sondern sie 
beherrschen und unter ihren Willen zwingen wollen, werden sie 
letztHch zusammen mit den Menschen vernichten. 

Lilith und die „Steinerne Zither" 

Wiirden die Chilenen jene uralte Wissenschaft von Atlantis 
gekannt haben, hatten die Hyperboreer oder die Druiden sie 
uns gelehrt, dann waren wir mit Sicherheit in der Lage, Erdbeben 
und grof^e Erderschiitterungen zu vermeiden, und wir konnten auch 
ijberflutungen von Ozeanen verhindern. Wir konnten vielleicht auch 
den uralten Erdteil des Geistes, der Giganten, den von Er/Sie, von 
,^lella" an unseren Kiisten wieder auftauchen lassen, die Stadt der 
Casaren, das Hyperborea des Siidpols. 

Das Wissen von den Menhiren wird den Ligurern in Europa von den 
Anten oder Giganten gebracht, auch die Kenntnisse iiber die 
Dolmen, die Hiinengraber und Steindenkmaler. 

Diese Dolmen sind richtige Steinzithern, die in bestimmten Gebieten 
der Erde in Schwingung versetzt werden, sobald sie von Tau oder 
„von den Wassern des Mondes" benetzt werden. Sie gestatten somit 
die Verwandlung des Auserwahlten, des in ihrer Nahe befindlichen 
Eingeweihten, der aus einer Rasse in eine andere „hinuberspringen" 
kann und sich dabei zuerst in einen Druiden, spater in einen Atlanter 
und schlief^lich in einen Hyperboreer verwandelt. Es ist die „Musik 
der Steine", welche die gesamte Natur bezaubert. Es war dies die 
gleiche Zither, auf der Orpheus spielte und die auch Jason, mein 
Freund, zusammen mit dem Goldenen Vlies fand. 

Fiir denjenigen, der in den Sinn megalithischer Denkmaler 



107 



eingeweiht ist, liegt ein ganzes Buch der Steine offen da. 

Darin ist die Rede von der uralten Alchemie, von der Alchemie von 
Atlantis und damit auch von der geheimen, esoterischen Entwick- 
lungsgeschichte des Menschen. Der Menhir stellt den ersten Polar- 
berg, die Polarachse dar; ebenso wie das Riickgrat des Menschen. 
Weiterhin versinnbildlichen jedes buddhistische Stupa, jeder Tempel 
ebenfalls den Berg der Offenbarung in der fernsten Mitternacht, 
auch jedes urwiichsig aufgerichtete Vorgebirge, jeder „im 
Mittelpunkt gelegene Stein" oder „Nabelstein". - Es sind Nabelsteine 
mit eingehauenen Hakenkreuzen entdeckt worden, dem Zeichen des 
Zentralen Poles - deutlicher ausgedriickt: der Achse der Erde am Pol. 
Jeder Berg und jeder Tempel stellt gleichzeitig auch den 
menschlichen Korper dar. 

Und gerade deswegen ist es auch der Lebensbaum, die Achse, der 
Menhir, das Lingam, das Riickgrat. Es gibt auch Nabelsteine mit 
einem eingehauenen Schlangenzeichen. Auf dem Baume des 
Paradieses war die Schlange Luzifers eingerollt, die Schlange des 
Wissens, des Wissens um Gut und Bose, von der Gnosis, um das, was 
ein Gott aus dem Menschen machen konnte. Das ist Kundalini, die 
an der Basis der Achse des Riickgrates des Eingeweihten ruht. - 

Man hat uns gesagt, die Frau habe dem Manne einen Apfel vom 
Baume der Erkenntnis gereicht. In diesem Falle ist der Mann nicht 
der Held, der den Apfel im Kampfe erobern wird. Das Weib iibergibt 
ihn ihm. Es ist die weibliche, mondhafte Einweihung, die den Tod 
enthiillende. Als er ihn annahm, da sah der Mann das Weib nackt, 
zum ersten Male auf^erlich. Vorher war es stets nur im Innern des 
Mannes sichtbar gewesen. Ein Held wie Parzival tragt es stets in sich. 
- Etwas Grundlegendes hat sich bereits vor dieser Geschichte vom 
Garten Eden, dem Apfel und dem Baume ereignet. Die Legende 
geheimer Uberlieferung berichtet, daf^ Luzifer eine Gefahrtin Lilith 
hatte. Sie war, vor Eva, die erste Frau Adams. Vielleicht hatte er sie 
in seinem Innern aufgesucht und vielleicht ist es dieselbe Lilith, die 
beim Eintreten in die Auf^erlichkeit ihren Namen anderte? 

Die Versuchung oder das verhangnisvolle Spiel bestand nun darin, 
sie nach aul^en zu verlegen, sie draul^en zu sehen und bei der 



108 



Betrachtung der nackten Eva vergessen zu haben, wie sie wieder 
einzuverleiben war. Der Mann wiinscht, sie auf^en zu haben und 
verewigt damit den Tod. Es kommen dann Geschlechterfolgen, 
Verstofflichung, die Verlangerung des dramatischen Geschehens, um 
die Hoffnung auf eine Riickkehr aufrechterhalten zu konnen. 

Der Begriff Zeit tritt in Erscheinung und das Bild von der auf^eren 
Frau pragt sich immer tiefer und klarer aus, so daf^ es immer 
schwerer wird, sie durch die Rippe des Mannes hindurch wieder 
einzuverleiben. Aber das Wissen ist noch da in der Achse des Pols, an 
die man Luzifer angekettet hat, an der Wurzel des Lebensbaumes, 
und sie heif^t Kundalini, die Feuerschlange. Der Mann konnte sie 
anrufen in der Absicht, die friiher schon unternommenen Schritte zu 
wiederholen, um so die Verstofflichung zu iiberwinden. Dann wiirde 
sich der Menhir in einen Dolmen verwandeln und dieser wiederum 
in Cromlech, d. h. einen Tempel. Es ist dies die Alchemie des Steines, 
die Lapsit Excilis, der aus Luzifer's zerbrochener Krone gefallene 
Oral. Der Mann ist sein ihm ureigener Tempel und er muf^ diesen 
Stein wieder einfiigen ausgehend von dem hochaufgerichteten 
Menhirstein seiner unsichtbaren Wirbelsaule. Mit Hilfe der Schlange 
Kundalini, die in diesen vom Himmel gefallenen Schwarzen Stein, 
einem auf^erirdischen Meteoriten, eingerollt ist. 

Dann wird sich in ihm eine Beschirmung, eine Bedachung bilden, ein 
Dolmen, oben im Scheitelchakra, am Pol. Von dort wird er ins Leere 
springen, nach Hyperborea, der Anderen Erde, und da wird er schon 
zu einem Cromlech, einem kreisformigen Tempel wie Stonehenge. 
Aber der Tempel war immer schon dort, seit Uranfang, er wohnte 
letzten Endes dem ersten aller Steine stets inne. Und auf diesen 
Stein griindet sich die Gleisa, der planetarische Archetyp der 
gesamten Alchemie, aller Mutation und Transmutation. 

Die Erben des Wissens der Giganten aus Hyperborea sind die 
Druiden. Die Barden, ihre Sanger und Dichter, konnen die 
„Steinzithern" schlagen, aus denen jene kosmische Spharenmusik 
erklang, die man einst in den halbkreisformig aufsteigenden 
Theatern oder den magischen Cromlechs in Stonehenge horen 
konnte. 



109 



Die Barden sind die Vorlaufer der Troubadoure von Languedoc und 
der germanischen Minnesanger. Sie besingen die Erinnerung. Auch 
Jason war ein Barde. 



Die Blume des Druiden und die Hyperboreische Zahl 

Druide bedeutet Weiser, Seher, Magier. Es ist ein keltisches 
Wort. Die Druiden sind jedoch keine Kelten. Die Ankunft der 
Kelten in Europa vollzieht sich in aufeinanderfolgenden Wellen. 
Vielleicht kommen sie aus dem Iran, in das 2500 Jahre vor der 
Zeitenwende die Arier eingewandert waren. Vielleicht kommen sie 
auch aus dem im Kaukasus gelegenen Asgard, von woher die 
Germanen unter Fiihrung von Wotan und Odin auszogen. Die 
arischen Stamme teilen sich auf, einige Ziehen nach Indien, andere 
nach dem Iran und nach Europa. Sie wandern hinab bis zur Ostsee 
und zur Iberischen Halbinsel. Ihr gemeinsamer Mittelpunkt wird, 
nach dem Untergang Hyperboreas wohl die sagenhafte Zivilisation in 
der Wiiste Gobi gewesen sein. Im Himalaya verbergen sich noch die 
sagenumwobenen Stadte Agarthi und Shamballah, die von 
iiberlebenden Fiihrern Hyperboreas bewohnt sein sollen, welche die 
grof^en Leitlinien des iiberlieferten Geheimwissens der 
Auf^erirdischen bewachen. Aus Agarthi stammt das Wissen um die 
Magische Liebe. Aus Shamballah die Kenntnis von der „Planeta- 
rischen Akupunktur". Tatsachlich befinden sich beide im Erdinnern, 
innerhalb der Hohlen Erde. 

Die Druiden sind also die Wissenstrager der aus Hyperborea und 
Atlantis herriihrenden Uberlieferung. Bei der Ankunft der Kelten 
befanden sie sich bereits im Westen. Sie hiiteten den Gral und 
halfen, die genaue Anzahl der zu erfolgenden Transmutationen 
hervorzubringen im Zeitalter des Aries, des Widders, im Zeitalter 
Ramas und des Goldenen Vlieses des Lammes, das am Ende jenes 
Zeitalters und zu Beginn des Fischezeitalters zum Opfer gebracht 
werden sollte. Der Gott des Widderzeitaltes ist Belen, die Gottin ist 
Belisana, die gleiche, die auch noch im Fischezeitalter von den 
Katharern und den Troubadouren verehrt wird. Ihr Baum der Ver- 



110 



ehrung ist die Eiche und die Buche; ihr Strauch der Lorbeer. Auch 
fiir die Ureinwohner Chiles, die Araukaner, ist der Zimtbaum heilig. 
Ihr Getrank ist Honigwasser und das Haoma. Im Fischezeitalter ist es 
der Wein, das Blut der geheimnisvollen Erde, das in einigen, 
besonders magnetischen Landstrichen der Erde, in denen tief- 
gehende Erdpulsstrome verlaufen, vorkommt: in Siidfrankreich und 
in Chile beispielsweise. Im Wassermannzeitalter wird der Wein 
verschwinden, moglicherweise zusammen mit denen, die ihn 
trinken. 

Die Druiden sind Magier, die iiber Macht verfiigen. Casar berichtet in 
seinem „De Bello Gallico" von den Druiden. Man sagt, sie seien von 
weif^er Hautfarbe gewesen, hochgewachsen und blond. Sie konnten 
das Wetter verandern und nach Gutdiinken atmospharische 
Erscheinungen hervorrufen. Sie brachten schwere Massen in Be- 
wegung, indem sie Gegenstande in der Luft schweben lief^en. Sie 
kannten sich in der Heilkunde aus. Man berichtet von einer Schlacht, 
wahrend der sich die Druiden in tiefster Versenkung wie Steinsaulen 
vollig bewegungslos verhielten und die Pfeile iiber sich hinweg- 
fliegen lief^en. Sie maf^en jedoch der Aufstellung von Heeren grof^e 
Bedeutung bei, und sie waren die Urheber der heiligen, kriegerisch- 
keltischen Ritterschaft, worin das Gralsrittertum, die Wandernde 
Ritterschaft, die Ritter des Konigs Arthur und des Templerordens den 
Ursprung haben. Aber die Druiden kampfen ebensowenig, wie die 
„reinen" Katharer. Sie gebrauchen weder Waffen noch toten sie 
lebende Wesen, gleich ob Mensch oder Tier. Sie glauben auch an die 
Wiederverkorperung. Und so stellen wir uns erneut die Frage: an 
welche Art der Wiederverkorperung? 

Die Lehrzeit oder die Dauer der Einweihung des Druiden betragt 
zwanzig Jahre, die in vier Abschnitten oder Stufen zuriickgelegt 
wird. Die Zahl Vier ist die Zahl der Druiden und der Kelten. Die 
Druiden gaben ihre gesellschaftliche Gliederungsform an die Kelten 
weiter, die sich in 4 Kasten oder Stande teilt: den Bauer, den 
Kaufmann, den Baumeister und den Krieger. Sie belehren und leiten 
sie. Das druidische Sinnbild ist das vierblattrige Kleeblatt, das als ein 
Zeichen fiir Gliick und gliickhafte Ereignisse angesehen wird. Es ist 



111 



schon eine „nichtexistente Blume". Das vierblattrige Kleeblatt ist ein 
sich drehendes Hakenkreuz, das hier eine Doppelte Acht (8), das 
Zeichen der Unendlichkeit, der Ewigkeit bildet, das Zeichen der 
Zweimal Geborenen, der in hartem Kampfe errungenen Unsterb- 
lichkeit. Es ist auch ein vom Himmel gefallener Rubin. Es ist der 
Gral. Es versinnbildlicht dariiber hinaus die Aufgliederung der 
harmonischen Verfassung der damaligen Welt in vier Teile. Der 
Druide saf^ inmitten dieser Blume. - 

Es verdient jedoch bemerkt zu werden, daf^ die Vier nicht die 
Polarzahl von Hyperborea ist. Dies ist die Fiinf. Thule befand sich in 
der Mitte, auf dem Polberg. Die Hyperboreer sind die fiinfte Kaste 
oder die einzige Kaste, genannt Hamsa. Sie waren somit die „Kasten- 
losen", sie ragten iiber alle Kasten hinaus, sie waren die „Ativarnas", 
die Farblosen, die iiber jede Farbe Hinausgehenden. Die Fiinf wird in 
der keltischen Volksaufgliederung durch den Druiden dargestellt, der 
im Mittelpunkt des vierblattrigen Kleeblattes, im Mittelpunkt der 
Blume sitzt. Im Hakenkreuz ist die Fiinf der Mittelpunkt, in welchem 
die vier Arme zusammenflief^en, welche die Himmelsrichtungen 
kennzeichnen. Die Arme drehen sich, der Mittel-punkt jedoch nicht, 
er bleibt ebenso unbeweglich wie die Polachse, die unbewegliche 
Richt- und Leitkraft der Erdbewegung; das unberiihrte Selbst. Die 
Zahl Fiinf versinnbildlicht somit den innerlichen, geistigen Menschen 
oder auch den gottlich-vollkommenen Menschen. In der Gesell- 
schaftsgliederung der Druiden wurde die Fiinf auf^erdem durch die 
Heilige Stadt, das Abbild des polaren Thule im Hohen Norden 
dargestellt. Dort fanden nach der adantischen Uberlieferung die 
Beratungszusammenkiinfte statt. Die Stadt war der Mittelpunkt. Dort 
befand sich stets ein Stein mit der Bedeutung der Polachse, des 
„Nabels der Welt", der die Erdstrome befehligenden Kommando- 
briicke als Abbild des Urgebirges sowie der Wirbelsaule des Einge- 
weihten. So wurden in gleicher Weise in der griechischen Stadt 
Delphi zweimal jahrlich die Versammlungen der Amphytrionen 
abgehalten, um nahe beim Mittleren Stein, dem oben erwahnten 
Nabelstein, des Orakel der Pythia auszulegen. Die keltische Stadt, 
ihrerseits im Mittelpunkt gelegen, nannte sich Medio-Lanum (Medio 
= Mitte). Das im altkeltischen Gebiet zwischen den Alpen und Rom 



112 



gelegene Mailand hat, wie der Schriftsteller Rene Guenon meint, 
daher seinen Namen. Und es ist immerhin bemerkenswert, daf^ der 
heutzutage im Tessin, der italienischen Schweiz, gesprochene 
Dialekt keltischen Ursprungs ist. In diesem gesamten Gebiet ein- 
schlief^lich Norditaliens, trifft man auf das blonde, hellaugige 
Menschenbild. Fiir Otto Rahn war Verona das ehemalige Bern des 
Westgotenkonigs Dietrich von Bern. Es ware nicht gewagt, 
anzunehmen, daf^ der keltische biindische Geist noch in der Schweiz 
vorherrscht. Der Helvetische Bund wurde jedoch aus rein materiellen 
Griinden ins Leben gerufen und es fehlt ihm das, was wir schlechthin 
mit der keltischen Zahl Vier, dem Druidischen, dem Geist bezeichnen 
wiirden. Es sei nur nebenbei noch erwahnt, daf^ auch Genf (Geneve, 
sp. Ginebra) die Bedeutung „Weif^e Dame" hat. 

Berichtet man jedoch von der hyperboreischen Einweihung, so kann 
man nicht von der Vier sprechen, ohne auch die Fiinf zu erwahnen. 
Selbst das Kreuz hat, wie wir weiter unten sehen werden, seinen 
polaren Mittelpunkt, der in der Sinnbildkunde der Rosenkreuzer 
durch eine Rose dargestellt wird. Sie liegt im Mittelpunkt der 
Vereinigung der vier Balken. Die Rose verandert somit das Kreuz in 
ein Hakenkreuz, das sie zum Drehen bringt, indem sie das im 
Kaliyuga vorherrschende Tragheitsmoment iiberwindet und es auch 
in ein hyperboreisches Sinnbild verwandelt. Der vom Himmel 
gefallene Stein, Lapis ex coelis, ist mit der Zahl Fiinf zu bezeichnen. 
Er ist die Quintessenz, der Lapsit Excilis, der Stein der Weisen. Er 
stellt heute den Mittelpunkt des Kosmischen Poles dar. 

In der alten chinesischen Uberlieferung ist die Fiinf eine trans- 
zendente, iiber das Sinnliche hinausragende Zahl. Die Zahl, welche 
die alten Chinesen der Insel im Hochsten Norden, Hyperborea, dem 
unerreichbaren Thule, dem Griinen Land, dem sagenhaften Erin der 
Irlander zumaf^en, war Kou-chi. Fiir die Selcnams vom Feuerland, 
dem siidlichsten Punkt der Erde, war das Paradies der Mitte, die 
„Weif^e Insel", die im Himmel ist. Im Sanskrit hief^ sie Svetadvipa, 
die Weif^e Insel, auf der Wischnu thronte. 



113 



Die biindische Gliederung der Druiden und der SS 

Die Romer zerstorten die Welt der Kelten, wie auch spater die 
Welt der von den Veden gepragten Inder, sowie die Welt der 
Perser im arischen Iran durch die Hunnen und die Mongolen zerstort 
werden sollte. 

Die keltischen Konige regierten iiber Verbande in der Art der 
Atlanter, wobei sie sich in gewissen Zeitabstanden in ihren, inmitten 
ihrer Gebiete gelegenen, Heiligen Stadten zu Ratssitzungen zu- 
sammenfanden, in denen iiber den Stand der Dinge in den einzelnen 
Staaten beratschlagt wurde. Der Druide sprach zu Beginn und am 
Schlu£ der Ratssitzung. Alles spielte sich mehr oder weniger in 
gleicher Weise so ab, wie es uns von Plato in seinem „Atlantis" 
berichtet wird. 

Die Katharer begiinstigten im Languedoc ebenfalls eine staatliche 
Ordnung des Zusammenschlusses von Volksverbanden. Wie die 
Kelten Irlands, so liebten auch die Volker des Siidens ihre Freiheit 
iiber alles. Es ist dies ein nordisch-hyperboreisches Vermachtnis, das 
seine alteste Ausdrucksform sowohl in den germanischen Stammen, 
die bei den grof^en Erdkatastrophen abgesplittert wurden, als auch 
in den Mannerbiinden auf Leben und Tod verschworener 
Kampfgemeinschaften hat, die sich jedoch gleichzeitig durch weit- 
gehende sittliche und geistige Unabhangigkeit des einzelnen von 
seinem Oberhaupt oder Fiihrer auszeichneten. 

Die SS hatte die Absicht, in unserer Zeit ein biindisches Europa 
„blutsverwandter Vaterlander" zu schaffen, das unter geistiger 
Leitung der Eingeweihten des Schwarzen Ordens stehen sollte. Fast 
bei Beendigung des Krieges veroffentlicht das Hauptquartier der SS 
ihr „Charlottenburger Manifest" als Antwort auf die von den 
Alliierten in der „Erklarung von San Franzisko" verbreiteten 
demokratischen Grundsatze. 

In dem Manifest der SS werden die Grundsatze der Neuen Ordnung 
dargelegt, der organische, lebenswichtige Sinngehalt des Dritten 
Reiches und des Europaischen Staatenbundes. Der SS-Orden sprach 
da schon nicht mehr fiir Deutschland allein, da er im Jahre 1945 



114 



zum grof^ten Teil aus Angehorigen aller europaischen Volker 
bestand. Von einer Million Angehoriger der Waffen-SS waren mehr 
als 600.000 keine Deutschen. Im Kreuzzug gegen den Bolschewis- 
mus war ganz Europa vertreten, und es gab auch Freiwillige aus 
anderen Erdteilen. 

In der SS gab es Spanier, Belgier, Franzosen, Hollander, Norweger, 
Schweden, Italiener, Englander, Amerikaner, Tschechen, Ungarn, 
Kroaten, Russen, Inder der Legion von Subhas Chandra Bose, und 
sogar Tibeter. Es ist bekannt, daf^ die letzten und am erbittertsten 
kampfenden Verteidiger des Bunkers von Hitler in Berlin die 
Franzosen der „SS-Division Charlemagne" waren. In seinem Buch 
„Berlin, Vida o Muerte" (Berlin, auf Leben und Tod) schildert Miguel 
Ezquerra, der Befehlshaber der spanischen SS-Division, daf^ 
Goebbels sagte: „Wo auch immer ihr Menschen mit volliger Todes- 
verachtung kampfen seht, sind es Spanier." Er fiigt noch hinzu, daf^ 
Hitler ihn zum Bunker kommen lief^, um ihm die hochste 
Auszeichnung zu verleihen und ihm die deutsche Staatsangehorig- 
keit anzubieten. Ezquerra schreibt, daf^ er voller Bewegung gedankt 
habe, sie aber mit den Worten „Solange ich lebe, werde ich Spanier 
bleiben" ablehnte. 

Die russischen, ukrainischen und kaukasischen Truppen unter dem 
russischen General Wlassow beliefen sich auf mehr als 200.000 
Mann, die gemeinsam mit den Deutschen kampften. Nach Been- 
digung des Krieges lieferten die Amerikaner sie an die Bolschewiken 
aus, wobei sie wohl wu£ten, welches Schicksal sie dort erwartete. 

Im August 1941, bzw. einen Monat nach dem Beginn der „Operation 
Barbarossa", wie der Angriff auf Sowjetruf^land bezeichnet wurde 
(man wahlte hierfiir als Symbol jenen im Erdinneren schlafenden 
Kaiser), erklarte Hitler einer Gruppe seiner Gefolgsleute, daf^ die 
Energiequellen der Zukunft im Wasser, im Wind, in den Gezeiten, in 
der Kohle und, fiir Gas, in den Jauchegruben zu finden sind. Am 8., 
9. und am 11. September wendete er sich wieder an seine 
Kameraden und sagte seherisch: „Wenn ich das doch nur dem 
europaischen Volk verstandlich machen konnte, was der Raum im 
Osten fiir unsere Zukunft bedeutet! ... Dorthin werden die Norweger, 



115 



die Danen, die Schweden, die Hollander Ziehen - in jene unermeE- 
lichen Gebiete, die einen Teil des Reiches bilden werden. Ich werde 
diesen Tag nicht erleben, aber ich freue mich fiir das deutsche Volk, 
daf^ dafiir Englander und Deutsche zusammenstehen werden ... 
Wenn man sich die Menge von schopferischen Kraften vorstellt, die 
im europaischen Raume schlummern, in Deutschland, in England, in 
den nordischen Staaten, in Frankreich, Italien und in Spanien, 
miif^ten wir wohl einsehen, daf^ die Vereinigten Staaten von Amerika 
tatsachlich nur wenig bedeuten. Der Schliissel zu unserer Macht wird 
darin liegen, daf^ es quer durch das Neue Reich nur ein einziges 
Heer, eine einzige SS, eine einzige Verwaltung geben wird." (Kurz- 
schriftnotizen von Heinrich Heim: „Adolf Hitler Monologe; im 
Fiihrer-Hauptquartier 1941-1944"; Heyne Taschenbuch; 1980). 

Der Plan der SS fiir die Nachkriegszeit bestand in der Schaffung 
eines nicht nur sprachlich, sondern auch volkisch gegliederten, 
untereinander verbiindeten Abendlandes. Das ganze Nationalitaten- 
problem, das von dem in den Westen eingeschleusten Kommunismus 
zur Erreichung seiner Ziele hochgespielt wird, ware dann beseitigt 
als Ergebnis einer organischen, lebenswichtigen, nicht nur 
vernunftbezogenen Sinngebung. Die grof^en kiinstlichen Menschen- 
zusammenballungen, welche die Volker gegenwartig bilden, wiirden 
gegeniiber freiwilligen Verbindungen der „blutsverwandten Vater- 
lander" in den Hintergrund treten. Man hatte dadurch das „baskische 
Problem" (das freilich kein Sprachenproblem ist, sondern das viel 
tiefer liegt), das irische, das katalanische, das Problem von Langue- 
doc, das kroatische, das armenische und das ukrainische Problem 
gelost. 

Man wei£, daf^ Eamon de Valera beim Verschwinden Hitlers ein 
Beileidstelegramm iibersandte. Und, soweit es mir bekannt ist, hat 
sich niemand erdreistet, ihn in ein Irrenhaus zu sperren, wie man 
das mit Ezra Pound und Knut Hamsun getan hat. 

ijber jenen Bund blutsverwandter Volker gibt es eine Landkarte, die 
sich im Besitz der SS befand. Die Hauptstadt des Bundesstaates 
Europa ware Wien oder Prag geworden. In dem Buch von Saint Loup 



116 



„Die SS des Goldenen Vlieses", dem groEartigen Heldenepos iiber 
den Kampf der Division Leon Degrelles an der russischen Front wird 
geschildert, wie Hitler den Traum Degrelles von der Wiederher- 
stellung des Reiches Karls V., des grof^en burgundischen Vater- 
landes, billigte und wie er sich auch Berlin als die Hauptstadt eines 
wiederhergestellten Europa vorstellte, das sich in heldenhaftem 
Kampfe gegen die Elementarwesen seine Existenzberechtigung er- 
rungen hatte. 

Die SS hatte vor, den Orden in der Nachkriegszeit zu festigen im 
Stile des alten Templerordens und des Deutschritterordens, an den 
Grenzen zum Osten hin eine stete Verteidigungsbereitschaft auf- 
rechtzuerhalten und das arme Europa in eine Macht zu verwandeln, 
die den grof^en asiatischen Raum besiedeln und zivilisieren sollte, 
wobei man sich auf das von Saint Loup haufig zitierte luziferische 
oder faustische Axiom stiitzte: Ost minus West ist gleich Null. 

Den zum Kaukasus vorriickenden SS-Divisionen folgten Ingenieure, 
Unternehmer und Wissenschaftler, die Manner mit dem Wissen um 
die wiedererlangte magische Technologie. Die SS-„Gendarmerie" 
sollte ein Europa von 500 Millionen Menschen beschiitzten mit Hilfe 
einer Kette befestigter Stadte in den landwirtschaftlichen Gebieten 
vom Kaukasus bis an die Ostsee. Die zivilisatorische Sendung wiirde 
sich bis zur Meerenge der Beringstraf^e erstreckt haben. Die auf 
Blutsverwandtschaft begriindete Mission hatte sich auch auf die 
beiden Erdteile Amerikas, die man friiher Albanien und 
Hvetramannaland nannte, erstreckt, ja sie hatte sich auf den ganzen 
Planeten bezogen; denn man hatte eine tiefgreifende, den Lebens- 
grund aller beriihrende Losung gefunden, auch in Ubereinstimmung 
mit der hyperboreischen und atlantischen Uberlieferung von den 
Weif^en Gottern, mit den fernsten Urspriingen dieser mythischen 
Religion. 

Zufolge der dann im Weltkrieg alles iiberschwemmenden Leiden- 
schaft weif^ man davon nichts und die Wahrheit kennt man schon 
nicht mehr und man beharrt einzig und allein auf den Darstellungen, 
wie sie die Propaganda der Siegermachte den Volkern aufgezwungen 
hat. Man wei£ insbesondere nichts davon, daf^ man im inneren 



117 



Kreise der SS, unter den Eingeweihten der Ordensburg „Wewelsburg" 
(der SS-Gleisa, „Kirche"), unter den Sonnenmenschen die Dinge 
ganz anders sah und behandelte als sonst iiblich. Im Strudel der 
politischen Ereignisse, die durch das Schicksal, sowie durch die lei- 
tenden Willensimpulse von Eingeweihten gegnerischer Stromungen 
noch beschleunigt wurden, hat man dann alles in ihre sichtbare 
poHtische Kundgebung verfalscht und diese Geschichtsfalschungen 
spaterhin verbreitet. 

Chromo und Soma 

Wir miissen diesen Dingen nun soweit wie irgend mogHch auf 
den Grund gehen. Wir haben gesagt, daf^ die Minne- 
Erinnerung die Wurzel des mythischen Gedankens derjenigen Rasse 
ist, die nach ihrer Errettung aus den grof^en Erdumwalzungen 
(Katastrophen) am Beginn der nachsintflutlichen Zerstreuung der 
Rassezusammengehorigen steht. 

Man spricht heutzutage vom „chromosomatischen" Gedachtnis als 
von derjenigen Wesenskraft, in welcher, einer bestimmten ErbHnie 
folgend, das Erinnern an die Vergangenheit Hegt. Es handelt sich 
hier also um eine Erinnerung, es ist das Erberinnern, das in einer 
Familie, einem Stamm, einer Rasse oder in einem Volke liegt. 

Das Chromosom bildet den Zellkern und es besteht aus Desoxy- 
ribonuklein-Saure, dem sogenannten DNS, in dem der Ursprung des 
Lebens vermutet wird. Die Gene, die es bildet, sind wie Grundpfeiler 
jener auf uns iiberkommenen Miinster, wie seine „Dolmen". Die 
Chromosomen rufen, betrachtet man sie im Mikroskop, den Eindruck 
kleiner Saulen hervor. Der Ausdruck Chromosom setzt sich zu- 
sammen aus Chromos (Farbe) und Soma (Form, Korper), also Farbe 
und Form. Hierin ruht die Erinnerung, das Gedachtnis. Fiir die Arier 
Indiens, die Wiedererwecker der Veden, ist Kaste = varna gleich 
Farbe. Das heif^t, die Kaste wurde geschaffen, damit wahrend der 
Eroberung des dravidischen Untererdteils Indien die Farbe (der 
eigenen Rasse) nicht verlorenging. Das Wort Kaste wurde von einem 
portugiesischen Seemann erfunden und bezieht sich auf die Ein- 



118 



teilung des Viehes in verschiedene Arten. Die Arier miissen sich ihr 
Erinnerungsvermogen, ihre Minne, die Erinnerung an den Hohen 
Norden, an Hyperborea erhalten. Und ihr geheiligtes, geistiges 
Getrank hief^ Soma, das Getrank der Unsterblichkeit, herriihrend von 
Baumen, die es nicht mehr gibt, vielleicht vom Baume des Blutes, 
vom Baume des Paradieses im entschwundenen Aryana Vaija, dem 
Ultima Thule des Hohen Nordens. 

Der urspriingHche Lebenssaft, das Soma, ist verlorengegangen. Er 
war weif^ und wurde auf dem Gipfel des Berges im Hohen Norden, 
auf dem Meru, am Dhruva oder Pol, am Scheitelchakra (dem Chakra 
Sahasrara), am hochsten Punkt des Hauptes des Gottmenschen 
getrunken. Es war das geistige Getrank der Unsterblichkeit. 

Das Haoma der Perser ist schon nicht mehr das urspriingHche Soma. 
Seine Farbe, varna, Chromos, hat sich verandert, sie ist gelb gewor- 
den. Es ist schon nicht mehr dieselbe hyperboreische, vergeistigte 
Rasse. Und auch die Vril-Kraft ist verlorengegangen, die Gewalt iiber 
zwei Welten. Spaterhin verliert sich dann auch das Haoma. Der rote, 
dickfliissige Wein nimmt dann seine Stelle ein, wie er bei den Ritual- 
opfern des Dionys und auch in der christlichen Messe verwendet 
wird. Es ist dies schon ein dunkles Getrank, welches bewirkte, daf^ 
den Erdbewohnern die Erinnerung schwand. Das Soma und das 
Haoma wurden in der Magischen Liebe verwendet. Auch der Wein 
kommt gelegentlich bei der tantrischen Paarung, dem Maithuna, vor. 
Man behauptet neuerdings, daf^ das LSD (Lysergsaurediathylamid) 
das sagenhafte Soma sei, das man im Wassermannzeitalter wieder- 
entdeckt habe. Manche empfehlen seine Anwendung bei der tan- 
trischen Paarung, dem Maithuna. Das ist jedoch ein Irrtum, well wir 
uns noch am kritischen Punkt des Kaliyuga befinden. 

Das urspriingHche Soma wurde auf dem Heiligen Berge des Pols 
getrunken. Es wurde aus dem genau an der Polarachse befindlichen 
„Baume des Lebens" gewonnen und am Scheitelchakra (oder dem 
Chakra Brahmas) nahe der Grof^en Leere und dem Absprungspunkt 
in die Schale der Wirbelsaulenachse des Eingeweihten eingeschenkt. 

In dem Getrank des vergeistigten Blutes fanden die Arier ihren 



119 



gottlichen Ursprung, ihre Erinnerung wieder. Das Soma verlieh die 
arische Macht (Hvareno), offnete Vril, das dritte Auge und ermog- 
lichte es, die auf^erirdischen gottlichen Vorfahren der friiheren Erde 
und vom verlorenen Paradies, dem Paradesha oder der Hoheren 
Region (im Sanskrit mujavat genannt) zu schauen. Damit die 
Erinnerung an das Paradies nicht verlorengeht, schickt die Gottheit 
einmal eine Taube mit einem Somabaumzweig im Schnabel in den 
Siiden, damit es auch dort getrunken werden kann. Auf diese Weise 
wird die hyperboreische Uberlieferung auch bis hin zum anderen 
Ende der Erde getragen, wobei die beiden Pole, Nord- und Siidpol, 
miteinander verbunden werden. Wir haben schon gesehen, daf^ die 
Taube das katharische Sinnbild fiir den Paraklet, den Heiligen Geist, 
ist. Es wird berichtet, daf^ Esclermond de Foix, die Erbauerin des 
Schlosses von Montsegur, sich in eine Taube verwandelt und zu den 
weitesten Bergen Asiens fliegt. Etwa nach Shamballah oder Agarthi? 
Die Weif^en Gotter Amerikas sind ebenfalls hyperboreische Tauben, 
die von der Gottheit dorthin entsandt wurden. 

Die germanischen Troubadoure, die Minnesanger, sangen von der 
Minne, der Erinnerung. Minne bedeutet aber auch Liebe, Amor. Man 
besang also dann die Erinnerung an die Liebe. Man hat gesagt, daf^ 
Amor aus den zwei Silben a und mor besteht, was bedeute, „ohne 
Tod", ewiges Leben. Unsterblichkeit. Die Troubadoure besangen die 
Erinnerung an eine Magische Liebe, die den Tod besiegte und die 
Ewigkeit verlieh. Es war dies die Liebe der Priesterinnen von Thule, 
von Agarthi. Jean Paul sagt: „Die Erinnerung ist das einzige Paradies, 
aus dem wir niemals vertrieben werden konnen." Die Harden und die 
Minnesanger besangen die Erinnerung an eine schon von ihren 
Ahnen im Monat Mai (der Mayas) empfundene Liebe, wenn sich 
Konig Laurin's Rosengarten offnete, der vielleicht garnicht in Tirol zu 
suchen war, sondern im fernen Asgard, jener von den hyper- 
boreischen Ariern im Kaukasus gegiindeten Stadt, von der einst der 
Gott Wotan auszog. 

Und sie sagten: „Gib mir eine schone Rose der alten Zeiten". Da 
offnete sich die Pforte zum Garten und der Troubadour konnte in die 
Ewigkeit eintreten. Die germanischen Troubadoure iibten den kul- 



120 



tischen Brauch des „Minnetrinkens", bei dem sie im Gedenken an die 
Liebe, in Erinnerung an die Ewige Liebe, das Ewige Leben zu trinken 
pflegten. Sicherlich trank man das Soma, das magische Blut der 
Rasse, in dem noch die Erinnerung an Hyperborea kreist, an die 
Priesterinnen mit dem goldenfarbigen Haar, an das ewige Eis und an 
den Morgenstern. Sie erhoben die Steinschale und sagten: „Freund, 
schenk' mir den Soma ein. Der Steinbecher verkiindet mir, daf^ ich 
wieder sein werde, er raunt es mir in einer unbeschreiblichen Stille 
ins Ohr." 



Eine unterschiedliche Auffassung von der Wiederverkorperung 

Wir werden nunmehr versuchen, die Frage zu beantworten, die 
wir iiber die Wiederverkorperung gestellt haben. An welche 
Art der Wiederverkorperung glaubten die Druiden und die einge- 
weihten Katharer? Wir stellen uns vor, daf^ sich ihre diesbeziigliche 
Anschauung schon im Minnebegriff andeutungsweise wiederfindet 
und nicht allzuviel mit der vereinfachenden und romantischen 
Entwicklung eines Glaubens an die Wiederkehr einer bestimmten 
Personlichkeit, eines ichbestimmten Wesens zu tun hat, das auf einer 
zoologischen, gewissermaf^en darwinistischen, durch Entwicklung 
bestimmten Stufenleiter auf- oder absteigt und dabei bis zum Tier 
herabsinken oder zu den Engeln aufsteigen kann, zufolge eines 
ziemlich stark von Zerknirschung und Schuldbewu£tsein gefarbten 
mechanischen, „Karma" genannten Gesetzes. Dies ist die Anschau- 
ung der Theosophen und der westHchen Okkultisten Ende des 
vorigen und Anfang dieses Jahrhunderts, die in romantischen und 
pseudomystischen Romanen entwickelt wurde. Unwissende Zauberer 
und „Schamanen" glauben auch, da£ sich der Mensch nach seinem 
Ableben in Kroten, Fiichse oder Schlangen verwandelt. 

Die Auffassung von der Minne ist dem volHg entgegengesetzt. Sie 
beruht auf der Riickbildung bzw. Verstofflichung und nicht auf der 
Weiterentwicklung, sie beruht auf der „Erinnerung an ein verloren- 
gegangenes, gottHches Leben", an ein Goldenes Zeitalter. Es ist nicht 
der Mensch, der vom Affen abstammt, sondern es ist der Affe, der 



121 



sich vom Menschen her zuriickentwickelt, so wie sich der Mensch 
von den gottlichen Welten, vom Gottmenschen her entfernt, zuriick- 
gebildet hat. 

Selbst die Erde, auch Mutter Natur genannt, auf der die schHmmsten 
Grausamkeiten und Verwirrungen geschehen, ist die Riickentwick- 
lung einer anderen, einer Geistigen Erde, die sich mogHcherweise im 
Menschen selbst befand. Sie ist daher die Aufschichtung unaus- 
gesprochener Mangel oder stillschweigender Laster, von bereits von 
Anfang an im Ganzen Menschen angelegten Moglichkeiten, oder 
aber sie ist das Ergebnis von Einwirkungen der ewig zerstorerischen 
Gegenkraft, des Chaos, des Nichts oder, wie die Katharer sagen 
wiirden, des „Prinzips des Bosen." Es gibt jedoch auch eine Friihere 
und eine Innere Erde mit einer anderen „Natur", und dorthin wird 
man zuriickkehren, nachdem die gegenwartige Erde erst einmal 
umgestaltet worden sein wird. 

Im Rahmen dieser Auffassung ware also auch das Tier der au£ere 
Ausdruck von Neigungen und Moglichkeiten, die im kosmischen, im 
Ganzen Menschen von jeher angelegt sind, in dem geteilten Grof^en 
Menschenwesen, dem Anthropos, der in die VerauEerlichung 
gebracht nun ganz in sich begrenzt und sozusagen nach auEen hin 
verhartet ist. 

Die Katharer wollten von der gegenwartigen Erde nichts wissen, und 
wenn sie sie verlief^en, dann stiegen sie auf von Stern zu Stern bis 
sie hin zu Gott gelangten. Ihre Anschauung von der Wiederverkor- 
perung diirfte die gleiche gewesen sein, wie sie auch aus den 
Begriffen Minne-Manas-Mani-Mente-Mens-Manisola hervorgeht, aus 
ihren Einweihungsfeierlichkeiten, in deren Verlauf sie zum Ursprung, 
zur Ganzheit zuriickkehrten. Wir haben diese so tiefe, hyper- 
boreische Anschauung iiber die Wiederverkorperung im letzten Teil 
unseres Buches „Ersie {Elella), das Buch von der Magischen Liebe" 
behandelt. Darin gehe ich auf den Gedanken der Wiederverkor- 
perung bei der mannlichen, kriegerischen, polaren Einweihung ein, 
die demjenigen der weiblichen Einweihung, der jetzigen Erde, der 
Mutter und der mutterrechtlichen Anschauung gegeniibersteht. 



122 



durch welche das vom Manne losgeloste Weib zur Wirkung kam, das 
sich nur noch der Reproduktion der nach der grof^en Teilung - der 
ersten aller Katastrophen - verbliebenen und in alle Welt verstreuten 
Telle widmete. 

Im „Gastmahr' Plato's spricht Diotima von einer Wesenheit oder 
einem Menschen-Urbild, das in alien Menschen seinen Ausdruck 
fande, die sich ja hier unten auf Erden nur zur Priifung befanden. 
Die Unsterblichkeit konne nur erlangt werden durch die Bewahrung 
und Vermehrung der Art in der Fortpflanzung. Das ist die weibliche 
Einweihung, die der Agaischen Mutter. Die hyperboreische, arische, 
olympische Einweihung hingegen hat eine andere Auffassung von 
der Unsterblichkeit. Die biologische Gattung, die Familie, die Rasse, 
das Volk kann zwar vergehen, der Mann jedoch kann immer fort- 
dauern als Mitglied eines Eingeweihtenordens, einer druidischen, 
hyperboreischen geistigen Vereinigung, in der gelehrt wird, daf^ man 
die Unsterblichkeit erreichen kann durch bewuf^tes Zusammen- 
wirken gnostischer Erkenntnis mit der urbildlichen Wesenheit, der 
Monade, von welcher der Mensch eine riickentwickelte, verstoff- 
lichte Erscheinungsform ist. Erinnern wir uns an das, was uns C. G. 
Jung in seinen hinterlassenen „Erinnerungen" berichtet: Er war 
schwer krank und sah, wie er, im Raume schwebend, sich einer 
Wesenheit mehr und mehr naherte, die mit iibereinander gekreuzten 
Beinen im sogenannten Lotussitz dasa£ und „uber sein (Jung's) 
eigenes Leben" nachdachte. Und er war nun nahe daran, sich mit 
dieser Wesenheit zu vereinen, sich mit ihr zu verschmelzen. Aber 
Jung widersetzte sich, er starb nicht und kehrte mit Miihe in seinen 
Korper, in seine irdische Erscheinungsform zuriick. 

Eine unvoUendete Symphonie 

Die Wiederverkorperung ware somit der wiederholte Versuch, 
innerhalb eines bestimmten, endlichen Zeitraumes und eines 
geschlossenen Kreises ein- und derselben Wesenheit oder Monade, 
ein Geschehen, gewissermaf^en den Leitsatz einer Symphonie zu 
vollenden und dabei zu versuchen, zur ewigen Harmonie, zur „Musik 



123 



der Steinzither" zum Gral zu gelangen. Denn jene Monade muf^, um 
sich ihrer selbst bewuf^t zu werden, ihre Erscheinungsform in 
gewisser Weise als Mensch, als Sohn verewigen. Man hat gesagt, daf^ 
„Gott sich die Welt nicht in letzter Vollendung vorgestellt hat und 
da£ er diese nur iiber den Menschen erreicht." Und im freien 
Willensentscheid des Eingeweihten, des heiHgen Kriegers ist 
womogHch die UnsterbHchkeit der Monade mit im Spiele. Ewigkeit 
bedeutet fiir den Gnostiker Wissen. „Nachdem Jehova {Jahwe) Adam 
und Eva in einer Welt von Not und Triibsal gefangenhielt, brachte 
ihnen Luzifer das Wissen um Gut und Bose, das rettende und 
vergottlichende Wissen" sagen die ophytischen Gnostiker (ophis 
bedeutet Schlange). Luzifer ist der Lichttrager der Gnosis (Gottes- 
offenbarung) . Die luziferischen Anstrengungen zum Hervorbringen 
des halbgottlichen Menschen werden mit der UnsterbHchkeit 
belohnt, die in geheimnisvoller Weise der Monade damit niitzt, well 
sie dadurch an Weisheit zunimmt. Die Verewigung der Erscheinungs- 
form bezieht sich auch mit auf den Korper, wie es die tantrischen 
Siddhas behaupten. Der Unsterbliche wird, wie Enoch, in einem 
Feuerwagen der Erde enthoben. 

Die UnsterbHchkeit ist nicht fiir alle. Sie muf^ in schonungslosem 
Kampfe errungen werden, Tag fiir Tag hier unten auf der Erde. Und 
nur von einigen wenigen Siegern wird sie errungen. 

Die Wiederverkorperung ist nicht die Riickkehr eines personlichen 
Ichs, das iiber neue Korper und andere Lebensablaufe verfiigt. Die 
Wiederverkorperung ist dasselbe Ich und derselbe Lebenslauf, die 
sich wesensgleich innerhalb eines Zeitraumes und einer begrenzten 
Anzahl von Versuchen in einem Nietzscheanischen Kreislauf der 
„ewigen Wiederkehr" wiederholen; das gleiche Geschehen wie die 
Weise eines Leitmotivs innerhalb eines „Familien-Urbildes", das jene 
„Note" oder jenes „Ich" in einer gewissen Anzahl von Folgen wieder- 
holt, den perfekten, unsterblichen Klang in verschiedenen Zeit- 
starken, in unterschiedlichen Stellungen des Kreises, jedoch damit 
iibereinstimmend, sucht. Der Archetyp, die Monade, der Purusha im 
Sanskrit verfiigt iiber eine gewisse Anzahl von Tonschwingungen als 
seine „Familie", seine „Rasse", seine „Blutlinie", und durch diese wie- 



124 



derholt aufklingenden Schwingungsfelder (Wiederverkorperungen) 
hindurch ist er bemiiht, diese seine Weise der Vollkommenheit zu 
finden. Wenn sich die Familie, die Rasse oder das Volk zu einer 
Gemeinschaft von Eingeweihten wandelt, in ein „Haus der Fami- 
lie" (wie in meinem Buche Elella), dann vermehren sich die Moglich- 
keiten der Unsterblichwerdung aufgrund der durch Einzelpersonlich- 
keiten hervorgebrachten Tonschwingungsfelder, wobei schlief^lich 
jedes einzelne eine Klangweise darstellt. Daher bietet sich obendrein 
dem Engel, dem Urbild, dem in die Materie eingekorperten Gott die 
MogHchkeit der Errettung. Das Auffinden des „Aus-weges", der 
schmalen Pforte, um von hier aus in die UnsterbHchkeit zu en- 
trinnen, wird mogUch. Deshalb war es zweifellos gut, daf^ Jung 
damals nicht starb, da er dann in seine Monade zuriickgekehrt ware, 
in sein - wenn auch nur mittelbar „dem Sinn seiner Weise, seiner 
Melodie nachsinnenden" - Urbild. 

Das im Blute begriindete chromo-somatische Gedachtnis ermoglicht 
die Riickerinnerung an die unablassig aufklingende, die immer 
wiederkehrende, die einem stets wieder in den Sinn kommende 
ureigene Weise, und man muf^ versuchen, den ihr innewohnenden 
Sinn in steter Ubung solange zu vollziehen, bis ihre unvergangliche 
Vollkommenheit erreicht ist. Es ist die Erinnerung an einen Bund mit 
unserem ureigenen, in uns ruhenden Gott, oder mit den Gottern, mit 
Luzifer, dem Herrn der Verklarung und der Goldenen Apfel aus dem 
Garten der Hesperiden. Die Vorahnungen muten an wie eine 
„Erinnerung an die Zukunft" in der Kreisung der ewigen Wiederkehr, 
an das kiinftige Geschehen, weil es ja war, wird es, sich wieder- 
holend, wahr werden. Auch hier in der blutgebundenen (chromo- 
somatischen) Erinnerung sind Spuren aus den kosmischen Kata- 
strophen, dem Versinken von Atlantis und dem Verschwinden von 
Thule bewahrt, von alledem, was wieder sein wird, weil es schon 
einmal wahr war. 

Die Einweihung besteht teilweise in der Kunst, das Bluterinnern 
wieder aufleben und es dahin kommen zu lassen, daf^ die unsterblich 
machende Weise, die ewige Melodie vollendet werde ganz aus dem 
freien Willen, der den eingeweihten Krieger hinfiihrt zur Offen- 



125 



barung von Hyperborea. 

Wenn es mir zuweilen moglich ist, mich an das verlorengegangene 
Avallon zu erinnern, jene wundervolle Stadt der Goldenen Apfel mit 
ihren versinnbildlichten Friichten und Tieren, die, als ein uneinge- 
schrankter Teil des Menschen mit ihm sprechen konnten, so ist das 
moglicherweise meinem keltischen, druidischen und westgotischen 
Ahnenerbe aus Villa de Mura von Mondouedo in Galicien, unweit 
von Santiago de Compostela, jenem „Sternenfelde" zuzuschreiben 
und auch dem Umstande, daf^ ich in der Nahe des Siidpoles geboren 
bin. Das alles geht nach innen, in das Bluterinnern. Es ist dies die 
Minne, und es ist dies auch ein Teil meiner polaren Einweihung. Es 
ist dies meine „Wiedereink6rperung", meine Klangweise, meine 
Melodie. 

Die Einweihung von Compostela 

Man darf sich nicht scheuen, es zu wiederholen: Waren die 
Katharer nicht vernichtet worden, hatte die Geschichte 
Spaniens und folglich auch die unseres Amerika einen anderen 
Verlauf genommen. Trotzdem lebt aber unter den Felsen und den 
Steinen der oberirdischen Erde ein heimliches, heidnisches Spanien 
weiter, ein viel alteres und tiefer verwurzeltes Spanien als das unter 
einem ihm auferlegten Christentum. Der Einweihungskult des 
Mithra, in den sich das Christentum raubend und pliindernd hinein- 
gedrangt hat, um ihn zu verfalschen und zu verauf^erlichen, lebt in 
den Stierkampfen fort, die in Wirklichkeit ein „mithraistischer" 
Gottesdienst sind: Der Stierkampfer ist der Eingeweihte, das Selbst 
im Kampfe mit den Kraften der niederen Natur, mit dem Drachen, 
um sie zu iiberwinden, sie alchemistisch umzuwandeln. Im Mithras- 
kult muf^ der Stier sinnbildlich getotet werden, damit der Einge- 
weihte in die Welt hoherer Schwingungen des Sonnenlichtes, in die 
Vergottlichung gelangen kann. Das alles spielt sich in allgemein 
verstandlicher Form (exoterisch) in der „Messe", dem Mef^opfer des 
Stierkampfes ab. Und das Volk nimmt es in seine tiefe Gemein- 
schaftsseele auf. In der mittelalterlichen Stadt Medina celi (arab. 
medina = Stadt, celico = poet, himmlisch) findet einmal jahrlich das 



126 



heidnische iberokeltische und mithraistische Fest des „Toro 
flamigero", des flammenspriihenden Stieres statt, wo man dann 
gemeinsam sein Feuerfleisch zu sich nimmt, den Wein seines Blutes 
trinkt und in einem dionysischen Kreise tanzt. 

Die Legende von und die Wallfahrt nach Compostela ist in Spanien 
in das mittelalterliche Christentum aufgenommen und entsprechend 
umgestaltet worden. Miguel de Unamuno schreibt, daf^ „der in 
Compostela Begrabene ein anderer war." Freilich war es nicht der 
Apostel St. Jakob (Santiago), der Altere. Und Louis Charpentier 
schreibt in seinem Buche: „Das Geheimnis von Compostela", daf^ 
Compost die Bedeutung von „Meister des Sternes" hat. Die Wallfahrt 
ist vorkeltischen, sagenhaften Ursprunges; die Iberer, angeleitet von 
den druidischen Magiern, nehmen sie wieder auf. Es ist ein Ein- 
weihungsweg iiber die pyrenaischen Abgriinde hinweg; in Wirklich- 
keit ist es eine alchemistische Pilgerfahrt von Tod und Auferstehung 
hin zur Milchstraf^e auf der Heimkehr zum Sterne des Ursprunges. 
Am Ende der MilchstraEe befindet sich das Sternbild des Grof^en 
Hundes. Der Apostel Santiago der Altere hatte immer seinen Hund 
bei sich. 

Diesen Weg schlugen der Gott Lug und die Ligurer ein. Ich bin der 
Meinung, daf^ er hinfiihrte bis in die Eisregionen auf der Suche nach 
Hyperborea und nach dem Atlantis der Nordsee und nicht, wie 
Charpentier glaubt, bis zum Atlantik. Immer auf der Suche nach den 
Regionen des ewigen Eises. Auch ich hatte in der Antarktis einen 
Hund, der mir den Weg zu den dort verborgenen Oasen zeigte. Es ist 
dies das ewige Urbild, das unvermeidlich auf dem Wege der Ein- 
weihung immer wieder auftaucht, den die Pilger der Morgen- 
dammerung, die Wachter der Morgenrote vom Orden des Morgen- 
sternes beschreiten. Der Pilgerweg von Compostela ist der Weg des 
Luzifer, des Morgensternes. Von Compostela geht es weiter nach 
Stonehenge auf den Inseln Britanniens, welche man alchemistisch 
Albion (die Weif^e) nannte; die Toteninsel von Avallon, dem iibrig- 
gebliebenen Rest des verschwundenen Atlantis von Helgoland und 
des Thule vom Polarkreis. Weil er hieran glaubte, vernichtete Hitler 
die englischen Streitkrafte in Diinkirchen nicht und marschierte nicht 



127 



in Albion ein. Das war auch der Grund fiir die Reise von Rudolf Hess 
in das keltische Schottland. In dem Buch des nordamerikanischen 
Oberstleutnant Eugene K. Bird „The loneliest Man in the 
World" („Der einsamste Mann der Welt"), auf das wir noch zuriick- 
kommen werden, bestatigt Hess, daf^ Hitler die englischen Expe- 
ditionsstreitkrafte nicht vollig vernichten wollte, wobei er sich seinen 
Generalen widersetzte. 

Beziiglich der Legende von Compostela und ihrer Einweihung 
glauben wir, auf eine hierzu bedeutsame Anmerkung Ezra Pound's 
hinweisen zu sollen, die er so nebenbei in seiner Studie „The Spirit 
of Romance" („Der Geist der Romantik") macht. Indem er sich auf 
Shakespeare bezieht, fiigt er in Klammern hinzu „Jacquespere", d. h. 
„Vater Jacques". Jacques ist Santiago, und Jacques war der 
Gemeinschaftsname, oder der Name einer eingeweihten Gemein- 
schaft von Steinbaumeistern, von Alchemisten, welche die Materie 
umgestalteten; der Orden der eingeweihten Pilger von Compostela. 
Somit ware Shakespeare ein symbolischer, ein Gattungsname, der 
auf den Schliissel hinweist, den man in den Shakespear'schen 
Dramen und im alten Albion von Stonehenge, dem wesentlichen 
Punkt der Pilgerreise von Compostela, welche mystisch in den Eis- 
regionen von Hyperborea und in dem entschwundenen Thule endet, 
zu suchen hat. 



Hat Ezra Pound seine Werke verschliisselt? 

Es ist wichtig, diesem Fingerzeig Pounds besondere Beachtung zu 
schenken; denn er wiirde uns auf das hinweisen, was er iiber 
den in der gesamten romantischen Literatur und in den Werken der 
Troubadoure vorhandenen mystischen Hintergrund wuf^te. In seiner 
angefiihrten Arbeit bezieht er sich auf verschliisselte, verkalte 
Darstellungen. 

Wahrend unserer Begegnung in Venedig gab er das zu, indem er sein 
Schweigen brach: „Ich habe mich nicht mit den mystischen Ge- 
dichten und auch nicht mit der Mystik der Troubadoure befaf^t: ich 
hatte nur mit Literatur zu tun, die sich auf sie bezog." 



128 



ijbrigens hat Pound einige Jahre in England als Sekretar und Freund 
des Dichters W. B. Yeats, eines Mitglieds des Eingeweihtenkreises 
„The Golden Dawn" (Die goldene Morgendammerung) gearbeitet. 
Diese Gesellschaft stand in Verbindung mit der Thule-Gesellschaft in 
Miinchen, von wo aus der Nationalsozialismus seinen Ursprung 
nahm. Der Plug von Rudolf Hess, eines Mitglieds der Thule-Gesell- 
schaft, wird nach Schottland dirigiert, um sich dort mit den Mit- 
gliedern der Gesellschaft vom „Golden Dawn" zu treffen. 

Ezra Pound hat das Thema der Magie oder Einweihung nie 
behandelt, was nicht bedeuten muf^, daf^ ihm diese Dinge unbekannt 
gewesen waren. Das kann sein Geheimnis gewesen sein. Am Ende 
seiner Tage lebte Pound mit dem I-Ging, dem Horoskopbuch des 
tausendjahrigen China, bei dem er sich taglich Rat holte. 

Manchmal wage ich, zu denken: Hat nicht etwa auch Pound in 
seinen Gesangen oder Cantos, in jenen oft so unbegreiflich anmuten- 
den Gedichten, wie auch die Prophezeiungen des Nostradamus, 
manches verschliisselt oder verkalt? Und hat er uns darin nicht 
vielleicht auch einen Schliissel hinterlassen? 

Die Ahnlichkeit Pounds mit den Katharern (auch er erstieg den 
Montsegur) konnte man aus den folgenden von seiner Hand 
geschriebenen Satzen entnehmen: „Wir wiinschen eine europaische 
Religion herbei. Das Christentum ist durch die semitische An- 
steckung zerfressen. Woran wir wirklich glauben, das sind die 
vorchristlichen Elemente, die vom Christentum nicht ausgetrieben 
werden konnten." 

„Jehova ist ein in das Nest Europa gelegtes Spatzenei. Er hat 
keinerlei Verbindung zu dem Gott Dantes. Sein letzter Begriff von 
erhabener Liebe und Intelligenz kommt nicht aus dem Alten 
Testament." 



129 



Der Hund der Goten, der Hund Gottes 

Es sind die Westgoten in Spanien die, au£er daf^ sie bei vielen 
Leuten dort blaue Augenfarbe und blondes Haar hinterlassen 
haben, die Uberlieferung der Einweihung des Sternenweges wahren, 
der iiber die geheimnisvollen Bernsteinstraf^en in das Polargebiet des 
Nordens fiihrt. Louis Charpentier, der fanatisch gegen die Deutschen 
(Germanen) und gegen das Nordische ist, will absichtlich von dieser 
Sachlage nichts wissen, und er verlegt den sicherlich polaren Ur- 
sprung der Grof^en Uberlieferung des Goldenen Bandes zum Atlantik 
hin. 

Die Westgoten sind ein aul^ergewohnliches Volk. Von ihren An- 
fangen her sind sie Eingeweihte. Da sie den Namen Gottes als 
Gattungsnamen angenommen haben, konnen sie anders auch gar- 
nicht sein. Godo (von visigodos) kommt von Goth, Gott. Es gibt die 
Ostgoten, die „leuchtenden Goten", leuchtend wie das Goldene Vlies, 
und die Westgoten, die „weisen Goten". Sie waren Bewohner des 
mythischen Asgard oder Midgard (auch Ort der Mitte) im Kaukasus, 
wurden von den Elementarwesen angegriffen und muf^ten, ange- 
fiihrt von ihrem heldischen Gott Wotan oder Odin nach Westen aus- 
wandern. Ihre geheimnisvolle Sprache ist die der magischen Runen- 
Zeichen; diese Runen schwingen im zwischenatomaren Bereich und 
haben Macht iiber den Stein, den Baum, die gesamte Natur, die 
Himmel und die Spharen. 

Nach einer Voraussage werden sie, angefiihrt vom Weif^en Ritter, 
Asgard wiedererringen. (Gibt es zwischen dem Weif^en Ritter etwa 
eine Verbindung zu der arischen Legende der Hindus vom Weif^en 
Ro£, auf dem einst Wischnu daherreitet, um am Ende des Kaliyuga 
Recht zu sprechen, zu richten?) Die Westgoten sind Wissende und 
ihre Bildung und Gesittung (Zivilisation) ist erhaben und gerecht. 

Ihr wirklicher Ursprung liegt im Hohen Norden und ihre tiefe 
Sehnsucht geht zum Hohen Norden, zu Luzifer, dem Gott des 
befeuchteten Lichtes, zur Weif^en Sonne, zum Berg der Offenbarung 
in der tiefsten Mitternacht, zum Stern von Elella. 

Das Languedoc der Katharer ist westgotisch. Die westgotischen 



130 



Konige sind Arianer, das heif^t Ketzer. Sie sind Anhanger des Arius, 
der behauptete, der Sohn sei nicht unsterblich, da er ja vom Vater 
gezeugt wurde. Rom wird ihm das nicht verzeihen. Eine ganze Reihe 
gegen das Germanentum gerichteter Legenden, zu deren Fiirspre- 
cher sich Charpentier macht, wirkt sich noch bis in unsere Tage un- 
giinstig auf die volkerkundlichen Gegebenheiten des Westgotentums 
des katharischen Siidfrankreich und des verborgenen Spanien aus. 

Charpentier glaubt auch, daf^ die Basken atlantischen Ursprunges 
mit ihrer heiHgen Sprache beauftragt seien, die UberHeferung der 
Einweihung des Pilgerweges von Compostela, des Sternenweges, zu 
hiiten, und daf^ die Druiden wahrscheinHch die Magier der 
baskischen Cotter- und Heldensagen gewesen seien, die Maxa Jaun, 
die Herren iiber die Naturgewalten. Die irische Legende berichtet, 
daf^ die Druiden aus Spanien gekommen sind. Vielleicht sind diese 
die Tuathas de Dannan der Sagen, die gottHchen Lehrmeister, die 
vom Sterne, von der Venus gekommen sind. 

Trotzdem ist es jedoch eher mogHch, daf^ das Ceheimnis bei den 
Cagots, den Bewohnern der katharischen Pyrenaen, Hegt. Auf der 
spanischen Seite nennt man sie „agotes" (die Leute aus dem Tal von 
Baztan, Navarra), jene geheimnisvollen verbannten Wesen, die sich 
seit Jahrhunderten hinter den Cebirgsketten verbergen, wie von 
einem Fluche verfolgt. Man beschuldigt sie, das Kreuz Christi 
angefertigt zu haben. Sie tragen auf ihrer Schulter das Wahrzeichen 
des CansefuEes in roter Farbe. SicherHch waren es Anhanger 
Luzifers, des Cottes der VerHerer. Man kennt die Bedeutung des 
Namens Cagots, den man ihnen beigelegt hat, nicht. Man hat 
vermutet (cane-gots) „Hunde der Coten" - wieder taucht der Begriff 
Hund auf, hier „Hund Cottes". Otto Rahn meint, der Begriff sei 
abgeleitet von Katharer (cataro) und Cote. Die Cagots waren somit 
die letzten Nachkommen der nichtbekehrten Katharer, der 
„katharischen Rasse", der Rasse der Westgoten, Cermanen, Nord- 
lander, Hyperboreer. Sie sind weif^, blond und hellaugig. Im Cegen- 
satz zu dem, was Charpentier glauben machen will, geht die Uber- 
Heferung weit zuriick, noch iiber Atlantis hinaus, dessen drama- 
tisches Versinken noch gar nicht solange her ist und in wiederholten 
Schiiben stattfand. 



131 



Und in diesen gesamten siideuropaischen Gebieten war einst eine 
nordisch-germanische Zivilisation hyperboreischer Uberlieferung ver- 
breitet mit der „Erinnerung an die verlorengegangene Liebe", mit 
ihrem Heimweh und ihrer Minne, was alles vom christlichen Rom, 
aus den Tiefen seiner semitischen Seele, zutiefst gehaf^t wurde. 
Charpentier verbreitet dieses romische, lateinische, judao-christliche 
Vorurteil, diesen wilden Haf^ gegen alles germanisch-hyperboreische, 
katharische, ketzerische, luziferische und sonnenhafte weiter, in 
Unkenntnis der planetarischen Einweihung und einer friiheren, 
polaren Kosmogonie, eines „Prologes zur Geschichte", wie Berdjajew 
sagen wiirde. Im Siiden und in den Gebieten der Pyrenaen stellen 
die Cagots ebenso ein Geheimnis dar wie die weif^en Ureinwohner 
Indiens, die Todas, und deuten moglicherweise auf eine diesen 
Volkerschaften ahnliche Abstammung hin, die von einem polaren 
Hauptstamm des mythischen Nordens, der verschwundenen Erde im 
Hohen Norden, losgerissen wurden. Ich habe diese weif^en Urein- 
wohner im Gebiet von Mysore, in Uttakamund, in Siidindien 
gesehen, wie sie in Hiitten ahnlich den Iglus wohnten, die, wenn 
auch aus Stroh und geflochtenen Zweigen bestehend, auf eine sehr 
alte Moglichkeit zum Uberleben im Eise hindeuten. Sie ahneln auch 
den keltischen „Pallosas" in Galicien mit ihren Runddachern. 

Die „chilenische Rasse" 

Die in dem Buche „Raza Chilena" von Nicolas Palacio geauf^erten 
Gedanken sind von Francisco A. Encina in seiner „Geschichte 
Chiles" und in seinem Buch „Portales" aufgegriffen worden. Er 
behauptet, daf^ der chilenische Charakter westgotisch sei. Zufolge 
des in dem Konigreich Chile andauernden Krieges, der nahezu vier- 
hundert Jahre wahrt und gegen die kriegstiichtigen Einwohner 
gefiihrt wird, verlieren die spanischen Kriegsscharen hier mehr als 
das Doppelte an Menschen als bei der Eroberung des iibrigen 
amerikanischen Kontinentes. 

Es bildet sich in Chile ein kriegerischer Geist heraus und es formt 
sich daraus eine harte, widerstandsfahige Rasse; denn es sind 
Westgoten, die von Spanien als Verstarkungen nachkommen, sich 



132 



mit den eingeborenen Kriegern vermischen und die in dem ganzen 
Gebiet nahezu vierhundert Jahre lang ein Leben fiihren wie in einem 
Truppenlager. Die vor mehr als hundert Jahren von Vicente Perez 
Resales begiinstigte deutsche Einwanderung findet beim Chilenen in 
welchem (nach Hans F. K. Giinther) „das nordische Element" und 
(nach Spengler) „der Geist des Preuf^entums" vorherrscht - wobei 
beides mehr im Sinne von „Rassegeist" als biologisch aufzufassen ist 
- eine verwandte Geisteshaltung vor. 

Der Spiritualismus kommt von den Kelten, den Germanen, vom Arier 
des Hohen Nordens, von den Alten Galiciens, Kastiliens und der 
Berge Asturiens. 

Chile ist das Land des Einsamen Sternes, Venus-Luzifers und des 
umgekehrten Hyperborea des Siidpols, des tiefen Siidens. Der Gral 
der Katharer aus den Pyrenaen, der Gral des Pilgerweges von 
Compostela, des magischen Mittelpunktes, des San Juan de la Pena 
des Smaragdedelsteins, der Schale der Wiederauferstehung und des 
Lebens, sie sind in das Land des Einsamen Sternes und in die Oase 
des Siidpols gebracht worden. 

Nach Chile kommen auch die Basken, die sich vollig den iibrigen 
dort lebenden Volksstammen angleichen, sodaf^ sie ihre Sprache 
vollig vergessen. Und das ist schade; denn es kann sein, daf^ es den 
Basken als ihre Sendung aufgetragen war, eine uralte Sprache voll- 
kommen zu bewahren, die nach Ansicht von Charpentier die heilige 
Sprache der Atlanter gewesen sein soil. 

Nun etwas fiir die an Volker- und Sprachkunde Interessierten: Als 
ich eines Tages im Unterengadin durch die Alpen wanderte - ich kam 
vom Oberengadin her, wo ich das Haus besuchte, in dem einst 
Nietzsche gewohnt hatte - beabsichtigte ich, meinen Weg auf einer 
der durch Siidtirol fiihrenden Bernsteinstraf^en fortzusetzen, eine 
der Straiten, die im Sinne des rechtslaufigen Hakenkreuzes nach 
Norden, hin zum entschwundenen Thule fiihrt. Schlief^lich befand 
ich mich nach stundenlangem Aufstieg einem beeindruckenden 
Berggipfel gegeniiber, der hier und da mit Gletschern bedeckt war. 
Man nennt ihn den (Piz) Buin. In diesem ganzen Bezirk wird die alte 
ratoromanische Sprache bzw. das Ladinische - wie man uns sagte 



133 



eine Art Neulateinisch - gesprochen, und man versteht dort das alte 
Ratisch oder Graubiindnerisch und die Mundarten von Tirol, Friaul 
und des heutigen Triest. 

Mit Ladinisch bezeichnet man auch Ausdriicke aus dem Altkasti- 
lischen sowie aus dem vom Latein abgeleiteten Romanischen. 

Vor mehr als zwei Jahrtausenden sind die romischen Legionen hier 
durchgezogen. Aber von welcher Rasse wurden damals dieses 
Hochgebirge und diese Passe bewohnt? In die Wande der alten 
Wohnstatten sind Hakenkreuze eingeritzt. 

Der Schweizer Kanton Graubiinden grenzt an Osterreich und an das 
italienische Tirol, an jenes ganze Gebiet von Meran und Bozen, an 
jenes Bozen, das einst von dem Gotenkonig Theoderich II., dem 
grof^artigen Dietrich von Bern (Verona) beherrscht wurde. Hier fiihrt 
der Troj de Reses, der Rosenpfad Tirols vorbei, der vielleicht jene 
Bernsteinstraf^e ist, die Straf^e jenes geheimnisvollen Steines, viel- 
leicht des Grals, die nach Norden, zum Berge der Begegnung in der 
Hohen Mitternacht fiihrt, die Straf^e dieses Steines oder Schatzes der 
im Besitz der Goten war. Gerard de Sede meint, die Goten seien aus 
anderen Welten, von anderen Sternen gekommen. Und der kirchen- 
heilige St. Augustin will die Romer davon iiberzeugen (und erreicht 
das scheinbar auch), daf^ „die Goten Leute sind, die sich von euch 
und von uns unterscheiden." 

Mit „uns" meint er die Semiten, weil ja St. Augustin einer von ihnen 
war. Dietrich von Bern war Arianer. Daraus entspringt die schwarze, 
lateinisch-semitische Legende von gotischer und germanischer 
Ethnologie, in der das Volkstum der Goten und Germanen herabge- 
wiirdigt wird. 

(Mussolini sprach von den „Barbaren des Tacitus", da er ja kein 
Eingeweihter war und nicht wuEte, daf^ die Urspriinge die gleichen 
waren und daf^ er die letzte Treue und Hilfe ausgerechnet von 
diesen „Barbaren" erhalten sollte!) Die Innere Erde ist in die Holle 
umgewandelt worden, weil dort Luzifer und seine Engel, oder die 
besiegten Helden weilen. Dort befinden sich auch Konig Artus (span. 
arctus-Bar, das den hohen Norden versinnbildlichende Tier), d. h. 
Amfortas, der Gralskonig, Friedrich II. der Hohenstaufen und 



134 



Dietrich von Bern; denn hier liegt tatsachlich Konig Laurin's Rosen- 
garten, der Rosengarten der Nomos von Tirol. Hier ist das Paradies. 
Und das wissen die einsamen Bergsteiger, die nicht zum Sport, 
sondern aus einem Gefiihl der Mystik und der Verehrung heraus die 
Berggipfel besteigen. Und nur auf den hochsten Gipfeln la£t Luzifer 
ein Zwiegesprach zu und gestattet das Aufnehmen einer Verbindung 
zu ihm denn hier, inmitten seines Schweigens ist es, wo die 
FeuerHHen der Ewigen Liebe bliihen und wo man zuweilen den Ein- 
gang zum Inneren Paradiese findet. Otto Rahn fiihrt eine Versweise 
aus einem BergsteigerHed an: „Wir sind die Fiirsten dieser Welt und 
wir werden es auch im Jenseits sein." Und der Konig dieser Fiirsten 
ist Luzifer, der Bezwinger schwindelerregender Hohen, von denen er 
herabgestiirzt wird. Man steigt auf, hoher, immer hoher. Findet ein- 
mal ein Bergsteiger den Eingang zur Inneren Welt zum Rosengarten, 
am Berg Buin, zur Stadt Asgard im Elbrusgebirge, zur Stadt der 
Kaiser in den Anden, dann muf^ er, um die Tiir zu offnen, ein Lied 
voller Sehnsucht nach der fernen Geliebten, die im Monat Mai 
(Maya-Fest der Mayas) starb, anstimmen, das Minnelied der 
Maienbraut (Maya-Maria) derer er sich in seinem Bluterinnern 
wieder bewu£t geworden ist (wiederfinden - retrovar) in seiner 
Sehnsucht nach dem Verlorenen Paradies der Venus, des Morgen- 
sternes, dem Paradies von Aryana Vaiji, dem verschwundenen Thule 
am Pol. Und deshalb mu£ dieser Bergsteiger, dieser Alpinist auf^er 
einem Krieger auch noch ein Dichter sein, der einem Parzival auf der 
Suche nach dem Oral gleicht, der mit der Erinnerung an die Geliebte 
im Herzen von Stufe zu Stufe hohersteigt. Und er wird sie als 
Auferstandene in Konig Laurin's Rosengarten, auf dem Rosenweg 
(Troj de reses), im Tale der Blumen, in der Stadt der Kaiser, auf der 
Bernsteinstraf^e, im Morgenstern wiederfinden. Otto Rahn schreibt, 
Dietrich bedeute im Deutschen Hauptschliissel, der alle Tiiren offne. 
Die Goten kommen von Asgard, vom Kaukasus, vom Goldenen Vlies. 
Vielleicht haben sie es getragen. Sie kommen herab von den gott- 
lichen Asen und Osen, die den Tuathas von Dannan der islandischen 
Sage, der Edda gleichen. Alle diese Einwohner von Graubiinden und 
von Tirol diirften vom Osten abstammen. Aber sie wissen es noch 
nicht. Sie kennen nicht einmal die Bedeutung des alten Wortes Buin, 



135 



das in dem heute gesprochenen Ladinisch untergegangen ist. 

Mich hat es viel gekostet, es schlief^Hch zu erfahren. Es bedeutet 
Stier, Rind. Und man versteht, daf^ es so ist, da dieser Berggipfel auf 
uns zukommt wie ein angreifender, dunkler Stier. Der Stier ist ein 
symboHsches Tier in dem Kult und bei der Einweihung des ario- 
iranischen Mithras-Gottesdienstes, der dem Gotte des SonnenHchts 
geweiht war und der auch den romischen Legionen, die hier mit 
ihren Magier-HeiHgen und ihrem Kaiser voriiberzogen, teuer war. 
Auch der Ochse Nandi (in Indien) ist das Tragerelement, das 
„Vehiker' fiir Shiva, des Herrn des Yogas der UnsterbHchkeit in der 
ario-indischen Einweihung. In beiden Fallen bedeutet er den Kampf 
des eingeweihten Helden, des hyperboreischen, sonnenhaften 
Kampfers gegen die Krafte des Dunklen, die im riesigen, entsetz- 
lichen Stier verkorpert sind und die er in sich selbst und auf^erhalb 
vernichtet; er besiegt und beherrscht sie und macht sie somit zu 
seinem gefiigigen Vehikel. So sind also Shiva und Mithra ein und 
dasselbe, wie auch Apollo und Luzifer, die Lichtgotter. 

Und nun sind wir da, worauf ich hinaus wollte: in Peru gibt es einen 
Flu£ mit Namen Buin, in Chile gibt es eine Ortschaft gleichen 
Namens und auch ein Regiment (von Soldaten, die vom krie- 
gerischen Geist der alten Legionen beseelt sind, die jedoch von der 
esoterischen Mithralehre nichts wissen, auch nicht vom Goldenen 
Band). Das Wort Buin erscheint in keinem Worterbuch der 
spanischen Sprache. Trotzdem aber ist eine gemeinsame Wurzel 
ersichtlich von buin und buey (span. Ochse) genauso wie zwischen 
engl, bull., frz. boeuf und ital. bue.(l) Welche seltsame Absicht oder 
welcher Zufall mag hier walten, daf^ in diesen weltabgelegenen 
Gebieten dieser seltsame Ausdruck auftaucht, der vielleicht den 
Gedanken an den Kshatriya (Eingeweihter der ario-indischen Krie- 
gerkaste) in den Seelen der einheimischen Kriegerscharen wieder- 



(1) Im „Indogermanisch-ethymoligischen Worterbuch" steht: „Bole", mittelhoch- 
deutsch = Stier, wie im Neuhochdeutschen Bohle. Bulluc, in mittelhochdeutsch Jung- 
stier. BuUe = Vulva; boUi = kugelrundes Glas, Pokal (Gral); Polio = Knospen (von 
Blumen und Friichten), KnoUe. Somit ware also Buin auch ein Begriff aus dem Indo- 
germanischen. 



136 



spiegelt, den Gedanken an den mithraistischen Lichtgottesdienst 
eines Einsamen Sternes, des Verkiinders der Schwarzen Sonne hinter 
der Goldenen Sonne und des Griinen Strahles hinter der Schwarzen 
Sonne? Der Padre Mascardi vermutete zwar, daf^ man in der Stadt 
der Kaiser ein unverstandHches, (Laien nicht zugangHches) Latein 
oder ein heiHges Griechisch gesprochen habe. Und auch Hans 
Giinther dachte so, als er behauptete, daf^ das nordische, polare 
Element in den weitest entfernten Gebieten und Volkern zu finden 
sei. In diesem Falle trifft dies genau auf den Siidpol zu, und die 
amerikanische Legende (die keine ist, sondern die Wahrheit) riihrt 
von den Weif^en Gottern her. 

Welch geheimnisvolle Gleichzeitigkeit (Synchronismus, um weiter- 
hin den Ausdruck C. G. Jung's zu gebrauchen) brachte, ja fiihrte 
auch mich mit dem sicheren Instinkt einer „Skua" (Taube) der 
Antarktis zu, diesem soweit von meinen heiligen Anden entfernten 
Alpengipfel? Aber - ist das wirklich so? 

Der synchronistische Weg der Mutation 

Der alte Sternen-Einweihungsweg, der nicht genau dem christ- 
lichen Pilgerweg von Compostela entspricht, ist ein esoterischer 
Weg mit Erd- und Himmelsorten, die dazu bestimmt sind, das 
innerste Wesen des Pilgers umzuwandeln. Einen Hinweis auf das 
damit Beabsichtigte vermittelt uns die verchristlichte Legende von 
den Drei Konigen und Magiern aus drei verschiedenen Rassen. Sie 
stellen das alchemistische Opus mit seinen Farben und Verwandlun- 
gen, mit seinen Mutationen dar. 

Wie man aus der Legende vom Garten der Hesperiden und der drei 
ihn bewachenden Schwestern ersehen kann, haben die Farben der 
Rassen einen symbolischen Sinn und einen zu erfiillenden geheimen 
Auftrag, jede einzelne in der ihr eigenen, uniibertragbaren Weise der 
Einweihung, wie sie ihr vom Weltenlenker bestimmt ist. Schon der 
Name Magier-Konig enthiillt uns ein Geheimnis. Konig und Magier, 
der halbgottliche Held, der Konig von Atlantis, geleitet von den 
gottlichen Fiihrern aus Hyperborea, der Konig, der gleichzeitig 
Magier ist, der Konig der Welt - die keltischen Bituriger. Maxa Jaun - 



137 



Die Magierkonige werden von einem Stern, zu einer „neuen Geburt" 
zu einer Transformation oder Mutation geleitet - hin zum ewigen 
Leben am Ende des Sternenweges. Und die Wiedergeburt, das „Kind" 
finden sie in Bethlehem (Belen), d. h. im Widder, nachdem sich 
schon die Katastrophe des Versinkens von Atlantis, der Zerstiickel- 
ung, des Auszuges und der Verlust des Paradieses vollzogen hatte. 
Belen und Belisena sind die Gotter des Widders und gleichzeitig 
auch iberische Gotter. 

Belisena, die Gottin-Mutter; Isis, die Schwarze, Gottin der Katharer 
und Templer, Gottin des alchemistischen Nigredo, welche die in der 
grof^en Katastrophe zerstreuten Bruchstiicke, die auseinandergebro- 
chenen Telle der Konigskrone wieder zusammenzufiigen sucht. Es ist 
der Morgenstern am dunklen Nachthimmel, der leuchtende Stern 
von Elella. Der Sternenweg ist somit der Weg von Venus-Luzifer, von 
dem Wanderer in der Morgendammerung, der Weg hin zu den 
Urspriingen, und wenn man ihn geht, dann findet man die Hilfe des 
Fiihrer-Hundes, die Hilfe von Santiago (St. Jakob) dem Alteren - 
gleichzeitig Fiihrer in den Eiswiisten meiner Antarktis -, derselbe, der 
uns am Ende der Milchstraf^e beim Sternbild des Grof^en Hundes 
erwartet. 

Da£ der Pilgerpfad von Compostela den Weg einer alchemistischen 
Einweihung weist, auf welchem sich zeitlich gleichlaufend die Trans- 
mutationen der auf^eren und inneren Materie vollziehen, ist an der 
Saulenhalle des Ruhms in der Kathedrale von Compostela zu er- 
sehen, in welcher die vierundzwanzig Altesten dargestellt sind, und 
zwar jeder einzelne mit einem alchemistischen Kolben. Es sind dies 
auch die „Musiker des Steines", der „Steinharfen", die Weisen der 
Tonkabbala, der Kabbala von den Lauten, der Kaballa von Orpheus 
und von den Minnesangern. Im Saulengang befinden sich auch 
Santiago der Altere und Santiago der Jiingere. Letzterer halt in einer 
Hand den Stab des Baumeisters, der den Stoff mittels Lautschwin- 
gungen verwandelt und dadurch werden Bauwerke errichtet nach 
den Gesetzen einer auf Musik beruhenden Geometrie, die orphisch, 
pythagoraisch ist, der Spharenmusik. Es ist dies der Zauberstab der 
Pharaonen, von Maxa Jaun, dem Herrn iiber die Naturgewalten, dem 
Magier. Santiago der Jiingere hinkt, womit seine luziferische 



138 



Herkunft angedeutet wird. Gleich wie Taoma (ein Wesen, wovon wir 
spater noch sprechen), der Doppelte, der Zwillingsbruder von Jesus, 
der nach dessen Tode erschien, der „ihm ahnlich war sogar in der 
Art, wie er das Brot schnitt", ist moglicherweise Santiago der 
Jiingere, der astrale Doppelganger des Alteren. - 

In San Juan de la Pena befindet sich auch der alchemistische Durch- 
laf^, sowohl zu Beginn wie auch am Ende des Sternenweges. Die 
Suche geht somit nach dem Gral, dem Stein des Luzifer, dem Stein 
des Exils, dessen Sinn jenseits der Verwendung zum Bau, wie sonst 
Stein und Holz, Hegt. Daf^ der Weg auch tatsachHch zum hyper- 
boreischen Nordpol fiihrte, deuten die seltsamen Hinweise auf die 
Nordrichtung an, die man am Querschiff, am Chor und selbst im 
Wandelgang der Kathedrale von Compostela findet. Charpentier 
bestatigt das, ohne eine Erklarung hierfiir zu geben. Er entdeckt sie 
auch in der Kathedrale von Chartres und in einigen Laufgangen 
unter uralten Dolmen. Bei seinen Vorurteilen gegen das Atlantische 
und das Volkische bleibt aber kein Platz mehr fiir die wirkliche 
Offenbarung des polaren Nordens. 

Die hyperboreische Einweihung von der iibersinnlichen Verande- 
rung, Umwandlung, ist der Gleichlauf der alchemistischen Wan- 
derer, der suchenden Pilger in zwei Welten, auf^en und innen gleich- 
zeitig, sodaf^ sich die sie trennenden Grenzen in einer Art von allum- 
fassender Sinnbildlichkeit und magischer Wirklichkeit, der Verwand- 
lung und Umgestaltung der auf^eren und inneren Gegebenheiten 
verlieren, auflosen. In diesem Sinne und in dieser Richtung ist mein 
ganzes Werk und mein Leben hier auf dieser Erde, von Anfang bis 
zum Ende zu analysieren und zu verstehen, wobei sich von „Weder 
zu Lande noch zu Wasser" (die „Trilogie von der Suche in der 
auEeren Welt") bis zu ,^lella", das Buch von der Magischen Liebe 
eine Einheit bildet. Der letzte Teil von Elella fallt in die alchemis- 
tische Einweihung des Sternenweges und wurde genau in der Stadt 
Santiago de Compostela und in Pontevedra abgeschlossen. („Die 
Briicke des Pferdes" iiber die keltische, orphische Kabbala) . 



139 



Die Stiicke der zerbrochenen Krone 

Meine Familie entstammt miitterlicherseits jenem alten Gebiet. 
Daf^ einst meine Vorfahren jene Einweihung erhalten haben, 
deutet der Name an: Fernandez (de Mura) y Santiago Concha. Die 
Muschel ist das Sinnbild des Pilgerweges von Santiago, es ist der 
„Gansefuf^" auf der verwiinschten Schulter der Cagots oder Agotes 
(eines Stammes aus dem Tal von Bazten, Navarra). Einen Namen 
wie Santiago und Concha (Muschel) zu tragen ist so, als wenn man 
sich „Godo" (Gote) oder „Visigodo" (Westgote) nennen wiirde, als 
wenn man sich den Namen Gottes beilegte, durch gottliche Ein- 
weihung bewirkt. Entweder muf^ man den Mut dazu haben oder 
aber dazu bevollmachtigt worden sein. Das Wappenschild weist un- 
mittelbar auf den Pilgerweg und auf das Sinnbild hin: es tragt die 
Muscheln und einen stilisierten Pilgerstab aus Compostela. Die- 
jenigen, welche den Sinngehalt so erfaf^t haben, wu£ten wohl, was 
sie da in der Kreisung der Ewigen Wiederkehr auf sich nahmen. 

Irgendwie spiire ich, daf^ ein entfernter Vorfahre auf der Suche nach 
dem aurum potabile (dem fliissigen Gold), nach dem Stein der 
Wiederauferstehung und nach den in der Stadt der Kaiser den Gral 
hiitenden Wei£en Gotter, nach Amerika kam. Er wuf^te, infolge 
seiner Einweihung, daf^ sich der wirkliche Ahnherr in irgendeiner 
unterirdischen Welt befand, in dem Albanien der Hyperboreer des 
Siidpols, die aus langst vergangenen Zeiten kamen; noch vor dem 
Auftreten der Zivilisation der Weif^en Gotter von Tiahuanaco. Ich 
habe nicht mehr getan, als den Spuren dieses Grof^en Ahnherren 
nachzugehen indem ich mich bemiihte, auf seinem gleichen Such- 
wege voranzukommen. 

Es ist natiirlich und man wird verstehen, daf^ ich danach trachten 
muf^te, ebenfalls den Pilgerweg zu den Quellen von Compostela zu 
beschreiten, indem ich den magischen Pfad wahlte, der von Mont- 
segur nach San Juan de la Pena fiihrt ohne beim Uberqueren der 
Pyrenaen jemals die Schau des Sternes aus den Augen zu verlieren, 
da wo sich das Grab der Pyrena, der von Herkules verratenen 
Geliebten, sowie ihrer Eltern, der Giganten, befindet. 



140 



Von Gipfel zu Gipfel stehen die Giganten miteinander in Verbindung; 
von den Pyrenaen bis zu den Anden meiner Jugendzeit. 

Man erzahlt sich, daf^ nach Okzitanien auch die Mutter Santiagos 
des Alteren gekommen sei, um dort mit anderen Frauen Zuflucht zu 
suchen. Und auf^erdem kam sie auch auf der Suche nach dem 
enthaupteten Korper ihres Sohnes. Dieser war verstiimmelt in ein 
Boot gelegt worden. Der Abdrift des Wassers iiberlassen, strandete es 
schHef^Hch in Padron, unweit Noya. Sein erstes Grab war der Pico 
Sacro, danach Santiago de Compostela. Hier fallt eine sichtbare 
Sinnverdrehung der Legende von Osiris ins Auge: eine Zerstreuung, 
ein in einer Katastrophe des Versinkens verstiimmelter Korper, der 
Aufbruch einer grof^artig-gottHchen Rasse aus ihrem Wohnsitze und 
die Suche nach der verlorenen Einheit, der in alle vier Himmelsrich- 
tungen des sich drehenden Hakenkreuzes verstreuten Teile, um sie 
hier oder driiben, in der anderen Erde, im Inneren, von woher sie 
kamen, oder im Morgenstern wieder zusammenzufiigen. Es ist die 
zerbrochene Krone Luzifers, der Gral, den es zu finden und wieder- 
zuerrichten gilt. Die Ganzheit. Es gibt aber Leute, die statt die 
Integration der Umherirrenden, der die Ganzheit Suchenden anzu- 
streben, diese Heimatlosen noch weiter zerstreut und damit die 
Reste verstiimmelt haben, um dadurch den tiefen Sinn des Auf- 
bruchs und der Riickkehr des Rechtslaufigen Hakenkreuzes hin zum 
Hohen Norden von Hyperborea, um von da aus auf den Stern zu 
springen, zu verfalschen. 

Auch Maria Salome ist nach Okzitanien gekommen, wo der Pilger- 
weg nach Compostela wirklich seinen Anfang zu nehmen pflegt. 
Salome scheint ein Gattungsname (Salman) zu sein, mit Bezug auf 
eine Rasse, (ein Volk von Eingeweihten) oder einen Orden. Einer- 
seits ist Maria gleichbedeutend mit Maya und Shakti, andererseits 
aber ist Salome die weibliche Form von Salomo, und es ist auch 
Salem, die Stadt des Friedens, des Samadhi (Sanskrit). Und wir 
sollten nicht vergessen, daf^ das Land der Katharer vom weiblichen 
Prinzip des Paraklet, der Taube der Liebe, der katharischen Gleisa, d. 
h. der Shakti beherrscht wird. Salome ist somit die Konigin von Saba 
die, wie man sagt, in Liebesbeziehungen zu Salomo gestanden haben 
soil. 



141 



Nach Meinung einiger Schriftsteller gab es eine Prinzessin dieses 
Namens, die solche auch mit Jesus aus dem Hause Davids gehabt 
hatte. Diese Prinzessin-Konigin bringt eine sonnenhafte, arische, 
halbgottliche Rasse zur Welt, die in Salem, d. h. in Agarthi, Sham- 
ballah, in der Stadt des Friedens, des Samadhi - in Thule lebte. Nun 
ist also Maria Salome die Mutter Santiagos des Alteren. Sie kommt 
nach Okzitanien und in das gotische, keltische Galicien, um die beim 
Auszug der Halbgotter verstreuten Telle des „Sohnes" zu suchen und 
den sonnenhaften Osiris wieder zusammenzufiigen. Im Jahre 1300 
vor unserer Zeitrechnung sind, nach Spanuth, die Arier von den 
Heeren Ramses' II aus Agypten vertrieben worden. 

In Noya, ein Name der an Noah erinnert, kommt ein enthaupteter 
Toter an, ein Teil der verlorenen Ganzheit. Andere tauchen freilich 
vor dem Jahre 1300 vor unserer Zeitrechnung im Kaukasus auf. Sie 
kommen auch nach Amerika. Der Pico Sacro, gegeniiber von 
Santiago de Compostela ist der Ankerplatz der Arche. (Wir werden 
spater auf den Sinn dieses Namens des Ariers, des Wiedergeborenen, 
des Zweimalgeborenen auf dem Berge des Heils, zuriickkommen.) 
Von dort aus steigen sie in die Ebenen hinab, sobald sich das Wasser 
zuriickzieht. Es ereignet sich somit ein zweifaches Geschehen, das 
sich auf sehr unterschiedliche und weit auseinanderliegende Zeitab- 
schnitte bezieht, ein Synkretismus (Verschmelzung gegensatzlicher 
Lehren) und ein Palimpsest in der Legende des Apostels St. Santiago 
des Alteren, wie es bei den dort begrabenen Toten der Fall ist. 

Denn dort vor Anker gingen diejenigen aus Atlantis, diejenigen vom 
Hyperborea des Hohen Nordens, vom Nordmeer, vom Nordpol, die 
sich beim Untergang der letzten Reste des urspriinglichen Kontinents 
retten konnten. Erst sehr viel spater kommen dann die aus Agypten 
Vertriebenen auf der Suche nach einer Wiedervereinigung mit den 
ihnen verwandten Volksteilen, den Uberlebenden des anderen Aus- 
zuges aus der Urheimat, die in Okzitanien und im iberischen 
Galicien verblieben waren, die alten Nordlander, die Erbauer der 
Dolmen, Menhire, Cromlechs (Steinkreisbauten), die von Charpen- 
tier als Ligurer und Basken bezeichnet werden. Tatsachlich aber sind 
sie hyperboreische Druiden. 



142 



Der „Eingang" zum Pico Sacro, die Einweihung in Noya und die 

Mutation in Ageitos 

Ich traf am 21. Juni in Santiago de Compostela ein ohne zu 
wissen, daf^ sich an diesem Tage das „Heilig Tor" des Tempels 
offnen wiirde, was nur alle fiinf Jahre geschieht, wenn die Sonne zur 
Zeit der Sommersonnenwende in die Richtung des Pico Sacro weist. 
Das Tor sieht zu dieser Bergspitze hin und gibt uns den Hinweis, daf^ 
der Tempel von Compostela ein Sonnendenkmal gewesen ist. Die 
Hauptsaule tragend ist gegeniiber dem „Tore des Ruhmes" der Held 
Gilgamesch, Konig von Assyrien aus der Zeit von 3000 Jahren vor 
unserer Zeitrechnung. Er war der Erbauer der Festungswalle von 
Uruk. (Die hyperboreische Saule, die die Verbindung zum Himmel 
herstellt?) Er offnet die Haupter einiger Lowen (als Sonnensymbol) 
und steigt in die Unterwelt hinab, um dorthin das Licht zu bringen. 
Apollo-Luzifer. Sein Sohn ist Beogran, der auch in England ent- 
hauptet wurde, dem Engelland, dem Lande der auf^erirdischen 
Engel, dem Lande der Toten von Hyperborea, wo zugleich eine Ver- 
stiimmelung, eine Zerstiickelung geschah. - Beogran kommt in einem 
Boot zerstiickelt in Galicien an. Zweifellos ist dies der in Santiago de 
Compostela oder auf dem Pico Sacro begrabene Tote, den man 
wiedererwecken, wieder heil machen muf^. Ein Toter aus Hyper- 
borea, den die Kelten Galiciens als ihren legendaren, urgeschicht- 
lichen Helden zuriickfordern. Hier wird der Sinn der Einweihung 
sichtbar. In Santiago de Compostela muf^ der halbgottliche Pilger 
aus der Rasse des Hohen Nordens (Hyperboreas) sich alchemistisch, 
mythisch wieder zu einer Ganzheit zuriickfinden, die er verloren hat, 
zu seinem auf^erirdischen Ursprung durch den Absprung zum Stern. 
Beim Durchwandern von Bergen und hohen, heiligen Passen wird er 
Zeit zu Betrachtungen gehabt haben, um sich auf seine Mutation, die 
durch stufenweise Offenbarung bewirkt wird, vorzubereiten. 

In der Kirche von Santo Milagro, in Piedra Pita del Ceibrero, wird er 
einen Gral gesehen haben - man spricht auch von einem anderen, 
der in San Juan de le Pena war. In dieser Kirche ist eine erst kiirzlich 
angebrachte Inschrift zu sehen, worin Parzival und Wagner erwahnt 
werden. 



143 



Dort wird er symbolisch das Blut der Blauen Wesen Hyperboreas 
trinken. 

Der Gral ist griin; er hat die Farbe des Strahles hinter der Schwarzen 
Sonne. Vorher konnte er aber, wenn er wollte, im Benediktiner- 
kloster von Samos verweilen, wo er entdeckt haben wird, daf^ das 
ein germanischer, westgotischer Name ist, der aus dem Sanskrit von 
Samanos, auch von Samadhi abgeleitet ist, das heif^t von dem 
Urwesen, hier dem Grof^en Ahnherren aus dem Hohen Norden 
Hyperborea. Und so geht alles, denn Beogran ist auch Wotan. Und 
der Pico Sacro ist der Elbrus des Westens. Das Kloster von Samos hat 
seinen Ursprung in einem anderen, westgotischen Kloster des VI. 
Jahrhunderts. 

Ich habe den Pico Sacro erstiegen. Auf seinem Gipfel traf ich einen 
jungen Mann, der mich zu einer Hohle fiihrte und mir erzahlte, daf^ 
man durch sie in die unterirdische Welt, ins Erdinnere eintrete. 
Einige Schafer (immer wieder die Schafer) hatten an einem Strick 
ein Lamm (das Widderlamm) hinuntergelassen, und als man es 
wieder herauf gezogen habe, sei es vollig zerstiickelt gewesen. (Wie 
auch Beogran und wie Santiago der Altere) . 

Ich ging dann weiter nach Nova, auf dessen Friedhof ich mir die 
Grab-Steintafeln mit den seltsamen Zeichen und ihren magischen 
Runen ansah, wo man die Einweihungen denjenigen zuteil werden 
lief^, die ihren Weg im Jenseits weiterfolgen miissen bis ans Ende der 
irdischen Welt, dieser nach dem Versinken von Atlantis ent- 
standenen Erde. Dort auf den Steintafeln erscheint z. B. ein in ein 
rechtsdrehendes Hakenkreuz verwandelter Mensch, ein Zeichen also, 
das uns hinweist auf die Bewegung und die Richtung, denen der 
Mensch zu folgen hat. Es ist ein Hakenkreuz mit einem Menschen- 
kopf. Auf den Steintafeln ist auch ein Gral zu sehen, worauf Hande 
und Fiif^e abgebildet sind. Hier wird der Mensch durch schema- 
tische, symbolische Zeichen dargestellt, die weder in ihm ihren 
Anfang nehmen noch mit ihm enden, und die die mit ihm moglichen 
Veranderungen, Riickbildungen und Umwandlungen auf-zeigen. Es 
sind Kraftlinien, wie es solche in den Hohlen des Siidens dieser Welt 



144 



gibt. Jene Formelzeichen stellen das Samenatom dar, so daf^ durch 
die Schwingung des in den Stein eingegebenen Zeichens ein Mensch, 
auch wenn er verschwunden ware, wiedererschaffen, wieder ins 
Leben gerufen werden kann: der Gottmensch, der Ubermensch. Gibt 
man sich ganz der Betrachtung hin, ohne einen Gedanken zu hegen, 
dann fiihlt man, wie sich im Innern etwas loslost und einen nach und 
nach umwandelt und auf das dann Folgende vorbereitet. Es ist die 
Belohnung fiir den, der auf der Grof^en Reise, der Pilgerfahrt, bis 
hierher gelangt ist und die notwendigen und richtigen Schritte, 
geleitet von seinem Stern, getan hat. 

Er kann dann zu dem etwa 36 km von Noya entfernten Ageitos 
weiterwandern. Inmitten eines Kiefernwaldes, ganz im Griinen 
eingebettet, sieht er sich dem eindrucksvollsten Dolmen gegeniiber. 
Und der offenbart ihm das Geheimnis. Drei nach auf^en geneigte 
Steine stiitzen das Dach. Vier andere wiederum stiitzen diese drei. 
Insgesamt sind es acht Steine; dies ist auch die Anzahl der Stiitzen 
bei den Baudenkmalern der Templer und bei der Burg des Hohen- 
staufen Friedrich II, dem Konig der Welt in Andria. Ebenso wie ich 
die Burg Friedrichs und die Baudenkmaler der Templer betreten 
hatte, so trat ich in den Dolmen ein. Anfanglich ist die von diesen 
Steinen herriihrende Spannung unwiderstehlich. Spater lost sie sich 
jedoch auf, die Schwingung geht in Musik iiber, die das rauschende 
Raunen eines unterirdischen Gewassers horbar macht, des Flusses, 
der in den Mittelpunkt der Anderen Erde fiihrt, wenn sich dorthin 
erst einmal die enge Pforte geoffnet hat. 

Die Stiftskirche von Santa Maria del Sar stellt eine Nachbildung 

der Dolmen von Ageitos dar 

Paul Bouchet, der sich als Verwahrer der grof^en Uberlieferung 
und der Geheimnisse der Druiden bezeichnet, schreibt, daf^ die 
geheimnisvollen Erbauer der Megalithen schon viel friiher als die 
Kelten die Wissenschaft von den die Erde durchlaufenden unsicht- 
baren Magnetstromen kannten, das Gesetz dieses „Blut"-Umlaufes 
der Ersten Astralerde, wiirden wir sagen. Dort wo diese Strome mit 



145 



dem „Blut" der Zweiten Erde zusammenflief^en, der (fiir uns) sicht- 
baren, oder der mit den unterirdischen Fluf^laufen, wird in diesen 
Akupunkturpunkt eine „Nadel gesetzt", was unserer Meinung nach 
einem magischen Zauber gleichkommt, wie er von den eingeborenen 
Machis unseres Amerika ausgeiibt wird, indem sie das Bild einer 
Person, die sie schadigen oder, wie in diesem Falle, der sie helfen 
wollen, mit Nadelstichen versehen. Uberreste von Schwarzmagie 
und Riickentwicklung eines Wissens unsterblicher, gottlicher Wesen, 
die vor langer Zeit, hilfreich das Gedeihen und Bliihen der Spharen 
des Alls bewirkten. Auf diese Weise wird etwas „verknotet". Tatsach- 
lich glauben wir, daf^ man so eine Tiir versperrt laf^t zu jenen Falten 
(Knicken) des Raumes und der Zeit, die man heutzutage Parallel- 
welten nennt und welche Raymond Bernard und andere als die 
Hohle Erde bezeichnen, die Innere Erde, und welche Admiral Byrd 
und die Selcnams im Feuerland „Den Erdteil - oder die Insel - die im 
Himmel ist", nannten. Somit ist der Menhir oder der Dolmen ein 
Schliissel, mit dem ein Magnetkreis aufrechterhalten wird durch ein 
„Klick", ein Einklinken, ein Zusammentreffen bzw. durch eine 
zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren, dem Astralen und 
dem Stofflichen, zwischen zwei Schwingungsschleifen der Energie, 
zwischen zwei oder mehreren Stromen sich vollziehende Gleich- 
zeitigkeit des Geschehens; sie sind ein Mudra (Einstellungs-Symbol) 
und auch ein Mantram (eine magische Laut- bzw. Schwingungs- 
folge), das hier mit dem „Wasser des Mondes", oder mit dem 
Morgentau schwingt, damit die Andere Welt, die Andere Erde, die 
Stadt der Kaiser, Agarthi, Shamballah, Pakete, Elelin, die Oasen im 
Else, die Eingange zur Hohlen, Inneren Erde unversehrt bleiben. 
Aber jene Schliissel wurden schon benutzt und konnen wieder 
benutzt werden von den Wanderern zwischen zwei Welten. 

Bouchet sagt, da£ ein Menhir „zugenagelt" wird, sobald der Magnet- 
strom auf eine einzelne Wasserader trifft; aber dort, wo sich der 
Erdstrom in zwei, drei oder mehrere Abzweigungen gabelt, errichtet 
man Dolmen mit ebenfalls zwei, drei oder mehreren Stiitzen, je nach 
den Erfordernissen. Einige Kathedralen wie Chartres sind mit Wissen 
der eingeweihten Templer und der Bauorden in der Nahe von oder 



146 



auf Dolmen errichtet worden. Es gabe dann also eine Unsichtbare 
Kathedrale und auch einen Eingang dorthin in eine gleichlaufende 
(Parallel-)Welt, die von der nichtesoterischen Religion Himmel und 
Holle genannt werden. 

Der Dolmen von Ageitos ist ein riesiger Schliissel, wie eine Tiir zum 
Eintritt in einen Irrgarten (Labyrinth), durch den man nur dann hin- 
durchkommt, wenn die acht einander gegeniiberstehenden Spannun- 
gen, auch wenn sie gegeneinander ausgewogen sind, gelost wurden. 
Die magische Zahl des Tempels und auch die des Unendlichen. 

Die Erbauer der Stiftskirche von Santa Maria del Sar, neben dem 
Flu£ gleichen Namens, in der Umgebung von Santiago de Compos- 
tela, kannten das Geheimnis der Dolmen von Ageitos in Oleiros; 
denn sie gaben ihren Wanden die gleiche, schreckliche Neigung. Sie 
sind dann auch durch Auf^enpfeiler verstarkt worden, so daf^ ihr 
Archetyp wissentlich oder unwissentlich nahezu genau nachgebaut 
worden ist. Erneut findet man hier die gleiche Spannung, die gleiche 
Tonschwingung, Musik. Und man sage uns nur nicht, daf^ dieses das 
Ergebnis eines Konstruktionsfehlers sei. Wenn es so ware, dann 
hatten die jenseitigen Krafte das so gelenkt. In die Innenmauern 
dieses auf^ergewohnlichen Tempels sind Zeichen eingraviert mit 
Schlu£steinen der eingeweihten Steinbaumeister. In Santa Maria del 
Sar steht auch die Figur eines Mannes, den man „Regenmann" 
nennt. Es ist die Skulptur eines Kriegers auf einem Grabstein, der 
sich, den Mund nach oben haltend, aufstiitzt und, wenn er feucht 
wird, Regen ankiindigt. Genauso wie die Dolmen und Menhire fangt 
er zu schwingen, zu tonen an, sobald er vom „Wasser des Mondes" 
mit dem Tau des Nachthimmels benetzt wird. Aber diejenigen, die 
seine Musik horen, sind nur sehr wenige. 



147 



Ich suchte Kelten und fand Germanen 

Ich kam nach Compostela, indem ich Schritt fiir Schritt den Weg 
der Sterne ging wobei ich mich nachmittags in die alten, duften- 
den Eichenwalder zuriickzog, um zu meditieren. Ich traf Pilger aus 
dem Baskenlande, aus Frankreich, Deutschland und sogar aus 
meinen weitentfernten Anden. Aber sie wuEten nichts von dem, was 
sich hier unter diesen so alten und heiUgen Felsen der spanischen 
Lande verbirgt. 

Ich ging nach Galicien auf der Suche nach Kelten, den Vorfahren 
meiner Mutter, und ich fand Germanen. Der Professor der Fakultat 
fiir Prahistorik und Archaologie der Universitat von Compostela, 
Herr Carlos Alonso de Real y Ramos, der ernsthafteste Forscher auf 
dem Gebiete der Volkerkunde in Galicien erzahlte uns, daf^ es ihm 
genauso erging. Diese ganze Welt dort ist von germanischer, west- 
gotischer Uberlieferung durchdrungen. Dort gibt es weder Mauren 
noch Juden und kaum noch Kelten. 

Die Wandalen und die Sueben kamen in das Land und wurden dann 
sehr schnell von den Westgoten abgelost, jener halbgottlichen Rasse 
und Schopferin einer grof^en Zivilisation, was man nicht gern zur 
Kenntnis nehmen will, und eines Reiches, das eine Zeitlang das 
romische Imperium abloste. Gerard de Sede bestatigt uns, daf^ der 
westgotische Soldat auf^erst gesittet war und in seinem Tornister 
stets einen Kamm und eine Zahnbiirste mit sich trug; und das im IV. 
Jahhrhundert! Die Westgoten sind die Kulturbringer, die dann spater 
von den Merowingem beerbt werden, was sich in einem geheimnis- 
vollen Akt der Ubergabe von einer Nacht zum nachsten Morgen 
vollzog, so als ob man einen von irgendeinem Zentrum aus erteilten 
Auftrag zu erfiillen gehabt hatte. Die unsichtbaren Fiihrer der west- 
gotischen Konige befanden sich vielleicht in einem geheimnisvoUen 
Orden im Baltikum. 

Aber lange vor den Westgoten sind schon andere Nordvolker nach 
Galicien gekommen, und danach die Kelten unter Leitung der weisen 
Druiden vom Hohen Norden Hyperboreas. 

Nach Meinung von Professor del Real findet man die germanische 



148 



ijberlieferung im volkskundlichen Brauchtum, in den Bauten, ein- 
schlief^lich jener uralten Steinbauwerke, den „horreos", d. h. auf 
Pfeilern gebauten Kornhausern, und vor allem, in vielen Vornamen 
der Frauen. 

Hierzu kann ich eine Bestatigung abgeben, denn meine Mutter hief^ 
Berta, wie die Mutter Karls des Grof^en, was immer schon mein 
Interesse erweckt hatte, da ich ja wuf^te, daf^ meine Mutter aus 
Spanien und nicht aus Deutschland gekommen war. Vaterlicherseits 
stamme ich aus Aragon in KastiHen als AbkommHng der blonden 
baskischen Cromagnon-Rasse; miitterHcherseits stamme ich aus 
GaHcien. 

Jetzt erklart sich alles, sogar jenes Lied eines Minnesangers, das mir 
im Blute Hegt, das da singt von der Sehnsucht nach dem Ewigen Eis, 
nach der Mitternachtssonne, dem Berge der Wiederbegegnung, dem 
verlorenen Avalion und von Lucibel, dem Morgenstern. - 

Das Haus der Sippe 

Die riihmUche Erinnerung kann in auf^erem Scheine verblassen, 
sie kommt aber wieder bei der Einweihung des Goldenen 
Bandes, durch das Gedachtnis des Blutes, in der Minne, und beim 
Beschreiten des verklarten, sinnbildHchen Weges hin zum alten 
Norden (in meinem Falle zum Siiden), und durch das geheimnisvolle 
raumHche und zeitHche Ubereinstimmen der Ereignisse beim 
Wandern. Zusammen mit Santiago dem Alteren und in Begleitung 
eines Hundes fiihrt der Weg nach dem Stern bis hin zum Sternbild 
des Grof^en Hundes am Ende der Milchstraf^e. Der grof^e Absprung 
erfolgt dann in der Eisregion, am „Punkte des Ausganges" in 
Richtung auf den Stern des Ursprunges. Der Hund weist den Weg. 
(Der „Hund der Goten", der „Hund Gottes"). Im Norden, wie auch 
im Siiden. 

Und Santiago der Jiingere ist der grof^e Gefahrte, das „Beispiel im 
Leben und im Tode", der LiebHngsschiiler Luzifers, der hinkt, weil er 
auf der gegenwartigen, riickentwickelten Erde nicht gut gehen kann, 
da sein krankes Bein nur fiir die Andere Erde gut ist. Er ist der 



149 



Jiinger des Gottes der Verlierer in dieser Welt. Das Hinken ist also 
ein Hinweis auf die sonnenhafte Einweihung und auf die Herren des 
Feuers, des magischen Alchemisten, der die Stoffe durch das Feuer 
verwandelt. Volkanus (der romische Gott des Feuers) hinkte, auch 
Wieland. Das gleiche trifft zu auf Mani, (den Stifter des Mani- 
chaismus). Der Held, der Geliebte der Gotter, wird immer mit einer 
Mif^bildung am Fuf^e geboren. Achilles hat seine schwache Stelle in 
der Ferse. In der chilenischen Mythologie sind es Trauco und 
Invunche, die nach hinten verdrehte Fersen haben; sie laufen in 
umgekehrter Richtung. Man sagt, daf^ die Lemurier eine doppelte 
Ferse hatten, die es ihnen erlaubte, mit Leichtigkeit in beide 
Richtungen zu gehen. Odipus litt an einer „Fuf^krankheit". Sicherlich 
auch Merlin und auch Goebbels, der zusammen mit Hitler im Feuer 
verschwindet. Ein Hund begleitet auch Hitler bis zum Ende. Der 
Archetyp erscheint wieder mit den „Symbolfiguren", wie Keyserling 
sagen wiirde. Fiir die Katharer endet alles im Feuer, in den 
allesverzehrenden Flammen. Gerard de Sede schreibt im „Schatz der 
Katharer", daf^ „Rein" (puro), ein Name, den man den Katharern 
beilegte, aus dem Sanskrit kommt und „Feuer" bedeutet. Der 
fiirchterliche, allmachtige Unabhdngige Archetyp, wie Jung sagen 
wiirde, bemachtigt sich des Lichtes und der Dunkelheit, er verkor- 
pert sich in den sternenhaften Augenblicken eines Lebens und in den 
Tragodien von Gemeinschaften. 

Die Muschel, die als Sinnbild des Pilgerweges von Santiago ver- 
wendet wurde, ist der stilisierte Gansefuf^. Man findet ihn eingeritzt 
auf den Steinen des Pilgerweges und in roter Farbe auf den 
Schultern der Cagots. Dies ist zweifellos ein Hinweis auf den Drei- 
zack des Atlantis-Gottes Poseidon, und auch auf das Ruder, das die 
Einweihung des Goldenen Bandes vor den Wassern gerettet hat. In 
der Kathedrale von Toulouse ist eine Konigin oder Gottin mit dem 
Fuf^ eines Schwimmvogels. Die Mutter des Konigs Karl, des Grof^en, 
hatte einen Fuf^ mit zwei zusammengewachsenen Zehen. Die 
Konigin von Saba hatte ZiegenfiiEe und Salomo entdeckte dies durch 
einen Kunstgriff. Aber Saba bedeutet Siiden, die Konigin des Lichtes 
vom Siiden. Vielleicht auch: der Morgenstern, der Stern Luzifers, der 



150 



von Elella (Ersie). Das Zeichen der Gans, des Gansefuf^es, die ver- 
christlichte und stilisierte Muschel Santiagos ist auEerdem auch das 
Sinnbild fiir die Schiffahrt der Eingeweihten, des Nachens der Sonne 
auf dem Wege der Milchstraf^e zu einem anderen, weiteren Ur- 
sprung am Himmelsgewolbe. Es ist das Zeichen einer solaren Ein- 
weihung von Hyperborea. Auch die Muschel ist ein Sinnbild fiir die 
Geburt oder die Wiedergeburt, fiir die „Zweimal Geborenen", dank 
der Alchemie des Pilgerweges zu den Sternen. 

Alles das, was im Zeitalter der Fische verlorenging, konnte im 
Zeitalter des Wassermanns auf der Grundlage des „chromosoma- 
tischen Gedachtnisses" wiedererlangt werden, wobei man die Riick- 
bildung iiberwindet und sich erneut in die Kreisung der Ewigen Wie- 
derkehr einkorpert, in die „Tonmelodie eines Urbildes der Sippe", die 
im Blute einiger Weniger und auch in den Adern der Gestirne raunt. 
Alles das ist „Das Haus der Sippe", wie es in „Elella, dem Buche der 
Magischen Liebe" beschrieben wird. Es ist die Spharenmusik, wie 
man sie auf dem Pilgerweg zu den Sternen vernehmen kann. Es gab 
friiher einmal eine Bruderschaft der Krieger des Feuers, eine Familie 
solar Eingeweihter, eine Surya-Vansa, die wiederherzustellen ist, 
wobei man unter den Steinen der heutigen Anden suchen, und die 
Eiswiisten der Antarktis, die Oasen des Siidpoles, die einstmals, in 
ferner Vergangenheit dem Nordpol zugehorten, durchqueren muf^. 

Die zwei Arten koUektiven Unterbewufitseins bei C. G. Jung 

A us alien diesen Griinden trachten die Anhanger Hitlers nach der 
Reinheit des Blutes mit dem Ziele der Riickerinnerung, der 
Minne. Auch heute noch, trotz allem, was man gegen derartige 
Gedankengange schreibt, vermischen sich die Juden nicht mit 
anderen Rassen. Ihre Religion, oder ihr Gesetz erlaubt ihnen das 
nicht; denn es ist das Blut, in das sie hinabtauchen, um sich taglich 
darin zu erneuern, das Gedachtnis an den mit ihrem hochsteigenen 
Gott geschlossenen Bund, um ihm in Erinnerung daran Auge in Auge 
gegeniiberzustehen. 



151 



Als Jung vom Vorhandensein eines arischen und eines jiidischen 
„kollektiven Unbewuf^ten" sprach, nahm er hierauf Bezug, auch 
wenn er dabei - wissentlich, mochten wir annehmen - noch etwas 
Geheimnisvolleres „hineinpsychologisierte": das Vorhandensein ver- 
schiedener Gotter und Damonen fiir beide Volker. 

Man hat deshalb Jung zu Unrecht der Sympathie mit dem Nazismus 
beschuldigt, und auch heute noch bereitet es Schwierigkeiten, seine 
Werke in verschiedenen Hauptstadten der Welt, wie z. B. Frankfurt 
und Paris herauszubringen, wo die „wissenschaftHche" und ver- 
legerische Atmosphare die Vorurteile der Sieger des II. Weltkrieges 
aufrechterhalt und wo man im Geiste eines schlecht verhohlenen 
Rassismus dem Namen Jung den des S. Freud entgegenstellt. Das 
habe ich selbst bestatigt gefunden. Das Verlagshaus Suhrkamp- 
Frankfurt hat mein Buch „Der Hermetische Kreis" nicht veroffent- 
licht, weil es sich auf Jung und auf^erdem auch auf Hermann Hesse 
bezieht. Der Beraterstab des Verlages ist marxistisch und 
freudianisch eingestellt und widersetzt sich der Herausgabe der 
Werke von oder iiber Jung. Auch Hesse wird mit Argwohn 
betrachtet. Trotzdem konnte man seine Veroffentlichungen nicht 
verhindern, weil der Verlag die Rechte auf alle seine Werke besitzt 
und sein Prasident, Dr. Unseld, diesen Verlag Hesse verdankt. Und 
andererseits ist Hermann Hesse zum Geschaft des Jahrhunderts 
geworden. Trotzdem aber sind die marxistenfreundlichen Berater 
der Ansicht, daf^ Hesse in gefahrlicher Weise eine auf der Deutschen 
Romantik beruhende Mythologie begiinstige, die „den Nazismus 
hervorgebracht" habe und auf^erdem „eine Weltflucht vor den realen 
Tatsachen" und „vor dem okonomischen Finalismus der Dialektik des 
historischen Materialismus" darstelle. Da in Deutschland alle Werke 
Hesses oder iiber Hesse vermutlich im Suhrkamp-Verlag erscheinen 
sollten, so hat auch aus den geschilderten Griinden mein Buch in 
diesem wichtigen Lande keinen Verleger gefunden, trotzdem, von 
alien Kritiken der Weltpresse, die ausnahmslos gut waren, die beste 
aus Deutschland kam, als das Buch dann schlie£lich von dem 
Schweizer Verlag Rascher, Zurich, der heute leider nicht mehr 
existiert, in deutscher Sprache veroffentlicht worden war. 



152 



Im entscheidenden Zeitpunkt des Kaliyuga, mitten in der durch die 
Riickbildung der Erde und des Menschen entstandenen Katastophe, 
die wir heute durchleben miissen, ist eine ernsthafte Behandlung 
dieses Stoffes nahezu unmoglich geworden. Es ist sehr schwierig, 
diesen Gegenstand unter Bewahrung der metaphysischen Wurzeln 
des uralten Wissens von hoherer Warte aus darzulegen. - 

Es steht, wie gesagt, auf^er Zweifel, daf^ im Strudel der Vorkriegs- 
und der Kriegsereignisse, wo die Dinge notwendigerweise verein- 
facht werden muf^ten, damit man handeln konnte, sowie zufolge des 
sich immer mehr verhartenden, Leidenschaften entfachenden Wider- 
standes und vor allem auch in Anbetracht der im Zeichen der Zeit 
stehenden Vermassungstendenzen, dem sich keine politische Bewe- 
gung, auch nicht der NationalsoziaHsmus entziehen konnte, alle 
Begriffe zerfasert und entkraftet wurden und einer eigentiimHchen 
Fanatisierung der Massen sowie einer Vulgarisierung und Verfal- 
schung anheimfielen, was deren Tode gleichkam. 

Wenn wir beispielsweise von Blut sprechen, dann meinen wir nicht 
ausschhef^Hch das in den Adern des physischen Korpers pulsierende 
biologische Blut. Wir denken dabei an das Blut, von dem Paracelsus 
spricht, an das Astrallicht und auch an das atherische bzw. Akasha- 
Gedachtnis der Indoarier. Dieses ist das wirkliche „chromosoma- 
tische Gedachtnis" und nicht das biochemische der Gegenwart. Das 
Blut ist in einem geistigen und hermetischen Sinne, der heilige Saft 
des Soma, etwas von dem, was uns die Biologie und die Hamatologie 
der Wissenschaften des Kaliyuga lehrt, ganz Verschiedenes; es ist die 
fliissige Sonne, durch die das Gedachtnis des auf^erirdischen Vor- 
fahren kreist; es ist die Grof^e Erinnerung. Das Blut ist etwas 
Geheimnisvolles, daf^ nicht leicht genommen werden kann. Weder 
die eingeweihten und geheimen Fiihrer des Hitlerismus, noch die 
Juden haben das Blut als etwas rein Physiologisches und Stoffliches 
betrachtet. Es gibt einen Ausspruch Hitlers vom 14. Februar 1945, 
also gegen Kriegsende, der das bestatigt: 

„Die geistige Elite ist bestandiger als die natiirliche Rasse. Da wir 
letztlich die Elite nicht erreicht haben, muEten wir uns mit dem 
verfiigbaren Menschenmaterial begniigen; das Ergebnis war dement- 



153 



sprechend." 



Das hyperboreische blaue Blut 



Das Blut ist das „Leben des Lebens" der Orphischen Gesange. 
Deshalb liegt in ihm die Erinnerung an den auf^erirdischen 
Prolog zur Menschheitsgeschichte, an den Stern des Ursprungs, an 
den Beginn der Riickentwicklung und des Falles der Menschen, an 
das Paradies von Aryana Baiji oder Aryanemvaejo, der Urheimat der 
Erde, an das Paradies von Mujavat, von Uttarakuru, sowie an die 
Stadt der Kaiser und an das Ultima-Thule. 

Die Eingeweihten des Sonnenweges lieben auch die Berge, die 
hochsten Gipfel, weil man glaubt von dort den verlorengegangenen 
Norden schauen zu konnen, wo sich das Paradies des Amitabha, 
Mujavat befand. Paradesha, der hochgelegene Erdstrich, der 
Morgenstern. 

Fiir sie kommt das Licht nicht vom Osten, sondern aus tiefster 
Mitternacht, dem heiligen, Norden. In ihrem Liede wird es so besun- 
gen: „Auf dem Berge der Offenbarung in der hochsten Mitternacht 
mochtest du dein Lager aufschlagen ..." 

Auch ich bin auf den Pfaden der Anden, des Himalayas, der 
Pyrenaen und der Alpen gegangen auf der Suche nach dem Paradies 
von Amitabha, der Stadt der Kaiser, der antarktischen Oasen, 
Agarthis, des Geheimordens der erhabenen Fiihrer Hyperboreas. 

Fiir die Eingeweihten des Sonnenweges vom Orden des Morgen- 
sternes, fiir die Wanderer in der Morgendammerung, fiir die Jiinger 
Apollo-Luzifers ist ihr wahres Blut das astrale, blaue Blut, das 
hyperboreische, das in sich die Sonne des Eises, eine Nordsonne aus 
tiefster Mitternacht hat. Es durchpulst die Adern der Ordensfamilie, 
die zuweilen mit der irdischen Familie iibereinstimmt. So geschah es 
in der Vergangenheit, als es eingeweihte Familien gab, wie die der 
Eumolpidos in Griechenland, der Brahmanen in Indien und die der 
Druiden im alten Gallien. Das „Haus der Sippe" ist dann der Orden, 
die Gleisa der Einweihung. 



154 



Wenn wir in einem einzigen Abschnitt alle diese Uberlegungen iiber 
den tiefen Sinn der Erinnerung im Sinne dessen zusammenfassen 
konnten, was wir als die katharische, druidische, hyperboreische 
Minne bezeichnet haben, dann wiirden wir sagen, daf^ es sich hier 
im Gegensatz zur Einweihung des Mondweges (der lunaren Einwei- 
hung), der weiblichen Einweihung der Mutter, wie sie von Diotima 
verkiindet wurde, um eine mannliche, eine Einweihung des Sonnen- 
weges handelt. Die lunare Einweihung ist diejenige des HeiHgen und 
nicht die des Magiers; sie lehrt die UnsterbHchkeit des Archetyps, 
wie sie in den Abhandlungen der Anacephaleosis und der Apokata- 
stasis des Apostels Paulus vorkommt, d. h. die Rettung aller, oder 
fast aller in Christus am Ende der Zeiten, an einem „Punkt Omega", 
um den Begriff aus der Entwicklungslehre (des Darwinismus?) 
Teilhard de Chardins zu gebrauchen. Sie tritt ein fiir die 
Verlangerung des Daseins der Arten, die miitterliche Vermehrung, 
die unerlaf^lich ist fiir das Leben des Archetyps des Alps, des 
Blutsaugers, indem diese Wesenheit durch die Passivitat und des ihr 
als Nahrung dienenden Glaubens der Sklaven verewigt wird, was 
aber andererseits zweifelhaft ist, well ja keine Gewif^heit dariiber 
besteht, ob sich diese Wesenheit, dieser Daimon, auf diese Weise 
wirklich verewigen kann. In der Einweihung des mannlichen, hyper- 
boreischen, luziferischen Sonnenweges, auf dem Pfade des Magiers, 
des Siddha, wird der Mensch halbgottlich und gottlich, auch noch im 
Kampfe mit der Wesenheit, der Monade. In der Einweihung des 
Mondweges wird in triigerischer Weise auf unsere Kosten ein 
Trugbild verewigt; beim Sonnenwege kann es sein, daf^ man bis hin 
zur Verewigung des Traumbildes gelangt, indem wir uns dabei selbst 
verewigen. 



155 



Die Umherstreifenden und von Sehnsucht Getriebenen 

Tiberius versetzt der Organisation der Druiden den Todesstof^. 
Die Kelten werden vernichtet. Die Druiden verschwinden aus 
Europa in gleicher Weise, wie dies spater mit den Katharern und 
Templern geschieht. Diejenigen, die nicht nach Agarthi und 
Shamballah zuriickkehren, wandern nun in einer Welt des Todes 
umher, wo das Lamm nicht mehr blokt, zwischen ebenfalls toten 
Steinen, Menhiren, Dolmen und Cromlechs, die ihre Seele verloren 
haben. Die Umherwandernden miissen sich bekehren lassen und 
gleichen sich nach auf^en hin denen an, die ihnen noch am nachsten 
liegen, den Manichaern und den Gnostikern. Auf diese Weise bilden 
sich die Katharer heraus die, zutiefst betroffen von der Tragodie des 
erlittenen Verlustes und von Heimweh nach der entschwundenen 
Welt durchdrungen, diese Erde hier als das Werk Satans-Jehovas, 
des Damons des Fischezeitalters ansehen, der sich an die Stelle von 
Rama, dem Lamm gesetzt und das Goldene Vlies zerstort hat. Auf 
der „Anderen Erde" wird Gott der sonnenhafte Christus sein, der 
Christus des Evangelisten Johannes und auch Belicena und Abraxas, 
der Christus von Atlantis. 

Im Hintergrund des Gedachtnisses der Minne, das von den Druiden 
gefordert wird, erscheinen die Priesterinnen „mit Haaren wie aus 
Wolle", die in der Nahe ehrwiirdiger Eichen im Winde einher- 
schweben. 

Und es gibt eine durchsichtige Insel „wie von Glas", Svetadvipa, die 
Wei£e Insel Wischnus und einen Stern von benetztem griinen Licht, 
den Stern der auf^erirdischen Liebe. Es gibt einen Gral. 

Der Druide war ein Einsiedler. Deshalb war sein ihn versinnbild- 
lichendes Tier der Eber. Der Druide war kein Herdenmensch; er war 
ein Mensch der Gemeinschaft. Die magische Stadt nannte man 
Varahi, die Stadt des Ebers. 



156 



DIE TEMPLER 



157 



158 



Das Geheimnis der Weiften Gotter Amerikas 

In den goldenen Zeiten waren die geistigen Fiihrer und Lehrer der 
Menschen bei ihnen. Die geistigen Fiihrer der Selcnams, jenes ge- 
heimnisvollen Volkes im Siiden der Welt, die an den Wasserstraf^en 
und Kanalen Patagoniens, jenseits der Magellanstraf^e wohnten, 
waren die Jon-Magier. 

Sie kommen aus der antarktischen Oase und kehren dorthin zuriick. 
Der Jon ist unsterblich, er hat keine Seele, sondern das Huaiyuhuen, 
eine Art unzerstorbaren, unverderbHchen Geistwesens, mit dem er 
nach BeHeben in die Regionen des Eises von Thule am Siidpol reisen 
kann. Das Huaiyuhuen ist von milchigweif^er Farbe. 

In Chile habe ich von einem Araukaner Erklarungen dariiber gehort. 
Er behauptet, sie gehorten der Weif^en Rasse an. Der Name 
Araukaner ist erst verhaltnismaf^ig spat gepragt worden. Ich glaube 
nicht, daf^ die Mapuches (chilenischer Ausdruck fiir die Araukaner) 
Weif^e gewesen sind. Ich denke jedoch an die von F. K. Giinther 
aufgestellte Behauptung, daf^ das hoherstehende nordische Element 
in jeder grof^en Zivilisation zu finden ist, einschlief^lich des alten 
Chinas, und so ist es schon moglich, daf^ es solche Nordleute unter 
den Mapuches gab, die von wer weif^ welchem weit zuriick in der 
Vergangenheit liegenden, sagenhaften Stamme losgerissen wurden. 
Keyserling glaubte, bei Stammen der finnougrischen Mongolen 
Ahnlichkeiten mit diesem nordischen Element festgestellt zu haben, 
bei jenen Stammen, die den Konig der Welt kannten. Aber wenn die 
Mapuches keine Weif^en sind, dann waren es jedoch mit Sicherheit 
in weit, weit zuriickliegender Vergangenheit ihre Geistigen Fiihrer, 
jene Weif^en Gotter, die von den Oasen des Eises, den Gipfeln der 
Anderen Erde kamen und dorthin wieder zuriickkehrten. 

Der Chronist Francisco Lopez de Gomara behauptet in seinem Buch 
„Allgenieine Geschichte Spanisch-Amerikas", daf^ es in Chile, oder 
Chilli, grof^e Konigreiche gab, wie das des Kaziken Leuchengorma, 
dessen Hauptstadt an einem von sieben Vulkanen umgebenen See 
lag. 



159 



Inmitten des Sees, auf einer Insel, ragte ein Tempel fiir zweitausend 
Priester auf. Weiter siidlich davon befand sich das Konigreich der 
dem Kaziken Leuchengorma tributpflichtigen Amazonen. Ihr Reich 
hief^ Gaibomilla. Sollte etwa das Mutterrecht, dessen wesentliche 
Ziige sich in Chile erhalten haben, noch eine Spur sein, die auf jenes 
sagenhafte Konigreich der Amazonen hinweist? 

Ins Auge fallen die Namen Leuchengorma und Gaibomilla; es 
scheint, als ob man sie erfunden hatte, so wie den der Fresia im 
Buche Alonso de Ercilla „Die Araukanerin", jene Frau des 
Caupolican, deren Name an den der germanischen Gottin Freyja 
anklingt, die im Innern des Berges Elbrus wohnt. Ercilla kann diesen 
Namen nicht rein zufallig gewahlt haben, genausowenig wie Lopez 
de Gomara, der damit sicherlich eine aus jenen Zeiten noch 
lebendige Sage wiederaufgreift. 

In seinen Biichern „Des Sonnengottes grof^e Reise" und „Des 
Sonnengottes Todeskampf behauptet Professor Jacques de Mahieu, 
daf^ die Wikinger sich seit dem Jahre 967 unserer Zeitrechnung in 
Amerika niedergelassen haben. Der erste von ihnen hief^ Ulimann - 
der Mann des Ul. Inmitten der Wellen des Meeres wird sein Schiff, 
das eine auf^ergewohnliche Form hatte und durch die an den 
Bordwanden angebrachten Metallplatten in der Sonne glanzte, in 
Mexiko als eine Schlange mit feurigen Federn angesehen. Deshalb 
gibt man ihm den Namen Quetzalcoatl. Es ist jedoch sehr wahr- 
scheinlich, daf^ die Ankunft dieses weif^en Mannes die Eingeborenen 
an einen viel friiheren Ankommling, den anderen Quetzalcoatl, 
erinnerte, der sicherlich auf einer Feuerscheibe vom Himmel 
gekommen war. Sie bestatigt ihnen das, was sich im Laufe der 
Jahrtausende in Sagen und Legenden herausgebildet hat. Der neue 
Quetzalcoatl beherrscht mit Leichtigkeit die Tolteken, wie das dann 
gleichermaf^en auch Hernan Cortes tun wird, der aus der gleichen 
Legende Nutzen zieht. Er verbleibt dann dort mehr als zwanzig 
Jahre. Da er von den Mayas verlangt wird, geht er nach Yucatan, wo 
er Chichen-Itza griindet. Dort nennt er sich Kukulkan. Er bleibt zwei 
Jahre dort, wo er eine zivilisatorische Tatigkeit entfaltet. Danach 
verla£t er das Land. Die Wikinger Ziehen hinunter bis nach Bolivien, 
Peru und Chile, wo sie einhundertundfiinfzig Jahre lang ein 



160 



machtiges, kultur-verbreitendes Reich beherrschen, dessen Mittel- 
punkt in Tiahuanaco liegt. Der erste Wikinger heif^t Virakocha, ein 
beinahe danischer Name, oder Huirakocha, Kontiki-Virakocha. Er 
ging an einem Ort der chilenischen Kiiste an Land, der heute als 
Arica bekannt ist. Bis zum Jahre 1290 halt sich das Reich. Dann aber 
wird es von den Diaguita-Araukanern unter Anfiihrung des Kaziken 
Cari angegriffen, wie Prof. De Mahieu schreibt, und die Stadt 
Tiahuanaco geht den Wikingern verloren. (Alles das spielt sich zu 
Ende des unseHgen XIII. Jahrhunderts ab, das auch Zeuge des 
katharischen und des Templer-Dramas in Europa wird). Die Uber- 
lebenden fliichten sich auf die inmitten des Titicacasees befindliche 
Sonneninsel. Ist das etwa jene Insel der zweitausend Priester, die 
Lopez de Gomara erwahnt? Allerdings paf^t die Beschreibung „der 
sie umgebenden Vulkane" besser zur Landschaft Siidchiles, zu der 
Gegend am auf^ersten Pol. Nachdem sie dort besiegt werden, Ziehen 
sich die Wikinger, oder einige von ihnen, moglicherweise ihre an den 
Ausfallstraf^en zu den Atlantikhafen liegenden Garnisonen der 
Auf^enbezirke, in die Walder Paraguays zuriick. Ihre entarteten 
Nachkommen waren dann die weif^en Eingeborenen der Guayakis, 
klein wie Zwerge, nur 1.56 m grof^, in denen sich aber noch 
wesentliche arische Rassenmerkmale erhalten haben. Damit sie nach 
der Errichtung des Jesuitenreiches in Paraguay ihre Sonnenriten, 
ihren Odins- und Wotanskult bewahren konnen, geben sie die 
sef^hafte, ortsgebundene Lebensweise auf, um ein Wanderleben zu 
fiihren. Schlief^lich aber kamen Rassenmischungen mit den von 
Mongolen abstammenden Guarani-Indianern zustande. 

Andere Wikinger des Tiahuanaco-Reiches fliichteten auf ihren 
Schiffen in den Pazifischen Ozean und kommen zur Osterinsel. Pro- 
fessor De Mahieu stellt Ahnlichkeiten zwischen im Lande der Guaya- 
kis gefundenen Inschriften mit den „Sprechenden Tafeln" (rongo- 
rongo) fest, obwohl dort die bekannten nordischen Runen nicht 
verwendet wurden. Und eben aus diesem Grunde konnen die auf die 
Osterinsel gelangten Wikinger nicht die weif^hautigen und blonden 
Menschen gewesen sein, welche die Insel schon vor den sie jetzt 
bewohnenden Eingeborenen besiedelt hatten. Weiterhin erscheint es 
kaum moglich, daf^ es die Araukaner gewesen sind, die jenes grof^e 



161 



Reich der Wikinger von Titicaca und von Peru zerstort haben, sofern 
sich das alles nicht, wie wir es schon angedeutet haben, auf 
Ereignisse bezieht, die sich weiter im Siiden abgespielt haben, wo 
sich der Mittelpunkt einer iiberlegenen ZiviHsation, auch 
hyperboreischen Ursprungs, befunden haben diirfte. Die Sage 
berichtet uns, daf^ es Chile ist, wohin nach dem Versinken eines 
ruhmreichen Erdteils, der gegeniiber den jetzigen Kiisten im Pazifik 
gelegen hatte, die Giganten gelangen. 

Sie kommen aber auch nach Ekuador. Nur diese weif^en Giganten 
hatten jenen Wikingerkriegern eine Niederlage zufiigen konnen. Und 
nur sie konnen die Vorfahren der Bewohner der Osterinsel gewesen 
sein. Das heif^t also, daf^ Chile ein von Giganten bewohntes Land 
war, mit einer ZiviHsation von Giganten, die heutzutage ebenfalls 
von seiner Oberflache (den wirklichen Ursprung des Namens Chile 
oder Chilli wird man in solchen Raumen suchen miissen) ver- 
schwunden ist; denn sie wird in die Innere Erde untergetaucht sein, 
dorthin, wo das Sonnentor von Tiahuanaco fiihrte, oder in die Stadt 
der Kaiser, die in den Anden verborgen ist, in einer analogen, 
ahnlichen Welt. Das hief^e, daf^ sich jene Schlacht, sofern es sich um 
eine Schlacht handelt - und nicht um die durch Versinken der Erd- 
massen hervorgerufene Katastrophe, deren „bedingte Reflexe" sich 
im gesamten Feuerbogen des Pazifik als Erd- und Seebeben auf^erten 
- unter Wesen gleichen Ursprunges abgespielt hatte, was uns un- 
wahrscheinlich erscheint. Die tellurische, erdbezogene und kos- 
mische Katastrophe dagegen erscheint uns viel iiberzeugender, 
besonders wenn man die durch sie hinterlassenen Spuren, gerade 
auch in Tiahuanaco, in Betracht zieht. 

Aus alien diesen Griinden finden die Erklarungen des Araukaners 
iiber seine Herkunft ihre Bestatigung in der Legende oder in der 
sagenhaften Uberlieferung. 



162 



Die Daten stimmen nicht iiberein 

Worin sich Professor De Mahieu irrt, das sind die Daten. 
Tiahuanaco ist nicht so jungen Datums, und seine Schlu£- 
folgerungen lassen das Relief in dem Sonnentor und seinen 
venusianischen Kalender unberiicksichtigt. Dort gibt es befliigelte 
Wesen und die Uberlieferung berichtet, daf^ Huirakocha und 
Mamakocha in Luftfahrzeugen von der Venus gekommen sind. 
Tiahuanaco ist ein dem Morgenstern, dem Stern der Liebe und des 
Lichtes Luzifers gewidmeter Tempel oder eine ihm gewidmete Stadt 
in den Anden. Geweiht Luzifer als Vorboten des Lichtes vom Griinen 
Strahl (wie der Smaragd der Venus), der hinter der Schwarzen, 
mitternachthchen Sonne aufleuchtet. 

Die Mayas versicherten, aus Tula, oder Thule zu stammen, von 
woher auch ihre Vorfahren, die Wei£en Cotter, die ersten 
Hyperboreer gekommen waren. So auch die Vorfahren der Wikinger! 
Jene auf den Hochebenen der Anden entdeckten, wie gigantische, 
sinnbildhafte Runen wirkenden Linien, die von Giganten dorthinein 
geschrieben worden sind und die den Eindruck erwecken, daf^ sie 
nur deshalb angebracht worden sind, um Landeplatze fiir aus 
anderen Welten und Zeiten kommende Flugschiffe zu kennzeichnen, 
fiihren uns in unermef^lich weit entfernte Zeiten zuriick, von denen 
sich De Mahieu nichts traumen laf^t. 

Als das Atlantis des Nordmeeres (der Nordsee), das Helgoland 
Spanuths versank, da begann jener andere Auszug der letzten 
Uberlebenden vom Pol, besser gesagt, der schon sehr entfernten 
Nachkommen der Hyperboreer. Und diese diirften sich zu den 
damaligen gottlichen Hyperboreern so verhalten, wie heutzutage die 
Guayaquis zu den Wikingern de Mahieus; riickentwickelte und 
entartete Wesen im Vergleich zu ihrer gottlichen Abkunft. Auf der 
Suche nach Landern, wo sie iiberleben konnen, schwarmen sie in die 
Welt aus und suchen nach jenen Orten - wie Amerika, Albanien 
genannt - wohin sich ihre Ahnen, die Weif^en Gotter in unvorstellbar 
weit zuriickliegenden Zeiten gefliichtet hatten. Sie gehen auch nach 
Kleinasien und sind dort die hethitischen Hirtenkonige. Sie werden 
dann von Ramses II. besiegt und vertrieben. 



163 



Das alles aber geschieht nach Meinung von Spanuth in den Jahren 
von 1700-1300 vor der Zeitenwende. Und es mu£te innerhalb dieses 
Zeitraumes sein, da die Nordlander in das Hvitramannaland der 
Wikinger, das heif^t nach Amerika kommen. Hyperborea hat schon 
viele Zeitalter vorher angefangen, unterzugehen, zu verschwinden. 
Es ist auch mogHch, daf^ vor dreif^igtausend Jahren, wie O. Menghin 
annimmt, eine andere Welle von weif^en Abkommlingen der 
promongoloiden Rasse, die Zentralasien vor der Ankunft der Gelben 
besetzt hatte, nach Amerika gekommen ist. Menghin behauptet, iiber 
die Beringsee. Ihre derzeitigen Nachkommen waren dann die weif^en 
Caiguas, die Vorfahren der paraguayanischen Guayaquis, der 
Guarayos von Santa Cruz in Bolivien sowie die brasilianischen 
Chachapoyas. Von dieser sagenhaften weif^en Rasse aus Zentral- 
asien, jenen Ariern der Zivilisation der Gobi, stammen die weif^en 
Dropas Tibets, die gigantischen Ainus Japans, und auch die Todas 
Indiens ab. Von einer Rasse weif^er Riesen, die ihrerseits wieder 
Abkommlinge der gottlichen Hyperboreer waren, als der mittlere 
Teil des Erdteiles am Pol mit seiner Hauptstadt Thule unterging und 
verschwand. 



Die Christen zerstoren die Spuren der WeilSen Cotter 

Nach den Wikingern gelangen die Normannen und auch die Iren 
nach Amerika. Vorher schon waren Druiden und Kelten 
gekommen. Kolumbus und die Spanier kommen zuletzt. Diese finden 
die Gestalt des Christus vor und die Uberlieferung von den weif^en 
Aposteln, die das Evangelium gepredigt hatten. Man nennt sie Pay 
Zume in Brasilien und Argentinien und Thunupa in Peru, bekehrte 
Wikinger und Normannen, die im Mittelalter Reisen in das 
iiberseeische Reich der Nordmanner unternommen hatten. Dieses 
Geheimnis wird aus einleuchtenden Griinden streng gehiitet. 

Das Reich der Inkas hatte seinen Ursprung in den Weif^en Gottern 
und in dem Reich der Wikinger, wie De Mahieu meint. Wenn das 
nicht zutrafe, warum haben dann die Inkas die Spuren dieser 
Vorfahren, die gleicherma£en auch Vorfahren der heutigen Aimaras 



164 



sind, verschwinden lassen und den Aimaras sogar den Gebrauch der 
Schrift verboten? Welches Geheimnis wollten die Inkas verbergen, 
welche Spuren verwischen? 

Wie haben sie sich in ungerechtfertigter Weise in den Besitz einer 
Macht und eines Geheimnisses gebracht? Die Festung Machu Picchu 
wird von ihnen nicht benutzt, als ob sie Furcht hatten oder sie ihnen 
nicht gehorte. Spater tun dann die Spanier und die offizielle Kirche 
ihr iibriges, um die letzten Spuren des hyperboreischen Geheim- 
nisses zu zerstoren, das Geheimnis von den Giganten und dem 
Albanien der Weif^en Gotter mit ihrer grof^artigen auf^erirdischen 
ZiviHsation, in Verbindung mit den Auf^erirdischen. 

Als Hyperborea versinkt, treten die unsterblichen Gottlichen Fiihrer 
in die unterirdische Welt ein (und zwar diejenigen, die nicht in eine 
Parallelwelt, auf den Ursprungsstern zuriickkehren.) 

Bezeichnenderweise berichtet uns die Sage der Guayakis, dal^ ihre 
Vorfahren aus dem Inneren der Erde gekommen seien, indem sie 
dem Laufe eines unterirdischen Flusses folgten. (Vielleicht durch das 
Sonnentor von Tiahuanaco!) Es ist die gleiche Sage wie bei den 
Eskimos, die von Statur kleiner sind, wie die heutigen Guayakis. Ihre 
Vorfahren waren nach den Antipoden, nach dem Siidpol ausgewan- 
dert. 

Die Katastrophe, auf die sich Spanuth bezieht, fallt mit der 
Erscheinung des Kometen Phaeton, etwa in der Zeit von 1600-1300 
V. Chr. zusammen. Aber da haben die Hyperboreer schon, in 
ungeheuer weit zuriickliegenden Zeitraumen, in den Goldenen 
Zeiten, ihre Weif^en Tauben - in Vimanas - zum anderen Pol 
geschickt, die den Zweig der heiligen Eiche, das heilige Soma im 
Schnabel trugen. Die von ihnen entsandten Magier haben an jenen 
Schliisselpunkten des Planeten von besonderer tellurischer Empfind- 
lichkeit, an den Toren des Einganges und des Ausganges, ganz 
besonders an der Wirbelsaule der Anden, Zentren errichtet, an 
denen - in einem analogen Gebirge - Stadte des Ewigen Lebens 
liegen, Wohnorte fiir unsterbliche Wesen. 

So geschah es auch in den Oasen der Antarktis, einem bis zum 



165 



heutigen Tage von ihnen im Innern, in seinem Doppel bewohnten 
Kontinent. 

Die in bereits historische Zeiten fallende Ankunft weif^er Nordlander, 
die sich seitdem Ausgang, dem Exodus des linksdrehenden und der 
Riickkehr des rechtsdrehenden Hakenkreuzes jedes Mai mehr von 
den weit zuriickliegenden Hyperboreern fortentwickelt hatten, von 
denen eine der letzten Wellen die Wikinger waren, denen dann 
spater die geheimen Fiihrer der Templer und - in der gegenwartigen 
Zeit - die des esoterischen Hitlerismus folgten, war von tiefem 
Sehnen nach einer Wiederbegegnung mit der Urrasse der Giganten, 
mit dem Stamm der hyperboreischen Atlanter, der sich im Siiden des 
Polarkreises und der Anden verborgen halt und bewahrt, bestimmt. 

Die Eingange zu dieser Inneren Welt befinden sich in den Anden und 
den Urwaldern des Amazonasgebietes (ein auf die mythischen 
Walkiiren Lopez de Gomaras anklingender Name). Die Eingange in 
die unterirdische und parallele Welt der Weif^en Gotter, die trotz- 
dem einen hoheren Wirklichkeitsgehalt hat, als die der Oberflache! 

Die als Eingeborene bezeichneten Rassen, die man in Amerika findet, 
sind die Ergebnisse der Riickentwicklung, oder sie sind rein irdischen 
Ursprungs und stammen von den Robotern, sozusagen auf anderen 
Sternen „genetisch" erfundenen, oder in magischen Laboratorien von 
Atlantis erzeugten Wesen ab, die geschaffen wurden, um Arbeiten zu 
leisten, die im Bereiche des bei der Riickentwicklung der 
himmlischen Spharen verdichteten Stoffes getan werden muEten. 
Man ist nun soweit gekommen, dies alles Menschheit, menschliche 
Wesen zu nennen, indem man sie in der unwissenden oder aber in 
boswilliger Auffassung des Kaliyuga mit den Halbgottlichen oder 
Gottlichen astraler Herkunft gleichsetzt, die manchmal von gegen- 
iiberliegenden Sternen gekommen waren. 

Diese Riickentwicklung ist wie ein Albtraum. Wesen, die in weit 
zuriickliegenden Zeiten hier zuriickgelassen wurden, die willentlich 
oder zufallig aus anderen Welten und aus gleichlaufenden Zeit- 
raumen hierher kamen, sind bis zum Tier, vielleicht auch bis zur 
Pflanze, zum Mineral und in sogar noch tiefere Schwingungsfelder 



166 



der Energie abgesunken. Die verschiedenen Farben der Rassen 
haben mit einer kosmischen Alchemie zu tun, die man besser 
versteht, wenn man sich die Farbe der Aura vorstellt, die von den 
Siddhas und Divyas gesehen werden kann. Bei dem gegenwartigen 
Vorgang der Vermischung, der volligen Verbastardisierung der 
Rassen, die durch dunkle, sich am Fuf^punkt des Kaliyuga 
betatigende Krafte begiinstigt wird, wird es jedes Mai schwerer, die 
erforderliche Anzahl von Mutationen zu erreichen, die eine 
Uberwindung des dramatischen Geschehens der Riickentwicklung 
(Involution) ermoglichen wiirde, die uns im Gegenteil jedes Mai der 
ewigen Riickkehr nach Atlantis naherbringen wiirde, dessen 
entsetzliche Katastrophe nach Meinung Platos gerade eben durch 
Vermischung der Rassen, der Halbgottlichen mit dem Tiermenschen, 
vielleicht auch mit Tieren und sogar auch mit den Robotern 
verursacht wurde, das heif^t, durch die Rassensiinde, die alle 
alchemistischen Farben gleichermaf^en angreift und zerstort und 
schlief^lich die Unberiihrbaren, Scheusale, wie in Indien hervor- 
bringt, wo die Vermischung der Kasten keine begiinstigt, da ihre 
ureigenen Einweihungen dabei zerstort werden durch die Ver- 
wirrung im Akasha-Gedachtnis, der „chromosomatischen Ein- 
weihung", wobei die Minne, das Heimweh nach der Ewigen Liebe, 
verlorengeht. 

Die spanischen Monche und der Fanatismus einer vom Monde 
beeinfluEten, lunaren Religion und Weltanschauung wirkten dahin, 
da£ aus den Seiten des Buches der Geschichte Amerikas-Albanias, 
die letzten Spuren der Weif^en Gotter ausgetilgt wurden. Trotzdem 
waren aber nicht alle durch die Eroberungsziige ins Land 
Gekommenen dieses Grof^en Themas unkundig, und mehr als einer 
trachtete danach, das schreckliche Meer, das den auf^ersten Siiden 
von den geisterhaften, gespenstischen Oasen der Antarktis trennt, zu 
iiberqueren, um dort vielleicht dem Weif^en Riesen Arthur Gordon 
Pym's zu begegnen und das aurum potabile des Ewigen Lebens 
trinken zu konnen. 



167 



Die Templer, die Benediktiner und Hitler 

Im Fischezeitalter fangt das Verschwinden der Geistigen Fiihrer 
des irdischen Menschen an. Es kommt zu einer Auflosung, einem 
tatsachlichen geistigen Massaker. Bei der Vernichtung der Katharer 
und der Templer gewinnt man den Eindruck, daf^ die Menschen nur 
noch ihrer eigenen Triebhaftigkeit ausgeliefert waren. 

Vielleicht auch schon friiher, beim Verschwinden der druidischen 
Zivilisation. Denn die Vorhaben der Katharer finden nur in einem 
begrenzten Bereiche des Abendlandes Erfiillung und das Phanomen 
der Templer ist nur ein Versuch, ein Tasten, das die vollige 
Verwirklichung nicht erreicht. Es dauert ziemlich lange, bis der 
Orden sich schlief^lich einer zweideutigen Umhiillung entledigen 
kann, die bei seiner Entstehung angenommen worden war. 

Er findet auf^erdem eine in gefahrlicher Weise feindliche Umwelt 
vor, derer er sich mit Ausfliichten und durch Tarnung erwehren 
mu£. Aber schlief^lich wird er ebenfalls vernichtet. 

Die Templer konnten sich wohl mit der Waffe in der Hand 
verteidigen, denn sie waren ja die starkeren, aber sie taten es nicht, 
weil es ihnen nicht erlaubt war, sich denjenigen, die zu fiihren sie 
beanspruchten, mit Gewalt aufzudrangen. Der Kampf ist fiir diese 
wehrhaften Monche eine Einweihungsaskese, ein Yoga zur 
Uberwachung der inneren Regungen, eine Disziplin der mystischen, 
magischen Ritterschaft wie bei den Ismaeliten des Iran, jenes 
geheimnisvollen Ordens des Alten vom Berge, der durch die tiefe 
Bedeutung des Oberimams angeregt wird. Der Krieg dient hier 
weder der Eroberung noch der Bekehrung Andersglaubiger, wie man 
meinen konnte. Die Templer kampften aus Pflichtgefiihl, kaltbliitig, 
wie bei einer Yogaiibung, aus innerer Zucht heraus und nicht mit der 
Absicht, die Moslems zu bekehren. 

Die mythische Schlacht diente zur Befreiung der Unterirdischen 
Heiligen Erde, wobei man gleichzeitig, „synchronistisch-gleich- 
laufend" die Straiten fiir die Pilger und fiir die Wandernden Ritter 
freihielt. 

Auch die Ismaeliten und die Assassinen kampften aus Treue zum 



168 



Inneren Imam, dem geistigen Fiihrer. „Den geistigen Fiihrer, den 
Alten vom Berge, zu erkennen, hei£t sich selbst zu erkennen". „Sei 
mir treu und ich werde Dich mir gleich machen", so heif^t ihr 
Grundsatz. Man hat die Templer eines geheimen Abkommens mit 
den Ismaeliten bezichtigt, abgesehen von den immer wieder 
aufkommenden Kampfen. Fiir die Templer wurde der Krieg so etwas, 
wie es in der „Bhagavat Gita" in bezug auf Arjuna geschildert wird: 
Krischna gibt ihm den Rat, in dem Grof^en Krieg des 
„Mahabharatam" seine Pflicht, sein Dharma zu erfiillen und sagt: 
„Diejenigen, die Du totest, sind in mir bereits tot. Du bist nichts 
weiter als mein Werkzeug." 

Offensichtlich hat es zwischen Templern und Katharern, obwohl sie 
beide in jenem 13. Jahrhundert schHmmen Angedenkens nur mit 
wenigen Jahren Abstand vernichtet wurden, keine Verbindung 
gegeben. Andererseits gab es anfangHch enge Beriihrungspunkte mit 
den Zisterzienser- und den Benediktinermonchen, die bei dem 
Albingenser-Kreuzzug gegen die Katharer nicht eingreifen. 

Es sind die Dominikaner, die sich mit der Inquisition befassen. 
Trotzdem aber halt Skt. Bernhard Predigten gegen die Katharer. Der 
geistige Urheber des Templerordens sah in den Katharern einen 
Feind, ohne vorherzusehen, wohin die Templer im Laufe der Zeit 
gelangen wurden. Das hatten sich die klugen Benediktiner wohl 
auch kaum vorstellen konnen, obwohl sie es waren, und auch die 
bereits christianisierte Wandernde Ritterschaft, die die Gralsgesange 
(hier vom Heiligen Gral) niederschrieben. Durch ihre Kenntnis der 
griechischen Texte gelangen die Benediktiner zu einer Schau, die 
einen tieferen Einblick in das Geheimnis der Urspriinge erlaubt. 

Ein Hinweis darauf findet sich noch heute im Benediktinerkloster 
von Lambach in Osterreich, unweit der Stadt Linz, wo an mehreren 
Stellen das rechtsdrehende Hakenkreuz eingraviert ist. Nach 
Meinung von Andre Brissaud, dem Autor von „Hitler und der 
Schwarze Orden" ist es dort, wo Adolf Hitler bei der Betrachtung 
dieses Sinnbildes inspiriert wurde, als er als Knabe im Klosterchor 
sang. Rene Alleau, der Autor von „Hitler und die Geheimgesell- 
schaften" nimmt das nicht an und behauptet vielmehr, daf^ das 



169 



rechtsdrehende Hakenkreuz der Einweihungsgesellschaft „Thule" in 
Miinchen entnommen wurde. Wie wir schon sagten, versinnbildlicht 
dieses Zeichen die Riickkehr zum nordischen Ursprung, zum 
hyperboreischen Thule, die magische Verwandlung, das vierblattrige 
Kleeblatt, mit seinem polhaften, unbeweglichen Mittelpunkt. 

Bedienen wir uns der im Sanskrit vorkommenden Begriffe, der 
Mantrams, konnen wir den tiefen metaphysischen Sinn der zwei 
Swastikas erfassen als das linksdrehende, das fiir den Buddhismus 
verwendet wird und sich in der Drehrichtung unserer jetzigen Erde 
und in Uhrzeigerrichtung dreht, sowie das rechtsdrehende, vom 
Hitlerismus iibernommene, das im vorlamaistischen Tibet ver- 
wendete Zeichen, das sich entgegen der Erddrehung bewegt, gegen 
die Riickentwicklung im KaHyuga. Das erstere ist dasjenige des 
Auszuges, des Verlustes des Paradieses und des sonnenhaften 
Zeitalters; das zweite ist das der Wiederkehr. Das erste wird im 
Sanskrit durch die Keimsilben Hamsah, geteilt in Harn und Sah, das 
Einatmen und das Ausatmen im normalen, instinktiven Atmungs- 
prozef^ des gewohnHchen Tiermenschen, des riickentwickelten Pasu. 
Das rechtslaufige Hakenkreuz wird mit Saham wiedergegeben, der 
umgekehrten, bewu£ten, geistigen Atmung des Virya, des halbgott- 
Hchen Helden und des Divya oder vergottHchten, unsterbHchen 
Siddha. Saham will ausdriicken: „Ich bin Sie": Ersie, Elella, der 
Androgyn, der Ganze Mensch mit einem aus Vajra geschopften, 
unsterbHchen Korper. Der Gottmensch! Unwissenheit und Boswillig- 
keit haben glauben machen wollen, daf^ das rechtsdrehende Haken- 
kreuz, wie es fiir den esoterischen Hitlerismus genommen worden 
ist, dunklen, damonischen Krafte zugeordnet sei. Weder das eine 
noch das andere trifft zu. Beide versinnbildlichen sie tiefe, 
metaphysische Vorgange. 

Ich habe im Kloster Lambach Nachforschungen angestellt und habe 
dort ein altes Manuskript gefunden, das in altertiimlichem Deutsch 
geschrieben war. Ich lie£ es kopieren und bat, daf^ man es mir in 
neuzeitliches Deutsch iibersetzte. Es sind jedoch wahrscheinlich alle 
Dokumente von grof^em Wert vorher schon durch die SS weggeholt 
und in ihre Ordensburgen, ahnlich den Burgen der Templer im 



170 



Mittelalter, gebracht worden. Das ist selbstverstandlich eine Ver- 
mutung, die sich keinesfalls beweisen laf^t; denn man hat im Besitze 
der SS-Organisation keine urkundlichen Unterlagen gefunden. - 

Die Einweihungszentren der Hitlerischen SS 

Die Ordensburgen waren Einweihungszentren der SS und 
wurden an sorgfaltig ausgewahlten „Erdpunkten" errichtet. Die 
hauptsachhche war die Wewelsburg bei Paderborn in Westfalen. Drei 
weitere, wenn auch noch nicht ganz fertiggestellte Ordensburgen 
waren schon in Betrieb: in Vogelsang/Rheinland, in Crossinsee/ 
Pommern und in Sonthofen/Bayern. Ihr Baustil war nordisch- 
germanisch, und sie waren umrahmt von Seen, Parks und Waldern. 

In Wewelsburg befanden sich eine BibHothek von zwolftausend 
Banden, ein Saal fiir Meditationen, eine Turnhalle, Speise- und 
Schlafsale bzw. Schlafzimmer sowie ein Friedhof fiir die SS- 
Angehorigen mit seltsam gestalteten, in ihrer Form an Hirschkafer 
erinnernde, mit Runensymbolen geschmiickten Grabern. Die 
Priifungen, denen die Schiiler der Waffen-SS sich unterziehen 
muf^ten, waren von unerbittHcher Strenge und mit Gefahren 
verbunden, wie uns der belgische Kommentator Petitfrere berichtet, 
der sich mit der Erforschung dieses Themas befa£t hat. 

Ein SS-Mann muf^te innerhalb von achtzig Sekunden einen Graben 
ausschaufeln um sich darinnen in waagerechter Lage vor der 
(anrollenden) Gewichtslast eines Tanks schiitzen zu konnen. Er 
muf^te an seinem Stahlhelm eine Handgranate anbringen und sie 
ziinden, wobei er unbewegHch auf die Explosion zu warten hatte; 
allein die Bewegungslosigkeit konnte ihn retten. Nach Julius Evola, 
der diese Schulungsstatten besucht hatte, ging die Willensschulung 
so weit, daf^ einer, der z. B. das Versprechen, nicht mehr zu rauchen, 
gebrochen hatte, Selbstmord beging. 

Der Grundsatz des Gehorsams war, wie bei den Templern, den 
Assassinen, den Deutschrittern und den Jesuiten gleichbedeutend 
mit Kadavergehorsam. Einmal jahrlich traf sich der Innere Kreis der 
SS-Leute mit seinen Hochsten Fiihrern fiir einige Tage der 



171 



Zuriickgezogenheit, der Einsamkeit und der Meditation. Man iibte 
dabei eine Art westlichen Yoga, woriiber aber nichts bekanntgewor- 
den ist. 

In der Ordensburg von Wewelsburg gab es einen grof^en, im Mittel- 
punkt gelegenen Versammlungsraum mit einem Hitler vorbehal- 
tenen Thronsessel. Dorthin wiirde der Fiihrer kommen, sinnbildlich 
gesehen. - 

In einem durch und durch gegen den Nazismus gerichteten Buch: 
„Das Gesicht des Dritten Reiches" legt dessen Verfasser Joachim Fest 
folgendes Zeugnis ab: „Eines Tages sah man, wie Himmler mit 
gewissen hoheren SS-Offizieren geistige Konzentrationsiibungen 
machte. Man wollte auf diese Weise eine sich im Nebenraum 
befindliche Person notigen, die Wahrheit zu bekennen," und er fiigt 
hinzu: „Der in Wewelsburg und an anderen Orten eingefiihrte Kult 
darf nicht iiber den Charakter der Feierlichkeiten als einer religiosen 
Weihe hinwegtauschen. Fiir die Beteiligten war dies ein haufig 
wiederholter Weiheakt und eine Berufung zum Eintritt in eine 
Gemeinschaft, die iiber alle iiberlieferten Bindungen an die alte 
gesellschaftliche und familiare Welt, iiber Kaste und Klasse hinaus- 
ging. Eine absolute Hingabe, die eine neue Gemeinschaft mit 
eigenen Gesetzen entstehen lief^. Die von der SS verfolgten Ziele 
gingen bei weitem iiber das hinaus, was von denen angestrebt 
wurde, die an der Bildung eines politischen Kampfbundes 
interessiert waren. In den Augen ihrer hauptsachlichen Begriinder 
stellte die SS nicht nur ein Instrument fiir Unternehmungen dar, mit 
dem man auf Vorgange im Innern einwirken konnte, sondern 
dariiber hinaus die Zellen einer neuen politischen Regierungsform, 
deren Aufgabe es sein sollte, die alte Ordnung zu durchdringen um 
sie allmahlich zu ersetzen. Sie sollten die Elitetruppe bei der Bildung 
des neuen Europa stellen und zwar auf Grundlagen, welche die 
vorhandenen Staatsgrenzen, auch im Bereiche der Politik und der 
Wirtschaft, sprengen wiirden. Die stadtebaulichen Strukturen 
miif^ten in bestimmten Zonen abgeschafft werden. Es sollte im Osten 
eine Kette von Wehrdorfern entstehen, wobei die Bindungen der 
Vorfahren an die Erde, durch einen neuen (heldischen) Adel, der 
Mitglieder des Ordens, erneuert wiirden. Der Auftrag, den die SS auf 



172 



dem Gebiete des Polizeiwesens (der Gestapo) zu erfiillen hatte und 
der einen wesentlichen Teil der Tatigkeiten der SS ausmachte, diirfte 
gegeniiber dieser romantischen Zukunftsschau, die tatsachlich die 
heilige Sache war, nur einen schwachen Eindruck vermitteln. Hitler 
gab seine Einwilligung zur Schaffung dieser landlichen Wehrgemein- 
schaften..." (Klammern sind vom Autor). 

Mit Bezug auf diese „romantische Zukunftsschau" mochten wir eine 
Betrachtung von Carl Schmidt anfiihren, die in seiner „Politischen 
Romantik", im Jahre 1925 veroffentlicht, folgendes aussagt: „Jeder 
romantische Gedanke steht im Dienste einer anderen nicht- 
romantischen Kraft." Und Napoleon meinte: „Revolutionen sind 
nichts weiter als Ideen, die (zu ihrer Verwirklichung) ein Bayonett 
gefunden haben." Man kann hierbei auch an Nietzsche, an Wagner 
und sogar an Marx denken. Hitler sagte: „Jedes politische System 
und jede politische Lehre ist letzten Endes durch Kompromisse 
entstanden. Die Philosophie kann jedoch keine zwiespaltige Haltung 
einnehmen, noch kann sie einen KompromiE schlief^en." Und es 
waren philosophische Beweggriinde, die Hitler zum Angriff auf die 
Sowjetunion veranlaf^ten. In einer Mitteilung an Mussolini tut er dies 
selbst kund: „Ich habe mich von einer durch den Pakt mit Stalin 
hervorgerufenen unertraglichen Seelenqual befreit." Und Otto 
Skorzeny bestatigt mir das, wahrend eines in seinem Hause in 
Madrid gefiihrten Gespraches, wie bereits berichtet. Ich setzte ihm 
meine Zweifel iiber den Entschluf^, die Sowjetunion anzugreifen, 
auseinander. Er gab mir zur Antwort: „Hatten wir das nicht getan, 
dann hatten wir uns der Wankelmiitigkeit (Zweideutigkeit) in bezug 
auf die Grundsatze unserer Philosophie und unserer Weltanschauung 
schuldig gemacht." 

Die zukiinftigen SS-Leute wurden vorzugsweise unter den 
Mitgliedern der Hitlerjugend ausgewahlt. Diese Jungen besaf^en 
einen Dolch auf dem das rechtsdrehende Hakenkreuz angebracht 
war und auf der Klinge stand die Inschrift: „Blut und Ehre". 
Nachdem dann der SS-Bewerber nach der Ablegung strenger 
Priifungen und nach Ableistung harten Dienstes ein aktives Mitglied 
des Schwarzen Ordens wurde, erhielt er - auch nicht immer - einen 



173 



anderen geweihten Dolch - mit den SS-Runen, einem rechts- 
drehenden Hakenkreuz - auf dessen Stahlklinge zu lesen war: 
„Meine Ehre heif^t Treue." 

Und so begann sein stufenweiser Aufstieg. 

Die exoterischen Grundlagen: Philosophie, Geschichte und 

M5^hologie 

Die Auffassung der SS von der Welt, ihre Weltanschauung, ihre 
philosophische Exoterik stiitzte sich auf die tiefreichende 
Grundlage dreier auf^erordentlicher Forscher, die man heutzutage 
nicht zur Kenntnis zu nehmen geneigt ist, so als ob es sie nie 
gegeben hatte: Johann Jakob Bachofen, ein Zeitgenosse Nietzsches, 
Herman Wirth, mit seinem iiberaus grof^en und bedeutenden For- 
scherwerk iiber die Urgeschichte, wie er sie nannte, und E. Dacque. 
Die beiden letzteren greifen die Entwicklungslehre frontal an, ebenso 
wie Hans Miihlenstein der These Osw. Spenglers vom Untergang des 
Abendlandes, den Glauben an eine aus den Wurzeln praantiker 
Kulturen gespeiste Wiedergeburt entgegenstellt, in denen die 
Schopferkraft der Rasse und der Uberlieferung ruht, in ihrem 
reinsten Wesenskern, der durch das vom Zufall abhangige Auf und 
Ab im Verlaufe der geschichtlichen Zeiten nur verdunkelt und 
verandert worden sei. Diese magische Kraft wird den Okzident zu 
einer neuen Wiedergeburt bringen - wie die SS glaubte -, indem sie 
zu den Quellen der vorantiken Urgeschichte Herman Wirth's, nach 
Hyperborea, dem Ursprung der polaren weif^en Rasse und aller 
Zivilisationen des Planeten (Erde) zuriickfindet. Nachdem die 
nordische Zivilisation erst einmal aus Hyperborea und Atlantis 
verschwunden ist, verbreitet sie sich iiberallhin. Sie ist die 
urspriingliche nordisch-atlantische Zivilisation, deren Uberreste und 
Inschriften man in der ganzen Welt entdecken kann, wie es uns 
Wirth in seinem monumentalen Werk „Der Aufgang der Menschheit" 
lehrt. Herman Wirth, wie auch Jiirgen Spanuth stiitzen sich auf „das 
Buch von Ura Linda", oder die „Ura Linda-Chronik", eine uralte 
Handschrift, die man im Jahre 1871 in Holland fand. Einige ihrer 



174 



Seiten sind in einer unbekannten Schrift, mit Runenzeichen 
geschrieben. Die Buchstaben sind von einem sechsspeichigen Rad 
abgeleitet, eine zweifellos einem Sonnenkult zugehorige Schrift, 
worin bereits das rechtslaufige Hakenkreuz erscheint, wie es aus der 
Veroffentlichung von Prof. Frans J. Los „Die Ura Linda Handschriften 
als Geschichtsquelle" hervorgeht. Die Handschrift ist nach ihren 
hauptsachlichen Besitzern benannt worden: der Familie Ura Linda, 
moglicherweise eines Familiennamens. Sie beginnt mit folgender 
Widmung: „Okke, mein Sohn! Diese Biicher muf^t Du mit Leib und 
Seele wahren. Sie umfassen die Geschichte unseres ganzen Volkes 
und unserer Ahnen. Vergangenes Jahr habe ich sie aus der Flut 
gerettet mit Dir und Deiner Mutter. Aber sie waren naf^ geworden: 
dadurch fingen sie nachher an zu verderben. Um sie nicht zu 
verlieren, habe ich sie auf auslandischem Papier abgeschrieben. So 
wenn Du sie erben wirst, sollst Du sie auch abschreiben. Deine 
Kinder desgleichen, damit sie nimmermehr verloren gehen. 

Geschrieben zu Ljuwert, nachdem Atland versunken ist, das drei- 
tausendvierhundertundneunundvierzigste Jahr, das ist nach der 
Christen Rechnung das zwolfhundertsechsundfiinfzigste Jahr. Hidde 
zugenannt Ura Linda." 

Nach Wirth wird in der Handschrift der Glaube im prahistorischen 
Okzident, an einen Allgeist oder ein hochstes Wesen, an Wralda (seit 
Ur-all da), bewiesen. 

Es gibt eine zweite Widmung, die so lautet: „Um unserer Heben 
Ahnen willen und um unserer Freiheit willen tausendmal so bitte ich 
Euch - ach Lieben, lasset doch nie die Augen einer Pfaffenkappe iiber 
diese Schriften weiden. Sie sprechen siif^e Worte, aber sie reif^en 
unmerkHch an allem, was uns Friesen betrifft. Um reiche Pfriinden 
zu gewinnen, halten sie zu den fremden Konigen. Diese wissen, daf^ 
wir ihre grof^ten Feinde sind, weil wir zu ihren Leuten zu sprechen 
wagen von Freiheit, Recht und Fiirstenpflicht. Darum lassen sie alles 
austilgen, was von unseren Ahnen kommt und was da noch verbleibt 
von unseren alten Sitten. Ach, Lieben, ich bin bei ihnen am Hofe 
gewesen. Will Wralda es dulden und machen wir uns nicht stark, so 
werden sie uns allesamt noch austilgen." 



175 



Diese Widmung bezieht sich auf die Zerstorung des Landes der 
Friesen, (der fri-as, freien Asen), der nordischen Hollander und 
Germanen durch die Frankenkonige. Und hier muf^ die germanische 
Gottin Freya (ist es die Fresia in Ercilla's „Araucana"?) erwahnt 
werden, die im Reiche der Friesen herrschte, einem weiten Gebiet, 
das sich von der Nordsee und den baltischen Landern bis hinab zu 
den ungeheuren Waldungen Tuisklands, Duitslands erstreckte. 

Nach dem Versinken von Atlantis soil der Wohnsitz Freyas jedoch im 
Kaukasus, auf dem Berge Elbrus gelegen haben, wohin sie sich 
zusammen mit den Ariern gerettet haben soil. Nach dem Verlust von 
Ossetien, von Asgard, soil sie in Begleitung von Wotan-Wralda von 
dort wieder weggegangen oder erneut zum Norden zuriickgekehrt 
sein. 

Die „Ura Linda Chronik" beschreibt das Ende von Atlantis und gibt 
eine Art Bericht iiber die Weltentstehung (Kosmogonie), was, wie 
wir gesehen haben, Wirth und Spanuth dazu dient, den Weg des 
rechtsdrehenden Hakenkreuzes in Richtung zum heiligen Helgoland 
und Hyperborea zuriickzuverfolgen und behaupten zu konnen, daf^ 
das Licht nicht aus dem Osten, sondern vom „Por' kommt. 

Bachofen behauptet, daf^ die apollinische, nordisch-polare Kultur 
mannlich ist im Gegensatz zu den Kulturen der Mittelmeerlander 
und der Semiten, die auf der Mutter beruhen und ihrem Wesen nach 
matriarchalisch und weiblich, der Demeter zugeordnet sind. Hier ist 
es die Frau, die Mutter, die dem Manne Ewigkeit verleiht, indem sie 
ihn sich wiederverkorpern la£t, ihn wieder an die Mutterbrust der 
Erde zuriickbringt, wie es die Diotima im „Gastmahl" erklarte. 

Atlantis soil, nach weit zuriickliegenden Legenden, von einer 
geheimnisvollen Weif^en Konigin beherrscht worden sein. Der in der 
Pra-Antike (Urzeit) fiir diesen Erdteil verwendete Name soil Mo-Uru 
gewesen sein, was die Bedeutung von Land der Mutter haben soil. 
Hiervon diirfte abgeleitet sein ma-uri oder Maori, oder Amo-riter 
und auch Mohr (moro) oder Berber, die alle aus Mo-Uru, aus dem 
Atlantis der weif^en Rasse des Cromagnon stammen. Sohne der 
Wei£en Konigin, die wie eine Termitenkonigin, durch Gedanken- 



176 



iibertragung (Telepathic) herrschte und im Garten der Hesperiden 
von Atlantis die Unsterblichkeit verlieh. Der Mythos des Herkules, 
desjenigen, der diese die Unsterblichkeit verlcihcndc Macht raubt, ist 
also cine Sage vom mannlichen, sonnenhaften Helden, bei der sich 
die Rollen vertauschen und damit auch das Schicksal der Frau 
umgewandelt wird. 

In Hyperborea ist die Weif^e Konigin etwas anderes, sie ist eine 
Zauberpriesterin, Hallwina, die dem Helden, dem Virya auf dem 
Wege der Magischen Liebe den Gral iibergibt und ihn in einen Divya, 
einen unsterblichen Siddha verwandelt. Er kehrt dann nicht wieder 
an die Mutterbrust der Erde zuriick, er befindet sich auf^crhalb der 
demctcrianischen Wiederverkorperung. Der Weg des Helden iiber 
das Grab hinaus fiihrt iiber den Norden, iiber den „Ausgang zum 
Pol". Es ist dies der „Weg der Gotter", Deva-Yana. Der vom Monde 
bestimmte Weg der Einweihungen der Mutter geht iiber andere 
„Ausgange". Der Held kommt nicht mehr zuriick, mit einer 
Ausnahme: im Wilden Heer, in einer iiberwaltigenden Erscheinung. 
Er entschwindet dann in unermef^liche Weiten; seine Unsterblichkeit 
tritt nicht mehr in Erscheinung. 

In der Auffassung Bachofens findet Julius Evola die Grundlage fiir 
eine spiritualistische Rassenbestimmung. Dem Arisch-Nordischen 
entspricht die hyperboreische, mannliche Einweihung, die von 
beiden Polen gekommen ist, und die auch das vorchristliche Romer- 
tum mit einschlief^t. Dem Semitischen entspricht demnach die 
mondhafte, weibliche Einweihung. Julius Evola hat versucht, die 
faschistische Esoterik zu schaffen; aber Mussolini war nicht Hitler, 
und er war auch kein Eingeweihter. Rom war durch den christlichen 
Semitismus von oben bis unten umgekrempelt worden. Leider 
kannte der Begriinder der „Ur-Gruppe" Hitler nicht personlich, noch 
entdeckte er den Schliissel zu dessen Esoterik. Einzig und allein bei 
einem solchen Mittelpunkt hochster Kraft hatte er seine Visionen, 
seine Vorstellungen verwirklichen konnen, wenn auch erst nach 
Beendigung des Krieges; denn nichts ist bisher in endgiiltiger Form 
beendet. 

Wir halten es fiir notig, es auszusprechen: Julius Evola, der 



177 



bedeutendste italienische Denker unserer Zeit, der tiefste, hat sich 
auch nicht iiber die Grenzen hinwegsetzen konnen, die ihm seine 
romische Geburt und seine Bewunderung fiir Rene Guenon 
auferlegten - dem er iibrigens weit iiberlegen war. Der Baron Julius 
Evola versteht Hitler nicht und hat auch den Esoterischen 
Hitlerismus letztlich nicht begreifen konnen. In der metaphysischen 
Auseinandersetzung zwischen der germanischen Weltanschauung 
und der romisch-lateinischen, verbleibt er meines Erachtens bei 
letzterer, obwohl doch polare, hyperboreische Zusammenhange 
vorhanden sein diirften, die sie (beide) an jene „Saule des Nordens, 
die Himmel und Erde vereint" binden kann. Man braucht nur die 
Namen der romischen zu andern und zu denen der griechischen 
zuriickzukehren: Apollo ist Abraxas und ist Luzifer. In seinem Pathos 
und seinem formalen Stil ist Evola germanisch; aber er kommt nicht 
dariiber hinweg, weil er sich nicht an die Mannerbiinde anzu- 
schlief^en vermag, die der Ursprung des Deutschen Ritterordens und 
der SS-Divisionen sind. Er hat seinen Bestrebungen, das Romertum, 
als dem Germanischen entgegengesetzte Kraft, neu zu beleben, nicht 
ein fiir allemal entsagen konnen. Fiir Mussolini waren die Germanen 
die „Barbaren des Tacitus". Julius Evola erzahlte mir, daf^ Mussolini 
ihn rufen lie£, weil er wiinschte, daf^ er der „lateinische Rosenberg 
werden sollte, als Gegengewicht gegen den germanischen Rosen- 
berg." Dann erklarte er mir, daf^ sein „politisches Ideal weder 
faschistisch, noch nazistisch, sondern konservativ im Stile 
Metternichs sei." Das sind die Worte Evolas, dreif^ig Jahre nachdem 
er bei einem nordamerikanischen Luftangriff auf Wien gelahmt 
wurde. Fiir die Jugend der Welt jedoch, einschlie£lich der 
italienischen, fiir die Jugend der Gegenwart und den ihr noch 
verbleibenden wenigen Jahren der Zukunft gibt es keine Moglichkeit 
zur Fortsetzung ihres gerechten, echten Kampfes, es sei denn, es 
geschahe auf der Grundlage des Esoterischen Hitlerismus. Denn nur 
in ihm und nirgendwo anders wird die hyperboreische Uberlieferung 
des Goldenen Bandes, in der polaren Rasse und Weltanschauung, im 
Geistigen, im Geiste des rechtsdrehenden Hakenkreuzes und in der 
korperlichen Gegenwart Hitlers als Verkorperung des Mythos, seiner 
Riickkehr und Wiederverkorperung, fortgesetzt. 



178 



Es ist klar, da£ die Stellungnahme Evolas in diesem Falle nichts zu 
tun hat mit dem Esoterischen Hitlerismus und auch nichts mit dem 
grof^artigen luziferischen Versuch der SS, den Ubermenschen, ein 
volHg anderes Wesen zu schaffen, was durch eine Nietzscheanische 
Umwertung aller Werte, eine Verwandlung des Virya, eine Mutation 
des Helden in Divya, den Sonnenmenschen, ein gottUches, 
unsterbHches Wesen, bewirkt werden soil. Sie hat nichts zu tun mit 
den auf^ersten Anstrengungen, wie sie niemals vorher derart 
griindlich und derart endgiiltig unternommen worden sind zur 
Erschaffung einer mythischen Gemeinschaft, eines „philosophischen 
Volkes" oder eines Arischen Kollektiven Unterbewuf^tseins, um mit 
Jung zu sprechen, eines kampferischen Ordens Eingeweihter, um 
dem Kaliyuga, der Beilzeit ein Ende setzen und in das Goldene 
Zeitalter, die Heilzeit zuriickkehren zu konnen. Etwas Derartiges ist 
sonst nirgends zu finden, weder bei Metternich noch im 
monarchischen Ghibellinismus Evolas oder bei jeder Art ver- 
balistischen Traditionalismus und Neotraditionalismus Guenon's, der 
sich magische und heilige Begriffe, die der Aurea Catena, dem 
Goldenen Band eigen sind, wie „hyperboreisch", „sonnenhaft", 
„tantrisch" usw. angeeignet hat, die durch ihren dauernden 
Gebrauch aber an Sinngehalt zu verlieren beginnen. Die spanischen 
katholischen Karlisten nennen sich „Traditionalisten", und auch die 
konservativen Politiker meines Landes, die Hispanisten usw. legen 
sich diesen Namen bei. Das ist nicht das Goldene Band, es bezieht 
sich im wesentlichen nicht auf den Esoterischen Hitlerismus mit 
jenem grof^artigen Versuch, den Menschen dieser Erde umzu- 
wandeln, das Goldene Zeitalter wieder herbeizufiihren, die Welt der 
Giganten, des Gottmenschen, des Ganzen Menschen, des Sonnen- 
menschen. Es hat auch nichts mit dem italienischen Faschismus zu 
tun, ebensowenig mit dem deutschen Nazismus, wie er sich 
auEerlich als Massenbewegung darbietet. (Man wird feststellen 
konnen, daf^ der Begriff Nazismus hier fast keine Verwendung 
findet.) Das steht einzig und allein in Beziehung zum Esoterischen 
Hitlerismus der hochsten, ausschlief^lichen Ebene dieser hyper- 
boreischen Einweihung und zu den geheimen Rangstufen der SS, die 
heute wohl untergetaucht sind in Erwartung des richtigen Augen- 



179 



blicks fiir das Wiederaufleben auf alien inneren und auf^eren Ebenen 
der offenbarenden Kundgebung, in Gleichzeitigkeit, in einen 
endgiiltigen, explosionsartigen Aus- ja Aufbruch. 

Die mannliche, sonnenhafte, nordische Weltanschauung ist indivi- 
dualistisch und hierarchisch, weil sie, wie gesagt, auf der Grundlage 
der Mannerbiinde beruhend, heldisch ist. 

Die weibliche, lunare semitische Weltanschauung ist matriarchalisch 
und gemeinschaftsgebunden, gleichmachend. Fiir die Mutter sind 
alle Sohne gleich. Aber nicht alle konnen Helden sein. Der Held ist in 
der semitisch-mondbestimmten Anschauung das „schwarze Schaf", 
einer Anschauung, die unmittelbar zum Kommunismus fiihrt, in dem 
der heroische Sinn des Lebens keinen Platz hat und in dem das heute 
verlangte Opfer immer fiir ein niemals kommendes „besseres 
Morgen" verlangt wird, wie im Christentum. Und das alles um des 
Gestaltlosen des Kollektivs, des Herdenmenschen, der matriarch- 
ischen Zahl, der Millionen von Spermatozoiden willen, die sich ohne 
Namen und ohne Ziel vermehren. Und am Ende des Weges droht die 
schreckliche Biirokratie, die Sklaverei. Die Demokratie, die sich an 
dem Begriff „durchschnittlich" begeistert, an der mittelmaf^igen 
Information, die den Standard in Gegensatz bringt zu jeder Art von 
Gro£e, gegen jede dionysische und schopferische Urspriinglichkeit. - 

Wo Esoterik und Exoterik nicht miteinander iibereinstimmen 

Nachdem nunmehr die Gedanken dieser exoterischen Forscher 
und Denker in grof^en Ziigen dargelegt worden sind, ist es 
erforderlich, besonders darauf hinzuweisen, daf^ sie mit der 
Weltanschauung der SS, deren Entstehung sie mit herbeifiihren 
halfen, spaterhin im Verlaufe deren Entwicklung und Festigung in 
Streit gerieten hinsichtlich deren esoterischen Gehaltes. So schreibt 
Alfred Rosenberg in seinem „Mythos des 20. Jahrhunderts" iiber 
Bachofen folgendes: 

„Denn es ist nicht so, wie die neue Leib-Seelenlehre es darzustellen 
sucht, als sei lediglich der triebhaft-erdenhafte Mensch naturnah, 



180 



einheitlicher, lebensvoller, der geistige hingegen diesem allem 
jedoch notwendigerweise fern. Es ist nicht so, daf^ die chthonische 
Auffassung, an der sich diese neue Lehre (von der ausschweifenden 
Poesie Bachofens befruchtet) begeistert einen besonders hohen Grad 
von Lebenstiefe und Weltsicherheit bekundet. Denn die vom Licht- 
und Sonnenmythus ausgehenden und ihn weiter ausgestaltenden 
Volker kniipfen damit unmittelbar an den sichtbaren Schopfer und 
Erhalter alles Organischen an, da ja nur aus besonnter Erde auch die 
Lieblinge der Aphrodite und der Demeter, der Isis und der Astarte 
entstehen." 

In demselben Buche nimmt er Bezug auf Herman Wirth: „Voll- 
kommen irrefiihrend ist es, wenn Herman Wirth im „Aufgang der 
Menschheit" gerade das Mutterrecht als eine urnordisch-atlantische 
Lebensform darzustellen sucht, zugleich aber auch den solaren 
Mythus als nordisches Gut anerkennt. Das Matriarchat ist stets mit 
dem chthonischen Gotterglauben, das Patriarchat jedoch stets mit 
dem Sonnenmythus verbunden. Die Hochschatzung der Frau beim 
nordischen Menschen beruht gerade auf der mannHchen Struktur 
des Daseins. Die weibHche Struktur im Vorderasien der vorchrist- 
Hchen Zeit hat hingegen immer nur Hetarentum und Geschlechts- 
kollektivismus hervorgebracht. Die von Herman Wirth angefiihrten 
Beweise sind deshalb auch mehr als diirftig." 

Mir scheint es, als ob Rosenberg recht hatte. Und gleichermaf^en die 
Esoterik der SS, die spaterhin Wirth's Anschauung ablehnte und ihm 
die Leitung des „Ahnenerbes" entzog, indem sie diese in die Hande 
von Sievers legte. Die grundlegende Bedeutung Wirth's besteht 
darin, da£ er den Zeitraum, in dem sich die menschliche Zivilisation 
entwickelte, von sechstausend auf dreif^igtausend Jahre erweitert 
hat. Dort findet er eine hoherstehende, in sich gegliederte, von der 
Magna Mater der weif^en Rasse (die weif^e Konigin) geleitete Welt 
vor mit dem Glauben an einen einzigen, alleinen, unpersonlichen 
Gott, an ein sachliches, neutrales, nicht in menschlicher Gestalt 
vorstellbares Wesen: ES. Die Frauen sind dort Priesterinnen und 
Gesetzgeberinnen, sie hiiten den Kult und wahren das Recht. Die 
Manner sind hauptsachlich Jager. Die Frauen heischen den Frieden 
der Welt. Eroberungskriege gibt es nicht bis zu dem Zeitpunkt, als 



181 



aus dem Osten gekommene barbarische Manner ihre Herrschaft iiber 
die Frauen auszuiiben beginnen und das bis dahin allgemein giiltige 
Matriarchat vernichten. Nach Meinung Wirth's handelt es sich bei 
den Griechen um aus Asien gekommene Barbaren. 

An einem Ort unweit der Luxemburgischen Grenze, wo er wohnt 
und seine Forschungen weiter betreibt und wo die Errichtung eines 
grof^en Museums fiir Urgeschichte geplant ist, bot sich mir die 
Gelegenheit zu einem Gesprach mit Herrn Professor Herman Wirth. 
Er zeigte mir kostbare Funde aus den Ergebnissen seiner Ausgra- 
bungen und kam dabei mit einem gewissen, nahezu religiosen 
Fanatismus immer wieder auf die weiblichen Figuren der Magna 
Mater („Malika ha shemioth") zuriick, um zu beweisen, daf^ letzten 
Endes alles zum urspriingHchen Matriarchat hinfiihrt. 

Herr Professor Dr. Wirth ist 94 Jahre alt, hat ein erstaunHches 
Gedachtnis und verfiigt noch iiber eine fiir sein Alter iiberaus 
erstaunliche Beweglichkeit. Er kennt und spricht mehr als acht 
Sprachen, darunter Sanskrit und Arabisch und selbstverstandlich 
auch Griechisch. Er betrachtet die Runen lediglich als Bruchstiicke 
der urspriingHchen, verlorengegangenen Sprache. Seinen guten 
Gesundheitszustand schreibt er seiner vegetarischen Lebensweise 
und seiner Ernahrung durch Rohkost zu. Wir unterhielten uns langer 
als zwei Stunden iiber seine Theorien und Entdeckungen. Fiir Hitler 
hegt er eine niemals verminderte Hochachtung, nicht jedoch fiir 
seine ehemaligen Mitarbeiter, noch fiir die sichtbaren Leiter der SS, 
die sich, wie oben erwahnt, seinen Schluf^folgerungen widersetzten. 
Er ist auch mit Spanuth nicht einverstanden, weil dieser die 
Existenzspanne von Atlantis zu kurz bemif^t (hochstens viertausend 
Jahre) und weil er sich ausschlief^lich auf die Edda und auf Plato 
stiitzt, ungeachtet dessen, daf^ auch bei Spanuth von einer ur- 
spriingHchen Magna Mater, einer Urmutter die Rede ist. 

Nun, auch ich kann den Schlu£folgerungen des Professor Wirth aus 
dem gleichen Grunde nicht folgen, den er fiir seine Ablehnung 
Spanuths anfiihrt. 

Meinem Verstandnis nach sind dreif^igtausend Jahre sehr wenig. Der 
Ursprung diirfte auf Hunderttausende von Jahren zuriickzufiihren 



182 



sein. Als Folge einer Katastrophe, derzufolge sich die Erdachse 
verlagert hat, diirfte auf dem Planeten kein - oder fast kein - Leben 
mehr iibriggeblieben sein; nichts Physisches im Stile der Jetztzeit, 
sodaf^ sich aus dieser Katastrophe nur die gottHchen Fiihrer in ihren 
Vimanas, den „fliegenden Scheiben" retten konnten, indem sie in 
diesen zu anderen Sternen flogen. Und als sie nach Ablauf ganzer 
Zeitalter wieder zuriickkehrten, traten sie wohl in die innere, die 
„hohle" Erde ein, um dort die unterirdischen Stadte zu bauen, von 
denen uns die Sage berichtet. Das Matriarchat ist somit eine 
Verstofflichung oder ein Ergebnis primitiven Lebens des Tier- 
menschen auf der Oberflache der verstofflichten Erde, oder aber es 
wurde von einer Rasse von Wesen, die von den Weif^en Gottern 
verschieden, ja sogar gegensatzlich waren, von anderen Sternen 
mitgebracht. Es kann aber auch sein, daf^ „die Sklaven von Atlantis", 
jene als Diener der Gottlichen des Goldenen Zeitalters erschaffenen 
„Roboter", zu jener Zeit eingesetzt worden sind. 

Das Buch Enoch berichtet uns, daf^ einige der Auf^erirdischen „sich 
in die Tochter der Menschen verliebten" und eine halbgottliche 
Heldenrasse - die Viryas - hervorbrachten, die zur Wiedererlangung 
der gottlichen Unsterblichkeit unerlaf^lich ist. 

Das von Professor Wirth herausgestellte Matriarchat ware somit also 
nicht das Produkt einer Rasse von Gottlichen, wie es der esoterische 
Hitlerismus lehrt. Das wirkliche Goldene Zeitalter wurde von 
Gotterkonigen gemeinsam mit ebenfalls gottlichen Zauberpriester- 
innen beherrscht. Und alles das trifft mehr auf die Erklarungen 
Rosenberg's zu als auf die von Prof. Wirth. 

Der Esoterische Hitlerismus fiihrt die Verstofflichung auf diese 
Zeitraume zuriick, well „die hohe Achtung vor den Frauen im 
Menschen des Nordens" aus kosmischen Wurzeln kommt, was sich in 
jenem Landstrich durch das vom Mannlichen her bestimmte 
Lebensbild ausdriickt; in der Vergeistigung und Verehrung der 
magisch-priesterlichen Hallwina und in der Ablehnung des 
Hetarentums. Er hebt die Walkiire hervor im Gegensatz zur 
Amazone. 

Wie wenig Alfred Rosenberg bekannt ist, beweist dieser kurze 



183 



Besuch. 

Auch Julius Evola hat mit der unvollstandigen Wiedergabe von 
Rosenberg's Gedanken zur Verbreitung von Unwissenheit iiber ihn 
beigetragen. Rosenberg war weder materialistischer Rassist noch war 
er ein einfaltiger Biologe. Er war vielmehr ein Mystiker, ein Jiinger 
des Meister Eckehart. 

Es gibt in Deutschland Leute, die glauben, daf^ er (im Sinne der 
Ewigen Wiederkehr) eine Wiederverkorperung von Armin dem 
Cherusker war, jenem Germanen, der im Jahre 9 im Teutoburger 
Wald die Legionen des Romers Varus vernichtete. Der urspriingliche 
Name von Hermann ist Arminius. 

Wirth mochte uns auch den Eindruck vermitteln, daf^ die ReHgion in 
seiner matriarchaHschen Urgeschichte auf der Eingottlehre beruhte, 
verbunden mit dem Glauben an einen sachlichen (neutralen) Gott, 
an ein Es, an ein Wralda (das von Ur-all-da war). Tatsachlich aber 
glaubte der Nordmann vom Pol an viele Gotter. Seine Gotter waren 
von den Sternen auf die Erde gekommene gottliche Au£erirdische 
wie Poseidon, Atlas, Klite, Hallwina. Es sind die Wanen und die 
Asen, die vom Himmel, von Gimle herabgestiegen sind; die „Engel" 
Enochs, die den Mannern die Kunst der Sternkunde, die Wissen- 
schaft von den Metallen, vom Bauwesen, von der Bebauung der Erde 
lehrten und den Frauen zeigten, mit welchen Mitteln sie sich 
verschonern konnten. Sie lehrten sie auch die Liebe. 

In der irlandischen Sage sind es die Thuastas de Dannan, die 
ebenfalls aus anderen, himmlischen Welten kommen. Die Wanen 
wohnen im Norden und die Asen kommen, wie es scheint, vom 
Kaukasus, von den Hohen des Berges Elbrus herab. Sie werden von 
Odin, dem gottlichen Besitzer der Streitaxt, angefiihrt. In der Edda 
wird vom Krieg zwischen den Wanen und den Asen, den gottlichen 
Verwandten gleichen Blutes, berichtet. Das ahnelt dem Kriege 
zwischen den Pandavas und den Koravas im Mahabharata. Die Kulte 
und Gottheiten der Wanen und der Asen gehen ineinander iiber, z. 
B. die Gottin Freya und Frigg - Odin, Atlas und Poseidon. So verehrt 
Atlas nunmehr die Streitaxt zudem, daf^ er die Saulen des Himmels 
tragt. Atlantis ist von Atlas hergeleitet. Atlas ist ein voUendeter 



184 



Stemenkundiger und Baumeister. Aber der urspriingliche Name 
desjenigen, der die Saule tragt, welche den Himmel am Nordpol 
stiitzt und in den Polarstern hineinragt, ist Irmin, der hochste der 
Gotter. Er wird auch Ir und Er genannt, was Macht bedeutet. In der 
Eresburg, der Burg des Er, stand eine Esche, die heilige Irminsul. 

Karl der Grof^e lie£ sie fallen, und in christlicher Zeit verwandelt sich 
dieser Begriff in Rolandssaule. Spater dann, im VIII. Jahrhundert 
dieses Zeitalters, laf^t der romische Erzbischof Bonifatius im Heiligen 
Hain unweit von Kassel, das von der Wurzel As-en abgeleitet ist, 
mehr als tausend Eichen fallen, darunter auch die Donareiche, die 
dem Thor gewidmet war. In der Edda wird der Baum Mjotvidr 
genannt und es wird behauptet, daf^ die Weltesche Yggdrasil im 
Ragnarok, in der Gotterdammerung, im Kaliyuga, der Beilzeit 
zerstort wird. Unter diesem Baume versammeln sich die Asen zum 
magischen Thing. Hier ist auch Omphalos (der Nabel der Welt) . Der 
Baum versinnbildlichte also damals und auch in spateren Zeiten die 
Saule, welche den Himmel stiitzt und diente den gottlichen 
Vorfahren auch zur Religionsausiibung; er ist die Erinnerung, die 
Minne. Im Stamme des Baumes steigt Vid (vida), der Lebenssaft 
empor und in der grof^en himmlischen Schale, im Wipfel hangen die 
Goldenen Apfel aus dem Garten der Hesperiden und von Avallon. 
Das heif^t, die Sterne des alten Himmels; denn der Himmel ist die 
Schale, der Wipfel des Baumes. 

Aus der Vermischung von Asen und Wanen entstehen die Germanen, 
die „den Baum, der bis zum Himmel reicht", den „Baum des Lebens" 
der Externsteine verehren. 

Der „Urmensch", der voUkommene Mensch 

Es ist Dacque, der das Glied in die Kette einfiigt, das die 
philosophische Exoterik und die Esoterik der Eingeweihten in 
der Weltanschauung der SS vereint. Es vertieft die Anschauung 
Wirths von der Verstofflichung und erweitert sie aus der Geschichte 
heraus in die Metaphysik, wobei er den Sinn der Wiederkehr 
(Wiederverkorperung) aus Hyperborea anklingen laf^t, der dem- 



185 



jenigen der matriarchalischen Wiedereinkorperung der Erdmutter, 
der lateinischen Diotima entgegensteht. 

Es gibt eine uranfangliche Menschengattung: den Urmenschen. Von 
ihm stammt der irdische Mensch ab, dem gleicht er sich an. Seine 
klarste Auspragung finden wir im Goldenen Zeitalter. Der Mensch 
stammt also in einem Entwicklungsgeschehen nicht vom Affen ab, 
sondern er kommt in einem Verstofflichungsprozef^ vom Ur- 
menschen her. Es ist vielmehr der Affe, der als Ergebnis einer noch 
starkeren Verstofflichung bzw. Entgeistigung vom eigentHchen 
Menschen abstammt. 

Der mystische Urmensch wird in der orphischen Sage zum Heros der 
Weltentstehung, der Kosmogonie, als Phanes, als Erikpaios, als 
Anthropos der Gnostiker, als Melothesia, Monade, Archetyp, als der 
kosmische Kristos, der Vollkommene Mensch. Dieser kosmogonische 
Heros zerbricht das Ei der Schopfung und ruft dadurch gegen- 
satzliche Paare hervor, Heros tat dies aus Liebe zu sich selbst, zu 
seinem Gegenpart, der nunmehr nach auf^en geschleudert wird, und 
sich dabei immer mehr verstofflicht, verhartet. Und darin liegt die 
Gefahr der Leidenschaft. Bevor er nach auf^en fiel, muf^ der 
Urmensch auch ein doppelgeschlechtliches Wesen, ein Androgyn 
gewesen sein. 

Der Wille des Urmenschen, sich nach auf^en zu projizieren, ist 
vergleichbar mit einem Kampf kosmischen Ausmaf^es. Ganze 
Bataillone energiegeladener Krafte werden zum Angriff auf eine 
weitentfernte Festung herangefiihrt: es geht um die richtige 
Vermehrung des Urmenschen, um die Riickgewinnung seines 
Einflusses auf den verschiedenen Ebenen des offenbaren 
Geschehens. Nicht alle diese Bataillone erreichen oder erfiillen ihr 
Ziel. Viele fallen unterwegs, werden vernichtet, schatzen ihre Kraft 
falsch ein und kommen vom Wege ab. Es sind die Halbmenschen, die 
Tiere, die Affen, die Hunde, die Spinnen, die Vogel, die Pflanzen und 
sogar die Metalle. Im tiefsten Grunde eines jeden dieser Erlegenen 
und Geschlagenen ist noch eine Kraft, ein vom Urmenschen 
herriihrender gottlicher Wesensgehalt vorhanden, die die gleiche ist, 
die den Menschen nach oben fiihrte und die auch den Ubermenschen 



186 



zum Siege fiihren wird. Der Totemkult und auch die Wappenkunde, 
die das Tier darstellen und vergottlichen, stellen einen mystischen 
Beriihrungspunkt mit gemeinsamen, in der Wurzel der Tierhaftigkeit 
vorhandenen Urkraften dar. Es sind die auf^erhalb des Menschen 
liegenden versinnbildlichten Gestalten der in einem kosmischen 
Kampf Erlegenen. Die Zeichen des Tierkreises, die Astrologie sind ein 
Versuch der schriftlichen Darstellung des Wiederhingelangens zum 
Urmenschen, der Wiederverkorperung des Tierischen im Ganzen 
Menschen. Es gab aber eine Zeit, in der die Tiere sprechen konnten, 
sie wuf^ten davon und lebten auf einer Insel der Goldenen Apfel, von 
ebenfalls sprechenden Friichten, in einer Avallon genannten Stadt 
mit dem Menschen zusammen. Dort wurde ein Bund zwischen Tier 
und Mensch geschlossen, den die SS in dem Kampf beider auf Leben 
und Tod erneut zum Bewuf^tsein brachte, im Strudel einer iiber sie 
hinausragenden Energie. 

Im Ganzen Menschen war innen noch das Tier. Das alles verHert sich 
nun nach auf^en, wird zerstreut. Wenn er das Fleisch des Tieres if^t, 
versucht der Mensch, sich die innere Kraft der Erlegenen, des 
Geschlagenen anzueignen, um den Kampf weiterzufiihren, damit sie 
einst die so unermef^Hch weit entfernte Festung gemeinsam in Besitz 
nehmen konnen, in jenem Kreislauf, jenem Kreise, dessen Umfang in 
alien Teilen, dessen Mittelpunkt aber in keinem zu finden ist. Er if^t 
auch Pflanzen und sogar Mineralien, das Gold und das Silber, 
Sinnbilder von Sonne und Mond, die gleichfalls innen im Ganzen 
Menschen waren. Der primitive Krieger verzehrt das Fleisch seines 
besiegten Feindes, um die Urkraft des Urmenschen: Hvareno, oder 
die Sieghaftigkeit in sich aufzunehmen. 

Die sich im Urmenschen manifestierende Seinsform ist wie eine 
Symphonie, die noch zu Ende gebracht, vollendet werden muf^. Jede 
Note mu£ den richtigen Klangwert finden und wird so lange 
wiederholt, bis sie ihre hochste Resonanz erreicht hat. Das ist die 
Wiederverkorperung im hyperboreischen Sinne, die Wiederkehr. Ein 
jeder entsinnt sich aller anderen, denn in einem jeden sind alle, 
diejenigen, die demselben Ziel zustreben: unsterbliche, gottliche 
Wesen zu werden, wie der Urmensch. Deshalb besteht die Siinde 



187 



(um diesen Ausdruck zu gebrauchen) darin, sich mit den Niederen, 
mit den Elementarwesen, mit den Halbmenschen, den Halbtieren zu 
vermischen. Plato berichtet uns, daf^ das Versinken von Atlantis auf 
die Rassensiinde, auf die Vermischung mit niederen Rassen zuriick- 
zufiihren ist. 

Wie es im Buche Enoch steht, verliebten sich auch die Engel in „die 
Tochter der Menschen". Die Bibel erwahnt die Scheidim, die halb 
Mensch, halb Tier sind. 

Nach Auffassung von Robert Charroux war Esau einer davon. Die 
griechische Mythologie berichtet von Sirenen, Zentauren und 
Faunen, die es sicherlich gegeben hat, als von Ergebnissen an- 
gestellter Versuche im Kampfe um die kosmische Ausdrucksform des 
Urmenschen und von ihrem Scheitern. 

Irgendjemand ist miide geworden oder hat sich der Anziehungskraft 
des Abgrundes nicht entziehen konnen, oder er ist der entgegen- 
gesetzten Kraft des Grof^en Widersachers begegnet, der Kraft des 
Bosen, des Chaos und der Dunkelheit, die das Aufkommen einer 
hochsten, erhabenen Erscheinungsform des Ubermenschen zu 
verhindern trachtet. 

Die Fortentwicklung gibt es nicht; der Urmensch fand seine beste 
Ausdrucksform zu Anbeginn. Wenn man aus diesen weit zuriick- 
liegenden Zeitraumen keine versteinerten menschlichen Uberreste 
findet, wo es doch solche von Tieren gibt, dann ist das dem Umstand 
zuzuschreiben, daf^ der Mensch damals iiber kein Knochenskelett 
verfiigte wie heute, als er sich beim Verstofflichen an die niedrigsten 
Schwingungen eines aus dichter Materie bestehenden Sternes 
anglich. 

Das Skelett ist sein Sarg. Von Lemurien, von Gondwana, aus den 
altesten Zeitraumen des Planeten berichten die Legenden, daf^ der 
Mensch ein weiches, nebelhaftes Skelett besa£. Auch sein Blut war 
nicht fliissig, sondern ein Strom astralen Lichtes. Fiir die 
hyperboreische Rasse gibt es keine Blutgruppen A, B und O. Die 
alchemistischen Texte der Griechen sprechen von einer alten, 
unstofflichen Rasse ohne Konig, ohne Regierung, vollig frei. 



188 



Im Kaliyuga, dem schwerlastenden Zeitalter des Eisens, sind die 
Hitlerischen Eingeweihten, diejenigen vom Goldenen Bande, nur zur 
Halfte materialisiert; denn sie fiihlen in sich die unendliche Sehn- 
sucht der Urmenschen, des Ganzen Menschen. Und deswegen 
erwahlen sie Luzifer-Apollo-Abraxas, den Gott der Verlierer im 
Kaliyuga, den Gott der Riickfiihrung in das Goldene Zeitalter. - 

„Das todliche Geheimnis der Templer" 

Auch die Templer gelangen schlief^lich an einen Punkt, an dem 
sie den Katharern und den Gnostikern begegnen. Sie entdecken, 
daf^ Christus ein Sonnenwesen ist, das niemals eingekorpert wurde, 
noch auf Erden gekreuzigt worden ist. Das Kreuz ist ein schon 
Pythagoras und Plato bekanntes Sternensinnbild, die beide meinten, 
daf^ der Geist in den vier Bereichen „gekreuzigt" sei. Die Gnostiker 
erlautern das Sinnbild noch weiter: Das Mineral- und Pflanzenreich 
wird von der nach unten gehenden Senkrechten versinnbildlicht; das 
Tierreich ist die Waagerechte; denn die Tiere bewegen sich iiber der 
Erde mit waagerechter Wirbelsaule; den Menschen versinnbildlicht 
die aufsteigende Senkrechte; denn er halt seine Wirbelsaule 
aufrecht. So ist denn der Geist in der Verstofflichung gekreuzigt 
worden und er muf^ sich abermals zum gottlichen Bewuf^tsein, zum 
gottlich Gewissen, emporschwingen. Die Rosenkreuzer wiirden 
sagen: „Wenn die Rose an dem Ort erbliiht, wo die Waagerechte und 
die Senkrechte sich vereinigen". Und wir wiirden hinzufiigen: „Im 
Manipura-Chakra". Denn von hier aus nimmt die Verwandlung oder 
Umbildung ihren Anfang. Das Kreuz der Katharer stellte einen mit 
offenen Armen dastehenden Menschen dar, als Symbol des 
gekreuzigten Geistes in seiner irdischen Verstofflichung mit gnos- 
tischer Inspiration durch seine Ahnlichkeit mit einigen Symbolen des 
Aons oder Aions, der Ausstrahlung des hochsten Wesens. Den 
Menschen im Kampfe um die Riickkehr in seine verlorengegangene 
Heimstatt, mit iiber die Wolken hinaus erhobenem Haupte. Der 
sonnenhafte Christus, der Erzengel Gabriel und sein Bruder vom 
Unerschaffenen Licht, Luzifer oder Luzibel mit dem Lichte der 
Venus, der nur die Ankunft der Sonne ankiindigt und sich danach 



189 



still wieder zuriickzieht. Die Katharer und die Templer erklarten sich 
als Anhanger dieses wahren, tiefgeistigen, griechisch-hermetischen, 
griechisch-agyptischen, dem Sonnenkult verhafteten Christentums, 
das von dem jiidisch-semitischen, mondhaft-lunaren, aus Rom ver- 
breiteten Christentum so ganzlich verschieden ist. 

Dagegen behauptet Robert Ambelain, ein Schriftsteller auf dem 
Gebiete der Freimaurerei, in seinem Buche „Das geheime Leben des 
Hi. Paulus", daf^ die iiber dem Kreuze Christi angebrachte Aufschrift 
INRI dieselbe Bedeutung habe, denn es bedeuten im Hebraischen: I 
(lebeschah) - Erde; N (Nur) - Feuer; R (Ruah) - Luft: I (lammin) - 
Wasser. Nach Meinung dieses Hochgradfreimaurers, der somit 
Verfechter des orthodoxen Judentums ist, war Saulus-Paulus kein 
Jude, sondern ein idumaischer Araber, ein Heide, der von Synkre- 
tismen Gebrauch machte und die mithraistischen und orphischen 
Geheimnisse dazu verwendete, das ganze gnostische Urchristentum 
von Grund auf zu erfinden. 

Man darf auf^erdem nicht vergessen, daf^ sich Paulus beschneiden 
lie£ und daf^ er gesagt hat: „Jude ist nicht der, der es auf^erlich, 
sondern der, der es innerlich ist." 

Ubrigens sollte in Zusammenhang mit Ambelain darauf hingewiesen 
werden, daf^ die Christenfeindlichkeit der Hochgradfreimaurer, 
insbesondere in den franzosischen Logen, vom orthodoxen 
Judentum, durch die Thora genahrt wird, indem es die Logen 
iiberwacht und ihnen Befehle erteilt. 

Es handelt sich um einen „Rabbinerstreit", wie Otto Rahn sagen 
wiirde und hat mit dem Goldenen Band nichts zu tun, auch nichts 
mit einer sonnenhaft-solaren, den Mondeinfliissen entgegenwirken- 
den Natur. 

Man hat auch gemeint, daf^ INRI bedeute „Igne natura renovatur 
integra" d. h. die Natur erneuert sich ganzlich durch das Feuer, nach 
einem Wahlspruch, an dem auch die Katharer Gefallen gefunden 
haben diirften. 

Die Templer sagen sich nicht vom Kreuze los, das es ja eines der 
wichtigsten Symbole ist; sie lehnen nur den menschlichen und 



190 



irdischen Gekreuzigten ab, an den sie nicht glauben. Nach allem 
Vorhergesagten war Christus fiir sie nicht der Sonnenchristus und 
konnte es nicht sein. HochstwahrscheinHch hat man in den Ruinen 
des Tempels Salomos Urkunden von entscheidender Wichtigkeit 
entdeckt. Louis Charpentier denkt an einen nicht gefalschten Flavius 
Josephus, worin die wahre Identitat von Jesus oder Jeshua, des von 
den Romern Gekreuzigten festgestellt wird. Robert Ambelain 
behauptet in seinem anderen Buch: „ Jesus, das todUche Geheimnis 
der Templer", daf^ Jesus der altere Sohn des Judas von Gamala, des 
Anfiihrers der fanatischen Sekte der Zeloten war, die versuchte, die 
Thronfolge, die Dynastie Davids fiir ihre unmittelbaren Abkomm- 
Hnge, d. h. fiir den Anfiihrer der Sekte, wiederherzustellen. Nach 
dem Tode des Judas von Gamala erhebt Jeshua Anspruch auf den 
Thron. 

Petrus und die anderen „Jiinger" sind in WirkHchkeit, nach 
Ambelain, seine Briider und Mitglieder dieser extremistischen Sekte. 
Jeshua ist eine ratselhafte Personlichkeit, hauptsachlich ein 
politischer Volksaufwiegler, was sein Angriff auf die Handler im 
Tempel, die an den rechtmaf^igen Abkommling des Hauses David 
keine Abgaben entrichteten, beweist. Die Romer kreuzigten nicht aus 
religiosen Griinden. Sie waren Heiden, und fiir die heidnischen 
Gotter gilt der Wahlspruch: „Leben und leben lassen", wie mir Nehru 
einmal sagte. Fiir die Romer zahlten einzig und allein die 
Volksaufwiegler, die ihre Pax Romana verandern wollten. Den 
Jeshua hat man mit dem Kopfe nach oben gekreuzigt, weil man ihn 
fiir einen Missetater, einen Extremisten und Wegelagerer, wie man 
heute sagen wiirde, fiir einen „Guerillero" hielt, der durch 
Gewaltanwendung - denn er war „nicht gekommen, den Frieden zu 
bringen, sondern den Krieg" - etwas wiederzuerlangen sucht, was 
nach seiner Behauptung ihm gehorte. Uber dem Kreuz lief^ die 
Obrigkeit des Romischen Reiches eine Tafel anbringen, auf der in 
verschiedenen Sprachen stand: „Konig der Juden". Es sind nicht die 
Pharisaer, die ihn verurteilen; sie waschen in WirkHchkeit ihre 
Hande in Unschuld. Sie gehorten nicht zu ihm, sie lehnten das 
Vorgehen der Zeloten ab, die ihrer Meinung nach nur unnotige 



191 



Schwierigkeiten mit den romischen Behorden verursachten, und sie 
erkannten ihn auch nicht als ihren Konig an, geschweige denn als 
den Messias. Ubrigens pflegten die Juden nicht zu kreuzigen, 
sondern zu steinigen. 

Fiir Otto Rahn stellt das Gesprach zwischen Jesus und den 
Pharisaern einen Rabbinerstreit mit sich gegeniiberstehenden 
Auslegungen und unterschiedlichem Vorgehen dar. Was den 
verschiedenen Schriftstellern und Auslegern, die wir erwahnten, als 
erwiesen zu sein scheint ist die Tatsache, daf^ der Mensch Jeshua ein 
jiidischer Nationalist war, der keine andere Menschheit im Auge 
hatte als die Judenheit der damaligen Zeit, seine Sekte und seine 
eigenen Interessen, und dessen Anliegen es war, seine 
„zionistischen" - wie wir heute sagen wiirden - Absichten zu verwirk- 
lichen. Zweifellos war Jeshua ein sonderbarer Anfiihrer, ganz 
verschieden von seinem Vater, dem Judas von Gamala; er kannte 
und iibte eine Art von Magie aus, um seinen politischen Ehrgeiz und 
die Bestrebungen seiner Anhanger zu verwirklichen. Vielleicht hat er 
sie in Agypten erlernt. Der zusammen mit ihm gekreuzigte „Bose- 
wicht", der ihm wegen seines Mif^erfolges Vorwiirfe macht, ware 
dann ein ebenfalls im Olivengarten (Gethsemane) festgenommener 
Zelot, dort wo Petrus das Schwert zog; denn die Zeloten waren stets 
bewaffnet. Der „Bosewicht" wirft seinem Anfiihrer Wirkungslosigkeit 
seiner Magie vor, die beiden einen schimpflichen Tod am Kreuz 
gebracht hatte. Ambelain meint, die beiden „Rauber" seien in 
Wirklichkeit bezahlte Soldner gewesen, die als Leibwachter Jeshuas 
dienten. Ihre Namen waren Demas und Cystas. Zwei Sikanier. Im 
Augenblick des Todes stof^t Jeshua einen furchtbaren Fluch aus, der, 
von alien dunklen und fiirchterlichen Kraften, die im Bereiche des 
korperlichen Lebens liegen, getragen, sich bis in unsere Tage 
erstreckt und der vielfach gedeutet und verfalscht worden ist, den 
jedoch nur die kabbalistischen Rabbiner der hebraischen Kabbala in 
seinem genauen Sinngehalt kennen diirften. 

Der Kaiser Julian, der „Abtrunnige", wuf^te das alles. Leider lief^ er 
im Jahre 362 das Grab Jeshuas in Samaria zerstorten. Und danach 
bestanden dann allerdings keine Schwierigkeiten mehr, einen 



192 



Mythus von der Wiederauferstehung und eines korperlichen Auf- 
steigens gen Himmel, dem gnostischen Pleroma, wie bei den Prophe- 
ten Enoch und Elias, auszuarbeiten. 

In den Evangelien ist von zwei verschiedenen Personen die Rede 

Die Handschriften vom Toten Meer sind wohl erschienen, um 
neues Licht auf eine seit zwanzig Jahrhunderten andauernde 
Verwirrung zu werfen. Louis Charpentier weist auf den tief- 
greifenden Widerspruch hin, der in den Evangelien bemerkbar ist, 
wo namlich die ganze Zeit zwei verschiedene Personen zu Worte 
kommen. Eine davon ist ein von Rachegedanken erfiillter Ruhe- 
storer, der verlangt, daf^ man seine Feinde vor ihn hinschleppe und 
sie vor seinen Augen ermorde. Er sagt: „Wer nicht fiir mich ist, ist 
gegen mich". Und eine andere, eine unbekannte PersonHchkeit, die 
Worte voller Liebe und Weisheit, ahnHch denen Buddhas und der 
indischen Weisen, der Bhaktis, spricht. In samtlichen Evangelien, mit 
Ausnahme des Evangeliums des Johannes, worin lediglich die zweite 
Person zu Worte kommt, kann man diesen verbliiffenden 
Widerspruch feststellen. Und aus diesem Grunde sagt man, und ich 
unterstreiche „sagt man", daf^ die Katharer einzig und allein an das 
Evangelium des Johannes glauben. Trotzdem behauptet Ambelain, 
man habe die Katharer mit den Waldensern verwechselt. Seiner 
Meinung nach waren die Katharer keine Christen, sondern 
Manichaer, Gnostiker. Sie glauben nicht an die „Einheit des Fleisch 
gewordenen Wortes", wie es im Evangelium Johannes' verkiindet 
wird. Wie wir bereits sagten, wurde dieses Evangelium mehr als 
einmal als apokryph, als erdichtet angesehen. Wird es Johannes, 
dem Evangelisten zugeschrieben, so ware es die Zusammenfassung 
von gnostischen Texten, die dann spater geandert wurden. Indem er 
sich auf die Handschriften vom Toten Meer stiitzt, behauptet 
Charpentier, da£ die Evangelien zwei verschiedene, damals lebende 
Personen verwechselt haben, namlich Jeshua, den Zeloten, einen 
Nachkommen Davids und einen essenischen Meister aus jener 
interessanten mystischen, moglicherweise nicht jiidischen Sekte, die 



193 



Ahnlichkeit mit den indischen Yogis, den Philosophen der Vedanta, 
den frommen Bhaktis und den persischen Sufis hat und von einem 
Geiste beseelt ist, der Ahnlichkeit mit dem der urspriingHch hyper- 
boreischen Einweihung hat und der unzweifelhaft Beriihrungspunkte 
mit dem arischen Wissen der Hindus aufweist. 

In den gnostischen Studien Serge Hutins kommt der Begriff 
„essenisch" von der hebraischen Wurzel chase und bedeutet „treu". 
Das Essaertum nimmt seinen Anfang ab dem Jahre 150 vor unserer 
Zeitrechnung, am Ufer des Toten Meeres, im Bereiche der judaischen 
Wiiste. Seine Hauptgemeinde befand sich in Khirbet, wo die 
beriihmten sogenannten „Texte vom Toten Meer" entdeckt worden 
sind. Die Sekte besteht bis zum Jahre 68 n. Chr., zu welchem 
Zeitpunkt die zehnte Romische Legion anriickte mit dem Auftrage, 
die jiidische Revoke zu unterdriicken. Die Sekte von Qumran spricht 
von einem geheimnisvollen Meister der Gerechtigkeit, der ihnen ein 
Jahrhundert vor dem Auftauchen des Christus der EvangeHen den 
wahren, verborgenen Sinn der Schriften enthiillt hat und der von 
den Verteidigern der jiidischen Rechtglaubigkeit zur Folter und zum 
Tode verurteilt worden war. Die Essaer bzw. Essener bezeichnen sich 
als die „Sohne des Lichts", die einzigen Auserwahlten Gottes im 
Kampfe mit den „Sohnen der Finsternis". Sie sind folgHch DuaHsten. 
Sie verschwinden im Jahre 70, diirften sich aber an einige gnostische 
Sekten, an das Christentum des Johannes und vielleicht auch an 
gewisse Orden der Benediktiner angegHchen haben. PHnius der 
Altere sagt iiber sie: „Sie bilden eine echte hebraische, monchische 
Gemeinschaft, leben in Giitergemeinschaft, fiihren ein entsagungs- 
volles Leben und halten eine zur Vergeistigung fiihrende DiszipHn. 
Sie bilden ein Volk ohne Frauen, ohne Liebe, ohne Geld, ein ewiges 
Volk, worin niemand geboren wird." Sie lehnten die Ehe und das 
Blutopfer ab und bildeten eine Gruppe von Sektierern, die von den 
Rechtglaubigen (Orthodoxen) aus dem Tempel von Jerusalem 
ausgeschlossen worden waren. Und Flavius Josephus fiigt hinzu: 
„Ihre Lehre verherrlicht die Loslosung vom Korperlichen. Der Korper 
ist sterblich und muf^ sich auflosen; die Seelen jedoch sind 
unsterblich und stammen aus den reinen Bereichen des Athers, sie 
sind lediglich in die Grenzen der Korperlichkeit eingekerkert und 



194 



werden von einem natiirlichen Mittelpunkt aus dahin gelenkt, jenen 
(korperhaften) Knotenpunkt zu bilden. Sobald sie sich von den 
Schlingen der Fleischlichkeit befreit haben, verlassen sie, wie nach 
langer Knechtschaft, den Korper und erheben sich gliickselig in den 
Raum". 

Es kommt einem vor, als ob man die Katharer sprechen horte. 

In der essenischen Esoterik flief^en pythagoraische Lehren mit alten 
israelitischen Texten und mit unzweifelhaft brahmanischen und 
buddhistischen Uberlieferungen zusammen. 

Die Handschriften vom Toten Meer beziehen sich auf jene 
geheimnisvolle PersonHchkeit, den „Meister der Gerechtigkeit", „der 
sehr hoch steht und von dem man nicht sprechen kann, ja nicht 
sprechen darf". Nun ist also dieser Meister nicht von den Romern 
gekreuzigt, sondern allem Anscheine nach von den Juden gesteinigt 
worden. Dadurch fande die seit nahezu zweitausend Jahren aufrecht 
erhalte Anschuldigung des Gottesmordes ihre Erklarung. 

Es gibt aber noch einen weiteren, fiir uns interessanteren Wider- 
spruch: denjenigen eines magisch-tantrischen Jesus von einer 
mystischen und giitigen Gestalt, die da bittet: „Lasset die Kinder zu 
mir kommen!" 

Kurz vor der Entdeckung der Handschriften vom Toten Meer hat 
man in Oberagypten noch andere, kostbare Urkunden gefunden, 
(unter anderem das EvangeHum des Thomas), die bisher nur durch 
Anfiihrungen bei Clemens von Alexandrien und bei Origenes zu 
Beginn des III. Jhrh. bekannt waren, Berichte also, die uns nur in 
ijbersetzungen und nicht in den abhandengekommenen Originalen 
dieser Verfasser iiberliefert sind. 

In dem Buch von Robert Ambelain: „Das geheime Leben des Hi 
Paulus" wird in photographischer Wiedergabe die folgende Seite aus 
diesem EvangeHum angefiihrt: 

„Und Jesus sprach: „Zwei haben in dem gleichen Bett geruht, der 
eine wird sterben, und der andere wird leben." Und Salome (Maria- 
Salome) sagt: „Wer bist Du, Mann, von woher kommst Du, da£ Du 
in mein Bett gekommen und von meinem Tisch gegessen hast?" 



195 



Und Jesus sagt ihr: „Ich bin derjenige, der von Jenem gezeugt 
wurde, der mir gleich ist; man hat mich mit derselben Vollmacht 
ausgestattet, die meines Vaters ist". Und Salome darauf: „Ich bin 
Deine Schiilerin". 

Und welches ist die Lehre des Meisters? 

Clemens von Alexandrien in seinem Werk „Stromates" (III-IX-66) 
und der im Jahre 97 verstorbene Clemens von Rom in seinem 
„Zweiten Brief an die Kirche von Korinth" fiihren aus dem 
Evangelium der Agypter den folgenden Abschnitt an: 

Und Maria- Salome fragt den Herrn: „Meister, wann wird das 
Reich des Todes beendet sein?" Und Jesus antwortete: „Wenn 
ihr Frauen keine Sohne mehr zur Welt bringt ... und sobald die 
zwei eins sein werden, sobald der Mann und die Frau sich 
vereint haben werden und es alsdann weder Mann noch Frau 
gibt, dann wird das Reich des Todes sein Ende finden" ... 

Und Salome erwidert: „Dann ware es also gut, wenn ich keine 
Sohne hatte? ... Und Jesus antwortete ihr: „If^ von alien 
Friichten, aber von jener Frucht der Bitternis, derjenigen der 
Mutterschaft, von der if^ nicht ..." 

Wir sind hier an den tatsachlichen Anfangen des Christentums; denn 
diese Ausspriiche sind nur sechzig Jahre nach dem Tode Jesu getan 
worden. Seit Beginn des IV. Jahrhunderts, will die Kirche Roms die 
historische Person der Maria-Salome, der Yogini des Jesu, seine 
Enoia, seine Ayesha oder Shakti, mit der er die tantrische Magie des 
Maithuna, der keine Nachkommen zeugenden Liebe, die Liebe, ohne 
Liebe, was aus der von Ambelain wiedergegebenen Seite aus dem 
Thomas-Evangelium ersichtlich ist, verschwinden lassen. 

Und gerade dieser Lehre tantrischer Magie folgen dann spater die 
Katharer; denn sie war auch druidisch und es war diejenige von 
Hyperborea. Die Troubadoure Okzitaniens verkiinden sie. 

Wir haben schon bemerkt, daf^ Maria-Salome, die „Verfuhrerin", wie 
man sie in den Evangelien nennt, die Kali-Tanzerin, die Johannes 
den Taufer enthauptete, die Prinzessin und Konigstochter, den Rest 
ihres Lebens nach der goldenen Legende in Okzitanien verbringt und 



196 



die Mutter des enthaupteten Hi. Jakob des Alteren ist. 

Das heif^t, sie ist die Witwe (seit der Kreuzigung ist sie zur Witwe 
geworden) eines gottlichen Geliebten, eines tantrischen Siddha, die 
eine ganze Reihe Eingeweihter, die nicht aus verganglichem Fleisch 
und Blut sind, zur Welt bringt, Eingeweihte, die enthauptet und 
besiegt wurden, die Jiinger Luzifers waren und dem Gott der 
Verlierer im Zeitalter des Kaliyuga angehorten. 

Salome heif^t auch Maria. Sie ist die Maya-Shakti. 

Sinnbilder, die sich auf andere Symbole legen, verkorperte Urbilder, 
die vom Kollektiven Unbewu£ten oder, um es besser auszudriicken, 
vom Goldenen Band den Geschehnissen oder den geschichtlichen 
Ereignissen unabhangig voneinander auferlegt worden sind. 

Jung wiirde sagen „vom arischen kollektiven Unbewuf^ten". Hier 
sehen wir ein ganz anderes Christentum, ein sonnenhaftes, eso- 
terisches, auf Einweihung beruhendes. Das katharische Christentum, 
vielleicht den katharischen Tantrismus. 

Jesus hat das jiidische Gesetz nicht erfiillt, er hat nicht geheiratet, er 
hat nur Yoginis, Jiingerinnen, die ihm folgen; denn er ist gekommen, 
das Werk der Frau zu zerstoren, wie er es ausdriicken wiirde (und 
Julius Evola wiirde hinzufiigen „durch den Ritt auf dem Tiger"), die 
sich ganz nach auf^en hinwendende, verauf^erlichte Eva abzulosen 
und Lilith, die Innere Geliebte wiederzuerlangen, was aus der 
Antwort hervorgeht, die er auf die ihm gestellte Frage, wann denn 
die Herrschaft des Todes beendet sei, erteilt: „Sobald die zwei 
wieder eins werden." 

Was ist also nun geschehen? Warum ist er gekreuzigt worden? Hat 
er auch seine Lilith wegen einer verauf^erlichten Eva verraten? 
Scheiterte deshalb seine Mission? Wirft ihm der „Bosewicht" das 
vor? Hat er den Pfad der Rechten Hand, der Herren des Gral, der 
Reinen Katharer verlassen und hat er sich, statt die Innere Maithuna 
zu iiben, ins Bett und an den Tisch der Maria-Maya-Salome-Shakti 
begeben? Oder war er etwa auch ein Anhanger des Gottes der 
Verlierer im Zeitalter des Kaliyuga? 

Jedenfalls hat Salome Jesus bis zum Kreuz geleitet, denn „die Liebe 



197 



deckt alle Verfehlungen zu", wie der tantrische Konig Salomo sagen 
wiirde. Und sie sucht nun iiber das Grab hinaus die zerstreuten 
Stiicke weiter zusammen, im Lande der katharischen Troubadoure, 
der Minnesanger und im com-postelischen Iberien, wo sie die 
wahrhaftige Goldene Lehre, die vordem und nachher so oft 
enthauptet worden war, wieder zusammenfiigen zu konnen glaubte. 

Die Verkorperung und das hermetische Gesetz 

Der Anfiihrer der Zeloten, Jeshua war weder Essener noch 
Nazarener, wie Ambelain schreibt. Nachdem wir hier die 
Behauptungen Ambelains und Charpentiers iiber die in den 
Evangelien herrschende Verwirrung dargelegt haben, erscheint es 
angebracht, das hermetische Gesetz, das ebenfalls gnostisch ist, ins 
Gedachtnis zuriickzurufen: „Was oben ist, ist unten, und 
umgekehrt." Wenn es eine solare, planetarische, kosmische 
Kreuzigung, eine Kreuzigung des Geistes gibt, dann wird das 
hermetische Gesetz so walten, daf^ sich diese hier unten, auf Erden 
wiederholt oder „urbildhaft" wiedererzeugt wird. Der Gekreuzigte 
am Ende des Widder-Zeitalters, das mit dem Verfall des Romischen 
Kaiserreiches zu Ende geht, welches den Martertod der Kreuzigung 
zur gesetzHch verfiigbaren Einrichtung gemacht hat, wird das Lamm 
mit der Haut des irdischen Menschen sein. 

Welche geheime Absicht hat es wohl bewirkt, daf^ der Mensch Jesus, 
oder Jeshua dazu erwahlt worden ist, wahrend der ganzen, langen 
Zeit des Fischezeitalters, in enger Symbiose mit dem Meister der 
Gerechtigkeit der Essener, dieses schreckHche Symbol zu 
verkorpern? Vorrangig war dabei zweifellos sein Nationalismus, sein 
volliger Widerstand gegen die Romer, der der Einstellung der 
Zeloten und, bis zu einem gewissen Grade, der gesamten Juden 
entsprach. Und es ist dann Saulus oder Paulus, „der Jeshua nicht 
kannte", der Konvertit, das politische Genie, der, aus der 
Notwendigkeit heraus, die Zeloten fiir seine Sache zu gewinnen, 
einen trostlichen Balsam auf die Wunde ihres verletzten Stolzes legt, 
indem er den Gekreuzigten zum Gott erhebt. Er vermischt gnostische 



198 



und mithraistische Sinnbilder und verkniipft alte Geflogenheiten 
esoterisch-jiidischer Sekten, die ein geheimnisvolles, Jeshoua be- 
nanntes Wesen verehrten, mit der griechischen Auffassung von 
Christos. Er fiihrt alle diese Vermischungen und Synkretismen durch 
und setzt damit eine urgriindige Triebkraft in Bewegung, einen 
durch geschichtliche Ursachen hervorgerufenen Groll, um etwas 
niederzureif^en, daf^ bereits von innen heraus angefressen ist: Das 
Romische Imperium. 

Um dasselbe noch weiter zu spalten und es gegen sich selbst zu 
kehren, eignet er sich die Geheimnisse des Mithra an, dessen Kult in 
den romischen Legionen verbreitet ist. Nach der Zerstorung des 
Grabes von Jesus durch Kaiser JuHan kann sich das Christentum des 
Geheimnisses von der Auferstehung Christi bemachtigen und la£t 
Jeshoua-Christos in gleicher Weise im FriihHng wieder zum Leben 
erwecken, wie dies beim Apollo-Luzifer der Hyperboreer der Fall ist. 
Paulus bedient sich ebenfalls des Evangeliums des Meisters der 
Gerechtigkeit. 

Aber ist es denn moglich, daf^ ein einziger Mensch das alles 
verwirklichen kann? Im Hintergrunde diirfte es wohl eine 
verborgene Intelligenz geben, sicherlich jene Kraft die von einem 
innersten Teil her, aus einem geschlossenen Kosmos, vielleicht vom 
Innersten eines dunklen Sternes her wirkt, um den Zeitaltern ein, 
sozusagen, „biologisches Endziel" zu setzen; eine ungeheuerliche 
Intelligenz, die von den Katharern als teuflisch angesehen wurde, 
oder eine Entropie, die Jung als den Tod des Archetyps und seine 
bevorstehende Wiederauferstehung und Wiederverkorperung 
bezeichnen wiirde. Und niemand ist wohl imstande, klar zu 
erkennen, was in Wirklichkeit vor sich geht, weder warum etwas 
geschieht noch welcher Zweck damit verfolgt wird. Alles hiillt sich in 
einen dichten Nebel ein, in die Verdauungsdiinste dieses zweideutig- 
dunklen Wesens, das eine Zivilisation, eine ganze astrologische 
Epoche bereits verschlungen hat und sich nun anschickt, ein neues 
Zeitalter auszubriiten. 

Gibt es jemanden, der uns heute erklaren konnte, ob die Religion der 
Gottlosigkeit des sowjetischen Marxismus auf der Grundlage von 



199 



ijberzeugungen, von doktrinaren Grundsatzen geleitet wird oder ob 
es die Interessen und Machtanspriiche einer primitiven Horde sind, 
die den Anstof^ zum Zusammenbruch des bereits bedenklich 
schwankenden Gebaudes der westlichen Zivilisation geben und die 
dadurch den letzten Abschnitt des Fischezeitalters kennzeichnen? 
Der Geist der Endzeiten sieht dem sehr ahnlich. Nach alledem wird 
er von den gleichen verborgenen Kraften angetrieben. Der kollektive 
Leichnam wird stets von den gleichen Wiirmern aufgefressen. 

Die Templer lehnen nur den Gekreuzigten ab, nicht aber das 

Kreuz 

Bei ihren Einweihungszeremonien fordern gleichermaf^en die 
Katharer als auch die Templer den Anwarter auf, seinem alten 
Glauben an Christos-Jeshua, an die Kreuzigung abzuschworen. (Wir 
weisen erneut daraufhin, daf^ es sich hier nicht um das Symbol des 
Kreuzes handelt.) Die Katharer tun dies in ihrem Ritus des Conso- 
lamentum, worin sie die romisch-katholische Taufe, bei der der 
Eingeweihte zum zweiten Male geboren werden soil (Arier bedeutet 
auch „Zweimalgeborener") austilgen; die Templer hingegen tun 
dieses vor einem christlichen Kreuz. Es war dies eine der Beschul- 
digungen, weiche sie nicht ableugneten. Die Zeremonie wurde 
abgehalten neben einem Bildnis des geheimnisvollen Baphomet, dem 
zweikopfigen Gotzen, zweikopfig wie Shiva, einer alchemistischen 
Figur des Androgyn, in der Form des Shiva als Ardhanasishvara, als 
Abraxas, und auch als Luzifer; dem atlantischen Christus, Gabriel 
und Luzifer erneut verschwistert. 

Baphomet war schwarz. Al-Kimia ist von khem (schwarz) abgeleitet, 
dem alten Namen des Landes Agyptens, der schwarzen Erde 
Agyptens. 

Das arabische AI wurde spater als Beiwort hinzugefiigt. Der 
Katharismus und das Templertum sind offensichtlich nachtragliche 
Versuche des Gnostizismus, sich gegen das in Rom inthronisierte 
dogmatisch-semitische Christentum des Paulus zu behaupten; eine 
dramatische Kraftanstrengung zugunsten eines solar-kosmisch- 



200 



initiierten Christentums, um den Strom des Geistes in die der 
Verstofflichung des Kaliyuga entgegengesetzte Richtung zu lenken. 
In jiingeren Zeiten haben nur Meister Eckhart und C. G. Jung die 
Forderung erhoben, die stagnierenden Gewasser durch den Zuflu£ 
reinerer Stromungen des alten gnostischen Christentums zu 
erneuern. 

Vor kurzem noch fehlte es an ausfiihrlichen Beurkundungen iiber 
den Gnostizismus. Die wichtigsten Texte sind seinerzeit ver- 
schwunden. Nur verstiimmelte Schriften sind iibriggeblieben. Die 
Schrift Pistis Sophia ist eine Zusammenfassung dreier verschiedener, 
im Jahre 1851 in Agypten aufgefundener Texte. Neue Urkunden 
wurden im Jahre 1940, ebenfalls in Agypten, gefunden. Sie gelangen 
1950 in das Institut Jung in Zurich und werden 1974 ins EngHsche 
iibersetzt. Die Arbeit ist noch nicht zu Ende gefiihrt worden. Unter 
diesen Urkunden befinden sich „Das Thomas-EvangeHum" und „Das 
Buch des Thomas". DiesbeziigHch ist es interessant, darauf hinzu- 
weisen, was Ambelains iiber den Apostel Thomas sagt: „Einen 
solchen Apostel hat es nie gegeben." Thomas, Taoma bedeutet im 
Hebraischen „Doppelt". Im Altertum gab es keinen Eigennamen 
Thomas. Es gab wohl ein „Double" des Jeshua, einen zweiten Jesus, 
nach Meinung Ambelains sein Zwillingsname, mit dem die 
Erscheinungen nach seinem Tode benannt werden. Er wird von 
Petrus als Sklave verkauft und gelangt vielleicht bis nach Indien, zur 
Malabarkiiste, wie die Legende verkiindet und besteht in den 
kirchlichen Schriften unter dem Namen Apostel Thomas weiter. 

„Das (gnostische) Thomas-Evangelium", das in seinem Gehalt 
esoterisch ist, hat man wohl fiir das Evangelium des Doppelten, des 
Astralkorpers, des Taoma gehalten. In der Esoterik Israels ist der 
Messias kein stoffliches Wesen, sondern ein innerer Korper, ein ins 
Innere eindringendes Wesen, eben ein Taoma. Gustav Meyrink 
macht von dieser alten hebraischen Vorstellung Gebrauch und 
verwendet sie beim Golem, seinem gleichnamigen Roman. 

Um festzustellen, daf^ der Katharismus mit der gnostischen Richtung 
iibereinstimmt, rufe man sich die Erklarung des Gnostikers Marcion 



201 



ins Gedachtnis zuriick: „Christus hat mit Jehova nichts zu tun. Das 
alte Testament ist unsittlich. Christus ist der Sohn eines unbekannten 
Gottes der Liebe. Alle Propheten, bis hin zu Johannes dem Taufer, 
sind Gefolgsleute (Akolythen) des falschen Gottes Jehova." Fiir die 
Gnostiker ist der HeiHge Geist weibHch, dargestellt durch eine 
Taube. Es ist diese Wesenheit, die das All erschaffen hat, aus der es 
hervorgeht; es ist die Sophia. Die Taube ist das katharische Sinnbild 
und Sophia und Gleisa ist ihre Weihestatte, ihre Gleisa der Liebe. 

Der alexandrinische Gnostizismus ist ein kosmisches, solares 
Christentum, das seine Anfange in den ersten Jahrhunderten dieses 
Zeitalters hat, in dem sich griechische Philosophien, die 
Eleusinischen Mysterien, die Mysterien des Hermes und das seit 
Jahrhunderten bereits im Hinduismus, in der Trika-Philosophie von 
Kaschmir, im Samkhya-Dualismus, in dem der Yoga des Patanjali 
seinen Ursprung hat, miteinander vereinigen. Der Gnostizismus ist 
fast immer dualistisch, was auch fiir die Anhanger des Zarathustra 
und die Manichaer und bestimmt auch fiir die Katharer und die 
Templer zutrifft. Der Hitlerismus ist ebenfalls ein Gnostizismus mit 
Abweichungen und mit einer ebenso wenig bekannten Esoterik wie 
diejenige der Katharer und der Templer. 

Es ist nicht moglich, sich einen einzigen Gott vorzustellen, ohne auch 
ein Prinzip des gegensatzlichen Bosen in Betracht zu Ziehen. Nimmt 
man das Vorhandensein vieler Gotter an, dann wird man die gleiche 
Anzahl von Damonen entdecken. Es kann sein, daf^ das Prinzip des 
Bosen in den hoheren Ebenen der Emanation keine Wirkung mehr 
ausiibt; oder aber daf^ Gott ein bestimmtes Verhaltnis zu seinem 
Antipoden, seinem Gegensatz herstellt, was fiir alle diejenigen, 
welche sich auf den niederen Ebenen der Verstofflichung bewegen, 
unverstandlich ist. An einem gewissen Punkte wird dann die Offen- 
barung von Abraxas moglich, wo Gott und Damon zusammenwirken. 

In gewisser Weise richtet sich Gott darauf ein, mit seinem Widerpart 
zu leben, um vielleicht eines Tages mit Hilfe des Menschen ihn 
iiberwinden zu konnen. Am Ende wird der Widersacher erlost 
werden, am Ende, das heif^t jetzt, immer. Das wuf^te auch Meister 
Eckhart. 



202 



Nach Jung ist Christus das „Selbst" 

Man wird verstehen, daf^ es dies todliche Geheimnis der 
Templer war, welches nicht nur sie, sondern auch die 
Katharer dahin brachte, von der in Rom inthronisierten Dogmatik 
und Macht vernichtet zu werden, die zwar die Wahrheit auch 
kannte, die sich jedoch in Machenschaften universalen Ausmaf^es 
eingelassen hatte, um alles zu verfalschen und zu entstellen. 

Ich erinnere mich, daf^ mir Professor Jung in seinem Hause in 
Kiissnacht auf meine Frage, wer Christus fiir ihn war, die Antwort 
gab: „Es ist das Ich-Selbst (das Self), es ist die Seele des 
abendlandischen Menschen." Die gnostische Gemme an seinem Ring 
war christlich, jedoch von jenem kosmischen und sonnenhaften 
Christentum, von dem wir vorher sprachen: Das Christentum des 
Meister Eckhart. Ein hyperboreisches Christentum. Jung fiigte hinzu: 
„Ich versuche, fiir den abendlandischen Menschen die Auferstehung 
des Christus in sich selbst moglich zu machen." 

Als sich das Zeitalter des Widders dem Ende zuneigt, ist der Ge- 
opferte Rama, Belen, Apollo, Luzifer. Ein altes Geheimnis, das er 
dem Archetyp, dem Urbild ermoglicht, im Fischezeitalter wieder 
aufzuerstehen, wie Jung sagen wiirde, am Dritten Tage und im 
Friihling, mit einer neuen Verkleidung, der des Fisches, welcher 
stirbt, sobald die Fluten zuriicktreten. Das heif^t, sobald die 
katastrophale Erdumwalzung einsetzt, die Atlantis erneut iiber- 
schwemmen wird. Das befiirchtete Jung fiir die Zeit zu Beginn des 
Wassermannzeitalters. 

Es wird behauptet, da£ viele dieser Dinge durch die ersten Templer 
bekannt wurden, die von ihnen in den Ruinen des Tempels Salomos 
gefunden worden waren. Man sagt, daf^ sie wegen dieses Tempels 
den Namen Templer erhielten. 

Es ist moglich, daf^ der Sinn dieses Wortes ebenfalls symbolisch ist, 
denn der Tempel war schon immer da, mit dem ersten Stein schon, 
noch bevor er an irgendeiner Stelle erbaut wurde. In Wirklichkeit ist 
der Tempel der Gral, der vom Himmel gefallene Stein aus der Krone 



203 



Luzifers in einem Kampfe auf^erirdischer Wesen. - 

Hitler's Kindheit im Kloster Lambach und der Thule-Orden 

Wie ist nun jener auEerordentliche Templerorden, die ein- 
geweihte, esoterische Ritterschaft, entstanden? Wer hat ihm 
die ersten Anregungen gegeben? Welcher verborgene Geistige 
Fiihrer hat das alles im voraus bedacht und ihm nach und nach, 
geduldig und bestandig seine materiellen Grundlagen immer mehr 
erweitert? 

Es besteht kein Zweifel: es sind die hyperboreischen Fiihrer, der 
Geist der Druiden, welche durch die Klostergemeinschaften der 
Benediktiner und Zisterzienser hindurch ihre Wirksamkeit entfalten 
und sich zu Anfang des Hi. Bernhard von Clairvaux bedienen. 

Der Hi. Benedikt, der Begriinder des Benediktinerordens, stirbt im 
Jahre 547. Man vermutet, daf^ sein Orden Anregungen geschopft hat 
von den Druiden und auch von den Essenern. Bei den Benediktinern 
wird die klassische Uberlieferung stark betont. Sie sind es, die iiber 
einen ihrer Ordenspapste, Gregor den Grof^en, unter dem Einfluf^ 
der orphischen Musik und der Psalmen Davids, jene zauberhafte 
Musik erschaffen, die seinen Namen tragt: „gregorianisch". Und es 
ist ein seltsamer, allem Augenscheine nach eingeweihter Bene- 
diktinerpapst, Silvester II. - sein wirklicher Name ist Gerbert - der auf 
die Idee des Ersten Kreuzzuges ins Heilige Land kommt. Er hat in 
Toledo und Cordoba studiert und hatte offenbar Kenntnis von einem 
verborgenen Schatz in den Ruinen des Tempels Salomos. Auf^erdem 
wuf^te Silvester, daf^ die Erde rund ist. Es wird aber ein anderer 
Papst der Benediktiner, Urban II. sein, dem es zukommt, im Jahre 
1096 den ersten Kreuzzug zu beginnen. Das geschieht unter dem 
Vorwand, man wolle das Grab des Heilandes wieder in Besitz 
nehmen, obwohl man doch wuf^te, daf^ dieses vor siebenhundert 
Jahren von Kaiser Julian zerstort worden war. Oder suchte man etwa 
das Grab des essenischen Meisters der Gerechtigkeit? Die 
Benediktiner betreiben auch den Anbau von Wein, dem heiligen 



204 



Trank des Fischezeitalters, und sie sind die Schopfer des roma- 
nischen Stils, in welchem sich die Bauweise der Dolmen und der 
druidischen Menhire fortsetzt. 

Der romanische Tempel ist nicht fiir das Volk, sondern fiir die 
Monche, man konnte sagen fiir die Eingeweihten. Zu jenen Zeiten 
war man bemiiht, im Abendlande den Begriff der Qualitat wieder 
hochzuhalten. Noch war das Gotische nicht zur Welt gekommen, das 
geschaffen war fiir die Menge der Glaubigen, fiir die Zusammenkunft 
des Volkes. Hierfiir muf^te noch der fehlende Schliissel, der Oral, 
gefunden werden. 

Papst Gregor verbindet die Ordensregeln der Benediktiner mit denen 
der Zisterzienser. Seitdem besteht eine enge Briiderlichkeit und 
Zusammenarbeit zwischen beiden, die sich bis in unsere Tage hinein 
erstreckt. 

Und es ist ein Zisterzienserkloster in Heiligenkreuz, Osterreich, in 
Mayerling, von dem der Monch Joseph Lanz in das Benediktiner- 
kloster Lambach bei Linz entsandt wird, um die Klosterarchive zu 
studieren, dasselbe Kloster, in dem Hitler als Knabe gesungen hatte 
und wo ein seltsamer Abt das rechtsdrehende Hakenkreuz ein- 
meif^eln lie£. Joseph Lanz bleibt ein Jahr dort: danach gibt er das 
monchische Leben auf, andert seinen Namen in Georg Lanz von 
Liebenfels um und griindet im Jahre 1900 den Neutempler-Orden 
mit Sitz in Wien. Er schreibt mehrere Biicher („Praktisch-empirisches 
Handbuch der Ariosophischen Astrologie", Berlin, 1933) und gibt die 
Zeitschrift „Ostara" heraus, die er nach der germanischen Gottin des 
Friihlingslichtes, des Monats Mai, oder der Maya, Ostern, benennt. 
Lanz spricht von Thule, von den Hyperboreern, von Agarthi, von 
Shamballah, von Asgard. Man nimmt an, da£ Hitler wahrend seiner 
in Wien verbrachten Jahre ein eifriger Leser der Zeitschrift „Ostara" 
war, die schlief^lich eine grof^e Auflage erreichte. Es ist moglich, daf^ 
Lanz ihn in diese Gedankengange eingefiihrt hat. 

In Miinchen aber trifft er dann Rudolf Hess, Dietrich Eckhart, 
Rosenberg, Haushofer. Manche glauben, daf^ Hitler auch ein 
Eingeweihter der Thule-Gesellschaft war; andere wiederum meinen, 



205 



da£ er von ihr lediglich wahrend einer anfanglichen Zeit geleitet 
worden ist. Entgegen manchen Veroffentlichungen hat Haushofer 
dieser Gesellschaft nicht angehort, sondern der VriZ-Gesellschaft. 

Der Begriinder der Thule-Gesellschaft war der Baron Rudolf von 
Sebottendorf, einer der zur damaligen Zeit bekanntesten Astrologen 
Deutschlands. Die Gesellschaft wurde im Jahre 1918 als bayrischer 
Zweig des 1912 gegriindeten Germanenordens ins Leben gerufen. 
Beide fiihren als Sinnbild das rechtslaufige Hakenkreuz. Die Thule- 
Gesellschaft weist in ihrem Abzeichen noch einen Dolch auf, der fast 
dem gleicht, welchen spaterhin die SS tragen wird. 

Der Wortursprung von Thule, der Hauptstadt von Hyperborea, diirfte 
keltisch sein und von Thu-al, Norden, dem hochsten Punkt, den die 
Expeditionen erreichten, von denen sich dann jede Spur verlor, 
abgeleitet sein. Aber jene Thules sind wohl nichts weiter als ein 
triigerischer Abglanz des Hyper-Thule am Pol, von welchem die 
Alten traumten und das verschwunden, fiir immer unerreichbar 
geworden ist. In der Einweihung des Goldenen Bandes wird uns 
aufgezeigt, daf^ das hyperboreische Thule das geheiligte Zentrum der 
Offenbarung in tiefster Mitternacht war, das erste Heiligtum der 
Einweihung, das Abbild des Lichtpols, die Heimstatt der gottlichen 
Siddhas. 



Die Einweihung des rechtslaufigen Hakenkreuzes 

Ein wichtiger Teil der Einweihung bestiinde darin, eine 
symbolische Reise zu machen von dem irdischen Punkte 
ausgehend, an dem sich der Eingeweihte, der Pilger befindet und 
sich in der gleichen Richtung wie das Rechtsdrehende Hakenkreuz 
solange fortzubewegen, bis er den sagenhaften, am Pol gelegenen 
Erdteil der Hyperboreer erreicht, nachdem auf dem Wege dorthin 
auch das legendare Asgard im Kaukasus beriihrt wurden. Es ist 
merkwiirdig festzustellen, daf^ Eroberungen Hitlers in seinem 
Blitzkrieg gleichfalls in der Richtung des Rechtsdrehenden Haken- 



206 



kreuzes verlaufen, vom esoterischen Norden ausgehend, auch 
wenn sie an den Toren des alten Asgard, heute Stalingrad zum 
Halten gebracht wurden. Die gesamte militarische Strategie Hitlers, 
vom Blitzkrieg gegen Frankreich angefangen bis zum Ende, dem 
Angriff in den Ardennen, ist eine verbliiffende „initiierte Strategie". 
Der verstorbene englische Militargeschichtier, Sir Basil Liddel Hart 
betrachtete Hitler in seiner umfangreichen Studie iiber den Zweiten 
Weltkrieg „als einen der grof^ten Strategen und militarischen Genies 
aller Zeiten." 

Das Buch von Otto Rahn, auf das wir uns schon bezogen haben: 
„Luzifers Hofgesinde" ist eine Reise auf der Suche nach dem 
sagenhaften Thule von Hyperborea, die in der Drehrichtung des 
Hakenkreuzes der Wiederkunft verlauft und die zuerst die Ruinen 
der katharischen Zivilisation von Languedoc aufsucht, um dann in 
einem nach rechts verlaufenden Kreise durch Deutschland hindurch 
bis nach Island zu fiihren, der ersten Etappe in dem Traum vom 
Ultima Thule am Pol. 



Wozu wird der Templerorden gegriindet? 

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges war das Bergmassiv des 
Montecassino Eckpfeiler der deutschen Verteidigung. Die vom 
Hi. Benedikt hier gegriindete Benediktiner-Abtei wird von der 
deutschen Verteidigung bewu£t herausgehalten. Trotz ausdriick- 
licher Bekanntgabe dieses Sachverhaltes an die Alliierten, zerstoren 
diese am 15.2.1944 das Benediktiner-Mutterkloster vollig. 80.000 
Urkunden, 70.000 Bande und Kunstschatze konnten Monche mit 
Hilfe deutscher Soldaten noch zuvor in Sicherheit bringen. Das 
friiher schon mehrfach zerstorte Kloster, im XVII. Jhd. im Barockstil 
neu erstellt, wurde 1950-54 in barocker Form wieder aufgebaut. 

Es ist der im Jahre 540 unserer Zeitrechnung geborene und wie man 
sagt, von den Druiden erzogene irische Monch San Colombano, der 
den keltischen Geist in die zisterziensische Organisation hineintragt. 
Diesem Orden wird dann spater auch der Hi. Bernhard angehoren. 
So haben die Urheber der Ritterschaft des Tempelordens ihm den 



207 



Geist der altesten irisch-keltischen Ritterorden eingegeben. Zweifel- 
los ist die Ritterschaft der Templer auf der ganzen Welt in ihrer Art 
einmalig; ihre Waffen tragen Abbildungen gnostischer und 
hermetischer Zeichen. 

Man kann somit sagen, was Louis Charpentier in seiner Studie „Das 
Geheimnis der Templer" behauptet, daf^ die Erschaffung des Ordens 
schon seit den ersten Jahrhunderten des Fischezeitalters vorgesehen 
wurde als ein unbedingtes Erfordernis, aus anderen Landern, die 
man im Altertum als heilig ansah, „etwas" zu holen, eine „gewisse 
Sache" an sich zu bringen. Julius Evola war, wie wir schon sagten, 
ebenfalls der Ansicht, daf^ die Templer eine enge Verbindung zum 
Gral hatten. 

Der Templerorden entsteht unter feierlichem Geprange, auf dem 
Konzil von Troyes im Jahre 1128, angeregt durch den Hi. Bernhard. 
Er sollte ein Preis fiir den Raub der Schatze in den Landern des 
Orients sein. Der Orden besteht zweihundert Jahre lang. 

Vorher jedoch, damit das alles moglich werden konnte, muf^te der 
Erste Kreuzzug in die Wege geleitet werden. Es war dies eine 
magische und alchemistische Operation, wie es dann spater auch die 
Wiederentdeckung Amerikas werden sollte, bei der die Wissenden 
(Pedro Sarmiento de Gamboa war einer davon) nicht auf die Suche 
gehen nach dem stofflichen, sondern nach dem alchemistischen 
Gold, dem aurum potabile, das man trinkt und das das ewige Leben 
verleiht; sie sind auf der Suche nach dem Geheimen Okzident, dem 
Unerschaffenen Licht, das dort seinen Anfang nimmt, wo das 
physische Licht erstirbt, nach der Weif^en Sonne in den Schnee- 
wiisten des auf^ersten Siidens, dem Eislicht der Antarktis, der Stadt 
der Kaiser und den am Siidpol befindlichen Oasen. In Wirklichkeit 
suchen sie den Gral, der dort bewahrt wird, in jenem grof^en 
fortlebenden Uberrest des versunkenen Gondwana, im umgekehrten 
Thule des tiefsten Siidens. 

Die Operation psychischer Alchemie des Kreuzzuges ermoglicht die 
Entsendung von neun Rittern, die sich in den Ruinen des Tempels 
Salomos niederlassen. Die Kreuzziige horen fast zur gleichen Zeit 



208 



auf, als diese Sendboten ihren „Fund" gemacht haben. Der Tempel 
Salomos wurde im Jahre 600 vor unserer Zeitrechnung 
wiedererrichtet, dann jedoch im Jahre 70 n. Chr. durch Titus wieder 
zerstort, dem Zeitpunkt der Zerstreuung der Juden. Die neun Ritter 
bewohnen diese Ruinen einige Jahre lang und man weif^ nichts 
Genaues iiber das, was sie dort eigentUch getan haben. Suchen sie 
etwas oder erhoffen sie sich eine Offenbarung iiber das, von dem der 
Papst Silvester in Spanien etwas wu£te? 

Oder sind es die Benediktiner, die bei Durchsicht alter Texte und 
klassischer Folianten etwas in Erfahrung bringen konnten? Oder 
auch die iiberlebenden Druiden, jene Lehrmeister des Hi. Columbus? 
Die Benediktinerabtei von Cluny, deren Abt der erste Kreuzzugspapst 
Urban wurde, hatte die hohe Aufgabe, die grandiose Geheim- 
operation vorzubereiten, die sich anschickt, das Abendland dadurch 
umzubilden, indem sie es mit der polaren Offenbarung von den 
Urspriingen in Verbindung bringt. - 

Der Schatz oder das Geheimnis konnte an irgendeiner Stelle in den 
Ruinen des Tempels Salomos gefunden werden, so wie auch die 
Katharer ihren Schatz in den Hohlen der Pyrenaen verbargen und 
wie man den Templerschatz unter einem Gebiisch in einer ihrer 
Tempelburgen, in einer Kathedrale oder auch in einer unbekannten 
Stadt im Innern der ihnen bereits bekannten amerikanischen Anden 
versteckt haben diirfte. Saint-Loup, ein franzosischer Schriftsteller 
und ehemaliger Angehoriger der Waffen-SS, der nach dem Kriege 
Chile, Argentinien und den auf^ersten Siiden Amerikas auf der Suche 
nach demselben bereist hat, behauptet in einem seiner letzten 
Biicher, daf^ die Hitleranhanger den katharischen Gral in den 
Pyrenaen gefunden und ihn dann in die Gralsburg nach Berch- 
tesgarden gebracht hatten. Spater, kurz vor Beendigung des Krieges, 
ist er dann von der SS im Innern eines Bergmassivs der oster- 
reichischen Zillertaler Alpen versteckt worden. Andere jedoch 
behaupten, daf^ der Gral in einer Oase der Antarktis von der SS 
bewacht wird. 



209 



Sind die zweiten Gesetzestafeln des Agypters Moses die gleichen 

wie die ersten? 

In der Bibel wird uns berichtet, daf^ Moses eine goldene Lade 
hatte, in welcher sich einige Steintafeln sowie Werkzeuge der 
magischen Gewalt: Urim und Tummin befanden. Sie wurde von den 
weif^gekleideten Leviten bewacht. Diese Lade diirfte in Agypten 
geraubt worden sein, so wie auch Herkules-Herakles die Goldenen 
Apfel aus dem Garten der Hesperiden raubt und auch Jason das 
ebenfalls goldene Vlies im Kaukasus, sicherlich vom Berg Elbrus der 
Sintflutsage, an dessen Fuf^e (oder vielleicht innerhalb desselben) 
sich die Stadt Asgard erhebt, von der Wotan und Odin als Anfiihrer 
der alten Germanen auszogen, entwendet: ebenfalls in jenem 
sagenhaften Landstrich in dem Prometheus, der einst den Unsterb- 
lichen das „Feuer vom Himmel" raubte, um es unter Gefahren den 
Menschen zu bringen, im Kaukasus an einen Felsen angekettet wird. 

In alien diesen Berichten erscheint immer aufs Neue das Gold. Und 
zusammen damit - der Stein. Das sind symbolische Formeln der 
Alchemie; das alchemistische Gold, der Stein der Weisen; eine im 
tiefen Grund verborgene Macht, eine verlorene Ganzheit, ein in der 
grof^en Katastrophe untergegangenes gottliches Leben. 

Wie und warum ging diese Ganzheit verloren, diese Einheit und 
diese Weisheit? Jemand hat die Macht mif^braucht. Plato berichtet 
uns, da£ den Garten der Hesperiden, in dem die Goldenen Apfel 
angebaut wurden, drei Schwestern bewachten: eine Weif^e, eine 
Schwarze und eine Rote, die alchemistischen Farben. Herkules- 
Herakles kampft gegen den Giganten Anteos, den Weif^en. (Im 
alchemistischen Opus: „Der Kampf mit dem Weif^en" wird dieser 
Albedo genannt und folgt unmittelbar auf „den Kampf mit dem 
Schwarzen" oder Nigredo.) Er besiegt den Giganten mit Hilfe einer 
List. Die Hebraer (habiru) im „Kampf" mit der Schwarzen Schwester 
Khem, Agypten, (Nigredo, die erste Einweihungsstufe des Opus), 
rauben mit Hilfe eines Agypters den Gral. 

Sie werden vom Heer des Pharao verfolgt. Das geraubte Kraftfeld 
gestattet es ihnen, die Fluten des Roten Meeres zu zerteilen. 



210 



(Rubedo ist die letzte Stufe des alchemistischen Opus, die in 
Wirklichkeit nicht erreichbar ist, wobei die ihr voraufgehenden 
Stufen kiinstlich iibersprungen werden). Die Phonizier sind die 
Roten. Helfen sie den Israeliten in irgendeiner Weise gegen die 
„schwarzen" Agypter? Dann erklart Moses mit der Hilfe eines 
auf^erirdischen Wesens die Steintafeln auf dem Gipfel eines Berges. 
Und als er vom Berge herabsteigt, trifft er die Hebraer an, wie sie 
das Goldene Kalb anbeten. Sind wir da noch im Zeitalter des 
Widders, des Lammes, des Vlieses oder befinden wir uns im Zeitalter 
des Lowen oder der Zwillinge? Man sagt, Moses habe die Tafeln 
zerbrochen. Ist so etwas denkbar? Wer hat sie ihm entziffert? Man 
erzahlt uns, daf^ Moses den Berg erneut besteigt und mit neuen 
Gesetzestafeln zuriickkehrt. Sind es die gleichen? Ist es das gleiche 
Gesetz? Wer hat sie ihm diesmal gegeben? War es dasselbe Geist- 
wesen? Oder war es vielleicht ein anderes? Oder sind die Tafeln von 
dem Menschen Moses, dem Tiermenschen noch einmal gemacht 
worden ohne Mitwirkung der auf^erirdischen gottlichen Fiihrer. 
Andererseits kann Moses aber von einem unbekannten Gott in Besitz 
genommen worden sein, der kein unsterblicher Fiihrer, sondern ein 
mentales Trugbild, ein Golem ist. Mit diesen grundlegenden Fragen 
und Uberlegungen beschaftigen sich heutzutage manche junge 
Juden. 

Es ist moglich, daf^ bei allem, was iiber Moses berichtet wird, eine 
Geschichtsfalschung vorliegt, auch bei dem Geschehen auf dem 
Berge Sinai. Das Volk, welches das Goldene Kalb anbetete, war nicht 
das jiidische, sondern das hebraische. Es gibt da einen grof^en 
Unterschied. Moses... Wer war Moses? In seiner „Geschichte des 
Altertums" sagt Maspero, daf^ Moses nach agyptischen Uberliefer- 
ungen ein agyptischer Priester aus Heliopolis mit Namen Osarsyph 
war, der aus seinem Lande fliichtete. Warum? Hat er vielleicht den 
Gral geraubt? Wir diirfen nicht vergessen, daf^ mit seinem Stabe, 
gleich demjenigen des Pharao, Moses-Osarsyph bewirkt, daf^ Wasser 
aus dem Gestein entspringt und Manna vom Himmel fallt. 

Der Gral ist bekanntlich die Lebensspeise. Der (Zauber-) Stab des 
Pharao, in der Gewalt des Osarsyph, zerteilt auch die Fluten des 



211 



Roten Meeres. Wie wir spater sehen werden, wollte Moses fiir die 
Habiru den Gral wieder in seinen Besitz bringen, der den Ariern in 
Agypten in Verlust geraten war. 

ijber den Tod des Moses weif^ man nichts Sicheres. Man nimmt an, 
da£ er ermordet worden ist. Jede authentische Uberlieferung ist 
verfalscht oder zum Verschwinden gebracht worden, insbesondere 
die Geschichte Agyptens. Juden und Christen haben unter Beihilfe 
der Mohammedaner alle Spuren der weiter zuriickliegenden Ver- 
gangenheit und auch der von Atlantis, die man in den agyptischen 
Urkunden finden konnte, getilgt und sich unter Verallgemeinerung 
und Vereinfachung der Sinnbilder, der Legenden und der wirklichen 
Uberlieferung bemachtigt, durch Umwandlung der alten Wissen- 
schaft in Legenden und in Mythologie. Der in den Pyramiden und in 
der Sphynx in tiefsinniger und richtiger Weise erklarte Messianismus 
wurde zur Verfolgung beschrankter nationalistischer Ziele und zur 
Aufoktroyierung einer exoterischen und mondbestimmten Religion 
umgewandelt und eingesetzt. Jedwede Spur des agyptischen 
Messianismus hatte zu verschwinden, desgleichen jeder Schliissel zur 
Alchemie von Atlantis (wobei auch die Romer mitwirkten, ohne 
Julius Casar davon auszuschlief^en) und insbesondere muf^te jede 
Spur der Auf^erirdischen und der sich auf Millionen Jahre er- 
streckenden Menschheitsgeschichte ausgetilgt werden, die man 
nunmehr auf hochstens sechstausend Jahre verkiirzte, und die ihren 
Ursprung in einem irdischen Paradies mit einem einzigen Paar 
primitiver Wesen haben sollte. Der Brand der Bibliothek von 
Alexandrien steht damit in Zusammenhang. Dort wird jeder Hinweis, 
insbesondere das Werk von Berosos, das von Begegnungen mit 
Auf^erirdischen und iiber die agyptische Linearschrift, die noch vor 
den Hieroglyphen bestand, berichtet und in welchem die Geschichte 
einer voragyptischen Zivilisation geschildert wird, die derjenigen der 
uns bekannten, schon im Verfall begriffenen, iiberlegen war, 
vernichtet. Die Pharaonen ergreifen lediglich Besitz von einer schon 
verschwundenen Welt, (wie die Inkas in Peru) in der grof^ere Weis- 
heit vorherrschte, von einer Welt, die von der Unsterblichkeit und 
der Wiederauferstehung wuf^te. Die Mumie ist ein Zeichen dafiir. 



212 



da£ man bereits nicht mehr im Besitze des Wissens um den auf- 
erstandenen Osiris war. Moses, der Agypter, hatte sich wohl nicht zu 
diesen ganzen Falschungen hergegeben; und deshalb hat man ihn 
wohl verschwinden lassen. „Seine" Gesetzestafeln, „seine" Schopf- 
ungsgeschichte (Genesis) und besonders „sein" Deuteronomium sind 
nachtraghche Falschungen. Der Stamm Juda, der allerprimitivste, 
hat alles verfalscht, sogar die Geschichte des eigentlichen Israel, und 
er hat das alles in seine Gewalt gebracht. 

Dennoch diirften einige wichtige Papyri aus der Bibliothek von 
Alexandrien noch rechtzeitig gerettet worden sein und sich in den 
unterirdischen Welten befinden. 

Das Deuteronomium ist nicht das „Funfte Buch Moses" 

Salomo (Salman) gelang es weder Steinmetzen und Holzhand- 
werker, noch eine Weisheitsschule heranzuziehen, die in der 
Lage gewesen waren, ihm den Tempel zu erbauen. Er muf^te sich zu 
diesem Zweck vielmehr an den Auslander Hiram, den Konig von 
Tyrus wenden. Nun sind es aber die Ruinen jenes Tempels, in denen 
die Templer ein Geheimnis entdecken. - Oder vielleicht war es nicht 
dort, sondern an dem geheimnisvollen Zufluchtsort des Alten vom 
Berge zu finden, bei den Ismaeliten des Iran, dem Lande, aus dem 
der weise Baumeister Hiram stammte. 

Moses dagegen nimmt keine Riicksicht auf das ihm auferlegte 
Rassengesetz: Er heiratet eine Athiopierin. 

Und in Athiopien findet die Griindung der atlantisch-hyper- 
boreischen Einweihungsschule noch vor der Flutkatastrophe statt. 
Von hier aus brechen die Pharaonen auf, um im Eisernen Zeitalter, 
im Kaliyuga ihre agyptischen Dynastien zu griinden. Pharao bedeutet 
Schmied, der mit Eisen zu tun hat. Deshalb bezeichnen sich die 
Zigeuner, die Sachverstandige fiir das Gief^en dieses Metalles sind, 
haufig als „Pharaonen". Die agyptischen Pharaonen haben, wie 
bereits angedeutet wurde, die in der atlantischen Einweihung 
gegebene Kraft, ihre Korper wieder ins Leben zuriickzurufen. 



213 



eingebiif^t, sie balsamieren die Leiche ein, in der Hoffnung auf das 
Ende der im Kaliyuga wirkenden Verstofflichungen, wo sie dann 
wieder neu belebt wird. 

Wahrend der vielen Wanderjahre in der Wiiste gehen zehn Stamme 
verloren. Am Ende bleibt nur der Stamm Juda, der moralisch und 
intellektuell am wenigsten begabte, iibrig. Er diirfte von einem 
Sheidim, einem halb menschlichen und halb tierischen Wesen ab- 
stammen, wie sich aus Robert Charroux' Veroffentlichungen ent- 
nehmen laf^t. Von hier riihrt auch seine rassistische Besessenheit und 
die Zwangsvorstellung von der Siinde, die eine Siinde gegen die 
Rasse ist. Er entstellt und verfalscht die Uberlieferung der Hebraer 
(habiru) und eignet sie sich selbst an. Wir werden auf dieses Thema 
nochmals zuriickkommen. - 

Nicht Moses, sondern Nehemia und Esra sowie die hundertzwanzig 
Schreiber der Grof^en Synagoge sind die wirklichen Autoren des 
Jiidischen Gesetzes und des Erneuerten Bundes, die Schopfer der 
Thora, was genau der Bedeutung von Gesetz entspricht. Im Jahre 
622 vor unserer Zeitrechnung soil wahrend der Wiedererrichtung 
des Tempels Salomo's ein Gesetzbuch, das Deuteronomium oder 
Fiinfte Buch Moses gefunden worden sein. Und in diesem Dokument, 
von dem man vorher nie etwas gehort hatte, wird nun das jiidische 
Volk verherrlicht und als das „auserwahlte" Volk erklart, dem jede 
Vermischung mit fremdem Blute auf das strengste verboten wird. 

Man gibt ihm die Anweisung, daf^ alle anderen Nationen ausgerottet 
werden miissen und daf^ Jerusalem der einzige Ort ist, wo Jehova 
seine Wohnstatt haben und wo er angebetet werden will. Die 
Hebraer standen in volligem Widerspruch zu diesen Verlaut- 
barungen: sogar Jesaia widersprach ihnen. Der Jehovakult hat sich 
geandert. Jehova ist zu einem unerbittlichen, argwohnischen Wesen 
geworden. Man beginnt, jeden jiidischen Mann und jede jiidische 
Frau zu steinigen, die sich nicht genau an die Gebote und Gesetze 
halten. Es geniigen schon die Erklarungen zweier Zeugen, um das 
Urteil zu vollstrecken. 

Alle Biicher und Schriften werden neu iiberpriift und den neuen 
Verhaltnissen angepa£t. 



214 



Durch das reformierte Gesetz hat nunmehr die Regierung der 
Nomokratie, einer Gesetzesherrschaft begonnen. 

Und diese verkiindet: „Die Proselyten sind fiir das Judentum genauso 
schadlich wie ein Geschwiir in einem gesunden Korper." Nur das 
unvermischte Blut macht von hier ab und in alle Zukunft den Juden 
aus, das Gesetz, welches durch dieses Blut kreist, durch das 
„chromosomatische Gedachtnis". 

Und Skt. Paulus sagt: „Jude ist nicht derjenige, welcher es von au£en 
her ist, sondern von innen her." 

Die Religion des Blutes und die Gegeneinweihung des Neuen 

Bundes 

Es ist erforderlich, dieses einzigartige Phanomen in der Ge- 
schichte der Erde soweit wie moglich leidenschaftslos zu 
untersuchen im Hinblick auf seine Bedeutung und die Auswir- 
kungen, die es in planetarischem Ausmaf^e hat. Moglicherweise ist es 
kaum jemals vorher in anderen kosmischen Zeitraumen, auEer in der 
Kreisung der Ewigen Wiederkehr, und vielleicht auch in Atlantis, 
aufgetreten als wirksame Ursache aller Katastrophen und aller 
Uberflutungen, dort wo sich die Moglichkeit zur Verzerrung eines 
Heiligen Gesetzes bot, die auf Abwege fiihrende Verwendung des 
Grals, des Grof^en Geheimnisses und der grof^en Macht, sobald der 
Tiermensch von einem Archetyp des Golem besessen ist. Mit anderen 
Worten, ein Phanomen der Gegeneinweihung. 

Das jiidische Volk ist kein Volk, sondern eine Blutsgemeinschaft, die 
a posteriori erfunden und von Priestern, die in die Religion des 
Blutes eingeweiht waren, von Grund auf kiinstlich erzeugt worden 
ist, von Gesetzgebern, die den Judaer zu Juden machten und diesen 
Juden das jiidische Gesetz auferlegten. Eine derartig kiinstliche 
Volksschopfung hat in der Weltgeschichte nichts Vergleichbares 
aufzuweisen. Hitler wollte, dem ganz entgegengesetzt, „eine 
vergeistigte Rasse schaffen". Wollen wir uns seine Gedanken 
hieriiber ins Gedachtnis zuriickrufen: „Die geistige Rasse ist dauer- 



215 



hafter als die natiirliche Rasse. Da es nun nicht gelungen ist, eine 
solche Elite endgiiltig heranzubilden, war das Ergebnis dement- 
sprechend". Aber die SS erreichte es beinahe, indem sie dem Gott 
der Verlierer, der Schonheit folgte und Ziele anstrebte, die den- 
jenigen des Judentums entgegengesetzt waren. In ihrem Ursprung 
waren die Arier auch das Ergebnis einer Vermischung mit den 
Engeln, den von der Venus, vom Morgenstern gekommenen, wovon 
uns das Buch Enoch berichtet, und von denen Luzifer einer der 
Fiihrer war, „die sich mit den Tochtern der Menschen vermischten." 
Es sind die halbgottlichen Viryas. Hieraus entspringt dann auch ihr 
starkes Rassebewuf^tsein, jedoch im entgegengesetzten Sinne, damit 
die Erinnerung, die Minne und die Sehnsucht wachgehalten werden. 

Um ihr Werk zu vollenden, mu£ten die Juden alle Quellen des 
Lebens zum Versiegen bringen; sie haben die natiirHche Sonne des 
Blutes vertauscht und haben dafiir Gesetze und Grundsatze einge- 
fiihrt. Der Hebraer war ein Heide, der das VHes, das sonnenhafte 
Stierkalb anbetete. David und Salomo (Salman) waren Dichter. 
Sechshundert Jahre vor unserer Zeitrechnung andert sich alles. 

Als Esra den Erneuerten Bund zwischen Jehova und seinem 
auserwahlten Volke beschworen la£t, so wie man heutzutage einen 
notariellen Vertrag unterzeichnet, soil das Volk geweint haben. Von 
nun an werden dreizehntausendsechshundert Gesetze und Vor- 
schriften von der Wiege bis zur Bahre, vom Erwachen am Morgen bis 
zum Schlafengehen am Abend das Leben des Juden lenken. Ganz 
bestimmt wiirde der Erneuerte Bund von keinem der Propheten 
Israels unterschrieben worden sein. Zukiinftig gab es nur noch einen 
einzigen Gott, einen einzigen Altar, einen einzigen Hohepriester. So 
kann nun Jehova im Deuteronomium so sprechen: „Nur an euren 
Eltern konnte ich Gefallen finden, sie zu lieben und ich habe ihren 
Samen auserwahlt; nach ihnen erwahlte ich euch unter alien 
Volkern." Und da dies „ein heiliges Volk ist, muf^ es als der Altar 
Gottes angesehen werden," es ist also nicht geschaffen worden, um 
zu arbeiten und sich, wie es auch die anderen Volker tun, den 
Lebensunterhalt zu verdienen. 

Wiirde Juda nur seinem Gotte gehorchen und dessen Gebote 



216 



erfiillen, dann hatte es nach Ezechiel das Recht auf alle Giiter der 
Welt. Jehova wird zu den Juden, die den Bund bis zum Ende 
einhalten, immer gut und barmherzig sein, den anderen Volkern 
gegeniiber wird er jedoch grausam, in satanischer Weise sadistisch 
und brutal sein. Nach seiner Weisung miissen alle anderen Volker, 
die nicht der „Rasse", dem jiidischen Blut zugehoren, ausgerottet 
werden. Im Deuteronomium verdichten sich Haf^ und Verachtung, es 
wird Grausamkeit und Terror gepredigt gegen jeden Juden, der nicht 
rechtglaubig ist und der das Gesetz nicht erfiillt. Hier hat man den 
ersten Ansatz zu einer absolutistischen und weltumfassenden 
Regierungsform der Theokratie gemacht. Gefiihle des Mitleids 
gegeniiber nichtjiidischen Geschopfen ist den Juden von Gesetzes 
wegen, durch den Bund mit der Gottheit schon Jahrhunderte vor 
unserer Zeitrechnung verboten worden. „Ihr sollt mir also heilig sein, 
denn Ich, Jehova, bin heilig und ich habe euch abgesondert von alien 
Volkern, damit ihr nun mir gehort", so steht es im Levitikus (3. Buch 
Moses). 



Das Judentum ist, wie das Brahmanentum, nicht missionarisch: 

Jude ist man durch das Blut 

Dieser Versuch einer, sozusagen, biologischen Mutation, der hier 
von den Priestern einer schrecklichen Gottheit unternommen 
wurde, kann ja innerhalb anderer „Kreisungen und Wiederkiinfte" in 
anderen Welten und zu anderen Zeiten mit anderen Absichten 
angestellt worden sein. Eintausendfiinfhundert Jahre vor unserer 
Zeitrechnung griindeten die arischen Rishis fiir das Eindringen nach 
Indien ein auf der Kaste beruhendes System; das „Gesetzbuch des 
Manu" regelte das Leben des Ariers ebenfalls nach Gesetzen und 
Vorschriften von der Geburt bis zum Tode. Der Hinduismus ist wie 
der Judaismus keine Missionierungsreligion, er ist nicht auf die 
Bekehrung Nichtglaubiger ausgerichtet. Ein Ubertritt von Bekehrten 
zum Hinduismus und auch zum Judentum ist nicht moglich. Hindu- 
Arier ist derjenige, der in eine der drei ersten Kasten des 
„Gesetzbuches Manus" hineingeboren wird. Jude ist, wer jiidisches 



217 



Blut in sich tragt und das Gesetz erfiillt bzw. den Bund wahrt. Und 
deswegen konnten die Juden Indiens das Land nicht so durchdringen 
und beherrschen, wie sie es im Abendland taten. Die Gesetze des 
Blutes werden in beiden Fallen erfiillt, nur mit unterschiedlicher 
Zielrichtung. Die Juden, die nach der Zerstreuung zur Malabarkiiste 
gelangten, wurden schlief^lich zu einer „funften Kaste", abgesondert 
ohne Zweckbestimmung. Wie auch die iibrige Bevolkerung sind sie 
durch das Klima verweichlicht worden und haben sich, ohne daf^ sie 
irgendjemand dazu gezwungen hatte, verandert und angepaf^t. 
Vielleicht waren es keine Juden, sondern Hebraer der anderen, 
verlorengegangenen Stamme. 

Die irdische Welt darf in ihrer Perspektive und Tiefe nicht nach 
ihrem blof^en irdischen Zustand beurteilt werden, sondern nach der 
Art, der Beschaffung ihrer Cotter. Der Unterschied zwischen 
Hinduismus und Judaismus laf^t sich nur durch die Beschaffenheit 
und die Wesensart ihrer Cotter erfassen, selbst wenn die 
„Methodologie" von der Reinheit des Blutes bei beiden dieselbe 
geworden ist. - 

Das Blut, der „Motor der Einbildungskraft" 

Wir kehren immer wieder nachdriicklich auf ein Thema zuriick: 
das Blut. In ihm west etwas sehr Ceheimnisvolles. Es scheint 
die geheime Antriebskraft, der Schliissel zu einem weltum- 
spannenden Thema zu sein. Um des Blutes willen iiberwachen die 
Juden die Einhaltung des Bundes und beaufsichtigt Jehova die 
Juden. Und es ist das Blut, vermittels dessen die Hindu-Arier die 
gottliche Maya ihrer Cotter iiber einen ganzen Erdteil verbreiten. 
Eliphas Levi sagt in seinem Buch „Die Wissenschaft von den 
Ceistern": „Das Blut ist der grof^e, sympathische Lebenstrager, der 
Motor der Einbildungskraft, es ist das belebte Substrat des 
magnetischen Lichtes oder der in den Lebewesen polarisierten 
Astralseele, es ist die erste Verkorperung des universellen Fluidums, 
die verstofflichte Lebenskraft." Das ist die geistige, hermetische 
Auffassung vom Blute. Das Astrallicht, das Akasha des Hinduismus, 
in welchem das kosmische, allumfassende Cedachtnis aufbewahrt ist 



218 



das lux naturae des Paracelsus. Es wird einem dann die 
schwerwiegende Bedeutung der jiidischen Methode begreiflich: die 
Reinhaltung des Blutes nicht etwa mit der Absicht, in ihm das 
urspriingliche Minne-Gedachtnis von den gottlichen Urspriingen, von 
der hyperboreischen und auf^erirdischen Vergangenheit wiederzu- 
beleben und sich dadurch aus der Verstofflichung wieder in die 
hochstmoglichen Raume aufzuschwingen, sondern nur deshalb, um 
ihm ausschlief^lich Stoffe, Leitbilder zuzufiihren, die dem Tier- 
menschen, seinen haf^erfiillten Ressentiments und seiner Rachsucht 
eigen sind und diese einem „Gott" zuschreibt, der nichts weiter ist 
als ein Golem, eine Schopfung des menschlichen Verstandes, der von 
einer Gruppe irdischer Wesen Besitz ergreift, um durch sie seinen 
Fortbestand zu ermoglichen und somit sein Leben als Inkubus, als 
Dracula (vom Atherbluten lebender Damon) zu verewigen. Das ist 
die Gegeneinweihung, ein Ereignis, das den Lauf der Dinge in der 
Geschichte der Menschen verandert. 



Die Symbolik der Namen 

Wahrend des Grof^en Krieges suchte ich den Abgrund auszu- 
loten, die geheime Ursache zu finden fiir die Feindschaft 
zwischen den Hitlerianern und den Juden, jene nie offen aus- 
gesprochene oder zur Kenntnis der Massen gebrachte metaphysische, 
mythische Gegensatzlichkeit von Gottern und Damonen, der 
Zustande des Kollektiven Unterbewuf^tseins, wie sie von Jung ent- 
deckt und zum Ausdruck gebracht worden sind. Was hat sich in der 
friihen Vorgeschichte, als ein Prolog zur Geschichte der Erdbe- 
wohner oder der Auf^erirdischen als ein Geschehen zwischen Wesen 
verschiedener Sterne einst einmal abgespielt, das zu jener 
Katastrophe von kosmischen Ausmaf^en fiihrte, die niemand mehr 
ignorieren kann? Ein rassistischer Schriftsteller wie Gobineau 
meinte, die Hebraer seien Arier gewesen. Aller Wahrscheinlichkeit 
nach geschah es im Jahre 1700 vor unserer Zeitrechnung oder einige 
Jahrhunderte spater, wie Spanuth sagt, daf^ aus Indien und dem 
Kaukasus gekommene arische Stamme - dem Atlantis von Helgoland 
- in das nordliche Agypten eindringen. 



219 



Es sind die Mitanniter, die Hyxos. Nach Gerard de Sede befanden 
sich unter ihnen die habiru oder Hebraer. Der Name Israilu oder 
Israelit tritt vor dem Exodus nicht in Erscheinung. Nach Meinung des 
gleichen Autors sollen die Hebraer mit den Peleg oder den Pelasgern 
verwandt gewesen sein. Nach Spanuth sind die in Agypten ein- 
fallenden weif^en Volker Nordatlanter mit blonden Haaren und 
blauen Augen. Sie sind an den Stelen und Friesen der agyptischen 
Bauten abgebildet. Wie wir schon gesehen haben, ist sein Atlantis ein 
letzter Rest von Hyperborea und seine Atlanter sind schon recht weit 
entfernte AbkommHnge jener hochentwickelten auf^erirdischen, 
gottUchen Wesen, die sich verstofflicht haben und kleiner geworden 
sind, die sich der Bronze und des Eisens bedienten und die „von den 
Hirten abstammen, welche sich auf die Gipfel der Berge gerettet 
hatten", wie Solon sagen wiirde. Es sind die Umherirrenden aus dem 
wirklichen Exodus in fortwahrendem, nomadischem Kampfe um 
einen Platz an der Sonne, zu dessen Erringung sie diesen Kampf 
sogar bis nach Kleinasien hineintragen. Von hier werden sie jedoch 
von den Heerscharen Ramses' II. vertrieben und kehren grof^tenteils 
in die Landstriche der vorgriechischen Pelasger und in die weiter 
nordlich gelegenen Gebiete zuriick, wo ausgeglichene geographische 
Verhaltnisse vorherrschen. Es sind die Arier, die Zweimalgeborenen, 
die aus den Fluten nach der Katastrophe auf dem Gipfel des Berges 
der Auferstehung errettet wurden. Nach De Sede kommt die Wurzel 
ar von Arier - Berg. Hierin ist wohl eine Anspielung auf die Errettung 
auf dem Berge Ararat zu sehen, auf der die Arche gelandet sein soil, 
welcher Ausdruck also weniger mit Wasser in Verbindung zu setzen 
ware als mit den Berggipfeln. Durch die Wurzel ar werden also 
samtliche Katastrophen symbolisiert und begrifflich zusammen- 
gefaf^t, da ja auch die ersten Erretteten und aus den Himmeln 
Gefallenen mit ihren Raum-„Archen" auf dem hochsten Polarberge 
aufgesetzt sind. In unmittelbarer, aber auch in esoterischer 
Bedeutung ist Arier der Wiedergeborene, der zweimal d. h. einmal 
auEen und dann spater innen Geborene. Es muf^ so sein im Hinblick 
auf seinen gottlichen, hyperboreischen Ursprung. 

Auch in dem Wort Aragon ist die Wurzelsilbe ar enthalten. In die 



220 



Gebirge Aragons retten sich dann vielleicht die Arier und spater 
lassen sich dort auch die Westgoten nieder, ein Volk gottlicher 
Herkunft. Es ist kein blof^er Zufall, daf^ der Konig Pedro von Aragon 
aufgrund ahnlicher Volkszugehorigkeit ein Freund der Katharer ist 
und im gemeinsamen Kampfe mit ihnen untergeht, noch dazu er 
beabsichtigt hatte, seine Landereien der Verwaltung des Templer- 
ordens zu iibertragen. 

Nach Jung gibt es eine unmittelbare Symbologie, eine synchron- 
istische Sinnbildkunde der Namen. So ist Freud beispielsweise von 
dem deutschen Wort Freude abgeleitet. Die Lehre Freud's dreht sich 
ausschhef^Hch um den Sexus. Adler kommt vom Namen des 
Raubvogels Adler. Die Theorie Adlers beruht auf dem Machtinstinkt. 
Jung geht auf Jugend zuriick; seine Methode hat mit der inneren 
Wiedergeburt, der Wiederverkorperung, der Verjiingung im Selbst, 
im „Self" zu tun. „Wir waren jung und wir sind jung. Unsere Jugend 
wird durch die Jahrtausende des Gestern verknotet." Es ist so, als ob 
man auf dem Bug des arischen Schiffes der Wiederauferstehung, des 
Berges Elbrus, des Ar-arat, dem Berge der tiefsten Mitternacht fiihre, 
auf dem Bug der Ar-che der Sintflut. Die Sinnbildkunde der Worte 
wende ich auch auf mich an: Serrano heif^t Gebirgsbewohner, von 
spanisch Sierra. Gebirgszug. Es gibt Gebirgler in Ar-agon. Meine 
Jugend habe ich zwischen den Gipfeln der Anden verlebt, spater war 
ich im Himalaya und dann in den Pyrenaen und in den Alpen. Ich 
habe das Gefiihl, daf^ die Berge heilig sind; auf ihren Gipfeln kann 
man mit den Giganten sprechen. Hier befinden sich die Ausgangs- 
und die Eingangspforten aus bzw. in die anderen Welten; hier 
erbliihen die Feuerlilien der ewigen Liebe. Wenn die Unsichtbaren es 
mir erlauben, werde ich in die Anden zuriickkehren und dort in der 
Auferstehung entschwinden. 

Als die Hebraer Arier waren 

Vom Berg Elbrus, von der Stadt Asgard im Kaukasus kommen die 
von ihrem gottlichen Helden Wotan oder Odin gefiihrten Arier 
herab. 



221 



Sie erbauen viele Troyas in Erinnerung an das erste in Hyperborea. 

Auch in Kleinasien erbauen die Hirtenkonige in den Gebieten ostlich 
des Nils die Stadt Avaris. In Hyperborea gibt es einen Gott der Liebe, 
der Avris genannt wird. Die Hirtenkonige liegen noch vor dem Bilde 
des Fisches, sie gehoren noch zum Widder des Ram. Es ist das 
Zeitalter des Ramses. Wiederholen wir also erneut, was Plato sagte: 
„Nach der Flutkatastrophe retteten sich nur die Hirten auf den hohen 
Berggipfeln." Auf dem Meru, auf dem Ararat! Zu jener Zeit waren 
die Hebraer noch Arier, wie De Sede schreibt, Dichter und Musiker, 
wie Saul und David. Jehova war Jupiter, der Sohn des Saturn, der 
seinen Wirkungskreis mit Neptun und Pluto teilt. 

Er war noch nicht in das rachsiichtige, auf Ausschlie£lichkeit 
bedachte, argwohnische und launische Wesen verwandelt worden, 
das der Welt soviel Leid bereitet hat. Auch die Hebraer beteten das 
sonnenhafte Goldene Vlies an. Sie waren Heiden, sie „lebten und 
lie£en leben." 

Im darauffolgenden Fischezeitalter wird dann dieses Lamm mit dem 
Damon gleichgesetzt. Baal wird zum Baalcebu oder Belzebub, zum 
Oberhaupt aller Damonen, wie es in der gefalschten Bibel steht. Aber 
Baal, Belen war ein nordischer Sonnengott, er stellte ein viel- 
gestaltiges Wesen wie Shiva oder wie Abraxas dar, das zerstort, um 
wiederaufzubauen, um wieder ins Leben zu rufen. Vielleicht ist 
Baalcebu der Baphomet der Tempelritter, die gleich dem Kaiser 
Julian, dem Abtriinnigen, ebenfalls das Goldene Zeitalter zu neuem 
Leben erwecken wollten. Nach Ansicht von De Sede gibt es in den 
Ardennen Stadte, die den Namen Baal tragen und die unter das 
Zeichen Satans gesetzt wurden, wie Stenay beispielsweise, die alte 
Hauptstadt der Merowingerkonige, Bezug zu Luzifer, dem Gott des 
Lichtes haben diirfte. Gleichermaf^en ist es sehr bedeutungsvoll, daf^ 
Hitler seine letzte Offensive im Rahmen seiner esoterischen Strategie 
in den Ardennen (span, arder gliihen, leuchten; Luzifer) durchfiihrt. 
(„Im Himmel ist es Hitler gestattet worden, eine Tat zu vollbringen, 
die hochstes Erstaunen auslost".) 

Nach Angaben des vorerwahnten Schriftstellers hat man dort die 
Leichen von 90 Giganten gefunden. Wenn auch unter 



222 



Beriicksichtigung jener Beweggriinde diese unerwartete Offensive 
nicht geplant worden ware, was einem bei Hitler eigentlich 
befremdlich erscheint, wenn man gleichzeitig an die esoterische 
Ursache seiner Kaukasus-Offensive und an Stalingrad denkt und 
wenn auch keine willentlich herbeigefiihrte zeitliche Uberein- 
stimmung der Ereignisse vorliegt, so hat doch auf der hier erreichten 
Hohe des Konfliktes ein autonomer Archetyp als wirkendes 
Geschehen Anteil, von welchem die Ereignisse bis in die geringsten 
Einzelheiten gelenkt werden. 

Der Stellvertreter Luzifers, Luzibels der Katharer (Baal, Belen, 
Belizena) setzt das Leben auf der geheiligten Erde der Germanen, 
der Westgoten, der Merowinger, der Ar-ischen Arier, der geheiligten 
Erde des Saturn-Abraxas-Apollo-Luzifer aufs Spiel. Die Ar-dennen 
waren eine Zufluchtsstatte der Eremiten, jener geheimnisvollen 
Weisen des Steines, jener Magier und Astrologen, welche den 
Anbruch des Zeitalters des Heiligen Geistes, der Dritten Person 
verkiinden, wo das Evangelium des Sohnes aufgehoben und durch 
dasjenige des Johannes, der Katharer, des Paraklet, der Taube 
Hyperboreas von Atlantis ersetzt wird. 

Es gibt dort auch einen Wald von Woevre - Woevre-Salde-Isolde-; die 
Schlange Kundalini des Wei£en Gottes Quetzalcoatl. Und gerade 
hier unternimmt Hitler die letzten Anstrengungen zur Riickkehr in 
das Goldene Zeitalter, in das Zeitalter des Saturn und der Rea, wie 
Virgil schreiben wiirde („Und mit einem Geschlecht von Gold, dem 
kostbarsten, wird der Eine den anderen Pol bevolkern"). In diesem 
Gebiet, das noch die alte, heilige Stadt Stenay (Stein!) bewahrt hat! 
Der Stein aus der zerbrochene Krone Luzifers, auch der Steinkelch 
des Heiligen Gral, aus dem die Minnesanger das blaue Blut 
Hyperboreas tranken. - 

Es gibt auf Erden vier verschiedene Menschenarten 

Als die Arier in Kleinasien besiegt werden, neigt sich das Zeitalter 
des Widder (Aries) seinem Ende zu, die Epoche des Goldenen 
Vlieses. Man geht in das semitisch-lunare Fischezeitalter. Aber nicht 
alles stirbt. Das Lamm ist noch an der Krippe und frif^t, gemeinsam 



223 



mit dem Ochsen. Und der Messias ist ein Hirt, ein Hirtenkonig. 1st 
etwa der Nachkomme David's ein Arier? 

Sicherlich waren es Echnaton, der Sonnenanbeter und seine 
Gemahlin Nofretete (ihr von Hitler so bewunderter Kopf im Museum 
von Berlin) : beides Mitanniter. Auch im Wassermannzeitalter besteht 
in der Phiole der Fisch weiter fort und kommt auf irgendeine Weise 
zur Wiedergeburt, als Gefiederte Schlange, feurig, wie Paraklet, die 
Dritte Person, der Gottmensch, mehr Gott als der Sohn, denn er hat 
sich selbst gezeugt, im Selbst, ohne Vermittlung des Vaters und der 
Mutter. Wie der Paradiesvogel sich in seinem Tanze selbst erzeugt. 
Der gefiederte Fisch iiberlebt im Wassermann, in einem Rinnsal. Das 
Wassermannzeitalter ist dasjenige des Heiligen Geistes, des 
atlantischen Christus. Und niemand kann schon mehr das Fische- 
zeitalter retten und auch nicht dessen semitisch-lunare Religion. 

Es ist voriibergegangen, wie auch Baal, der doppelkopfige Widder 
und es gibt keinen Julian, den Abtriinnigen, der es wiederbeleben 
konnte. - 

Nun wollen wir versuchen, den Hauptknoten des dramatischen 
Geschehens, des unlosbaren Geheimnisses, von dem man nicht 
spricht, das man jedoch ahnt, anzugehen. Was geschah mit den 
Habirus, den Hebraern, mit den Israilu, den Israeliten, mit den 
Ebern? Alle befanden sich im Exodus des Linksdrehenden Haken- 
kreuzes, des Hakenkreuzes des Aufbruchs, des Verlustes von Asgard, 
Agarthis, Shamballahs des hyperboreischen Thule, des Sternes. Und 
alle mu£ten sich wieder zusammenfinden in dem Vorhaben zur 
Riickkehr des Rechtsdrehenden Hakenkreuzes. 

Wir haben es zu Anfang schon gesagt: es gibt mehr als eine Mensch- 
heit, vielleicht drei, moglicherweise vier, ebenso wie es vier Kasten 
gibt. Der Prolog zur Geschichte wird nicht auf dieser Erde, sondern 
drauf^en, auf der anderen, im AuEerirdischen geschrieben. Dort ist 
es, wo ein Kampf stattfindet und von woher die Besiegten „wie vom 
Himmel gefallen" in ihren Feuerwagen herabkommen. Es sind die 
Nephilim der Bibel, Riesen aus einer anderen Welt; es sind die 
Tuathas de Dannan, die Osen, die Asen der nordischen Sagen, die 
Kabiren Goethes. Das ist die noch gottliche, erste Menschheit. 



224 



Aber hier auf Erden gab es bereits rein irdische Menschen, vielleicht 
ein schon sehr friih auf diesem Planeten zuriickgebliebener Stamm, 
der sich hier zufolge der Umweltbedingungen oder einer anderen, 
weit zuriickliegenden Katastrophe bis zu einem sehr primitiven 
Zustand verstofflicht hat. Das ist die dritte Menschheit. Von dieser 
hinweg hat sich dann das Tier herausgebildet. Und es geschieht 
nunmehr, daf^ sich die „gefallenen Engel", die NephiHm „mit den 
Tochtern der Menschen vermischten und ihnen die Kunst der 
Kosmetik beibrachten und sie dariiber belehrten, wie sie sich 
verschonern konnten." Die Manner „unterwiesen sie in der Landwirt- 
schaft und in der Kriegskunst". 

Alles das wird uns im Buche Enoch erzahlt. 

Es ist dies der zweite Fall dieser Engel, der am ernstesten zu 
nehmende, der aus Liebe oder aus Notwendigkeit heraus erfolgte. 

Es ist das Gleiche wie beim Spanier in Siidamerika, der sich mit dem 
dort schon ansassigen indianischen Ureinwohner vermischte. 

Aus der Vereinigung der Auf^erirdischen mit den Menschen ent- 
stehen die alten Heroen, die Halbgottlichen, die Viryas. Das ist die 
zweite Menschheit. Eine vierte Menschheit diirfte durch Ver- 
mischung des irdischen Menschen mit den Tieren entstanden sein, 
wovon uns auch die Bibel berichtet. Es sind die Scheidim. 

Jedoch nicht alle Auf^erirdischen vermischen sich „mit den Tochtern 
der Menschen". Und hierher gehoren das Geschehen von Eva und 
Lilith (unirdisches Weib) und die Mitwirkung des Androgynen. 

Diejenigen, die sich nicht vermischt haben, bleiben in ihrem Erdteil 
Hyperborea. Es sind die Divyas, die gottlichen Siddhas. Die Halbgott- 
lichen verlieren aber den Kontakt zu ihnen nicht: denn allein mit 
ihrer Hilfe konnen sie sich wieder verwandeln, das astrale Blut 
reinigen und die Unsterblichkeit wiedererringen. 

Sie bleiben weiterhin die Geistigen Fiihrer. Die Halbgottlichen sind 
die sagenhaften Heroen, die Giganten, von denen uns die alten 
Schriften berichten. Sie leiten die Menschen zur Eroberung neuer 
Landstriche an, nachdem die Katastrophe voriiber ist, die den 
Untergang von Hyperborea und Atlantis herbeifiihrte. Es sind die 



225 



Konige der Giganten, die halbgottlichen Heroen. Alle jene Frauen, 
die in der Legende eine „jungfrauliche Empfangnis" hatten und 
Helden zur Welt brachten, - die von einem mythologischen Wesen, 
einem Stier mit Skafander-hornern oder einem Schwan „in Besitz 
genommen worden sind" haben in Wirklichkeit in Liebesbezie- 
hungen zu einem Auf^erirdischen, einem Gott oder einem Engel 
gestanden, wie es das Bild „Maria Verkiindigung" Leonardo da 
Vinci's an der so schonen und jungen Maria zeigt. Hier enthiillt sich 
moglicherweise das Geheimnis einer nicht sexuellen, telepathischen 
Schwangerung, einer astralen, magnetischen Liebesbeziehung, mit 
einem „genetischen Ubertritt" mittels eines Handzeichens, eine 
unirdische Liebe, wie es auch die zwischen Krischna, dem Gott und 
der Kuhhirtin Radha war. 

So diirften also die Nibelungen von den Wolken, vom Himmel 
gekommen sein. (Nebel, span, niebla; lung - Bewohner, auch 
Bewohner der unterirdischen, Inneren Welt.) Die Westgoten und die 
Merowingerkonige waren gigantisch und sie erklarten, eines gott- 
lichen Ursprunges zu sein wie die chinesischen und japanischen 
Kaiser von der Rasse der Ainus und wie die Dropas des vorbuddhis- 
tischen, mahayanischen Buddhismus, die das Rechtsdrehende 
Hakenkreuz trugen. 

Die Juden sind nicht die Hebraer - Sie haben sich deren 
Uberheferung bemachtigt und sie verfalscht 

A Is die weitentfernten Abkommlinge der gottlichen Hyperboreer 
die eroberten Gebiete Agyptens verlassen miissen, gelingt das 
nicht alien. Einige werden Gefangene, gewisse Habiru-Stamme, die 
Hebraer. 

Es ist ihnen auf^erdem nicht gelungen, ihren Schatz, den Gral 
mitzunehmen, den die heimatlosen Wanderer aus dem sagenhaften 
Norden mit sich fiihren. Die Flucht der Hebraer aus Agypten erfolgt 
mit dem verbliebenen Teil dieses Grals der Arier, der von Moses, 
dem Agypter, fiir sie geraubt wird. Man wird jetzt den tiefen Sinn 
der Kreuzziige besser verstehen und auch, wieso neun Tempelritter 
sich so lange in den Ruinen des Tempels Salomos aufhalten. Sie 



226 



wollen den verlorenen Gral wiedererlangen, der ihnen, den 
nordischen Nachkommen der Hyperboreer, gehort. Das Unter- 
nehmen wird von den Benediktinern und Zisterziensern geleitet, die 
seinerzeit noch ihr keltisches und westgotisches Ahnenerbe wahrten, 
sowie von nordischen Papsten, die aber bald schon verschwinden. 
Gottfried von Bouillon, der erste Kreuzritterkonig von Jerusalem, 
kommt aus Stenay, ist von den Eremiten der Ardennen erzogen 
worden und ist beinahe ein Gigant. 

Im Verlaufe der vierzigjahrigen Wiistenwanderungen verschwinden 
zehn hebraische Stamme. Was ist mit ihnen geschehen? Zuguterletzt 
bleibt nur der Stamm Juda iibrig, der sich mit den Semiten 
vermischte und dabei seine urspriingliche Minne verlor. 

Die Juden haben sich der Uberlieferung bemachtigt und sie geschickt 
fiir ihre personlichen Interessen umgeandert; sie haben die 
Schopfungsgeschichte zersplittert und verfalscht, indem sie den 
auEerirdischen und gottlichen Ursprung der Menschheit verschwin- 
den lief^en aus dem Schuldgefiihl ihres besonderen Siindenfalles 
heraus. Das Wissen um die Zahlen und Namen von Atlantis, die 
arische Kabbala, wird seither bis in unsere Tage zum Zwecke der 
eigenen Machtentfaltung des Stammes Juda verwendet. Auf der 
astralen Ebene hat sich die Umwandlung des Jehova vollzogen. Der 
Mensch besteht nicht langer als seit sechstausend Jahren, und sein 
Ursprung wird als ausschlief^lich irdischer Natur erklart. Spater 
wurde dann der Sinn des Exodus (des Verlassens der Urheimat) in 
den kleinen Exodus des Stammes umgewandelt und man veranderte 
somit die metaphysische Bedeutung der Drehung des Rechtslaufigen 
Hakenkreuzes, indem man es in Jerusalem, „deni einzigen Ort, wo 
Jehova angebetet werden will" anhalt und die gesamten Tranen an 
den verbliebenen Resten der Mauern des Salomonischen Tempels 
vergief^t und nicht an den Eiswallen des verlorengegangenen Thule 
in der Nahe der Saule des Nordens „welche diese Erde mit der 
anderen verband"; mit den Sternen. Sie haben versucht, den Stern 
des Ursprunges vergessen zu machen, indem sie sich gegen die 
Heroen und die Gotter wandten und sich mit denjenigen 
verbiindeten, welche die Giganten, die Gigantenkonige umbrachten 
und aus David einen Morder seiner Ahnen machten. - 



227 



Die tiefliegende Ursache der Feindschaft zwischen Ariern und 

Juden 

Das ware also der ursachliche Beweggrund fiir die Feindschaft 
zwischen Ariern und Juden und dieser mit alien iibrigen Erd- 
bewohnern. Um ihre verfalschte Nationalgeschichte den anderen 
aufzwingen zu konnen, hat man den Bewohnern dieser Erde ihre 
astralen, zu den Sternen reichenden, auf^erirdischen Wurzeln ab- 
geschnitten. Man hat ihnen tausende von Jahren, vielleicht von 
Lichtjahren weggezaubert und man hat sie um das Kosmische ihres 
Daseins, das metaphysische Blut, das Wissen um den Uranfang und 
um den schlief^lichen Sinn der Schopfung und des Lebens betrogen. 
Dieser Verrat an den Dingen der Einweihung diirfte sich beim 
Auszug aus Agypten, wahrend der Wiistenwanderungen und mit 
dem Erneuerten Bunde abgespielt haben. Aber es gibt da sicherlich 
noch etwas Geheimnisvolleres; denn solche an die Grundfesten des 
Seins riihrende Dinge lassen sich nicht ausschlie£lich durch den 
menschlichen Willen bewerkstelligen. Die Katharer glaubten an die 
Existenz eines Prinzips des Bosen, das sich in der Schopfung 
auswirkt und sahen es in dem jiidischen Jehova des Alten 
Testaments, dem Demiurgen dieser Erde verkorpert. Demnach gabe 
es auch so etwas wie eine Besessenheit durch den Damon, eine 
Hingabe an seinen Dienst. Nach der Uberlieferung vollzieht sich 
diese durch einen mit Blut besiegelten Pakt, wie im Faust. Hier 
kommt etwas von Schwarzmagie zum Vorschein. Und in der Luft 
schwingt die unheiltrachtige Andeutung auf das mit, was Charroux 
sich gescheut hat, naher zu erklaren: die Blutvermischung mit einem 
Tier des Sabbats zum Zwecke weiterer Verhartung und Beschwerung 
der Materie. Das heif^t, ein noch tieferer Fall, eine weitere Blutkreu- 
zung und Bastardisierung, die durch eine rassistische, blutbetonte 
Religion bewahrt und aufrechterhalten wird; ein auf die 
Chromosomen iibertragener und ausgeweiteter Bund. Welche andere 
Bedeutung konnte sonst wohl der Ausdruck „fundamentale Unrein- 
heit" haben, den die Hitleranhanger auf die Juden und spaterhin 
auch auf die Zigeuner anwandten, die nach Meinung von Pauwels 
und Bergier aus Tibet gekommen sein sollen? Der Gedanke der Ver- 



228 



mischung mit Tieren ist von Robert Charroux aufgezeigt worden, der 
sich hierbei auf die Geschichte von Jakob und Esau bezieht. Esau 
arbeitete auf dem Felde, er war gutmiitig und naiv. Jakob hingegen, 
ging nicht von daheim weg und blieb stets bei seiner Mutter, der 
Rebekka. Au£er Kochen tat er wenig. Eines Tages kam Esau 
erschopft und hungrig von der Arbeit heim. Er bat Jakob, ihm etwas 
zu essen zu geben. Dieser hatte ein Linsengericht zubereitet und er 
schlug Esau vor, es gegen sein Erstgeburtsrecht einzutauschen. 
Dieser willigte ein, wobei er vielleicht dachte, daf^ der Vater Isaak 
sicherlich Einwande gegen dieses Abkommen erheben wiirde. Esau 
war am ganzen Korper behaart, wie ein Schaf oder ein Lamm. Als 
sein Vater starb, lie£ er ihn rufen. Isaak war bereits erblindet. 
Rebekka bedeckte Jakob mit einem Lammfell (immer wieder taucht 
das Lamm auf!) und brachte ihn zu Isaak, der durch die Beriihrung 
(mit dem behaarten Fell) „sah", daf^ er Esau vor sich hatte. Und er 
bestatigte ihm sein Erstgeburtsrecht. Charroux berichtet uns, daf^ 
Esau moglicherweise ein Scheidim, ein Tier-mensch war, der von 
Rebekka als Folge von Geschlechtsbeziehungen mit einem Tier, was 
in jenen Zeiten haufig vorkam, wie dieser Autor meint, zur Welt 
gebracht worden war. Und sie wollte nicht, daf^ ihre bastardisierte 
Sippe die Oberhand haben sollte. Ware so etwas moglich? Unserer 
Meinung nach lediglich in der bereits erwahnten Weise, durch die 
magische Besessenheit, durch ein Tier, durch ein Sabbatlamm, durch 
dessen astralen Archetyp, einen Gruppengeist. - 

Es kann auch das Gegenteil zutreffen, wonach in der Legende von 
Jakob und Esau genau der Schliissel zur Erklarung jenes Verrats an 
dem von den Vorfahren iiberlieferten Urquell auf den wir hinwiesen, 
zu finden ist. Der Mythus diirfte Zusammenhange aufweisen mit den 
astrologischen Zeitraumen und auch mit den Hirtenkonigen, die sich 
im Widderzeitalter mit Schaffellen bedeckten als Zeichen der Macht 
der Zweimalgeborenen, der auf den Gipfeln Erretteten, genauso wie 
die arischen Brahmanen Indiens ein iiber Kreuz gelegtes Band aus 
weif^er Wolle auf der Brust tragen. Die pelasgischen Konige 
bedeckten sich mit Wolfsfellen. Die widerrechtliche Machtanmaf^ung 
des Jacob durch einen Betrug ist Urbildlich, prototypisch zu werten 
und hat sich durch die Geschichte hindurch weiterhin abgespielt. 



229 



Die halbgottlichen sind gradlinig und offenherzig und sind gegen- 
iiber der Verschlagenheit des Tiermenschen nahezu wehrlos. 

So totet unter Zuhilfenahme einer List, Herkules die Giganten. Und 
immer ist es die Frau, die zu dem Betrug Beihilfe leistet, die 
verauf^erlichte, stofflich verdichtete Eva. Mit List und Betrug hat sie 
ihm geholfen, die Kriege zu gewinnen und ihn von der richtigen 
Richtung des Auszuges vom Rechtsdrehenden Hakenkreuzes, zur 
Heimkehr in das Goldene Zeitalter abgebracht. Die Schwachen 
besiegen stets die Starken, denn sie sind in der Uberzahl und sie sind 
gleichzeitig arglistiger, schrieb einst Nietzsche. Esau ware dann ein 
arischer Hirtenkonig, ein Habiru gewesen. Und hier beginnt die 
Verfalschung, der Betrug. Auch Samson wird durch einen Betrug 
vernichtet. Das Weib schneidet ihm wahrend des Schlafes den 
Haarschopf, den Sitz seiner gigantischen Schopferkraft ab. Im Schopf 
Hegt auch die tantrische Sexualkraft verborgen. Die sich im 
Fischezeitalter durchsetzende semitisch-mondbezogene ReHgion 
versinnbildHcht die Entmannung durch die kirchHche Tonsur und die 
Unfruchtbarmachung dadurch, daf^ man das Haar der angehenden 
Nonne abschnitt. St. Paulus erklart, daf^ er aus alien Christen 
Eunuchen machen mochte. Die Konige gottlichen Ursprungs hatten 
dichten Haarwuchs, sie waren am ganzen Korper behaart und 
schnitten sich, als Zeichen ihres Konigtums, niemals die Haare. Die 
Pelasger waren behaart. Die Sikhs in Indien, eine kriegerische Rasse, 
schneiden nie ihr Haar. Es sind Arier aus der Zeit des Einfalles von 
Alexander d. Gr. Auch die merowingischen Konige werden eines 
Tages aus ihren Grabern wiederauferstehen mit ihrem mahnen- 
gleichen blonden, hyperboreischen Haupthaar. Auch die Hirten- 
konige der Hyksos sollen dichten Haarwuchs gehabt haben und, wie 
Esau, langes Haar. Wie das Lamm des Rama im Zeichen des 
Widders! 

„Jakobs Geschichten" 

In „Jakobs Geschichten", um einen Buchtitel Thomas Manns im 
Plural zu gebrauchen, well es ja mehr als eine Geschichte gibt und 
man niemals wei£, welche die wahre ist, hat man ebenfalls die 



230 



Daten verfalscht. Wenn dem nicht so ware und wenn der Jakob, von 
dem man uns erzahlt, tatsachlich der Begriinder der zwolf Stamme 
Israels ist, dann haftet an alien und nicht nur an Juda das Stigma 
echten Betruges. Aber dieser Jakob muf^ der Prototyp des Stammes 
Juda sein. Wie Gerard de Sede schreibt, taucht der Name Israel erst 
bei dem Auszug aus der Wiiste auf. Der Kampf jenes Jakob mit dem 
„Engel" diirfte, sofern es nicht einer von Enochs Engeln oder ein 
Auf^erirdischer war, mit Esau gefiihrt worden sein oder mit einem 
seiner Anhanger, die den Verrat und den Schwindel zu rachen 
versuchten, die Anmaf^ung der obersten Fiihrung des Geschlechts 
der Halbgottlichen, der Giganten. Weshalb sollte Jakob mit einem 
„Enger' kampfen miissen? Der „Enger' wird einer der iiberlebenden 
Giganten der nordisch-hyperboreischen Rasse gewesen sein, bei 
deren Entthronung und Vernichtung die Juden den Tiermenschen, 
den Pasus, Hilfe leisteten. Wie soil einer wissen, ob die anderen 
Stamme Israels nicht auf irgendeine Weise umgebracht worden sind, 
zusammen mit Moses, dessen Verschwinden auch in Dunkel gehiillt 
bleibt. 

Unserer Meinung nach hat man diese ganze Erzahlung zu einem 
Mythos gemacht, wie die Berichte Homers iiber Troya. Das wirkliche 
Geschehen wird uns immer unbekannt bleiben, denn hier konnen 
keine erfolgreichen Ausgrabungen stattfinden, die Ruinen ans Licht 
brachten. Ganze Berge von Unwahrheiten und historischen Fal- 
schungen sind hier aufgehauft worden. Mit Sicherheit kann man nur 
eines wissen, dafi am Anfang der Betrug stand. 

Unser Bestreben ist es nun, dieses Geheimnis zu durchdringen, 
wobei wir uns der Einweihung des Goldenen Bandes und der 
Erkenntnisse des Esoterischen Hitlerismus bedienen. Das Problem ist 
niemals vorher derartig eingehend und griindlich behandelt worden. 

Es gibt ein auf^erordentliches Buch, bedauerlicherweise mit iibel- 
wollender Tendenz, von Gerard de Sede: „La Race Fabuleuse" (Die 
fabelhafte Rasse). Wegen jenes antigermanischen, antinordischen 
Vorurteils das unter Galliern (Franzosen) so verbreitet ist, versucht 
der Autor, die Merowinger und die Franken in Juden umzuwandeln. 
Er kehrt alle Begriffe um, denn wenn die Hebraer in ihren Anfangen, 



231 



vor der Vermischung mit den Semiten bei ihrem Auszug in die 
Wiiste, Arier gewesen waren, wie er versichert, dann ist nicht 
einzusehen, wieso jene - denen es gelungen war, sich beizeiten nach 
dem Norden zuriickzuziehen und sich in Europa von neuem mit den 
anderen arischen Stammen zu vereinen, den Uberlebenden der 
Katastrophen, die Atlantis, Helgoland, Gobi und Asgard iiberfluteten 
(Spanuth bestatigt uns dies) und die nicht an diesem kleinen und 
todlichen Auszug teilgenommen haben - und ihre merowingischen 
Nachfahren an der Vermischung mit den in der Wiiste Sinai 
Umherirrenden teilgehabt haben konnen. Laut den beigebrachten 
Pramissen des Autors, sollen die Juden einst Arier gewesen sein, das 
heif^t Hebraer, nicht jedoch die Merowinger Juden. Diese sind 
ausschlie£lich Arier. 

Ware der Sachverhalt so, wie er uns von Gerhard de Sede 
dargeboten wird, dann lief^e sich die unerklarliche Geschichte Frank- 
reichs seit dem Mittelalter bis in unsere Tage besser verstehen, und 
man konnte jene irrationale und tiefgehende Abneigung so vieler 
gallischer Schriftsteller und Denker, unter anderem Charpentier, 
Charroux und auch De Sede gegen die gotische und germanisch- 
nordische Ethnologie begreifen. Wenn die Franzosen und sogar die 
Basken Juden sind, wie man es aus den Schluf^folgerungen De Sedes 
entnehmen kann, und wenn auch das englische Konigshaus jiidisch 
ist, dann lie£e es sich archetypisch, vor einem allegorischen Hinter- 
grund, erklaren, daf^ es baskische Viehhirten waren, welche die auf 
dem Montsegur befindlichen Katharer verrieten, indem sie dem 
Simon de Montfort Kenntnis von einem geheimen Pfade gaben, der 
auf den Berggipfel fiihrte. Und es ware dann auch gerechtfertigt, daf^ 
zu der Zeit, als siebenhundert Jahre seit dem Fall der Katharerburg 
vergangen waren, ihre rassenmaf^igen und geistigen Nachkommen, 
die Anhanger Hitlers, die angebliche Bombardierung von Guernica 
durchfiihrten. Es wiirde seinerseits auch die Vernichtung der 
Katharer und Templer durch einen franzosischen Konig, der das 
gottliche Konigtum widerrechtlich an sich gerissen hat, erklaren; 
denn es war ja das Bestreben der Templer, dieses Konigtum wieder 
einzufiihren. Und man wird dann auch den tief verwurzelten 
Antigermanismus der britischen Krone sowie die Betatigung De 



232 



Gaulles in der „Resistance" begreifen und kann - zum anderen Ext- 
rem hin - die heldenhafte Verteidigung des Hitlerbunkers in Berlin 
durch die franzosische SS-Division „Charlemagne", des miitterlicher- 
seits merowingischen Konigs, entsprechend bewerten. 

Die Merowinger stammen von einer Rasse von Giganten, von halb- 
gottlichen Auf^erirdischen ab, wie auch die Westgoten. - 

Der Jude erhebt das Teil iiber das Ganze: Jehova, Marx, Freud 

Es muf^ gesagt werden: An ihren Gottern werdet ihr sie erkennen. 
Die Arier sind Heiden, und ihre heidnischen Gotter leben und 
lassen leben. Manchmal geraten sie in Streit und es kommt sogar 
zum Kriege; das aber niemals wegen eines geistigen Ausschlief^lich- 
keitsanspruches, sondern wegen einer Aufgabenteilung zur Wahrung 
des eigenen Wirkungsbereiches oder zum Zwecke eines krieger- 
ischen Turnierkampfes, als Kriegsspiel. Andererseits ist der alleinige 
Gott der Semiten auf Ausschlief^lichkeit bedacht. Vor seiner Wahr- 
heit existierte keine andere und auch nicht danach. Es gibt keinen 
neuen Avatar, auch von einer Wiedereinkorperung weif^ man nichts, 
noch von einer Auferstehung der Gotter. 

Vor Christus hat die ganze Menschheit im „Irrtum des Heidentums", 
in der Siinde gelebt. Und das stellt man nicht nur in der Religion 
fest. Man versichert uns auch, daf^ vor Marx niemand die Wahrheit 
erkannte, da£ sich alle geirrt haben. Nichts war vor ihm, und nichts 
wird nach ihm sein. Der Jude erhebt das Teil iiber das Ganze. Fiir 
Freud gibt es als Hintergrund eines beliebigen Geschehens nur den 
Sex. Fiir Marx - nur die Wirtschaft. 

Ubrigens wird immer der Nachdruck auf etwas gelegt, das, obwohl 
es an sich nicht minderwertig ist, minderwertig gemacht wurde, um 
es dem Hoherwertigen entgegensetzen zu konnen. Weder Freud hielt 
den Sexus fiir eine Gottlichkeit, noch machte Marx aus der Wirt- 
schaft eine Entelechie. Beides, Sexus und Wirtschaft, hatte man 
vorher zu dunklen Kraften der Materie erniedrigt, die lediglich aus 
mechanistischer Dialektik heraus wirksam sind und eine nivel- 
lierende Wirkung nach unten hin ausiiben dadurch, da£ sie die 



233 



Neigungen des pasu versinnbildlichen, den Aufstand der Sklaven, 
wie Nietzsche meinte. 

Bei dem Arier Jung findet so etwas nicht statt; er sucht die Ganzheit 
des „unus mundus", den Ausgleich zwischen den vielseitigen 
Bestrebungen, die Harmonie. Das Gleiche geschieht bei Abraxas- 
Luzifer- Shiva-Apollo, dem Gott des Lichtes und der Schonheit, und 
dem Atlantischen Christus. 1st der Arier unduldsam geworden, dann 
nur, well er in religioser oder philosophischer Beziehung verjudet, 
semitisiert worden ist, oder aber als Reaktion gegeniiber einer ihm 
auferlegten fremden Auffassung von der Welt und dem Leben, weil 
man ihn um seine Weltanschauung gebracht hat. 

Jehova duldet keine anderen Gotter neben sich, er ist eifersiichtig, 
lunar, besitzgierig, auf Ausschlief^lichkeit bedacht. Das trifft auch auf 
den alleinigen Gott des Christentums zu, der so grundverschieden ist 
von der arischen Anschauung Leibnitz' mit seiner Vielzahl von 
Monaden, oder dem hinduistischen Samkhya, mit seinen zahlreichen 
Puruschas, von denen ein jeder vollendet, ein Ganzes in sich ist. Es 
gibt keinen echten Arier, der, auch wenn man ihn scheinbar bekehrt 
hat, ein Monotheist sein konnte oder ein wirklicher Fanatiker; er 
wird immer ein Heide bleiben mit seinen vielen Gottern und 
Damonen, wie die Griechen, die Hindu, mit einem gewissen shivai- 
stischen Anflug seiner Lebensanschauung, denn grof^ war die Anzahl 
seiner auf^erirdischen Ahnen, der hierher gekommenen „Engel". 

Wo auch immer Ausschlief^lichkeit, Teilung des Ganzen herrscht und 
keine Ganzheit des Seins, da kann es keine Freude geben, weil es 
weder Beriihrungspunkte noch ein Einssein mit dem „lebendigen, 
atmenden Kosmos" gibt. Das ist in den marxistischen Landern der 
Fall, wo „alles haf^lich geworden ist und sogar das Gras traurig 
aussieht", da diesen Landern dort eine dem jiidischen Kahal ahnliche 
Lebensordnung aufoktroyiert wurde, wie es uns Henry Ford in 
seinem Buche „Der Internationale Jude" bestatigt. 



234 



Die beiden Hakenkreuze 

In mehreren seiner Biicher wiederholt Gerard de Sede die nach 
dem Grof^en Krieg so gangige Dummheit: der Hitlerismus habe 
das Unheil bringende Rechtslaufige Hakenkreuz gewahlt, weil es sich 
entgegengesetzt zur Drehrichtung der gegenwartigen Erde bewege. 
Als ob es deshalb notwendigerweise schlecht oder bosartig sein 
miif^te! Andere hatten es schon friiher gehabt, so das Tibet der 
Dropas. Es gibt kein Hakenkreuz, das unheilbringend oder diabolisch 
ware; beide stellen metaphysische Wahrheiten in der Symbolsprache 
der Runen dar. Welche man davon auswahlt, ist auch symbolisch 
und die Auswahl erfolgt nicht willkiirlich, sondern im Einklang mit 
dem Archetyp. Man sagt, da£ die Merowingerkonige bei ihrer Geburt 
mit einem roten Kreuz unter dem Herzen gekennzeichnet wurden. 
Sicherlich war das ein Rechtslaufiges Hakenkreuz, das dem Kreuz so 
ahnlich ist, auch in der roten Farbe der Templer. Es sind das die 
genetischen, korperlichen Zeichen einer durch Vererbung iiber- 
tragenen Einweihung eines halbgottlichen, von den Ahnen iiber- 
lieferten Ursprunges, auf das ich in meinem Buch Elella {Ersie) Bezug 
nehme: Das Zeichen der weif^en Lepra, wie beim Pandukonig in der 
Mahabharata, das sich von Gipfel zu Gipfel iibertragt, vom Himalaya 
zu den Pyrenaen und von dort zu den Anden. Das Zeichen dessen, 
was vom astralen Feuer der KundaHni, der Weif^en Gotter, des 
Quetzalcoatl erfa£t wurde. 

Die Templer woUten das Konigtum gottlichen Ursprungs 

wiederherstellen 

HochstwahrscheinHch ist eine weitere Ursache fiir die Vernich- 
tung der Templer durch einen betriigerischen franzosischen 
Konig, der nicht vom Geschlecht der halbgottlichen Merowinger 
abstammte, darin zu suchen, daf^ diese den Gedanken des mero- 
wingischen und westgotischen Konigtums, vom Gerechten Konig, der 
nicht unmittelbar, sondern als Beauftragter des Unsichtbaren Konigs, 
des Double, des astralen Archetyps des Konigtums regiert. Der Konig 
der Welt ist zu erhaben, zu hochstehend und iiberlegen, um unmit- 



235 



telbar die Herrschaft auszuiiben; er laf^t dies durch einen Mittels- 
mann, seinen Schatten tun, den er sozusagen telepathisch leitet und 
beschiitzt, wie eine Termitenkonigin. Er wird niemals ein Gewalt- 
herrscher sein im Stile jener Parodie eines Sonnenkonigs der 
Ludwige. Der Konig gottlichen Ursprungs ist wie der Imam der 
Ismaeliten, ein Abglanz des Anderen, himmlischen Imams, oder wie 
der essenische Meister der Gerechtigkeit, von dem man niemals 
spricht; oder wie der japanische Kaiser, der Tenno, vor dem man den 
Blick senkte, well sein Licht ein Abglanz des Lichtes der Sonne, 
seines Vaters war, ebenso wie das Licht der gelben Sonne nur der 
Widerschein der Schwarzen Sonne, und diese wiederum der 
Widerschein des Griinen Strahles ist. Dies war auch die Auffassung 
des Imperators der Rosenkreuzer, des Grof^en Khan sowie des 
Fiihrers der alten Mannerbiinde, des Dalai Lama und des 
katholischen Papstes. Seine Unfehlbarkeit flief^t ihm aus dem 
Astraldoppel zu, aus einer „Parallelwelt". Aber die Rosenkreuzer 
meinen, der Papst habe sich die Tiara des Imperators angeeignet. 
Der Konig ist ein Eingeweihter Magier, ein kampferischer Priester. 
Auch der Pharao war ein solcher. Er ist wohl als ein Faktor des 
katalythischen Gleichgewichts anzusehen, der eine wichtige 
magisch-liturgische Arbeit vollbringt, wobei er in der Lage ist, das 
Klima zu verandern und sogar den Verlauf der Jahreszeiten zu 
iiberwachen, wie der Hauptling der indianischen Pueblos es Jung 
versicherte: „Die Sonne wird nicht mehr zum Vorschein kommen, 
denn jetzt hat man es uns nicht gestattet, ihr zu helfen, sich des 
Morgens zu erheben..." Ein Konig, der es nicht rechtzeitig regnen 
lassen kann, wird zum Opfer gebracht; denn er ist kein Gerechter 
Konig. In gleicher Weise wurden die Rishis im Kulutal des Himalaya 
behandelt, wie es in meinem Buch „Die Besuche der Konigin von 
Saba" geschildert wird. War im alten Kaiserreich China der Kaiser 
nicht gerecht, so verkiimmerte die Musik des Reiches. Es gab keine 
Harmonie, kein Zwiegesprach mehr. 

Das gottliche Konigtum der Westgoten und Merowinger wird durch 
das Blut der Auf^erirdischen iibertragen, das durch ihre korperlichen 
und astralen Blutgefaf^e flief^t. Das Blut der Nibelungen! Die 



236 



Einsetzung in das konigliche Amt ist eine Einweihungszeremonie, 
wahrend der das in einem geheiligten Gefaf^ enthaltene Blut, das 
blaue Blut der blauen Wesen Hyperboreas, der Geistigen Fiihrer von 
der Farbe Krischnas und Shivas, getrunken wird. Somit ist die Grals- 
legende, die von den Benediktinern und Zisterziensern iiberliefert 
und von den Tempelrittern verkorpert wurde, nur oberflachlich 
christianisiert worden; denn der Gralsbecher ist in diesem Falle auch 
der Griine Stein aus Smaragd; der Stein von Venus-Luzifer, des 
Morgensternes, der im Blute des Konigs von Hyperborea, des Konigs 
der Welt aus der Rasse der Westgoten und Merowinger enthalten ist. 

Nun kann man wohl sicherlich besser die Furcht und den Haf^ von 
alien denjenigen ermessen, die sich nicht nur in Frankreich, sondern 
auch in Rom oder in Judaa widerrechtlich in den zeitweisen Besitz 
dieser gottlichen Kraft gebracht haben. Im Gralsbecher ist das 
Wunder vom Ursprung gottlichen Blutes, auf^erirdischen Blutes 
bewahrt. Er wird von Amfortas, Anfortas-Fischer, der im Fischezeit- 
alter zufolge einer semitisch-mondbestimmten religiosen Anschau- 
ung in seiner Mannbarkeit verwundet worden ist, bewacht. Sein 
Land ist verwiistet worden. Dennoch bleibt er im Grunde genommen 
ein Hirtenkonig, ein Kastiu, d. h. ein Gebirgler, ein in den Bergen 
Erretteter, ein Wiedergeborener, als Parzival, der „Reine Tor", der 
Erbe, zu ihm kommt, der den Thron wiedererrichten und die Erde 
verjiingen wird; der neue Gralskonig aus dem Blute der auf den 
Gipfeln Erretteten, der Ar-ier, der den Weg ins Goldene Zeitalter nun 
einschlagen wird. 

Die Merowinger stammen von einem legendaren und mythischen 
Konig Meruweg oder Merouweg ab, der sicherlich ein eponymischer 
Gattungsname ist wie der des Herakles. Sie kommen her von einem 
hyperboreischen Giganten, einem Auf^erirdischen. Meru ist der 
Heilige Berg der Arier in Indien und Weg hat dieselbe Bedeutung 
wie im Deutschen. Die Merowinger sind also die vom Meru 
gekommenen Arier, die auf dem Wege zum Berge der Einweihung 
Shivas (Meru ist doppelt so himmlisch wie der Kailas) in der 
Richtung des Rechtslaufigen Hakenkreuzes voranschreiten. Und auf 
dem Gipfel dieses Berges geschieht es, daf^ die Vorfahren den 



237 



Gralsstein mit dem Schliissel zum Ursprung, der Offenbarung vom 
Pol und des Wissens der Auf^erirdischen empfangen; und hier treten 
sie in Verbindung zu den Geistigen Fiihrern, die fortgegangen waren, 
die nicht zu Fall gekommen waren, zu den Grof^en Urahnen, zur 
unsichtbaren Erde, dem Erdinneren. Vom Berge Meru kommen auch 
die Maorus Indiens, die in den Vimanas (Flugschiffen) flogen, die 
Dropas Tibets, die Ainus Japans, die ersten Mauries der Kanarischen 
Inseln, die Chachapoyas aus Siidamerika, die Pelasger, die Tuathas 
de Dannan, die Friesen, die Nephilim und die Nibelungen. - 

Die Gralskonige, wie Parzival, sind im Walde der Woevre-Salde, der 
Schlange Kundalini erschaffen worden und sie sind durch ihr Blut 
geheiligt, in dem die Minne der Erinnerung an diesen gottlichen 
Ursprung flief^t. Gralskonig kann man nur dank seines Blutes sein. 
Um die Erinnerung aufzufrischen, trinkt er es in der Zeremonie des 
Minnetrinkens, wohingegen die eingeweihten Troubadoure die Sage 
vom Auszug und von der Heimkehr besingen. Das ist das Mysterium 
des Gral, das mit den Templern verschwindet. Aus diesem Grunde 
gehen jene neun Ritter nach Jerusalem, um den ihnen abhanden 
gekommenen Schatz zuriickzugewinnen. 

Vor den Templern hatten die Druiden die Wiedererrichtung des 
gottlichen Ordens beabsichtigt und nach ihnen die echten Rosen- 
kreuzer. In der groben Verstofflichung der sichtbaren Erde, verlieren 
sie alle. Ihr Gott ist der Gott der Verlierer in der astrologischen 
Epoche des Kaliyuga. Sie wissen das und sie widerstreben nicht iiber 
das Maf^ des Erlaubten hinaus. Das Bose bekampft man aus Pflicht, 
wegen des Karmas, als Karma-Yoga. Die Schlacht, der Kampf ist das 
Yoga des Wiederaufstieges, es ist das Dharma, wie es Krischna in der 
Bhagavat Gita erlautert. Templer und Rosenkreuzer leisten keinen 
Widerstand; es hat den Anschein, als ob sie nicht gewinnen wollen, 
als wenn sie es zulie£en, zu verlieren, nachdem sie die Bedingungen 
des Kampfes dargelegt haben. Auch die westgotischen Konige 
verfliichtigen sich von der Nacht auf den Morgen; wie durch Zauber- 
hand verschwindet ihr auf^erordentliches Imperium, nachdem es sich 
von Siidfrankreich bis nach Toledo und Andalusien erstreckt hatte 
und nachdem auch Rom unter Alarich erobert worden war. Nichts 



238 



bleibt iibrig. Auch die esoterischen Hitleranhanger wissen, daf^ es 
unter diesen Zeitumstanden besser ist, zu verlieren, wenn sie nur 
den Betriiger entlarvt haben. 

Die Siinde wider die Rasse und das Schuldgefiihl 

Um nun diese Gedankengange miteinander zu verbinden bei 
dem Versuch, die ursachlichen Zusammenhange im Schicksal 
des jiidischen Volkes, das durch den Exodus und den Erneuerten 
Bund entschieden wurde, aufzuklaren, sei festgestellt: es ist durch 
einen iiberlebenden Stamm an dem Erbgut und der Uberlieferung, 
die den Ariern gehorte, ein Betrug und eine hinterlistige Falschung 
veriibt worden. Um die Spuren dieser Tat zu verwischen, hat man 
das Wissen um Atlantis, das auch Erbgut der Hebraer war, verfalscht. 
Und diese Falschung blieb die Jahrhunderte iiber bestehen. Alles ist 
verfault, stinkend. Und das erstreckt sich noch weiter in die Zukunft. 
Der Messias oder Konig der Juden, der unter gro£er Geheimhaltung 
im Schof^e der Logen und in den Zentren der weltlichen Macht nach 
dem im Grof^en Krieg erzielten Triumph vorbereitet wird, wird eine 
Parodie auf den Konig der Welt gottlichen Ursprunges, des Giganten, 
des Imperators der Rosenkreuzer sein. Auch das „auserwahlte Volk" 
ist eine Parodie auf die halbgottlichen Viryas, die Heroen auf^er- 
irdischer Herkunft. Das unertragliche Schuldgefiihl, das der Jude mit 
sich herumtragt, beruht auf jenem schuldhaften Geschehen bei 
seinem personlichen Exodus und dem von ihm gehiiteten Geheimnis 
dariiber, daf^ er alles verfalscht hat und selbst zum Bastard 
geworden ist; auf seiner Siinde wider die Rasse, seiner Unreinheit 
und dem an den ersten Hebraern veriibten Verrat, die nach Meinung 
De Sede's und Gobineaus Arier waren. Heutzutage hat sich der Jude 
einer am tiefsten Punkte des Kaliyuga befindlichen verstofflichten 
Welt fiir kurze Zeit aufgedrangt. Um sein Gewissen zu besch- 
wichtigen, war er bestrebt, die ganze Welt mit seinem Gefiihl der 
Ursiinde zu infizieren. Er hat vor, diesen Komplex einer ewigen 
Schuld in die Seele der durch ihn zugrundegerichteten Germanen, 
insbesondere deren Jugend, einzupragen indem er sie des Volker- 



239 



mordes bezichtigt. Die Siinde ist gleich der des Adams und muf^ 
nach einem schicksalshaften, fiir die ganze Menschheit tragischen 
unausweichlichen Gesetz des „Kollektivkarmas" von den Vatern auf 
die Sohne iibertragen werden, wie im Alten Testament. Und das 
Mitleids- und Reuegefiihl der Welt dient dann ihrem eigenen Vorteil. 
Nur deshalb ist ihnen heute, gestern und morgen alles gestattet. - 

Und dennoch war es der Jude, durch den dieser Streit der Gotter 
und Damonen, von Blutarten und Rassen in die Welt getreten ist, fiir 
den es, mit Ausnahme von Explosionen als Reflex dieses mit anderen 
Mitteln schon nicht mehr losbaren dramatischen Geschehens, keinen 
Ausweg mehr gibt, weil er sich schon auf die Archetypen, die Gotter 
verlagert hat. Weder der eine noch die anderen konnen nachgeben. 
Der Jude weif^ das, wie es auch die Nachkommen der Hyperboreer 
wissen. Jeder Triumph wird relativ sein miissen; denn das Drama 
spielt sich nicht hier ab, sondern in der Welt der Werte, auf der 
Anderen Seite. 

Nicht richten, sich nur widersetzen 

Und bei alledem kann man hier nicht richten, nicht einmal 
diejenigen, die wahrend des andauernden Abstieges der 
Schopfung auf eine Stufe tiefer gesunken sind! 

Irgendjemand ist vor Lichtjahren zuerst gef alien, verhartete, 
sonderte sich ab und trennte sich, indem er den anderen Teil seines 
Wesens nach au£en schleuderte, der bisher noch nicht wieder in ihn 
zuriickgekehrt ist. Es ist der Vorgang der kosmischen Verstofflichung 
insbesondere auf unserer Erde, des „funften Himmels nach unten", 
wo ein fremdes Prinzip, die Verneinung, das Bose auftritt und alles 
durcheinanderbringt. Danach fallt der Engel herab und vermischt 
sich seinerseits mit den „Tochtern der Menschen". Am tiefsten Punkt 
des Kaliyuga muf^te eine weitere Vermischung stattfinden. Und sie 
fand statt. Noch eine Siinde wider die Rasse. Nach Plato tragt eine 
Siinde wider die Rasse schuld am Versinken von Atlantis. Aber die 
Heroen, die Viryas haben sich mit Hilfe der Hyperboreer gewandelt, 
verwandelt und erlangen die Unsterblichkeit wieder, wobei sie in 



240 



eine Welt eintreten, die sich noch im Goldenen Zeitalter befindet. 
Man wird daher verstehen, daf^ es in der Schopfung, und wir wissen 
nicht, ob nur „im fiinften Himmel nach unten", zu einem Widerstreit, 
einem heiligen Kampfe kommen wird; denn es kann ohne Wider- 
stand nicht zugelassen werden, daf^ man im kritischsten Augenblick 
der Verstofflichung noch tiefer fallt und den gottHchen Ursprung der 
Heroen ganz in Vergessenheit geraten la£t und man sie, wie es mit 
den Giganten geschah, mit List und Verschlagenheit zerstort, um 
dann den MateriaHsmus des Pasu, des Schudra, des Tiermenschen 
einzufiihren und diesen zu verherrHchen, was zur endgiiltigen 
Verdammnis des Planeten fiihren wiirde und die schHef^Hche Um- 
gestaltung und Vergeistigung auf seinem symboHschen Weg des 
Rechtsdrehenden Hakenkreuzes, der Riickkehr in die das KaHyuga 
beendenden Hchtvolleren Zeitalter unmoglich machte. Diese 
Anstrengung kann nicht nur allein von der Natur unternommen 
werden, ohne den entschlossenen Eingriff des Magiers, des 
magischen Menschen. Deshalb tobt ein Grof^er Krieg, und der Orden 
ist derjenige der Eingeweihten Krieger. Jeder Versuch, das Goldene 
Zeitalter wieder herbeizufiihren, wird nicht vergeblich sein. Die 
vereinten Anstrengungen, die von der Inneren Erde her von den 
unsichtbaren geistigen Fiihrern gelenkt werden, werden am Ende 
ihre Friichte zeitigen, viel friiher als man annimmt. Und die toten 
Heroen werden wieder zum Leben erweckt. - 

Kann man aufhoren Jude zu sein und wieder Hebraer werden? 

Wenn wir beabsichtigten, den jungen Juden, die sich iiber den 
wahren Wert und Sinn des Erneuerten Bundes Gedanken 
machen, eine Antwort zu geben, dann konnten wir den Schluf^ 
Ziehen, daf^ nicht alles verloren ist (und zwar in dem Augenblick, wo 
ihre Eltern glauben, daf^ sie alles gewonnen haben). Das in diesem 
Buch Dargelegte hat hohen Symbolgehalt und bezieht sich auf 
metaphysische Ereignisse, wenn diese auch synchronistisch sind. Als 
jemand einmal schrieb, die Juden hatten durch die Vermischung mit 
dem Tier die „Sunde wider die Rasse" begangen, dann diirfte das 



241 



einem symbolischen Akt von schwarzer Magie entsprechen, wie wir 
schon sagten. Das „Tier" ist ein mythisches Wesen des Sabbat. Der 
Bund ist nicht irreversibel, d. h. er ist wohl umkehrbar, sodaf^ sich 
jemand aus ihm losen kann, um wieder zur Offenbarung der 
hyperboreischen Urgriinde zuriickzukehren, vom Mondhaften erneut 
zum Sonnenhaften hinzugehen mit Hilfe der Alchemie der 
Mutationen und Transmutationen der Weif^en bzw. Orphischen 
Kabbala, derjenigen der Mantrams, die auch Konig Saul verwendete. 
Und das geschieht alles mit Hilfe der Inneren Welt, wo man stirbt 
um mit neuem, gereinigtem Blute wieder aufzuerstehen, geschieht 
durch das Reinigen des Blutes von Akasha, um sich von der Kontrolle 
befreien zu konnen, die die Schwarzmagier durch die Anwendung 
der entarteten Zahlen- und Namenskabbala iiber dieses ausiiben, 
und um das saubere, reine Wasser der Minne, der weit zuriick- 
liegenden Erinnerung an Hyperborea und des Auf^erirdischen wieder 
hervorquellen zu lassen, um sich in den tiefsten Wasseradern zu 
verwandeln, wenn das noch moglich sein sollte. Das Blut ist es 
hauptsachlich, durch das wir immer noch des Akasha-Gedachtnisses 
inne werden. Wenn sich einige Menschen in halbgottliche Viryas und 
diese wiederum in unsterbliche Divyas verwandeln konnten, dann 
konnte auch der Jude sich (wieder) zu einem Hebraer, in einen 
Habiru, einen Abkommling eines Kabiru oder Kebiren, in einen auf 
dem Berge der weitentfernten Vorfahren verwandeln, welche man 
im kritischen Augenblick der Zerteilung und des wirklichen Exodus 
verlassen hatte, gerade dann, als zur Wiedererlangung alles dessen, 
was man verloren hatte, der Weg der Riickkehr in Richtung des 
Rechtslaufigen Hakenkreuzes beschritten wurde. Man wird ver- 
stehen, daf^ diese hochste Anstrengung zur Wandlung, zur Mutation 
abhangig ist vom einzelnen, dem dazu die Hilfe der Jenseitigen 
zuteil wird. Womoglich ist das schon von mehr als einem versucht 
worden, und mit Erfolg, insbesondere unter den sephardischen 
(westlichen) Juden. Es ist jedoch, durch ihre fanatische und mit 
typischem Eifer erfolgte Bekehrung zum Katholizismus, weder den 
Marranen noch den spanischen „chuetas" (den Nachkommen 
bekehrter Juden) gelungen, weil sie weiterhin in der semitisch- 



242 



mondbestimmten (lunaren) Welt verblieben. Kollektiv gesehen be- 
stehen keine grof^eren Hoffnungen; denn die unsichtbaren Leiter des 
Judentums stellen den Pol der Spannung dar, die ein Anwachsen der 
Stoffverdichtung bewirkt, als Vertreter des Prinzips des Antipoden 
und der Dunkelheit, der Verneinung, des Chaos und des Nichts; der 
Auflosung durch die Schwere - wie in den kosmischen Schwarzen 
Untiefen - und schlief^lich der Urvermischung. In dem Schopfungs- 
drama, insbesondere bei der Verstofflichung, spielen sie somit die 
Rolle, solche Konflikte („vom fiinften Himmel nach unten?") herbei- 
zufiihren, die den Virya als Krieger der solaren Gottheiten, des 
Lichtprinzips, als Sohn des Lichts dazu notigen sich mit der Waffe in 
der Hand zu behaupten. 

Das Gesetz des Pendels 

Man wird von geschichtlichen Zeiten, insbesondere von denen, 
die wir durchleben muf^ten, nichts, aber auch garnichts 
verstehen konnen, wenn man nicht das hier skizzierte Hauptthema 
des Dramas in Betracht zieht. Nach einem allgemein giiltigen, 
irdischen Gesetz erreicht das Pendel auf der einen Seite die gleiche 
Entfernung wie auf der anderen Seite. Das ist seine unabwendbare 
Bewegung. In Opposition zum Judentum erhebt sich der exoterische 
Hitlerismus. Das wiederum ist aber eine Folge der Aktionen des 
Judentums, die sich gegen alle rassischen Grundsatze und gegen alle 
Herrschaftsanspriiche richten. Aber auch das Judentum am anderen 
Ende des Pendels stellt schlief^lich gleicherma£en den Grundsatz: 
„Ein Volk, ein Reich, ein Fiihrer" auf. 

In seinen Einweihungsmaf^nahmen ist er moglicherweise durch die 
Gegen-Einweihung seitens der genau gegeniiberstehenden Krafte 
gestort worden. Sein auf^erlicher Rassismus ist das Ergebnis eines 
anderen Rassismus nur mit dem Unterschied, daf^ er weniger lange 
anhalt. Lediglich die Bestrebungen und die verfolgten Ziele sind 
voneinander verschieden, weil andere Gotter walten und auch die 
geistigen Fiihrer andere sind. Aber man wird zu dem Schluf^ 
gelangen miissen, daf^ der diese Dinge nach rein menschlichen Er- 



243 



kenntnissen betrachtende Tiermensch garnicht umhin kann, den 
exoterischen Hitlerismus zu verdammen, ohne dasselbe nicht auch 
mit dem Judaismus zu tun. Und das kann er nicht. Beide Anschau- 
ungen des Rassedenkens finden ihre Begriindung hauptsachlich in 
dem Einweihungsgeheimnis vom Blute und vom chromosomatischen 
Gedachtnis, um weiterhin Begriffe der gegenwartigen wissenschaft- 
lichen Mythologie zu gebrauchen. 

Dieser zur Zeit niedergeworfene Hitlerismus, an dem einen Extrem 
der Waage, erweist sich nunmehr fiir das Judentum als ein wert- 
volles und fiir sich vorteilhaftes Instrument, das es zu seinem Nutzen 
einsetzt und sich dabei der falschen SentimentaHtat und der 
Schwachen der „Mischvolker", „Bastarde", des „unreinen Blutes", des 
„schwachen Herzens" bedient. Die sich seit dem Ende des letzten 
Krieges iiberstiirzenden Ereignisse bestatigen den Juden nur noch in 
seinem Glauben an den Bund mit seinem Gott und dessen Treue zu 
ihm wegen seiner unerschiitterHchen, sanguinischen Zuverlassigkeit. 
Er hat ihnen das Verheif^ene Land zuriickgegeben, die Stadt 
Jerusalem, die „einzige, in der Jehova angebetet zu werden 
wiinscht." Wohin wird er sie nun von hier aus fiihren? 

Wir wissen wohl, wie schwierig es geworden ist, iiber diese Dinge 
heutzutage zu sprechen, auch wenn man bemiiht ist, sie auf eine 
hohere Ebene zu verlegen, was aber in Anbetracht des Herdentriebes 
in dieser Zeit sicherlich nicht moglich ist. Nach langen auf der Suche 
verbrachten Jahren haben wir nun voller Gelassenheit die alten 
Visionen bestarken konnen. An einem so entscheidenden Zeitpunkt 
der Geschichte lassen wir dies alles wieder neu aufleben, wohl 
wissend, daf^ sie dem Strom zuwiderlaufen, der alles zum letzten 
Abgrund des Kaliyuga mitreif^t. Ein Zeitalter ging zu Ende und ein 
anderes nimmt seinen Anfang in der nun bereits abgeschlossenen 
Phase der Menschenwelt. 

Wir werden in den Strudel der sich iiberstiirzenden Ereignisse 
hineingezogen. Wir wollten in die Zeit vor mehr als dreif^ig Jahren 
zuriickfiihren zu jenen hoheren Wesen, die tapfer im Zeitalter des 
Kaliyuga die Partei des Gottes der Verlierer ergriffen, und um die 
Jugend in die polare Offenbarung vom Goldenen Band, der catena 



244 



aurea, und in den Esoterischen Hitlerismus einzuweihen. Wir haben 
jene Gebiete der brennenden Erde, der mit Leichen bedeckten und in 
dem Blut der Helden gebadeten Felder wieder betreten und dabei 
entdeckt, daf^ wir uns von dort niemals entfernt hatten. Uns fiihrt an 
der Hand der Gott der Verlierer dieser Zeit, der jedoch der Sieger 
von morgen sein wird, lange bevor siebenhundert Jahre vergangen 
sein werden. - 



Der esoterische Hitlerismus ist nicht „anti" 

Wenn man sich in die Mythen und Legenden, in die Sinnbild- 
kunde, in den Griinen Strahl vertieft, dann ist nichts „anti": 
man ist dann nur vollig in Besitz genommen, ergriffen und einge- 
setzt von den hinter der Geschichte wirkenden kosmischen Kraften. 
Weder die Katharer waren antijiidisch, als sie Jehova zu einem 
Damon erklarten, noch waren es die Templer, als sie sich von 
Jeshua, dem Zeloten lossagten. Ich wiirde sogar wagen, die Behaup- 
tung aufzustellen, daf^ die hochsten und unbekannten Leiter des 
Hitlerismus es auch nicht waren im oberflachlichen Sinne der 
Streitmacht. Friedrich Hielscher, der Eingeweihte und geistige Leiter 
der SS, war zum Beispiel niemals Mitglied der Nazipartei, auch als 
SS-Oberst Sievers, der Leiter des Ahnenerbe, sein Schiiler war. Man 
gestattete es Hielscher, ihn im Niirnberger Gefangnis vor seiner 
Hinrichtung aufzusuchen, um mit ihm einen letzten Einweihungs- 
ritus durchzufiihren. Auch Hans F. K. Giinther war ein Andersden- 
kender, wie auch Professor Wirst, ein Gelehrter auf dem Gebiete 
ostlicher Philosophie, der an der Universitat Miinchen Sanskrit lehrte 
und tibetische Texte veroffentlichte. Es gibt auf^erdem noch 
verborgene, meistenteils unbekannt gebliebene Personlichkeiten, die 
von einem Zentrum aus wirkten, an das Rosenberg niemals heran- 
reichte. Fast alle sind durch die verhangnisvollen Geschehnisse des 
Kaliyuga, die Gotterdammerung, durch das beschleunigte Fort- 
schreiten der Verstofflichung der Erde, iiberwaltigt worden. 

Die vor und nach dem Kriege in bezug auf die SS angerichtete 
Verwirrung ist dem Umstand zuzuschreiben, daf^ von dieser 



245 



Organisation auch die Kontrolle iiber einen Teil der politischen 
Polizei, der „Gestapo" als einem Dienstzweig derselben, ausgeiibt 
wurde. Die SS hingegen, mit der wir uns befassen, ist die Hierarchie 
ihrer Eingeweihten. Es gab iibrigens einen SS-Ehrengrad, der 
Personlichkeiten verliehen wurde, die weder der Nationalsozialis- 
tischen Partei noch SS-Einrichtungen angehorten. Man nannte 
diesen Grad Ehrendienst. So geschah es bei Professor Franz Altheim, 
Geschichtsforscher fiir Altertumskunde und Romanistik an der 
Universitat Halle, bei Professor Menghin von der Universitat Wien, 
Gelehrter auf dem Gebiete der Vorgeschichte; bei dem bereits 
erwahnten Prof. Herman Wirth, Autor des Werkes „Aufgang der 
Menschheit", die aufgefordert wurden, in den Ordenszentren der SS 
Vortrage zu halten. Das trifft auch auf Gerhard Hauptmann, den 
Autor des Buches „Die weif^en Gotter" zu, worin er auf unsere 
weif^en Gotter von Amerika Bezug nimmt. Alle diese Personlich- 
keiten vertraten im Hinblick auf Rasse, das Judenproblem, den 
Germanismus, das Blut sehr verschiedene Ansichten. Otto Rahn, ein 
Forscher auf dem Gebiete des Katharertums, trat in die SS ein; Julius 
Evola wurde in die Hauptburg des Schwarzen Ordens eingeladen, 
um dort Referate zu halten, man iibertrug ihm die Durchfiihrung 
wichtiger Untersuchungen, obwohl man wuf^te, daf^ sein Rassestand- 
punkt spiritualistisch war, daf^ er Neigungen zum Tantrismus hatte 
und daf^ er ghibellinische und aristokratische Anschauungen in der 
Politik vertrat, die jeder Massenorganisation zuwiderliefen. Es war 
am Ende des Krieges in Wien und, wie man annimmt, wahrend jener 
geheimen Untersuchungen im Auftrage der SS, als Julius Evola 
wahrend eines alliierten Bomberangriffs eine schwere Verwundung 
erlitt, die ihn bis zum Ende seiner Tage lahmte. Ich lernte ihn in Rom 
in seiner Wohnung am Corso Vittorio Emmanuele im Rollstuhl 
kennen und wir fiihrten, wenige Jahre vor seinem im Jahre 1975 
eingetretenen Tode, ein interessantes Gesprach miteinander. Der 
Philosoph Heidegger war ebenfalls Mitglied der Nationalsozialis- 
tischen Partei und blieb es, wenn ich mich nicht irre, bis zu seinem 
Tode im Jahre 1976; denn er hat niemals seinen Austritt erklart, 
noch seine Mitgliedschaft widerrufen. - Fiir die Zeit nach dem Kriege 
bereitete die SS die Griindung eines Ordensstaates am Rande jeder 



246 



Massen- oder Parteiorganisation vor, der vom totalitaren Staat 
getrennt sein sollte. Theoretiker von Rassenlehren, wie Giinther und 
Clauss vertraten Standpunkte, die sich von demjenigen Rosenbergs 
unterschieden. 

Das Institut Ahnenerbe lief^ Untersuchungen auf den Gebieten der 
Symbolik, der Magie, der Runen sowie der Volkerkunde und 
Archaologie der untergegangenen Erdteile durchfiihren. 

Von diesen Dingen heutzutage gerecht und leidenschaftslos sprechen 
zu wollen, ist nicht moglich. Das Pendel ist nach dem einen Extrem 
ausgeschlagen. Die Stunde des Riickschlages ist noch nicht ge- 
kommen. Nicht einmal nach siebenhundert Jahren kann man mit 
gewissen, in hohen Amtern engagierten PersonHchkeiten in Ruhe 
iiber die Katharer sprechen. Meine Beziehung zu dem oster- 
reichischen Kardinal Konig erkaltete volHg, als ich ihm von meiner 
Pilgerfahrt nach Montsegur erzahlte. Er fragte mich schroff: „Gibt es 
noch Katharer?" Und dieser Kardinal ist ein Fiirst der Romischen 
Kirche, beauftragt mit der okumenischen Bewegung der „Nicht- 
glaubigen". Seitdem unterhielten wir uns iiber Hermann Hesse und 
sein Buch iiber die tantrische Liebe, „Siddharta" augenscheinHch in 
volHgem Gleichmut, sehr angeregt. 

Es ist kein Streit der Menschen, sondern der Cotter 

Wenn die Geschichte der Erde in eine so kritische Periode wie 
die jetzige eintritt, dann kommt es soweit, daf^ die uns 
leitenden Mythen, Gotter und Damonen, die Archetypen, noch mehr 
in das Geschehen eingreifen und daf^ sie fiir viele fast wahrnehmbar 
werden. 

Sie nehmen unmittelbar am Kampfe teil, wie das wohl auch im 
letzten Kriege, mit seinem Widerhall im Kosmos, geschehen ist. 
Deshalb zahlen auch nicht „die Toten der SterbHchen", denn es sind 
die UnsterbHchen, die den Kampf durch sie fiihren. Man begeht 
deshalb einen Irrtum, wenn man solche Geschehnisse von iiber- 
menschlichen Proportionen einzig und allein mit den Mal^staben des 



247 



Menschen, des Tiermenschen untersuchen und erklaren will. Die 
Unsterblichen kommen nicht um, auch wenn man sie totet. Die 
Menschen werden dann zu Symbolen, zu Teilen in dem grof^en 
Spiel. Wenn man hierbei irdisch-menschliche Werte zugrundelegt, 
wenn man dieses Phanomen auf die Begriffsebene des Tiermenschen 
mit seinen Idealen von „Gerechtigkeit", „Gleichheit", „Menschlich- 
keit" oder „Humanismus" herabzieht, dann nimmt man an der zeit- 
gemaf^en Begriffsverwirrung teil, ohne jemals zu begreifen, worum 
es sich wirklich handelt und was eigentlich ernstlich auf dem Spiele 
stand. Und diejenigen, welche wissend sind, machen von der 
Unwissenheit der anderen lediglich Gebrauch, um ihre trans- 
zendenten Ziele zu erreichen, die nicht menschlich, auch nicht 
humanistisch, sondern mythisch sind. Die mythische SS totete nicht, 
um Menschen zu vernichten, vielmehr befanden sich ihre unsterb- 
lichen Cotter im Kampfe mit anderen Wesenheiten oder Gottheiten. 
Symbole standen gegen Symbole. In gleicher Weise geschieht es 
heute, wenn Juden Palastinenser toten, dann tun sie es fiir ihren 
Archetyp, ihren Demiurg oder Golem wegen des mit ihm ge- 
schlossenen Bundes. Sie sind blo£ Werkzeuge eines Mythus, den sie 
nicht verraten konnen. 

Das sind schwerverstandliche Beweggriinde. Und viel zu archaische 
Worte, die nicht leicht in die Ohren der heutigen Menschen dringen, 
die von dem Getose des Maschinenlarms im Kaliyuga betaubt sind. 
Es sind jedoch die einzigen, mit denen man in die Tiefen hinab- 
steigen kann, in denen noch das Goldene Band der metaphysischen 
Offenbarung von den Urspriingen des Lebens raunt. 

Der Tanz Shivas 

ll as Geschehen in der Geschichte ist eine Feuersbrunst" so 
??"^^^ sagte Novalis. Aber wie immer ist es der Hinduismus, der uns 
eine sichere Weltschau der Dinge bei dem Emanationsprozef^ oder 
der Schopfung in den Kalpas, oder dem Atemholen des Welten- 
schopfers darbietet. In der hinduistischen Dreieinigkeit ist Brahma 
der Schopfer, Vishnu der Erhalter und Shiva der Zerstorer. Sie teilen 



248 



unter sich ein Wirken von gleicher Bedeutung auf, und jeder von 
ihnen fordert das Werk des anderen. Die ersten beiden herrschen im 
Pravritty marga - Name und Form -, und Shiva, der Zerstorer, im 
Nivritty-marga; beides zusammen bildet den Kreislauf der Offen- 
barungen des Geistes. Der Weg, der als derjenige der Rechten Hand, 
„dakshinacara" im Sanskrit, bezeichnet wird, ist ganz auf Schopfung 
und Bewahrung von Namen und Form ausgerichtet und entspricht 
der Einfiihrung des rituellen Kultes, der Erfiillung der Normen und 
Gesetze, der Begriindung der Kulturen und Zivilisationen. 

Ihn fiihrt an die Doppelgottheit Brahma-Vishnu. Der Weg der Linken 
Hand, vamacara, bezieht sich auf die Zerstorung von Namen und 
Form und wird von Shiva, dem Zerstorer beschritten. Heutzutage 
sieht sich die Welt in dieser Phase: im Zerfall einer ZiviHsation und 
am Ende eines astrologischen Zeitalters, vielleicht eines Manvantara. 

Shiva ist auch der Herr des tantrischen Yoga der Linken Hand; die 
Siddhas sind seine Jiinger. Ohne sein Wirken konnte sich nichts 
vollenden, die Erde konnte nicht aus ihrer Grobstofflichkeit heraus- 
kommen. Gott wiirde nicht durch den im Mutationssprung gewan- 
delten Menschen ins Bewuf^tsein treten konnen. Und deshalb ist 
Shiva auch die Schlange Luzifers, und er ist Abraxas. Und er ist 
gleichermaf^en Jupiter, der das Zepter in seiner Hnken Hand halt. 
Nach der Niederlage ist es der Weg der Zerstorung, der Weg der 
linken Hand, der am meisten vergeistigte, von dem aus man einen 
sicheren Aspekt findet, der die Riickkehr zum Schopfer Brahma 
ermoglicht. Es ist der Pfad der Metamorphose. Der Unterschied 
zwischen diesen beiden Wegen ist nach der Anschauung der 
Tantriker mit dem zu vergleichen, der zwischen Milch und Wein 
besteht. Vama bedeutet links, gleichzeitig aber auch „entgegen- 
gesetzt", es hat somit die Bedeutung von Frau. Deshalb muf^ man 
den tantrischen Weg, den Weg der Troubadoure und der Minne- 
sanger in Begleitung einer Frau oder „von den Gedanken einer Frau 
begleitet" durchlaufen, wie Parzival rat. 

Die Linke Hand entspricht dem Abweisen und dem Zuriickziehen 
alles dessen, was erhaltend und formbewahrend ist. Hier gibt es zwei 



249 



Wege, die man befolgen kann: den asketischen des Laya-Yoga und 
die tantrischen Praktiken der geheimen Rituale des Pancatattva. 
Beide gehoren dem Yogaweg der Auflosung, dem Weg der 
Zerstorung der Maya an und stehen gleichermaf^en unter dem 
Leitbild Shivas, dem Herren des Yoga. 

In der „Bhagavad Gita" erteilt Krishna dem Arjuna den Ratschlag, 
den Pflichtweg des Dharma vom Yoga der Auflosung zu erfiillen und 
ohne Zaudern vor den Toten, die er macht, in den Kampf 
einzutreten; „denn sie sind bereits tot in Mir." Und Schlegel sagt: „In 
der Begeisterung der Zerstorung enthiillt sich der Sinn der gottlichen 
Schopfung. Nur allein inmitten des Todes erstrahlt der Sinn des 
ewigen Lebens." 

In Indien wurde mir von irgendjemandem einmal ein Buch gegeben. 
Ein Abendlander hatte es geschrieben. Ich fand darin diese Satze: 
„Mein Gott, entfessele einen grof^en Krieg, denn in ihm liegt das 
Suchen und der ewige Drang, auf einige Geister von den Sternen zu 
treffen" ... „Wer weif^, ob nicht der Weg, dem Kriege zu entrinnen, 
iiber den Grof^en Krieg fiihrt! ..." Und der russische Maler und 
Mystiker, Nikolaus Roerich, sagte: „Es gibt keinen Schrecken, der 
nicht in eine lichtvolle Auflosung verwandelt werden konnte und 
dabei eine hohere Kraftanspannung hervorriefe." 

Die Ursachen der Hinfalligkeit und des Todes sind im Geiste zu 
sehen, in der Tatsache, daf^ sich der Geist mit der Natur verbindet 
als etwas, was iiber diese hinausragt, als eine transzendente Kraft, 
welche die Endlichkeit und die Bedingtheit iibersteigt. 

Dieses negative Phanomen bezeugt nicht die Macht der Natur iiber 
den Geist, sondern das Gegenteil. Nach Novalis erscheinen erst mit 
der Niederlage in der Natur die Freiheit und der freie Wille, das 
heif^t, mit der „gnostischen Schlange Luzifers." Und er sagt: „Wenn 
der Mensch sich vergottlichen will, wenn er wissen will, dann 
siindigt er." Er tut dies mittels dessen, was man falschlicherweise 
Siinde genannt hat. 



250 



Die drei grundlegenden Positionen im esoterischen Hitlerismus - 

Erstens: die Symbolik 

Es ist aufschluf^reich, daf^ unmittelbar, nachdem Deutschland im 
letzten Weltkrieg besiegt worden war, die Juden ihr „Ver- 
heif^enes Land" wiedererlangen, jenes irdische Gebiet, wo ebenfalls 
ein wichtiges Chakra des Astralkorpers der Erde wirksam sein diirfte. 
Der Hitlerismus behauptet, die Juden hatten einen der arischen 
Menschheit zugehorigen Mythos verdorben, den Mythos von der 
Heimkehr nach Hyperborea, zum polaren Thule, in dem sich der 
echte Ausgangspunkt zu den Sternen des Ursprunges befindet, von 
wo aus dank einer geistigen und biologischen Mutation der halbgott- 
lichen in eine gottliche sowie einiger Tiermenschen in halbgottliche 
Wesen die Riickkehr stattfinden sollte. Und das sollte mit Hilfe der 
Vrilmacht, des Hvareno geschehen. 

Wir wollen versuchen, auf die zentralen Fragestellungen der bisher 
skizzierten grof^en Themen einzugehen und uns mit den Positionen 
zu befassen, die auf den ersten Blick widerspriichlich erscheinen. 

Es gibt Leute, die der Auffassung sind, daf^ die Legende von Hyper- 
borea, und ihre Mythologie als etwas rein Symbolisches anzusehen 
sei, von etwas, das sich innerlich abspielt. Die im Mittelpunkt der 
Polarwelt hoher Eisberge gelegene Oase, die ein paradiesisches, 
gemaf^igtes Klima hat, die Rasse der weif^en Menschen mit durch- 
sichtiger Haut, die iiber iibermenschUche Krafte verfiigenden Magier- 
innen mit ihren goldenen, im Winde der Eisberge wehenden Haaren, 
die Hohle Erde, Agarthi, Shamballah, das Goldene VHes, die 
Goldenen Apfel, der Gral, die Riickkehr in die Verlorene Heimat, das 
angestammte Vaterland, der Morgenstern sind Sinnbilder eines 
inneren, alchemistischen Prozesses, einer Verwandlung des verstoff- 
lichten Wesens, des Tiermenschen in ein zuerst halbgottliches und 
spater gottliches Wesen. Sinnbilder des Vorganges einer stufen- 
weisen Einweihung zur Transformation des irdischen Menschen in 
einen himmlischen, unsterblichen. Die Uberflutungen Hyperboreas, 
Atlantis, Lemurias, Mus und Gondwanas diirften hierbei auch 
symbolisch zu werten sein und haben Entsprechungen zu ver- 



251 



schiedenen verlorengegangenen psychischen Zentren des Ganzen 
Menschen, zur Zerteilung des Grof^en Anthropos, zu einem Fall, 
einer „platonischen Kreuzigung" des Geistes in die vier Reiche der 
Materie, im gnostischen Sinne. Entsprechungen zu einer verloren- 
gegangenen Ganzheit. Wie man wohl feststellen konnte, gab es das 
Symbol zuerst, und der Mensch kann von seiner Bedeutungslosigkeit 
nur in dem Maf^e abkommen, in welchem er sich selbst zum Sinnbild 
machen kann, indem er in jener Immanenz, seiner eigenen Seele, ein 
Symbol verkorpert und es lebt. Es ist dies die Gegeniiberstellung mit 
dem Jung'schen Archetypus. Am Ende seines Lebens benutzte Jung 
den Begriff psychoid, in den er alles das einbezog, was iiber das 
Psychische hinausreichte. Die Archetypen konnen nun gottliche 
Wesenheiten oder diabolische Krafte von einer anderen, der mensch- 
lichen Psyche fremden Daseinsform sein, von der diese gepackt wird 
und die sich in ihr, wenn auch in unvollkommener Weise, reflektiert. 
Gotter und Damonen! Das ist das letzte Bekenntnis Jungs zum 
Gnostizismus. 

So ist also die Riickkehr in die Heimat, nach Eden, keine Angelegen- 
heit von Sterblichen, von dieser Erde, sondern eine von verbannten 
Engeln, die besiegt wurden, wie Luzifer, Apollo, Quenos, den hierher 
gefliichteten Auf^erirdischen, den gottlichen Heroen. Und die Riick- 
kehr wird sich nicht auf dieser harten und schweren Erde vollziehen 
mit ihren langsamen stofflichen Schwingungen, sondern auf einer 
Neuen Erde; oder vielmehr einer anderen Erde, die da kommen wird 
oder die im alchemistischen Prozef^ der Verwandlung geschaffen 
wird. „Indem sie sich im Menschen und fiir den Menschen unsichtbar 
macht", wie Rilke sagen wiirde, wobei sie wieder zu jenem Zustand 
zuriickkehrt, der vor der Verstofflichung bestand, in einer Spirale 
oder in einem Kreise. 

Denn die Erde wird aus dem Abgrund des Kaliyuga nicht 
herausgelangen konnen ohne die Hilfe des vergottlichten Menschen. 
Die Riickkehr vollzieht sich auf einer entsprechenden Parallelerde, 
die sozusagen aus Antimaterie besteht. Es ist die Andere Erde Platos, 
eine Innere Erde. Und wenn sich der Tiermensch und die Halbgott- 
lichen beim Beschreiben des Mythos irren und das Symbol auf einen 



252 



bestimmten Vollzug in physischer, geographischer Beziehung auf 
diese Erde beschranken, dann zerbrechen sie den Gral, zerschlagen 
das Antlitz des Archetyps, verletzen das kosmische Geheimnis und 
rufen die Katastrophe hervor. 

Diejenigen, welche diesen erlauternden Standpunkt einnehmen und 
sich zum Goldenen Band der Grof^en Uberlieferung der Einge- 
weihten aufschwingen, sind der Meinung, daf^ Hitlers Irrtum darin 
bestand, daf^ er von dem Gedanken an die physische Riickkehr zum 
mythischen Asgard des Asen und des Gottes Wotan besessen war, 
dessen Wohnsitz seiner Ansicht nach im Kaukasus unweit des Berges 
Elbrus lag, der Heimstatt der Gottin Freyja mit den schneeweif^en 
Briisten, in Wirklichkeit - der Venus. Und es ist auch der Irrtum der 
zionistischen Juden, daf^ sie sich des irdischen Jerusalem bemachtigt 
haben, das sie fiir die „Verheif^ene Erde" halten, und dabei die alt- 
eingesessenen Erben des Landes vertrieben, was fiir sie aber nicht 
zahlt, well es ja im Rahmen dieses mythischen kosmischen Dramas, 
das die Juden durchleben, lediglich eine rein menschliche An- 
gelegenheit, Sache der Tiermenschen ist. Noch weniger Bedeutung 
diirfte das alles fiir den Archetyp haben, der von ihnen Besitz 
ergriffen hat. Dieser im Laufe der Zeit wiederholte Male, gleichzeitig 
geschehene Irrtum ruft eine Kette verhangnisvoller Ereignisse auf 
Erden hervor, deren Ausmaf^e sich noch nicht ermessen lassen, vor 
allem nicht in der empfindlichen Welt der Sinnbilder. Er kommt dem 
Raube eines kleinen Stiickes vom Goldenen Apfel der Hesperiden, 
des Grals, gleich, und einem Mif^brauch desselben. Denn der Schritt 
zuriick in die verklarte, umgewandelt Andere Erde ist durch den 
Absprung vom psychischen Pol, vom Kronenchakra oben, am 
hochsten Punkt des Hauptes des vergeistigten Menschen aus zu voll- 
ziehen. Der wirkliche Gott, der Sucher der Verlorenen Heimstatt, des 
verschwundenen Thule, ist der Gott der Verlierer hier auf dieser 
„auf^eren Erde", in dieser „Zeit grober Verstofflichung", der Gott der 
Katharer, der Templer, wie ich es Ezra Pound erklart habe. Alle 
Goldenen Apfel miissen aufs neue zusammengebracht werden, um 
den Garten der Hesperiden, Avallons wiederentstehen zu lassen; alle 
Stiicke der Zerbrochenen Krone sind wieder zusammenzufiigen, um 
sie wieder so schon zu gestalten, wie sie vor ihrer Zerstorung war; 



253 



alle Stiicke des Grals sind wiederzufinden, um sie auf dem Berge des 
durchsichtigen Eises, dem Berge der Offenbarung in hochster Mitter- 
nacht, im blauen Lichte des Morgensternes aufzubewahren. Das 
wuf^ten die Wanderer in der Morgenrote, die Wachter des Morgen- 
rotes. 



Die Einweihung von Agarthi 

Hier handelt es sich um die Einweihung von Agarthi mitten im 
mythischen Himalaya, im alten Hochland von Pamir, in der 
Inneren Erde. 

Es ist die Vision der Magischen Liebe der hyperboreischen Priester- 
innen, wie aus der Schau der Katharer. Man nimmt an, daf^ das auch 
der Standpunkt Otto Rahn's, des Autors von „Kreuzzug gegen den 
Gral", war. Das gab Veranlassung zu der Legende von einem 
ideologischen Streit mit seinen doktrinaren SS-Leitern kurz vor 
Beginn des Zweiten Weltkrieges. Otto Rahn soil in der gleichen 
Weise Selbstmord veriibt haben, wie es seiner Anschauung nach der 
von ihm bewunderte Bertrand von Born getan hat, namlich indem er 
sich auf einem Berg im Grenzgebiet der deutsch-osterreichischen 
Alpen dem Tode durch Erfrieren preisgab, durch die Endura, den 
freiwilligen Tod der Katharer. Es war mir nicht moglich, eine Be- 
statigung hierfiir zu finden. Es ist auch nicht leicht, heutzutage seine 
Biicher zu erhalten. 

Sein gesamtes Werk steht auf dem Index, wird als „verfluchte 
Literatur" angesehen, insbesondere das Buch „Luzifers Hofgesind", 
eine Zusammenfassung der mythischen Gedankenwelt der SS und 
ein geistiger Pilgerweg nach Hyperborea. 

In diesem Buche macht Otto Rahn einige interessante Anmerkungen 
in Bezug auf „Don Quijote de la Mancha". Dieses Werk von Carvan- 
tes soil in verschliisselter Form geschrieben sein. Die darin vorkom- 
menden Namen Tolosa und „La Molinera" sollen beispielsweise auf 
Toulouse, die Stadt der Albigenser bzw. auf frz. „La Meuniere" 
(Miillerin), „La Vaudoise", Waldenserin hinweisen. Rahn gibt ein 
Zwiegesprach zwischen Sancho Panza, den Don Quijote nach den 



254 



Katharern mit „guter Mann" (frz. bon homme) benannte und dessen 
Neffen wieder, von dem er in die Hohle von Montesinos gefiihrt 
wird: „Sag mir", so fragt Sancho, „wer war der erste Gaukler der 
Welt?" Der Neffe zogert mit seiner Antwort. Sancho gibt sich aber 
selbst die Antwort, indem er sagt: „es war Luzifer - als er aus den 
Himmeln herabstiirzte, und dabei durch die Luft wirbelte." Otto 
Rahn erinnert daran, daf^ die Romische Kirche die herumziehenden 
Spielleute und Troubadoure als Gaukler bezeichnete. Don Quijote 
sagt zu Sancho: „Diese Antwort ist nicht von dir. Du hast das alles 
von jemand Anderem genommen." Und als Sancho dem wider- 
spricht, fahrt Don Quijote fort: „Sancho, du hast mehr gesagt, als du 
weif^t." 

Der erste Troubadour war also Luzifer, Apollo selbst. Und Otto Rahn 
kommt zu dem Schluf^: „Apollo wird wohl mit einem seiner Gol- 
denen Strahlen den Ritter von der Traurigen Gestalt geblendet 
haben, wie er es auch mit Holderlin tat." 

Cervantes diirfte mehr gewuf^t haben, als er offen sagen durfte. Und 
zweifellos wuf^te es jemand, daf^ er soviel wuf^te. Er durfte dem 
Geheimen, dem untergegangenen alten Spanien angehort haben, das 
wieder in Erscheinung treten konnte, weil es an der Niederlage der 
okzitanischen Katharer und des Pedro von Aragon nicht mitgewirkt 
hatte. Dem westgotischen Spanien, dem germanischen, keltischen, 
das von Domingo de Guzman und der Inquisition endgiiltig zerstort 
wurde, dem Spanien der Agotes, der Dolmen und auch der Illumi- 
naten oder der tantrischen Erleuchteten von Valladolid. Wenn noch 
Zeit dafiir verbliebe, dann miif^te man dafiir kampfen, daf^ dieses 
Spanien wiedergeboren wiirde. 

Bei einem kiirzlichen Gesprach mit Rene Nelli, dem Gelehrten in 
Fragen des Katharismus und Ubersetzer des Buches „Luzifer's 
Hofgesind" ins Franzosische, erzahlt mir dieser, daf^ ihm die selt- 
same Nachricht zu Ohren gekommen ist. Otto Rahn sei garnicht ge- 
storben, sondern er befinde sich an einem verborgenen Ort. Zufolge 
eines vor Kriegsbeginn erhaltenen Befehles sei er verschwunden. 
Wenn das im Falle Otto Rahns auch phantastisch anmutet, so wiirde 
es mich nicht erstaunen, denn die unbekannten Leiter des Hitler- 



255 



ismus, vor allem die geistigen Fiihrer von „der anderen Seite" 
wuf^ten, daf^ der erste Teil des Krieges auf dieser „Ebene" verloren 
werden wiirde. Es waren dies die Jiinger des Gottes der Verlierer in 
der Zeit der gegenwartigen raumlich-zeitlichen Kriimmungsphase. 
Auch Hitler wuf^te das, und wie wir schon ausfiihrten, hatte er den 
Befehl erhalten, den Kampf zur Erfiillung des Mythos bis zum Ende, 
mit Blut und Feuer kompromisslos durchzustehen. Am 26. April 
1942 erklarte er: „Wenn die Gotter nur die lieben, die von ihnen das 
Unmogliche erflehen, dann wird Gott seinen Segen auch nur denen 
erteilen, die im Unmoglichen unerschiitterlich bleiben und nicht 
zerbrechen." Und dann spater, einige Tage vor dem Ende, rief er in 
Berlin aus: „Ein Volk, das einen solchen Widerstand hat leisten 
konnen wie das deutsche, bereitet den Boden fiir ein neues Auf- 
bliihen der Menschheit. Am Ende dieses Grof^en Krieges wird das 
letzte Bataillon ein deutsches sein." Diese seltsamen Worte finden 
eine Fortsetzung in dem nachfolgenden Zwiegesprach. Wahrend 
Berlin von Maschinengewehrfeuer erfiillt war und Flammen die 
Hauptstadt einhiillten, fragte der SS-Mann Heinz Linge Hitler: „Und 
fiir wen werden wir nun kampfen?" Hitler antwortete ihm: „Fur 
denjenigen, der da kommen wird..." Das deutet darauf hin, daf^ er 
wu£te, da£ der Krieg damals dort nicht zu Ende war, und daf^ die 
letzten Bataillone sich bereits in der Anderen Erde, im Innern 
befanden, und daf^ er sich dort mit ihnen vereinigen wiirde. Wie der 
Prophet Enoch in der Sage, entschwindet Hitler in einem Feuer- 
wagen, ohne unter den damaligen raumlich-zeitlichen Umstanden 
des Jahres 1945 irgendwelche Spuren zu hinterlassen. 

„Derjenige, der da kommen wird" konnte eine Anspielung auf die 
Wiederverkorperung im Sinne der polaren, hyperboreischen An- 
schauung von der Ewigen Wiederkehr sein: seine eigene Wiederver- 
korperung oder seine Wiederkunft in der Hyperboreischen Kreisung: 
wie eine erneuerte, noch reiner anklingende Tonschwingung und 
wie die Existenz eines aus „rotem Fleische" (dem Rubedo) wieder- 
erstandenen Korpers, erschaffen aus dem unsterblichen Stoff Vraja. 



256 



Die zweite, synchronistische Position: Die Einweihung in 

Shamballah 

Die Vision, die sich einem in Shamballah, der anderen unter- 
irdischen Stadt bietet (manche sind der Meinung, Shamballah 
sei die Hauptstadt von Agarthi), ist etwa folgende: Nach dem Her- 
metischen Gesetz, welches bewirkt, da£ das sich oben Abspielende 
sich unten wiederholt und umgekehrt, verkorpert sich der Mythos 
und das archetypische Geschehen nimmt auf alien Ebenen der 
Energieschwingungen, von der feinsten bis zur grobsten, Formen an, 
wie etwa in einem Satz kosmischer Spiegel. Die Cotter brauchen die 
Erde und die Verkorperung, um die Wurzeln in ihre Urgriinde ver- 
senken zu konnen, deshalb miissen wohl hier auf der physischen 
Erde, ein Ultima Thule, ein versunkenes Atlantis, ein wirkliches 
Asgard vorhanden sein, sowie sich die materielle Moglichkeit bieten, 
dies alles wiederzuerlangen. Das ist das, was die Templer mit ihrem 
Gralsring geglaubt haben mogen, womit sie hinwirkten auf ein 
Wiederentstehen einer Oberhoheit, die im Gottlichen begriindet ist, 
mit iibernatiirlichen Fiihrern, die in dem mythisch-politischen 
Geschehen verwoben, verstrickt sind. Das ist die ghibellinische 
Staatsidee und der Gedanke des transzendenten Konigtums nach 
Julius Evola. Die irdische Gerechtigkeit der druidischen, keltischen, 
altgermanischen, ariohinduistischen Gesellschaft ware hier der 
angezeigte Weg zur Erreichung der Mutation oder der Umbildung 
der Erde mit dem Ziel der Vergottlichung hin zum Ewigen, zur 
Wiederentdeckung einer geistigen Wissenschaft und Technologie, 
durch die wieder Verbindungen zum Metaphysischen, Auf^er- 
irdischen hergestellt werden konnen, um so das dunkle Zeitalter der 
Verstofflichung im Kaliyuga zu iiberwinden, in welchem die Natur 
der Fahrlassigkeit einer atheistischen und rationalistischen, nur 
verstandesbetonten Wissenschaft und Technologie ausgeliefert war. 
In Shamballah lehrt man den Gebrauch der Kraft (Hvareno, Vril), 
durch welche die Mutation der Erde und des Menschen vollzogen 
werden kann und man fiihrt letzteren in die kriegerische Einweihung 
ein, die das ermoglicht. Da das, was „innen, so auch au£en„ist, fiihrt 
die Mutation des Menschen in halbgottliche und gottliche Wesen 



257 



gleichzeitig auch zur Transfiguration des Planeten. 

Diejenigen, welche diesem Einweihungsfluf^ folgen, haben gekampft, 
um hier auf der gegenwartigen Erde einen Neu-Alten Orden zu 
griinden, der seine Wurzeln in den transzendenten Urspriingen hat, 
mit dem Ziele, das Goldene Zeitalter wiederzuerwecken, und sie 
werden bis zum Ende weiterkampfen, damit das Goldene Band nicht 
entschwindet, das jedes Mai diinner werdende Goldene Vlies nicht 
bricht und damit die Erde nicht vom Geiste verlassen werde und sich 
infolgedessen nicht im Abgrund, im Nichts auflost. 

Die dritte Position bringt die anderen beiden zum Ausgleich 

Au£er diesen beiden Richtungen, die scheinbar verschieden sind, 
gibt es noch eine dritte, welche beide in sich einschlief^t und sie 
miteinander versohnt. Agarthi und Shamballah teilen sodann ihre 
Funktionen unter sich auf, so wie dies bei der Diade und der Triade 
des indischen Gotterhimmels der Fall ist, wo Brahma, Vishnu und 
Shiva in scheinbar unterschiedlichem Wirken zusammenarbeiten. 

Die Erde ist ein lebendiges Wesen. Gleichwie der Mensch, besitzt 
wohl auch sie einen subtileren Doppelkorper, einen „Atherkorper". 
Dieser ware mit der schon haufig genannten „Anderen Erde" zu ver- 
gleichen. Und hier ist dann das hyperboreische Thule. Die Stadte von 
Agarthi und Shamballah befinden sich also „innerhalb" der Erde, auf 
deren Oberflache wir uns bewegen. 

Und es ist schon auf^ergewohnlich, zu horen, daf^ man in der SS von 
einer „Inneren Erde" sprach und nach dem Eingang in sie an den 
geheimsten Stellen des Erdballes suchte. Ob man ihn wohl gefunden 
hat? Die Sage vom Herrn der Welt der Tibeter und der Mongolen 
steht auch in Beziehung zu einem inneren, unterirdischen Reich, 
ebenso wie die alten Sagen und Legenden der Nordlander, der Leute 
vom Pol. Es ist dies wohl die Welt der Giganten. In jener Zweiten 
Erde wohnen die Unsichtbaren Fiihrer, die Unbekannten Oberen. 
Der Schritt hin zu jener Anderen Welt erfolgt auf dem Wege iiber die 
Pole, iiber die au£ersten Enden der Erde. Wie wir bereits ausfiihrten. 



258 



befinden sich am Nordpol (und auch am Siidpol) der Eingang zur 
Hohlen Erde und der Ausgang, die Absprungstelle zur Astralen Erde 
bzw. zur Parallelen Erde, zu einem iiber alle Dimensionen hinaus- 
reichenden transdimensionalen All, wie sich ja auch im Kopfe des 
Menschen die enge Pforte befindet, die in die Astralwelt fiihrt, das 
Organ des Vril, namlich die Urna. In der gleichen Weise, wie der 
„Vitalkorper" des Menschen eine seinem physischen Korper wesens- 
gleiche (identische) Form aufweist, so ist diesem auch das Doppel 
der Erde ahnlich. Und somit muf^ es also in der „harten Erde", der 
auf^eren Erde ein Thule geben, das wiedererschaffen wird beim 
Abnehmen der Verstofflichung, was sozusagen von einer neuen Ent- 
wicklung des Negativs vom Erddoppel abhangig ist. 

Die Geistigen Fiihrer gehen von der „einen" jeweils zur „anderen" 
analogen Erde iiber in Erfiillung ihrer Missionen, was ihnen jedoch 
von Fall zu Fall schwerer fallt und wobei sie sicherlich den leidvollen 
Zustand der gegenwartigen Verstofflichung schmerzlich empfinden. 
Heute hegen die Geistigen Fiihrer die Hoffnung, daf^ die Diesseitigen 
sich anstrengen, „dorthin" zu gelangen, von woher ihnen Botschaf- 
ten und Weisungen zugehen. Sie selbst kommen schon fast nicht 
mehr. Die Verbindung zueinander wird immer seltener und auch 
gefahrlicher, da sie im wesentlichen von dem erreichten „Absprungs- 
oder Eintrittspunkt" abhangt. Man kann den Weg verfehlen, man 
kann fehlerhafte Befehle aufnehmen, es kann „blof^e mentale 
Schopfungen" geben, Verbindungen zu nicht bestehenden Trug- 
bildern konnen aufkommen, zu „Golems" oder solchen mit teuf- 
lischen Masken, welche die Erscheinungsform von Unsterblichen, das 
Antlitz des Auserwahlten annehmen, und zu den Inkubi, von denen 
wir schon sprachen. 

Ohne die wirklichen Gottlichen Fiihrer kommt man jedoch nicht aus, 
sie sind unerlaf^lich. Wie auch die Boddhisattvas, miissen sie gleich- 
zeitig „hier" und „dort" sein, um den Menschen und der jetzigen 
Erde in ihrer kritischsten Phase beizustehen. Die Erde ist wie auch 
der Mensch, nicht unsterblich, solange nicht ein bewu£ter Kontakt 
zum Geist hergestellt worden ist, durch den sie verwandelt wird und 
wodurch der Geistwille auf sein „Doppelwesen" iibergeht, das sich 
dadurch verewigt. Das ist das alchemistische Wirken, welches die 



259 



hyperboreischen Fiihrer im Sinne haben. Die Umwandlung muf^ sich 
in den beiden Welten vollziehen, ebenso wie in uns. Die Grof^en 
Siddhas werden mit ihrem ganzen Korper unsterblich, und das 
Gleiche muf^ auch mit der Erde geschehen. Die Siddhas sind die 
Magier Hyperboreas, die Halbgotter, die sich vergottHcht haben. 
(Siddha ist ein Wort aus dem Sanskrit, aber es ist interessant, 
festzustellen, daf^ im Irischen das Wort Sidh „Feenland" bedeutet, in 
welches der Eingeweihte mit seinem Ro£ (span, caballo, frz. cheval) 
oder seiner Kabbala eintritt.) 

Die dritte Schau oder Vision ware somit die hyperboreische von der 
Zeit vor der Trennung Agarthis von Shamballah, des Nordpoles und 
des Siidpoles. Diese Schau umfaf^t alle friiheren Visionen. Es besteht 
somit kein Widerspruch, wenn man danach trachtet, auf der 
Auf^eren Erde eine Verfassung zu schaffen und eine gerechte, trans- 
zendente Herrschaft, zu errichten, die mit „druben" in Verbindung 
steht. Und nicht nur das, diese Bestrebungen sind sogar notwendig. 

Und so vergeistigt sich die Erde, wobei jeder einzelne neuralgische 
Punkt ebenso wie die Positionen der geographischen Kraftebiinde- 
lungen der sichtbaren Erde mit den Chakren der unsichtbaren Erde 
(Asgard, Jerusalem) iibereinstimmen. Das wuf^ten auch die Erbauer 
der Dolmen und Menhire, die Atlanter und die Druiden, ebenso wie 
die Templer und die Eingeweihten der SS, indem sie Kraftpunkte auf 
der Erde errichteten zur Aufnahme, zur Verbindung mit den 
Intelligenzen der Inneren Erde, mit Agarthi, Shamballah und mit 
dem Thule der Anderen Seite. 

Als Krishna in den Kathedralen tanzte 

Mit der Erschaffung des Templerordens breitete sich im Abend- 
land ein neuer Geist aus. Die Gotik wird geboren. Die Kathe- 
drale wird zum Gotteshaus fiir das Volk, zu seinem Versammlungs- 
ort, wo die von jeweils zwei Saulen abgestiitzte zweischiffige 
Bauweise, die den kosmischen, solaren Christus versinnbildlichende 
gro£e Rose, die geheimnisvoll anmutenden Gestalten in diesem 
Wald von Steinen - wie in indischen Tempeln - und die Alchemie der 



260 



Kirchenfenster alle den Zweck haben, eine magische Umwandlung, 
eine nahezu allumfassende Veranderung nicht nur der Auserwahl- 
ten, wie im Romanischen, zu bewirken. Auch der Menhir, der 
Dolmen und der Kromlech der Giganten, der Ligurer, der Druiden, 
die durch „das Wasser des Mondes" in Schwingungen versetzt 
werden und an sorgfaltig ausgesuchten Stellen errichtet wurden, wo 
ein astraler Magnetismus wirksam ist, dienten diesem Zwecke und 
waren auf^erdem Mittel, um mit den unterirdischen Intelligenzen in 
Verbindung zu treten. Es ist das die geheime Kunst der Behandlung 
des Steines. Stonehenge und die Grof^e Pyramide des Chefren 
wurden in ihren Abmessungen und in ihrer Konzeption in der 
Kathedrale von Chartres reproduziert. Es ist der Gral der Templer, 
der im Abendland seine Wirksamkeit zu entfalten beginnt. Die grof^e 
hyperboreische, die wiedergefundene Einweihung, die Einwirkung 
der verborgenen geistigen Fiihrer, die sich niemandem zeigen auf^er 
den hochsten Meistern des Ordens, denen sie ihre Weisungen geben. 
Isis, die Schwarze Jungfrau erscheint erneut in ihrer schweigenden 
und sieghaften Gestalt. Sie ist die Schutzherrin der Templer und 
auch der Katharer; sie ist die Sophia und sie ist Unsere Herrin, - 
Notre Dame -. Die Templer lassen die Bau-Orden mit ihren eigenen 
Ritualen und ihren iiberlieferten und verschliisselten Geheimnissen 
wieder aufleben. Gleich den Druiden bauen auch die Templer nicht 
selbst, sondern sie geben Anweisungen und entlohnen die Aus- 
fiihrenden, wie auch die Katharer ihre Verteidiger entlohnen, die den 
Kampf fiir sie bis zum Ende fiihren. In den Kathedralen und in den 
neolithischen Bauten wie den Kromlechs wird auch getanzt, um an 
dem besonders magnetischen Punkte der Erde, auf dem sie errichtet 
wurden, magnetische und magische Schwingungen hervorzurufen. 
Bis zum XIV. Jahrhundert pflegte das Volk in den Kathedralen im 
Kreise zu tanzen und der Bischof hatte dabei seinen Platz in der 
Kreismitte, um den solaren Christus sinnbildlich zu verkorpern. Das 
hat eine gewisse Ahnlichkeit mit dem indischen Raslila-Tanz, wo 
Krishna noch in den Garten von Vrindavan tanzt. Der Tanz ist eine 
magische, spontane Handlung des Menschen in seiner Bindung zur 
auEeren Erde um ein wohltatiges Zwiegesprach mit ihr zu fiihren. 



261 



durch das Krafte des Erdinneren erweckt oder aber horbar gemacht 
werden konnen, indem man sie an jene (magischen) Punkte heran- 
zieht, an denen von den Wissenden die steinernen „Nadeln" in die 
Erde eingeschlagen wurden. 

Die heilige Sprache der Fiif^e, die in einem ganz bestimmten 
Rhythmus auf die Erdoberflache aufschlagen, wird beantwortet, und 
das harmonische Zwiegesprach findet im religiosen Tanz Indiens 
seinen Ausdruck in der Liturgie der Geste, des Mudra. Das alles ging 
im Abendlande seit Beginn des XIV. Jahrhunderts verloren. Die 
magischen Kathedralen werden vom Geiste Gottes nicht mehr 
aufgesucht, und sein Grof^es Buch wird von den „in die Gemein- 
schaft Eingegliederten" nicht mehr gelesen. Der Schluf^stein hat sich 
iiber sich selbst geschlossen, ist unauffindbar geworden, wie der- 
jenige von den Kromlechs. 

„Solange Du gerecht bist, wirst Du Konig sein" 

Der Templerorden erwirbt sehr schnell ungeheure Reichtiimer 
und Landereien, Grundbesitz in ganz Europa, angefangen vom 
Norden Deutschlands bis nach SiziHen, Spanien, Portugal und 
England. Der Konig von Aragon beabsichtigt, ihm die von ihm be- 
herrschten Gebiete zur Verwaltung zu iibertragen. Leider laf^t sich 
das wegen des Widerstandes des Klerus nicht verwirklichen. Wie wir 
bereits sagten, ergriff Aragon wahrend des Krieges im Albigenser- 
kreuzzug die Partei der Katharer. Die Ermordung des Konigs Pedro 
von Aragon beschleunigt das Drama. Aber die grof^en Reichtiimer 
der Templer werden nicht eingesetzt, um den Mitgliedern des 
Ordens zu niitzen, sondern sie werden unter das Volk verteilt und 
zum Aufbau der abendlandischen Zivilisation verwendet. Der Reich- 
tum ist nur fiir die Dame, fiir Unsere Herrin, fiir den Orden als eine 
abstrakte, metaphysische Einheit da, wie es im Handbuch des 
Ordens verkiindet wird. Und in gleicher Weise schworte die SS am 
nachtlichen Feuer: „Ehrlichkeit, Treue, Gehorsam, Harte, Tadellosig- 
keit, Armut und Mut." Ein Mitglied des Ordens der SS wird immer 
hart gegen sich selbst und er wird arm sein. Dem Tod wird er ohne 



262 



Zaudern entgegengehen. 

Wahrend ihrer beinahe dreihundertjahrigen Wirksamkeit in Europa 
bringen es die Templer fertig, daf^ es keine Hungersnote und keine 
Seuchen mehr gibt. Sie speichern das Getreide und bringen es zur 
Verteilung, sie geben das Land in die Hande der Bauern, und sie 
iiben Kontrolle iiber die despotische Macht der Feudalherren aus. Ihr 
Wahlspruch lautet: „Solange Du gerecht bist, wirst Du Konig sein." 
Die Templer achten die Besten und nicht die Vornehmsten. Sicher- 
lich war ihre Arbeit auf die Wiederherstellung des echt gottlichen 
Ursprunges der Macht und des Konigtums ausgerichtet und sie 
versuchten dem, was nach der wirklichen, arischen, hyperboreischen 
Einweihung von oben kommt, eine irdische, allumfassende Gestalt 
zu verleihen. Ihr Streben geht dahin, eine Pyramide der mensch- 
Hchen Gemeinschaft zu errichten, an deren hochster Spitze die 
Dame, die Magierin und Priesterin des Grals steht. Das ist ebenfalls 
die Absicht der GhibelHnen des HeiHgen Reiches, die zufolge der 
ekklesiastischen Einwirkung der Welfen mif^lang. Dante war ein 
GhibelHne und seine Dame, Beatrix, kam von den Katharern und 
Templern, den okzitanischen Troubadouren und den germanischen 
Minnesangern, den umherschweifenden Rittern des Grals. Sie ist die 
Sophia der Gnostiker. 

Der andere Oral 

Es ist der Miihe wert, sich die Frage zu stellen: Wie kommt es, 
daf^ die Templer als die Wiederbeleber der Mythologie und der 
Gralslegende im Abendland die Gralssuche mit Hilfe der Wan- 
dernden Ritterschaft weiter vorantreiben, wenn sie ihn doch in den 
Ruinen der Tempel im Orient schon gefunden haben? Was hat es fiir 
einen Sinn, die Suche danach fortzusetzen? Sechs Jahre vor seinem 
Tode erklarte mir Julius Evola, daf^ die Gralslegende zusammen mit 
den Templern aus Europa verschwindet. Diese sind es, welche einer 
Esoterischen Ritterschaft positiv gegeniiberstehen. Die Erklarung 
hierfiir ware, daf^ es sich beim Gral und der Gralssuche um eine 
Schule der Einweihung mit ihren symbolischen Priifungen und ihren 



263 



unveranderlichen Archetypen handelt. Es war dies eine templerische 
Schule der Einweihung. Es ist auch moglich, daf^ sie schlief^lich auf 
der Suche nach einem anderen, dem abendlandischen Gral waren, 
nach jenem Gral, den die Druiden, die Westgoten, die alten Germa- 
nen aus Asgard besessen hatten, dem Gral von Shamballah und 
Agarthi, der weitentfernten, tiefsten Mitternacht, des verschwun- 
denen Thule Hyperboreas. Das war nicht der Gral der Erbauer von 
Steinbauten und von Tempeln; es war der Gral, der unsterblich 
macht und der den Tiermenschen in einen Halbgott und den 
Atlanter in einen gottlichen Hyperboreer verwandelt, der Gral der 
Siddhas, der solaren und kriegerischen Einweihung. Es ist dies das 
Hauptsymbol einer Schule der lediglich an die Hochgrade des 
Ordens weitergegebenen Einweihung, zu der die kriegerischen 
Kampfer der auf^eren Welt, die Briider des auf^eren Kreises, die 
Laien und die Halblaien keinen Zutritt hatten. Der Orden war in 
verschiedene Stufen unterteilt, wie das auch bei der „auf^erlichen", 
der exoterischen SS der Fall war, welche dazu ausersehen war, in 
der auf^eren Welt mit den schwierigsten Aufgaben und Abenteuern 
fertig zu werden, und denen von der Esoterik des Schwarzen 
Ordens, ihren Praktiken und Lehren, ihren unsichtbaren Verbindun- 
gen und ihren okkulten Lehren nichts bekannt war. Und es wurde 
auch hier nach dem templerischen Vorbild undurchdringliches 
Schweigen iiber die Einweihungspraktiken und iiber die Unbekann- 
ten Meister gewahrt. 

Skorzeny und die „unbekannte Psychologic" 

Ich konnte personlich die Feststellung machen, daf^ Otto Skorzeny 
zum Beispiel, der kiihne Held der Mussolinibefreiung aus dem 
Gran Sasso und Chef des Sonderkommandos der Waffen-SS, das in 
Ungarn und in Jugoslawien kampfte und auch an der Ardennen- 
offensive teilnahm, keine Kenntnis von dem verhiillten und esoter- 
ischen Aspekt des Ordens hatte. Er gehorte der exoterischen Szene 
des Hitlerismus an. 

In seinem letzten und aufschlu£reichen, kurz vor seinem Tode 



264 



veroffentlichten Buche „Der unbekannte Krieg", in welchem er eine 
durch Dokumente belegte Schilderung des bis in das Oberkommando 
der Deutschen Wehrmacht hineinreichenden, tiefverwurzelten Ver- 
rates sowie der Unterwanderung aller Ebenen des Weltgeschehens 
durch sowjetische und alliierte Geheimdienste gibt, laf^t er seine ab- 
lehnende Haltung gegeniiber der Esoterik in der SS erkennen, womit 
er allerdings deren Vorhandensein bestatigt. Worin sich Skorzeny 
jedoch irrt ist seine Meinung, daf^ Hitler an ihr ebenfalls nicht 
interessiert gewesen sei. Es ist moglich, daf^ er, der treue, ehrliche 
Skorzeny diese Erklarung abgab, um sensationelle Aussagen ohne 
jede Seriositat zu entkraften, die in bezug auf dieses Thema im 
Umlauf waren. Ware Hitler nicht an Esoterik interessiert gewesen, 
dann hatte er Himmler, der sich von Hellsehern beraten lief^ und der 
an Horoskopie glaubte, gewif^ nicht sein Vertrauen geschenkt. Ihm 
iibertrug er leider die weitreichende, transzendentale Verantwortung 
fiir die Gegenoffensive an der Weichsel, denn Himmler mangelte es 
an jeglichem militarischen Talent. Es wird gesagt, Himmler sei von 
Astrologen beraten worden, die allem Anscheine nach von feind- 
lichen Geheimdiensten eingeschleust waren, damit er mit den west- 
lichen Verbiindeten in jene kopflosen Friedensverhandlungen der 
letzten Stunde eintrete. Seine Handlungsweise war derartig wider- 
sinnig, daf^ man sich eines jeden Urteils dariiber enthalten sollte, 
well nichts iiber die auf^eren und inneren Beweggriinde bekannt ist, 
welche diesen Mann, der den Treuebegriff zum Sinnbild seines 
Ordens erklart hatte („Meine Ehre heif^t Treue") dazu veranlaf^ten, 
in letzter Minute eines titanenhaften Kampfes seinen dem Fiihrer 
geleisteten Treueeid zu brechen. 

Hatte Hitler keine inneren Beziehungen zu der Welt des Magischen 
gehabt, dann hatte er als Nachfolger und als zweiten Mann des 
Reiches nicht Rudolf Hess, den Eingeweihten und ein Mitglied der 
Thulegesellschaft anstelle eines Soldaten wie Goring erwahlt. Er hat 
auf diese Weise ganz klar seinem Wunsche Ausdruck verliehen, daf^ 
im Falle seines Verschwindens ein anderer Eingeweihter die Fiihrung 
des Dritten Reiches iibernehmen sollte, wenn man auch iiber dessen 
politische Linie und sein politisches Ansehen geteilter Meinung sein 



265 



konnte, well er Verbindung zu den Unsichtbaren Geistigen Fiihrern 
unterhielt und in der Lage war, ihre Befehle und Weisungen ent- 
gegenzunehmen. Das, woran Hitler vielleicht nicht geglaubt haben 
mag, - und hier kann Skorzeny recht haben - ist die Astrologie und 
die Horoskopie. Ein hyperboreischer Magier, der mit einer Mission 
auf die Welt gekommen ist und schon vor seiner Geburt dazu vorbe- 
reitet war, und der mit diesem Auftrag auf die Erde kam, steht iiber 
jedwedem „Einfluf^ der Gestirne". 

Einen Tag vor seinem Tode sprach ich zum letzten Male mit 
Skorzeny. In seinem bereits angefiihrten Buch riihmt sich Skorzeny 
seiner besonderen Beziehung zu Hitler. Etwas Magisches ging von 
diesem Wesen aus, jedoch nicht fiir alle, wir wiirden heute sagen 
jeweils in Abhangigkeit von der parapsychologischen Situation oder 
von den „esoterischen Zufalligkeiten", wie wir es lieber ausdriicken 
mochten. Hanna Reitsch, die auf^ergewohnliche Testpilotin, die mit 
Skorzeny befreundet war, die die V-1 steuerte und die eine der 
letzten Personen war, die Hitler im Bunker von Berlin noch sahen, 
erklarte mir vor Jahren in Delhi, daf^ das bei ihr nicht so war. In 
seinem Buche legt Skorzeny den Gedanken nahe, daf^ dieses 
Phanomen der „unbekannten Psychologie" zuzurechnen sei. Dasselbe 
wiirde auch Leon Degrelle behaupten. Und was wiirde man wohl 
von denen sagen, die Hitler in seinem physischen Korper niemals 
gekannt haben, die sich aber immer schon und auch weiterhin 
magisch mit Ihm, mit seinem Kampfe verbunden fiihlen; auch die- 
jenigen, die erst nach seinem Verschwinden geboren wurden und die 
aus weitentfernten Landern stammen. Die Ausdriicke wie „Symbolfi- 
guren", „Archetyp", „kollektives Unterbewuf^tsein" sind Hypothesen, 
mit deren Hilfe versucht wird, das Geheimnisvolle zum Ausdruck zu 
bringen. Auch der von Skorzeny verwendete Ausdruck „unbekannte 
Psychologie" erfiillt diesen Zweck und „psychologisiert" gleicher- 
maf^en einen iibernatiirlichen Vorgang. 



266 



Die geheimen Leiter der Templer und der SS 

Niemand wird je die letzten Geheimnisse der Templer und der 
SS ergriinden. 

Die kriegerischen Monche des Templerordens, die hinauszogen, im 
Orient die Pilgerstraf^en kampfend freizuhalten und zu verteidigen, 
erfiillten eine auf^erliche Mission, die sich unterschied von der 
Mission der Manner, die in Europa blieben und die nicht kampften. 
Diesen ist, ebenso wie den Druiden, der Waffengebrauch untersagt. 
Sie durften sich lediglich verteidigen, nachdem sie dreimal ange- 
griffen worden waren. 

Der Schweizer Verfasser des Vorwortes der franzosischen Fassung 
des Buches von Otto Rahn „Luzifer's Hofgesind", welches dank der 
Bemiihungen seines Ubersetzers, Rene Nelli herausgegeben worden 
ist, bestatigt, da£ es Leiter der SS gab, die sich in der Offentlichkeit 
nicht sehen lie£en und die auch keine Uniform trugen, woriiber wir 
schon berichteten. Es waren keine Mitglieder der N.S.D.A.P. Ihre 
Wirksamkeit besteht darin, die Verbindungen zu den unsichtbaren 
Oberen, mit denen von der „Anderen Erde" aufrechtzuerhalten und 
deren Anweisungen weiterzuleiten. In gleicher Weise wie die 
Templer, bereiten sie friihzeitig das Verschwinden des Schliisselge- 
heimnisses, des Grals vor; sie warten ab, bis die neue Zeit kommt. 

Wie schon Gerard de Sede, so behauptet auch Ladame, Otto Rahn 
sei von dem Orden der SS, welchem er angehorte, im Verlaufe 
korperlichen Drills emordet worden; gliicklicherweise stellt er nicht 
die Behauptung auf, man habe ihn mit einem Beil enthauptet. Die 
Intellektuellen des Schwarzen Ordens, in diesem Falle Otto Rahn, 
wurden jedoch keinen korperlichen Ubungen, wie die friiher be- 
schriebenen, unterworfen, die den Kampf- bzw. Aktionskraften der 
auEeren Welt vorbehalten blieben. Ladame behauptet weiterhin, das 
Buch „Luzifer's Hofgesind" sei abgeandert, umgeschrieben und erst 
nach dem Tode Otto Rahn's von Ideologen der SS fertiggestellt 
worden, um es dem neuheidnischen und antisemitischen Evangelium 
des Nazismus wieder anzugleichen. Diese Behauptung kann mit 
Entschiedenheit zuriickgewiesen werden; denn im Mai des Jahres 



267 



1975, als ich mich in Carcassonne zu Besuch im Hause von Rene 
Nelli aufhielt, zeigte mir dieser ein altes Exemplar der urspriing- 
lichen Ausgabe des Buches „Luzifer's Hofgesind" in deutscher 
Sprache mit einer Widmung Otto Rahn's an seine okzitanischen 
Freunde. Daraus geht hervor, daf^ Otto Rahn nach Erscheinen seines 
Buches noch am Leben war. Durch die Widmung an eine Person aus 
dem Gebiet der Katharer bestatigte er den Inhalt des Buches und 
bekundete somit in doppelter Form seine VerantwortHchkeit da- 
durch, daf^ er gewissermaf^en seine Unterschrift erneut unter sein 
Werk setzte. 



Hitler, der „Hohepriester des Abendlandes": 1st er ein Tulku? 

Es ware ein Irrtum anzunehmen, daf^ die wirkHchen Meister der 
SS und des Hitlerismus zu Gefangenen gemacht oder hinge- 
richtet worden seien, genauso wie es falsch ware, zu glauben, das sei 
mit den Meistern der Templer der Fall gewesen. Himmler und 
Jacques de Molay sind gefallen; die verborgenen Meister waren 
jedoch Andere. Im Falle der Templer hat man an den Meister Rocelin 
de Fos und an den Herzog von Beaujeu gedacht, den Gro£en 
Geheimen Meister, der niemals aufgefunden wurde. 

Bei der SS wie auch bei den Templern geht der Chef, der Grofie 
Sichtbare Meister iiber in einen anderen unsichtbaren, unbekannten. 
Beziiglich der Templer und der wahrhaftigen Rosenkreuzer hat man 
auch gemeint, daf^ es hinter ihren Orden einen geheimnisvollen 
Anderen Orden gabe mit dem Sitz auf anderen Sternen, einer 
anderen Erde (vielleicht der Hohlen Erde), oder in einer Parallelen, 
gleichlaufenden Welt. Mit Bestimmtheit weif^ man jedoch nichts. 
Und wir wissen ebenfalls nicht, wo Hitler tatsachlich zum Einge- 
weihten wurde. In Wien oder in Miinchen, „drau£en" oder „drin- 
nen?" In welchem Orden und durch wen? Was aber feststeht ist, 
daf^ es einen exoterischen und einen esoterischen Hitlerismus gab. 

In dem Unsichtbaren Kreis, der den Templern und der SS, sogar 
deren sichtbaren Chefs Molay und Himmler unbekannt waren fallt, 
wie bei den wahrhaftigen Rosenkreuzern, die Entscheidung dariiber. 



268 



da£ die Orden von der Oberflache zu verschwinden haben, daf^ sie 
nach au£en hin zunichte gemacht werden sollen, well sie infolge des 
Verlustes ihrer esoterisch-initiatorischen Reinheit lastig und unfahig 
zum Weiterwirken geworden sind, well sie sich durch das Zahlen- 
denken und die zeitbedingten Tendenzen zur Vermassung anstecken 
lief^en, weil sie sich durch Vermischung selbst zermiirbten, sich im 
physischen Kampfe aufrieben. Sie verzichten nun darauf, „hier" den 
Kampf fortzufiihren und sie bedienen sich der Eingangs-„Pforte" oder 
des Ausgangs-„Fensters", welche ihnen bekannt sind, um zu versch- 
winden, um hiniiberzugehen in die Innere Erde oder in ein anderes 
Transdimensionales Universum. Sie werden von den „Feuervogeln" 
hinweggetragen. Zu dem betreffenden Zeitpunkt verzichten sie auf 
den Sieg. Der Triumph ware fiir sie verhangnisvoll. Nur die Nieder- 
lage ermoglicht den Triumph der Idee in einer zu erschaffenden, zu 
ersinnenden Analogen, dieser Ahnlichen Welt, wie eine Nichtvorhan- 
dene Blume. Einer Blume jedoch, die wirkHcher ist als alle Blumen 
aus den Garten auf der ganzen Erde. 

Das ist der Grund dafiir, daf^ sich die Templer nicht verteidigen, 
obwohl sie es durchaus konnten, weil sie ja die Machtigeren waren. 
Aber sie muf^ten die Reinheit des Grals retten, wahren. 

Vieles ist iiber Hitler geschrieben und vermutet worden. Unter 
anderem hat man gemeint, er sei lediglich ein Medium gewesen, das 
unter fremden, der Inspiration der „Begrunder" entgegengesetzten 
Einfluf^ geraten war oder aber, daf^ er seinen eigenen Willen 
durchsetzen wollte, daf^ er ungehorsam war. Ich mochte hier einige 
Worte von Zeitgenossen wie Knut Hamsun, dem grof^en norweg- 
ischen Schriftsteller, in die Erinnerung zuriickrufen, die er beim 
Bekanntwerden der offiziellen Verlautbarung iiber Hitler's Versch- 
winden im Osloer Rundfunk aussprach: „Heute ist ein Wesen von 
uns gegangen, das viel zu grof^ war, um in unserer Epoche ver- 
standen zu werden." Und ein Sondergesandter aus Japan erklarte 
nach einer Begegnung mit Hitler: „Er ist der Hohepriester des 
Abendlandes." 

Zweifellos war Hitler einer der letzten Fiihrer, der vor Hereinbrechen 
der Katastrophe versuchte, die grobe Verstofflichung des Eisernen 



269 



Zeitalters, des Kaliyuga zu iiberwinden und aus ihr herauszufiihren, 
um zur Riickkehr der Erde in das Goldene Zeitalter mitzuhelfen. 
Seiner „anderen Wissenschaft" diirfte es gelungen sein, die Achse des 
Planeten wieder in ihre friihere Lage zu versetzen. In Verbindung 
hiermit mochten wir nochmals an die tibetische Lehre von den 
Tulkus erinnern, der Lehre von einer Art von Boddhisattva, eines 
Wesens, das nach Belieben zur Erde zuriickkehrt oder sich auf Erden 
verkorpert, weil es an kein Karma mehr gebunden ist, weil es ein 
Jivanmukti, ein Befreiter ist. Er kommt nur wieder, um eine Mission 
zu erfiillen und ist seltsamerweise in der Lage, sich gleichzeitig in 
mehr als einem Wesen zu verkorpern. Er spricht von sich nicht als 
„Ich", sondern als „Wir". Dadurch Hef^en sich wohl die „kollektiven 
Einfliisse", eine Art von „Epidemien" oder zur Mode gewordenen 
geistige Stromungen erklaren. Jung nahm Bezug auf den „Wotan- 
ismus" als er auf den Gott „Wotan" hinwies. Zur gleichen Zeit wie 
Hitler erscheinen Mussolini und eine ganze Anzahl anderer 
„Spiegelungen" wie schwachere Tone, gewissermaf^en als Aus- 
strahlungen, auf der ganzen Erde: Codreanu, Degrelle, Doriot, Plinio 
Salgado in Brasilien; Primo de Rivera in Spanien und Jorge Gonzalez 
von Maree in Chile und noch einige mehr. Der Tulku - in diesem 
Falle ist es Hitler - strahlt von einem hoheren Machtzentrum aus, das 
wie eine gewaltige Sonne alle in sich aufnimmt und sie in sein Feuer 
und in sein Schicksal hineinzieht. Fallt er, dann fallen alle anderen 
auch, denn Er ist ja Alle. Die Idee eines kollektiven Karmas findet 
hier seinen hoheren, dramatischen Ausdruck. Der Tulku ist also eine 
Art „Herr des Karmas", der sich verkorpert, um es zu erfiillen. Es ist 
das, was Jung als das kollektive Unterbewuf^tsein bezeichnet hat. 
Hatten die Deutschen den Krieg nicht verloren, dann hatte Jung, wie 
man mit Sicherheit annehmen kann, jene Theorie der „verschieden- 
en kollektiven Unterbewuf^tseinszustande" (das arische Kollektive 
Unterbewuf^tsein und das jiidisch-hebraische Kollektive Unterbe- 
wuf^tsein), welche er dann zu Fall bringen lassen muf^te bis zum 
Ende und bis zu ihren letzten Konsequenzen ausgearbeitet, indem er 
sie mit der Esoterik des Kollektivkarmas und vielleicht auch mit der 
geheimnisvollen Anschauung iiber die Tulkus in enge Verbindung 
gebracht hatte. 



270 



Auch die Riickkehr Hitlers nimmt eine andere unerwartete Richtung 
oder Dimension an, wobei man sie als Wiederverkorperung inner- 
halb des Kollektiven Unterbewuf^tseins einer bestimmten Gruppe 
auffassen kann, als eine Art Projektion oder als Besitzergreifung 
durch eine hohere Macht. In diesem Sinne hatte er sich also wieder- 
verkorpert. Und es ist moglich, daf^ seine Erscheinung in einem 
physischen Korper in Deutschland auch als eine Wiedereinkorper- 
ung, als eine Verstofflichung, als ein zeitweises Sichtbarwerden eines 
Wesens aufzufassen ist, das friiher bereits auf Erden gelebt hat oder 
als ein Tulku anzusehen ist, der sich eines entsprechend vor- 
bereiteten und tauglichen Korpers bedient (und zwar des in Braunau 
am Inn, eines mit magnetischen Kraften geladenen Ortes, geborenen 
Osterreichers Adolf Hitler) . Dieses Wesen, oder dieser Tulku befindet 
sich nicht andauernd in dem Vehikel dieses Korpers, sondern nur 
manchmal, von Fall zu Fall, an Hohepunkten, und er bedient sich 
auch anderer Korper. (In diesem Zusammenhang ist der Fall des 
Jorge Gonzalez von Maree in Chile bemerkenswert, der bisher noch 
nie griindlich untersucht oder in diesem Sinne analysiert worden 
ist). Der Gebrauch der Korper, aller Vehikel, erfolgt gleichzeitig; 
seinen besten Ausdruck findet der Tulku jedoch dort, wo sich die 
Energiewirbel zusammenballen, in diesem Falle in Hitler. Es mag 
sich darum handeln, oder aber um die Wiederverkorperung eines 
anderen, alten Wesens aus der Urzeit, einer Personlichkeit, die schon 
viele oder einige Male auf Erden weilte, in der ewigen Kreisung, hier 
oder driiben, als Wiederhorbarwerden einer Tonschwingung, die 
man schon gehort hat, die ewig ist, die nicht sterben kann und die 
immer wiederkehrt. 



Die auf verschiedenen Einweihungen beruhende soziale 

Gliederung 

Es ist gesagt worden, die Templer seien in der Geschichte des 
Abendlandes die ersten Bankiers gewesen. Von ihnen wurden 
auf den strategischen Handels- und Pilgerstraf^en ihre bewaffneten 
Bankstiitzpunkte errichtet. Die Kaufleute und Reisenden brauchten 



271 



kein Geld mit sich zu fiihren. Gegen Ausstellung einer Art Bankan- 
weisung oder eines Kreditbriefes bewahrten es die Templer fiir sie 
auf und am Ende der Reise, an dem ihrem Reiseziele am nachsten 
gelegenen als Gendarmerieposten ausgestatteten Bankstiitzpunkt 
wurde es ihnen ausgezahlt. Auf diese Weise entging man der Gefahr, 
auf den Landstraf^en des Mittelalters iiberfallen und ausgeraubt zu 
werden. Zinsen wurden nicht erhoben. Der grof^te Feind der 
Templer war der Wucher. Wucherer und Geldverleiher, fast immer 
Juden, wurden unerbittlich verfolgt. Die Streitigkeiten der Templer 
mit dem altprovenzalischen Lande der Katharer, Occitanien bzw. Oc 
wurden dadurch verursacht, daf^ dessen Feudalherren den Wucher- 
ern Schutz gewahrten. Wie bereits erwahnt, wurde von den Bauern 
eine Abgabe von 10%, der sog. „Zehnte" an die Templer nicht ent- 
richtet, und auch die Templer zahlten sie nicht an die Landesherren. 
Wir wissen schon, daf^ die Hitler-Anhanger der SS den Plan hegten, 
einen von jeglichen Steuern befreiten Ordensstaat zu griinden, in 
dem es keinen Geldumlauf gabe. 

Die Gemeinschaftsgliederung der Druiden wurde von den Templern 
mit Wohlwollen betrachtet: Bauern die das Land bestellten; Arbeiter, 
die den Stein behauten, die Straiten bauten, Kathedralen und 
Gebaude errichteten, die sich in Handwerkergenossenschaften zu- 
sammenschlossen; wehrhafte Monche, welche die Kulturgiiter des 
Landes schiitzten und die Nahrungsmittel sowie die Reichtiimer der 
Landes verteilten, ohne dafiir fiir sich selbst Nutzen oder Gewinn zu 
Ziehen. Und iiber allem stand die geistliche Macht der Templer, von 
der alles kontrolliert und iiberwacht wurde, wie bei den Druiden. 
Wir sehen hier wieder das vierblattrige Kleeblatt. - Die SS hatte 
etwas Ahnliches erreichen konnen. In jeder einzelnen Arbeits- 
gruppen-Gliederung der Templer und Druiden gab es eine eigene 
Einweihung, jede hatte ihre eigenen magischen Gesetze, ihre nicht 
auf andere iibertragbaren Schliissel, wie es aus den weisen Maf^- 
nahmen hervorgeht, die bei der Errichtung von Gebauden und bei 
der Feldbestellung getroffen wurden, wo man die einigermaf^en 
vorherzusehenden unsichtbaren Fluf^laufe in der Erde mit in 
Betracht zog und fiir hohere Zwecke regulierte. Die Reste prahis- 
torischen Terrassenbaues geben uns von alledem Kunde. 



272 



Den im Zeitalter des Kaliyuga Lebenden, denen, die einer Gesell- 
schaft, einer in Klassen zertriimmerten (atomisierten) Civitas ange- 
horen und nicht einer eingeweihten Kaste (Varna), ist es unmoglich, 
die Welt der Kasten der Vergangenheit zu verstehen, welche 
aufgrund von einander unterschiedlichen Einweihungen gegliedert 
waren und die sich gegenseitig weder hassen noch beneiden 
konnten, weil jede einzelne einem Wissen und einer magischen 
Durchdringung ihrer Welt entsprach. Der Landwirt besaf^ seine 
eigenen Einweihungsgeheimnisse, als deren Walter er sich aus 
kosmischer Uberlieferung fiihlte. Das war ebenso der Fall beim 
Arbeiter, besser gesagt dem Umwandler der Materie, dem Bau- 
meister. Die Einweihungen wurden in tiefen Hohlen, in unter- 
irdischen Welten vermittelt, wo die Erde Mutter ist; weiter hin auch 
auf dem Sternenwege von Compostela, bei der Einweihung des 
Wanderers und des Pilgers. Aus den tiefen Hohlen gingen sie hinaus 
zu den Sternen und schlossen so den Kreis. Es gab auch eine 
kriegerische Einweihung und die Einweihung des regierenden 
Konigs. Keine war der anderen iiberlegen; sie erganzten sich. Die 
Kathedrale und die Pyramide sind die Hohle, die Mutter, die im 
Auf^erlichen veranschaulicht wird. Der Mensch, der sich befreit und 
dadurch seine transzendente Mannlichkeit wiedererringt, tritt aus 
der Hohle heraus, verlaf^t die Mutter und begibt sich, wie Parzival, 
auf den Weg hin zum Stern, zum Gral. 

Eingeweihte Monche sind es, welche die Kathedralen entwerfen; es 
ist daher widersinnig zu behaupten, man wolle das alles zer- 
triimmernde Drama des Kaliyuga, des Proletariers unserer Zeit, der 
alles haf^t und beneidet, weil ihm eine Einweihung oder ein hoheres 
Wissen fehlt, wie ja auch dem Burger, dem Militar und den 
Regierenden dieser Tage, bis in goldene Zeiten hinein verlangern. 
Nur die Unwissenheit und Unredlichkeit der vom Ungeist des 
Kaliyuga befallenen Propagandisten kann eine „klassenmaf^ige", das 
Ganze zertriimmernde Auslegung auch auf die eingeweihten Stein- 
metzen beziehen, von denen ein jeder wie ein kosmischer Seher 
wirkte, ohne Haf^ und ohne die Bitterkeit von Sklaven, von 
Proletariern, von mechanischen Teilen einer Technologie und einer 



273 



rationalistischen Epoche. Die Sklaverei wird im Abendland den 
Volkern aufgezwungen von den Latinern, den Romern, welche die 
Welt der Kelten zerstorten. Kein Baumeister oder Magier des Steines 
hatte solche erbarmlichen Wohnsilos und Zement-Ameisenhaufen 
errichten konnen, wie man sie heutzutage fiir die Sklaven des 
Kaliyuga erstellt. - 

Drei verschiedene Auffassungen von Macht 

Wenn die Zeiten der Templer angedauert hatten, dann hatten 
sie die Welt in eine vollig andere Lage gebracht, indem die 
hyperboreische Uberlieferung vom Konigtum aus gottlichem Recht, 
vom inspirierten Souveran wieder eingesetzt worden ware. Sie 
hatten die Welt jener Tage unter der Vorherrschaft der geistlichen 
Macht eines einzigen Europa geeint. Und wer weif^, wohin sie 
gekommen waren; denn die Templer kannten Amerika. 

Man sagt, Kolumbus habe geheime, bisher noch nicht enthiillte Ver- 
bindungen unterhalten, durch die ihm die Existenz von Albania oder 
Amerika zur Kenntnis gebracht wurde. Vielleicht hat er den Befehl 
erhalten, es wiederzuentdecken in einem anderen als dem, seitens 
der Spanier und der Kirche von Rom, spater unterlegten Sinne. 
Hinter Kolumbus, seinen Anfangen, seiner Einkerkerung und seinem 
Ende steckt ein Geheimnis. Als seine Mission gescheitert ist, laf^t 
man ihn fallen. Die ganze Angelegenheit der Finanzierung seiner 
Expedition und des angeblichen Verkaufs der Juwelen der Konigin 
Isabel sind in Dunkel gehiillt. 

Die Parodie des Unumschrankten Monarchen, des Sonnenkonigs, der 
Ludwige Frankreichs ist eine Absicht ohne eine transzendente 
Grundlage, indem man vorgab, etwas einzufiihren, was von deren 
Vorfahren hoffnungslos zerstort wurde; eine ahnliche Bestrebung 
wie die von de Gaulle, der Betrachtungen iiber ein Europa vom 
Atlantik bis zum Ural anstellt, iiber eine Moglichkeit, zu deren 
Vernichtung er selbst Beihilfe leistete, indem er sich mit dessen 
traditionellen Feinden verbiindete. De Gaulle ist eine pathetische, ja 
tragikomische Personlichkeit, welche sich in seinen letzten Tagen der 
Sprache Hitlers bedient wenn er von den Juden spricht, die ihn 



274 



ihrerseits vernichten. 

Nach hyperboreischer Anschauung von transzendentaler Macht steht 
hinter dem aus gottlichem Recht und aus der Einweihung hervor- 
gegangenen Souveran ein aufnahmefahiger Korper, ein Orden, der 
ihn fiihrt und ihm beisteht mit Priestern, Magiern und Hellsichtigen 
in Verbindung mit den auf^erirdischen und kosmischen Kraften. 
Diese zweite regierende Korperschaft ist unsichtbar, sie zeigt sich 
nicht. Deshalb „wird der Konig Konig sein, solange er gerecht ist", 
solange er nicht fiir sich und nach seinen eigenen Ideen oder 
Auffassungen handelt und solange er nicht die Verbindung zu denen 
von „druben" zerreif^t. 

Wenn die Templer weiter bestehen gebHeben waren, dann hatte die 
Kirche von Rom ihre zeitHche Macht verloren, wie auch die welt- 
Hchen Konige und die Feudalherren, die der Rasse des ledigHch 
irdischen, des Tiermenschen angehorten. Diese aber finden sich 
zusammen, um den Orden zu zerstoren. 

TatsachHch kommen hier drei verschiedene Auffassungen von der 
Einweihung zum Ausdruck, die in den Adern des Planeten kreisen. 
Eine davon wird von der kathoHschen Kirche verkorpert und 
entspricht dem Typ der lunaren Einweihung, die zweideutig und 
fragwiirdig ist. Die einerseits die Unvollkommenheit alles Irdischen, 
„den Durchgang durch das Tal der Tranen", das Leben im Himmel 
hervorhebt, andererseits aber gleichzeitig nach diesseitiger Macht, 
irdisch und umfassend, strebt. Nicht etwa um den Ubeln abzuhelfen 
oder um eine gerechte und ausgleichende Regierungsform zu 
schaffen, sondern ledigHch fiir ein Durchgangssystem voller kluger 
Riicksichtnahme, in dem gesiindigt wird, und in dem die Siinde 
vergeben wird, um erneut zu siindigen und zu kapitulieren. 

Man regiert nicht und laf^t sich auch nicht regieren, und stets in Vor- 
bereitung auf den Tod nimmt man die Ungerechtigkeit in Kauf und 
zeigt wohlwollendes Verstandnis fiir den „ungerechten Konig." 

Es ist wie im Marchen vom Hund des Gartners ... Es ist die semitisch- 
lunare Einweihung im Gegensatz zur arisch-solaren, mannlichen, wie 
es Julius Evola definiert hat, durch die das Rassenproblem derart auf 
transzendente und geistige Formeln gebracht wird, daf^ es von der 



275 



biologischen auf eine kosmische, metaphysische Ebene erhoben 
wird. 

Die andere Auffassung ist diejenige von der Macht um der Macht 
willen, die demokratische, „humanistische", wie man das jetzt zu 
bezeichnen pflegt, auch wenn diese Krafte vom Hintergrunde her 
durch unsichtbare Faden und von Gesellschaften gelenkt und be- 
herrscht werden, iiber deren letztliche Kontrollfunktion man nichts 
weif^. Man bedient sich der Macht in einem alles zertriimmenden 
Kampfe aller gegen alle oder man glaubt, deren Nutznief^er zu sein. 
Es ist dies die rationaHstische und demokratische, scheinbar das 
Prinzip der Gleichheit verfechtende Auffassung, die jedoch die 
fiirchterHchste Ungleichheit und das grof^te Unheil hervorruft. Das 
unvermeidHche Endergebnis ist der atheistische Kollektivismus, der 
ebenfalls rationaHstische Ziige tragt. Eine anorganische ReHgion 
ohne Gotter und ohne Gott auf einem bleiernen Planeten am Hohe- 
punkt des KaHyuga. Die Dunkelste Epoche der Erde! 

Magische Wissenschaft und Technologie: Hitler hatte die 

Atombombe 

Die Auffassung der Druiden und der Templer entspricht der 
solaren, hyperboreischen Einweihung, deren Ziel es ist, auf 
Erden die hierarchische und vergottHchte Ordnung wiederherzu- 
stellen, wo das Innehaben der Macht einen Dienst verlangt (wo der 
Fiirst, der Konig der erste Diener - Dienherr seines Volkes ist), der 
stets in Beriihrung mit den auf^erirdischen Hierarchien ausgeiibt 
wird, mit den geistigen Fiihrern im symboHschen, allerhochsten 
Norden, in der tiefen Mitternacht. Ein Versuch zur Wiederher- 
stellung dieser Macht wurde vor 700 Jahren unternommen, um der 
Erde dabei zu helfen, aus ihrem Zustand der Involution, der Verstoff- 
lichung herauszugelangen, sie zu verandern und sie umzugestalten. 

Der Triumph der beiden niederen Stromungen und die sich daraus 
ergebende Zerstreuung der Templer fiihrt geradewegs in die Epoche 
des „Illuminatentums" des anarchischen Rationalismus, zur Verherr- 
lichung des rein „Menschlichen, allzu Menschlichen," des Tiermen- 



276 



schen und seiner Regungen bzw. seiner sich im Kreise bewegenden 
Empfindeleien. Dem entspringen folglich eine rationalistische, 
seelenlose Wissenschaft und Technologie, die mit dem All weder in 
lebensnaher noch in geistiger Verbindung stehen und die natiirlich 
atheistisch sind, und denen zufolge der Mensch jenes Organs 
verlustig wurde, das ihn befahigte, mit anderen Ebenen und mit 
anderen Wesen im Kosmos, mit den Gottheiten und den Gottern in 
Kontakt zu treten. Denn er ist nicht mehr im Besitz des Vril, der 
Urna. 

Die gesamte Zivilisation scheitert an der schwerfalligen und groben 
Mechanisierung, von der die Erde heimgesucht worden ist, an der 
Versklavung des Eisens, des Elektrons, der Elektronik, des Protons, 
der Kybernetik, an der Herrschaft der Masse, an der Bevolkerungs- 
explosion, am „Menschlichen, allzu Menschlichen", am Tiermen- 
schen, an der Gestaltlosigkeit, am damonischen Biirokratismus und 
am damonischen Kollektivismus. Mit menschlichen oder rein 
irdischen Mitteln gibt es schon keinen Ausweg mehr aus diesem 
Dilemma. 

Wenn die Templer nicht verschwunden waren, dann hatten sie die 
Welt zu einer andersgearteten, magischen Wissenschaft und Techno- 
logie hinfiihren konnen, wobei sich mit anderen Mitteln alles hatte 
besser erreichen lassen, mit Mitteln, die denjenigen ahnlich sind, mit 
denen man die Hohle von Altamira ausmalen und die grof^en Stein- 
blocke von Tiahuanaco und von Stonehenge bewegen konnte, die es 
ermoglichten, die Sphinx und die Pyramiden zu erbauen und sogar 
zu fernen Sternen zu reisen, und das alles auf eine Weise, die im 
Gegensatz zu den derzeitigen Methoden steht. Wir wissen auch, daf^ 
es den Horbigerianern unter den Hitleranhangern gelungen war, 
aufgrund eines von der Relativitat verschiedenen Vorgehens zur 
Auflosung des Atoms zu gelangen. Wie wir bereits ausfiihrten, 
berichtet Otto Skorzeny in seinem Buche: „Der unbekannte Krieg", 
da£ Hitler die Atombombe nicht zur Anwendung bringen wollte, wie 
er das in den letzten Tagen des Krieges personlich erklart hatte. 
Skorzeny beschreibt uns auf^erordentliche deutsche Erfindungen und 
verleiht dadurch den Uberzeugungen Matterns iiber die Flug- 
scheiben Hitler's Gewicht. Die Sieger diirften sich vieler dieser Erfin- 



277 



dungen bemachtigt haben, wodurch sie die Kosten des Zweiten Welt- 
krieges mit Wucherzinsen finanziert haben. Es ist deshalb sehr wahr- 
scheinlich, daf^ die von den Vereinigten Staaten gegen Japan einge- 
setzten Atombomben deutschen Ursprunges waren. 

Auch den Hitleranhangern diirfte es moglich gewesen sein, eine 
andersgeartete Wissenschaft und Technologie zu entdecken bzw. 
wiederzuentdecken, die in eine andere Richtung, auf andere Ziele 
hinweist, (die UFO's, die Kraft der Schwerelosigkeit des Orichalkos 
von Atlantis), womit jeder Wunsch, einen physischen Krieg mit 
ebenfalls physischen Mitteln gewinnen zu wollen, verschwindet. 
Vielmehr ergibt sich eine geistige Notwendigkeit, ihn zu vedieren, 
um die Reinheit des Mythos, des Ideals zu bewahren. 

Untersucht man das von den Hitleranhangern in alien Bereichen der 
Schopfung innerhalb eines Zeitraumes von nur sechs Jahren 
Erreichte, so kann man nicht umhin, dieses Wunder zu bewundern 
und einen Vergleich mit dem Templerorden anzustellen. Und man 
gelangt zu dem Glauben, da£ die SS den Gral gleichfalls gefunden 
und ihn sogar entratselt hat. 

Waren die neuen Verhaltensweisen eingefiihrt worden, dann hatte 
der Wucher der Verbrauchergesellschaft nicht zu solch einem ver- 
blendenden Gipfelpunkte fiihren konnen. Der Kapitalismus und der 
marxistische Kommunismus stellen nur scheinbare Widerspriiche 
dar. Sie stiitzen sich gegenseitig ab und erganzen sich bei der Zer- 
storung des Gottlichen und des Menschlichen; denn beide beruhen 
sie auf derselben rationalistischen Grundlage. Sonst waren sie schon 
sang- und klanglos, ohne Widerstand zu leisten, verschwunden. Oder 
aber sie waren niemals entstanden. 

Es wird vermutet, daf^ die Templer von ihrem Hafen La Rochelle aus 
geheimgehaltene Expeditionen unternahmen, die sie bis zur 
„Anderen Erde" Platos, nach Amerika-Atlantis fiihrten. Quetzalcoatl, 
der weif^e Gott der Tolteken, sofern es nicht eine im „Beflugelten 
Wagen" herabgekommene auf^erirdische Gottheit ist, war ein 
Templer, der hier die Lehre der Gerechtigkeit verbreitete. Quetzal- 
coatl wird in einigen mexikanischen Skulpturen mit Helm und 
Helmzier dargestellt, die den Riistungen der Templer ahneln. 



278 



Und noch vor ihnen kannten bereits die Wikinger des Nordens und 
die Druiden Amerika, dem sie, wie bereits erwahnt, andere Namen 
gaben. In Nordamerika gibt es keltische Tiirme. Bretonische und 
normannische Seeleute haben wohl die Schiffe der Templer gefiihrt. 
Der Orden fiihrt in Europa den bis dahin unbekannten Handel mit 
Silber ein. Die Templer und auch Papst Sylvester wuf^ten, daf^ die 
Erde rund ist. Das wuf^ten auch die Erbauer der Kathedrale von 
Chartres. Aber sie hiiteten dieses Wissen, wie auch das von der 
Existenz Amerikas, des Landes der Weif^en Gotter, der Weif^en Erde, 
Albaniens im symbolisch-polaren Sinne, des Verborgenen Erdteils, 
das man in der Einweihung des Goldenen Bandes, des Morgen- 
sternes, von Venus-Luzifer zu finden sucht. Wie bereits erwahnt, 
heif^t Stern im Sanskrit Tara. In Tibet ist Tara die Gottin Shakti- 
Kundalini, die Gattin Shivas, Meister des tantrischen Yoga und der 
Siddhas. Die siidamerikanische Legende vom Siidpol, die, von der 
verborgenen Stadt der Casaren in den weitentfernten Anden, konnte 
sich ja auch mit auf die Templer beziehen; zweifellos bezieht sie sich 
aber auf die Weif^en Gotter, auf die Weif^en Riesen. Die Templer 
wollen das Geheimnis ihrer Entdeckungen bewahren, weil diese 
entlegenen Gegenden einst der Zufluchtsort ihres Geheimen Meisters 
und ihrer Wissenschaft werden konnen. 

Tiahuanaco und der Tempel von Kalasasaya waren der Venus und 
Luzifer gewidmet. 

Die Templer kommen im XI. und XII. Jahrhundert nach Albanien. 
Moglicherweise haben sie ihren Gral dort versteckt. 

Nach der Zerstorung der Templer und ihrer weisen Verfassung, 
senken sich Jahrhunderte mit Hungersnoten, Pestepidemien und 
Bruderkriegen auf Europa herab, was seinen Hohepunkt in der 
franzosischen Revolution findet, mit welcher die Neuzeit beginnt 
und die den Abstieg in den Abgrund des Kaliyuga einleitet. Es wird 
behauptet, daf^ der europaische Mensch des XL, XII. und XIII. 
Jahrhunderts grof^er war als derjenige des XIV., XV. und XVI. 
Jahrhunderts, was anhand der Riistungen in den Museen bewiesen 
werden kann. Er wurde von den Templern besser ernahrt und 
beschiitzt. 



279 



Die Ursachen der Zerstorung des Templerordens 

Warum zerstorte man den Templerorden, nachdem er doch 
vorher mit der Unterstiitzung des Papsttums, der Benedik- 
tiner, der Zisterzienser und des Konigtums rechnen konnte? Die 
Griinde hierfiir wurden bereits kurz erwahnt: Machtstreitigkeiten 
sowie Auseinandersetzungen iiber den Machtbegriff, welche sich aus 
unterschiedlichen Einweihungen und entgegengesetzten Weltan- 
schauungen ergaben. Die Benediktiner und die Zisterzienser behal- 
ten ihre auf semitischen Ansichten iiber die Urspriinge der Kirche 
von Rom sowie deren Mythologie beruhende lunare Einweihung bei. 
Die Zweideutigkeit ihrer Auffassung la£t sich in den rationalistischen 
oder rationalisierten Thesen der Kirchenvater wie bei Augustin 
erkennen, insbesondere in dessen allumfassenden theokratischen 
Bestrebungen zur Schaffung der Civitas Dei (des „Gottesstaates"), 
die betont semitischen Charakter tragen, sowie im Begriff der Siind- 
haftigkeit, den man den Volkern der Erde mit Feuer und Schwert 
aufzwang. Durch den Mythos von der Ursiinde, einem typisch 
jiidischen Weltgefiihl aus der Zeit vor und nach dem „Neuen Bunde", 
das vielleicht aus dem Wissen heraus entstanden ist, den Oral 
mif^braucht oder eine Rassenkreuzung, die Ur-Rassensiinde began- 
gen zu haben, weshalb man eben durch den „Neuen Bund" (schon 
im voraus) das Verbot jegHcher Blutmischung vorsah, um es auszu- 
loschen, wurde die essenische und gnostische Richtung in andere 
Bahnen abgelenkt. Seinen inneren Entstehungskonflikt, der aus zwei 
verschiedenen Kraften und Personen, aus zwei sich gegeniiber- 
stehenden Seinsformen herriihrt, hat das Christentum nie iiber- 
winden konnen. Den Konflikt zwischen Jesua, dem NationaHsten 
und Volksaufwiegler, der sich zum Aufstand gegen die Macht des 
Romischen Imperiums anschickt und dem essenischen Meister der 
Gerechtigkeit, der im Sinne des Buddhismus und der indischen 
Vedanta Liebe und Barmherzigkeit predigt. Der christHche 
Gnostizismus hatte die Kirche von Rom auch dazu bringen konnen, 
Anschauungen der Katharer von einem solaren Christentum zu 
iibernehmen und ein hyperboreisches, auf Einweihung beruhendes 
Christentum ahnHch dem der Templer zu unterstiitzen, allein dem 



280 



stellte sich der Daimon der Juden, das Alte Testament, Jehova 
entgegen, den man zu einem allumfassenden, okumenischen Gott 
erheben wollte, was aber unmoglich war, well Jehova mit seinem 
„Volke", einem kleinen Teil der Menschheit, einen Pakt gegen alle 
iibrigen Menschen geschlossen hatte. Er hat den Gral in noch 
kleinere Stiicke zerteilt und verhindert, diese wieder zusammenzu- 
fiigen, die Krone wiederherzustellen. 

Das Christentum bewegt sich zwischen Gott und Kaiser, denen es 
sich beiden widersetzt, ohne aus seiner lunar ausgerichteten Ein- 
weihung heraus einen Ausweg aus dieser transzendenten Spannung 
zu finden. 

Und es bekampft deshalb auch alle diejenigen, welche die alte, 
solare Einweihung verteidigen, die Einweihung der goldenen Zeiten, 
die polare Esoterik, die auch hier auf Erden die gottliche Gerechtig- 
keit herstellen will fiir die Sohne der Witwe, die Halbgottlichen 
zusammen mit den Gottlichen, mit den Unsterblichen, in der Schritt 
fiir Schritt ein ihr immanenter Stufenweg durchlaufen wird, der 
schlief^lich zur Umgestaltung und Verwandlung (Transfiguration) 
der Auserwahlten fiihrt, in alien Bereichen des Himmels zusammen 
mit denen der Erde. 

Die „todliche Ursache" der Zerstorung der Katharer und der Templer 
war ihre Entdeckung der wahren Identitat des Gekreuzigten. Das 
furchtbare Geheimnis der Urspriinge, eine ungeheure Falschung, 
eine Gegeneinweihung, die Verfalschung eines solaren Symbols und 
eines hyperboreischen, kosmischen Mythus. Der andere Grund fiir 
die Auflosung des Ordens waren seine grof^en Reichtiimer, welche 
die Habgier des Papsttums, der Feudalherren und des im Dauer- 
bankrott befindlichen Konigs von Frankreich, Philipps des Schonen, 
hervorrief. Auf^erdem wollte man den Konig aus hyperboreischem 
Blute, den Gralskonig wiedereinsetzen. 

Wie wir schon wissen, verteidigen sich die Templer nicht. Moglicher- 
weise sind sie, wie vor ihnen die Katharer und nach ihnen die Rosen- 
kreuzer, in eine Lage geraten, die sie die irdischen Dinge und das 
verhangnisvoUe Schicksal dieser Welt durch die Verstofflichung im 



281 



Kaliyuga in den schwarzesten Farben sehen lief^en. Es kann aber 
auch sein - und wir wiederholen es - daf^ man beim Erreichen des 
kritischen Punktes der Wiederentdeckung der „anderen Wissen- 
schaft", der anderen Technologie es vorzieht, hier eine Niederlage zu 
erleiden, ahnlich wie der esoterische Hitlerismus, um schlief^lich 
dort, auf der neuen Erde, den Sieg davonzutragen. Und um heimzu- 
kehren in das Goldene Zeitalter. 



Das magische Imperium und das Gesetzbuch des Manu 

Man kann verstehen, daf^ die templerische Richtung der Ein- 
weihung von ihren unsichtbaren Griindern zumindest in den 
Anfangen des Ordens nicht genau festgelegt worden ist. Es gab 
sicherlich Papste, die man als Eingeweihte einer lunaren Einweihung 
mit hyperboreischen Abweichungen bezeichnen konnte, wie Sylves- 
ter und jenen Papst Eugenius III., der den Templern das alche- 
mistische Rote Kreuz sowie das Vierblattrige Kleeblatt verleiht, das 
sich bei der Drehung in ein Hakenkreuz verwandelt. Wie wir schon 
berichteten, ist das Hakenkreuz, die Swastika, das Symbol des Poles, 
durch das die Bewegung erzeugt wird, das selbst jedoch unbeweglich 
bleibt. Es ist deshalb das Kronenchakra der Erde, es ist die Achse, der 
Baum des Lebens. Der Pol wiederum ist ausgeglichen, a-pol-linisch, 
also maf^voll, harmonisch; denn er findet die Standfestigkeit und 
Stabilitat in sich selbst. Das Kreuz versinnbildlicht den Templern die 
Weisungen, welche mit der Senkrechten von oben kommen und die 
sie in der Horizontalen zu verwirklichen suchen, indem sie bis in die 
Tiefen vordringen, um durch die Beriihrung mit diesen Kraften der 
Tiefe zur Umwandlung der Erde zu gelangen. Es ist das keltische 
Kreuz. 

Im Verlaufe der Zeit kapseln sich die Templer immer mehr ab und 
ihre Esoterik wird vollig verschleiert. Der Kontakt zur Romischen 
Kirche sowie zu den Benediktiner- und Zisterzienserorden schwacht 
sich immer mehr ab, um dann schlief^lich nahezu vollig aufzuhoren. 
Mit den Benediktinern unterhalten sie jedoch bis zum Ende eine 
Verbindung aufrecht. Die Templer sind vollig in die hyperboreische 



282 



Tradition der Einweihung eingetreten und ihre Fiihrer bilden einen 
Teil der Surya-Vansa, oder der Sonnenrasse, die in Agartha und 
Shamballah ihren Wohnsitz hat. Sie sind „ativarna", das heif^t, sie 
stehen auf^erhalb jeder Kaste und Hautfarbe. Vielleicht war ihre 
Hautfarbe blau. 

Sie haben das Mittelalter Europas nach dem Vierersystem der Kasten 
vom Gesetzbuch Manus, oder des Eon, gestaltet, der unseren Zeit- 
kreis beherrscht und der tatsachHch das eingeweihte Haupt, der 
Initiator des Tempels, der Gleisa oder der Gemeinschaft von Agartha 
ist; Chakravartin, der die Bewegung des Rades, des Chakras lenkt 
und selbst dabei unbewegHch bleibt. Im Mittelalter nannte man das 
unterirdische und geheime Reich von Agartha das Reich des Priesters 
Johannes und man meinte, es sei in der Mongolei oder in Tibet, im 
Mythischen Orient gelegen. Der Priester Johannes war ein Pontifex- 
maximus, ein Briickenschlager zwischen dieser und jener Welt; 
Tirtamkara, ein souveraner Geistlicher. Wie es dann in der auf^eren 
Welt der Dalai Lama wurde. 

Es wird klar ersichtlich, daf^ die Kirche von Rom es den Templern 
nicht erlauben wiirde, ihre Auffassung vom Magischen Imperium in 
Europa in die Tat umzusetzen. Im Hinblick auf die Zeichen der 
damaligen Zeit und den senkrechten Eintritt der Erde in die Verstoff- 
lichung des Kaliyuga erwahlten die Katharer und Templer den Gott 
der Verlierer. 



Worin bestand die geheime Einweihung der Templer? 

Ist es uns heute noch moglich, Mutmaf^ungen dariiber anzustellen, 
welcher Art die Einweihung der Templer war? Gewisse Auf- 
schliisse lassen sich gewinnen wenn man versucht, in das Wesen der 
Symbole der Gralslegende und der umherschweifenden und eso- 
terischen Ritterschaft einzudringen. Hier findet sich die wunder- 
barste solare Einweihung, die jemals dem Menschen zur Erlangung 
seiner Unsterblichkeit zuteil wurde. Sie befindet sich in Uberein- 
stimmung mit den Priifungen zur Einweihung in die Magische Liebe 
an den Liebeshofen von Languedoc und den Troubadours, den Fedeli 



283 



d'Amore und den Minnesangern. Man sollte dariiber aber lieber 
hinweggehen, ohne dieses delikate Geheimnis zu beriihren. Als ob es 
so bestimmt gewesen ware, hat Professor C. G. Jung nichts iiber den 
Gral geschrieben und dadurch vermieden, das Wunder zu psycholo- 
gisieren, was man bedauerlicherweise von seinen Schiilern und An- 
hangern nicht sagen kann. Dieses Geheimnis kommt von ganz oben, 
von sehr weit her, und man konnte es mit dem Ausdruck psychoid 
bezeichnen. 

Gleichzeitig mit der Entdeckung des Grals tritt jene ratselhafte 
Gestalt des zweigesichtigen Baphomet in Erscheinung. Man kennt 
weder ihren Ursprung noch weif^ man etwas vom Ursprung dieses 
Wortes. Man denkt an Janus, Shiva und Abraxas. Ein Gesicht, das in 
diese (sichtbare) Welt schaut und in die andere, ins Unsichtbare, ins 
„Jenseits". Die Inquisition beschuldigte die Templer, ihre Anhanger 
zu zwingen, den „obsculum sub cauda" zu verabreichen. Man legte 
das volHg willkiirHch aus als Zauberei, Hexensabatt und Homo- 
sexualitat. Sicherlich wurde der Kuf^ auf das hintere Gesicht des 
Baphomet gegeben und bedeutete fiir den Adepten den Ubergang in 
die Welt des Ubersinnlichen. Dionys, der Aeropag, berichtet uns vom 
„Doppelgesicht". Baphomet ist schwarz. Das letzte Geheimnis der 
agyptischen Mysterien liegt auch im schwarzen Osiris, der Schwar- 
zen Sonne, beschlossen. Die von den Templern und Katharern er- 
wahlte Gottin Isis ist ebenfalls schwarz. Sie ist die Gattin des Osiris, 
welche die nach der Katastrophe in alle Welt zerstreuten Stiicke 
ihres Gatten (der Krone) wieder zusammenzusetzen sucht. Schwarz 
ist auch die polare Mitternachtssonne. 

Baphomet ist auf^erdem androgyn. Die den Gral bewachende Gestalt 
ist ein Androgyn, und zwar Shiva als Ardhanarishvara (einer 
Kombination der mannlichen und weiblichen Wesensziige Shivas, d. 
U.). 

Ich bin der Ansicht, dal^ bei Baphomet der Schliissel zum Grof^en 
Tor, zum Ausgang in die andere Welt, ins Unsichtbare, zur neuen 
Erde liegt. Die dort verborgene Lehre lautet: „Wenn du bei der 
Konzentration nach riickwarts schauen kannst, ohne dich umzu- 
sehen, wenn du dich umdrehen kannst und doch unbeweglich 



284 



bleibst mit deinem nach vorn gerichteten Gesicht, dann hast du es 
erreicht, aus dir selbst hinauszugelangen, dann bist du drauf^en, bist 
zweikopfig, hast das (binare) Gesetz der Zweigleisigkeit der Templer 
begriffen und nimmst an ihm teil." 

Gleich wie das Wahrzeichen des zweikopfigen Adlers, so konnte 
Baphomet ein Sinnbild fiir das mit der unsichtbaren geistigen Macht 
verbundene irdische Reich sein; die Templer befanden sich auf der 
Oberflache der Erde und im Innern, auf der Anderen Erde, in den 
parallelen Welten. Das Siegel der Templer mit den zwei Rittern auf 
einem Pferde diirfte die gleiche Bedeutung haben. 

Die Bedeutung des Namens Baphomet ist also unbekannt. Man denkt 
an Bepheva Mete und an Athanor, den Farber des Mondes, der Silber 
in Gold verwandelt. Die ungeheuren, niemals aufgefundenen Reich- 
tiimer der Templer wiirden hierdurch ihre Erklarung finden. Auch 
den Baphomet hat man nicht gefunden. 

Die tantrische Alchemic in den Orden des Mittelalters und in der 

SS 

Nach Leisegang ist die Alchemie - die, wie wir gesehen haben, 
die Bedeutung von schwarz hat - eine Synthese von agyptischer 
Technik und mittelorientalischem Mystizismus, die in Alexandrien in 
Erscheinung tritt. Aber das alles kommt von weiter her. Die Sym- 
bologie vom Tode und von der Auferstehung findet auf die Metalle 
Anwendung, auf die Erde. Blei wird in Gold verwandelt, das Kupfer 
wird „getotet", indem man es dunkler macht und in Schwarzoxyd 
verwandelt - in das Nigredo; dann laf^t man es wiedererstehen, 
indem man es mittels Quecksilber zu einer silbrigen Mischung formt 
- in das Albedo; und von da geht es iiber zum Gelb und zum Rot - in 
das Rubedo. Schwarz, weif^, gelb, rot („Wo ist das vierte, mein lieber 
Timaios?"). Die Farben und ihre Aufeinanderfolge waren fiir diesen 
alchemistischen Vorgang in Alexandrien von grundlegender Be- 
deutung, sowohl in bezug auf das Metall als auch auf die Aura des 
Alchemie-Magiers. Das bezog sich gleichermaf^en auf die Gewander 
der den alchemistischen Prozef^ der Eroberung des Heiligen Landes 



285 



vollziehenden Eingeweihten Ritterschaft. Das Kreuz der Templer war 
rot, auf weif^er Tracht, (das Rubedo, der letzte alchemistische 
Prozef^ die Erzeugung des Androgyn, des Rebis, des Baphomet). Die 
Ritter des Johanniterordens von Jerusalem (von woher der der- 
zeitige Malteserorden stammt) kleideten sich in Rot und ihr Kreuz 
war von weif^er Farbe (Albedo). Der Deutsche Ritterorden, der den 
preuf^ischen Staat ins Leben rief, war weif^ gekleidet und sein Kreuz 
war schwarz (Nigredo). Die SS trug schwarze Uniformen und ihr 
Hakenkreuz war schwarz auf rotem und weif^em Untergrund. Der 
vollkommene alchemistische Prozef^ nach den Erfordernissen der 
Zeitbeschleunigung! Den drei templerischen Geliibden von Keusch- 
heit, Armut und Gehorsam fiigte der Deutsche Ritterorden ein viertes 
bei: niemals vor dem Feinde zuriickzuweichen und bis zum Tode zu 
kampfen: „usque ad mortem" und „perinde ad cadaver". Die Strate- 
gie Hitlers und seiner SS wendet dieses vierte Geliibde auch an der 
Ostfront an. 

Die Astrologie und die Planeten werden in den Prozef^ einbezogen. 
Gold ist die Sonne; Silber ist der Mond; Eisen ist der Mars; Zinn ist 
der Jupiter. Die chinesischen Alchemisten entdecken ein neues 
Metall, das von den Arabern iibernommen wird. Im Abendland wird 
es zum Stein der Weisen, zum Elixier des Lebens. Man erwartet - 
bereits zu jener Zeit - das Erscheinen eines neuen Planeten. 

Die geheimnisvolle Gestalt des Baphomet gibt uns Kenntnis davon, 
daf^ die Alchemie der Templer tantrische Magie war. Das trifft auch 
auf die hitlerische Einweihung zu. Aus den Bemerkungen iiber die 
besondere Einstellung Hitlers zur Frau in dem Buche: „Hitler - die 
dunklen Jahre" von Ernst Hanfstaengel, dem ehemaligen Auslands- 
pressechef der N.S.D.A.P. la£t sich darauf schlief^en, wofiir Hanf- 
staengel jedoch jedes Verstandnis abging. 

In der geheimen Sexualalchemie handelt es sich um das korperliche 
Gold, das zu erzeugen, wiederzuerschaffen ist, iiber eine korperlich- 
seelisch-geistige Transformation des Eingeweihten. Es ist der 
Schwefel, das essentiell Mannliche, das sich bei der Beriihrung mit 
dem Quecksilber, dem essentiell Weiblichen zu behaupten hat, um 



286 



Rebis, den Androgyn, oder den Gekronten Konig (Baphomet) ins 
Leben zu rufen. 

Im ersten Teil des Werkes oder Opus wird die Auflosung mittels des 
weiblichen Prinzips, des Losewassers, hervorgerufen. Der gewohn- 
liche Schwefel („unser Konig") stirbt, oder auch das niedere Selbst 
das rein physische, rationelle Ich. Es ist dies das Dunkle Werk, Opera 
Oscura oder Nigredo! Nach der Krisis, wenn sich der Schwefel mit 
dem Gottlichen Wasser vereinigt, entdeckt man die Offnung (die 
„Astralrohre"), die verborgene Pforte und der exstatische Zustand 
(der polare) wird offenbar. Die „Taube Dianas" wird geboren und es 
erfolgt das Weif^e Werk, Opera Bianca oder Albedo, der als positiver 
Aspekt der Frau, des Quecksilbers oder der Herrschaft des Mondes 
anzusehen ist. Der Konig steht jetzt wieder auf, erwacht, ist entriickt. 
Dasselbe Wasser, das den Tod bringt, ist lebenspendend. Die Frau 
laf^t den Mann neu aufleben, sie inspiriert, „befruchtet" ihn. Der 
Konig ist vom Androgyn, dem Rebis „entbunden". 

Um jedoch das Werk, das Opus, fortfiihren zu konnen ist es erforder- 
lich den „Stahl der Weisen", den Degen der Einweihung, die Lanze 
von Longinus, den unbrennbaren Schwefel zu besitzen. Das heif^t, 
ein unveranderliches Prinzip, das nicht entflammt werden kann, das 
sich iiber die Zustandsveranderung hinweg unverandert bewahrt 
und, wenn der Augenblick gekommen ist, den Keim zu einem neuen 
Opus Alchimicum legt. Der bewahrte, nicht im Samenerguf^ ver- 
lorene Same. Das bezieht sich auf den dritten Teil des Opus 
Alchimicum, auf das Rote Opus, oder den Rubedo, in dem der 
Zustand der „ekstatischen Offnung" iiberschritten wird. Der Schwefel 
und das Feuer sind erneut wirksam, das Mannliche lebt wieder auf 
und es erhebt sich iiber den Stoff, der es auflosen wollte, iiber das 
weibliche Quecksilber; es erlegt dem Weiblichen seine Herrschaft 
auf, nimmt es in sich auf und iibertragt seine Natur auf sie. 

Das ist nun der Zeitpunkt der Vereinigung des Konigs und der 
Konigin, die nackt gebadet hatten. Man nennt dies den Inzest, auch 
Mysterium Coniuntionis. Es ist der Hyerosgamos. Aus dieser Verbin- 
dung entsteht Rebis, der Gekronte Androgyn. Der Konig bringt ihn 



287 



zur Welt: Sonne und Mond, allmachtig, unsterblich. Es ist der 
Menschensohn, das Ende des Opus Alchimicum, der sogenannten 
Koniglichen Kunst. 

Es hat trotz der sexuellen Symbole den Anschein, als ob die Meister 
vor der Zeit des Kaliyuga den physischen Koitus beim Prozess des 
Opus Transformationis der mit der Erzeugung oder der Mensch- 
werdung des Gekronten Androgyn, nicht ausiibten. Um das weib- 
liche Prinzip wiedereinzusetzen, indem sie „ihre Diana entkleideten", 
gingen sie nicht den Weg des aktiven Sexus, den man auch den 
„feuchten Weg" nennt (weil „die Frau weint und weinen laf^t", wie 
es in meinem Buch „Elella {Ersie), das Buch der Magischen Liebe" 
gesagt wird; sie Hebten die Frau nicht korperHch. Auch fiir die 
Alchemisten des Mittelalters war die Soror Mystica, die sich stets 
beim Alchemisten und bei seinem Athanor befand, eine symbolische 
geistige Gefahrtin, die wahrend des ganzen Prozesses der Trans- 
formation mit ihrer psychischen Energie, ihrer unerlaf^lichen weib- 
lichen Ausstrahlung Beistand leistete. Sozusagen ein Tantra der 
Rechten Hand. Der Prozef^ der katharischen Liebe, der „platonischen 
Liebe", der Troubadours, der Fedeli dAmore, Dantes, der Minne- 
sanger und der Templer des Grals. 

Die beiden tantrischen Wege 

In der sehr hermetischen und sehr alten tantrischen Einweihung 
gibt es zwei Richtungen. Beide fallen unter das Zeichen von 
Shiva-Luzifer, von Abraxas. Eine entspricht dem Wesen, das iiber die 
menschliche Bedingtheit hinauszugelangen versucht, indem es sich 
nach dem Lichtprinzip ausrichtet. Es ist das fiir das Geistig-Gottliche, 
den Divya empfangliche Wesen, das zum Siddha-Divya wird. Hier 
wird der rein symbolische, den korperlichen, wirklichen Besitz der 
Frau ausschlief^enden, tantrische Yoga angeraten im sogenannten 
Maithuna, dem magischen Koitus. Der Beischlaf ist mental, er gilt 
der Toten Geliebten. Die Vereinigung erfolgt im subtilen 
Astralkorper, nur im Geiste. (Vielleicht die Manisola der Katharer?) 



288 



Das ist die Magische Liebe, die in der Stadt Agartha gelehrt wird. 

Der andere tantrische Weg, den man als den der Linken Hand 
bezeichnet, ist derjenige des Wesens, das - ebenfalls zur Uberwin- 
dung seiner menschlichen Bedingtheit - zum leidenschaftlichen 
Uberstromen in der Glut des inneren Feuers hinstrebt. Er ist ange- 
zeigt fiir den heroischen Typ des Virya - hier wird der Held zum 
Siddha-Virya. Auf diesem „feuchten Wege" wird die wirkliche, 
physische (korperliche) Beriihrung mit der Frau im Maithuna- 
Geschlechtsakt angeraten, wobei eine magische Anwendung des 
Geschlechtlichen und des Bundi, des Samens, der wahrend des Aktes 
nicht ejakuliert werden darf, stattfindet, um den Androgyn, den 
Baphomet, Ardhanarishvara im Innern des Eingeweihten, des 
Gemahls, der Geliebten, des Helden entstehen zu lassen. Der Samen 
darf hierbei nicht austreten und nach auf^en hin in der Frau ver- 
lorengehen, sondern er muf^ sich im Korper seines Besitzers nach 
innen ergief^en, um diesen mit dem Androgyn, dem Rebis zu 
schwangern, wie man in der ebenfalls symbolischen Sprache der 
Alchemie sagt. 

Das ist die Magische Liebe, die in der Stadt Shamballa gelehrt wird. 

Beide Wege folgen der shivaistischen Richtung, der Richtung der 
Siddhas, die sich mit ihren Korpern unsterblich machen. - 

Die Unsterblichkeit beim physischen Korper des Siddha, seine Auf- 
erstehung beruht auf der folgenden Weltanschauung: Vor der 
Niederfahrt bildeten Korper und Seele eine einzige Wesenheit. 
Danach verdichtet sich der Korper (er wird ohysisch) soweit, daf^ er 
fiir die Unsterblichkeit der Seele zum Hindernis wird, indem er sie in 
die Zeithaftigkeit, ins Verderben und in den Tod herabzieht. Die 
Seele muf^ sich dann entauf^ern, sie verliert ihre Ganzheit und sie 
kommt in den meisten Fallen gleich nach dem Korper ebenfalls zur 
Auflosung. Die Seele benotigt einen Korper und muf^ ihn wieder- 
erlangen oder einen neuen Korper bilden, um so die Erlosung auf 
dem umgekehrten, riicklaufigen Wege, in der Richtung des 
Rechtslaufigen Hakenkreuzes anzustreben und sich wieder aus der 
Verstofflichung zu erheben, um somit den Niedergang zu iiber- 



289 



winden. Es ist die Ewige Wiederkehr mit einer begrenzten Anzahl 
von Wiederkiinften oder aber die Wiederverkorperung im hyper- 
boreischen Sinne. Die „Technik" oder „Wissenschaft" ist diejenige 
des magisch-alchemistischen Opus, bei dem das Hermetische, 
Geheime Feuer, das Feuer des Lebens, das aurum potabile, das 
Elixier des Langen Lebens, der Geist des Geheimen Weines zur 
Anwendung kommt, das den Stoff verjiingt, ihn von unreinen 
Schatten reinigt und ihn in seinen strahlenden Zustand zuriick- 
versetzt, in das Urlicht, durch die Gleichzeitigkeit der Transmutation 
der Metalle und mit Hilfe mantrischer Formeln eines abend- 
landischen-hyperboreischen Yogas mit der wirksamen Lautkraft der 
wiedergewonnenen Orphischen Kabbala. 

Durch die Wiederentdeckung und den Einsatz des radioaktiven 
Geheimen Feuers verjiingt sich die Materie, der Korper verfeinert 
sich und wird wieder zum eigentHchen Gewand der Seele. Er hat 
sich vermahlt. Die Seele verwandelt sich in ein Nessusgewand fiir 
den dichten Korper, sie verbrennt ihn. Jetzt besteht nur noch ein 
verklarter Korper aus Vraja, dem unsterbHchen Roten Feuer 
(Rubedo) . Der Siddha durchschreitet nun schon nicht mehr den Tod, 
sondern er steigt mitsamt dem Korper in einem Feuerwagen zum 
Himmel auf wie Enoch, Melchisedek und Quetzalcoatl's Feuer- 
schlange, die unvergangHch sind, unsterbHch. Er hat den Dritten Tag 
zum Wiederanbrechen gebracht. 

(Erster Tag: Nigredo; Zweiter Tag: Albedo; Dritter Tag: Rubedo). Es 
ist die Auferstehung des Fleisches, die Verleihung der Unsterblich- 
keit. Man hat auf diese Art das Geheimnis der Universalen Physio- 
logie entdeckt, die Musik der in der Natur wesenden Schwingungen 
und die Keimatmung im Taoismus. Es ist jedoch durchaus moglich, 
da£ es nicht der physische Korper ist, der sich verfeinert und der 
zum Verschwinden kommt, zergeht und sich, ohne sich des 
Geschehens bewu£t zu werden, unter Einwirkung des Reinen 
Universalen Losungswassers, oder des Quecksilbers im Nigredo 
auflost. Stattdessen kann es sein, daf^ sich der Astralkorper materi- 
alisiert, indem er wohl sichtbare, jedoch keine greifbare Form an- 
nimmt (noli me tangere!) mit Hilfe von unsterblichem Stoff aus 
Rotem Licht, aus Vraja, das verschiedene „Parallelwelten" auf 



290 



mehreren Erdkorpern zugleich durchlaufen und sich dort aufhalten 
kann. 

Es gibt drei Wege, auf denen man alchemistisch die Unsterblichkeit 
erlangen kann: den Augenblicklichen oder Blitzartigen, den 
Trockenen Weg und den Feuchten Weg. Auf die beiden letzteren 
sind wir in unserem Buch: „Elella (_Ersie), das Buch der Magischen 
Liebe" eingegangen. Der erste Weg bedient sich des Strahles und der 
kosmischen Strahlen, um eine augenblickliche Verwandlung 
(Mutation) des Adepten herbeizufiihren, die endgiiltig und total ist, 
wobei dieser einen Strahl in sich einfallen laf^t, der ihn durch und 
durch durchkreuzt, was am besten auf einem Berggipfel, bei einem 
Gewitter, oder auf einer hochgelegenen Terrasse geschieht. 

Durch Starke Gedankenkonzentration auf seine ihm innewohnende 
Soror Mystika (die Unsichtbare GeHebte) und die Wiederholung 
einer magischen Wortfolge (eines Mantrams) macht er sich unver- 
letzHch und kann nicht vernichtet werden, ohne da£ seine mensch- 
Hche Natur unsterbHch wird und sich verjiingt. Sein Geist macht eine 
augenbhckUche Verwandlung (Mutation) durch. Er ist bereits ein 
Divya, ein unsterblicher, gottlicher Siddha, ein Ubermensch. Die 
hierbei auftretende Gefahr ist ungeheuer gro£. Wenn namlich der 
Konzentrationsvorgang nicht in der richtigen Weise verlauft oder 
wenn die magischen Mantrams nicht in der richtigen Betonung 
ausgesprochen werden, tritt doch der Tod und nicht nur des 
physischen, stofflichen Korpers augenblicklich ein. 

Diese Priifung ahnelt derjenigen, welche die SS-Leute auf einer 
niederen Ebene zu bestehen hatten, wenn sie eine Granate auf ihrem 
Stahlhelm ziinden muf^ten. Nur vollige Bewegungslosigkeit, die 
totale physische und geistige Herrschaft iiber sich selbst lief^ sie den 
kritischen Augenblick iiberwinden. 

Beim Beschreiten dieses Weges der blitzartigen Verwirklichung fin- 
den auch kosmische und moglicherweise auch ultraviolette Strahlen 
Verwendung, durch die sich sozusagen ein psychisches Ozon-Fenster 
zu den die Dimensionen iiberschreitenden „Eingangs-" und „Aus- 
gangstoren zu den Polen", zu den „Astralrohren" offnet, damit sich 



291 



die Verwandlung (Mutation) des Adepten vollziehen kann. Auf 
diesem ersten Wege zur Unsterblichkeit bleibt die Soror Mystika, die 
Amasia Uxor unsichtbar und Lilith-Ayesha ist nur in der innerlichen 
Vorstellung dabei, ist verinnerlicht, ist nicht nach auf^en gelangt. 
Man geht mit ihr in Gedanken auf die Reise, wie es Parzival 
empfohlen hat. Am Ende der Reise wartet dann die immerwahrende 
Vermahlung des Androgynen, des Rebis. Auf diesem sowie auch auf 
den anderen Wegen wirkt sich ein zeitlich gleichlaufender Vorgang 
aus; denn es ist klar, daf^ sich der Adept reinigen und daf^ er grof^e 
Fahigkeiten erringen muf^, um dem Strahl widerstehen und sich, 
ohne der Vernichtung anheimzufallen, verwandeln zu konnen. Die 
etruskischen mit der Magie vertrauten Priester haben den Weg des 
Strahles sicherHch gekannt, da sie sich als „die vom BHtz Erleuch- 
teten" bezeichneten. Das runische Sinnbild der SS stellt diesen 
gleichen Strahl dar, welcher die Helden in Sonnenmenschen und 
vielleicht in Sterne, in Ubermenschen verwandelt. Man kann sicher 
sein, daf^ die Eingeweihten der SS in den hochsten und geheimsten 
Graden die Drei Wege kannten und sie beschritten. Auch die 
sogenannten Stof^trupps des chilenischen Nazismus verwendeten 
einen Strahl als ihr Symbol. In dieser Philosophie rein politischen 
Zuschnittes, die demzufolge nur auf das ihr gesteckte Ziel ausge- 
richtet war, findet sich jedoch auch nicht im entferntesten etwas, das 
mit Esoterik oder mit Metaphysik zu tun hatte. 

Der Zweite, oder der Trockene Weg bewirkt die Verwandlung 
innerhalb weniger Tage und bedient sich dabei offensichtlich irgend- 
eines ebenfalls synchronistischen Verfahrens im Zusammenhang mit 
der Radioaktivitat der verwandelten Materie in den innerlichen und 
auEerlichen Werkstatten des Alchemisten. Die „Soror Mystica" ist 
jetzt zugegen, sie wirkt mit, indem sie die Stoffe hergibt, die sie beim 
Beriihren „verweiblicht", oder indem sie sich zusammen mit dem 
Adepten auf irgendeine Weise unsterblich macht, jedoch ohne sich 
zu beriihren. 

Der Dritte, der Feuchte Weg ist nun der tantrisch-alchemistische Weg 
der Linken Hand und er kann ein Leben lang andauern. Die Veran- 
derung der inneren und auf^eren Metalle geht langsam vor sich. Die 



292 



Soror Mystika iibergibt in ihrem Korper und aus ihrem Korper die 
Ingredientien dem Adepten solange mittels zusammenhangender 
oder sich fortsetzender, wirklicher und symbolischer, jedenfalls aber 
magischer Ubertragung, Schwingung, Personlichkeitswerdung, in 
einer Liebe ohne (korperlich zu verstehende) Liebe, in einem eisigen 
Feuer, in der Geheimen Werkstatt, dem Magischen Zimmer, bis 
beide verwandelt sind, sich gegenseitig durchdrungen haben, ver- 
mahlt sind und ewig. Es ist dies ein ebenso gefahrlicher Weg wie die 
anderen. In der Tiefenpsychologie C. G. Jung's kommt etwas Ahn- 
liches vor, worin sich der magisch-symboHsche Sinngehalt wieder- 
finden laf^t. 

Die Wahl des zu beschreitenden Weges laf^t sich nicht willkiirlich 
treffen. Sie steht in Zusammenhang mit den Temperamenten, dem 
Ursprungsgestirn, den Inkarnationen und Wiederkiinften, mit dem 
Kreislauf der Ewigen Wiederkehr. 

Diese Wege sind sehr verschieden von dem rituellen Weg der 
ReHgion der Gottergebenheit (Devotion) oder von der Ausiibung des 
Bhakti-Yoga der Vedanta-Philosophie und seinem Aufgehen, dem 
SichverHeren im Samadhi, oder in der mystischen Ekstase. Dieses 
Sanskritwort besteht aus den Silben Sam = mit und adhi = Ur- 
wesen, was den Sinn „Aufgaben im Urwesen" ergibt. 

Die tantrische, shivaistische Ekstase ist ein auf^erster Spannungs- 
zustand, der die Bedingtheiten des Tiermenschen zerbricht und sich 
innerhalb einer PersonHchkeit oder einer Absoluten IndividuaHtat 
(wie beispielsweise der SS) Platz schafft. Es ist ein nahezu Nietzsche- 
anischer Kraftwirbel, der im Sanskrit mit KayvaHa bezeichnet wird, 
was weder Verschmelzen noch Verlust bedeutet, sondern hochste 
Differenzierung, Jung'sche Individuation. 

Kayvalia kommt von Kaula (und Kavala), der geheimsten tantrischen 
Einweihung. Es bedeutet „jenseits der 36 Tattwas (Bildekrafte) und 
der Gunas (Eigenschaften)" in der Tantrischen Metaphysik und im 
Symkhya (metaphysische Philosophie) . Es sind die Wege, die der 
Magier beschreitet im Gegensatz zum Heiligen. 



293 



Die Hitlerische Einweihung - ein unbekannter Weg des 

Abendlandischen Yoga 

Das Symbol der nationalsozialistischen SS waren zwei stilisierte 
S-Buchstaben, die Strahlen ahnlich sahen; das runische Zeichen 
des Sieges (Hvareno) und des aufblitzenden Lichtes, des eisigen 
Feuers. Der sakramentale Dolch des Schwarzen Ordens trug dieses 
Zeichen. 

Es war der alchemistische, tantrische Stahl; der unbrennbare 
Schwefel. 

Wenn auch die Einweihung bei der SS einer unbekannten Art des 
„abendlandischen Yoga" entspricht, so muf^ das doch nach den Uber- 
lieferungen mit dem hinduistischen und tibetischen Tantrismus in 
Verbindung gebracht werden, der wiederum seinen Ursprung in den 
GHedern der Goldenen Kette (Aura Catena), des Goldenen Bandes 
hat, welches auf ein gemeinsames hyperboreisches Zentrum am Pol 
zuriickfiihrt. Das Gleiche ist zutreffend fiir die Alchemie und die 
Einweihung der Troubadoure und Templer. 

In seinem Buch „Histoire des Rose-Croix" schreibt Serge Hutin, daf^ 
der rosenkreuzerische Geheimorden, Voarchadumis, der in der 
Renaissance seinen Sitz in Venedig hatte, tantrisch war, unmittelbare 
Kontakte zu orientalischen Lehrern unterhielt und im Besitze 
wertvoller tibetischer alchemistischer Urkunden war. Der Orden 
muf^ sich schlief^lich in Deutschland in Sicherheit bringen. Kaiser 
Maximilian gehorte dieser machtigen Organisation an. Man konnte 
hier wohl die Frage aufwerfen, ob sich nicht auch hier ein Zu- 
sammenhang aus der unbekannten Geschichte ergibt, der den 
Hitlerismus mit Tibet in Verbindung brachte und auf^erdem Hin- 
weise auf eine geschichtliche und nationale Herkunft des Eso- 
terischen Hitlerismus mit den Dropas, den Weif^en Riesen gibt. In 
der Biicherei fiir die Einzuweihenden auf der Ordensburg in Wewels- 
burg konnen sich tibetische Manuskripte iiber die tantrische Al- 
chemie des Voarchadumis-Ordens befunden haben. 

In seinem letzten Buch iiber den englischen Alchemisten John Dee: 
„Der Engel des Westlichen Fensters" bezieht sich Gustav Meyrink 
ebenfalls auf eine tantrische, rosenkreuzerische Vereinigung. 



294 



Andererseits existierte im XVI. und XVII. Jahrhundert in Spanien, mit 
dem Hauptsitz in Valladolid und Toledo, die Sekte der Illuminaten 
oder Lichtbriider, die tantrischen Charakter hatte. Sie pflegten die 
Magische Liebe mit einer einzigen Frau auszuiiben, mit der 
Mystischen Gemahlin - der Amasia Uxor, der Eingeweihten im ka- 
tharischen Troubadourwesen. Im Magischen Koitus, der Maithuna, 
ist alle Energie auf diesen Kraftwirbel zu richten, um die Erleuchtung 
herbeizufiihren (deshalb „Illuminaten, Lichtbriider"), das Dritte Auge 
zu offnen und in eine andere Dimension zu gelangen. 

Menendez y Pelayo nimmt in dem Buch „Historia de los Heterodoxos 
espanoles", das 1880 in Madrid erschien, auf die Lichtbriider Bezug 
und gleichfalls B. Lorca in der 1936 erschienen deutschen Ausgabe 
seines Buches: „Die spanische Inquisition und die Alumbrados." 

Die „Lichtbruder" (Alumbrados) wurden durch die Inquisition ver- 
nichtet. Dennoch behauptet gegen Ende des vorigen Jahrhunderts 
Pascal Bewerly Randolph, im Besitze der hauptsachlichen Manus- 
kripte der Illuminaten von Valladolid zu sein. Er griindet in Nord- 
amerika eine tantrische Vereinigung, die Fraternitas Rosae Crucis. 
Auch Randolph gibt vor, die sexuelle Energie im Magischen Koitus 
zu verwenden mit der einzigen Gattin (Lilith-Ayesha, der Wiederge- 
fundenen), um so zur metaphysischen Erleuchtung zu gelangen. 
Randolph schreibt viele Biicher, das wichtigste ist heutzutage unter 
dem Titel „Magia Sexualis" erhaltlich und wurde im Jahre 1969 in 
Paris in franzosischer Sprache von Guy le Prat veroffentlicht. Trotz- 
dem hat Randolph den Schliissel zu seiner Lehre fiir die Mitglieder 
seines Hermetischen Kreises, die E. B. (Eulis Brotherhood, Briider 
des Eulis) zuriickbehalten. Gegen ihn wendet sich mit verbissener 
Polemik Madame H. P. Blavatsky, die Begriinderin der Theosophie. 
Man hat geau£ert, die Theosophen hatten den verfriihten, im Jahre 
1875 eingetretenen Tod Randolphs verursacht haben konnen. 

Randolph verkiindete seinen Anhangern: „Der Sexus ist die machtig- 
ste magische Kraft im Universum." Und er fiigte hinzu: „Die Magie 
ist das grof^e, von alien nichtbeachtete Geheimwissen. Der Intellekt 
ist der fiirchterlichste Irrtum, den alle riihmen." 



295 



Shakti, der „Wille zur Macht" und die „Hitlerische absolute 

Personlichkeit" 

Es verdient als wichtig hervorgehoben zu werden, daf^ im Tantra 
der Begriff Maya, den man in der Vedanta-Philosophie mit 
Illusion iibersetzt, zum Begriff von Macht wird dank der grund- 
legenden Bedeutung, welche man der Shakti, oder dem weiblich- 
schopferischen Aspekt von Shiva (Ishvara-Shiva) beimif^t. Das heif^t, 
daf^ tantrischer Yoga der Yoga der Macht ist, wie dies Julius Evola 
andeutet. Yoga der Mutation und der Transmutation, der Verander- 
ung und der Verwandlung. Maya ist somit Wille zur Macht, Macht- 
wille, Macht an sich, nahezu Nietzscheanische Macht, „weil der 
Mensch etwas ist, was iiberwunden werden muf^." Der Weg ist der 
des Ubermenschen, des Siddha. Alfred Rosenberg schreibt in seinem 
„Mythos des XX. Jahrhunderts": „Dieser Kampf um die Umwandlung 
der Materie ist luziferisch, ohne daf^ ihm irgendein Beweggrund zur 
Erlangung personlichen Vorteils zugrunde lage. Das arisch- 
dynamische Wesen offenbart sich nicht durch Weltflucht, vielmehr 
durch den Kampf um die Erhohung der Welt in nahezu religios- 
kiinstlerisch-metaphysischer Weise und, empirisch - in luziferischer 
Weise." 

In den amerikanischen Archiven existiert ein in den SS Kasernen ge- 
fundenes Dokument, ein wahrend des Krieges von einem Unbe- 
kannten diktiertes Fragment eines Vortrags, durch das sich uns das 
Tor zu einer sachgerechten Schau der Dinge so, wie sie hatten 
werden konnen, ein wenig offnet. Dort heif^t es: „Es handelt sich 
darum, daf^ man die Realitat der modernen Welt begreift, in der sich 
mit Fortdauer des Krieges die Auflosungserscheinungen immer mehr 
zeigen, und daf^ man in der Elite der nordischen Rasse, welche in 
mehr oder minder grof^em Ausmaf^e auch in anderen Teilen der 
Welt vertreten ist, in jener kleinen Minderheit also, in welcher die 
transzendente Dimension (luziferischer Klarheit) erweckt ist, die 
monumentale Grof^e freilegt, die es einzig und allein ermoglicht, zu 
einer objektiven, richtigen Einschatzung der Realitaten zu gelangen, 
jener Minderheit, die in der Lage ist, die bronzenen Tore zum 



296 



Magischen Sozialismus, dem Quell des Neuen Ordens, der wirklich- 
keitsnahen Schau, aufzustof^en." 

Das Vorerwahnte wird aus dem Buche „Hitler und die Schwarze SS" 
von Andre Brissaud zitiert, der dann seinerseits noch hinzufiigt: „Die 
SS-Philosophie (uns wiirde das Wort „Einweihung" passender er- 
scheinen) laf^t die Ahnung von einem Hilfsmittel zum wirksamen 
Prozef^ der Entpersonlichung und von tatsachlichen bestehenden 
Moglichkeiten zur Erringung der absoluten Personlichkeit auf- 
kommen. Man kann nicht in Abrede stellen, daf^ die Nazis und vor 
allem die SS-Fiihrer, welche totale Verkorperungen des Mythos des 
XX. Jahrhunderts waren, in eiskalte und willkiirliche Barbarei (ich 
wiirde sagen: in eine neue, tantrische, nichtchristliche Auffassung 
des Alten) verfielen, um wissentlich oder unbewuf^t unter iiber- 
menschlichen und verzweifelten Anstrengungen sich iiber das vom 
Christentum durchtrankte moralische Gesetz des Abendlandes zu 
stellen und dadurch zu dem zu gelangen, was sie als die Verwand- 
lung des Jahrtausends ansahen. Es handelt sich nicht um eine 
Personlichkeitserweiterung und auch nicht um das gleichzeitige 
Bestehen zweier gegensatzlicher Seinsformen in einem Einzelwesen 
bei seinen ausgepragtesten Auf^erungen, die wir als das Gute oder 
das Schlechte, als Geist und Materie, als Gott und Teufel zu 
bezeichnen pflegen ... Es handelt sich vielmehr um die Ganzheit der 
Person in ihren verschiedenartigen, ja sogar widerspriichlichen 
(Abraxas) Erscheinungsformen, um die absolute Personlichkeit, die 
durch ihr Wesen, ihre Entwicklung und ihre maf^lose, metaphysische 
Schrankenlosigkeit in den Besitz der Einheit gelangt ist. Was etwas 
vollig anderes ist" (eingeklammerte Bemerkungen sind ebenfalls von 
Brissaud). 

Es hat nicht den Anschein, als ob der Schreiber dieser Zeilen ein 
erklarter Feind des Hitlerismus ware. Seine Begriffserlauterung, zu- 
mindest in diesem Abschnitt, ist die tiefste und zutreffendste, die uns 
iiber dieses Gebiet und iiber den Sinn der SS-Einweihung bekannt ist 
und die von einem Manne stammt, der vor dem hitlerischen 
Phanomen keinesfalls eine unparteiische Haltung einzunehmen 
beflissen ist. 



297 



Brissaud fiihrt dann die in den Niirnberger Prozessen abgegebene 
Erklarung des SS-Fiihrers Otto Ohlendorf an, der iiberdies fiir seine 
beschuldigten Ordenskameraden sprach. Wir geben davon hier nur 
einen Absatz wieder: „Wir diirfen nicht vergessen, daf^ die Demo- 
kratie weder fiir die in der christlichen Idee aufgegangene meta- 
physische Verpflichtung noch fiir irgendeine religiose Idee einen 
Ersatz bietet ... Auf dieser Seite des Grabes, in unserer verganglichen 
Welt ist jedwede Idee von der Zweckbestimmung des Menschen 
vollig verlorengegangen ..." 

Der Virya oder der Tantrische Held 

Daf^ die Einweihung der SS dem arischen Tantrismus der grof^en 
Tradition entspricht, der in dem enthalten ist, was man als 
„Fiinfte Veda" oder aber als die „Agama-Tantras", die geheimste 
Lehre der Kaulas bezeichnet, beweisen die folgenden Zitate: 

„Unser Brahma ist von der Brahmanischen Doktrin verschieden; er 
ist der Himmel und die Holle, die Tugend und die Siinde, der 
Wunsch und die Zerstorung. Er ist iiberall, im Bewuf^tsein und im 
UnbewuEten im zweipoligen Spiel beider. Er ist es, der die Sklaverei 
verursacht und auch die Befreiung." 

Das Tantra behauptet, es habe seinen Standpunkt jenseits von 
Dualismus des hinduistischen Samkhya und des Monismus der 
Vedanta, genau in der absoluten Personlichkeit, auf die sich Brissaud 
bezieht, welche sie in der Einheit von Shiva und Shakti, in ihrer 
Magischen Vermahlung und durch die Erschaffung des Androgyns, 
Ardhanarishvaras iiberwindet. Der Begriff Shakti ist das Bindeglied, 
das eine Verbindung von Geist (Atman) und Natur (Prakriti) 
ermoglicht und jenseits von Monismus und Dualismus seinen Platz 
einnimmt, wobei diese weder verneint, noch bestatigt, sondern 
iiberwunden werden. 

„Wer in den Zustand des Menschseins geriet und nicht bestrebt ist, 
iiber denselben hinauszugelangen, der gleicht Einem, der Selbstmord 
veriibt. Es ist notwendig, dal^ man vorerst auf den Grund der 



298 



eigenen Natur hinabsteigt und niemals zuriickkehrt; denn das wiirde 
bedeuten, sich sein eigenes Grab zu schaufeln". Erinnern wir uns an 
Dante: „Ich setze meine Pflanzen in den Teil des jenseitigen Lebens, 
von dem aus man nicht weiter voranschreiten kann, wenn wir die 
Absicht hegen, umzukehren." Das sich hier auswirkende Urbild ist: 
„die Schiffe hinter sich verbrennen", „Brucken hinter sich ab- 
brechen." ... 

Der tantrische Typ des Helden, der Virya, der Saddhaka Kaula oder 
der eingeweihte Kaula, ist der des reinen, blof^en Willens - Hitler -. 
Er entfaltet sich in der Tat. Seine einzige Ethik liegt darin: Grenzen 
zu iiberschreiten und Bande zu zerschneiden, jede Art von Gegen- 
satzlichkeit zu vernichten, die den Pasu, den iiblichen Tiermenschen, 
den Niederen, sozusagen den Biirgerlichen kennzeichnet; die 
Frommigkeit und Nachsicht, die jiidisch-christliche Idee der Siinde 
zu beseitigen; die Angst zu iiberwinden durch Anwendung des „Dop- 
pelmudra", Varamudra („welches die Angst vertreibt und Beistand 
gewahrt"); die Familienbande zu zerschneiden („Ein Virya ist nicht 
Ehegatte, Vater usw."). Man kennt die Auf^erungen Hitlers zu diesen 
Themen. 

Die wichtigste Ubung besteht in der Willensreinigung: Icchashuddi. 
In der SS gab es Todesstrafen oder Selbstmorde wegen Nichteinhal- 
tung von Versprechen, die in den Augen des Durchschnittsmenschen 
als absurd, als kleinlich erscheinen. Ein Kaula und ein SS-Mann 
stellen sich jenseits jeder Antithese: Upeksha. Es gibt nichts, was sie 
nicht zu tun vermochten, und sie fiihlen das Gleiche vor dem Feinde 
wie vor dem Freunde oder wie vor sich selbst: Upeksha - die 
letztliche Gleichgiiltigkeit gegeniiber Vergniigen und Schmerz, 
Himmel und Holle, Gut oder Bose, Tag oder Nacht, Liebe oder Haf^, 
Reichtum und Armut, gegeniiber einer Prostituierten, der Mutter, 
der Schwester, der Tochter und der Gattin (wir geben hier ein Zitat 
wieder), gegeniiber der Wirklichkeit und dem Traum, dem 
Bestandigen, dem Ewigen und dem Verganglichen. Er ist ein 
Svecchacarin „der alles tun kann". Es gibt jedoch fiir den Virya, den 
Helden, den Saddhaka oder den Kaulajiinger ebenso wie fiir den SS- 
Mann eine einzige Grenze: Der unbedingte Gehorsam gegeniiber 



299 



dem Guru, dem Fiihrer. Darin wird die Grenze nicht iiberschritten. 

Uber den Gehorsam gibt es keine Erorterungen. Jeder beliebige 
Befehl wird augenblicklich, wie von einem Automaten ohne 
Bedenken ausgefiihrt, wie absurd dieser Gehorsam auch immer sein 
mag. Auch die IsmaeHten leisten dem Imam auf diese Weise 
Gehorsam. In den Niirnberger Prozessen hat man iiber die SS- 
Manner zu Gericht gesessen, ohne in irgendeiner Weise die andere 
transsubjektive Realitat in Betracht zu Ziehen und man hat ein 
Gesetz zur Anwendung gebracht, das ihrer Welt, ihrem Universum 
vollig fremd war und das sie iiberhaupt nicht begreifen konnten, wie 
dies selbst Brissaud anerkennen muf^te, als er seine Uberlegungen 
konsequent zu Ende fiihrte. Die Richter von Niirnberg kannten keine 
andere Esoterik als die jiidische Zahlenkabbala, der Tantrismus war 
ihnen unbekannt. 

Den Weg des tantrischen Kundalini-Yoga zu beschreiten ist nur dem- 
jenigen moglich, der nach dem Prinzip klarer Entschlossenheit und 
reinen Willens geformt wurde, nach dem shivaistischen Prinzip 
hyperboreischer Mannlichkeit, die an der Grenze des Individuellen 
und Supraindividuellen liegt, bereits frei vom Einfluf^ Prakritis, der 
schweren Materie ist und durch Buddhi, das geistige Prinzip, geleitet 
wird. 

Er ist der Shuddabuddhisvabhava, hervorgegangen aus der shivais- 
tischen Mannlichkeit des Svayambhu-Linga, der den hochsten Grad 
von Mut der Helden und Krieger der Kaula erreicht und Teil nimmt 
an dem Kreise, der Kreisung der Kula, am Runden Tisch am Pol des 
Konigs Arthur. Fiir die Feigen und Zaghaften ist hier kein Platz." Fiir 
einen Morder und fiir einen Anarchisten, die vom richtigen Pfad 
geleitet und von der rechten Lehre erleuchtet sind, besteht grof^ere 
Wahrscheinlichkeit, den menschlichen Zustand des Pasu zu iiber- 
winden, als fiir einen Lauen" sagt die Kaula-Tantra. Mehr jedenfalls 
als fiir einen bequemen Biirger. Man erkennt jedoch klar die 
Gefahren dieses enormen Weges Nietzscheanischer Uberwindung 
und Wandlung des Menschen. Man bewegt sich dabei wie auf 
Messer's Schneide vorwarts. Sind die karmisch bedingten Neigungen 



300 



nicht iiberwunden worden, ist Prakriti, die schwere Erdsubstanz 
noch verborgen da wie auch noch Wiinsche und Leidenschaften, 
dann dient der „absolute Wille" lediglich zu deren Vermehrung und 
laf^t den Schauplatz des grof^en Dramas ins Ungeheuerliche an- 
wachsen. „Die mentalen Schopfungen" nehmen dann den Platz der 
Reinen Werte, der Bildkrafte (Tattwas) ein und dann war das Opfer 
nicht nur vergebens, sondern es entsteht fiir das eigene Selbst durch 
die angesammelte Shakti-Kraft ein nicht wiedergutzumachender 
Schaden. Hat ein Eingeweihter jedoch einen Fehlschlag erUtten, 
dann wird er durch das Gesetz, welches von den unsichtbaren 
Statten aus das okkulte, hermetische Geschehen regelt, automatisch 
ausgeschaltet. Von dort aus werden die Tore geoffnet oder ge- 
schlossen, wird das Ewige Leben gegeben oder versagt. 

In der Inneren Erde, im Gipfel des Berges der Offenbarung ist es, wo 
die vitalen und astralen Korper der im Kampfe gefallenen Helden 
und die nicht zu Siddhas gewordenen Eingeweihten des „Cordon 
Dorado" (des „Goldenes Bandes") als Vermachtnis von Wotan und 
Odin eine unverderbHche Materie erlangen. Sie werden neu geboren, 
ohne den Weg durch den Mutterleib nehmen und ein neues 
Heranwachsen von Kindheit an durchlaufen zu miissen. Sie kehren 
im rechten Sonnenalter der ewigen Jugend wieder. Hier ist die Auf- 
erstehung der Korper, des Fleisches, die nicht fiir alle gedacht ist, 
sondern fiir die Viryas, die Helden. Die Siddha-Divyas, die gottlichen 
Magier des Cordon Dorado (des Goldenen Bandes), die Hyperboreer, 
haben ihren Korper bereits hier verewigt, sie sterben nicht. Sie 
erwarten die Helden, um sie zu trosten und sie wiederaufzurichten. 

Das Wilde Heer Odins, das Letzte Bataillon Hitler's, der Weif^e Ritter, 
der mit dem Goldenen Zeitalter wiederkehrt, um Gericht zu halten, 
auf einem weif^en Rosse in dem Goldenen Aar (Adler) im Zeitalter 
des Condor wird gebildet sein von den Helden mit den unsterb- 
lichen, aus rotem Vraja (Rubedo) bestehenden Korpern - wiederauf- 
erstandene Gotter nach ihrer Gotterdammerung. Dieser unsterbliche 
Korper heif^t Vrajarupa; auch Divya-Deha und Siddha-Deha. Der 
Tiermensch, der Pasu, stirbt fiir immer. Sein subtiles Vehikel bringt 
ihn nicht nach dem Walhall der Walkiiren, sondern nach Niflheim, 



301 



dem nordischen Hades, einem dunklen Ort wie das Scheol der 
Juden, vielleicht wie die „schwarzen Locher" des Firmaments, die 
alles verschlucken und die lediglich aus Protonen bestehen, wie die 
heutige Wissenschaft sagen wiirde, in welchen die subtileren Vehikel 
und sogar das Licht („das Lichtgedachtnis") in allerdunkelstes, 
schwingungsloses Gewicht, in das grof^e Anti aufgelost werden. - 

Wehe dem, der seine Walkiire verliert! 

Man hort niemals mehr, daf^ vom Gral gesprochen wird. Einige 
glauben, daf^ er in den Kaukasus, in die sagenhafte Stadt 
Asgard, in die von den Giganten (von denen Prometheus einer war) 
von den Asen und Osen erbaute, nahe beim heiligen Berg Elbrus 
gelegene Stadt Odins zuriickgebracht worden ist. Die Osen sind jene 
Tuathas de Danann der islandische Sagas, die Vorfahren der 
Germanen, Bewohner eines mythischen Georgiens und eines Ver- 
borgenen Spaniens. Die Tuathas kommen von auf^erhalb der Erde 
und folgen der Gottin Venus. Man findet das Goldene VHes in Portus 
Veneris, dem Hafen der Venus, der Liebe. Orpheus, Herkules- 
Herakles, Kastor und Pollux (Pol) gehen nach ihm auf die Suche. Ihr 
Fiihrer ist Jason. Das Vlies hatte jedoch ohne die Hilfe der Magierin 
und Priesterin Medea, die ihre Kraft (Urna) dem Jason verlieh, nicht 
gefunden werden konnen. Die Argonauten stechen von Lameila 
(„was Dodone war") aus in See. Am Bug ihres Schiffes fiihren sie 
einen Zweig der Dodonen-Eiche mit sich. Das Schiff trug den Namen 
Argo. Die Stadt Agarthi (wie sie in Tibet und in der Mongolei 
benannt wird) heif^t in Indien Agartha. Argo, Argonaut, Agharta 
bedeutet im Griechischen weif^. Es kann sein, daf^ sich im Berge von 
Agartha die Arche der Sintflut, das Phantomschiff, Caleuche mit 
seiner unsterblichen Besatzung befindet. Das Vlies wird im Kaukasus 
entdeckt, im Ursprungsland der gottlichen Vorfahren Jason's. Man 
bringt es nach Griechenland. Aber Medea, die von Jason verraten 
worden ist, verlaf^t diesen und totet seine gesamte Sippe. Hat etwa 
auch Jason den Gral mif^braucht? Medea entschwindet sodann auf 
einem gefliigelten Wagen. 



302 



Das Goldene Vlies ist ein fliegender Widder, wie die Schlange des 
Quetzalcoatl. Wehe dem, der die Magierin und Geliebte verlaf^t die 
ihm den Gral iibergeben hat! Er hat seine Seele, sein ewiges Leben 
verwirkt. Ihn hat die Jungfrau aus Hyperborea verlassen. 

Auf der Insel Samothrake und auf Delos fanden die ApolHnischen 
Mysterienfeiern statt und man besang die hyperboreischen jungfrau- 
Hchen Magierinnen Opis und Arge. (War etwa das „Schiff" Jasons 
eine hyperboreische Jungfrau?). Nach Herodot besangen die Jung- 
frauen von Samothrake diese beiden Magierinnen aus der Region 
des Eises mit Hymnen, die von dem lykischen Harden Olen verfaf^t 
waren. Und man trank die Ambrosia, den Trank der UnsterbHchkeit, 
den man in Indien Amrita und in Persien Haoma nennt. Im alten 
Rom wurde er, wie Rene Guenon schreibt, mit Anna Perenne be- 
zeichnet. 

Die Kabiren, die zwei Arten von Kabbala, das Pferd und die 

Jungfrau von Carmen 

Die Mysterien von Samothrake wurden von den Kabiren gelehrt. 
Prometheus war ein Kabire und sicherHch auch Luzifer. Die 
Kabiren kommen aus anderen himmHschen Welten und teilen die 
gesamte Erde in Einfluf^bereiche auf. In Irland sind es die Tuathas de 
Dannan, was bedeutet: „die UnsterbHchen vom Stamme der Gottin 
Anna" (Dannan, Anna Perenne). Man findet sie auch in den alt- 
keltischen Gebieten. Sie sind weise Lehrmeister; tatsachHch sind es 
die Druiden und die geheimnisvollen Pelasger. Ihre Wissenschaft ist 
die Kabbala, die der Kabiren. 

Es gibt zwei Kabbalas, die eine beruht auf Zahlen und die andere auf 
Lauten. Dank letzterer war es Josua, dem General der Philister 
moglich, die Mauern von Jericho zum Einsturz zu bringen. Es 
handelt sich hier um die indo-arische Kabbala des Orpheus, die der 
„Steinzithern", der gotischen Kathe-dralen und Krishnas; es ist die 
Kabbala der Mantrams, des OM. 

Caba oder Kaba bedeutet „ein vom Himmel gefallener Stern", es ist 
ein schwarzer Stein wie die Kaaba in Mekka, ein Meteorit. Nach 



303 



Wolfram von Eschenbach ist der Gral ein vom Himmel gefallener 
Stein, der sich wahrend des Kampfes Luzifers mit den Auf^e- 
rirdischen aus seiner Krone loste. Die Kabbala lehrt uns die Weisheit 
von jener Jenseitigkeit. 

Das Wort Kabbala steht auf^erdem in Zusammenhang mit dem 
spanischen Wort „caballo", was Pferd bedeutet, die Bezeichnung fiir 
ein sonnenhaftes Tier wie der Lowe. Das Pferd tragt Parzival dorthin, 
wo er den Gral findet; Pegasus fliegt wie die Gefiederte Schlange - 
auf ihn schwingen sich die Traumer und die Dichter. Die Kabbala ist 
das „Pferd" (caballo) des Magiers. Erinnern wir uns doch daran, daf^ 
der Stein, durch den die Wassermassen der Sintflut aufgehalten 
werden konnten, der Yedehtash, sich nach Meinung der Mongolen 
im Kopfe eines Pferdes befunden hat. 

Nach Charpentier und anderen Schriftstellern kommt „caballo" und 
Kabbala weder aus dem Arabischen oder Hebraischen, noch aus dem 
Lateinischen, sondern aus dem Keltischen. Kabbala und „caballo" 
haben in irgendeiner Form die Bedeutung von „Stein". Der Mensch 
ergriindet das Geheimnis des Steines und bearbeitet ihn im Zeitalter 
des Widders. Diese Kenntnisse werden den Kelten von den Druiden 
vermittelt. Carbel, Carbal, Carmel, Cabala (Kabbala), Cabale 
(Kabale) und Carmen bedeuten Gottesstein, das Wissen, die Weisheit 
von der Natur, die des baskischen Maxa Jaun, der Jaunen oder 
Juanen, die des echten Johannes-Evangeliums. Es ist auch das 
Gottliche Mutterpferd und das Weif^e Pferd, das sowohl Santiago 
(der Hi. Jakob) in der Schlacht von Clavigas besteigt als auch Vishnu 
am Ende der Zeiten, wenn er wiederkommt zu richten, auszurichten, 
der Neuen Erde einen neuen Anstof^, eine neue Richtung zu geben. 

Fiir die Basken ist das Sternbild des Lowen das des Pferdes. Das 
Keltische ist keine Schriftsprache, es ist phonetisch, wie alle sakralen 
Sprachen. Die Kabbala des Widderzeitalters ist phonetisch, sie formt 
die Welt durch den Laut, durch die Mantrams um. Die umher- 
ziehende Gralsritterschaft, die sich auf der Suche nach dem vom 
Himmel gefallenen Steine aus Luzifer's Krone befand, kannte diese 
Kabbala. Der Ritter (span, caballero, frz. Chevalier) ist der in die 
vom Laut bestimmte (phonetische) Kabbala, die Kabbala der Trouba- 



304 



doure, in das Geheimnis der Unsterblichkeit und des ewigen Lebens 
Eingeweihte, der auf dem Pferde seinen Einzug in Sidh, das Reich 
der Feen und der Unsterblichkeit, halt. Das ist der initiatische Sinn 
des Wortes „caballero" (Ritter), welchen die neuen Magier-Krieger 
der neuen Eingeweihten Ritterschaft wieder zu verleihen haben 
werden. So bilden in unserer Welt der Symbole die Begriffe Kabbala, 
caballo (Pferd) und caballero (Ritter) ein unzerstorbares Gemein- 
sames, Ganzes. Hierzu kommt auch noch der Name Carmen (Stein 
Gottes, Gottliches Mutterpferd, Jungfraulich-Heiliger Stein, der aus 
einer Krone vom Himmel gefallene Stein, der Morgenstern) . 
Ebensowenig wie der Begriff Kabbala hat auch er mit den Arabern 
und Juden nichts zu tun - auch der Name Carmen ist keltisch. Es ist 
eine bezeichnende Tatsache, daf^ die Virgen (Jungfrau) del Carmen 
die Schutzherrin Chiles und seiner Heere ist, ebenso wie Santiago 
(der Hi. Jakob) der Schutzherr Spaniens und seiner Ritterschaft ist. 
Der Schutz wird von ihr gewahrt, und auch das Wissen kommt von 
ihr - vom Morgenstern, von Venus-Luzifer, vom Stern der Elella, was 
Er und Sie bedeutet; vom Stern der ewigen Magischen Liebe, der auf 
die Heiligen Anden seine Lichtstrahlen der Morgenfriihe ergief^t, 
dort, wo das Wissen der Giganten gehiitet wird, auf das in den 
Anden gelegene sub-boreale Albania oder Anda, was „Ganzer 
Mensch" bedeutet, well sich in diesem Felsmassiv eine verloren- 
gegangene Ganzheit verbirgt. 

Die Virgen (Jungfrau) del Carmen muf^ die Schutzherrin der neuen 
esoterisch-magischen Ritterschaft in den Eisregionen des Siidens 
sein, der Ritter des Ordens vom Cordon Dorado („Goldenen Band"), 
der Wachter der Morgenrote und der Wanderer bei Tagesanbruch, 
aller derjenigen, die auf der Suche nach der Stadt der Casaren und 
den Oasen in der Antarktis, dem Hyperborea des Siidpols, die vom 
Orden des Morgensterns, dem Stern Chiles, dem Einsamen Stern, 
dem Stern der Ewigen Liebe sind. Diese Wanderer und Pilger, alle 
diese Ritter werden von einem Hunde (ca - wie in Carmen) begleitet, 
wie ja iibrigens auch Santiago der Altere. Er zeigte ihm den Weg bis 
ans Ende der Milchstraf^e. 



305 



Das ist die Einweihung des Abendlandes, in dem die physische 
Sonne untergeht, der Sternenweg zum Grof^en Siiden, den man 
Carmen, die Virgen (Jungfrau) des Carmen, Venus-Luzifer, den Mor- 
genstern Elellas (_Er-Sie) nennt, den Stern von ihr, die ihm angehort, 
seine weibliche Erganzung. 

Im zweiten Teil des „Faust" spricht Goethe von den geheimnisvollen 
Kabiren, den Bewohnern der unterirdischen Welt, sicherlich Sham- 
ballah und er auf^ert, wie ein Echo auf den „Timaios" die sehr selt- 
samen Worte: „Drei sind gekommen, der Vierte ist nicht da, aber er 
ist der Richtige - derjenige, welcher fiir die Vier denkt." 

Die Esoterik der Nibelungen: Siegfried, der Christus des 

Abendlandes 

Man muf^ es erneut sagen, daf^ schon in vorgeschichtHchen 
Zeiten eine grof^e ZiviHsation oder eine nordisch-arische Welt 
bestand, sozusagen als ein unmittelbares Geisteserbe des Kontinents 
Hyperborea. Dort fand eine magische Wissenschaft von der Liebe 
und der Macht des Willens ihren Ausdruck, die sich auf das gesamte 
Firmament bis hin zu den am weitesten entfernten Milchstraf^en 
auswirkte. Die Westgoten, die Merowinger sind die aus ihrer 
friiheren Gro£e herabgesunkenen Uberreste aus jener Welt der 
Giganten. In den nordischen und germanischen Heldensagen, der 
„Edda" und dem „Nibelungenlied" sind jedoch Bruchstiicke daraus 
als Mythen oder Legenden iiberliefert. Man muf^ sie ausdeuten. Wir 
wissen, daf^ die Walkiire, von Wagner und den Romantikern in eine 
andere Form gebracht, ein unsichtbares Wesen ist, die geistige, die 
innere Frau. Es ist die innere Lilith, die Sternengefahrtin des 
Kriegers, die an seiner Seite geht „in Gedanken", wie es Parzival riet 
wahrend des Kampfes um die Eroberung des Grals, im Tode und in 
der Transfiguration, in der Verklarung. Sie ist die Innerliche 
Geliebte, die dem Geliebten in Walhall das Ewige Leben gibt, eben 
den Gral, ihm, dem toten und wiedererstandenen Helden. Hier wird 
ein Einweihungsweg offenbar. In der verchristlichten Gralslegende 
merzte man die Walkiire sowie die Siegfried unsichtbar machende 



306 



Tarnkappe aus. Sobald er sie aufsetzte oder „in sie eintrat", konnte 
er horen und sehen, konnte aber von niemandem gesehen werden, 
und seine Krafte wuchsen auf die Starke von 12 (die Schliissel- 
nummer) Mann an. Siegfried hat die Kappe dem Zwerg Alberich, 
dem Obersten Hiiter des Nibelungenschatzes, geraubt, einem „E\e- 
mentarwesen". Der eingeweihte Magier kann diesem nur Befehle 
erteilen, wenn er ihn „am Barte packt". Er wird ihm dienstbar. Er 
hiitet den Schatz der unterirdischen Welt, der auch dann, wenn man 
ihn verausgabt, unversiegHch ist wie die Speise im Kelche des Grals, 
ein von hochster Initiation und Kraft kiindender, im Erdinnern der 
Kabiren aufbewahrter Schatz. 

Die Tarnkappe ist der fiir die Augen des Fleisches unsichtbare Astral- 
korper, sie ist das Nessushemd, ist KundaHni - eine Unsichtbarkeit 
verleihende Kraft, mittels derer man „in den Astralkorper austreten" 
und auch „diesen Korper materiaHsieren kann", ihn nach Wunsch 
sichtbar oder unsichtbar werden laf^t. Uber diese Kraft verfiigten 
einige altgermanische Viryas und Helden. Ein schwacher Anklang 
hiervon findet sich noch im Nebel des NibelungenHedes. Ein ganzer 
tantrischer Einweihungsweg der Rechten Hand ist in den Begriffen 
Walkiire und Walhall enthalten, die immer mehr der Auflosung und 
der Verstofflichung anheimfielen, eine solare Esoterik, die ein Teil 
des Gralsgeheimnisses hatte sein sollen und die in geschichtHcher 
Zeit, nachdem die Romer und Christen ihre grof^e Zerstorungsarbeit 
am WirkHchen Altertum vollendet hatten, in der „Edda" und im 
NibelungenHed, welche man ihres urspriingHchen Sinnes beraubt 
hatte, iiberhefert worden waren. 

Es existiert eine unbekannte und hohere ario-germanische Einweih- 
ung, die sich hinter diesen Epen, ihren Sagen und Mythen verbirgt, 
und die insgeheim in den inneren und geschlossenen Kreisen der 
hitlerischen Esoterik der SS wieder zur Geltung gelangt ist. 

Siegfried ist ein initiierter Held, ein Virya, der danach strebt, zu 
einem Divya, einem Gottmenschen, einem Ubermenschen, Sonnen- 
menschen zu werden. Er hat einen von den Fiihrern der Inneren 
Erde bewachten und von den in die „Neber' des Grals und der Nibe- 
lungen eingehiillten, von Zwergen beschiitzten, Schatz erobert. 



307 



Er hat auch einen Lindwurm genannten Drachen getotet. Von 
„Wurm" her kommt der Name der Stadt Worms um zu der Zeit, als 
die Tragodie der Gotterdammerung bereits in vollem Gange war, 
ihren mythisch-symboHschen Charakter hervorzuheben. Nicht nach 
der Stadt Nivelle in den Ardennen der Merowinger ist sie benannt, 
wie man annehmen konnte, sondern nach dem gemeinsamen mytho- 
logischen Ursprung dieser Nachfahren der Hyperboreer, der sich im 
Dunkel der Jahrtausende und im mystischen Geheimnis der Hohlen 
Erde verHert. Die Nibelungen stammen von der KonigHchen Rasse 
der Ostgoten ab, die gegen Ende des Epos als die Begleiter des 
Konigs Dietrich von Bern auftauchen. 

In Worms lebte ein boser Drache (Es gibt solche, und auch noch 
Mammuts im Innern der hohlen Erde; auf den Geldstiicken der 
Hohenstaufen war ein Drache eingraviert) . Es gab in Worms 
ebenfalls Dolmen und Giganten, wie in dem in den Ardennen 
gelegenen Stenay. Dort kann man noch den „Siegfriedstein" sehen, 
und man hat ein 45 Fu£ tiefes Grab gefunden, das man fiir das des 
Helden halt. So ist also Siegfried ein burgundischer, merowingischer 
oder westgotischer Riese, ein Hyperboreer, der vom Stern des 
Luzifers herabgekommen ist. Jedenfalls ist er der Archetyp des 
jungen, zum Opfer dargebrachten, toten Helden; er ist Dionys und 
auch der Christus des Abendlandes, Apollo, Abraxas, Luzifer. Das 
Self, wie C. G. Jung meinte, „die Seele des Abendlandes", der nun in 
einer Wiedergeburt ohne seine friihere Pracht und Herrlichkeit im 
semitischen Mythos vom Gekreuzigten seinen Ausdruck findet, dem 
Nietzsche seinen Dionys entgegenstellt. Es existiert ein seltsames 
Gedicht religiosen Charakters, in welchem Christus ein germanischer 
Konig ist. Und wer kann sich dafiir verbiirgen, daf^ er es nicht war? 
Jenes Gedicht heif^t „Heliand" und stammt etwa aus dem Jahre 830 
unserer Zeitrechnung. Halt man sich an die Berichte von Herman 
Wirth und Jiirgen Spanuth iiber Atlantis und die nordisch-arischen 
Invasionen in Kleinasien, an den Untergang des Kontinentes Hyper- 
borea und zieht man in Betracht, daf^ eine weitgehende Verfal- 
schung der Vorgeschichte, also alles dessen, was vor der Entstehung 
des Geschichtsbildes, welches man uns unterschoben hat, stattfand 



308 



und auch die grof^e Verschworung und die Falschung von Mythen 
und Legenden - wer konnte dann noch bezeugen, daf^ Jesus kein 
Arier, d. h. ein nordischer Habiru war wie David, Salomo (Salman) 
und Josua? Oder war er etwa ein vom Berge Meru gekommener 
Merowinger? 

Der Nibelungenschatz und die Walkiire Brunhilde-Kundalini 

Siegfried badet sich im Blute des toten Drachen, macht sein 
Fleisch dadurch unsterblich und wird selbst unverletzlich; sein 
Korper andert dabei seine Farbe und Beschaffenheit (Konsistenz) . Er 
verwandelt sich in dem nach Albedo und Nigredo einsetzenden 
tantrisch-alchemistischen ProzeE des Rubedo in einen unverwiist- 
lichen, unverderblichen, rotlichen Stoff, das Vraja. Es vollzieht sich 
eine Umwandlung mit ihm. Es verbleibt jedoch eine verwundbare 
Stelle, wie bei Achilles, ein Chakra muf^ in seiner unsichtbaren Wir- 
belsaule noch erweckt werden, bevor er zum „polaren Absprung" in 
das Sahasrara, das Hyperboreische Thule, auf den Gipfel des Berges 
Meru seines eigenen astralen Schadels ansetzen kann. 1st es das 
Herzchakra (Anahata) oder ist es das Halschakra (Vishuddha), das 
Wortchakra, das noch zu erwecken ist? An dieser Stelle wird er 
verwundet und getotet. 

Der Nibelungenschatz war aus Rotem Gold (Vraja, das erneuerte 
Rubedo). In ihm befand sich ein Zauberstab - wie derjenige des 
Pharao - aus dem gleichen Metall und Farbe. Der Schatz der Nibe- 
lungen wird, wie die Schatze der Westgoten-Konige, der Katharer, 
der Templer und der SS, die immer im letzten Augenblick in Sicher- 
heit gebracht wurden, in einem Berg, in der Tiefe der Erde, auf dem 
Grund eines Flusses oder eines Sees verborgen worden sein. Das 
heif^t, im Kollektiven Unterbewuf^tsein, aus dem die Archetypen, wie 
Konig Barbarossa, Hitler, die Gotter nach ihrer Gotterdammerung 
hervorkommen, in welchem sie ruhen und schlafen in Erwartung der 
Wiederauferstehung. Dieser Schatz ist der Gral, wie wir schon aus- 
fiihrten. 

Siegfried, der Held, hat eine „Schone Schlafende", das Dornroschen, 



309 



die Innerliche Geliebte erweckt, die niemand anderes ist als Brunhil- 
de. Sie ist die Shakti Kundalini. Vergessen wir nicht, daf^ Brunhilde, 
die zu Siegfried in einem Verhaltnis magischer Liebe stand, allein auf 
einer von Flammen umziingelten, weitab am Nordpol gelegenen 
Insel lebt, wie es die altesten Legenden der Sagas berichten, von 
denen der Dichter des Nibelungenliedes inspiriert wird. Sie ist ganz 
offensichtlich Kundalini, die Gefliigelte Schlange, Woevre-Saelde, die 
Schlange Isolde, oder Brunhilde. Es ist eine Gottin, eine hyper- 
boreische Zauberpriesterin, eine Walkiire, die Bewohnerin der von 
den weif^en Flammen des durchsichtigen Eises, des Kalten Feuers 
umgebenen grof^en Insel Thule auf dem polaren Kontinent, die in 
einer Oase am Pol an der Ausgangspforte nach Walhall lebt. 
Brunhilde besitzt somit iibernatiirliche Krafte (das Vril, Hvareno), sie 
ist eine magiekundige Jungfrau, eine Fiinftgeborene. Wie es stets der 
Fall ist, so verliert sie diese Krafte mit ihrer Jungfraulichkeit. In 
einem Kampf auf Leben und Tod beraubt sie der Held Siegfried 
dieser Fahigkeiten. Sie werden von ihm geraubt, wie das schon 
Jason und Herakles in der Ewigen Kreisung (der Wiederkehr) getan 
hatten. Er bemachtigt sich des Magischen Giirtels und des Magischen 
Ringes, das heif^t der Kundalini- Kraft, der in einen Giirtel magischen 
Feuers ringformig eingerollten Schlange, die etwas von der Basis der 
psychischen Wirbelsaule entfernt liegt. Der Kampf zwischen Sieg- 
fried und Brunhilde ist also ein magisch-tantrisches Ringen um die 
Liebe, wobei sich der Held seiner Tarnkappe, d. h. des Astralkorpers 
bedienen muf^. Es spielt sich folglich nicht auf der physischen Ebene 
ab, sondern in einer astralen und parallelen psychischen, mentalen 
inneren Welt. Es ist, kurz gesagt, die transzendenteste und endgiil- 
tigste Priifung bei der Einweihung in den Gral und sein Mysterium 
auf dem Wege der Rechten Hand mit dem Ziele der Vergottlichung 
und Erlangung der Unsterblichkeit des initiierten Helden, eine 
kampferisch-solare Esoterik, die dann spaterhin aus dem Abendland 
verschwand - die Einweihung des Cordon Dorado (des Goldenen 
Bandes.) 



310 



Siegfried verrat seine Walkiire 

Gerade an diesem kritischen Punkt, als der Virya sich anschickt, 
sich in einen Divya, einen gottlichen Siddha zu verwandeln, 
zum Absprung auf den hyperboreischen Kontinent, das Chakra des 
Brahma, zur Vermahlung mit der Inneren Geliebten vorbereitet ist, 
um zum Androgyn zu werden, der die Verstofflichung iiberwunden 
hat und schon ewig ist, vergif^t sich Siegfried. Er verrat seine 
Walkiire, Lilith und gibt Giirtel und Ring der nach auf^en projizierten 
Frau, der verauf^erlichten Eva aus sterblichem Fleisch und Blut, an 
Krimhilde, die verstofflichte Eva, die Menschenfrau. Die Katastrophe 
la£t dann nicht lange auf sich warten. Hagen, ebenfalls eine my- 
thische Gestalt, hier wirksam als Archetyp des Hiiters der Schwelle, 
kann die seiner Konigin-Walkiire durch Siegfried zugefiigte Schmach 
und die Entweihung des Grals nicht zulassen. Hagen totet Siegfried, 
indem er ihn aus dem Hinterhalt an der einzigen verwundbaren 
Stelle seines Korpers, iiber die er sich bei Krimhilde erkundigt hatte, 
todlich verletzt. Ebenso wie der kriegerische Musikant Volker, der 
inmitten der Schlacht die Leier schlagt und das Musikinstrument und 
dessen Tone als furchtbare, todliche Waffe benutzt, so ist auch 
Hagen ein Archetyp, er ist nicht menschlich. Er ist der Sohn eines 
Alben namens Aldrian, das heif^t eines Auf^erirdischen, und er kann 
sich mit den Wasserjungfrauen, den Undinen und anderen Wesen 
der „Schwelle" verstandigen. Hagen von Tronje oder Trondheim, 
sicherlich Hagen von Troja, d. h. der aus dem Osten, dem Kaukasus 
der Asen Gekommene, hat dunkle Haut, mit den Halbschatten der 
Schwelle sieht er furchtbar aus, wie ein Schreckgespenst der Schnee- 
wiisten, wie ein Wachter der hyperboreischen Eisregionen, wie der 
abscheuliche Schneemensch, der Yeti des Himalaya. Er kann es nicht 
zulassen, daf^ der Nibelungenschatz in Krimhildes Hande gelangt, zu 
der in sterbliche Hiille gekleideten Eva, und er schleudert ihn in die 
Tiefen des Rheins, des Kollektiven Unterbewuf^tseins, wo er sieben- 
hundert Jahre („wenn der Lorbeer wieder zu bliihen beginnt") 
darauf warten wird, daf^ ein anderer kommt und sich des Antlitzes 
des Auserwahlten bemachtigt, oder daf^ derselbe Held in der Ewigen 
Wiederkehr sich wieder erhebt und so eine neue Moglichkeit erhalt, 
sich unsterblich zu machen. 



311 



Wenn der Held fallt, wenn der Eingeweihte scheitert und so die 
Hoffnung der Gestirne zunichte macht, indem er sich am Gottlichen 
Gesetz versiindigt und seine Innere Geliebte verrat, dann iiber- 
stiirzen sich die katastrophalen Ereignisse, das Drama der Uber- 
schwemmung des Kontinents von Hyperborea, von Mu, von Atlantis. 
Das Gjallarhorn (das den Ruf des Schicksals ertonen la£t) erklingt in 
dem grof^en Wald der kosmischen Waltung, und unvermeidlich tritt 
die Gotterdammerung ein und der Niedergang der halbgottlichen 
Helden, der Asen und Osen bis hin zu Ragnarok, bis in die letzten 
Wehen vollzieht sich durch diese beiden archetypischen Gestalten: 
Krimhilde und Hagen. Es wirkt Karma, was auch durch Siegfried's 
Schwert Balmung, das nun natiirlich in Hagen's Hande gefallen ist, 
versinnbildlicht wird. Und Krimhilde ist die gro£e Flutwelle, die 
Atlantis iiberspiilt. Durch die Vermahlung mit Attila, die Verbindung 
zu denselben Hunnen und Tartaromongolen, durch welche einst die 
Arier aus Gobi, dem heiligen Asgard im Kaukasus und, Jahrhunderte 
spater, die Gefolgsleute Hitlers aus Stalingrad vertrieben wurden, 
kommt es zur endgiiltigen Katastrophe, in der alle umkommen, auch 
sie selbst. Es ist kein blof^er Zufall, daf^ der unbekannte Verfasser des 
Nibelungenliedes die Elementarwesen der Steppe dazu ausersehen 
hat, das apokalyptische Drama, seine Gotterdammerung zu vollzie- 
hen. 

Hier liegt uns eine noch konkretere Voraussage iiber zukiinftige 
Ereignisse vor als in der „Edda", eine Vorahnung, Vorausschau der 
Ewigen Wiederkehr. Und alles das geschieht, weil Siegfried Verrat an 
seiner Magischen Geliebten, seiner sonnenhaften Keuschheit, seinem 
ruhmvollen Androgynentum geiibt hat. Alles verfallt nun der Auflo- 
sung („in einer einzigen Nacht ging Atlantis unter"), die iiberirdische 
Ordnung zerbricht, als ware sie nie dagewesen, wie eine „Nichtexis- 
tente Blume", wie ein Wahnbild. Eine von Gott gebotene Moglichkeit 
wird verpaf^t wie bei Parzival, als er versaumt, die entscheidende 
Frage zu stellen. So verlauft die Sternen- und Erdengeschichte der 
verstofflichten (involutionierten) Menschheit, der von den Sternen 
herabgefallenen Halbgotter. Ein grof^artiger Archetyp erscheint 
wieder auf Erden und erzahlt von sich selbst im Heldenlied der 



312 



Nibelungen. Von der Hand eines unbekannten Verfassers des XIII. 
Jahrhunderts kann es wohl nach eigenen Vorstellungen kaum nie- 
dergeschrieben worden sein. Jemand, £5 hat es durch ihn, iiber ihn 
hinweg getan. Daf^ sich solche Dinge so abspielen, ist mir wohlbe- 
kannt. 

Der Verfasser diente als Werkzeug. Er wollte etwas tun, es kam 
jedoch dabei etwas heraus, dessen letzte Auswirkungen zu verstehen 
er auf^erstande war. - 



Das Nibelungenlied und das Ketzertum der Bogomilen-Katharer 

Man hat geglaubt, der Verfasser des „Nibelungenliedes" sei in 
einem Benediktinerkloster inspiriert worden, wie viele andere 
auch, obwohl er ein Laie war, und man nennt auch den Namen des 
Klosters Lorsch, eines wichtigen Kulturzentrums im Hohen Mittel- 
alter. Seine Erbauung wird der im Liede erwahnten Konigin Uta, der 
Schwiegermutter Siegfrieds und der Mutter Krimhildes, Giinthers 
und anderer burgundischer Konige zugeschrieben. In Lorsch existiert 
ein anderes Grab von 2,20m Lange, das ebenfalls das Grab Siegfrieds 
sein soil, weil Krimhilde seinen Leichnam dorthin bringen lie£. Otto 
Rahn jedoch berichtet uns, daf^ der alte Name von Lorsch „Lauris- 
heim" gewesen ist, benannt nach dem Konig Laurin, dem Konig der 
Zwerge, die den Rosengarten bewachten, den tirolischen Troj de 
Reses, den Rosenpfad. Dieser Konig kann aber iibrigens auch einen 
Zaubergarten in Lorsch bewacht haben, genau auf jenem Hiigel, auf 
welchem spater das papstliche Rom das Kloster errichten wird, um 
„jene Sache" in Vergessenheit geraten zu lassen, oder um sie sich zu 
eigen zu machen. Aber die Diifte aus dem Rosengarten der Minne- 
sanger und des Konigs Laurin haben sich aus diesen Tiefen heraus 
dann im „Nibelungenlied" wieder vernehmlich machen konnen. Der 
unbekannte Autor diirfte hauptsachlich im Bistum Passau, unweit 
dem Wien der Babenberger gelebt haben, bei denen sich als Folge 
der Verheiratungen mit byzantinischen Prinzessinnen fiir die dualis- 
tischen und manichaischen Bogomilen Bulgariens Sympathien her- 
ausbildeten. Deren Gedankenwelt war die Quelle des okzitanischen 



313 



Katharertums, welches durch diese wiederum auf die provenca- 
lischen Troubadours einwirkte. Die Bogomilen hingen einem gemil- 
derten Dualismus an und glaubten, der einzige und gute Gott habe 
zwei Sohne gehabt, Jesus und Satanael. Tatsachlich aber bestand 
eine vom Vater und seinen beiden Sohnen gebildete Einheit, iiber 
der noch ein geheimnisvolles, unerkennbares Wesen waltete. Der 
jiingere Sohn wendet sich gegen den Vater und erschafft eine „rein 
stoffliche", andere Welt. Er erschafft auch den ersten Menschen, eine 
Art Automaten, den er nicht beseelen kann. Er bittet den Vater, ihm 
eine Seele zu geben und dieser gewahrt ihm diesen Wunsch. Eva 
entsteht auf die gleiche Weise. Wir haben es hier mit einer Welt zu 
tun, die mit den Anschauungen der Katharer durchdrungen ist. Der 
Dualismus der Bogomilen findet fiir den Siindenfall die Erklarung 
lediglich in einem Prinzip der Versuchung, welches dem Prinzip des 
Guten entgegengesetzt ist und das sich noch unterscheidet vom Gott 
des Bosen als dem Prinzip des Chaos und des Nichts. Die Seelen sind 
Engel des guten Gottes, welche dem Hochsten Wesen gewaltsam ent- 
rissen und „mit aus Haut und aus Vergessenheit bestehenden Ge- 
wandern" bekleidet worden sind. - 

In Wien nimmt dann die glorreiche und kunstsinnige Epoche der 
mittelalterlichen Hofe ihren Anfang mit all den fahrenden Sangern 
und Dichtern. 

Es existiert ein seltsames Gedicht aus dem Ende des XII. Jahr- 
hunderts „Der Sangerstreit auf der Wartburg", welches ebenfalls von 
einem unbekannten Autor stammt, der einen legendaren Wettstreit 
der Dichtkunst besingt. Im Jahre 1207 sollen auf der Wartburg 
sieben Minnesanger zusammengekommen sein, um dichterisch „bis 
zum Tode", usque ad mortem, miteinander zu kampfen. 

Die sagenhaften Wettkampfe der Barden finden in unseren siidame- 
rikanischen Stegreifsangern und in den beinahe schon nicht mehr 
bekannten „Fiestas Florales", den Blumenfesten, ihren Widerhall. 

Am Sangerkrieg auf der Wartburg nehmen teil: Heinrich von 
Ofterdingen (den Hermann Hesse in seinem Buch „Reise zum Osten" 
anfiihrt), Walther von der Vogelweide, Wolfram von Eschenbach und 



314 



Klingsor, der Magier, der speziell aus Ungarn kommt (H. Hesse und 
R. Wagner verwenden diesen Namen). Man besingt hier den Konig 
Artus (Arthur), Dietrich von Bern und Konig Laurin, den Beherrscher 
der Zwerge und des Rosengartens. Wolfram von Eschenbach tragt 
den Sieg im Wettkampf davon, als er geheimnisvoll eine „Kraft, ge- 
kommen vom polus arcticus" besingt, wie uns Otto Rahn berichtet, 
die einst alle Menschen des gleichen Rassegeistes, von Gronland bis 
SiziHen und von Indien bis zu den „Saulen des Herkules" vereinte. 
Diese „Kraft" hat jedoch nur einen Mittelpunkt: den Pol. Von hier 
kommt die Minne, die Urerinnerung an die Liebe. 

Das Aufbliihen des ketzerisch-heidnischen Mysteriums in der Dich- 
tung der Minnesanger in Wien dauert jedoch nur kurze Zeit. Sehr 
bald schon entsendet das papstliche Rom seine lunaren Jesuiten 
dorthin zur Bekampfung des Ketzertums und der von den Bogomilen 
und Gnostikern drohenden Gefahr. Es entsendet auch die Zister- 
zienser. Im Zisterzienserkloster von Heiligenkreuz in der Nahe von 
Meyerling in Osterreich (von wo aus Josef Lanz, Jorg Lanz von 
Liebenfels, wie bereits erwahnt der Griinder des Neuen Templer- 
ordens und der Herausgeber der Zeitschrift „Ostara", vielleicht auch 
derjenige, von dem Hitler zuerst eingeweiht wurde, herkommt), 
habe ich Einblick in kostbare Urkunden der Bogomilen nehmen 
konnen, die von diesen Monchen zusammengetragen wurden. 

In Wien findet dann die Vermahlung zwischen Krimhilde und Attila 
statt. Um diese Hochzeit zu beschreiben, diirfte der Dichter Anregun- 
gen aus der Vermahlung eines Babenberger mit einer byzantinischen 
Prinzessin erhalten haben, bei der er als Begleiter seines Gonners, 
des Bischofs von Passau mit zugegen war. Und in Ungarn vollzieht 
sich dann die endgiiltige Tragodie dieses Epos, die Gotterdammer- 
ung und der Untergang der Helden. Der Autor ist wohl auch von 
dem initiierten Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen mit inspiriert 
worden, der in jener Zeit die Donauregionen besuchte und der dann 
spater bei seinem grof^artigen Versuch zur Wiederherstellung des 
Goldenen Zeitalters und des Imperiums des Konigs der Welt hier auf 
Erden, unterliegen sollte. Denn auch das ist als eine Gotter- 
dammerung anzusehen. 



315 



Wer der unbekannte Autor des „Nibelungenliedes" auch immer ge- 
wesen sein mag, mit Sicherheit war es ein Minnesanger, einer von 
denen, welche jene zu Beginn der Zeiten in der Hochsten Mitter- 
nacht des Eises verlorengegangene und in der Bluterinnerung der 
hyperboreischen Nachkommen auf dem Gipfel der polaren Ein- 
weihung bewahrte Liebe besangen. Er wollte seinen Namen nicht 
nennen; denn die Erinnerung gebiihrte nicht ihm, sondern der 
Gleisa, der Heimstatt der Familie, den Gottlichen Fiihrern seines 
Volkes, seiner Rasse, seiner Kollektivseele. Und das war richtig so. 

Das Heldenepos der Nibelungen findet nicht hier seine 
Erfiillung, sondern auf „dem Wege Irings" 

Die tatsachhchen Begebenheiten, von denen das Nibelungenhed 
Kunde gibt, sind, obwohl sie sich auf das IV. oder V. Jahrhun- 
dert der Westgoten und Merowinger beziehen, doch viel aker. Wenn 
auch Siegfried als ein merowingischer Konig in einem Jagdwett- 
kampf ermordet worden sein soil, eines magisch-symbolischen Todes 
der Eingeweihten, der Archetypen starb, so reichen doch die Sagen 
der „Edda" und die Nibelungen-Dichtung weiter zuriick als in dieses 
Jahrhundert und es kommen darin kosmische Ereignisse zum 
Ausdruck. In der „Edda" bezieht man sich auf die Nibelungen als die 
„Niflungar" aus Niflheim oder Nebelland stammende Wesen, einem 
Lande im Innern der Erde, wo die Toten, die verschwundenen 
Hyperboreer sind. Es ist dies eine Geschichte der Geschehnisse vor 
derjenigen der jetzigen Erde, es sind Heldentaten der Gotter, der 
Auf^erirdischen. Darin wird erzahlt vom Prolog zur Geschichte der 
Menschen, von deren Verstofflichung, von der Gotterdammerung 
und der Moglichkeit der Wiederkehr auf dem Wege des Rechtsdre- 
henden Hakenkreuzes. Sie gehoren zum Cordon Dorado („Goldenen 
Band"). Meinem Verstandnis nach kommen sie den Ereignissen des 
hyperboreischen Ursprunges naher als die arischen Heldensagen 
Indiens mit ihrem episch-initiatischen Mahabharata (Siegfried und 
Krishna vollbringen gleichermaf^en iibermenschliche Taten); denn 
sie bewahren die solare Weisheit, die wirkliche Uberlieferung vom 



316 



vorlunaren, vorchristlichen und vorsemitischen Abendlande. 

Das Nibelungenlied ist eine initiatische, von Eingeweihten verfaf^te 
Dichtung. Wenn darin Gott oder die Gotter nicht angerufen werden, 
dann nur deshalb, well die Darsteller in diesem Epos selbst Gotter 
sind. Zweifellos gibt es noch andere Dichtungen jener Zeiten und 
ahnlichen Ursprunges, die man so auslegen kann, wie z. B. „Der 
Rosengarten", verfaf^t in Mittelhochdeutsch und die Legende von 
„Tristan und Isolde." 

Das Heldenlied der Nibelungen liegt auf einer anderen Ebene als die 
Heldenepen jener Zeiten, wie das Rolandslied und das spanische 
Nationalepos vom Cid. Das wird auch von ihrem spanischen Uber- 
setzer, Jose Miguel Minguez Sender anerkannt, trotz seiner katholi- 
zistischen Bemiihungen, von denen er in seinen Kommentaren und 
Anmerkungen einen klaren Beweis gibt. 

Daf^ es dort eine Verkalung, einen Schliissel, ein „trovar clus", ein 
esoterisches Geschehnis gibt, das sich auf etwas anderes als auf rein 
irdische Ereignisse bezieht, zeigt uns jener Held Iring auf, den man 
im Nibelungenlied den „Hurtigen" nennt, den „zum Begehen eines 
Verrates Unfahigen". Fiir die alten Germanen war die Milchstraf^e 
„Iring's Weg". 

Man weif^ nicht, ob Goethe das Nibelungenlied so verstanden hat. 
Bekannt ist, da£ er es schlie£lich liebte und es im Alter wiederholte 
Male las. 

Die Symbole sind viel zu geistvoU, um rational zu sein 

Wenn wir einen Abgrund hinunterstiirzen und der Cordon 
Dorado, das Goldene Band fast schon nicht mehr sichtbar ist, 
dann sind es nur die Mythen und die Symbole, die aus dieser Gott- 
ferne zu uns sprechen. 

Man hat gesagt, daf^ die Symbole zu intelligent sind, um intellektuell 
oder rational sein zu konnen. Otto Rahn schreibt: „Unter Mythus ist 
die Offenbarung aus einer weit zuriickliegenden Epoche zu ver- 
stehen, wo der Mensch noch unmittelbar mit der Macht der 



317 



gottlichen Welt verbunden, von ihr durchdrungen war. Wenn die 
Heiligenbilder und mythischen Gestalten das Produkt einer 
Phantasie sind, dann ist dies jedoch nicht die Phantasie des 
Menschen, sondern von etwas Gottlichem, das sich in ihm durch die 
Poesie verinnerlicht. Der mythische Mensch liefert sich der 
kosmischen Einbildungskraft (Imagination) aus." 

Die Pilger ohne Weg und Ziel 

Das Pferd der Templer hie£ Turkoman. Die Templer sa£en stets 
zu zweit zu Pferde. So sind sie auf ihrem Siegel abgebildet. Es 
zeigt das zweipolige Gesetz des Baphomet, seine zwei Gesichter - 
eines nach hinten und das andere nach vorn gerichtet, in zwei 
Dimensionen, zwei Parallelwelten blickend. Es ist der gnostische 
Dualismus, Abraxas. Es ist der Christus von Atlantis. 

Als Herren des machtigsten Heeres im Abendland kampfen die 
Templer selbst nicht. Die dominikanische Inquisition nimmt die Ver- 
fahren gegen sie in die Hand. Zu Beginn des XIV. Jahrhunderts 
werden Jaques de Molay, der sichtbare Grof^meister des Ordens und 
Gottfried von Charnay dem Scheiterhaufen iiberliefert, nachdem sie 
alle Erklarungen widerrufen hatten, die ihnen unter Tortur ab- 
gezwungen worden waren. Der Ort, an dem sie verbrannt wurden 
befindet sich heute ungefahr am Pont-Neuf in Paris, unweit der Isle 
de la Cite, auf einer anderen kleinen Insel, die sich damals dort 
befand, wohinter das Standbild Heinrich's IV. steht. Man sagt, daf^ 
Molay vor seinem Tode schrie, daf^ er den Papst Clemens V. inner- 
halb von vierzig Tagen vor den Richterstuhl des Hochsten fordere 
und den Konig noch in jenem Jahre ebenfalls. Der Papst stirbt 
innerhalb dieses Zeitraumes und Philipp der Schone stiirzt von 
seinem Pferde und stirbt ebenfalls kurze Zeit darauf. 

Was wird aus den Templern? Sie verschwinden mit derselben 
Schnelligkeit, mit der sich der Orden entwickelt hatte. 

Einige Templer suchen in den spanischen Orden von Calatrava und 
Montesa Zuflucht; andere wiederum in den portugiesischen Orden 



318 



von Christus und von Poseidon. Das Kreuz auf der portugiesischen 
Fahne ist das Templerkreuz. Der Orden von Montesa wird von Jakob 
II. von Aragon gegriindet, um einen Teil des Vermogens der Templer 
nach Spanien retten zu konnen. Papst Clemens V. wollte dem nicht 
zustimmen, sein Nachfolger Johannes XX. jedoch verfiigte es mit der 
Bulle, dem papstlichen Dispens vom 10. Juni 1317. Der Konig 
stiftete dem Orden das Schlof^ von Montesa im Konigreich von 
Valencia. Am 22. Juli 1319 wird der Orden von Montesa in der 
Kapelle des Palacio Real von Barcelona gegriindet, der sich an die 
Ordensvorschriften des Ordens von Calatrava halt. Sein erster Grof^- 
meister war Wilhelm de Evill. 

Eine gewisse Anzahl Templer wird in Schottland von Robert Bruce 
aufgenommen, der sie in die initiierte Laienbruderschaft der Dom- 
baumeister eingliederte. Hieraus ist dann wohl die Grof^loge von 
Herodom, was Erbe bedeutet, entstanden, der Ursprung der Frei- 
maurerei des Schottischen Ritus, wie behauptet wird, ohne daf^ man 
es beweisen kann. 

Die iiberlebenden Templer, die ohne Weg und Ziel umherwandern 
und sich auf den Landstraf^en des mittelalterlichen Europa verbor- 
gen halten, sind wie die Druiden aus friiheren Zeiten, wie die 
Katharer, und wie die Hitleranhanger unserer Zeit. Die geheimen 
Anfiihrer sind von den Gottern errettet und aus dieser Welt in einem 
Feuerwagen, wie Enoch und Quetzalcoatl, enthoben worden, um ein 
Abreif^en des Cordon Dorado, des Goldenen Bandes zu verhindern. 
Und diejenigen, die weiterhin auf dieser Erde wandeln, sind die 
geopferten Helden, damit das Feuer weitergliihe, damit das Symbol 
die Zeiten iiberdauere und damit nichts vergebens gewesen sei und 
es aus dem vergossenen Blute und den Leiden der Verbannung 
heraus wiedererstehe, aus seiner Asche, gleich dem Vogel Phonix ... 
Denn „die Farbe des Blutes kann man nicht vergessen, sie ist so rot, 
so eindringlich rot ..." Das initiierte Siihnopfer im Tiefpunkt des 
Kaliyuga heif^t Rudolf Hess, der Gefangene des Mythos. 



319 



320 



DIE ROSENKREUZER 



321 



322 



Der Stiel, die Dornen und die Rose 

In der zweiten Halfte des XIV. Jahrhunderts oder vielleicht einige 
Jahrzehnte nach der Zerstorung des Templerordens, treten fiir 
sehr kurze Zeit die seltsamen Rosenkreuzer in Erscheinung. Eine 
mythische Gestalt diirfte deren Begriinder sein; er hat einen 
symbolischen Namen Christian Rosen-Kreuz. Man behauptet, er sei 
1378 geboren und 1484 gestorben. Sein Leben ist ebenfalls be- 
deutungsvoll. Im esoterischen Orden vom Rosenkreuz laf^t sich das 
Erbe oder der Einfluf^ der Templer, der Troubadoure, der Fedele 
d'Amore sowie der katharischen Einweihung feststellen. Bei den 
Templern war das Symbol der Rose von grundlegender Bedeutung. 
Die unterirdischen Gange ihrer Trotzburgen versinnbildHchen den 
Stiel dieser Blume; dort verbarg sich die Schwarze Jungfrau, Nuestra 
Senora de las Espinas, Unsere Herrin der Dornen. Nahe den 
Trutzburgen ist stets ein templerischer Dornenbusch vorhanden. In 
den Kirchenfenstern der Kathedrale und in ihren Steinmauern 
erscheint die alchemistische Grof^e Rose. Die unterirdischen Gange 
oder „Stiele", wo die Schwarze Jungfrau, das Dornroschen schlaft, 
sind die Nadis, durch die hindurch sie kreist, sobald sie vom Grals- 
ritter erweckt worden ist. Die Schwarze Jungfrau ist Isis-Kundalini, 
das Astralfeuer, das in der Basis der psychischen Wirbelsaule des 
Adepten schlummert. Die unterirdischen Gange sind die „psy- 
chischen Kanale" des Astralkorpers, des „Doppels", durch welches 
das „weibliche Feuer" aufsteigt; die Dornen sind die Chakras und die 
Grof^e Rose ist das Sahasrara-Chakra oder das Chakra Brahmas an 
der Scheitelspitze des Schadels; hier ist das polare Zentrum, wo die 
Begegnung mit der Ewigen Geliebten, mit der Jungfrau aus Hyper- 
borea stattfindet. Es ist das Ultima Thule, der Absprungspunkt in die 
unnennbare Leere. 

Diese templerische Symbologie iiber die Gralseinweihung habe ich in 
meinem Werk ,^lella, das Buch der Magischen Liebe" insbesondere 
im zweiten und dritten Teil dargelegt. 

Die Rose ist eine Schopfung persischer, alchemistischer Gartner. Sie 
hat etwas mit dem Sufismus zu tun. Die Rose Friedrichs II. kam aus 



323 



dem Orient. Die Rose erbliiht im Punkte der Vereinigung der 
Waagerechten mit der Senkrechten des Kreuzes. Das Senkrechte 
stellt das Mannliche dar - den Himmel, und das Waagerechte das 
Weibliche - die Erde. Die Rose vereint beide und eroffnet den Weg 
zur Magischen Liebe, dem Mysterium Coniunctionis, der tantrischen 
Maithuna. Dann entflammen beide Enden des Kreuzes, und es wird 
das Rote Kreuz der Templer. Es fangt an, sich mit atemberaubender 
Geschwindigkeit zu drehen und wird dabei zum Rechtsdrehenden 
Hakenkreuz, der Swastika der Wiederkehr, zu einer Kreisung aus 
nicht sonnenhaftem, sondern aus unerschaffenem Licht, aus dem 
Licht der Venus, dem Lichte des Pols aus der hochsten, tiefsten 
Mitternacht. Das Hakenkreuz ist also nicht das Sinnbild der jetzigen 
Sonne, sondern des Poles, der unbeweglichen Bewegung, der aus der 
Ruhe entspringenden Energie; der „unbewegliche Motor" des 
Aristo teles (Voug), das etwas ist wie der Purusha in der Philosophie 
des Samkhya. 

Vedanta, Samkhya und der Yoga des Patanjali 

Die hinduistische Philosophie umfaf^t sechs Systeme. Man kann 
jedoch davon zwei als wichtig herausstellen: den Samkhya 
oder absoluten Dualismus, von dem sich das klassische System des 
Yoga des Patanjali ableitet, und das System der Vedanta, Advayta 
oder den absoluten Monismus, das von Shankaracharya sechshun- 
dert Jahre nach Beginn der christlichen Ara im Abendland bis in 
seine letzten Konsequenzen entwickelt wurde, etwa gleichzeitig mit 
der Entwicklung des Yoga-Tantra in der heutzutage bekannten Form. 

Fiir den Vedanta ist die gesamte Schopfung Maya im Sinne von 
Illusion, ohne wirkliches Vorhandensein. Nur das Absolute ist vor- 
handen, existiert, nur der Atman. Dagegen behauptet der Dualismus 
des Samkhya die Existenz zweier sich unwiderruflich entgegen- 
stehender, verschiedener Prinzipien: Purusha, das Gewissen, das 
Lichtvolle, das ewig Unbeirrbare, und Prakriti, die Materie, das 
Bewegungslose, Ungeformte, Dunkle. Prakriti ist aus drei sich das 
Gleichgewicht haltenden Gunas (Eigenschaften) zusammengesetzt. 



324 



Wenn Purusha sozusagen auf Prakriti „blickt", dann ergibt sich eine 
Storung des Gleichgewichtes der Gunas und der Fluf^ der Formen 
und Phanomene der Schopfung kommt in Bewegung. Purusha wirkt 
wie ein Katalysator, ein Ziinder oder eine befruchtende Kraft. 

Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, daf^ die „Fruchtbarmach- 
ung" Prakritis, ihr Ungleichgewicht, durch den „Bhck" hervorgerufen 
wird und sich daran zu erinnern, welche Wichtigkeit die Trouba- 
doure dem „Bhck" in ihrer Liebeseinweihung beimaf^en. Fiir die 
Fedele d'Amore und fiir Dante ist der „Bhck" der Dame, Beatrix, der 
Moment, der AugenbHck, womit alles seinen Anfang nimmt. Auch in 
der Esoterik Leonardo's in seinem auf^ergewohnHchen Bild „Die 
Verkiindigung", wo der Engel die Jungfrau mit seinem „Bhck" „be- 
fruchtet", wie das ein initiierter Beobachter vorausgeahnt haben 
kann. 

Der durch die Veranderung des inneren Gleichgewichts seiner 
Gunas, seiner Bewegung in Zahl, Namen und Formen im Umbruch 
des Prakriti entstehende Fluf^ der Formen und Erscheinungen ist mit 
Samsara bezeichnet worden. Das Samkhya spricht von einem Fall in 
der Bedeutung von Avidya, Unwissenheit, Verdunklung, d. h. Identi- 
fizierung, Ichbezogenheit. Purusha wird gleichgesetzt mit dem 
Widerschein des eigenen Selbst im Spiegel des Prakriti, mit dem aus 
den Elementen des Samkhya entstandenen Ich und mit dem Ver- 
gessen des Anderen, das Self, des Ich-Selbst, des aus reinem Lichte 
entstandenen Unbeirrbar-Daseienden, des Zuschauers. Mitgerissen 
und verunreinigt durch die Stromung der Gunas, wei£ er nichts 
mehr von dem Heiligen, Hell-lichten in sich Selbst, von dem 
Erhabenen, von dem Unbeweglichen Erschaffer, der Er selbst ist, und 
er wird zum Gefangenen des „Ich bin Jenes", „das da bin ich", auch 
wenn er sich, wie die Anhanger des Samkhya sagen, „so rein und 
unberiihrt erhalt wie ein Wassertropfen auf der glatten Oberflache 
eines Lotosblattes." Wahrscheinlich gibt es viele Purushas, alle 
absolut und endgiiltig voneinander getrennt, in sich vollendet. 

Der Fall, die Illusion, das von Avidya, der Unwissenheit Befallensein 
findet auch hier auf unserem Planeten am lebendigen Wesen, dem 



325 



Menschen oder Jivan, Anwendung. Ihm kommt der Yoga des Patan- 
jali zu Hilfe, der ihm den Weg weist zuriick zu seinem lichtvollen 
Gewissen, dem „Self, das heif^t zur Riickkehr in „seinen Mittel- 
punkt", indem er die triigerischen, Vritti, „Wellengang" genannten 
Veranderungen und Stromungen unwirksam werden laf^t, die vom 
Ich als eigene, von ihm selbst kommend betrachtet werden, die 
jedoch Prakriti und dem Ungleichgewicht seiner Gunas angehoren. 
Und so erreicht man Mukti, die Befreiung; der Mensch wird nun zum 
Jivan-mukti, einem Befreiten. Purusha kehrt zuriick ins Kaivalya, die 
vollstandige Absonderung und Abgrenzung gegen das Samadhi oder 
das voUige Eingehen in den Atman der Vedanta. 

Wie man hieraus ersehen kann, eroffnet sich durch die spekulative 
Metaphysik des Samkhya eine duaHstische Erklarung der Lehre von 
der Entstehung des Weltalls (Kosmologie), wie ja auch die gnos- 
tische, manichaische, katharische und templerische Auslegung der- 
selben duaHstisch ist. Die Diade Purusha-Prakriti (Geist-Materie, wie 
es in der proximistischen Sprachweise dieser Zeit vereinfachend 
heif^t) wird von ihm eingefiihrt, zwei Prinzipien also, die sich, sobald 
das Gleichgewicht der Gunas gestort wurde und Prakriti - als das 
Weibliche - „befruchtet", verandert wurde durch das Aufblitzen des 
„Blicks" des Purushas - als dem Mannlichen - „miteinander verbinden 
ohne sich zu vereinigen" und sich zur geoffenbarten Welt der 
Namen, Zahlen und Formen gestalten. 

Die Liebe von Shiva und Shakti 

Die Tantra-Texte (Tantra bedeutet auch „auslegen, erklaren") 
nehmen zwar das theoretische Gedankengebaude des Samkhya 
auf, bilden jedoch seine Metaphysik um, indem sie einen wesent- 
lichen Punkt abandern: Purusha ist Shiva und Prakriti ist Shakti. 

Beide Prinzipien erlangen somit offensichtlich die Eigenschaften des 
Mannlichen und des Weiblichen. Das Tantra verwendet auf irgend- 
eine Art die archaische Idee der grof^en vorarischen, dravidischen 
Gottin Devi, der erhabenen, urspriinglichen, schrecklichen, 
agaischen und mediterranen Gottheit und gestaltet aus ihr das 



326 



Prinzip zur umfassenden Erklarung des Universums. Gleichermaf^en 
ist Shiva eine friihere, schreckliche und archaische Gottheit, die 
durch den vedischen Begriff des Rudra verkorpert wird. Dariiber 
hinaus verandert das Tantra das System in dem Sinne, daf^ Purusha 
und Prakriti nicht als erste und ewige Dualitat verstanden werden. 
Man empfindet eher, daf^ sie diesseits der Schopfung stehen, als 
Differenzierungen oder Formen der Shakti; eine davon entspricht 
Shiva und die andere entspricht der Shakti selbst, jedoch begrenzt, 
d. h. als das weibliche Gegenstiick Shivas, wie die „Frau", die Gattin 
(wofiir man im Gotterhimmel des Hinduismus Namen hat wie 
Parvati, Uma usw.); die Shakti der Gottheit, die seine Macht 
verkorpert, wie wir es bereits oben zum Ausdruck brachten. Shakti 
hat also die Doppelbedeutung von Gemahlin und von Kraft, Macht. 
Deshalb ist ihr Werk, die Schopfung, nicht Maya im Sinne von etwas 
Triigerischem, sondern es ist Macht. Die vom Samkhya dem Purusha 
und Prakriti beigegebenen Attribute behalt man bei. Shiva ist das 
Unwandelbare Wesen, das bewuf^te Prinzip, Atman, das „Self". 
Shakti ist die Bewegung, der Wechsel, der Ursprung jeder 
Erzeugung, Zeugung und Belebung. Das Tantra ersetzt den Begriff 
des Widerscheins, des Reflexes oder des „Blicks" durch den der 
Fruchtbarmachung. Purusha wirkt als ein anwesender Katalysator, 
wie die „Dame" der Fedele d'Amore, in der Alchemie und bei Dante, 
wie die Soror Mystica. Im Tantra wird das Universum durch die 
geschlechtliche Vereinigung von Shiva und Shakti durch den 
magischen Koitus in der „Liebe ohne Liebe" erschaffen, wobei Shiva 
unerschiitterlichen Gleichmut bewahren muf^ und nur Shakti bewegt 
und aktiv sein darf. Die gesamte Schopfung entsteht dadurch in 
ihren asthetischen, dynamischen, unbeweglichen, unstofflichen, 
stofflichen, bewuf^ten und unbewuf^ten Erscheinungsformen. Die 
Gestaltungen der Schopfungen sind die verschiedenen Stellungen 
des Liebesspiels zwischen Shiva und seiner Shakti, was man an den 
Wanden der Tempel von Kajuraho sehen kann. Die Gemahlin, Sie, ist 
aktiv; Shiva, Er, halt sich ganz zuriick und ist in sich gekehrt, 
innerlich und nach auf^en hin, konzentriert: „er durchlebt die 
Wonnen und steht doch auf^erhalb derselben, nun schon fiir immer. 



327 



und er wird von seiner Shakti umarmt und auch er, innerlich beriihrt 
vom wilden Ungestiim voller Feuer und Leidenschaftlichkeit der 
Geliebten, umarmt sie. So muf^ es im Grunde genommen auch fiir 
den halbvergottlichten Menschen sein, wo der Samen des Shiva 
wirkt, der sich durch die Leidenschaft der verauf^erHchten Shakti aus 
Fleisch und Blut verdunkelt hat, teilweise „verschmolzen" ist, der 
Shakti, welche selbstverloren, verfiihrt, hingegeben, in das Nicht-Ich 
der Schopfung eingehiillt, in der korperHchen Liebe aufgeht. Das 
Yoga-Tantra kommt auch ihm zu Hilfe. Es wurde zum Teil etwa 600 
Jahre nach Beginn unserer Ara entwickelt fiir die Verwendung im 
KaHyuga, dem Dunklen Zeitalter, als der Korper sich verhartete und 
verdichtete und es gilt als das einzige Mittel zur Rettung und 
Befreiung, zur Riickkehr in den shivaistischen, hyperboreischen 
Zustand. 

Julius Evola meint, daf^ man das Tantra erst dann begreifen kann, 
wenn man als Leitfaden zu seinem Verstandnis den alten 
chinesischen Ausdruck nimmt: „auf dem Tiger reiten", sich mit Gift 
heilen. Man kommt ohne die Frau nicht aus. In der Magischen Liebe, 
der tantrischen Maithuna wird sie wieder verkorpert. Alles kehrt 
zum Ursprung zuriick, wenn das mannliche Prinzip passiv und das 
weibliche aktiv ist. Die Macht wird in das Mannliche wiederein- 
gesetzt, die Shakti tritt in Shiva ein, die Frau in den Mann. Es 
entsteht hierbei der allmachtige Siddha, der Androgyn, Ardhana- 
rishvara, Phanes, der kosmologische Eros des orphischen Mythos, 
Abraxas der vorchristlichen Gnostiker. Um Begriffe aus einer 
anderen Esoterik zu gebrauchen, konnte man sagen, daf^ die Eva 
sich neu eingekorpert hat, indem sie durch die „Rippe Adams" - von 
auf^en nach innen - zuriickgekehrt ist und sich erneut in Lilith, 
Haisha, Ayesha verwandelt, die erste Gefahrtin des Anthropos, die 
Para-Shakti. - 



328 



Die Tantrische Metaphysik iiberragt den Monismus und den 

Dualismus 

Vom Standpunkt spekulativer Metaphysik aus betrachtet, liegt 
das Tantra in seiner Auslegung jenseits der sich gegenseitig aus- 
schlief^enden Antithese von Monismus (des Vedanta) und Dualismus 
(des Samkhya), weil Shiva der All-Eine ist, der im Jenseitigen wirkt 
und weil seine Shakti, ohne ein Trugbild zu sein, verauf^erlicht und 
real wird, wie das die Materie und die Welt fiir den werden kann, 
der in ihr aufgeht, in ihr lebt und in ihr, von der Schopfung an, das 
Universum sieht. Die tantrische Ikonographie, sowohl die hinduis- 
tische als auch die tibetische des Mahayana-Buddhismus, zeigt uns 
die Shakti jedoch stets von kleinerer Gestalt als Shiva, wie etwa beim 
Tanze auf dem iibergrof^en, unbeweglich und ruhig ausgestreckten 
Korper Shivas, in einem Feuerkreise dargestellt als entfesselte, un- 
kontrollierte Kraft, oder in den Darstellungen des Paares beim 
Viparita-Maithuna der heiligen Begattung, wo sie ebenfalls kleiner 
und leidenschaftlicher erscheint, Shiva aber grof^er und entriickt. Die 
Symbolik ist klar: die Welt ist nicht das Produkt einer entfesselten, 
unkontrollierten Macht. Die Frau ist es, die nach au£en entwichen ist 
und da ebenso real ist wie innen, und der Mann ist es, der sie hier 
ebenso liebt, wie er sie friiher im Innern geliebt hat. Alles verwandelt 
sich je nachdem, wie man es ansieht. Der Vorgang muf^ umgekehrt 
werden. Das aktive und „in die Materie eingegangene" Abendland 
hat sich verweiblicht und dabei seine shivaistische, hyperboreische, 
ursprunghafte Passivitat verloren. 

Man kann hieraus ersehen, daf^ der Tantrismus das archaische, ben- 
galische, dravidische, agaische, mediterrane Element umgewandelt 
hat und durch den EinfluE des nordisch-polaren, ario-hyper- 
boreischen Ahnenerbes fast nichts mehr von der demeterhaften, 
urspriinglichen Pammeter, der Magna Mater iibriggeblieben ist. Die 
Magierinnen von Hyperborea, die „Funftgeborenen" aus einer 
Familie des Polarkreises, das sibyllische, phytische Element, ver- 
korpert sich in der tantrisch eingeweihten Frau, der Yogini, des 
Sadhaka, in der magischen Liebe der Einweihung in der geheimsten 



329 



tantrischen Sekte (Kaula), wobei der tantrisch Eingeweihte 
(Sadhaka) sich zum Siddha, einem unsterblichen, gottlichen Wesen, 
wandeln muf^. 

Der Kult des hyperboreischen Ewig-Weiblichen, kelto-arischer und 
polarer Uberlieferung, macht die Shakti zur Ewigen Urkraft, ohne 
die sogar die Triade des klassischen Hinduismus machtlos sein 
wiirde; ohne sie konnte Brahma keine Schopferkraft entfalten, 
Vishnu konnte nicht bewahren, noch konnte Shiva am Ende aller 
Dinge die Zerstorung herbeifiihren. Sie ist Parashakti. 

Ihre Energie oder ihr Schopferwille ist frei und kommt ohne Zwang 
oder Zwangslaufigkeit zur Auswirkung. Sie tut dies voUig frei, wie 
im Spiel oder beim Tanz; sie macht von ihrem mannHch-befruch- 
tenden, shivaistischen Prinzip Gebrauch auf einer unmittelbar dies- 
seitigen Ebene (einem „zweiten Diesseits") der voUigen Unbeweg- 
lichkeit Parama-Shivas, des iiber Allem und unter Allem Seienden. In 
der Heimstatt und der letzten Zuflucht Shakti-LiHths, wo sie zur 
Ruhe kommt und wo sie sich nach Zuendefiihren eines Tanzes 
wieder einkorpert; hier verHert sie sich und ruht ihre potentielle 
Energie aus, indem sie dieses „quantische Intervall", diesen Punkt 
des Absprungs in umgekehrter Richtung, rechtsdrehend iiberquert. 
Der Korper des Grof^en Shiva ist unerhort grof^, so grof^ wie das 
Universum. Er ist die Andere Erde. Diese Andere Erde ist aber gerade 
hier, innerhalb dieser Erde; denn Shiva bleibt inmitten des Flusses 
der Formen, der Leidenschaft, der Flammen, des phantastisch- 
ungeheuren GottHchen Spieles seiner Shakti unbewegHch, unbe- 
riihrt. Er ist der „unbewegHche Beweger", der Pol, das Hakenkreuz. 

Der esoterische Hitlerismus ist tantrisch 

Wir haben uns iiber diese Erklarungen deshalb so ausfiihrHch 
verbreitet, well diese an den Nerv der hier dargelegten 
Themen riihren. Der Tantrismus ist eine in die Offenbarung von den 
Uranfangen aufgenommen, in ein System zusammen gefaf^te, ledig- 
lich den Realitaten des Kaliyuga angemessene Lehre, fiir eine Zeit, in 
welcher die Geschehnisse ihn erforderlich machen. Friiher war die 



330 



Beziehung zwischen Shiva und Shakti platonisch, dem teilweise im 
Gnostizismus, im Katharismus, in der Einweihung der Troubadoure, 
in der Alchemic und bci den templerischen Gralsrittern Rechnung 
getragen wird. Der letzte Grund, der wesendiche Stoff fiir die Lehren 
des initiierten Druidentums, des esoterischen Katharertums der 
Minnesanger, der Fedele d'Amore und der Templer sowie fiir die 
Lehren des esoterischen Hitlerismus ist jedoch der Tantrismus. Wie 
wir schon sagten, war es in grundlegender Weise der Tantrische 
Yoga einer unbekannten westHchen Art (vielleicht nicht in seiner 
ganzen Breite entwickelt und einem grof^en Teil der (exoterischen) 
Allgemeinheit nicht bewuf^t), der jene Esoterik begriindete und seine 
Eingeweihten zur Uberwindung des DuaHsmus brachte und sie 
schHef^Hch dazu fiihrte, jenseits der Polaritaten zur „Absoluten 
PersonHchkeit" zu gelangen, wie es von Brissaud erwahnt wird. Man 
wird so die Haltung einiger SS-Fiihrer wie Ohlendorf und anderer 
besser verstehen, welche, wenn man ihnen auch unterstellen wollte, 
schreckHche Taten begangen zu haben, einen shivaistischen Gleich- 
mut bewahrten, „jenseits von Gut und Bose" ausschHef^Hch auf der 
Suche nach jenem Zentralpunkt des Wesens, der transzendenten, 
solaren MannHchkeit, die vom Ur, von den Urspriingen her kommen, 
auf dem Wege hin zur Absoluten PersonHchkeit. 

In bezug auf jene „schreckHchen Taten", iiber die man in Niirnberg 
zu Gericht saf^ ist es notwendig, ein fiir allemal zu sagen, daf^ diese 
Angelegenheit von sechs MiUionen Juden, die in Verbrennungsofen 
verschwunden sein sollen, einer der grof^ten Betrugsfalle in der 
Geschichte der Menschheit ist, wobei der Jude in planetarischem, 
weltweitem Ausmaf^e sein innerstes Wesen als Schwindler offenbart. 
Etwas AhnHches war bereits am Ende des Ersten Weltkrieges 
geplant: Die Deutschen schnitten franzosischen Frauen die Briiste ab, 
fraf^en deren Kinder usw. Man belegte das alles durch Photo- 
graphien. Spater riickte dann der engHsche Propagandaminister in 
seinen Memoiren von diesem Schwindelmanover ab und stattete 
sogar Hitler einen Besuch ab. Und was laf^t sich heutzutage bei der 
fortgeschrittenen Technik in der Photomontage von Filmen und 
anderen Informationsmedien, die sich samtlich in Handen der Juden 
befinden, nicht alles tun! 



331 



Ich entsinne mich, daf^ bei Kriegsende die Zahl getoteter Juden eine 
Million noch nicht erreicht hatte. Heute sind es mehr als sechs. Eine 
Inflation ohne die Moglichkeit einer Deflation, zum gegenwartigen 
Zeitpunkt. Man hat zwei Generationen Deutscher zum Opfer dieser 
Falschungen im Weltmaf^stab gemacht und sogar auch junge Juden, 
die iiber ihre Chromosomen, ihren genetischen Code automatisch 
ferngelenkt wie „Roboter" dazu gebracht worden sind, diesen un- 
seligen Parolen Glauben zu schenken und sie nachzusprechen. Es 
gibt in der ganzen Welt keinen Juden, von dem nicht ein Verwandter 
in einem Verbrennungsofen ermordet worden ware - davon ist er 
iiberzeugt -, auch gibt es keinen Juden iiber sechzig Jahre, der nicht 
in einem Konzentrationslager geschmachtet hatte, aus dem er dann 
bei lebendigem Leibe entkam, selbstverstandlich, um davon zu 
berichten. 

Andre Brissaud schreibt: „Die Vernichtung durch Giftgas, die 
nirgend-woanders als auf polnischem und sowjetischem Gebiet 
angewandt wurde, hat viel Tinte flief^en lassen. Das Problem ist 
nicht klar. Man darf Gaskammern nicht mit Verbrennungsofen 
verwechseln." Ofen zur Leichenverbrennung und Epedemiever- 
hiitung, mochten wir hinzufiigen! Und Brissaud fahrt fort: „Die 
Zeugenaussagen des SS-Mannes Kurt Gerstein sind mif^trauener- 
weckend und die Umstande seines Selbstmordes sowie das Auffinden 
„seines Tagebuches" sind sehr seltsam. Die Erklarungen des Kom- 
mandanten von Auschwitz, Rudolf Hoss, die er iiber Gaskammern in 
seinem Lager abgibt, strotzen von Widerspriichen und falschen 
Behauptungen, insbesondere was die Abmessungen dieser Kammern 
sowie deren Funktionieren anbelangt, was zu der Vermutung Anlaf^ 
gibt, daf^ er von seinen sowjetischen Kerkermeistern zu solchen 
Angaben gezwungen worden ist. Die Aussagen von Uberlebenden 
der Lager von Treblinka, Auschwitz, Lublin, Kumhof, Belzec und 
Sobibor sind widerspriichlich und vage. Trotz guten Willens und des 
Bemiihens, sich zu erinnern, haben diejenigen, die auf meine Fragen 
antworteten, keinerlei Licht in dieses abscheuliche Geheimnis 
bringen konnen." 

Mitte 1977 wurde in England das Buch von David Irving „Hitler's 



332 



War" (Hitler's Krieg), ein Werk von mehr als achthundert Seiten, 
veroffentlicht. Zehn Jahre lang hat sein Verfasser Nachforschungen 
angestellt und er hat schHef^Hch auch die in BerHn geretteten oder 
wiederbeschafften Dokumente zu Rate Ziehen konnen. Er kommt zu 
der Schluf^folgerung, da£ Hitler von der Vernichtung der Juden und 
auch von der sogenannten „Endlosung des Problems" (wie das die 
Juden selbst bezeichneten) nichts wuEte. 

Dieses Buch hat begreiflicherweise entriistete Kritik hervorgerufen, 
denn es droht, zur ungelegenen Zeit die „weltweite Operation" zu 
Fall zu bringen, dank derer man in der Lage war, ein vollig falsches 
Bild von einer gerechten, der ganzen Mazedonie derzeitiger demo- 
kratischer Sklaverei iiberlegenen Staatsform zu zeichnen. Wenn 
Hitler von dieser organisierten Ausrottung nichts wuf^te, dann des- 
halb nicht, weil sie niemals existierte. 1st es denkbar, daf^ Himmler, 
der ja bei der Ausrottung (von Juden) in den Konzentrationslagern 
der unmittelbar Ausfiihrende gewesen ware, die Wahnsinnstat be- 
gangen haben sollte, noch kurz vor Kriegsende mit dem Prasidenten 
des Jiidischen Weltkongresses, Norbert Mazur, zusammenzu- 
kommen, um zu einer Ubereinkunft zur Beendigung des Krieges im 
Osten zu gelangen? Und konnte man annehmen, daf^ Mazur sich zu 
diesem Treffen bereiterklart hatte, wenn bereits die sechs Millionen 
Juden in den Verbrennungsofen ermordet worden waren? Man soil 
nur nicht sagen, daf^ die Juden nicht wuf^ten, was wahrend des 
Krieges in Deutschland vorging; sie wuf^ten alles. 

Ein weiteres Mai geschieht es, daf^ die Juden ihre Gegenwart und 
ihre Zukunft auf einer Falschung aufbauen. 

Der Plan ist im 5. Protokoll der Weisen von Zion enthalten und sieht 
konsequent vor: "... Selbst wenn im gegenerischen Lager ein 
Geistesheld erstande, der sich mit uns in einen Kampf einlief^e, so 
miif^te er dennoch unterliegen, da der Neuling sich mit den Altein- 
gesessenen (wie uns) nicht messen kann. Der Kampf zwischen uns 
wird dann so schonungslos werden, wie ihn die Welt noch nicht 
gesehen hat." 

Sie wiirden also aus seiner Niederlage den grof^tmoglichen Nutzen 
Ziehen. Man mu£ Julius Evola zustimmen, wenn er sagt: „Wenn die 



333 



Protokolle der Weisen von Zion nicht echt waren, so entsprechen sie 
doch den Tatsachen." Leon Degrelle hat mir gesagt: „Die allergrof^te 
Dummheit, welche die Deutschen hatten begehen konnen, ware die 
Totung von sechs Millionen Juden gewesen, wo sie doch an der 
Heimatfront verzweifelt Arbeitskrafte benotigten!" 

„Sechs Millionen Opfer": Eine Materialisation des jiidischen 
koUektiven UnterbewulStseins 

Die Erfindung von sechs MilHonen vom Nazismus getoteter 
Juden hat Israel, das zu dem Zeitpunkt, als dieser Volkermord 
stattgefunden haben soil, als Staat nicht existierte, die astronomische 
Summe von sechs Milliarden Pfund Sterling eingebracht, die jenem 
Staate als Entschadigung von den Deutschen gezahlt worden sind, 
selbstverstandlich der in der Hand der bolschewistischen Russen 
befindliche Teil Deutschlands ausgenommen. 

In Bezug auf diese Zahl 6 - der sechs Milliarden Pfund Sterling und 
der sechs Millionen Opfer - mochten wir hiermit folgendes erklaren, 
das ebenso phantastisch anmutet wie jene Summe: Die Erfindung 
dieser sechs Millionen Geopferter ist keine Erfindung; denn die 6 von 
diesen sechs Millionen ist die archetypische Zahl des Jiidischen 
KoUektiven Unterbewuf^tseins eine kabbalistische Zahl, die in dieses 
„Psychodrama", um einen aus der modernen Psychologie entlehnten 
Ausdruck zu gebrauchen, hineingebracht worden, ihm auf- 
gezwungen worden ist. Und zwar seit dem Jahre 1950, das ebenfalls 
als ein fiir die Juden besonderes Jahr gilt; denn da wird die Ver- 
wirklichung der den ganzen Erdkreis umfassenden Planetarischen 
Operation entschieden, die sich erst im Wassermannzeitalter voll 
auswirken soil. Die Zahl 6 ist die Zahl des jiidischen Sechssternes, 
eines von dem „auserwahlten Volk" ebenfalls verfalschten runischen 
Sinnbildes. Der Plan ist somit kabbalistisch, magisch, rein schwarz- 
magisch, da er nicht einer menschlichen, sondern kosmischen, plane- 
tarischen Verfalschung unterliegt, welche der jahweistische Archetyp 
der Zahl 6 den Juden, von denen er Besitz ergriffen hat und die 
seine Akolyten sind, auferlegt hat. 



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Sollte sich jemand dafiir interessieren, Naheres iiber diese grandiose 
Falschung von den sechs Millionen Ermordeter zu erfahren, dann 
empfiehlt sich ihm die Lektiire des Monumentalwerkes des 
franzosischen Professors Paul Rassinier. Seine Biicher sind betitelt: 
„Die Liigen des Odysseus", veroffentlicht in Paris, 1949; „Odysseus 
von den Seinen verraten", erschienen 1960; „Der wahre Eichmann- 
Prozef^", erschienen 1962 und „Das Drama der Europaischen Juden", 
erschienen im Jahre 1964. Einige dieser Biicher sind ins Spanische 
iibersetzt und in Madrid durch den Verlag Acervo herausgebracht 
worden. Wie man verstehen wird, ist man fast achtlos iiber sie hin- 
weggegangen. Rassinier war SoziaHst. Da er am Widerstand beteiHgt 
war, wurde er 1943 von den Deutschen in das Konzentrationslager 
Buchenwald eingeHefert. Nach seiner Befreiung im Jahre 1945 
wurde er mit der Widerstands-Medaille ausgezeichnet. 1946 nimmt 
er seine gigantische Nachforschungsarbeit auf und versucht, Kunde 
davon zu geben, was er selbst in den Nazi-Konzentrationslagern 
gesehen hat und den Beweis iiber die Falschung von Millionen hin- 
geschlachteter Juden sowie die Erfindung der „Gaskammern" zu 
erbringen. - Paul Rassinier stirbt im Jahre 1966. 

Ein anderes wichtiges Dokument sind die Untersuchungen des 
englischen Universitatsprofessors Richard Harwood (Pseudonym): 
„Did six million really die?" (Starben wirklich sechs Millionen?), die 
von der „Historical Review Press" in England veroffentlicht wurden. 

Harwood setzt die Arbeit Rassiniers mit Veroffentlichungen iiber den 
Niirnberger Proze£ fort. Ferner verweisen wir auf das Buch des 
nordamerikanischen Professors A. R. Butz: „The Hoax of the 
Twentieth Century" (Der Schwindel des XX. Jahrhunderts) . 

Wir geben diese Information ohne besonderen Enthusiasmus oder 
Optimismus. Da uns die genaue Beschaffenheit des Kampfes, den zu 
beschreiben wir uns hier bemiiht haben, bekannt ist, verstehen wir, 
daf^ hier menschlich (allzu menschliche) Griinde und Berechnungen 
wenig zahlen, wo sich doch die Archetypen, die Cotter und die 
Damonen miteinander im Krieg befinden, nicht seit heute oder 
gestern, sondern seit einer Ewigkeit. Hier zahlen andere Werte. 



335 



Das Hakenkreuz des Ausganges und das Hakenkreuz der 

Wiederkehr 

Das Hakenkreuz ist das Symbol des Esoterischen Tantrismus 
Hitlers. Es lenkt die Bewegung, bleibt davon jedoch unberiihrt 
und ist in seinem Mittelpunkt unbeweglich wie Krischna, der den 
Tanz Raslila tanzt, und wie der in tiefe Meditation versunkene Shiva. 
Wie bereits erwahnt, ist Chakravartin eine Bezeichnung fiir das 
Polar-, das Kronenchakra. 

Das linksdrehende Hakenkreuz ist dasjenige des Wegganges, des 
Auszuges, des Verlustes von Thule, der Urheimat, Hyperboreas, von 
Paradesha, dem paradiesischen Stern des Ursprunges. Es ist das 
Hakenkreuz Ramas, dasjenige der besiegten Gotter, das Symbol des 
zugrundegerichteten Luzifer. 

Das rechtsdrehende Hakenkreuz, das in schwindelerregender Weise 
im entgegengesetzten Sinne zur derzeitigen Erdumdrehung rotiert 
ist dasjenige, welches die Riickkehr zum Ursprung bewirkt, wobei 
zuerst Asgard im mythischen Kaukasus beriihrt wird und danach 
Shamballa, Agarthi, Thule am Polarkreis und der Morgenstern. 
Dieses Hakenkreuz ist auch eine nichtexistente Blume, die Blume 
,^lella" iEr-Sie) des androgynen Baphomet, des Abraxas, des ver- 
gottlichten Ganzen Menschen, der schon in die Statten des Ewigen 
Lebens eingetreten ist. Diejenigen, welche in die Tiefe dieses 
Symbols einzudringen vermochten, erklaren, da£ dieses Hakenkreuz 
nicht fiir physische Eroberungen auf der Oberflache der Dinge 
verwendbar ist, well sich seine Energie der Riickkehr in einer parallel 
verlaufenden Energie in der analogen Inneren Erde manifestiert. 

Aus diesem Grunde war unter diesem Wahrzeichen zum gegenwarti- 
gen Zeitpunkt des Kaliyuga die physische Niederlage unvermeidlich, 
damit bei der grof^en Wiederkehr des Goldenen Zeitalters ein umso 
voUstandigerer Triumph vorbereitet werden kann. 

Auch der Runde Tisch von Konig Arthur (Konig Arthur's Tafelrunde) 
symbolisiert den Pol. Er ist eine Darstellung des Hakenkreuzes. Alle 
die nachgeordneten, zweitrangigen Zentren, welche das rechts- 
drehende Hakenkreuz auf seiner Reise der Wiederkehr in das 



336 



Heimatland des Ewigen Bundes aufzeigt, sind lediglich Reflexe, ist 
nur der Widerschein des Erhabenen Mittelpunktes, sind Teilstrecken 
auf der grof^en Reise in die Unsterblichkeit. Man darf sie nicht mit 
dem am Pol befindlichen ersten Geistigen Zentrum verwechseln bzw. 
mit dem sich am Gipfel der Anderen, der Neuen Erde befindlichen 
Zentrum. 

Der Pol ist somit das Kronenchakra des Planeten Erde, der „Ab- 
sprungs"- bzw. „Ausgangs"-Punkt, das archetypische Ebenbild aller 
anderen Zentren einschlief^lich desjenigen, das es in Atlantis gab. 
Folglich ist er auch das Zentrum von Agarthi, von Shamballah und 
von Asgard, die im irdischen Bereiche zu wichtigen Chakras werden, 
die man aufsuchen, erwecken muf^, bei denen man jedoch nicht 
endgiiltig verweilen darf auf der weiteren Reise zu den unsterblichen 
Bewohnern von Hyperborea, wie es die Esoterik des rechtslaufigen 
Hakenkreuzes, seine polare Einweihungsschule lehrt. - 

Das linksdrehende Hakenkreuz, das sich in gleicher Umdrehungs- 
richtung wie die Erde, namlich in der Uhrzeigerrichtung des Dunklen 
Zeitalters dreht, ist dasjenige des Auszuges, des Verlustes von 
Hyperborea sowie des ersten Ur-Verlustes. Es ist das Hakenkreuz des 
Nordpoles, wo Luzifer, Abraxas und Apollo gefesselt sind. Das 
rechtsdrehende Hakenkreuz der Wiederkehr ist das Hakenkreuz des 
Siidpoles. Sollte dies etwa ein Fingerzeig darauf sein, daf^ sich von 
diesem Pol, vom Siiden aus der Aufbruch nach der Anderen Erde, 
nach der Oase vollziehen wird in Verbindung mit der Wiederein- 
setzung Luzifers, des Gro£en Verlierers, in seine Rechte? 

Es wird nun verstandlich, daf^ vom jiidischen Zionismus eine Gegen- 
Initiation in die Welt gesetzt worden ist, wobei er sich fanatisch nicht 
nur an das physische Jerusalem, das er als endliches, hochstes 
Zentrum erscheinen laf^t, klammert, sondern auch an den Berg Zion 
als dem „Herzen der Erde", das Anahata-Chakra, an die „Stiftshutte 
Jehovas" und den Wohnort der Shekinah (dem Kundalini-Chakra des 
esoterischen Hebraertums), dem einzigen Ort, an dem Jehova 
angebetet werden will. 



337 



Die Stadt ist auch Kundalini 

Nach Agrippa und spater auch nach Rene Guenon bezieht sich 
eine alte esoterische Lehre auf eine Luz genannte Stadt, sowie 
auf ein geheimnisvolles Zentrum, das sich im Iran, in dem dortigen 
Berge Alborj befinden soil. Man bezeichnete die Pilgerfahrt zu dieser 
Stadt als „Die Reise der Unsterblichkeit". Luz war eine unterirdische 
Stadt wie Agarthi; denn nach dem Verschwinden des hyperbore- 
ischen polaren Zentrums wird das Zentrum der Unsterblichkeit un- 
sichtbar. Die Stadt Luz, bezeichnet mit einem armenischen Wort, das 
„eingegraben" bedeutet, ist der Wohnort der Shekinah, der 
Kundalini- Shakti, die an der Basis der psychischen Wirbelsaule 
eingerollt schlummert, wo sie erweckt, befreit werden mu£. In 
derselben im alten Israel zu findenden esoterischen Lehre ist die 
ratselhafte Angabe gemacht worden, daf^ „Luz sich an der Wurzel 
der menschlichen Wirbelsaule befindet", womit uns der Schliissel 
zum Verstandnis gegeben wird. Die Reise der Unsterblichkeit ist 
innerlich, symbolisch, vollzieht sich von Chakra zu Chakra bis sie 
schlief^lich am Fuf^e des Berges Alborj-Merii (dem Muladhara- 
Chakra) die Kundalini-Shakti, Dornroschen, die Leblose Geliebte 
erweckt um sich in ihrem, Unsterblichkeit verleihenden, Feuer baden 
zu konnen. 

So ist die ganze Heilige Stadt nur der Abglanz des polaren Ur- 
zentrums. Jeder Magische Berg, sei es Merii, Kailasa, Alborj oder 
Milimoyu ist ein Abbild des Berges, der am Pole war, so wie etwa 
„die hervortretenden Stellen am Kopfe Buddhas". Denn jeder Berg ist 
auEerdem eine symbolische Darstellung des Korpers des Ganzen 
Menschen, des Magiers. Die Polarachse symbolisiert hier die 
Wirbelsaule des Eingeweihten sowie die Swastika, das Hakenkreuz, 
das Sahasrara - bzw. Scheitel- oder Kronenchakra, das Selbst, das im 
Mittelpunkt der Bewegung unbeweglich bleibt; es ist wirklich Shiva, 
der, ohne sich zu bewegen, die Reise der Unsterblichkeit lenkt. 

Die in dem hermetischen Ausspruch „Was innen ist, ist auch auf^en" 
und umgekehrt zum Ausdruck kommenden Gegebenheiten bewir- 
ken, da£ die inneren, symbolischen Zentren genauso existieren wie 



338 



reale, irdische und daf^ der Eingweihte dieselben auch in der 
auf^eren physischen Welt zu suchen hat. Der Eingeweihte muf^ sich 
jedoch ebenfalls durch jenes andere geistige Gesetz lenken lassen, 
das ihm befiehlt, sich bei den Dingen nicht aufzuhalten, nicht auf 
ihnen zu beharren. Das bedeutet, daf^ er davon ablassen muf^, wenn 
er auf Widerstand stof^t, um einen geeigneteren AugenbHck abzu- 
passen. Denn das Bose bekampft man weder mit Leidenschaft noch 
mit Fanatismus, sondern mit Abstand und mit Anstand. Der Kampf 
geht um das Dharma, das innerHch unbewegHche, und er ist, wie es 
Krishna in der Bhagavadgita rat, ohne Triibung der Vernunft, kalt- 
bliitig zu fiihren. Der Gott der VerHerer von heute wei£, daf^ er der 
Sieger von morgen sein wird; denn er ist es schon auf einer 
Parallelen Erde. - 



Die phantastischen Erklarungen von Rudolf Hess iiber 

Fernhypnose 

Die Templer leisteten keinen Widerstand; wie wir spater sehen 
werden, sehen auch die Rosenkreuzer davon ab, als sie 
merken, da£ ihre Zeit noch nicht gekommen oder da£ sie schon 
voriiber ist. 

Man konnte annehmen, daf^ auch Hitler versucht, um jeden Preis das 
sagenhafte Asgard (Stalingrad) der Osen und Asen, die Stadt Wotans 
wiederzuerobern. Seine Beharrlichkeit stiinde ebenfalls im Gegen- 
satz zum Hermetischen Gesetz und wiirde verhangnisvolle Folgen 
haben und Ungliick bringen. Wir berichteten schon, daf^ man Hitler 
aus der geistigen Welt warnte. 

Man sollte sich in diesem Zusammenhange iibrigens der seltsamen 
Erklarungen erinnern, die Rudolf Hess vor seiner Uberfiihrung aus 
dem Gefangnis in England nach Niirnberg abgab. Hess verfertigte 
einen schriftlichen Bericht iiber die ihm in den englischen Gefang- 
nissen zuteil gewordene Behandlung. Seine aul^erordentliche Erkla- 
rung hat er dann im Niirnberger Prozess wiederholt. Er behauptete, 
daf^ seine Kerkermeister und auch die englischen Politiker, die mit 
ihm zu tun hatten und die fiir sein Schicksal und das der Welt 



339 



verantwortlich waren, unter der Wirkung einer unbekannten Droge 
gestanden hatten, die sie fiir fernhypnotische Einfliisse empfanglich 
machte. Diese Droge sei auch bereits in den Prozessen gegen sowje- 
tische Machthaber zur Anwendung gekommen, die sich dann in 
Selbstbeschuldigungen ergingen und darum baten, die Todesstrafe 
zu erhalten. Ein ahnliches Vorgehen habe man, wie Hess sagte, 
angewandt, um Deutsche zu Taten zu veranlassen, die sich dann 
spater fiir die Erreichung der Ziele des Judentums giinstig 
auswirkten. Selbst Hitler, so sagte Hess, sei ein Opfer der durch 
Einnahme von Drogen begiinstigten hypnotischen Beeinflussungen 
geworden. (Dachte er dabei an den geheimnisvollen Dr. Morell?) 
War Hess wahnsinnig, als er diese Erklarung im Niirnberger Prozef^ 
abgab? Man bejaht das, und die Welt hat seinen Enthiillungen 
keinerlei grof^ere Bedeutung beigemessen. Das Urteil der Psychiater, 
Psychologen, Arzte und der Gefangniswarter lautet jedoch, daf^ Hess 
niemals wahnsinnig gewesen sei; er verfiige im Gegenteil iiber eine 
iiberlegene Intelligenz, mit der er die schwersten Priifungen iiber- 
stand, denen man einen Menschen wahrend vieler Jahre Freiheits- 
entzuges unterwerfen konnte. 

Der nordamerikanische Leiter des Spandauer Gefangnisses, Oberst- 
leutnant Eugene K. Bird erklart in seinem Buche: „Der einsamste 
Mann der Welt", da£ er wahrend all der Jahre, die er in taglichem 
Kontakt mit Hess war, feststellen konnte, daf^ er ein Mann von 
au£erordentlicher Intelligenz, und daf^ er niemals wahnsinnig war. 
In gleicher Weise auf^ert sich Bernard Hutton in seinem Buche: 
„Hess, der Mensch und seine Mission." 

Die fiirchterliche Erklarung von einem auf^ergewohnlichen Wesen 
darf man nicht leicht nehmen im Hinblick auf die Geschehnisse des 
letzten Krieges, denn spatere Ereignisse, fast jiingsten Datums, soil- 
ten uns dazu veranlassen, seinen Worten Bedeutung beizumessen. 



340 



Die Zentrale der telepathischen Krafte 

Die absurden Geschehnisse von Watergate, die Wahnvorstel- 
lungen eines ganzen Volkes bei einem Ereignis ohne grof^ere 
Bedeutung scheinen Hess hinsichtlich einer Fernhypnose Recht zu 
geben, wenn auch hierbei eine „unbekannte Droge" nicht notwendig 
ist. Die Presse, der Rundfunk, das Fernsehen und sogar ernstzu- 
nehmende Politiker verlieren den Sinn fiir die Wirklichkeit. Alle 
Schritte, die besonders wahrend der letzten Tage seiner Prasident- 
schaft von Nixon selbst unternommen wurden, erweckten den 
Eindruck, als ob er „hypnotisiert" ware und an seinem eigenen 
Untergang arbeite. Ahnliches geschieht durch die vollig selbst- 
morderischen Entscheidungen des Prasidenten Thieu in Siidvietnam, 
der seine Armeen kampflos zuriickzieht und sein Land und seine 
machtige Kriegsmaschinerie in nur drei Wochen in den Zusammen- 
bruch fiihrt angesichts eines Feindes, der sich des gesamten Gebietes 
bemachtigt, ohne auch nur einen Schuf^ abzugeben. Bis zum 
heutigen Tage miiEten im Pentagon Zweifel dariiber bestehen, was 
sich dort wirkHch abgespielt hat. Andererseits stellte sich wahrend 
der grof^en amerikanischen Schlachten in Vietnam, bei den „search 
and destroy"-Operationen des General Westmoreland, die mit den 
modernsten Mitteln der elektronischen Technologie durchgefiihrt 
wurden, diesem nichts entgegen; der Dschungel war leer, wenn sich 
der Feind auch erst noch am Vortage dort aufgehalten hatte. Es 
setzte Regen ein, der jede Flugtatigkeit unmoglich machte, obwohl 
von den Meteorologen gutes Wetter vorausgesagt worden war. Hatte 
es etwa jemand regnen lassen? 

„Wer handhabt die Zentrale fiir den Einsatz telepathischer und 
hypnotischer Krafte?" ware nun die eindringliche Frage. Rudolf Hess 
behauptet, es seien kabbalistische Juden. Er erklart ferner, daf^ man 
ihn weiterhin gefangenhalt, weil „es ihm die Juden niemals ver- 
zeihen werden, daf^ er dem Krieg ein vorzeitiges Ende bereiten 
wollte, um sie an der Verwirklichung ihrer Plane zu hindern, wo sie 
doch fiir die Vorbereitung dieses Krieges soviel Miihe aufgewendet 
hatten." Gleichermaf^en war Nixon zu unabhangig; er hatte den 



341 



Vietnamkrieg mit einer Vereinbarung beendigt, die ihm Respekt 
verschafft haben wiirde; er beabsichtigte, im Nahen Osten Ordnung 
zu schaffen und er widersetzte sich der sowjetischen Herrschaft und 
den Bestrebungen, die Welt kommunistisch werden zu lassen. Die 
Politik mit China war sein Werk. Nixon handelte auf seine eigene 
Verantwortung und muf^te deshalb vernichtet werden. 

Ein spanischer Journalist, der sich in Washington und New- York mit 
der Watergate-Affare befaf^te, nannte sie „Operation Golda Maier". 

In einem vor einiger Zeit erschienenen Buch mit dem Titel: „PSI, 
Psychic Discoveries Behind the Iron Curtain" (deutsche Ausgabe: 
„PSI - Die wissenschaftliche Erforschung und praktische Nutzung 
iibersinnlicher Krafte des Geistes und der Seele im Ostblock") von 
Sheila Ostrander und Lynn Schroeder, wird von wichtigen para- 
psychologischen Experimenten berichtet, die in der Sowjetunion, in 
Bulgarien, der Tschechoslowakei und in weiteren kommunistischen 
Landern durchgefiihrt werden (zu denen freilich noch China und 
Vietnam hinzuzufiigen waren) . 

Das Buch ist im Jahre 1970 veroffentlicht worden. Etwa zehn Jahre 
vorher war ich dieser Angelegenheit in Moskau und Leningrad 
personlich nachgegangen. Es war mir bekannt, da£ die Sowjets sich 
schon seit Jahrzehnten intensiv mit derartigen Studien und deren 
praktischen Anwendung zum Zwecke der Weltbeherrschung befaf^t 
hatten. Selbstverstandlich erhielt ich von keinem der Wiirdentrager, 
mit denen ich zu tun hatte, irgendwelchen Aufschlu£. 

Es ist notwendig sich in Erinnerung zu rufen, was Gurdjieff iiber den 
westlichen Hypnotismus sagt: „Das ist nur ein erstes Gestammel von 
einer Wissenschaft, die in der Mongolei und in Tibet enorm hochent- 
wickelt ist" und auch in dem Gebiet, in dem er, Stalin und auch 
Rasputin aufgewachsen sind. Und selbst dieser Hypnotismus war 
blof^ ein Bruchstiick von etwas viel Alterem und Unbekanntem. Hat 
das etwas mit der uralten tibetischen Praxis des Nachauf^enpro- 
jizierens des „subtilen Korpers" eines Magiers in den Korper eines 
anderen Menschen, lebend oder sterbend, zu tun, den man dann 
unter einem fremden Willen zu Handlungen veranla£t, ohne da£ er 



342 



davon weif^ und wobei er des Glaubens ist, nach eigenem Willen zu 
entscheiden? Auf diese Weise laf^t sich auch ein Sterbender wieder 
zum Leben erwecken oder ein Lebender kann in einen Golem ver- 
wandelt werden. 

Mao behauptete, daf^ die Atombombe dagegen nichts ausrichten 
konnte. Und Vietnam hat bewiesen, daf^ es gegeniiber der fortgesch- 
rittensten Technologie des Westens iiberlegen war. Machtige geistige 
Krafte sind von irgendeinem Punkte der Erde aus zu seinen Gunsten 
in Bewegung gesetzt worden. Man konnte wohl zu Recht glauben, 
daf^ die „Zentrale fiir Telepathie und Hypnotismus" von einem 
Gebiet aus, das unter kommunistischer Herrschaft steht, betrieben 
wird, wenn das Schicksal Stalins nicht ware, das in gewisser Weise 
ahnlich dem von Nixon ist. Am Ende seiner Tage fangt Stalin an, von 
„einigen geheimnisvollen jiidischen Arzten" zu sprechen, „die ihn 
vergiften wollen". Es ist die gleiche Sprache wie die von Rudolf Hess. 
Stalin konnte man es nicht verzeihen, da£ er mit Hitler einen Nicht- 
angriffspakt geschlossen hat. Mit der Erklarung iiber die jiidischen 
Arzte hat er sein Schicksal besiegelt und auch sein geschichtliches 
Los. Uber ihm entladt sich die gleiche Lawine biblischer Blitzstrahlen 
und Donnerschlage. 

Es ist unwichtig, wo sich die „Zentrale" befindet und auch, wer die 
Medien und Werkzeuge sind, derer sie sich bedient. Wichtig ist, wer 
sie in der Dunkelheit des Kaliyuga leitet und kontrolliert. - 

Schwarzmagie und der Untergang von Atlantis 

Es ist immer am Ende eines Zyklus, da klar zutage tritt, da£ „die 
Gotter diejenigen, die sie verderben wollen, mit Blindheit 
schlagen", durch Krafte des Verstandes oder durch eine machtvolle 
und unbekannte Technik, durch die von den dunklen Kraften des 
Verfalls, des Bosen, des Chaos und des Nichts gehandhabten hypno- 
tischen Energien. Dasjenige, was man unter derartigem Hypnotismus 
bezeichnet hat, fallt unter den weitergehenden, allgemeineren 
Begriff der Schwarzen Magie. Und in diesem Fall ist es wohl 
angebracht zu sagen, daf^ „die Gotter diejenigen mit Blindheit 



343 



schlagen, die sie verderben wollen." Die Gotter des Bosen! Der Unbe- 
kannte Obere, als Fiirst der Sklaverei bezeichnet, der durch seine 
Anhanger zur Zeit des kritischen Hohepunktes der Involution (Ver- 
stofflichung) im Kaliyuga wirkt. 

Wie man uns sagt, war es diese machtige Kraft der Schwarzen 
Magie, die das Versinken von Atlantis herbeifiihrte. Zufolge des 
hochst technologischen, mechanistischen und rationalistischen 
Charakters unserer Epoche bedient sich die Schwarzmagie heutzu- 
tage der Maschine und der Technologie. Unter dieser schwerfalligen, 
eisernen Technologie, die „das Eisen einsetzt" und die zutiefst 
diabolischen Charakter tragt, existieren machtige Waffen zur Klima- 
veranderung, die in den Zentren der Dunkelmachte der Welt bereits 
im Einsatz sind. Die kiinstlich zustandegebrachten Klimaveranderun- 
gen sind erst dann feststellbar, nachdem sie schon geraume Zeit 
eingesetzt haben, wobei sie auch mit natiirlichen Phanomenen 
verwechselt werden konnen. Nur die Spezialisten der gegnerischen 
Macht, auf die man einwirken oder die man warnen will, begreifen 
die Sachlage und geben unter Zahlung eines Preises klein bei. Durch 
eine Atomexplosion konnen so die Eiswiisten der Arktis zum 
Abschmelzen gebracht werden, was eine Uberschwemmung Kanadas 
und der Vereinigten Staaten hervorrufen wiirde. Ferner besteht die 
schreckliche Moglichkeit des „Ozonlochs", das heif^t, ein „Ozon- 
fenster" in der Atmosphare zu offnen, durch welches die ultravio- 
letten Strahlen in dieselbe einzudringen und das gesamte Gebiet zu 
verbrennen vermogen, welches „unter diesem Fenster" liegt. Wie 
laf^t es sich kontrollieren, daf^ sich das Fenster nicht in eine Tiir zur 
ganzen Erde ausweitet? Die von Jahr zu Jahr immer unertraglicher 
werdenden Klimaveranderungen, die man heutzutage in der ganzen 
Welt beobachtet, wo Winter zu Sommern werden und umgekehrt, 
konnen kiinstlich hervorgerufen sein. (Saint Germain hat gesagt: 
„Wenn einmal die Sommer zu Wintern und die Winter zu Sommern 
werden, dann ist das Ende der Welt nahe."). Es gibt jedoch eine 
Grenze, welche das kosmische Gleichgewicht, in welchem die Erde 
lebt, einer derartigen Zerstorungswut und wissenschaftlichen Primi- 
tivitat setzt. 



344 



Weifte Magie und der Ubergang zu einer Anderen Erde 

Wir haben wiederholt gesagt, daf^ es den Anhangern Hitlers 
moglich war, die geistigen Grundlagen einer andersartigen 
Wissenschaft und Technologie wiederzuentdecken. Das diirfte wohl 
erst dann geschehen sein, nachdem die eingeweihten Hitleranhanger 
zufolge des Auffindens des katharischen Grals, in den Pyrenaen, des 
Grals der Templer und der Westgoten, des Steines von Hyperborea, 
dessen Botschaft zu entziffern ihnen gelingt, vollig im Bunde des 
„Goldenen Bandes" Kosmischer Macht und Magie aufgingen. 1st dies 
geschehen - und es gibt gute Griinde dafiir, das anzunehmen - dann 
bewirkt das geistige Wissen von dem „Kreisen des unerschaffenen 
Lichtes", welches jegliche Erdenschwere und jegliches materielle 
Gewicht iiberwindet, ein sofortiges Versetzen auf die Andere Erde, 
ein Aufgeben des Kampfes hier und der Machtanspriiche innerhalb 
der drei Dimensionen, um den Krieg in einem anderen Sinne und 
einer anderen Dimension fortzusetzen. Es ist die Botschaft von der 
Maya-Macht, die aufgenommen worden ist; die Botschaft von der 
luziferischen Liebe und Schonheit, vom Morgenstern. Es ist die 
Macht, die in dem Moment eingreift, um die Gerechten, die iibrig- 
gebliebenen Helden zu erretten, wo alles bereits verloren scheint. Es 
ist das „Letzte Bataillon", das mit einer hoheren Energieschwingung 
zu dem Zeitpunkt in den Kampf eingreift, wo sich als scheinbar 
unvermeidlich die Nacht der Dunkelheit, Sklaverei, der Zersetzung 
des Planeten immer weiter ausbreitet. (Fiir die Katharer hief^ der 
Demiurg der verstofflichten Erde Jehova. Er ware somit der „Furst 
der Sklaverei", der sich durch seine Gefolgsleute in einer Welt der 
Sklaven verewigen mochte. Nach der klassischen Formel verschwin- 
det der Rabbi Low, der Schopfer des Golem, zusammen mit seinem 
Geschopf in dem schrecklichen kosmischen Hohlraum der Katastro- 
phe). 

Am 13. Februar 1945 hat Hitler, noch kurz vor dem Ende, in Berlin 
gesagt: „Wenn ich diesen Krieg gewinne, dann werde ich der 
jiidischen Weltherrschaft ein Ende bereiten; dann werde ich ihm 
einen todlichen Schlag versetzt haben. Wenn ich ihn verliere, dann 
wird der jiidische Triumph nur von kurzer Dauer sein." 



345 



Nach Oberstleutnant Bird hat Rudolf Hess in Niirnberg erklart: „Es 
gibt eine Macht, die der Macht des Judentums iiberlegen ist." Seine 
Kameraden stimmen dem zu. 

Diese Macht ist die Weif^e Magie. Sie bereitet die Neue Erde vor am 
Ende der Involution (Verstofflichung) und des Vierten oder des 
Dunklen Zeitalters des Manvantaras. 



Kalpas, Manvantaras und Yugas 

Die Hartnackigkeit der Juden, mit der sie sich des irdischen 
Jerusalems, des sekundaren geistigen Mittelpunktes, des 
Widerscheins des wirklichen Salem (Friede), bemachtigen wollen, 
kann - sowohl im auf^eren als auch im Inneren - einen neuen Unter- 
gang von Atlantis hervorrufen. 

In seinem Buch: „Der Konig der Welt" schreibt Rene Guenon, daf^ 
Agartha nicht immer unter der Erde, in einem Berge war. In den 
ersten Epochen oder Yugas, war es auf der Erdoberflache sichtbar, es 
erhob sich iiber dem Polarberg. Vor nur sechstausend Jahren, zu 
Beginn des Kaliyuga hat sich nach F. Ossendowsky in „Tiere, 
Menschen und Gotter" Agartha oder Agarthi unter die Erde 
verlagert, sich verborgen. 

Agarthi wird am Ende des Kaliyuga und zu Beginn eines neuen 
Manvantaras wieder an die Oberflache kommen. „Die Menschen 
werden wieder jung werden", behauptete Solon. Sie werden das 
Paradies wiedererlangen. Der Name Agartha bedeutet auch „unzu- 
ganglich". Als man die Stadt auf der Erde noch sehen konnte, trug 
sie einen anderen Namen und zwar hief^ sie, nach R. Guenon, 
Paradesha. (Ich glaube, daf^ sie Thule geheif^en hat). Wir sagten 
schon, daf^ dieser Name die Bedeutung von „hochgelegene Region" 
hat. Und tatsachlich hat sie sich auf dem Polgebirge befunden, auf 
den Hiigeln des Paradieses, die Dante anfiihrt. Das behaupteten auch 
die Araber, wenn sie sich auf den Berg Quaf bezogen. Aber heute ... 
„weder zu Lande noch zu Wasser wirst du den Weg finden, der in 
das Gebiet der Hyperboreer fiihrt ..." Wir sind im Kaliyuga. 



346 



In einem Manvantara sind auch vier Zeitalter oder Yugas enthalten. 
Im gegenwartigen Manvantara entspricht das erste Yuga dem 
Goldenen Zeitalter, von dem Hesiod spricht, dem Satya-Yuga. Das 
zweite entspricht dem Silbernen Zeitalter, dem Treta-Yuga. Das 
dritte, dem Bronzenen Zeitalter, dem Dwabara-Yuga. Und das Vierte 
ist das Eiserne Zeitalter, das Kali-Yuga, die dunkelste Epoche, denn 
Kali ist die schwarze Gottin der Zerstorung und bedeutet den 
weiblichen Aspekt des Zerstorers Shiva. In der Edda nennt man das 
Dunkle, das Eiserne Zeitalter, Kaliyuga, die „Wolfszeit". Fiir die 
orphischen Pytagoraer ist es das Dionysische Zeitalter. Dionys ist 
Shiva. 

Der Beginn des Kali-Yuga ist ungefahr da anzusetzen, wo im grie- 
chisch-lateinischen Altertum die Heldentaten von Herkules-Herakles 
und die grof^en Traume Jasons in Vergessenheit geraten. Ein Kalpa 
umfaf^t vierzehn Manvantaras. 



Der polare Ursprung der Veden 

Nach dem Hinduismus gab es zu der Zeit, als die Stadt noch auf 
der Erdoberflache sichtbar war, nur eine Kaste, die man Hamsa 
nannte. Diese Vokabel weist auch auf einen Zustand oder eine 
Eigenschaft hin, ahnlich dem Salem, der alien vor dem Abfall in die 
Verstofflichung eigen war. (Im Tantrismus ist es „die Vermahlung 
der Gegensatze, die Vereinigung von Ida und Pingala in Susumna: 
dem Androgyn, in Ardhanarishvara) . Dann wird man zum Ativarna, 
zum Kastenlosen. 

Wir haben gesehen, daf^ sich mit dem Abstieg der Arier hinunter in 
den Siiden die Einrichtung des Kastensystems als unerlaf^lich erwies, 
wobei sie die Bewahrung der Erinnerung an die UR-Liebe, am 
Ursprung, an die Minne im Sinne hatten. Der Hindu-Politiker und 
Schriftsteller, Bai Gangadhar Tilak findet im Rig-Veda, das nach 
seiner Ansicht vor mehr als fiinftausend Jahren vor unserer Ara auf- 
gezeichnet wurde, Beweise dafiir, daf^ die Arier polaren Ursprungs 
waren. Vor dieser Zeit wurden die Veden miindlich iiberliefert. Ich 
habe in Siidindien junge Brahmanen gesehen, die tausende von 



347 



vedischen Versen aus dem Gedachtnis hersagen konnten. Das Wort 
Veda kommt von der Sanskritwurzel Vid, was soviel bedeutet wie 
„sehen", etwas durch unmittelbare Schau kennen. Rishi ist einer, der 
gesehen hat. Es sind die Rishis, die die Veden erschaut, erfaf^t haben. 
Jung sagte, daf^ den Hindus „die Ideen erscheinen, sie denken sie 
nicht." Der westliche Mensch denkt sie wohl oder er glaubt, sie zu 
denken. Deshalb verfiigt er weder iiber ein Wissen noch eine 
unmittelbare Schau vom Sein. Er deutet die Dinge vernunftgemaf^, 
rationahstisch. 

In seinem Buch „The Arctic Home of the Vedas" (Die Arktische 
Heimat der Veden), das 1956 erschienen ist, setzt sich Tilak griind- 
Hch mit dem Thema des polaren Ursprunges der Veden auseinander. 
Seine friiheren VeroffentHchungen zu diesem Thema fanden jedoch 
schon zu Beginn des Jahrhunderts statt. 

Als die Stadt noch sichtbar war und die Gotter und Halbgotter mit 
den SterbHchen zusammenlebten, war auch das Vril, das Organ, das 
es ermoghchte, mit der iibersinnHchen Welt in Verbindung zu treten, 
diese blitzartig wirkende Kraft, in den Korpern der Erdbewohner 
noch wirksam. Dadurch war es moglich, die Stadt zu sehen und in 
sie einzutreten. Zusammen mit Agarthi verschwindet jedoch die Vril- 
Kraft. Sie geht ebenfalls in die Wurzel der Polarachse des Lebens- 
baumes, der Wirbelsaule der Erde ein. Aber zusammen mit der Stadt 
und bei der Wiederkehr des Goldenen Zeitalters, nachdem die 
Dunkle Erde verschwunden sein wird, kehrt sie wieder auf die 
Oberflache zuriick. - 

Das zweite Auftreten der Rosenkreuzer 

Die Rosenkreuzer losen sich plotzlich auf, um dann im Jahre 
1604 ganz unerwartet, wie aus den Tiefen emporgekeimt, 
wieder zuriickzukehren. Sie erklaren, in einer Hohle das Grab von 
Christian Rosen-Kreuz gefunden zu haben, zusammen mit seiner 
Lehre. Nach mehreren Jahrhunderten spricht man wieder von einer 
Geheimen Leitung und von Unbekannten Oberen. (Man hat ge- 
schrieben, die Fiihrung der Templer und der Rosenkreuzer sei ein 



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geheimnisvoller Griiner Orden, der seinen Sitz auf einem anderen 
Stern habe. Jetzt meint man. Christian Rosen-Kreuz sei nicht der 
Begriinder des Ordens gewesen, sondern nur ein Organisator. Der 
Orden geht zuriick auf Henoch und Melchisedek, diesen letzten 
Konig von Salem, auch Konig der Gerechtigkeit genannt. Seltsamer- 
weise kommt Salomo von Salem, was gleichermaf^en Friede, „der 
Friedfertige" bedeutet. Salomo ist Konig der Gerechtigkeit, er „ubt 
Gerechtigkeit", wie in meinem Buche „Die Besuche der Konigin von 
Saba" gesagt wird. Das alles sind Attribute Melchisedeks, des Konigs 
von Salem, das heif^t Salomos. Liegt hier etwa eine Vertauschung 
einer mythischen Gestalt mit einer anderen vor? Salem ware dann 
keine Stadt, sondern eine Eigenschaft oder ein Zustand des 
„Gerechten Konigs": der Friede. Melchisedek ist Hohepriester und 
souveraner Herrscher. Nach Ossendowsky und Rene Guenon sind 
dies die Attribute des Konigs der Welt. Melchisedek war also ein Aon 
oder Aion, ein Manu, der Archetyp des Menschen im gegenwartigen 
Manvantara, der Fiihrer der Unsichtbaren Hierarchie von Agharta; 
der Brahatma, wie ihn Saint- Ives dAlveydre in seinem 1910 er- 
schienenen Buch: „Mission de I'lnde" beschreibt. Fiir Guenon ist es 
Brahmatma und fiir Ossendowsky - der Brahytma. 

Die katholischen Priester werden heute noch „nach dem Orden von 
Melchisedek", „deni Priester aller Priester" in ihr Amt eingefiihrt und 
geweiht. Man hat jedoch Melchisedek das Attribut „Herrscher iiber 
alle Herrscher", das heif^t „Konig der Welt" streitig gemacht, und 
nicht nur die Herrschaft iiber diese Welt, sondern auch iiber die 
Parallelwelt, die Neue Erde! Das Attribut eines Konigs der Welt laf^t 
ihn einer Gottheit gleichkommen; denn es ist ein Pontifex-Maximus, 
ein Dalai-Lama, ein Briickenschlager, wie Luzifer, der nicht die 
Gottheit selbst, sondern ein Mittler zu ihr ist, ein Trager des Lichtes 
von Oben. „Ein Vorbild zum Leben und zum Sterben" wie Otto Rahn 
sagte. 

Die Konigin von Saba gehort ebenfalls zu Melchisedek, sie ist seine 
Enoia, seine Ayesha, die Gefahrtin des Aon im Manvantara, der 
weibliche Archetyp fiir ein Aion, der Prototyp der Anima, wie C. G. 
Jung sagen wiirde. 



349 



Das Wiedererscheinen der Rosenkreuzer hing mit der Notwendigkeit 
zusammen, die Attribute, „Konig der Konige" und „Priester aller 
Priester" auf eine einzige Person zu iibertragen. 

Die Rosenkreuzer bedienen sich des Grals, der Rose, die auch die 
Steinrose ist, zur Verjiingung und zur Veranderung ihrer auEeren 
Erscheinung bei Reisen in bestimmte Lander und in der Erfiillung 
besonderer Missionen. Sie besaf^en ein Schlof^ der Rose, einen 
Tempel oder eine Gleisa, einen Zufluchtsort im Innern eines Berges, 
eine verborgene, geheime Hohle. Die Rolle, die hierbei die Rose zu 
spielen hat, ist die gleiche wie beim Gral: zu verjiingen, dem kranken 
Konig Amfortas Leben einzuflof^en. Aus diesem Grunde sind die 
Rosenkreuzer zuriickgekehrt, um den Versuch zu unternehmen, im 
Abendlande den hyperboreischen Sinn von der koniglichen Wiirde 
gottlichen Ursprunges Wiederaufleben zu lassen, der da waltete in 
Melchisedek, dem Hohenpriester und souveranen Herrscher, in den 
Pharaonen, in den Ariern, die vor der Grof^en Schlacht des Mahab- 
harata in Indien lebten, als der Konig gleichzeitig eingeweihter 
Brahmane war, wie bei den Konigen von Atlantis. 

Der rosenkreuzerische Imperator verfiigt iiber alle echten Merkmale 
eines Konigs der Welt. 

Das Schloft des Konigs der Welt 

Im Gebiet von Apulien, in Andria, wohin man nur schwerlich 
kommt, habe ich mir das kosmische Schlof^ Friedrichs II. von 
Hohenstaufen angesehen, das Castel del Monte. Dieser Kaiser und 
Magier (1194-1250) war die letzte Hoffnung der in Montsegur 
eingeschlossenen Katharer. Er konnte ihnen nicht zu Hilfe kommen; 
denn er selbst naherte sich seinem Ende und dem seiner grof^artigen 
Traume, die denen des Julian Apostata so ahnlich waren, namlich 
auf der sichtbaren Erde den Imperator Mundi, die solare, hyper- 
boreische Wissenschaft und einen mit den unsichtbaren, gottlichen 
Machten verbundenen Souveran einzusetzen im Gegensatz zu den 
lunaren Priestern der romischen „Religion des Herzens". Welch ein 
seltsames Jahrhundert war doch das XIII. Jahrhundert, das Zeuge 



350 



wurde, wie beinahe gleichzeitig die Katharer und die Templer zu- 
sammenbrachen und sich alle jene unermef^lichen Traume vom Gral 
zerschlugen! Friedrich II. von Hohenstaufen verkorperte sie in ihrer 
Gesamtheit. Er beginnt den Krieg zur Wiedererringung des Goldenen 
Zeitalters, zum Zusammenschluf^ von Morgen- und Abendland unter 
dem Zepter des Herrn der Welt, Chakravartins, des alchemistischen 
Imperators, von dem dann spater die Rosenkreuzer sprechen 
werden, von der in einer einzigen Person konzentrierten gottlichen 
und zeitlichen Macht, wie bei den agyptischen Pharaonen. Der 
Hauptratgeber Friedrichs war der beriihmte Magier Scott (vgl. in der 
Bibliographie sein „Pivre tout Puissant"). In der katharischen 
Legende wird versichert, daf^ „alle siebenhundert Jahre der Lorbeer 
wieder bliiht". Und als diese Zeit verstrichen war, trat der 
Esoterischen Hitlerismus in Erscheinung. Das Schicksal dieser 
gigantischen Unternehmungen scheint es jedoch zu sein, daf^ sie im 
materiellen Kampfe unterliegen, um die geistige Aufgabe mit Erfolg 
losen zu konnen: das gliihende Samenkorn lebendig zu erhalten, das 
dann zu einem Wiederaufleben fiihren wird, wenn durch die 
magischen Zahlen bedingt, sich die Zeit erfiillt hat. Castel del Monte 
wurde im Zusammenklang einer solchen Zahlenkombination erbaut. 
Es stellt das auf^erordentlichste Bauwerk, der erst unlangst vergan- 
genen historischen Zeiten dar. Es ist ein Mandala. Der Zahlensatz 
besteht aus zwei gegeniiberliegenden Paaren, bis die Zahl 8 erreicht 
ist: die Zahl der Rast und der Unrast, der doppelt vereinte Kreis, der 
sich bis in die Unendlichkeit um sich dreht, sich wie eine Schlange, 
die sich am Schwanz packt, windet. Gleich wie bei den Baudenk- 
malern der Templer - etwa den in Segovia - wurde auch hier mit 
dieser Zahl ein alchemistisches Opus geschaffen. Im Mittelhof, der 
zum Himmel und zu den Sternen hin offen ist, sind 3 Fenster und 3 
Tiiren. Drei Treppen fiihren ins obere Stockwerk und fiinf kleine 
Raume sind vorhanden, in denen die Grof^meister der mittelalter- 
lichen Ritterorden (der Deutsche Ritterorden und der Templerorden 
waren die von Friedrich II. von Hohenstaufen bevorzugten) ihren 
Ornat anlegten, bevor in diesem Tempel des Konigs der Welt die 
Einweihungsriten begannen. Nun gut, 5 und 3 ergeben 8, und 3 mal 



351 



8 ergibt 24. Die Wanddicke des Schlosses betragt 2.40 m und die 
Hohe der Wande 24 m. Die Flache der Gesamtanlage betragt 240 
qm. Das Spiel der Zahlenwerte ist magisch-bannend und erzeugt ein 
Magnetfeld sowie ein magisches Schwingungsfeld. Castel del Monte 
ist auf einem Hiigel erbaut worden, dem einzigen, den es in diesem 
Flachland der siiditalienischen Provinz Apulien gibt. Vom Schlof^ aus 
gesehen erscheint die Landschaft wie die Gesamtoberflache des 
Planeten Erde, wie ein von einem absorbierenden Mittelpunkt aus 
beherrschter Erdkreis. 

Ich kam dorthin in Begleitung einer norddeutschen Dame mit 
Namen Heidrun, einer hyperboreischen Schonheit. Man erklarte uns, 
das Schlof^ sei wegen Ausbesserungsarbeiten nicht zu besichtigen. 
Die wirklichen Griinde waren aber andere: die Angst, immer die 
Furcht vor der Wiedererstehung des Mythos, die mit der Beschleu- 
nigung der Zeit immer weiter voranschreitet. Dennoch geschah das 
Wunder, daf^ wir uns schlief^lich im Schlof^ befanden, ohne zu 
wissen wie. Nur wir allein waren da, hierher gefiihrt durch den 
Willen jenes Kaisers oder seines Magiers, der uns auf diese Art 
empfing. Und in der Meditation oder Konzentration, zu der ich beide 
Hande zusammenlegte, enthiillte sich mir, daf^ sich durch das Zu- 
sammenlegen der zwei Finger beider Hande eine 8 ergibt und da£ 
die iibrigen je 3 Finger beider Hande, auf einmal zusammengelegt, 
damit auch insgesamt 8 ergeben, das heif^t fiinf plus fiinf ist gleich 8 
- die Quadratur des Kreises, die nichtexistente Blume, das Un- 
kausale, Unlogische und Synchronistische, der Stein der Weisen. Die 
wiederholte 2 (gebildet durch 2 Finger jeder Hand) ergibt die 4, aber 
auch die 8 (zufolge der Fingerstellung, des Einstellungssymbols des 
Mudra), das heif^t das Unendliche. Und beide Fiinfen (die Finger 
beider Hande) bedeuten das sich wiederholende Schicksal; denn die 
Fiinf ist die Zahl des Schicksals. Und wenn das Schicksal sich auf der 
linken und auch auf der rechten Seite des Universums, auf den 
beiden Erden, im Sinne des linksdrehenden und des rechtsdrehen- 
den Hakenkreuzes, wiederholt, dann ist der Triumph erreicht, 
Hvareno, die Ganzheit, die ACHT. Das heif^t, daf^ sich alles aufs neue 
ereignet, wenn die beiden Erden gleichzeitig, iibereinstimmend und 



352 



im Gleichlauf zusammenkommen. Das, was hier verloren wurde, 
wird dort gewonnen werden. Wenn das richtige Einstellungssymbol, 
das Mudra, im Magischen SchloE, umhiillt von den aus dem Zahlen- 
spiel kommenden Schwingungen vollzogen und dabei das gleich- 
wertige Mantram (magische Wortfolge) ausgesprochen wird, dann 
offnen sich augenblicklich die Tore zur Parallelwelt des Priesters 
Johannes, zur Stadt der Casaren, zur Anderen Erde der Helden. Es 
ist moglich, daf^ darin der Schliissel zu der in einen Stein von Castel 
del Monte angebrachten geheimnisvollen Inschrift liegt (vielleicht 
nahm es Bezug auf das Mantra, das das Mudra zu begleiten hatte), 
die jetzt von dort beseitigt worden ist wie auch die in Flachrelief 
dargestellte Frau, die sich vor den Rittern neigt. Die Anima, die 
Geliebte, die ihnen den Gral iibergibt. - 

Es ist das Gleiche wie mit den Ruinen von Montsegur. Heute ist 
Castel del Monte ein verfluchtes Denkmal. Beide sind luziferisch. 
Tatsachlich sind es aber Ausgangs-„Tore", zum Entrinnen, zum Uber- 
gang in die anderen Welten, in die Innere Erde, die ganzlich durch 
die Magie eines iiberlegenen, alten Weistums, des Wissens vom 
Cordon Dorado erschaffen wurden, das aus Atlantis und Hyperborea 
stammt; vielleicht auch von anderen Sternen. 

Die vier Zustande 

Die Rosenkreuzer sprechen von vier Zustanden (Die Vier, das 
hyperboreische Kleeblatt, das Rechtsdrehende Hakenkreuz, die 
Rose) . 

Die ersten beiden beziehen sich zweifellos auf die bereits vergan- 
genen solaren Epochen. Im Dritten Zustand ist die Macht vom Papst 
widerrechtlich an sich gerissen worden. Die papstliche Tiara steht 
legalerweise dem Imperator zu. Die Rosenkreuzer wollen den Thron, 
bei dem die Macht noch mit den Unsichtbaren Fiihrern verbunden 
ist, wiederherstellen, ehe ein neues Weltende hereinbricht, ein neues 
Zeitalter, oder ein Kalpa. Eine geheimnisvolle Personlichkeit, eine 
Art Prophet oder Magier der in der Zukunft erscheinen soil, muf^ erst 
fiir das Abendland und dann fiir die ganze Welt den Sinn der 



353 



Transzendenten Macht zuriickbringen. Man sollte wissen, daf^ - wie 
immer - auch hinter dem sichtbaren Imperator der Rosenkreuzer ein 
Unsichtbarer, ein Double, der Mah steht (In der Inneren Erde oder in 
der Parallelwelt des Griinen Ordens?) 

Wichtig ist noch der Hinweis auf die sprachliche Ubereinstimmung 
des Hitlerismus mit der esoterischen Terminologie des „Cordon 
Dorado." Man sprach von den drei Reichen. Das Reich Hitlers war 
das Dritte Reich, wobei die ersten beiden Reiche die Friedrichs des 
Grof^en und Bismarcks waren. Es wiirde noch ein Viertes Reich 
kommen, das in dem Tausendjahrigen Reich Hitlers eingeschlossen 
sei. Auch die Idee des Joachim von Floris vom Millenarium findet 
sich wieder. Selbst der Ausdruck „Achse", der zur Bezeichnung des 
Biindnisses zwischen Deutschland, Italien und Japan benutzt wurde, 
ist der hyperboreischen polaren Symbolkunde entnommen. Am Pol 
befindet sich die Erdachse, iiber welche die Swastika kreist. Fiir die 
Eingeweihten der SS war Hitler jener geheimnisvolle Prophet oder 
Magier, der nicht nur kame, um das Asgard des Gottes Wotan im 
Kaukasus zuriickzuerobern, der auch den Sinn fiir die konigliche 
Wiirde wiederbrachte, wo der Konig der Welt, der Imperator, der 
Priester aller Priester und Konig aller Konige ist; es ist der Fiihrer, 
der fiir tausend Jahre oder langer auf Erden ein neues Goldenes 
Zeitalter errichten wird. (Erinnern wir uns der Erklarung jenes 
japanischen Gesandten). 

Der Gruf^ „Heil Hitler" kommt von dem alten „Heil" der Minne- 
sanger, das auch die Bedeutung von „Salve" (von Salvation, Erret- 
tung) hat. Gesundheit! Die von der Hohen Frau, Woewresalde, 
Isolda kommende Errettung, Erlosung. „Die Frau verursacht eine 
Krisis, aus der sich der Weg zur Erlosung eroffnet." „Sie zu erblicken 
ist so, als wenn man stirbt" sagt man. Der so Errettete ist ein „Sohn 
der Woewresalde". 

Die Rosenkreuzer greifen jedoch nicht direkt in die Politik ein. Ihr 
Wirken geht fast unmerklich, gerauschlos vor sich. Im Jahre 1648 
verschwinden sie, diesmal fiir immer, und verlassen Europa in Rich- 
tung auf das symbolische Indien des Priester Johannes. Nachdem im 
Dreif^igjahrigen Krieg die koniglichen Fundamente des Heiligen 



354 



Romischen Reiches Deutscher Nation zerstort wurden, wissen sie, 
daf^ hier nun nichts mehr zu tun ist. Es scheint so, als ob sie die 
Hoffnung verloren hatten. 

Die Freimaurerei und die unsichtbare Regierung 

A lies das, was man spaterhin iiber die Rosenkreuzer und die 
Vereinigungen, welche sich mit diesem Namen bezeichnen, zu 
sagen pflegt, ist eine den modernen Zeiten eigene Falschung, aus 
dem Zusammenhang gerissen und von anderen Kraften gelenkt. 
Jetzt befindet sich alles unter der Kontrolle verkommener Stromun- 
gen, die die Erde in den Abgrund reif^en. So geschieht es mit der 
1717 in Schottland entstandenen Freimaurerei; sie verwendet einige 
Symbole der Templer und der Rosenkreuzer, indem sie dieselben 
vornehmlich mit dem Ritual und der Symbologie des Judentums 
vermischt und verfalscht, das darin die Oberhand gewonnen hat. Die 
Freimaurerei ist unter die Kontrolle der geheimen Machte geraten, 
die in Richtung auf das diistere Ende der Welt, die Endkrise des 
Kaliyuga wirken. 

War die Franzosische Revolution das Werk der Enzyklopadisten und 
der Freimaurerei? Oder wendet die Freimaurerei lediglich eine iiber- 
legene und unbekannte Macht sogar der hochsten Grade an, welche 
die Kontrolle ausiibt und Befehle erteilt welche nicht zu befolgen 
unmoglich ist? Ende des XVIII. Jahrhunderts taucht in Frankreich 
eine offensichtlich aus dem Nahen Osten gekommene, geheimnis- 
volle und jiidisch-kabbalistische Personlichkeit auf, die sich Doktor 
Falcke, Falk oder Falk Scheikh nennt. Man hat ihm auch den Namen 
„Fuhrer aller Juden" zugelegt. Keine Tiire bleibt ihm verschlossen, er 
wohnt den „Sitzungen" der geheimsten und internsten Zirkel der 
Logen bei und leitet sie. Er ist es, der die Franzosische Revolution 
vorbereitet, iiberwacht und kontrolliert wie der Gesandte einer 
unsichtbaren und allumfassenden Macht. Sicherlich sind ihm Saint 
Germain, Cagliostro und der Marquis de Sade untergeordnet. Woher 
kommt er, wer leitet ihn, welche Macht ist es, die ihm alle Tiiren 
offnet? Sein Weg wurde von langer Hand und sorgfaltig von seinen 
Hintermannern vorbereitet. 



355 



In seinem Buche „Gouvernants Invisibles et Societes Secretes" (Un- 
sichtbare Herrscher und Geheimgesellschaften), erschienen im 
Verlag J'ai lu, Paris, gibt Serge Hutin einen Abschnitt aus den 
Memoiren des revolutionaren Oberbiirgermeisters von Paris, Bailly 
wieder, der „zufolge der derartigen Revolutionen eigenen verhang- 
nisvollen Mechanik von einer zweiten Generation noch unduld- 
samerer Revolutionare hingerichtet wurde. Er verlor seinen Kopf in 
den Tagen des Schreckensregimes." Hier ein Abschnitt daraus: „Es 
gibt einen unsichtbaren Motor, der falsche Nachrichten in Umlauf 
bringt, damit die Spannungen nicht nachlassen. Dieser Motor muf^ 
iiber eine grof^e Anzahl von Agenten, iiber viel Geld und einen 
machtigen geistigen Leiter verfiigen, um den abscheulichen Plan 
verwirklichen zu konnen. Eines Tages wird man den infernalischen 
Genius und den Hauptverursacher kennen." Und Lafayette erklart 
am 24. Juli 1789: „Eine unsichtbare Hand lenkt den Pobel." 

Die Illuminaten Bayerns stehen im Mittelpunkt des Geschehens. Von 
hier kommt der Begriff „Illuminatentum" und „Jahrhundert des 
Lichts." Das Vorgehen und die Organisation dieser Loge wurden von 
Marx und Lenin weitergefiihrt. Die Illuminaten sprachen von einer 
mindestens zwei Generationen lang andauernden „grausamen Dikta- 
tur" vor der Einsetzung der Regierung ohne Regierung im Geiste von 
„Gleichheit, Freiheit und Briiderlichkeit"; im „Reiche der Vernunft". 

Auch Napoleon Bonaparte ist Eingeweihter der Bruderschaft der 
Bayrischen Illuminaten, und auch anderer Logen. Das erklart seinen 
meteorhaften Aufstieg. Spater handelt Napoleon jedoch auf eigene 
Rechnung und kront sich selbst zum Kaiser. Mit dem Jahr 1812, als 
ihn die Geheimgesellschaften fallen lie£en, beginnt sein Abstieg. Er 
verliert auch die ihm von den Sternen zur Seite gegebene Josephine, 
wie wir schon sagten. 

Es ist geschrieben worden. Hitler habe sich gegen die ihm von der 
Thule-Gesellschaft gemachten Auflagen aufgelehnt und sei in glei- 
cher Weise dazu iibergegangen, nach seinem eigenen Gutdiinken zu 
handeln. Und darauf sei sein sachliches Scheitern zuriickzufiihren. 
Auf^erdem soil er von jenem geheimnisvollen Doktor Morell, einem 



356 



Mitglied der Thule-Gesellschaft und feindlichen Geheimagenten, 
durch langsame Beigabe von Gift zugrunde gerichtet worden sein, 
indem er zum Drogenabhangigen wurde. Uber das alles gibt es 
jedoch keinerlei Beweise, es sind lediglich Geriichte. Von der Nicht- 
folgeleistung durch Hitler besitze ich nur einen Beweis und zwar den 
mir von meinem Meister erbrachten, iiber den ich zu Beginn dieses 
Buches berichtet habe. Wir wissen nicht, welchen anderen Unsicht- 
baren und Unbekannten Geistigen Fiihrern er gehorsam war, noch 
wissen wir Genaueres iiber seine Plane. Auf jeden Fall aber war er 
ein Akolyt, ein Mitstreiter des Gottes der Verlierer im Kaliyuga. Und 
er hat seine Vorhaben genau ausgefiihrt. 

Andre Brissaud schreibt, der Bruch zwischen Hitler und der Thule- 
Gesellschaft sei dadurch entstanden, daf^ Hitler sich der Benutzung 
der Partei zur Vernichtung der Organisation des Rudolf Steiner 
widersetzte, da er das als eine unnotige Aktion und Steiner als eine 
harmlose Person ansah. Die Thule-Gesellschaft, die Steiner halite 
und ihn als Betriiger bezeichnete, setzt die Macht der national- 
sozialistischen Organisationen zur Zerstorung des Hauptquartiers 
der Anthroposophie, (des Goetheanums) ein, ohne Hitler vorher um 
Rat zu fragen. Als Hitler davon erfahrt, soil er den Bruch vollzogen 
haben. Vermutungen; weiter nichts! 

Das Uberwiegen rationalistischer und atheistischer Gedankengange 
in der Freimaurerei geht mit ihrer Verjudung Hand in Hand. Folglich 
wird jede Bewegung, die eine Art hyperboreischer Initiation sowie 
die Wiedereinsetzung einer irdischen, die Krafte des Cordon Dorado, 
des Goldenen Bandes angeschlossenen Macht anstrebt, in drama- 
tischer Weise in Konflikt mit den Stromungen und Organisationen 
kommen, die heutzutage die Erde in ihrer Gewalt haben. Die 
Rosenkreuzer zogen sich zuriick in der Uberzeugung, daf^ sie nichts 
mehr dafiir tun konnten. Dieser Planet muf^te in der Tragodie seiner 
Involution, seiner Verstofflichung, im Zeitalter des Eisens in den 
Abgrund stiirzen. 

Nachdem die Rosenkreuzer Europa verlassen hatten, tritt das 
Abendland in das „Illuminatentum", die „Epoche des Lichts", in den 



357 



„Humanismus" ein. Es sind die Enzyklopadisten, Mitglieder von 
Freimaurerlogen, welche die Dinge in diese Richtung lenken. Die 
Franzosische Revolution ist ihr Meisterwerk und wird, wie sie er- 
klaren, zur Vergeltung fiir die Martern und Leiden von Jacques de 
Molay und der Templer durchgefiihrt. Die Franzosische Revolution 
stellt jedoch genau das Gegenteil der hierarchischen, transzendenten 
Auffassung von der Macht, dem Regnum Universale dar, die nicht 
demokratisch und unrationalistisch ist, sondern gottlichen Ur- 
sprungs, im Einklang mit den Geistigen Fiihrern, den Hyperboreern 
und den Unbekannten Oberen. Dies ist genau das Gegenteil der 
rosenkreuzerischen Auffassung. Sie ist ein Produkt des Rational- 
ismus, des atheistischen und freimaurerischen „Illuminatentums" 
und weist auf eine libertar-anarchistische Verschworung gegen die 
solare, hierarchische Macht, gegen den Geist hin, die im Verbor- 
genen von einer anderen Art von „Unsichtbaren Oberen" geleitet 
wurde, die eine ganz und gar vermischte, bastardisierte Welt zum 
Ziele hat, wo alle gegen alle kampfen, eine Art amorpher Masse, 
ohne Religion, ohne Glauben, die durch geschickt manipulierte 
Mittel der Propaganda und der Beeinflussung leicht zu lenken und 
zu versklaven ist. 



„Der jiidische Virus ist", nach Karl Marx, „ins Blut der 
Nichtjuden iibergegangen" 

Alle in der zeitgenossischen Geschichte oder im Dritten Staate 
sichtbaren Bestrebungen und Organisationen sind rationeller 
Art. Nach Julius Evola ist die Freimaurerei nach der Franzosischen 
Revolution nahezu vollig atheistisch und rationalistisch geworden. Er 
fiihrt hierzu die folgenden Erklarungen des Freimaurers von Knigge 
(eines Schiilers und Freundes von Adam Weishaupt, des Begriinders 
des Bayrischen Illuminatenordens) aus dem Jahre 1848 an: „Alle 
Juden haben erkannt, daf^ die Freimaurerei ein Mittel zur soliden 
Errichtung ihres geheimen Imperiums war." Weiterhin gibt Evola in 
seinem Buche „Drei Aspekte des Judenproblems", folgende Worte 
des Juden Mardochai, wie Karl Marx wirklich hie£, wieder: „Der 



358 



jiidische Virus ist ins Blut der Nicht-Juden iibergegangen. Welches ist 
die praktische Tendenz des Judentums? Der Eigennutz. Welches ist 
sein irdischer Gott? Das Geld. Der Jude hat sich bereits auf jiidische 
Weise emanzipiert; er hat sich der Geldmacht bemachtigt, und dann 
ist durch ihn das Geld zur Weltmacht geworden. So wurde dann der 
praktische Judengeist zum praktischen Geist der christlichen Volker. 
Die Juden haben sich insoweit emanzipiert, als die Christen zu Juden 
geworden sind. Der Gott des Juden hat sich verweltlicht, er ist zum 
Gott der Erde (Weltgott) geworden. Der Wechsel ist der wirkliche 
Gott der Juden." Ezra Pound wiirde sagen: der Wucher. 

Der kommunistische Marxismus und der kapitalistische Liberalismus 
werden von den gleichen Kraften gelenkt und bewegen sich auf das 
gleiche Ziel zu: die Zerstorung aller Uberlieferungen, die auf Blut 
und Boden, auf den Werten der Arbeit sowie solcher Potenzen und 
Energien beruhen, welche durch Kontakt mit hoheren Kraften Zu- 
standekommen, sowie die Vernichtung aller Tradition handwerklich- 
beruflicher Einweihung. 

Der Bolschewismus hat stets eine obskure Verbindung zu den 
internationalen jiidisch-freimaurerischen Personlichkeiten unterhal- 
ten, was aus den regelmaEigen Moskaureisen des amerikanischen 
Multimillionars Hammer sowie anderer machtiger Vertreter der 
Macht des Grof^kapitals ersichtlich ist. 

Ein anderes aufschluf^reiches Merkmal hierfiir ist die Spekulation 
mit dem sowjetischen Gold in der Schweiz, was durch den Welt- 
kapitalismus begiinstigt wird. Die Multinationalen werden in reich- 
lichem Maf^e begiinstigt; denn das Produkt der Spekulation ist zum 
Erwerb von Devisen bestimmt fiir die Anschaffung fortgeschrittener 
Technologie und anderer Waren der Verbrauchergesellschaft. Dann 
ist es nicht verwunderlich, daf^ der jiidische Kapitalismus insgeheim 
fiir die weltweite Bolschewisierung bzw. dafiir arbeitet, daf^ die 
letzte Stufe der Involution (Verstofflichung) im Kaliyuga erreicht 
wird: Ein Weltreich der Sklaverei, das Konigreich der Ameisen- 
menschen, in einem System ahnlich dem bolschewistischen, wo alles 
unter der Leitung des Staates zentralisiert wird, welches den Staat, 
welches alles kontrolliert. In einer Welt, in der die Bevolkerungs- 



359 



explosion und die materialistisch-technologische Revolution die 
grundlegenden Koordinaten sind, ist die Demokratie als weltweites 
Kontrollsystem schon nicht mehr geeignet. Nur das bolschewistische 
System, nur die weltweite Versklavung kann jetzt den Juden noch 
von Nutzen sein. Ungeachtet der Komodie von einer Verfolgung der 
Juden in der Sowjetunion sind es die Juden, die jenen totalitaren 
Staat beherrschen, der ihnen seit seiner Entstehung gehort zufolge 
seiner Ideologie, seiner Begriinder, seiner Fiihrer und im Hinter- 
grund wirkender Kommissare, in Anbetracht seiner Ziele, seiner 
Struktur und seiner Aktionsmittel. Die Kontakte mit den geheimen 
Leitern, die alle Entscheidungen treffen und die an der Oberflache 
politischer Macht jener diisteren Welt unsichtbar bleiben, gehen zum 
Unsichtbaren Oberen, der „Furst der Sklaverei" genannt wird. Fiir 
dieses Wesen sind die Juden nur ein niitzliches Werkzeug zur 
Erreichung von Zielen, die fiir jene nicht ergriindlich sind, wie etwa 
Mikroben, die einen Kadaver zur Auflosung bringen. - 

„Wenn die ProtokoUe nicht authentisch sind, so entsprechen sie 

doch den Tatsachen" 

Julius Evola, der ein Vorwort zur Ausgabe der „Protokolle der 
Weisen von Zion" schrieb, bringt mit dem Satz „Wenn die Proto- 
koUe nicht authentisch sind, dann entsprechen sie doch den Tat- 
sachen" seinen Glauben zum Ausdruck, daf^ die Juden, wenn sie 
auch nach einem Plan vorgehen, doch instinktmaf^ig handeln, wie 
die Spatzen, welche die Eier anderer Vogel auffressen, eine instink- 
tive Handlung, ein durch die Diaspora bedingter Reflex. Nachdem 
sie jahrhundertelang unter fremden Volkern lebten, mul^ ihnen die 
Tradition jener Volker als natiirlicher Feind erscheinen, weil diese 
den Juden ablehnt. Deshalb muf^ die Tradition und muf^ der Adel 
jedes andersartigen und iiberlegenen Menschentums, jedes Volkes 
mit einem Sinn fiir das Heldische im Leben, wo „Das Mehr als das 
Leben" einen hoheren Wert hat als das Leben selbst, weil jede Art 
von Pazifismus nicht wichtiger ist als der unantastbare Begriff von 
Ehre, vernichtet werden. Hat er nun einmal dieses Ziel erreicht, 



360 



dann geht der Jude jedoch nicht in der „geistig verjudeten bastar- 
disierten Gemeinschaft" auf, da er den Neuen Bund und die Gesetze 
der Thora nun zur Geltung bringt. Er halt sich stets abseits. Aus 
Instinkt und in Erfiillung einer Mission lost er den Kadaver vollig auf, 
wie das heute mit den Vereinigten Staaten von Amerika, mit England 
und mit dem ganzen verjudeten und in Auflosung befindlichen Wes- 
ten geschieht. In Chile haben wir von alledem bei der systematischen 
Zerstorung der Landwirtschaft und der sich auf dem Lande behaup- 
teten historischen Uberlieferung ein sichtbares Beispiel erhalten 
durch den christdemokratischen Juden Jasques Chonchol, der sie in 
blinder Raserei und Haf^ durchfiihrte. 

Ihm ging es nicht um ein Ideal und er hat auch keinerlei Lehren oder 
Doktrinen von Gerechtigkeit in die Tat umgesetzt. Es war etwas 
Instinkthaftes, ein Zwang, „das chromosomatische Gedachtnis", ein 
Symbolismus, genauso wie auch der Wunsch des Salvador Allende 
Gossen, die gesamte chilenische Tradition zu vernichten, unverstand- 
lich bleibt bei einer Personlichkeit, die doch alle Giiter der biirger- 
lichen Tradition ihres Landes genossen hat, wenn man das Oben- 
gesagte nicht in Betracht zieht. Der instinktive Jude gewann in ihm 
die Oberhand und rif^ ihn mit sich fort in die Selbstzerstorung, 
welche die andere Halfte seines Blutes vernichtete. 

Chile wurde im Jahre 1942 auserwahlt, „Nai Juda" zu werden 

In Zusammenhang damit muf^ ich mich an einen aufschluf^reichen 
Ausspruch Leonard Bernsteins erinnern, den er nach dem 
Triumph Salvador Allende's bei den chilenischen Wahlen im Jahre 
1970 machte. 

Der mit einer in Chile geborenen Frau verheiratete Dirigent und 
Komponist war in Wien in das Palais Schonburg eingeladen. Die 
Prinzessin Lily Schonburg gab mir einen Abschiedsempfang, da ich 
aus der Diplomatie ausschied und die chilenische Botschaft in Oster- 
reich verlief^. Es war Anfang 1971. Bernstein sagte zu mir: „Sie 
kehren also nach Chile zuriick? Griif^en Sie den Juden ..." Dieser 
Ausspruch war so erstaunlich, daf^ ich mich entsinne, ihn gefragt zu 



361 



haben: „Welchen Juden?" Und er antwortete, indem er eine weitaus- 
holende Bewegung mit der Hand machte: „Es sind doch alles Juden". 

Diesen kabbalistischen Ausspruch ebenfalls eines Juden habe ich 
nicht vergessen. 

Am 16. Mai 1942 wurde in „Mundo Israelita" (Die Welt der Israeli- 
ten), die in Buenos Aires herauskommt, folgendes veroffentlicht: 
„Unter den im Jahre 1938 genannten Landern, die als geeignete 
Gebiete fiir die Errichtung des neuen jiidischen Staates, genannt Nai 
Juda, betrachtet wurden, befand sich auch Chile. Der Plan wurde 
von Josef Hefter aus New York gefordert, der Tausende von 
Broschiiren iiber dieses Thema herausgegeben und auch andere 
mogliche Zufluchtsorte angegeben hat." 

Der Krieg brachte eine Veranderung der Plane mit sich und die 
Juden konnten sich Palastinas und Jerusalems bemachtigen. 

Selbst auf die Gefahr hin, anekdotenhaft zu wirken, mochte ich noch 
an eine andere bezeichnende Begebenheit erinnern die in Zusam- 
menhang steht mit dem Schicksal, daf^ Richard Nixon von den Juden 
zugedacht worden war, dem sie seine verdeckte antijiidische 
Einstellung nicht verzeihen konnten, was ja auch im Falle De Gaulles 
zutrifft. Wahrend meiner Wiener Amtszeit, anlaf^lich eines meiner 
ersten protokollarischen Besuche beim jiidischen Ministerprasiden- 
ten Osterreichs, Kreisky, erklarte dieser mir ohne Umschweife, 
auEerhalb der formlichen Gesprache, die wir da bereits beendet 
hatten, wobei ich sicherlich nicht die geeignetste Person war, so 
etwas zu horen: „Nixon mu£te als Prasident der Vereinigten Staaten 
gehen, man muf^te ihn entfernen; denn er hat mit Public Relations 
regiert ..." Diese Erklarung iiberraschte mich, da es sich hier ja um 
einen Staatschef handelt, der von einem anderen Staatschef sprach, 
dem „der machtigsten Nation der Welt", wie man sich, nicht ohne 
Ironie, zu sagen angewohnt hat, da sich diese Nation ja noch niemals 
selbst regiert hat. In diesem Augenblick wurde mir vollkommen klar, 
daf^ Nixon verloren war und daf^ sein Sturz in sein schmachvolles 
Ende nur eine Frage der Zeit war. Der machtige Kreisky gab diese 
Erklarung unverhohlen an den Botschafter eines der Lander der 
sogenannten „Dritten Welt" in voller Absicht ab, damit sie mitsamt 



362 



ihrem Schliissel weitergegeben wiirde und an genau dem Punkte in 
meinem Lande ankame, den er freilich besser kannte als ich. 

Aus augenscheinlicher Unkenntnis dieser Probleme kann der rus- 
sische Schriftsteller Solschenizyn, den Skorzeny als „einen der 
tapfersten Manner" bewundert, bei einem vor amerikanischen Syndi- 
katen in New York gehaltenen Vortrag es nicht begreifen, daf^ es 
Kapitalisten aus den USA, die Multinationalen, sind, die eng mit dem 
sowjetischen Marxismus zusammenarbeiten, um in Russland und 
den anderen Satellitenstaaten die Sklaverei aufrechtzuerhalten, 
indem man diesen durch riesige Schenkungen von Weizen zu Hilfe 
kommt, womit sie weiterhin das Scheitern des landwirtschaftlichen 
Kollektivismus verschleiern konnen; und sie liefern ihnen auf^erdem 
eine hochst fortgeschrittene Technologie, damit sich dadurch ein auf 
alien wesentlichen Gebieten der Wirtschaft und der Humansoziolo- 
gie wirkungsloses Regime iiber Wasser halt. Auf diese Weise kann 
dann der Bolschewismus seine Energien fiir die Riistungsindustrie 
einsetzen. 

1st es moglich, daf^ Solschenizyn die Helfershelfer des Oberen Unbe- 
kannten, des sogenannten „Fursten der Sklaverei" noch nicht 
erkannt haben sollte? 

Der Gott der Verlierer wird geracht werden 

A lie intellektuellen und reHgiosen Stromungen im Dritten Staat 
sind rationalistisch. Das trifft auch auf den Protestantismus mit 
seinen engen Verflechtungen zur Freimaurerei zu. Er ist eine wirk- 
same Ursache der modernen Technologie und Mechanisierung. Das 
gleiche trifft zu auf die Philosophie und Wissenschaft. Man mochte 
einen glauben machen, daf^ die materialistische Chemie ihren 
Ursprung in der Alchemie habe, die eine „einfaltige und aberglau- 
bische" Chemie, das Produkt mittelalterlicher Unwissenheit, gewesen 
sei. Man gibt vor, nicht zu wissen, daf^ die Alchemie jemals etwas 
mit der Chemie zu tun gehabt hat, wohl aber mit der spagirischen 
Medizin. In der grof^en Krise des Kaliyuga sind alle Werte und 
Begriffe durcheinandergebracht worden. Das Eingeweihte Rittertum 



363 



der kampfenden Monche wird zu Berufsheeren im Kampf Aller 
gegen Alle, wobei die Offiziere und Soldaten im Dienste ehrgeiziger 
nationalistischer Bestrebungen stehen. Die kriegerische Einweihung 
gibt es nicht mehr. Man ist fiir sogenannte „Menschen"-Rechte, fiir 
die „Gleichheit aller Menschen" ganz entgegen dem urspriinglichen, 
kosmischen, gottlichen Gesetz; man ist fiir die „Demokratisierung", 
die Atomisierung im Gegensatz zu den wahrhaftigen, auf hie- 
rarchischer Rangordnung beruhenden geistigen Rechte. Fiir die 
deutschen Freimaurer - welche Ironie! - gilt Hiram, der Erbauer des 
Tempels Salomos, als Verkorperung des Volkes, das den Konig 
Salomo vertreibt. Die Zerstorung der transzendenten, von oben 
gekommenen Autoritat! 

Man muf^ sich die folgende Frage stellen: Wenn dieser Auflosungs- 
prozef^ unter das verhangnisvolle Omen der Involution, der Verstoff- 
lichung fallt, wieso haben dann die Templer, die Rosenkreuzer und 
die Anhanger Hitlers geglaubt, ihn aufhalten, gegen den Strom des 
Schicksals ankampfen zu konnen. Die Moglichkeit dafiir muf^ wohl 
bestanden haben; denn auch die Gnostiker sowie Julian Apostata 
hatten friiher schon einen Versuch unternommen. Die Entropie hat 
ihren Notausgang in einer hoheren Energie (Negentropie), die aus 
unbekannten Kraftfeldern in sie hereinbricht; denn wir leben nicht in 
einer hermetisch abgeschlossenen Welt. 

Damit aber jene geistige Energie in die von der Entropie beherrsch- 
ten Welt eindringen und Verfall und Tod iiberwinden kann, miissen 
solche halbgottlichen Geister und Personlichkeiten da sein, die sie 
aufzunehmen in der Lage sind und sie hier selbstlos und opferbereit 
zur Auswirkung kommen lassen. Es ist die Arbeit von Gottern oder 
von Halbgottern, und wir konnen nicht wissen, ob sie schon einmal 
verwirklicht worden ist. Die Geistigen Fiihrer greifen nicht un- 
mittelbar ein und sind bei ihrem Einwirken auf die „Diesseitigen" 
angewiesen, die haufig Opfer ihrer Leidenschaften oder blof^er 
„mentaler Schopfungen", Trugbilder des Geistes und des eigenen 
Ichs werden, und die dann Schiffbruch erleiden. Andererseits 
verfiigen jedoch die gegnerischen Krafte iiber die nahezu 
unumschrankte Herrschaft, iiber die Schalthebel der Geschichte. 



364 



Der Gott der Verlierer hat stets die auf^erordentliche Moglichkeit 
gehabt, sich in den Gott der Sieger zu verwandeln. In diesem Aon ist 
es ihm noch nicht gelungen. Eines Tages wird es ihm jedoch moglich 
werden. Denn, im Grunde genommen ist er der Starkere, der Reinere 
und der Schonere. 



Der vierte Staat der Roboter und Ameisenmenschen 

Nach den Rosenkreuzern ist es der biirgerliche, der Dritte Staat, 
welcher mit der Franzosischen Revolution seinen Anfang 
nimmt. Die Macht ist von der Kirche von Rom und durch eine 
gestaltlose Masse an sich gerissen, usurpiert worden. Nach drei ge- 
scheiterten Versuchen, das Goldene Zeitalter wiederherzustellen, 
wird der „vierte Staat" die Herrschaft des Kollektivs, der Maschinen- 
sklaven, des Eisens, der Eisenmenschen, der Automaten, der den 
ganzen Planeten beherrschenden Biirokratie, der „Roboter" sein und 
die Zerstorung der lebendigen Seele der Erde bedeuten. Jede Art von 
weltHchem Konig oder Messias, der in dieser Epoche vermittels der 
Gegeneinweihung auftritt, wird nichts weiter sein als ein Golem, 
eine Falschung, die mit den wirklichen Hyperboreischen Fiihrern 
und dem wirklich gottlichen Konigtum in keinerlei Beziehung 
stehen. Die gegenwartige Menschheit ist ihren tierischen Trieben, 
den Sohnen der Erde, dem Tiermenschen ausgeliefert. Die Halb- 
gotter, die Sohne der Witwe und die gottlichen Hyperboreer sind 
schon weggegangen. Man wei£ nicht, ob und wann sie wieder- 
kommen. 

Die esoterische Geschichte der Erde lehrt uns die Ewige Wiederkehr. 
Das, was einmal war, wird innerhalb der Spiralwindung eines 
Manvantara wieder sein. Dieselben, die schon einmal den Gral, die 
Goldenen Apfel, den Smaragd der Venus selbstsiichtig und ungerecht 
mif^braucht und dadurch den Untergang von Atlantis herbeigefiihrt 
haben, werden einen neuen Untergang bereiten. Wenn die Erde 
nicht durch den vergottlichten Menschen verwandelt, verklart 
werden kann, wird sie sich selbst zerstoren. Das teuflische Ma- 
schinenwesen, das sich bis hin zu den Sternen ausbreiten will, laf^t 



365 



sich so nicht fortsetzen ohne eine verhangnisvolle Veranderung des 
Lebensablaufes hervorzurufen. Denn die Schopfung ist keine 
Maschine, sondern ein Gedanke. Die sich des Eisens bedienende 
unvollkommene Wissenschaft wird durch das Eisen umkommen. Der 
Fluch, der die Zigeuner traf, wurde durch deren Kiinste des Eisen- 
schmiedens hervorgerufen, denn dadurch wirkten sie mit an der 
iiber Atlantis hereingebrochenen Katastrophe. Es gibt keine perfekte 
Atomwissenschaft, die mit dem Eisen arbeiten kann. In dem Buche 
„Ruckkehr der Zauberer" wird berichtet, daf^ der Befehl, die 
Zigeuner zu verfolgen, aus Tibet an Hitler erging, sicherlich aus 
Shamballah. Wie Rene Guenon meint, diirften die Zigeuner eine 
Zeitlang in Agartha (wir glauben eher in Shamballah) gelebt haben 
und sind dann von dort vertrieben worden. Die Griinde hierfiir 
waren im Tibet des Dalai Lama bekannt, dessen Geschick eng mit 
demjenigen Hitlerdeutschlands verbunden ist aufgrund noch nicht 
entdeckter Verbindungen. Wenige Jahre nach Deutschland fallt auch 
Tibet. 

Das Kaliyuga kann nur durch den Geist und die Macht der Magie, 
den Siegern iiber die Entropie, iiberwunden werden, indem man sich 
iiber die Involution (die Verstofflichung) erhebt. Dieses wiederum 
kann nur von den unsterblich gewordenen Menschen vollbracht 
werden. - 



„Die Erde schwingt sich auf den Menschen in seiner 

Zerstorungswut ein" 

Julius Evola glaubt, daf^ der Vierte Staat, der des atheistischen 
Kollektivismus, des Automatismus, der Ameisengesellschaft, der 
vom Tiermenschen bewirkten Bevolkerungsexplosion das gesamte 
Koordinatensystem des Geschehens verandert, alles iibertreffen wird, 
was an Versuchen zur Weltbeherrschung auch seitens einzelner 
Gruppen, wie die der Kirche von Rom, der Freimaurerei oder dem 
Judentum, der Hochfinanz oder irgendeiner anderen Organisation, 
sogar des Bolschewismus je unternommen wurde. Geht der Dritte 
Staat, der des Biirgertums, zu Ende, dann tritt die vollige Katastro- 



366 



phe, das iiber den Dingen schwebende Ende des Kaliyuga ein. Die 
Krafte, die das Drama lenken, sind die Machte der Inertie, des Chaos 
und des Nichts. Das heif^t Machte des Satans. Man sollte sich daran 
erinnern, da£ fiir die Gnostiker und die Katharer Jehova dasselbe 
war wie Satan, der Demiurg des KaHyuga und der Schopfer der 
Niederen Erde. Die Beriihrungspunkte zu den hyperboreischen 
GottHchen Hierarchien werden immer schwacher. Vielleicht geht es 
darum, jetzt nur noch die Erwahlten, die zum Ubergang in die Neue 
Erde fiir wiirdig Befundenen, zu erretten. Und dieses Mai geschieht 
dies nicht durch eine Arche, sondern durch eine „vom Himmel 
kommende Lichtscheibe", eine Gefliigelte Schlange. 

Wir haben schon gesagt, daf^ auch die Erde, wie der Mensch, eine 
feinstoffliche astrale Korperform besitzt, die vor der Zerstorung ihrer 
Sphare bewuf^t gemacht, verewigt werden muf^. Das laf^t sich nur 
synchronistisch in Ubereinstimmung, im Einklang mit dem Menschen 
erreichen. 

Dem Professor C. G. Jung war die tiefgehende Beziehung zwischen 
dem Menschen und der Erde bekannt, als er mir vor Jahren im 
HinbHck auf die damaHgen grof^en Erdbeben in Chile schrieb: „Die 
Erde schwingt sich auf den Menschen in seiner Zerstorungswut ein." 

Der Oral befindet sich heute in den Anden 

Ich habe mich bemiiht, iiber den Themenkreis aus Mystik und 
Symbolik aus alten, in neuzeitlichem Gewande wiedererstan- 
denen Legenden, die fiir mich Realitaten sind, die das Zentralthema 
esoterischer Weltgeschichte darstellen, einen Uberblick zu geben. 
Wer auch immer sie so versteht, der gehort mit zum Wilden Heer, ist 
einer, der dem Goldenen Band, das seinen Ursprung am Pol hat, von 
Anbeginn an zugehort. 

Wer diesen Ausfiihrungen aufmerksam gefolgt ist, der wird begriffen 
haben, daf^ der letzte Grof^e Krieg nicht seinesgleichen hat. Lediglich 
mit dem im Mahabharata geschilderten lief^en sich Ahnlichkeiten 
feststellen, weil er das Entstehen und das Ende ganzer Welten kenn- 



367 



zeichnet. Hier standen nicht nur die Nationalitaten, die physischen 
Grenzen kiinstlicher Vaterlander auf dem Spiele. Dessen waren sich 
unter anderen Ezra Pound in den Vereinigten Staaten, Knut Hamsun 
in Norwegen und William Joyce in Irland bewuf^t. Es war ein Krieg 
der Gotter, der Mythen und Legenden, der Titanen, in dem sich 
gegensatzliche initiatische Stromungen, Auffassungen und Kosmo- 
gonien gegeniiberstanden, in dem die ganze Geschichte und das 
gesamte geistige Schicksal des Planeten auf dem Spiele stand. Die 
von den Akteuren einzunehmenden Standpunkte wurden nicht 
durch ihre verschiedenen, von den Umstanden abhangigen Staatsan- 
gehorigkeiten oder ihrem Geburtsort bestimmt, sondern durch die 
astrologische Natur, durch die Richtung und den Einfluf^ des Sternes 
des Ursprunges, durch jenes „Haus der Familie", jenes Esoterische 
Schicksal, das sich weder drehen noch wenden la£t, durch jenen 
Geist, durch das Blut, dem der Geist innewohnt. So lagen die Dinge 
zweifellos fiir jene bewuf^ten, mit Gnosis begabten Wesen und nicht 
fiir die, welche wie Schlafwandler in den Strudel des Gemetzels 
Lebendiger und Toter, von Symbolen und Emblemen hineingerissen 
wurden und die, nach den Worten von William Joyce vor seiner Hin- 
richtung in England „starben, ohne zu wissen fiir wen." 

In der ganzen Schopfungsgeschichte gibt es nur einen Krieg, einen 
grof^en Krieg, der immer noch andauert. Wem sein Gedachtnis des 
geistigen Blutes zugeraunt hat, was bei dem Kampfe auf dem Spiele 
stand, der war und der wird weiterhin mit denen sein, die magisch 
das Goldene Zeitalter wieder herbeifiihren wollen. 

Fiir diese ist dieses Werk bestimmt, das nicht gelesen, sondern in 
sich eingesogen werden muf^, geschliirft wie das im Steinkelch des 
Grals enthaltene blaue Blut, das Blut der Blauen Wesen von Hyper- 
borea, der Siddhas des Cordon Dorado, des Goldenen Bandes. Dieser 
Kelch aus dem Stein der Weisen wird den Helden gereicht, die in 
Ubermenschen verwandelt und kurz vor dem Versinken des neuen 
Atlantis, womit das Kaliyuga zu Ende geht, in dem Goldenen Vogel 
errettet werden. Sie werden in die Andere Innere Erde eingehen, wo 
sie der Gralskonig erwartet und die Geliebte, die sie ihm iibergibt 
und ihnen hilft, alles zu verstehen. 



368 



Diese Arbeit ist kein Buch. Es ist der Gesang eines Minnesangers, 
eines kampferischen Troubadours! 

Das Licht des Morgensternes 

In jener sensitiven Weltgegend, die sich zwischen dem Gebirgszug 
der Anden und dem Pazifischen Ozean erstreckt und die bis 
hinunter zum Siidpol reicht, werden nach der Katastrophe neben 
ihren gepeinigten Gestaden aus den Tiefen des Ozeans der ver- 
sunkene Kontinent des Geistes, Elella, und der Gipfel von Paradesha 
auftauchen, ins Licht des Morgensternes getaucht, des Verkiinders 
einer neuen Sonne, des ganzen, mit seiner eigenen Seele vermahlten 
Menschen. Denn hier sind die Weif^en Gotter, die den Gral hiiten, 
und hier befindet sich der geheime Eingang in die Innere Welt. 



369 



EPILOG 

Durch Ubertragung des Codes vom Samenatom und dank einer 
im Gegensatz zur Wissenschaft des Kaliyuga vollig anderen 
Anwendungsweise der Molekularbiologie hat man auf der Grundlage 
der Phonetischen Kabbala (Shtulashabda und Hiranyagarbha- 
shabda), der Orphischen Kabbala der Siddhas aus dem hyperbo- 
reischen Kambala, kiinstliche Menschen erzeugt. Ihre Korper sind 
unverganglich; denn sie bestehen aus dem unverderblichen Stoff 
Vraja. Niemand kann sie im Kampfe iiberwinden, da sie sich selbst- 
tatig und in alien Teilen gleichzeitig regenerieren. Einige wenige von 
ihnen konnen ganze Armeen vernichten. 

Und alles das diirfte sich in jener Region nahe des Siidpoles ab- 
spielen. - 



370 



BEMERKUNG ZU DEN LITERATURANGABEN 

Ich bin gegen Literaturangaben, habe mich jedoch aus einleuchten- 
den Griinden dazu entschlossen, dieser Arbeit ein ausfiihrliches 
Literaturverzeichnis beizufiigen. Es wird denjenigen niitzlich sein, 
die sich aus eigenem Antrieb mehr mit der Materie vertraut machen 
mochten, obwohl vieles von dem, was hier aus Griinden reiner 
Objektivitat aufgefiihrt wird, weiter nichts ist als Taschenspielerei, 
Geschaftstiichtigkeit, „Makulatur", es sind darunter aber auch von 
intelligenten Leuten verfaf^te Biicher, von Leuten, die sich dariiber 
im klaren sind, daf^ es nicht moglich ist, das Thema weiter auszu- 
leuchten, weil sie selbst nicht iiber die erforderHchen Mittel und 
Bedingungen verfiigen, um sich tiefer damit zu befassen. Trotzdem 
aber kann der mit Intuition begabte Leser daraus das entnehmen, 
was sich dahinter verbirgt. Man weif^ ja auch, daf^ in der uns be- 
kannten Geschichte der Menschheit immer schon jedes auf Wahrheit 
beruhende Buch oder Dokument zur rechten Zeit beiseitegeschafft 
worden ist. Hier ist die grof^e Verschworung am Werk. Andererseits 
ist es aber notwendig, in der gegenwartigen Phase der Involution, 
der Verstofflichung und in Anbetracht der derzeitigen Werteinstu- 
fung der Dinge, verborgenes Wissen in den Bereich des Okkultismus 
zu verweisen. Das wiirde aber wiederum bedeuten, daf^ die 
Wissenden nun dahin gelangt waren, die Demokratie mit ihrer 
Massenbeeinflussung ernst zu nehmen, was eine vollig absurde 
Annahme ist. 

Ich habe darin auch einige grof^e Schriftsteller aufgenommen, die ihr 
Leben aufs Spiel gesetzt haben in dem Versuch, uniiberwindbare 
Mauern zu iibersteigen. Ihnen gebiihrt unsere Ehrerbietung; denn sie 
leisteten uns Beistand seit unserer Jugend und in dieser dunkelsten 
Epoche. 

Den Text des nachfolgenden Literaturverzeichnisses haben wir in 
den Fallen, wo es uns als wichtig erschien, durch einige zwischen 
den Zeilen angebrachte Kommentare erganzt. 



371 



372 



BIBLIOGRAPHIE 



(Bemerkung des Ubersetzers: Es wurden lediglich einige der vom 
Autor angebrachten Erklarungen eingeklammert iibersetzt.) 



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(1) Hieronymus Bosch diirfte der „Briider des Freien Geistes" genannten tantrischen 
Sekte angehort haben. Auch die geheime Einweihung des Ordens vom „Goldenen 
Vlies" hatte wohl Verbindungen zum Tantrismus, die iiber weibliche Mitglieder des 
Adel liefen. 



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Losgigantesy su origen. Buenos Aires, 

Bruguera, 1972. 

Les Mysteres Templiers. Paris, Robert 

Laffont, 1967. 

Les Mysteres de la Cathedrale de 

Chartres. Paris, Robert Laffont. 

Le Mystere Basque. Paris, Robert Laffont, 

1975. 

L'Enigme des Andes. Paris, Robert 

Laffont, 1974. 

Le livre des Secrets Trahis. Paris, Robert 

Laffont, 1965. 

Nuestros antepasados extraterrestres. 

Barcelona, Ed. Bruguera, 1971. 

Tresors du Monde. Paris. J'ai Lu. 

Sus obras sobre las Islas Canarias. 

Ediciones espanolas. 



(2) „Die Esoterik der Zauberflote". In diesem Buche findet man - aufter einem 
oberflachlichen freimaurerischen Ritualismus, welchem er sicherlich nicht angehort, 
da ja Mozart auf seltsame Weise und in Not stirbt, eine tantrische Offenbarung in den 
beiden Paaren Pamino und Pamina sowie Papageno und Papagena. Es ist der 
Androgyn, der animus und die anima Jung's. In diesem Werk Mozart's findet sich auch 
der Schliissel zum „Steppenwolf" von Hermann Hesse. Darin ist Hermina die 
weibliche Form von Hermann, sie ist seine eigene Seele, die Innere Geliebte und die 
mit ihr bestehende Magische Ehe die Jung'sche Individualisation. 



377 



CHURCHWARD, James 



CRUCHAGA O., Miguel 



DAIM, Wilfried 
DAMENIE, Louis 



DANTE ALIGHIERI 

DANTE ALIGHIERI 
DAUMEL, Rene 

DE MELBOHM, Anatol 

DEE, John 
DEGREFF, Walter 



DEGRELLE, Leon 



DEVI, Savitri 
DJILAS, Milovan 
DONOSO Z., Luis 

DUCHAUSSOY, Jacques 



Mu le continent perdu. Paris, J'ai Lu, 

1969. 

L'Universe secret de Mu. Paris, J'ai Lu, 

1970. 

Le monde occulte de Mu. Paris, J'ai Lu, 

1972. 

El Tercer Reich. Santiago, Chile, Talleres 

San Vicente, 1933. (Hauptsachlich Reden 

aus dem ersten Jahr nach der 

Machtergreifung durch Hitler). 

Der Mann der Hitler die Ideen gab. 

Munich, Giinther Verlag, 1960. 

La Revolution, phenomene devin, 

mecanisme social ou complot diabolique. 

Chire-en-Montreuil, Lecture et Tradition. 

La Divina Comedia. Madrid, Montaner y 

Simon Editores, 1884 (2 col). 

La Vida Nueva 

Le Mont Analogue. Paris, Gallimard, 

1952. 

Demons, derviches, et Saints. Paris, Plon, 

1955. 

The Hieroglyphic Monade. 

Sion, el ultimo imperialismo. Buenos 

Aires, Fco. A. Colombo, 1937. 

260 manifiestos judios. Buenos Aires, Fco. 

A. Colombo, 1937. 

Esperanza de Israel. Buenos Aires, Fco. A. 

Colombo, 1938. 

Hitler pour 1000 ans. Paris, La Table 

Ronde, 1969. Este libro ha sido traducido 

al espanool con el titulo „Memorias de un 

fascista" - „Bau", Barcelona. Lettres a Mon 

Cardenal. Bruselas, Ediciones, L'Epoque 

Reele, 1975. 

The Lightning and the Sun. Calcuta, 

1968. 

The New Class. Londres, Thomas and 

Hudson, 1957. 

Eljudaismo y Protocolos de los Sabios de 

Sion. Valparaiso, Imprenta Hispania, 

1937. 

Bacon, Shakespeare ou Saint-Ger- 



378 



DUHRING, Eugenio 



DU MAURIER, George 



DUPRAT, Francois 

DIETRICH, Eckart 
ELIADE, Miercea 



ELIOT, T. S. 



ELLIS, Davidson, H. R. 
ENCINAA., Francisco 



ESCHENBACH, Wolfram 
EVOLA, Julius 



EVOLA, Julius 



EVOLA, Julius 



main? Paris, La Colombe, 1962. 

Kritische Geschichte der National 

Okonomie und des Socialismus. Die 

Judenfrage als Rassen-, Sitten-, und 

Kulturfrage. Karlsruhe + Leipzig, 1881. 

Peter Ibbetson. Londres, Editores Martin 

Seymour-Smith y Victor GoUanes Ltd., 

1969. 

Histoire des SS. Paris, Le. Sep. conteurs, 

1968. 

Auf Gut Deutsch. 

Mephistopheles et L'Androgyne. Paris, 

Gallimard. 

Introduccion a las religiones de Australia. 

1975. 

Xoga, Inmortality andFreedom. Nueva 

York Pantheon Books, 1958. 

The Waste Land. Santiago, Chile, 

Editorial Universitaria, 1964. (Dieses 

Buch ist Ezra Pound gewidmet, der es 

korrigiert und m5glicherweise auch 

inspiriert hat) . 

Scandinavian Mythology. Londres, New 

York, Paul Hamlyn. 

Historia de Chile. Santiago, Chile, 

Nascimento. 

Portales. Santiago, Chile, Nascimento. 

Parsifal. 

El misterio del Grial. Barcelona, Plaza y 

Janes, 1975. 

La tradiction hermetica. Barcelona, 

Martinez Roca, 1975. 

Metaphisique du Sexe. Paris, Payot, 1968. 

Le Yoga Tantrique. Paris, Fayard, 1973. 

La dottrina del Risveglio. Bari, Ed. 

Laterza. (Einziges Essay iiber den 

Buddhismus, das ein voUig anderes Licht 

auf den urspriinglichen, nicht 

verfalschten Buddhismus wirft). 

Revoke Contre le Monde Moderne. 

Montreal Les Editions de I'Homme, 1969. 



379 



EZQUERRA, Miguel 
FAGGIN, Giuseppe 



FALINSKY, M. E. 



Masque et Visages du Spiritualisme 

Contemporein. Montreal, Canada, Les 

Editions de L'Home, 1972. 

Imperialismo Pagano. II Fascismo 

Dinnanzi al Pericolo. 

Euro-Cristiano. Roma, Edizioni Atanor, 

1928. 

II Fascismo. Roma, Volpe, 1974. 

Tre Aspetti del Problema Ebraico. Roma, 

Edizioni Mediterrance, 1936. 

La via della realizzazione di Se' secondo i 

misteri di Mirtha. Roma, Fundazioni, 

Julius Evola, Cuaderno di Testi Evoliani 

No. 4 

Saggi sui Idealismo Magico. Roma, Casa 

Editrice Atanor, 1925. 

II Mito del Sangue. Milan, Hoepli. 

II camino del Ginabro. Milan, Scheiwiller. 

Fenomenologia dell' individuo assoluto. 

Milan, Bocca. 

Teoria dell' individuo assoluto. Milan, 

Bocca. 

L'individuo e il divenire del mondo. 

Roma, Lib. di So. 

Sintesispara una doctrina de la Raza. 

Milan. 

Indirizzipor una Educazione Razziale, 

Milano. 

Berlin a Vida o Muerte. Barcelona, 

Ediciones Acervo, 1975. 

Meister Echkart. Buenos Aires, Editorial 

Sudamericana 1953. 

Tiahuanaco. Buenos Aires, Emece, 1943. 

Pueblos primitivos de Sudamerica. 

Buenos Aires, Emece Editores, 1943. 

Patagonia. Buenos Aires, Emece Editores, 

1944. 

Parapsichologie Pangeometrique. Paris, 

Vesta, 1962 (3). 



(3) Es wird mathematisch die Existenz der Parallelwelten bewiesen aufgrund 



380 



FAUTH, Phillip 



FEST, Joaquin 

FITCH, Theodore 
FLAMAND, Ehe Charles 

FLEISCHHAUER, Ulrich 

FORD, Henry 

FRENOY, Lagletzlet de 



Psichologie dans la Philosophie General 

Paris, Imprimerie Jouve. 

La Psychologie Synthetique devant la 

Geometrie non Euclidiannes. Paris, 

Imprimerie Jouve. 

La cosmogonie globale de Horbiger, 1913 

(Horbiger, der seinen Namen einem 

Mondkrater verliehen hat, lehrte an den 

SS-Hochschulen). 

Les Mahres du III. Reich. Paris, Grasset, 

1965. 

Our Paradise Inside the Earth. 

Erotique de I'Alchimie. Paris, Pierre 

Beifond, 1969. 

Gerichts-Gutachten zum Berner Prozess. 

U. Bodung-Verlag, 1935, Erfurt (4). 

El Judio Internacional. Santiago, Chile, 

Editorial Prometeo. 

Histoire de la Philosophie Hermetique. 

LaHaya, 1742 (5). 

Tradition Hermetique. Paris, Etudes 

Traditionalles, 1962. 



der nichteuklidischen Geometrie Riemann's, der transinfinitalen Berechnungen 
Cantor's, der Gauss'schen Hypergeometrie und der Pangeometrie Lobatschewsky's. 

(4) Der Oberstleutnant i.R. des Deutschen Heeres, Ulrich Fleischhauer wurde vom 5. 
Gerichtsbezirk von Bern (Schweiz) in dem 1934-1935 stattgefundenen Prozeft gegen 
die Schweizer Buchhandler, welche die „Protokolle der Weisen von Zion" vertrieben, 
als Sachverstandiger genannt und zur Bekanntgabe seiner Meinung iiber deren 
Echtheit aufgefordert. 

Das Buch ist das Gutachten dieses Militars, welches er nach dem Prozeft ver5ffentlicht 
hat, well er wegen seines Gutachtens, demzufolge die Buchhandler freigesprochen 
wurden, von den Juden auf das heftigste angegriffen worden war. Es ist heutzutage 
fast unmoglich, dieses Buch zu finden. Darin sind Photographien der „Weisen von 
Zion", die an dem Kongreft teilnahmen, woraus dann die ProtokoUe hervorgegangen 
sind und auch des Hauses in Bern enthalten, in welchem die Versammlungen 
stattfanden. Ein Exemplar hiervon befindet sich in Chile in Privathanden, und daraus 
hat der Autor die hier gezeigten Photos entnommen. 

(5) Hier wird erklart, daft die auf die Erde gekommenen „Engel", diese bereits wieder 
verlassen haben. Der „Engel" jedoch, welcher mit Isis den Horus zeugte, wird wieder- 
kommen, um Osiris wieder in seine Rechte einzusetzen. 



381 



FULCANELLI 

GEUTIER-WALKER, Andre 

GOBINEAU, Arturo de 

GOEBBELS, Joseph 

GOETHE, Johann W. 

GONZALES VON MAREE, Jorge GOSSET 



GOVINDA, Lama 



GREGOR, Paul 
GUDINO KRAMER, Luis 
GUENON, Rene 



GUERBER, H. A. 
GUIN, Jimmy 



Les demeurs philosophales. Paris. 

Le Mystere de Cathedrales. Paris, Chez 

Jean, Jacques Pauvert, 1964. 

La Chevalerie et les aspects secretes de 

I'histoire. Paris La Table Ronde, 1966. 

Essai sur Vinegalite des races humaines. 

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„Michael". Buenos Aires, Editorial 

Occidente, 1977. 

Obras Completas, Madrid, Aguilar. 

El Mai de Chile. Santiago, Chile. 

Revalations cabalistiques d'une medicine 

universelle Tirees du Vin. Amiens, 1735 

(Kabbalistische Enthiillungen iiber eine 

aus dem Wein gewonnene universelle 

Medizin). 

The way of the White Clouds. Londres, 

Hutchinson and Co., 1966. 

The Psychological Attitude of Earley 

Buddhist Philosophy. London, Hutchinson 

and Co. 

The Foundations of Tibetan Mysticism. 

Londres, Hutchinson and Co. 

The Tibetan Book of the Dead. Londres. 

Le Journal d'un sortier, ou I'Envoutement 

Selon La Macumba. Paris. 

Medicos, magos y curanderos. Buenos 

Aires, Emece Editores, 1945. 

II Rey del Mondo. Roma, Editrice Atanor. 

Le Regne de la Quantite e les Signes des 

Temps. Paris, Galimard, 1945. 

La Crise du Monde Moderne. Paris, 

Gallimard, 1946. 

L'Esoterisme de Dante. Paris, Gallimard. 

Symboles Fondamentaux de la Science 

Sacree. Paris, Gallimard, 1962. 

Saint Bernard. Paris, 1951. 

Etudes sur la Franc-Maconnerie et le 

Compagnonnage (2 vols.). Paris, 1965. 

TheMyths of Greece and Rome. Londres, 

George G. Harrap and Co. 1955. 

Les soucoupes volantes viennent d'une 



382 



GUIRDHAM, Arthur 

GUN, Nerin E. 

GURDJIEF, George 
GUSINDE, Martin 
HAGGARD, Rider 



HALL, D. J. 
HALLER, Johannas 
HAMSUN, Knut 

HANSTAENGL, Ernst 

HARTLAUB, C. F. 
HARWOOD, R. 



HAUGHTON, W., James 



HAUPTMANN, Gerhart 

HAWKINS, Gerald S. 

HEAD, Joseph y CRANSTON, S. L. 

HEDIN, Sven 
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HEER, Friedrich 

HEIMER, Marc 

HEINDEL, Max 



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Les Cathares et la Reincarnation. Paris, 

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Sobre todo y todas las cosas 

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Ella. Buenos Aires, Acme, 1948. 

Ayesha. Buenos Aires, Acme, 1948. 

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seiner Werke). 

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Der Glaube des Adolf Hitler. Munich, 

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Surhommes et Surmondes. Paris, 

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Concepto rosacruz del cosmos. Bue- 



383 



HERDER, Johann G. von 



HESSE, Hermann 



HILLGRUBER, Andreas 

HITLER, Adolf 
HOHNE, Heinz 



HOMER 
HOWE, EUic 
HOYLE, Fred 

HUGENIN, O. C. 
HUME, Robert Ernest 
HUTIN, Serge 



nos Aires, Editorial Kier, 1940. 

Ideen zur Philosophie der Geschichte der 

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My Life: a conjetural biography. 

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Ferrar, Straus and Giroux, 1972. 

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El viaje al Oriente. Buenos Aires, Editorial 

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Hitler's SS. Londres, Seeker and Warburg, 

1969. 

La Iliada. 

La Odisea. 

Urania 's children. Le Monde etrange des 

Astrologues. Paris, Robert Laffont, 1968. 

The Black Cloud. Londres, Heinemann, 

1957. Des Homes et des Galaxies, Paris, 

Buchet Chaster. 

From the Subterranean World to the sky 

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The Thirteen principal Upanishade. 

Inglaterra, Oxford University Press, 1954. 

Les Gnostiques. Paris, Presses 

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Des Mondes Souterrains au Roi du 

Monde. Paris, Albin Michel, 1976. 

L'Alchimie. Paris, Presses Universitares de 

France. 

Le Propheties de Nostradamus. Paris, 

Pierre Beifond, 1966. 

Histoire mondiale des societes Secretes. 

Paris, les Production de Paris, 1959. 

Histoires des Rose-Croix.Paris, Le 

Courrier du Li vre, 1971. 

Les Francs-Macoms. Editions du Sevil, 

1960. 

Hommes et Civilisations Fantastiques. 



384 



HUTIN, Serge 



HUTTON, Bernard 
IRVING, David 

DE LISLE-ADAM, Villiers 

IVELINE, M. U. 

JIMENEZ DE LA ESP ADA, Marcos 

JUNG, C. G. 



Paris. J'ai Lu, 1970. 

L'Immortalite phisique dans les traditions 

et devant de Science. Maizieres, les Metz 

(Le Lien), 1969. 

Les Secrets du Tantrisme. Marabout. 

Edition des Noces chymiques de Christian 

Rosencreutz. Paris, Editions du Prisme. 

L'Amour Magique, revelations sur le 

Tantrisme. Paris, Albim Michel, 1972. 

Gouvernants Invisibles. Paris, J'ai Lu. 

1971. 

Las Civilizaciones desconocidas. 

Barcelona, Plaza Y Janes, 1976. 

Rudolf Hess, el hombre y su mision. 

Barcelona, Plaza y Janes, 1972. 

Hitler's War. Londres, Hoddes and 

Stoughton, 1977. 

The german atomic bomb. Londres. 

L'Eve future. Paris, La Colombe, 1960. 

Axel. Paris. 

Isis. Paris. 

Nostradamus. Santiago, Chile, Editorial 

Orbe, 1973. 

El hombre bianco y la cruz precolombina 

en el Peru. Bruxelles, 1879. 

Tipos Psicologicos. Santiago, Chile, 

Imprenta Letras, 1936. 

Elyoy lo inconsciente. Santiago, Chile, 

Editorial Cultura, 1946. 

Seven Sermon to the dead. Londres, 

Watkings. 

Flying Saucers. Londres, Routledge and 

Kegan Paul, 1959. 

Alchemical Studies. Londres, Routledge 

and Kegan Paul, 1967. 

Psychology and Alchemy, Londres 

Routledge and Kegan Paul, 1953. 

Mysterium Coniunctionis, Londres 

Routledge and Kegan Paul, 1963. 

The Archetypes and the Collective 

Unconscious. Londres, Routledge and 

Kegan Paul, 1959. 

Psychologie and Religion. Nueva York, 



385 



JUNG, C. G. 



JUNG, C. G. y KERENYI, C. 
JUNG, C. G. y WILHELM 



JUNG. C. G. y PAULIS 



KAHN, Herman 
KELLER, Carlos 

KENNAN, George 

KENTON, Warren 
KERENYI, C. 

KERVRAN, Louis 

KEYSERLING, Hermann de 



KLINGSOR 
KLOSSOWSKI, Stanislas 



Pantheon Books, 1958. 

Symbols of Transformation, Londres, 

Routledge and Kegan Paul, 1953. 

Aion. Londres, Routledge and Kegan Paul, 

1959. 

Answer to Job. Londres, 1959. 

Memories, Dreams, Reflections. Londres 

Collins and Routledge and Kegan Paul, 

1963. 

Mand and his Symbols. Londres, Aldus 

Books, 1964. 

Essays on a Science of Mithology. Nueva 

York, Harper and Row, 1963. 

El Secreto de la Flor de Oro. Buenos 

Aires, Paidos, 1955. 

The Interpretation of Nature and the 

Psyche. Londres, Routledge and Kegan 

Paul, 1955 (Dieses Buch wurde in 

Zusammenarbeit mit Paulis geschrieben 

und behandelt den „Synchronismus" und 

die „akausalen" und parapsychologischen 

Phanomene.) 

On Escalation. Londres, Pall Mall Press, 

1965. 

Dios en Tierra del Fuego. Santiago, Chile, 

Editorial Zig-Zag, 1947. 

La Locura de Juan Bernales. Santiago, 

Chile, Soc. Amigos Libro, 1949. 

Rusia y Occidente. Argentina, Ediciones 

Selectas, 1962. 

Astrology. Londres, Thames and Hudson. 

The Gods of the greeks. Londres, Thames 

and Hudson, 1961. 

Transmutation Biologiques. Paris, 

Maloine, 1962. 

Meditaciones Sudamericanas. Santiago, 

Chile, Zig-Zag. 

Diario de Viaje un Filosofo. Madrid, 

Espasa-Calpe, 1928 (2 tomos). 

Europa, Analisis, espectralde un 

continente. Madrid, 1929. 

Histoire des huns et des hongrois. Paris. 

Alchemy. Londres, Thames and Hud- 



386 



KRAUS, A. M. 
LABOIS, Andre 
LAJARD, Felix 

LARCHER, Hubert 

LAURENT Gisele 

LAVAUD, Rene 

LAWRENCE, T. E. 
LAWRENCE, D. H. 



LECOUR, Paul 

LEISEGANG, H. 
LIST, Guido von 



LIVRE TOUT PUISSANT 



LORRIS, Guillaume de y JEAN DE 

MOUNG 

LOVECRAFT, H. P. 



LOZANO, Pedro 



son, 1973. 

El pecado racial. Buenos Aires, Editorial 

Patria, Imprenta Merkel, 1940. 

L'Ocultisme et I'Amour. Paris-Bruxelles, 

Editions Sodi, 1969. 

Recherches sur le culte public et les 

misteres de Mithra, en Orient et en 

Occident. Paris, Imprimerie Imperiele 

1872. 

Le sang peutil vaincre la mort. Paris, 

Gallimard. 

Les societes socretes erotiques. Paris SIPE 

diffusion Chez Vega. 

Les Troubadours. Paris, Descles de 

Brouwer, 1960. 

Los siete pilares de la sabiduria. 

The man who died. Nueva York, The New 

Classics, 1950. 

El Apocalipsis. Santiago, Chile. Editorial 

Osiris. 

Canguro. Buenos Aires. Editorial Re vista 

Sur. 

L 'Ere du Verseau. Paris, Edition Omnium 

Litteraire, 1971. 

La Gnose. Paris, Payot, 1951. 

El secreto de las Runas. 

Paisaje simbolico y mitologico aleman. 

El simbolismo de los Ario-Germanicos. 

Los Hieroglifos ario-germanicos 

Cuentos de la Mandragora. 

(ijber den Magier Scott, den Inspirator 

einiger Rosenkreuzer und Ratgeber 

Friedrich's II von Hohenstaufen). 

Le Roman de la Rose, Andre Marie 

Gallimard, 1949. 

At the mountains of Madness. Sauk City, 

Wisconsin, Arkham House, 1964 

(Aufterst seltsame Geschichte iiber die 

Antarktis, angeregt durch diejenige von 

Arthur Gordon Pym). 

Historia de la Compania de Jesus de la 

Provincia de Paraguay. Madrid, 

1754-1755. 



387 



MACHEN, Arthur 



DE MAHIEU, Jacques 



MALLET, P. H. 

MANTRAM, Robert 
MARQUES-RIVIERE, Jean 

MATTEN, W. 

MAXIMOVICH, N. 
MAZIERE, Francis 

MEREJKOVSKY, Dimitry 

MEYRINK, Gustav 



MICCA W. Rebeca 



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El gran viaje del Dios Sol. Buenos Aires, 

Hachette. 

L 'Agonie du Dieu Soleil Les vikings en 

Amerique du Sud. Paris, Robert Laffont, 

1974. 

„Edda", monuments de la mithologie et 

de lapoesie des anccienspeuples du Nord. 

Paris, Barde Edition, 1787. 

L'Expansion Musulmane. Paris, Presses 

Universitares de France, 1969. 

Le yoga tantrique. Paris, Collection Asie, 

1938. 

Histoire des Doctrines esoteriques. Payot, 

1940. 

UFO's Unbekanntes Flugobjekt? Letzte 

Geheimwaffe des Dritten Reiches? 

Toronto, Canada, Samisdat Publisher Ltd. 

Israel Triunfante. Buenos Aires, Imprenta 

Lopez, 1934. 

Mysterieux Archipel du Tiki. Paris, Robert 

Laffont, 1970. 

Fantastique He de Paques. Paris, Robert 

Laffont, 1970. 

Atlantida-Europa, Atlantida-America. 

Buenos Aires, Edit. Nova, 1944. 

Obras completas. Buenos Aires, Editorial 

„E1 Ateno", 1952. 

L'Ange a lafenetre D'Occident. Paris, La 

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El Golem. Buenos Aires, Editorial Futuro, 

1945. 

El Dominio Blanco. Buenos Aires, 

Editorial Argonauta, 1946. 

El Rostro Verde. Santiago, Chile, Zig-Zag, 

1949. 

La Nuit de Walpurgis. Paris, La Colombe, 

1962. 

Tarot. Londres, Academy Editions, 1973. 



388 



MILTON, John 
MINGUEZ SENDER, Jose 
MIRANDA C, Sergio 
MOELLER van den Briick 
MOLLAT, Michel 
MONOD, Jacques 
MOOKERJEE, Ajit 
MORALES, Ernesto 
MOURA, Jean y LOUVET, Paul 

MiJLLER, Max 



MUSSET, Lucien 
NAGLOWSKA, Maria de 
NATAF, Andre 

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Los Nibelungos. Barcelona, Bruguera, 

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Recuerdos de la Guardia de Hierro. 

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Das Dritte Reich. Alemania 1923, 

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Le commerce maritime normand a la fin 

du Moyen Age. Paris, 1618. 

El azar y la necesidad. Barcelona, Barral 

Editores, 1972. 

Tantra, un voie de la realisation de Soi. 

Paris, Editions de Soleil Noir, 1971. 

La Ciudad Encantada de la Patagonia. 

Buenos Aires, Emece Editores, 1944. 

St. Germain le Rose-Croix Inmortel. Paris, 

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J'aiLu. Paris, 1973. 

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The Vedas. Calcutta, India, Susil Gupta. 

Introduccion a la runologie. Paris, 1965. 

La Lumiere des Sexes. Paris. 

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1975. 

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Journal Spirituel d'une cathare 

d'aujourd'hui. Paris, Editions Resma, 

1970. 

La vie quotidienne des cathares du 

Languedoc au Xllle. siede. Paris, 

Hachette, 1969. 

L Erotique des Troubadours. Toulouse 

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LePhenomene Cathare. Paris, Presses 

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389 



NELLI, Rene y LAVAUD Rene 

NERVAL, Gerard de 
NIEL, Fernand 



NIETZSCHE, Friedrich 
NIKHILANANDA, Swami 

NOCES CHYMIQUES, de Cristian 

ROSENCREUTZ 

NOVALIS 



d'o BUTLER, Rohan 

OLDENBOURG, Zoe 

OLLIVIER, Albert 

d'ORBIGNY, Aleide 
OSSENDOWSKY, F. 



OSTRANDE, Sheila y SCHROEDER, Lynn 
PALACIO, Nicolas 



PASSUTH, Laszlo 



PAUTHER y BRUNET, G. 



les. Toulouse, Chez Edouard Privatz, 

1968. 

Les Troubadours. Brajas, Belgica, Desclee 

de Brouwer, 1960. 

Aurelia. Paris. 

Montsegur, Temple et Forteresse des 

Cathares d'Occitanie. Grenoble, 

Imprimerie Allier, 1967. 

Stonehenge, et templo misterioso de la 

prehistoria. Barcelona, Plaza y Janes, 

1974. 

Samtliche Werke. 

The Upanishads. Londres, Phoenix House 

Ltd., 1951 (3 vol). 

Paris, Auriger, editor Charconac, 1928. 

Himnos a la Noche. Enrique de 

Offterdingen. Editora Nacional. Madrid, 

1975. 

Traduccion de Eustaquio Barjau. 

Germenes o Fragmentos. Mexico, 

Editorial Seneca, 1942. 

Die Christenheit oder Europa. 1799. 

Raices ideologicas del Nacional 

Socialismo. Mexico, Fondo de Cultura 

Economica, 1943. 

Le Bucher de Montsegur. Paris, 

Gallimard, 1959. 

Les Templiers. Paris, Editions du Sevil, 

1965. 

L'homme Americain. Paris, 1830. 

Bestias, hombres y dioses. Santiago, 

Chile, Ercilla, 1936. 

La sombra aterradora del Este. Madrid, 

Aguilar. 

Psi, Psychic discoveries behind the Iron 

Curtain. Londres, Abacus, 1973. 

La raza chilena. Valparaiso, imprenta 

litografia alemana de Gustavo Schaffer, 

1904. 

El Dios de la Ilu via sobre Mexico. 

Barcelona, Luis de Caralt, 1946. 

Los himnos magicos del Rig- Veda. Buenos 

Aires, Editorial Kier, 1945. 



390 



PAUVELS, Louis 

PAUVELS y BERGIER 

PENSOYE, Piare 
PEREZ R., Vicente 



PERROT, Etienne 



PETIT FRERE, Ray 
PHILALETHES, Eugenius 



PICHON, Jean-Charles 

PINDARO 
PLATON 



PLUTARCO 

POE, Edgard Allan 

POISSON, Albert 

PONCINS, Leons de 
POSNANSKY, Arthur 
POUND, Ezra 



Gurdjieff, el hombre mas extrano de este 

siglo. Buenos Aires, Hachette, 1955. 

El Retorno de los Brujos. Barcelona, Plaza 

y Janes, 1963. 

L'islam et le Graal; Doncel. Paris. 

Recuerdos del Pasado. Santiago, Chile. 

Imprenta Gutenberg, 1886. 

La voi de la transformation. D'apres C. G. 

Jung et Valchimie. Paris, Librairie de 

Medicis, 1970. 

La mystique de la Croix Gammee. Paris. 

Long Livers. Londres. Eine eigenartige 

Geschichte iiber Personen beider 

Geschlechter, die wahrend verschiedener 

Epochen gelebt und sich wiederverjiingt 

haben: mit dem seltsamen 

Verjiingungsgeheimnis des Arnaldo de 

Villanova, 1722. 

El hombre y los dioses. Barcelona, 

Bruguera, 1973. 

Odas. Madrid, Luis Navarro, editor, 1883. 

Timeo. 

El Banquete. 

Critias. 

El rostro visible en la superficie de la 

luna. 

La extrana aventura de Arthur Gordon 

Pym. Madrid, Aguilar, 1955. 

Theories and Symboles des I'alchimistes. 

Le Grand Oeuvre. Paris, Editions 

Traditioneis, 1969. 

El espionaje sovietico en accion. 

Barcelona, Acervo. 

Tiahuanaca, la cuna del hombre 

americano. 

Antologia general de textos de (por) 

JaimeFerrany Carmen R. de Velasco. 

Barcelona, Barral Editores, 1973. 

Los Cantos. Mexico, Joaquin Mortiz, S.A. 

The Spirit of Romance. 



391 



PRABHU, Pandhari-Nath 

DIE PROTOKOLLE DER WEISEN VON 

ZION 

LOS PROTOCOLOS DE LOS SABIOS DE 

SION 

PUBLICACIONES SOBRE LOS ROSA-X- 
CRUCES 



PUBLICACIONES SOBRE ALQUIMIA 



RAHN, Otto 



RAMP A, Lobsang 



RANDOLPH, P. B. 
RASSINIER, Paul 



RASSINIER, Paul 



Hindu Social Organization. Bombay, 

India, Popular Book Depot, 1954. 

Prologo de Julius Evola. Roma, Sociedad 

Editora „Novisima", 1938. 

Traduccion de la obra de Zur Beeck, 

Santiago, Chile Imprenta de San Fco. 

1936. 

Manifestes des Rose-Croix. Frankfurt, 

1613. Paris, 1623. 

Unparteiliche Sammlung zur Geschichte 

der Rosenkreuzer. Leipzig, 1786-1788. 

Chymische Hochzeit, Christian 

Rosenkreuz. Straftburg, 1459. 

Sincerus Renatus, 1710. 

Mutus Liber. L'Alchimie et son livre muet. 

Paris, Chez Jean- Jacques Pauvert, 1967 

(Reimpresion integral de la edicion de 

1677). 

Hermes, le maitre spiritual (Budismo, 

tantrismo, hinduismo, taoismo). Belgia, 

Hermes, 1967. 

Kreuzzug gegen den Oral. Stuttgart, Hans 

E. G. Verlag, 1964. 

Luzifers Hofgesind. Deutschland 1937. 

El tercer ojo. Buenos Aires, Troquel. El 

cordon deplata. Buenos Aires, Troquel, 

1962. 

El medico del Tibet. Buenos Aires, 

Troquel, 1962. 

Les cavernes des anciens. Paris, J'ai Lu., 

1967. 

Magia Sexualis. Paris, Guy Le Prat, 1969. 

Le Passage de la Ligne (1949). 

Le Mensonge d'Ulysse (1950). 

Las mentiras de Ulises. Barcelona, 

Ediciones Acerbo. 

El drama de losjudios de Europa. 

La verdad sobre el proceso de Eich- 



392 



RAUSCHNING, Hermann 



RAWSON, Philip 



RIBERA, Antonio 



RILKE, Rainer Maria 
RIQUER, Martin de 



RITSCHER, Alfred (Kapitan) 

RIVIERA, Delia 
ROERICH, George 
ROSENBERG, Alfred 

ROSSETTI, G. 

ROTH, Cecil 

ROUGEMONT, Denis de 



mann. 

Operacion Vicario. 

El discurso de la ultima suerte. 

(Rassinier war franzosischer 

Widerstandskampfer. Spater entdeckte er 

dann die Liige iiber die Judenmorde und 

die Gaskammern. 

Seine Biicher beziehen sich darauf). 

Loque Hitler medijo. Barcelona, 1940. 

The voice of destruccion. Nueva York, 

1940. 

Tao. Londres, Academi, Editions, 1974. 

The art of Tantra. New York Graphic 

Society Ltda. 1973. 

Los doce triangulos de la muerte. 

Barcelona, Editores ATE, 1976. 

Elgran enigma de los Platillos volantes. 

Barcelona, Pomaire, 1965. 

Platillos volantes en Iberoamerica y 

Espana. Barcelona, 1976. 

De veras los OVNIS nos vigilan? 

Barcelona, Plaza y Janes, 1976. 

Las elegias del Duino. Madrid, Ediciones 

Nueva Epoca, 1946. 

El Trovador Guilhem de Berguedan y las 

luchasfeudales desu tiempo. Castellon de 

la Plana, Graficos e Hijos de F. Armengot, 

1953. 

El Cantarde Roldan. Madrid, Espasa- 

Calpe, 1953. 

Deutsche Antarktische Expedition 

1938/39, Bd. I +11. Koehler + Amelang, 

Leipzig. 

II mondo magico de gli heroi. 

Blue Annais. Calcutta. 

Der Mythos des 20-Jahrhunderts; 

Hoheneichen-Verlag, Miinchen. 

El Mistero delVamor platonico nel 

Medievo. Londres, 1840. 

Historia de los marranos. Buenos Aires, 

Editorial Israel, 1914. 

Passion and Society. Londres, Faber and 

Faber, 1956. 



393 



SAINT-CLAIRE, David 
SAINT-LOUP 



PAULIAN SAINT 



SAINT-YVES d'ALVEYDRE 
SAINT-YVES d'ALVEYDRE 



SAMISDAT PUBLISHERS 



La magie Bresilienne. Paris, J'ai Lu, 1971. 

Nouveaux cathares pour Montsegur. 

Paris, Presses de la Cite, 1967. 

Les SS de la Toison D'Or. Paris, Presses de 

la Cite, 1975. 

Les heretiques. Paris, Presses de la Cite, 

1965. 

Les nostalgiques. Paris, Presses de la Cite, 

1967. 

Les volontaires. Paris, Presses de la Cite, 

1967. 

La Nuit commence au Cap Horn. Paris, 

Plon. 

Le roi blanc des patagons. Paris, Andre 

Bonne. 

Entrevista a Saint-Loup. Le Nouveaux 

Planete, Paris No. 9, julio 1969 (Er 

erklart, der Gral sei in Montsegur von der 

SS gefunden und in Berchtesgaden - in 

der Gralsburg - aufbewahrt worden. Bei 

Kriegsende sei er dann von dort an einen 

geheimen Ort in den Osterreichischen 

Zillertaler Alpen gebracht worden.) 

Los Malditos. Madrid, Fermin Uriarte, 

1965. (Schildert die Kampfe der 

franzosischen SS-Division „Charlemagne" 

bei der Endverteidigung Berlins.) 

Mission des Juifs. Paris, Dorbon Aine. 

L'Archeometre. Paris Dorbon Aine. 

Mission des Souverains. Paris, Dorbon 

Aine. 

Mission d I'lnde. Paris Dorbon Aine. 

(Beginn des Jahrhunderts. Er bezieht sich 

auf eine Kirche oder einen universellen 

Orden, welcher von Brahmanen und 

unbekannten Oberen geleitet wird.) 

UFO 's Nazi secret expedition. Toronto, 

Canada. Samisdat Publishers Ltd. 

Secret nazipolar expedition. Toronto, 

Canada. Samisdat Publishers Ltd. 

The Last Batallion. Toronto, Canada. 

Samisdat Publishers Ltd. 



394 



AUGUSTIN, San 



SARMIENTO DE GAMBOA, P. 



SAURAT, Denis 



SCHUON, Fritjof 



SCHRODER, Franz Rolf 



SEDE, Gerard de 



SEDE, Gerard de 
SERBANESCO, Gerard 



SERRANO, Miguel 
SHARKEY, John 
SKORZENY, Otto 



The Antartida Theory. Toronto, Canada. 

Samisdat Publishers Ltd. 

The CIA-UFO cover-up. Toronto, Canada. 

Samisdat. Publishers Ltd. 

La Ciudad de Dios. Madrid, Ediciones de 

la viuda de Heraando, 1893. 

Historia de los Incas. Buenos Aires, Emece 

Editores, 1943. 

La religion desgeants et la civilization des 

insectes. Paris, Editions Denoel, 1955. 

L'Atlantide et le regne des geants. Paris, 

Editions Denoel. 

Languaje of the Self. Madras, 1959. 

Regards sur les mondes des anciens. 

Paris, 1976. (Schuon ist ein Denker, der 

auf der Linie des integralen 

Traditionalismus Evola's und Guenon's 

liegt. Er lebt in der Schweiz. Er hat die 

polaren Uberlieferungen der Rothaute 

studiert.) 

La poesia heroica de los germanos. 1935. 

Das Nibelungenlied. Versuch einer 

Deutung, 1955. 

El tesoro cataro. Barcelona, Plaza y Janes, 

1969. 

Les templiers son parmi nous. Paris, J'ai 

Lu. 

Magie a Marsal. Paris, JuUiard. 

La Racefabuleuse. Paris, J'ai Lu, 1973. 

L'ordre de Templiers et le croisades. Paris, 

Editions Byblos. (Zwei Bande; durch den 

Tod des Autors blieb das Werk 

unvoUendet) . 

Revista „La Nueva Edad". Santiago, Chile, 

Talleres Artuffo 1941-1943. 

Celtic mysteries. Londres, Thames and 

Hudson. 

La guerra inconnue. Paris, Albin Michel, 

1975. 

Luchamos y perdimos. Barcelona, Acervo, 

1966. 

Vive peligrosamente. Barcelona, Acervo, 

1972. 



395 



SMYTHE, F. S. 



SOISSON, Pierre 



SPANUTH, Jiirgen 
SPENGLER, Oswald 



SUMMERS, Montagne 



SZABO, Ladislao 
TANSLEY, David V. 

TARADE, Guy 

TEILHARD DE CHARDIN 



THAYER OJEDA, Luis 
THOMAS, Andrew 

TILAK, Bai Gangadhar 

VALENTIN, Basile 

VALLEE, Jacques 

VALLI, Luigi 

VALLI, Luigi 
VARIOS AUTORES 

VASQUEZ DE ACUNA, Isidore 



VASQUEZ DE ACUNA, Isidore 



The Valley of Flowers. Londres, Hodder 

and Stoughton, 1938. 

Allemagne reveille-toi! Histoire generale 

de L'Allemagne nazi. Paris, Productions 

de Paris, 1969. 

Atiantis. Tiibingen, Grabert Verlag. 

La decadencia de Occidente. Santiago, 

Chile, Editorial Osiris, 1935. 

Anos de decision. Madrid, 1925. 

The history of Witchraft and Demonology. 

Londres, Routledge and Kegan Paul, 

1969. 

Hitler esta vivo. Barcelona, 1947. 

Subtle body. Londres, Thames and 

Hudson, 1977. 

Soucopes volantes et civilisation d' outre 

espace. Paris, J'ai Lu. 

El fenomeno humano. Madrid, Revista de 

Occidente, 1958. 

El medio divino. Madrid, Taurus, 1959. 

La vision delpasado. Madrid, Taurus, 

1958. 

Todas las obras sobre la prehistoria de 

Espana y temas mediterraneos. 

Les secrets de L'Atlantide. Paris, Robert 

Laffont. 

Nous ne sommespas lepremiers. Paris, 

Albin Michel. 

The artic home in the Vedas. Poona, India 

1956. 

Revelation de mysteres de Teintures des 

Sept Metaux. Paris 1946. 

Pasaporte a Magunia. Barcelona, Plaza y 

Janes, 1972. 

II linguaggio secreto di Dante e dei Fedeli 

d'amore. Roma, 1928. 

Studi sui FedeH d'amore. Milan 1923. 

Los Humanoides. Barcelona. Pomaire, 

1968. 

Costumbres Religiosas de Chiloe y su 

Raigambre Hispana. Universidad de 

Chile. Centro de Estudios Antropologicos, 

1956. 

La Evolucion de la Familia, Matriz de 



396 



VELKOVSKY, Immanuel 
VESCO, Renato 

WADDEL, L. A. (Mayor) 



WAGNER, Richard 
WAISBARD, Simone 



WALLIS, B., E. A. 



WARREN, WILLIAM F. 

WATSON, James D. 
WENTZ, Evans 



WEYSEN, Alfred 



los Estudios Genealogicos, Etnologicos y 

Sociales. Consejo Superior de 

investigaciones Cientificas. Instituto 

Salazar y Castro. Madrid, 1962. 

Historial de la Casa de Calves. Libro 1. 

Coleccion Duque de Tobar. Madrid, 1974. 

Mondes en Collision. Paris, Stock, 1961. 

Interceptadlos sin disparar. Barcelona, 

1968. 

Among the Himalaya. Westminster, 

Inglaterra, Archibald Constable and Co., 

1900. 

Parsifal. 

Tiahuanaco. Paris, Robert Laffont, 1971. 

Machu Picchu. Paris, Robet Laffont, 1974. 

Homes, dieux et mages du Titikaka. Paris, 

Editions SCEMI. 

Tiahuanaco, 10.000 ans d'enigmes incas. 

Paris, Robert Laffont. 

La vie splendide des momie peruviennes. 

Paris, Editions SCEMI. 

Misterieux mondes incas perdus et 

retrouves. Paris, Editions SCEMI. 

Osiris, the egiptian religion of 

resurrection. Nueva York, University 

Books, 1961. 

Paradise found or the cradle of the 

human race. 

La double helice. Paris, Robert Laffont. 

The Tibetan Book of the Dead. New York, 

Oxford University Press, 1957. 

Tibetan Yoga and Secret Doctrines. New 

York, Oxford University Press. 

The Tibetan Book of the Great Liberation. 

New York, Oxford University Press. 

Tibet's Great Yogi Milarepa. Oxford 

University Press. 

L'ile des veilleurs. Paris, Edition Arcadie, 

1972. 



397 



WIENER, Norbert 
WIDENGREN, Geo 
WILHELM, Richard 
WIRSING, Gislher 



God and Golem Inc. Londres, Chapman 

and Hall. 

Mani and Manichaism. Londres, 

Weidenfeld and Nicolson, 1965. 

The I CHING, Londres, Routiedge and 

Kegan Paul. 

Dictadura en Inglaterra. Buenos Aires, 

Editorial, „La Mazorca", 1941. 



OTROS LIBROS QUE INVESTIGAN Y DESMIENTEN LA PRETENDIDA MASACRE DE 
SEIS MILLIONES DE JUDIOS FOR LOS NAZIS: 



APP, Austin 

CHRISTOPHERSEN, Thies 

ERHARD, Arthur 

J. G. Burg 

KAUTZKY, DR. BENEDIKT 

ROTH, Heinz 

ROTHE, Wolf Dieter 



The six Million Swindle. Boniface Press, 

8207, Flower Av. Tacoma Park Md. 

20012, 1973. 

La Mentira de Auschwitz. Ediciones Bau, 

Apart. Correos 1401. Barcelona, 1976. 

Carta Abierta al fiscal aleman Dietrich 

Seug. Nation Europa, Coburg, 1965. 

(Escritor judio). Schuld u. Schicksal. 

Miinchen, 1960. 

(Escritor judio). Teufel u. Verdammte, 

Schweiz, 1945. 

Der Makaberste Betrug aller Zeiten. Refo 

DruckVerlag, 5810 Witten, 1974. 

Die Endl5sung der Juden-Frage. E. 

Bierbaum Verlag, 6 Frankf/Main, 56. 



398 



WORTERKLARUNGEN DER SANSKRIT-AUSDRUCKE 

Jahrhundertelang war das Sanskrit keine Schriftsprache. Die Veden wurden erst sehr 
spat in schriftliche Form gebracht. Von Generation zu Generation waren sie im 
Gedachtnis der Brahmanen weitergegeben worden. Es war eine heilige Sprache, die in 
feierlichem Tonfall gesprochen wurde. Sanskritbegriffe in andere Sprachen iibersetzen 
zu woUen, ist ein sehr miihseliges, ja nahezu frevelhaftes Beginnen, was auch auf die 
Lautumschrift zutrifft, die im allgemeinen nur die ungefahre Aussprache der Worter 
wiedergibt. Dadurch bestehen in den westlichen Textwiedergaben haufig 
grammatische und orthographische Unstimmigkeiten. 

Wir haben im Nachfolgenden ein Verzeichnis von Sanskritwortern zusammengestellt, 
die in diesem Buche vorkommen, ohne dabei auf eine w5rtliche Ubersetzung Wert zu 
legen, wobei wir den ungefahren, erklarenden Sinn wiedergeben, um dem 
interessierten Leser eine, wenigstens relative, Hilfe zu leisten. 



Agartha 



Agarthi 
Ahoma 
Akasha 

Akasha-Chronik 

Amrita 

Aryanabaiji 
Asgard 



Ashram 
Ativarna 

Atman 
Avatar 
Avidya 



Indischer Name der unterirdischen Stadt der 

unsterbHchen Geistigen Fiihrer, wo die tantrische, 

magische, symboHsche Liebe gelehrt wird. 

Tibetischer Name der gleichen Stadt. 

Magisch-sakrales Getrank der Arier im alten Persien. 

Stoff, Ather, Allumfassendes AstraUicht, in dem alle 

Bilder und Eindriicke des Kosmos aufbewahrt sind. 

„Astrale Chronik", Astralspeicher der 

Sch5pfungsbilder 

Magisches Getrank der Inder, vergleichbar der 

Ambrosia (Gotterspeise) der Griechen. 

Urheimat der Arier, mogHcherweise Hyperborea. 

HeiHge Stadt der Arier im Kaukasus, am Fufte des 

Berges Elbrus gelegen, von woher die Arier mit dem 

Gott Wotan zur Eroberung des Westens aufbrachen. 

Einweihungsstatte; indisches Kloster. 

Farblos bzw. jenseits aller Farbe; ohne Kaste, jenseits 

aller Kaste. 

Geist. 

Verkorperung einer Gottheit. 

Unwissenheit, „Mitwirkung", Kenntnis- 



399 



Bhakti 
Boddhisattva 



Brahma 
Brahmane 



Bundi 
Chakra 



Brahma-Chakra 

Kronen-Chakra 

Manipura-Chakra 

Muladhara-Chakra 

Sahasrara-Chakra 

Svadishthana-Chakra 

Chakravartin 



Dakshinacara 

Dharma 

Divya 

Divya-Deha 

Garuda 

Gunas 

Guru 

Hamsa 

Hiranyagarbha-Shabda 



losigkeit, Illusion, im Sinne der „Samkhya"- 

Philosophie. 
= Andacht, Yoga-Form. 
= Ein „Befreiter" nach der buddhistischen Lehre, der 

jedoch aus freiem Willen nicht ins Nirwana eingeht 

und in seiner Verk5rperung bleibt, um anderen bei 

ihrer Befreiung zu helfen. 
= Unerschaffener Gott, der erste der hinduistischen 

Trilogie: der Sch5pfer. 
= Zugehoriger zu einer der Kasten im Hinduismus, und 

zwar der priesterlichen. 
= Samen. 
= Rad oder Energiemittelpunkt mit astralem, 

sozusagen psychischen Bewufttsein. - Diese „Zentren" 

gibt es als wirksame Kraft und man muft sie 

entwickeln, sie bewuftt machen mit Hilfe des Yoga 

und durch Erweckung „Kundalinis", des astralen 

Schlangenfeuers, das am Anfang der psychischen, 

astralen Wirbelsaule schlaft. 
= Das Chakra der „tausend Lotosblatter", an dem 

h5chsten Punkte des Schadels. 
= Chakra am h5chsten Punkte des Schadels. 
= Chakra des Sonnengeflechtes. 
= Basis-Chakra, am Anfang der psychischen 

Wirbelsaule gelegen. 
= Chakra am h5chsten Punkte des Schadels, das 

Chakra des „tausendblattrigen Lotos". 
= Nahe beim Muladhara-Chakra, der Wurzel der 

Genitalien gelegenes Chakra. 
= Einer, der alle Chakras erweckt hat, ein durch den 

tantrischen Yoga und die Ubungen des Panchatattvas 

Befreiter. 
= Weg der „Rechten Hand" im Tantrismus. 
= Pflicht, geistiges Gesetz. 
= Gottlieb, Gottmensch. 
= Unsterblicher K5rper des Gottmenschen. 
= Vogel, „Fahrzeug" des Gottes Vishnu. 
= Nach der Samkhya-Philosophie die (drei) 

Hauptbestandteile der Materie. 
= Indischer Lehrer, Meister. 
= Ohne Kaste. Friede. 
= Arische Kabbala, phonetisch, orphisch. 



400 



Huaiyuhuen 

Hvareno 

Hyperborea 

Icchashuddhi 
Ida 

Ishvara-Shiva 

Jivan 

Jivanmukti 

Jon 

Kali 

Kaliyuga 

Kalpa 

Karma 

Karmayoga 
Kshatriya 

Kaula 
Kajrvalia 



Krishna 



Kula 



Feinstofflicher, unsterblicher Astralkorper der Jon- 

Magier auf Feuerland. 

Magischer Kraftstrom, mit dem die Natur 

verandert und umgestaltet werden kann. 

Mythischer Kontinent aus Urzeiten, am Nordpol 

gelegen und von Gottern bewohnt. 

Tantrische Ubung zur Reinigung des Willens. 

Einer der psychischen, astralen Nervenstrange, in 

welchem die „Schlangenkraft" (Kundalini) 

verlauft. 

Der schopferische Shiva; weibliche Kraft in der 

tantrischen Metaphysik. 

Mensch. 

Mensch, der sich befreit hat. 

Zauberpriester des Selcnam-Stammes auf 

Feuerland eine Art Siddha oder Divya; der 

Gottmensch der hyperboreischen Uberlieferung. 

Gottin der Zerstorung. Eine der 

Erscheinungsformen der weiblichen Gottheit. 

Das Dunkle Zeitalter, das eiserne, das Zeitalter der 

Zerstorung, das Gegenwartige. 

Aus 14 Manvantaras bestehendes kosmisches 

Zeitalter. 

Psychisches Gesetz, das zur Wiedereink5rperung 

flihrt, Geschick, Schicksal. 

Yoga, das durch Taten vollzogen wird. 

Zugehoriger zur Krieger- und Adeligenkaste im 

Hinduismus. 

Sehr hermetische, tantrische Sekte. 

Der dem Samadhi entgegengesetzte tiefe 

Trancezustand; denn er bewirkt fiir immer einen 

Zustand der Vereinzelung und der personlichen 

Besonderheit. Durch Kayvalia gelangt man zur 

unumschrankten Pers5nlichkeit des Esoterischen 

Hitlerismus. 

Hindugott, eine der Verkorperungen Vishnus. Er 

tanzt und spielt Flote in den Garten von 

Vrindavan. Eine Art Pan-Gott des Hinduismus bzw. 

eine Art Orpheus. Er ist von blauer Farbe. Seine 

Legende ist der christlichen sehr ahnlich. Die blaue 

Farbe der gottlichen Hyperboreer. 

Kreis der in die tantrische Kaula-Lehre 

Eingeweihten. 



401 



Kundalini 



Lingasharira 
Mahabharata 



Maithuna 



Mandala 



Mantra 



Manu 



Das Gesetzbuch des Manu = 



Manvantara 
Maya 



„Schlangenkraft", die am Anfang der psychischen, 

astralen Wirbelsaule ruht. Wird sie erweckt, dann 

tritt das Wirkungsvermogen der Chakras in Kraft und 

man erreicht den Zustand des VoUmenschen, des 

ijbermenschen. Das ist der Zweck des tantrischen 

Yoga. 

Astralkorper; in der tantrischen Metaphysik 

benutzter Ausdruck. 

Epos, Heldengedicht, das von einem groften Kriege 

klindet, der vielleicht zu Beginn des groften 

Niederganges der Zeitalter und der irdischen 

Verstofflichung (Involution) stattfand. Bharata ist 

der wirkliche Name fiir Indien. Maha bedeutet groft. 

Die Groften Bharatas sind vielleicht die 

hyperboreischen Giganten. Bewohner Indiens - oder 

der Erde - in mythischer Urzeit. Spater wurde die 

Legende dann umgewandelt, abgeandert in das uns 

heute bekannte Heldenepos. 

Mystischer, magischer Koitus im tantrischen Ritual 

oder in der tantrischen Einweihung. Der Samen darf 

sich dabei nicht ergieften. Es handelt sich hierbei um 

ein Wiederauflebenlassen, eine Reaktivierung der 

Chakras und um das Offnen des „Dritten Auges", die 

innere Schau. 

Kreisformiges tibetisches Gemalde zur Meditation 

und Konzentration des Geistes. Es versinnbildlicht 

das nicht lokalisierbare „Zentrum" des Selbst sowie 

das des Universums. 

Magischer Laut, sozusagen der Orphischen Kabbala 

entnommen. Er ist unter besonderer Konzentration 

des Geistes richtig auszusprechen. 

Flihrer; Archetyp einer Rasse, der ein ganzes 

Zeitalter beherrscht. 

Gesetze iiber die drei Kasten des klassischen 

Hinduismus und iiber die „Gemeinschaft der 

Eingeweihten" der Arier Indiens. 

Kosmisches Zeitalter, das aus vier Yugas besteht. 

Das Blendwerk der Formen der Schopfung. Nach der 

Vedanta-Philosophie: Illusion. Nach dem Tantra: 

Macht. 



402 



Mudra 



Mujavat 

Mukti 

Nadi 



Nandi 



Nivritty-marga 
Om 



Panchatattva 



Paradesha 

Parama-Shiva 

Para-Shakti 

Pasu Oder Pashu 
Pingala 

Prakriti 



Pravritty-marga 
Purusha 



Magische, rituelle Bewegung der Hande. Es wird im 

allgemeinen von einem Mantra begleitet, oder es ist 

diesem in der raumlichen Symbologie der Geste 

gleichwertig. Es gibt auch runische Mudras, die auf 

die inneratomische Schwingung des Universum 

einwirken. 

Paradies. 

Befreiung im geistigen Sinne. 

Psychische Leitkanale des Astralk5rpers, durch 

welche die Energie der „Parallelwelt" hindurchgeht. 

Es gibt verschiedene Nadis. 

Rind - Beforderungsmittel Shivas. Im hinduistischen 

Gotterhimmel hat jeder Gott ein Tier-Vehikel, auf 

dem er sich fortbewegt. 

Formlos. 

Heiliger Laut, der fast alle Mantras begleitet. Einige 

Richis meinen, es sei der Laut, mit dem Gott die Welt 

erschaffen hat. Ausdruck der Ganzheit; denn er wird 

mit Kehle, Gaumen und den Lippen ausgesprochen. 

Seine Schwingung erreicht hauptsachlich das 

Brahma- oder Kronenchakra am Scheitelpunkt des 

Schadels. 

Besondere, initiatische Ubung des Tantras, die sich 

flir die hochsten Eingeweihten des Kaula bewahrt 

hat. Die Tattvas sind etwas Ahnliches wie die Gunas 

der Samkhya-Philosophie - Bestandteile des Stoffes. 

Es gibt reine und unreine Tattvas. Pahcha = fiinf. 

Hochgelegenes Gebiet, Paradies. 

Shiva vor der Schopfung, unbeweglich, unverandert. 

Shakti vor der Sch5pfung, die noch nicht aus Shiva 

herausgetreten ist. 

Minderwertiger Mensch, Tiermensch. 

Einer der psychischen Leitkanale des Astralkorpers 

durch den die Astralenergie lauft. 

Materie, Prinzip des Beharrungsverm5gens, der 

Schwere, ist dem Samkhya-Dualismus dem Purusha 

entgegengesetzt. 

Name und Form, bestimmte, festgelegte Schopfung. 

Monade, letzte, individualisierte Einheit in 



403 



Quanyip 

Quenos 
Raja 
Rama 
Raslila 



Rishi 



Rudra 

Sadhaka 
Saham 



Samadhi 

Samkhya 

Samsara 
Selcnam 



Shakti 



Shamballah 



der dualistischen Samkhya Philisophie. Das Sich- 

Selbst. 

Gott und Damon, Licht und Schatten, der Erfinder 

des Todes, eine Art von Abraxas in der Mythologie 

der Selcnams (Feuerland). 

Gott, Geist der Sch5pfer der Welten in der 

Kosmogonie der Selcnams, (Feuerland). 

Eines der h5heren Tattwas, Qualitat, bedingendes 

Prinzip. 

Held im Ramayana-Epos: Avatar, Fiihrer im Widder. 

Arischer, hyperboreischer Held. 

Magischer und heiliger Tanz Krishnas mit den 

Kuhhirtinnen oder Frauen des Gokul in den Garten 

von Vrindavan. Der Tanz bewegt sich im Kreise und 

bildet ein Mandala, in dessen Mitte sich Krishna und 

seine Geliebte befinden. 

Die ersten arischen Weisen; Uberlieferer der Veden. 

Finer der sieht und unmittelbar begreift durch die 

Schau. 

Dem Shiva ahnlicher, furchterregender Gott. Eine Art 

des in die vedischen Texte aufgenommen Shiva. 

Tantrischer Eingeweihter. 

Mantra, das auf das Kronenchakra einwirkt. Es hat 

die Bedeutung von „Ich bin sie". Das Mantra des 

Androgynen, der Ganzheit. 

Hochste Extase nach der Lehre der Vedanta, 

Einswerden mit dem All-Einen. Sam = mit; Adhi = 

Urwesen. 

Eines der sechs philosophischen Systeme Indiens. 

Dualistisches System, aus dem der Yoga des Patanjali 

seinen Ursprung nimmt. 

Die Bewegung der triigerischen Formen der 

Schopfung. 

Ureinwohner des auftersten Siidens von Feuerland. 

Nach dem portugiesischen Anthropologen Mendez 

Correa, soUen sie in weit zuriickliegenden Epochen 

aus der Arktis dorthin gelangt sein. (Aus der Inneren 

Erde?) 

Universelles weibliches Prinzip, die Gegenkraft 

Shiva's, sch5pferische und wirksame Kraft des 

Universums. 

Eine der verborgenen, unterirdischen Stadte, 



404 



Shankaracharya 



Shuadra 
Sjddha 

Siddha-Ashrama 

Siddha-Deha 
Shiva 



Soma 

Sthula-Shabda 

Suchmasharira 

Surya 

Surya-Vansa 

Sushumna 



Stupa 

Sveccharin 

Tantra 



Tattva 



wo die tantrische Einweihung stattfindet, bei der die 

Welt und die Materie verwandelt, umgebildet, 

transfigurier wird. Manche behaupten, es sei die 

Hauptstadt von Agarthi. 

Meister und Begriinder des philosophischen Systems 

des absoluten Monismus in der Vedanta. Existiert seit 

ca. 600 unserer Zeitrechnung. 

Angeh5riger der niedersten Klasse; Tiermensch. 

Gottliches Wesen, das sich unsterblich gemacht hat. 

Bewohner von Agarthi und Shamballah. 

Zentrum, in welchem die Siddhas wohnen, Kloster 

der UnsterbHchen. 

UnsterbHcher Korper des Siddha. 

Gott der Zerst5rung in der Hindu-Trilogie. 1st auch 

der Herr des Yoga und der Tantrischen Magie, der 

mannHchen, solaren Energie. 

Sakrales und magisches Getrank der Arier. 

Phonetische, orphische Kabbala. 

Astralk5rper in der Samkhya-Philosophie. 

Sonne. 

Solare Rasse. 

Psychischer Zentralkanal im Mittelpunkt der 

physischen Wirbelsaule, durch welchen die 

flammenspriihende Energie KundaHni's der 

Feuerschlange, aufsteigt. 

Buddhistisches Monument, in welchem Reliquien 

Buddhas aufbewahrt werden. 

Einer, der alles tun kann, dem alles erlaubt ist. Ein 

durch die tantrischen Initiationsiibungen Befreiter. 

Ein ca. 600 n. Chr. entstandenes System. Yoga- 

Praktiken, die sich des Sexus bedienen, sei es 

symbolisch, auf dem „Wege der Rechten Hand", oder 

praktisch, auf dem „Wege der Linken Hand" um die 

Verwandlung (Mutation) in den Ubermenschen und 

die Absolute Pers5nlichkeit des Esoterischen 

Hitierismus zu erreichen. Tantra bedeutet darlegen 

und auch Systematisierung. 

Elemente oder aufbauende Prinzipien der nach der 

tantrischen Metaphysik wesentlichen 



405 



Thule 
Tirtamkara 

Trika 



Tulku 

Upeksha 

Vaishya 

Varna 
Vamachara 
Vara-Mudra 
Varna 

Vedanta 

Vedas, Veden 

Vidya 

Virya 

Vishnu 

Vraja 

Vrajarupa 

Vril 



Materie. Es gibt reine und unreine Tattvas. Das 
Wesen hat an ihnen teil und setzt sich aus ihnen 
zusammen. Der Tantrische Yoga ist eine Art 
geistige und physische Alchemic, welche durch die 
ijbungen des Panchatattva die Tattvas umwandelt 
Oder lautert. 

= Hauptstadt des hyperboreischen Kontinents. 

= Allerhochster Magier; so etwas wie K5nig der 
Welt. 

= Shivaistische Philosophie von Kaschmir, die mit 
ihrer Theorie vom Universum den Monismus und 
den Dualismus zu iiberwinden versucht, ohne dies 
jedoch im Gegensatz zur Tantra, zu erreichen. 

= Eine Art Boddhisattva des tibetischen Lamaismus, 
ein Befreiter, der sich in verschiedenen Wesen 
Oder in einem ganzen Volk allgegenwartig 
wiederverk5rpert, eine Art von Geist der Rasse. 

= Jenseits der sich gegeniiberstehenden beiden Pole 
sowie aller Widerspriiche. 

= Zugehoriger zur Kaste der Kaufleute im 
Hinduismus. 

= Links. 

= „Weg der Linken Hand" des Tantrischen Yoga. 

= Magische Geste, um die Furcht zu vernichten. 

= Farbe. Es ist auch der Name, mit dem im 
Hinduismus die Kaste bezeichnet wird. 

= Monistisches philosophisches System des 
Hinduismus. 

= Sakrale Texte der Hindu-Arier. 

= Kenntnis, Wissen in der Samkhya-Philosophie. 

= Der tantrische Held; der heldische Mensch. 

= Gott der Trilogie im Hinduismus. Der Bewahrer. 

= Unsterbliche oder unsterblich gewordene rote 
Materie. 

= Aus Vraja, roter, unsterblich gewordener Materie 
bestehender K5rper. 

= Magische Macht und geistiges Organ, die mit dem 
gesamten Universum und den „Parallelwelten", 
den anderen Dimensionen, Ver- 



406 



Vritti 
Yoga 



Yogi 

Yogini 

Yuga 



bindung herstellt. Uber sie verfiigten die 

Hyperboreer, insbesondere die als fiinfte in einer 

Familie geborene Magierin. 

Bewegung der Materie, der triigerische Wellengang 

Prakrittis. 

Philosophisches System im Hinduismus, 

Wissenschaft und Technik der „Union" oder des 

„Sich Zuriickfindens" in der Vedanta. Technik und 

Wissenschaft von der absoluten „Trennung" in der 

Samkhya-Philosophie von der 

Pers5nHchkeitswerdung, der Ganzheit und vom 

Androgynat im Tantra; von der Uberwindung aller 

Gegensatze in der Absoluten PersonHchkeit, im 

Esoterischen Hitlerismus. 

Der Eingeweihte des Yoga. 

Die tantrische, eingeweihte Frau. 

Zeitalter. Es gibt folgende Yugas: 

Satya-Yuga, gleichbedeutend mit Goldenem 

Zeitalter. 

Treta-Yuga, gleichbedeutend mit Silbernem Zeitalter. 

Swara-Yuga, gleichbedeutend mit Bronzenem 

Zeitalter. 

Kali-Yuga, gleichbedeutend mit Eisernem Zeitalter, 

dem dunkelsten. 

Diese vier Zeitalter bilden ein Manvantara. 



ANDERE VOKABELN 



Abraxas 
Albedo 



Ambrosia 

Anna-Perenne 

Asag 



= Gott der Gnosis, der in sich die beiden Pole, Gott und 

Damon, vereint. 
= Zweite Stufe des Opus Alchimicus, die nach dem 

Nigredo, oder der dunklen Stufe, nach der Aufl5sung 

kommt. 
= Magisch-sakrales Getrank der Griechen. 
= Magisch-sakrales Getrank der R5mer. 
= Tantrisch-initiatische Priifung der Troubadours, die 

darin bestand, nackt mit der Geliebten zu schlafen, 

ohne sich zu beriihren, oder aber durch einen Degen 

voneinander getrennt. Eine Art von tantrischem 

„Weg der Rechten Hand." 



407 



Farr 
Gleisa 
Hvareno 
Luzifer 



Nigredo 
Opus 



Osen und Asen 
Quetzalcoatl 

Rebis 

Rubedo 



Sheidim 



Kraft, Hochste Energie. 

Die Katharische Kirche, der Sonnentempel. 

Siegverleihende Macht; h5chste geistige Energie. 

Der Aufterirdische, der zugrundegerichtete Gottliche, 

Gott des Lichts und der Schonheit, der von der Venus 

auf den Nordpol gefallen ist. Hochster Fiihrer der 

tantrischen Magier. Die Katharer nannten ihn 

Lucibel. Er ist auch Shiva, Abraxas, Quetzalcoatl und 

der Morgenstern. Er ist der Geistige Fiihrer des 

Esoterischen Hitlerismus und er wird bei der 

Riickkehr des Goldenen Zeitalters, bei der 

Transfiguration des Virya, des Helden zum Divya, 

dem Gottmenschen, dem Ubermenschen, und er 

wird nach der Vergeistigung der Erde wieder zu 

Ehren kommen. 

Erste Stufe des Opus Alchimicus, der dunkle 

Augenblick der Aufl5sung. 

Das grofte alchemistische Werk, der gleichzeitige 

Umwandlungs- und Umformungsprozeft des 

Zelebranten und der Materie, seiner Lauterung, 

Verg5ttlichung und Unsterblichwerdung - des 

physischen und psychischen Stoffes, der Zustande 

und Beschaffenheiten - zur Erreichung des Rebis, des 

Androgynen, der jenseits aller Gegensatzlichkeiten 

steht, zum Erreichen der Absoluten Pers5nlichkeit 

des Esoterischen Hitlerismus. 

Hyperboreische Einwohner eines mythischen 

Kaukasus, der Stadt Asgard. 

Weifter Gott der Tolteken und Azteken, der „Christus 

des Atlantischen Amerika." Tatsachlich ist er ein 

Hyperboreer. 

Kiinstlich, auf magische Weise im Opus alchimicus 

geschaffenes Wesen; Endergebnis des Prozesses. 

Androgyn. 

Letzte Stufe des Opus alchimicum, wenn der 

Zelebrant das Gold erzeugt und dadurch seinen 

Korper unsterblich gemacht hat, indem er ihn mit 

der roten, unverderblichen Materie, dem Vraja 

bekleidet. 

Mit Tieren gekreuzte Menschen. 



408 



Sidh = Das Konigreich der Feen. 

Sufi = Mohammedanischer Mystiker in Verbindung mit der 

hinduistischen Einweihung. Sufi bedeutet: „weich 

wie WoUe." 
Tuathas de Dannan = Mythische Wesen der irlandischen Sage, die wohl 

von anderen Sternen gekommen sind wie die Osen 

Oder Asen und die Weifien Gotter Amerikas. Sie sind 

Hyperboreer. 
Urna = H5chste Energie; geistige Macht. 



409 




Die Burg Friedrich II. von Hohenstaufen, ein magischer Bau. 



410 




Das Teehaus auf dem Kehlstein, als „Adlerhorst" beriihmt geworden. 





Ruinen der Einweihungsburg der Katharer auf Montsegur. Man vergleiche die 
Ahnlichkeit mit der Gralsburg (dem Adlerhorst) Hitlers in Berchtesgaden. 



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412 




KALKI, der letzte Avatara, der am Ende der Zeit, reitend auf seinem weiften 

Rofi, kommen wird, mit seinem wilden Heer zu richten. Das ist die 

Wiederkehr der Mannen des Fiihrers. 



413 




DER BERGHOF DES FUHRERS 

auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden. 

Wiedergabe eines Kupferstichs von Marz 1987, von Rolf Schmidt. 



414 



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Adolf Hitler, Kanzler des Deutschen Reiches, Fiihrer der 
nationalsozialistischen Bewegung. 



415 



Die echten ProtokoUe 
der Weisen von Zion 

Sachverstandigengutachten 

erstattet im Auftrage des Richteramtes V 
in Bern 

von 

Ulrich Fleischauer 

U-Bodung-Verlag 



Gerichtsakten fiir den Prozess von Bern gegen die Schweizer Buchhandler, die in den 
Jahren 1934-1935 die ProtokoUe der Weisen von Zion vertrieben hatten. 

Verfasser der Dokumente ist der Oberstieutnant a. D. des Deutschen Heeres, Ulrich 
Fleischhauer. 




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Links: Achad Haam alias Ascher Ginsburg. 
Rechts: Derselbe, noch jiinger. Er soil Autor der ProtokoUe sein. 
(Siehe Seite 360 f) 




416